Ausgabe 
31.10.1919
 
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B«m R?ichSfinonzministerium: Ueberteuernngszuschüs e m ö entlufj.n Not- standSarbeiten 3 J5 Millionen

Beim Reichsschatzministerium Be- triebsauszaben des Re d,5enroltng samteS 53, für die Hauptvertoalru.'.g Der Re.chs-etrie>e 495, Bau mid Erwerb von el -ktni'chen Hochfrannu gs- Intimgen usw 100, Fort üfrurtg der von H er und Marine begonnenen ir öfteren bau! ch n Mas?« nahmen und zum Erwerb von G nnd.'en 50, L il sskassen für gewerbliche Unter­nehmungen 90 ans bi:fen Mi teln sol en den gewerblich n Unternehm n ^en bi dem Ue er ang zur Friede swirtscha t durch G:währtmg von Tor- leben, Aufträgen unö Bürgscha ten bi' Weiter- beschäftignng der Arbeiter oder d'e Wiederinbe­triebnahme ermöglich' werden Ein Se rag von 2)0, Millionen ift se nerzeit vom Rat ber Volks beauftragten für diese Hil'säs e au5 dem Kriezs- fonds bewill gt worden), R.'ichsrechnangß stell" Damburn 'ür der Entente »ur Der ü Ting gestellte Schiffe 180, Unteren'tung der alli ert-n imo aho- ziierten Besatzungstruppen in den Rheinland m 210 und zu deren Unterbringung 23, Be'cha - fung von Verp legungsvorräten durch bv Der- pflegnnrsbmter des befetten rheinischen Genets und durch die RcichS-Konservenfabrik Main; 40 Millionen.

Auf die beim außervrdentllchmt Haushalt inS- geftnnt ange'orderten 41 140 Millionen sind durch besondere Gesetze Kr-dit-rmöchtigungen k-er its er- teill in Höhe von 32 445 'DHTonen, so daß noch eine Krediterrnächimmg in Höhe von 8301 Mil­lionen zu erteilen ist.

Die Abrechnung des Reichshau- Halts für 1918 hat folgende Ergebnis^ gey v tigt: Der ordemliche Haushalt balanciert in Ein­nahmen und Ausgaben mit 9 012 914 000, wäh­rend der aiiß.nwrdenHiche mit einer Einnahme von 67 468 382 000, dagegen mit einer Ausgabe von 69 997 163 000 Mark, also mit einer Mehraus­gabe von 2529 Millionen abschlietzt, zusammen 79 Milliarden Gefam'auSgaben Der ordentliche Hausl)alt hätte mit einem Fehlbetrag von 419 Millionen abgeschlossen, wenn nicht Deckung aus der auferordentlichen Kriegsabgabe von 1916 mög­lich gewesen wäre. Diese hat 659,8 Mill, ergeben. Die Einnahmen an Zöllen, Steuern und Abgaben, einschl. der mit 2875 Mill, angcsctzten nnrenKri'as- fleiKm. aber ausschließlich ber erivckh'.tten 659,8 Mill. Ml Kr'eg>^bgaben 1916 haben einen Aus­fall van 678 Mill, ergeben. Die Kriegsabgabe 1918 ifl hierbei mit tem voll veranschlag en Betrag von 1800 Mill. ang?setzt, bei dem allerdings nach Abzug der Verwrllungslhsten erst bar 1617 Mill, einy"gangen waren. Ter Restbetrag von 182 Mill, ist im laufenden Jahre nicht nur eingegangen, sondern durch die Ist-Einnahme bis Ende August van 693 Mill, erheblich überholt Auf die mit Dem Gesamtbetrag von 2875 Mill, anqesetzlen neuen Kriegssteuern sind eingegangen: Zuschlag zur Bronntweinverhrouchsabgabe 12, Weinsteuer 160, Mineralwasser steuer 18, Schau nnvllnr euer 8, Di rsteuer 28. Zuschläge »ur Kriegsabgabe 1916 132, Umsatzsteuer 151, foteaSabgobe für 1918 1800, insg samt 2309 Mill Mk. (gegenüber 2875 Mill.), somit weniger 566 Mill.

