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** Tas AmtSverlündianngSblatt Nr. 57 tvm 30. .'lpnl ntiizilt: Gesetz über dos Brcrmtlweinimmopvl — Einrubtung des Landes nnanzamts T^rmsdadt. — Bekannt mackning der .hessischen Stoatsscvuldenvenvaltung. — Höchst- preis für Mehl und Brot. — Baustvffbavirtsdat s tung. — Bermittung ton Wohnräumen in London, Hungen ufto — Tienslgeschänc des Land- atntmanno -u Bad-SsLzhau /jn. — Biehjeuchcu. — — Schutz der Vögel.
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Ter <kreisausschoß hat in seiner Sitzung tvtn 28. April mit Wirkung vom 1. Mai ds Zs. ab die Preise für das ton dem Kommunalverband an die ^tadt Gießen üKvie an die Landgeinrindm des Kreises abzugebendc Mehl für den Doppcl-ent- ner ohne Sack wie svlyt festgesetzt: Roggi-nmehl 9Umozentige Ausmahlung 209 Mk., Weizcnbrvt- mehl 94prozentige Ausmahlung 214 Mf, Gerstrn- nutzl 85prozentiser Ausmahlung 2,28 Mk.. »ranken mehl ti5pro;entige Ausmahlung 250 Mk
Im Anschluß daran sind vom 1. Mai ds Zs ab für die Landgemeinden des Kreises bis out weiteres folgende Höchstprrise festgesetzt: für B ro l
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Otto £* u e - Berlin sprach bann über tue in ter-1 nationale^ Regelung der Ko h len w i rt s cha i t i und schilderte die Ursachen dec außerordenttrcben ttvhlcnknappheit der ganzen 2Sett Adhüse tortne gclchanen werden durch eine technische Beide!le» ntng der Produktionöstätten Mit internationaler Kraft müßten dir nordjran^ös.scheu Mobüngniben ickteimigst wieder instand gesetzt werden. Du- Belegschaften mußten durch bessere krrnabnniq iciüimge- fätng gemacht und ihre Zahl erhöbt luccben. Um aber die Bedingungen des Jriedensvrttrag-> erfüllen zu können, fet eS in erster 2mi; nötig, und leben zu lassen.
Legi en-Berlin berichtet.- über die internationale Regelung des Arbeitsvertrages. Der Friedensvertrag von Versailles biete keine genügende Grundlage für die rntenratronale Regelung des ArbeitsVertrages. Hier müßten die Gewerkschaften eingreisen, vornehmlich in Deutschland müsse man dafür die ganze Kraft einsctzen.
Ter Borsitzende Konsul Stotze »berg schloß hierauf die zweitägige Tagung mit Worten des Dankes an die aus allen Teilen des Reiches erschienenen Teilnehmer.
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Frankfurt a. M, 1. Mai. (WTB.) Unter «ßerordentlich zahlreichen Beteiligung aus dem Reich und dem Ausland routbe heute früh in der Aula der Universität der Internationale Wirtschastskongreß durch Oberbürgermeister Voigt eröftnri, der in seiner Be- grützungsansproche dacaus hinwics, daß die Messen berufen sein sollen, die rercilsenen Fäden zwischen den Ländern der Welt wieder herzustellen. Unter- -aatssekretär Dr. Paul Hirsch erörterte bie Schwierigkeiten, die sich seit dem .Kriegsende in wirtschaftlicher Beziehung int Reich geltend gemacht haben, und legte nach ausführlicher Erörterung der Ursachen des Niederganges bar, daß mir eine gemeinsame Aktion der Weltstaaten den euro- »äischert Zusanrmcnbruch vergüten könne.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand der Vortrag von llnterstaatssekretär Dr. August Müller über die internationale Rege-
mc. Frankfurt a. M., 30. April. Die meisten Aussteller sind schon zur Frankfurter Messe ein getroffen. Tie Ausländer kommen meist in Sonderzügen, ebenso ist auch aus dem übrigen Deutschland eine steche von Sanderz ü gen rin-* aetrossen, fo aus Württemberg und Sachsen. Die Deulsch-Oesterveicher kommen erst am Sam Stag vormittag, wälnend Ungarn und Tscheche-Slowakische Aussteller schon ringetrafsen sind. Auf dem Meßgeländ? norden die letzten Gebäude fertig* geslellt. Es herrscht ein beängstigendes Leben imb Treiben.
mc. Frankfurt a. M., 30. 2lpril. Eine Rekordleistung stellte die Errichtung der Ersaphalle für das MehhauS Hippodrom dar. Die für 1000 Aussteller berechnete ixille wuroe llmerhalb bni Tagen bezugsfertig errichtet. ')iod? währen das Dach gedeckt wurde, sind die Aussteller teilweise ringezogen und haben mit dem Aus- packen ihrer Waren begonnen.