Weiter sind im Haushalt der Allgemeinen Fi- nanzvi-rw-rltilng an Mehrerträgnrssen zu verzeich­nen: Tcr Anteil am Reingewinn brr Reichsbank mit 374 und der Ueberschuß der Darlehenskasse mit 495 rgegen 276 MD. im Vorjahr) zusammen 869 Mill onen Mark so daß unter Berücksichtigung Kriegsabgaben 1916 die Einnahmen an Steuern ter Abgaben ufw. insgesamt ein Mehr von 791 Millio- nen erbrachten.

Ein wenig erfreuliches Bild bieten die Ergeb­nisse der Ueberschußverwaltungen. Sie ergeben statt eines vorgesehenen Uederschusses von 81,9 eine Znschußlei stun g des Reiches von 561 Millionen Mark. Eine Mehreinnahme er­brachte nur die Reichsdruckerei, statt der Borge- ,'ehnren 3,75 Millionen ein Mehr von 5,8 Mil­lionen. Die Post- und Telegraphenver­waltung ergab statt des veranschlagten Ucber- schusses von 103 Millionen einen Fehlbetr a g von 40 5 Millionen und erforderte somit einen Zuschuß des Reiches von 508 Millionen. Die Reichseisenbahnverwaltung wie, statt des veranschlagten Fehlbetrags von 24,9 für die Zeit bis Ende November 1918 einen Fehl- trag von 53,5 Millionen auf. Im gan­zen ergaben die Einnahmen des ordentlichen Haus­halts 9,13 Milliarden.

Bei den Ausgaben ergab sich im ordentlichen Hau-Halt eine Mehrausgabe von 1315 Million.'n ßgen über dem Anschlag. Zu beachten ist, daß e Ausgaben an Penftons- und Berstorgungs- bedurfnissen aus Anlaß des gegenwärtigen Stit- «S bisher aus dem KriegSstvndS bestritten wer­den. Erheb'icke Tlidyraufhxiibimgen hat di' 93er- naltuno, Brr mfnng und Tilgung der Reick^fchuld

Das Glück der andern.

£)riginal-9bman wn Erich 6 ben flein.

Copyright 1916 by Cb einer b Contp., Berlin W 30.

kNackdrucl n-r' Ml.) Fortsetzung 38.

Aber ein Rest von Besrnnung hielt sie jite?- mal zurück. Nein, sre wallte ja tratz aitebem nicht ruiprten, waS sic sich errungen hatte Und d r Trumpf-. wäre nur dann ein wrklichr

Trumps gew-.-sen, HKitn er MagnuS an äußer >r Stellung und Macht über'egen gttvesm wäre, waS ja leider nicht der Fall war.

Sie bezwang sich al^o auch jetzt und sagte nur etwas kleinlaut:GlaverSh^im liegt in Steter» mark, nicht w,hr?"

,^Ja: mitten im Hochgebirge E? ist ein schönes Gur mit sehr flu3geb.bn em Salb i» und einem dazugehörigen Jagdscklößchen, , HuberMSbauS" "

Und was sollen wir daN? ES wird nach einsamer sttn alS Rettenegg!"

TaS taute nur auf uns an. Tu willst ja nicht in Rcttenegz leben, wie du sagtest!"

,Dnd du an war etest mir darauf: Ich werde müjfen!" sagte sie bi.ter.

Er macht? eine ung bubige Bewegung.

£)öre. Evelyn. wir w"llen unS das heben nicht flegenfeii g m;t spitzer R den erschweren. Ich bin crnnt, txine Dcht.che, forocit es irgend möglich , zu terücks ch.igen, darum machte ich dir bvi.*n Ä?rtlag. Wir können in Ären ein Haus machen. Unr» ElaverSl,eim war zu tiebxiten meines BaterS, als wir noch Die ganzen großen Hachlmlbiagden nicht in Pacht gegeben hrtten, ein sehr lufiig:r, ab* neck !unasre»ch«r Aufenthalt. Ich errnner: mich nach sehr Wahl meiner Änabärzeir, in txr 4

eribrbert. Tie Berzänsuarg verursachte eine Mehr­ausgabe von 608 Mill.

Ter anßervrdenlliche Haushalt 'chteßt in Ein­nahmen mit einem von 1603 MUlian.»n, in Ausgaben mit einem Mehr von 2683,1 Mil* lianen ab, wein amit eine Mehrausgabe von 2528,7 3Rauf.

Aus Sta t und Land.

Gießen, den 31. Oft. 1919.

Letzte Aufforderung zur Wafseu- auhciei ung.

Tas Hessische Gesamtministerium erläßt fol­gende Aufforderung:

Noch immer beiinden sich ablief<nnmgspflich.llge Waffen aller Art und Munition in Prioatbelltz, obwohl die m Ausmhrurrg der Verordnung des Rates der Bolksbeaujtrag en vorn 13. Januar ds ^s. sestgefetzie Ablicf.rungsfrist längst cb^ laufen i|L Tie Säumigen werden daher l-tztrnalig zur Abgabe van 2Baifjn und Munition an Lrts» palizeibchördrn shätestnrs bis zum 15. November ds. Js. au: gt )rd?rt, wa auch näl?eres bar über zu erfragen ist, welche Arten vonSaffcn al^uliefern sind und welche Ausnahmen von ber Ablieferungs­pflicht bestehen.

Für den Fall freiwilliger Ablieferung wirb hiermit Straffreiheit zugefichcrt. Nach Ab­lauf der gesetzten Frist wirb geg n jeden, der sich m dem unbefugten Besitz von Waffen oder Muni­tion befindet, unnach ich lich ringel dritten werben

Wir bringen dies unter dem Hinweis zur öffentliche.! K)mnMs, daß wach § 3 der oben­genannten Verordnung vom 13. Januar ds. Js., deren Rechtsgültigkeit von der Nationalversamm-- bntg bestätigt wurde, mit Gefängnis bis zu fünf Jahren und mit Geldstrafe bis zu bunberttaufmb Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft wird, wer nach Mlauf der Ablieferungsfrist im unbe­fugten Besitz von Wafsen oder Munition betroffen wird. Sollten Waffen oder Munition zu Getvalt- tätigfeiten gegen Personen oder Sachen venvendet werden, io i)t die Strafe Zuch'hrus b's zu fLts Jahnen, bei rni de enden Umltanben Gefängnis nicht unter drei Monaten.

Lebensmittel.

"WikbverKauf. 3n den städtischen Wild. Verkaufsstellen, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist. wird am Samstag, den 1. Nov., auf die Bestell, ousweise 2001-2A)0 Wildfleis.n gegen Ablieferung der Fleischmarken der 43. Woche abgegeben. Auf den Wochenabschnitt entfallen 250 Gramm, lieber nicht rechtzeitig abgeholte Wildmengen wird ander­weitig verfügt.

Das Backen von Weißbrot für den Monat November ist übertragen worden den Bäckern A. Deichert, Liebigstraße, W. Fleckenstein, Walltor. straße, S. Katz, Neustadt; die Abgabe von Weißmehl Thr. Bieker, Neustadt, von Nährmitteln 2L Blum, Ww., Steinstraße.

Veranstaltungen.

Freitag: Stadttheater,(Ein Geschlecht', Ira- gödie von Fritz von Unruh, Gastspiel des Frank- furter Schauspielhauses, 7 Uhr. - Hochschulgesellschast, Pros. Dr. W. Amelung liest seine Uebersehung der Antigone des Sophokles, Großer Hörsaal der Uni- verfität, 8'/. Uhr. - LichtspielhausDie Rache des Titanen* mit Fern Andra. - Schwarz-Weiß-Theater Lili und das Haus gegenüber" mit Harry Hyags.