--- Frankfurt a. M, 30. April. Das Messehaus Offenbach sollte vier 9)itllioncn Mark tbften, stellt sich aber aus fünf Millionen. Siebt man sich diesen m vier Wochen aus der Erde geschossenen überaus leiclftgefugten Bmi und vergleicht damft das unmütelbar daneben stehend, in den Jahren 1906—1908 von dem Staat aufgeführte Eisenbahndft'ektivnsgebäude, das nur ziver Millionen SOlarf gekostet hat, so tarn man sich einen Begriff von den Baukosten eisrit und jetzt machen. Er erforderten die imposante Zestballe vier Millionen Mark, also eine Million weniger als die Heine Nachbarin, das Haus Offenbach, das Polizeipräsidium mit 900 Zimmern -ostete nur l3'i Million Mark, die Oberpvstdireklwn nur ly4 Million NLcrrk.
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Staa ts schul den Verwaltung. D te am 15. Mai 1920 fälligen Zinsen i*r in das Hessische Staat sfchuldbuck) riugetrupenen Forderungen i werden bet allen in Betratst lammenden hessischen Kassen und bei den Rrichsl«nLrn ftnlten txam 1. Mai ab gezahlt. Dom gleichen Tage ab wird di Haupt - staatsüisie die durck, die Pvst oder durch tdutschrift auf Rrichsbanr-Girotvnto -u berichtenden Schuld- buchzinsen überweisen.
Vermietungvon Wvhnränmen. Das LandeK-Arbeits- und Wirtschaftsamt bat den O meinden Londorf, Hungen, Muscltenhriin, Ann nod, Ober^Hörgern, Lang (Äns, Eberstedt, Burkdr^ds- feiben, CMtnbecg und Lich auf Antrag rie Ernvärd tigung erteilt, die Vermietung, lieberlaffuitfl und Zugeorauchnatzme con Wohnrüumen von der ber ferigen Zustimmnng der (Gemeinbebebürben ad hängig zu machen.
Der Landamtmaun zu Bad-Salzhausen wird leben zweiten 'Montag im Momu von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr itachmitta,'«e im Sitzurrgssaal des Kreisamt in Eneßen einen Amtstaa abhalten
Skyweineseu che. Bei einem gefallenen Schwein des August Nein ui Klerw-Linden ist bei der Sektion desselben Schweineseuche festgestellt worden. Tie Sperrmahrc-g-ln sind cmgeordnel
RohswfsverslTrgung, wie sie vor dem Kriege bestand, oder Verringerung der Bevölkerungszahl Europas. Die Rohstoffversorgung müsse international geregelt werden, und zwar müßten für die europäische LÄensmittel- irnd Rohsteifversor- gung in erster Linie die geographisch weit liegen^ den Uebcrschußländer hcrangezogen werden. Das größte Bedenken errege der Rückgang der europäischen Landwirtschaft. Der entscheidende istoststoff sei und bleibe für Europa die -bohle. Die Menge der vorhandenen Rohstoffe genüge nicht urr zufriedenstellenden Deckung des Welt bedürf- nisses. Ein gwtzer Pessimismus sei aber auch nicht berechtigt. Tie Preisentwicklung olbrn sei kein ausreichender Regulator für die Rphstof7versorgung. Wenn der Völk?rbund wirllich existiere, hätte die Verteilung irr Rohstoffe durch diesen erfolgen können. Die ov^rrri satirische Regelung der Rohsvosi- fragen durch ein internationales Syndikat beim Völkerbund sei zu erwägen. Die Zahlungsfrrge lasse drei Wege offen: eine intemtiianale Anleihe, die die R-cchstost- und Valuta frage zugleich regele, rin Kredit, den Banken, Industri? und Kommunen zusammen aufbrächten, und rin? Veredelung der Rohsteffversorgung im Wege des Treuhandels und der Bekämpfung des Rohstefstrustes durch öffentfidyrednlidK Regelung der Robstoff- verteilung ohne Ausschluß der privaten Jnitiatwe.