Samstag: Stadttheater,(Egmont" Trauerspiel von Goethe mit der Beethovenschen Musik, 7 Uhr.- Lichtspielhaus .Die Insel der Glücklichen" mit Carola Toelle und bas Lustspi ll .Nicht doch Männe". -

Sonntag: Stadttheater .Die fünf Frank- furter", Lustspiel van Karl Rößler, 3 Uhr; .Das Dreimäderlhaus", Gastspiel Hermann Schramm vvm Frankfurter Opernhaus, 7 Uhr. - Konzertverein, Paula Werner-Iensen, Konzertsängerin aus Berlin, am Klavier der Komponist Prof. Dr. Arnold Men­delssohn aus Darmstadt, Reue Aula, 5 Uhr. Liebig-Museum, Liebigstraße 12, 7. Dolksvorlesung, (Experimentaloortrag von Fr. F. Werner über volks­tümliche Arzneimittel m t Streifgügen in das Gebiet ber tnobemen Arzneimittellehre. Gäste sinb willkom- men. Wer Plätze belegt haben will, wolle seine Karten ober Zettel mit Namen bis spätestens Samstag in ben Briefkasten Liebigstraße 12 (Architekt Burg) werfen. - Lichtspieltheater wie Samstag.

** Aus bem Stabttheaterbureou. (Es sei nochmals auf bie am Samstag, 1. November, außer Abonnement ftattfinbenbe letzte Aufführung von Goethes(Egmont" mit ber Beethovenschen Musik hiugewiesen, zu ber Gutscheine Gültigkeit hoben.

* Erlci chter tc Einreise in das be­setzte Gebiet. Zur Einreise in das besetzte Gebiet im Westen können nach einer Mitteilung der Eisenbahnbirektion Francksurt a. M. durch gehende Fahrkarten nach den Zielstationen im be* setzren Gebiet benutzt werden, wenn die Reisenden im Besitz einer Einreiseerlaubnis der Besatzungs- dehürden sind. Auch Gepäck kann unmittelbar dort­hin abgfertigt werden. Ter Reisende muß aber bei der Nachprüfung des Gepäcks am Prüfungsort

altemli ein Jubeln aab, wenn eS hieß: wir r'isen nach Gloversheim! Lenn von d)rt wurden präch­tige Jagden arrangiert, zu denen auS nah und fern zahlreiche Gälte tarnen. Glavershnm und Huberwsbaus .varen stets »j'I JagdgSsie, zu denen auch ans ändi.ch: Fürsilichkrtken und mehrere Er>- berzöge gehörten. Mama hatte alle Hände voll zu tun mit all Den vielen Leuten, die ss gerne kamen, denn Giaversheimer Jagden sind berühmt. All das kannst du wieder an sieben lassen, wenn es dir bdtebt. Tie Pacht läuft diesen Herbst zu Ende soll ich die Jagden dann toterer selbst bcf^altrn?"

,.Ach ja!" sagte Evelyn, deren Blick sich bei bem WortErzHerzöge" k>e.'ebt hatte: ,M3enn es io ist, dann bin ich ganz einverstanden mit deinem Projekt."

llnd sie verlank in ehrgeizige Träume fünf- ttger P achtentfaltung, sah sich schon als Haus nau ihr.- Gälte empfangen und begann sich im fti I n flwas auS;u öhnen mit dem Gedanken, künftig Ktn wn Berlin zu leben.

die er Tag sollte ihr noch mehr bringen. Auf dem Heimwege begegnete ihn n Graf Dirbna, der in Wahlange.e enheiten nach Btrd.e.ten wollte und fk nun em Stück begleitete.

Beide Männer sprachen von Po'ittk und Eve­lyn hörte anfangs nur zerstreut zu.

AIS ater dann Magnus ten älteren Freund wn seinem Enisch, aus dem 2t. a:sd:en>l au:- zutreten, m Kenntnis setzte, schien dfser vor Freude ganz außer sich fi geraten, so daß sie unwillkürlich aufmerksam trirte.

Aber daS ist ja famos'" rief der Gvaf, ,j>i haben wir ja oxiilid», wis wir b nötig brauchen und bisher vergeblich suchten: einen einwandfreien

Kandidaten für das frei gewordene Mandat Stell- lecks! Einen Mann auS unserer Mitte, der di: In­teressen teä feudalen GvoßgrundbnitzeS zu ver- treten wisen wird wie kern zweiter! Wenn wir nickt aus -offener Straße waren, ich würde Sie um­armen, S-ante fe.d!"

Magnus sah stumm vor sich nieder. Es war ja nicht das erstemal, daß Witbni ihm diesen Wumck der Partei nahelegte. Aber bischer hatte er im Hinblick! auf seinen Ber rf immer abgelehnt, llnd tetzl . . .

Sich wähten lassen, hieß hierbleiben. Frn- lich, euren großen Teil des Jahaxs märte man in Wien leben müssen, und es wäve tene Tätigkeit, oie den ganzen Menschen erforderte, bie abhielt vom Teufen unö Grübeln und Vergleichen . . .

Aber dazwischen kamen doch wieder Ferien, davor lag eine lange Zeit, die in Rettenegg ver­bracht werden mühte. Und er chttte sich ebm im Stillen oorgenommen: sio bald als möglich hei­raten und dünn fort fort

Ich mühte mir daS erst noch sehr überlegen," sagte er ternd.

Aber Wirbna fiel ihm eifrig ins Dort: ..DoS ist da zu überlegen? Gibt eS dmn ein* bessere Stellung für einen Mann von Jhr^r Fähigkeit? He'.srn Sie mir doch, ihn zu üterfr-ugen, gnä­diges^ Fräulein! Er kann, et darf uns gar nicht tm Stack lassen. Schon um seiner selbst willen nickt. Teufen Sie nur die Stellung, die *r hatte a S cinstunmiy denn dafür stehe ich gewählter Vertreter untrer ganzen G'gend! Ern kleiner Herrgitt wäre er, und Rettene ig d*r M t el- und Sammelpunkt der ganzen Intel.igenz hier."

Er Lotte sich ganz atemlos gesprochen, Evelyn mit leuchtenden Äugen zugehört.

zrrgegen sein. Neuerdings werden ober die Gevack- f!ückr nicht mehr regelmäßig geprüft ES empfiehlt sich aber tros.*cm rür alle Fülle, gleichzeitig mit seinem C4e;'ä<f dieGrenze" zu überschreiten, wie es im Verkehr mit dem Ausland geboten ist. Antrag: auf Erlangung eures Reisepaßes nach Luxemäurg inb an die starrzösifche Mil.tärmi'ion i- Berlin, Frankfurt a. M. ooct Tarrn'"tobt ;u richten. Für die Ausreise sind im bdg sch, eng­lisch ober amerikanisch besetztetr Gebiet verschiedene Bestimmungen getroffen. Tie.se können für hin uit) zurück au»a_-fteflt werden.

"Die Schalter des Postamts müßen wegen kohlenmangel von morgen ab bereits um 6 Uhr abends geschloffen werden. Nur bie I e l e grammannahme auf dem Hauptpostamt bleibt wie bisher geöffnet

* Fahrplanänberung. Don ber Bieber- toll»ahn wirb uns mitgeteilt, bah vorn 1. November an folgenbe Aenberungen in ihrem Fahrplan ein­te eten: Die Züge, bie bisher vormittags 6 20 Uhr b ,xd- 7.50 Uhr eintrafen, treffen vom 1 November an 10 Minuten früher ein, also 6 10 Uhr bzw. 7.40 Uhr; ber Mi tagszug, ber bisher 1.12 Uhr von Gie­ßen abfuhr, sah t vom 1. 11. erst um 1.20 Uhr ab.