Es st>lgte nunmehr ein Bvrtrag des Redakteurs Feiler über die Valutasrage. Tas Balutaprvblem sei ein Wirtsckafts- und kein Wäh- nmgspvoblem, ein Welt- und kein Lokalpooblem. Rach einer eindrucksvollen Schüderung des wirtschaftlichen Elends Deutschlands zeigte der Redner Wege zur Abhilfe. Das Ausland müsse in erster Linie die Ungeheuerlichkeit des Bersailler Berttags
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zugestehen und bie Avnsequcnzcn daraus Stehen. .Ümiimthd) fremder Finanzhilfe käme für Teutsch- land in Betracht, daß bie Berri-igien Staaten ben Erlös aus der Liquidation des deutschen Eigentums in Form von Krediten zur Verfügung stellten und die deutschen Noten im Ausland in Jndustrie- schuldoerschrrtbungen umwandelten, oder daß der deutsche Grundkrcdit für bie Allgemeinheit ver- mandt werden würde. — Die Nachmittagsverhandlungen brachten zutiächst einen Vorttag von dem Verttcler der Niederlanndischen Dandelskammcr, Dr. van Sa her, über die Aufgabe der neutralen Länder bei der Wiederanknüpfung des Vandelsveickehrs. Er führte aus, daß auch in Zukunft der Rhein feine Bedeutung für Holland behalte. Die Wiederaufnahme deS vandelsoerkehrs sei für die zenttaleurvpäischen Länder wegen des schlechten Standes der Valuta fast unmöglich. In der Frage von Krebsten habe Holland mit seinem 200-Mill.--Kredit die Jnstiative ergriffen aus seinen eigenen wirtschaftlichen Bedürfnissen heraus. Der Redner führte Klage über häufig vorkommende Berttagsbrüchigreit der deutsckren itauffeute. Professor Dr. Schmidt, St. Gallen, sprach über bie Stellung der Schweiz im internationalen Handelsverkehr. Tie wirtschaftliche Lage der Schwer; sehe alänzender aus, als sie in WirNidüest sei. Die Schwei; sei an Amerika stark verschuldet. Am Schluß der heutigen Verhandlungen sprach der Direktor des bulgarischen Lloyds, Max Rosenbaum, Sofia,'über die Aussichten des bulgarischen Wirtschaftslebens. — Die Derhandlungcn werden morgen fortgesetzt.
Frankfurt a. M., 2. Mch. (Mvlfs. Ter zwestc Tag ds Internationalen Writscl>aftsten- gresies b?gamr mit einem Vorträge der. Srittens- chcss im ötaatäamt für Handel Riedel-Wien über die wirtschaftliche Lage Deutsch- Oesterreichs. Unter stürmischem, latng-Ächaliew- bem Beifall füchrte er u. a aus, daß die österreichische in der .sxrupt ache eätv Wiener Frage fei. Das zwei Millionen zählend - Wien fihme nur bestehen bleiben in ber großen Gemeinschaft des deutschen Volkes. Es gebe docher für die österrrichische Frage rarr eine Lösung: den -lnschlutz an das Deutsche Reich. Dieser sei eine loirt schaftliche Notwendlgteit und baS gute norktenche Recht der Oesterreicher. Exzellenz Luserrskh voni HandelsvertvagÄxnLin legte das Bekenntnis ab, baU Deutschland das weitestgehende 2$erftan-> ins für die ^ajge Oeflerrrichs habe. Man werde ed auch an Opfern nicht fchten lassen, wenn es gelte, unser Brudervolk dem Deutschtinn zu erhalten. Es Nndde das Bestreben Deutschlands sein, den Ldrschlutzgsdankm zu fördern.
Nach einem Referat von Syndikus Prof. Dr. T r u m p l e r - Frankfurt a. M. imd mit großem Beifall aufgcnommenen Ausführungen von Geheimrat Ri eß er wurde der ftongrefj beauftragt, eine ntternationale Bereinigung ber Kaufmannschaft zu bilden., die den Namen JnternationaleL Wirtschaftskongreß führen solle.
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