* Ein Einbrecher gefaßt In der Nacht zum 18. Oktober wurde in einem EasS in der Walltorstiahe ein Einbruchsdiebftahl begangen, wobei dem Dieb 3 Meter grauer englischer Wollstoff, gebrannter Kaffee, Zucker, 24 Tateln Schokolade, MarkeDan- ®ta" undNestle", Zigarren Zigaretten, 15 Schachteln Sacharin-Tab letten, Butter-, Eier- und Brotmarken, 1 Paar Hobe Theo.- Damen-Schnürsttefel (Größe 40). .50 bis 55 Mark (aus Ein- und Zweimarkscheinen be­stehend, die mit blauem Papier verklebt sind) und eine gelbe Kleiderbürste in die Hände fielen. Als Täter wurde am nächsten Tage der lahme, an zwei Stücken gehende Walter Rau aus Schwerin festgenommen, in dessen Besitz von dem Gestohlenen Schokolade, Sa­charin und Kuchen vorgcsunden wurde, der auch noch entwendet worden war. Die an­deren entwendeten Gegenstände, insbesondere ver Wollstoff und die Damenstiefel, konnten bis jetzt nicht wieder zur Stelle gebracht werden. Dor Ankauf wird hiermit gewarnt.

** Gewerbli che Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohlen, K^ks und Brik.tts monatlich'sen It Bc'kanntmachiing des Reichslvmmissars für die Kvhlenverkilung tom 6. Oktober 1919 (Reichsanzeiger Nr. 234) die üb­lichen Meldungen bis svätesdms 5. November er­neut erstatten Grundsätzliche Aenderwigen in den Bestimmungen über bie Meldepflicht sind für bie ?lllgemcinteit gegenüber dem Vormonat nicht ein- getreten. Auf in einzelnen Gebieten besonders zu bearf/tertbc Punkte wird von den zuständig:n amt- liclzen Stellen noch näher hingewiesen werden. Tic Meldekarten sind bei den Mannten Stellen zum Preise von 0,40 Mk. für ein Meltelartenheft mit 5 Karten (0ch0 Mf. für ein Meldekarten heft mit 6 Sorten) nebst Wortlaut der Bekanntmachung sowie von 0,10 Mk. für eine EinzeGnrte erhältlich Es wird noch darauf aufmerf am g'macht, daß ber Aufdruck aus ben MeldekartenBriefporto 0,15 Mark" noch nicht nach ben vvm 1. Oktober ab geltenden erhöhten Portosätzen abgeändert worden ist und icfbfiterftäitblid) für bie Meldekartensen- btmgrrt ber nunmehr geltende Pofttarif mass­gebend ist.

* Tie Privatkurse bei Obeikehoer Keck (siehe heutige Anzeige) verfolgen die Aufgabe, Strebsamen aller Verusskvei.e ®efaxnbrit zur Ergänzung und Erw.iterung ihres Wi senS und Könnens zu bieten. Ta nur kleine Gruppen ge­bildet werden, flamt ber einzelne besser gefördert Nerden. Ter SttindenpreiS ist so g setzt, daß bie Kurse jedermann zugänglich sind, auch bem weniger Bemittelten.

Landkreis Gießen.

** Großen-Linben, 31. Okt Heute begeht hier das Obsthändler-Ehevaar Johann Weber Bergstraße 10, im kreise seiner zahlreichen Familie das Fest der Goldenen Hochzeit. Die goldene Jubelbraut hat in Gießen am Seltersweg seit über 50 Jahren mit Obst auf der Straße gestanden und erfreute sich bei ihrem großen Kundenkreis aus allen Gießener Dürgerschichten der größten Destedt- heit. Zahlreich sind die Fälle, in denen jetzt schon ältere Gießener sich mit Der^nügen daran erinnern, daß sie als Kinder schon bet ber Liesbeth, wie die Frau Weber allgemein genannt wurde, Obst gekauft haben. Don der Frau Weber kamen immer die ersten Kirschen in Gießen zum Verkauf, und dann kam immer Schlag auf Schlag jede Obstsorte, besonders reifes, schönes Frühobst am Se terstor auf den Markt. Erst seit einigen Monaten hat Frau Weber den Der- kaussstand in Gießen der Tochter überlasten.

X W i r s e ck, 29. CiL Heute abend um 8 Uhr ertönten rtrieter im Unterbors fcunrjie. Tie rasch geholte Feuerspritze komttt aber gleich nieder umteteen, ba ber ffamtnbranb in Dem von ber Witwe Tapöet bewohnten Häuschen

in der Eichgasse schon gelöscht war. Der Schveck rrar umso größer, als wieder einmal bis elef- lrische Licht, gar tiri Stunden lang, verjagte.

Ärcij Büdingen.

Unter-Schmitten, 29. Ott. Kurz vor Beginn ber Mitta spau'e ereignete sich heute in txm fcicigcn Säj nxrf von Gcb üb:r_ Ruvvel ein schwerer Unglücks!' a^I 1. Beim Sägen sprang ein Stück Holz von der Säge ab und flog dem 48 Jahre al:en Arbeiter Otto Spangenb.rger von hier so unglücklich an ben Kops, baß er auf bem Transport in seine Wohnung verstarb. Ter Ver­unglückte war ein ruhiger s.eißiger Artetter und jclwn viele Jahre in ber Sägerei tätig. Er hinter­läßt eine Frau mit acht Silbern, von benot rau zwei erst ber Schule entwachs m sind.

Kreis Alsfeld.

Up. AuSdem Ohmcal, 29. Ott. Ter dies­jährige Weizen zeig: bet den meisten Landwirten ein uitgTwökfltlichcs Maß von Brand. Man schiebt es meist Dem Unterlassen des Dttriolens zu. DaS mag trotz! zuirrfftn, aber mau mel.el auch Brartd bei Weizen, Den man angeblich vitrwlt hatte. Tas M-Hl von diesem Weizen, ber abfärbt wie Ruß, si h: af.bgeau aus um) ist geiunbliet.I d> gesährl«^ Ter Lan^virt nimmt allerdings einen solckxn Wei­zen nicht zur Saat. Ein Mittel, ben mit Brand befallenen Weizen zu terbeifern, besteht in einem gründlichen Waschen und Trocknen ber Frucht.

Kreis Schotten.

Gedern, 30 Okt Für Kriegsbeschädigte und Rentenempfänger, die Auskunft in Militärver- sorgungsangelegenheiten (Rente, Unterstützungen, künst­liche Glieder, Orthopä ische Schuhe, Lazareitauf- nahmen, Badekuren usw.) zu erhalten wünschen, wirb durch einen Vertreter der Dersorgungsabteilung der Dersorgungsstelle Gießen am 31. d. M. von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags auf dem Rathaus Sprechstunde abgehallen. Dielt neue Einrichtung wirb zweifellos von den in Betracht kommenden Perjone^ dankbar begrüßt und hoffentlich ausgiebig benutzt werden.

KrriS Drtzlar.

Launsbach,30 Okl. Das hiesige ber Droe. Wilhelm Bechthold Gießen gehörige Anwejen ging durch Kauf für 22 000 Mk. an den Kaufmann Lud­wig Wagner über.

Hrssrn-Nasfau.

X Gelnhausen, 30. Okt. In dem Ulan- gatt-, Edelton- und Klinkerwerk der Gewerkschaft Rosenkranz u. Schmidt in Hailer bei Gelnhausen hat ein Grohfeuer einen Teil der Fabrikanlagen eingeäschert. Die Bureau» und Wohnräume wurde, gerettet.

kr Frankfurt a M., 30. Oktober. Nachdem sich ein Teil der Kommunisten, die die Leitsätze des Hauptoorstandes nicht anerkennen, von der Partei getrennt hat, wird nunmehr eine dreimal wöchentlich erscheinende Zeitung von ihnen berausgegeben, die sichDie rate Fahne" betitelt

kr. Frankfurt a. M., 30. Oktober. Di« Solo-Mitglieder der beiden städtischen Theater, sind in eine Bewegung zur Erreichung einer Teuerungs­zulage von monatl ch 300 Mk. ei "getreten.

ra. Königsberg, 30 Ott. Die Grube Kö­nig s b e r g hatte in alter Zeit einen sehr regen Betrieb auszttweisen. wurde ober 1898 infolge Be- förbertingsschwterigkeiten gänzlich ftillgeteyt. T« Firma MaratcSmann hat neben GrubeAbenb- Item" bei Bieber auch auf uirernr Höhe den Betrieb wieder aufgewmmm. Seit 1' 61 versorgte ti? Grube Königsberg bie LudwigShütte bei Btetenlbpf mit Eisensteinen und noch vor hwmigm 3<ibr»elpitflr trutbe bas Königsberger Erz m mühseliger Fahrt von ben Hinterländern borthinscholl Ater terrtts vor 1664 lieferte Königsberg ferne Eisensteine in eine oberhalb Bieder (bei ber lebigen Sttinmühle) gelegene Schmelzhütte, welche m der Mitte des 18. Jahrhunderts noch im Betrieb war.

KriegSgcsangenen.Heimkehr.

-m. Hungen, 29. Okt. Bis jetzt sind fünf firiegdgefangette unserer Stadt, bie sich in rg» liidjer (nro. amerikanischer Gefangenschaft tesan­den, in bie Heimat zurückgekehrt ES sind dteS: Willy Faulstich,Wilh. Fulda, Gastwirt Dillv Mül­ler, Friedrich Jurosick und Eugen Relkenstock. Nun norden noch mehrere Söhne unserer Stadl au» der Gefangenschaft in Frankreich und England entartet

ks 3 n t) e i b e n, 28. Oktober. Als dritter au« unserer Gemeinde kehrte heute Karl Bücher au« englischer Gefangenschaft zurück, in der er sich seit November 1917 befand (Es befindet sich nur noch Richard Reitz in ftanzöfifcher Gefangenschaft.

up. Ruppertenrob, 29 Ott Bon ben hiesigen zehn Kriegsgefangenen sinb jetzt vier au8 englischer Gefangenschaft zurückgekehrt. ES sind Karl Geiß, Heinrich Otterbein, Rudolf Geiß unb Willi Philippi.

Hochscbrilnachrrchten.

kr. Frankfurt a. M., 30. Okt. Dom So«, merlernefter nächsten Jahres ab sollen an der Frank­furter Universität Dorlesungen Über Zei- tungskunbe ftattfnöen.

Ah das war etwa-! ReichsvatSrbgevrb» neter! ES gab alb doch noch eine Tür aus bem stillen Privatleben hinouS ins gcote Leben za Macht unb Anehcn! Seibst aus 9Ltterwgg lijj sich auS tnesen Umftänben e:n»7s mach-n! Urch wer neiß? Wie rnancker 2lbgcoubitete bitt; eS scdin zum Minister gebrockt! BesInderS nenn er dnn Feuboladel angehörte und Erzherzoge iu Jaate 6ästen haben bnnte, unb eine Frau tesaß, bt? Dte Hände wahrlich nicht in den Schoß legen würbe . . .

Jbre Eitelkeit hob bie Schwingen, ihr Hoch» mut hab sich- strlz empor, sie war ganz teraui-ht

Natürlich wirb er wallen, lieber Graf," jagte sie, mit bem ganzen Liebreiz, bessm sie unter Umständen fähig w .r, MagnuS aniädelnb.Und seren Sie nur überzeagt, daß ich meinm ganzen Einfluß onbiden werde, ihn für bie Sache # begeistern!"

Aker bie Tage waren verrauscht, roo ein 26* (fein von ihr MagnuS ben Kops verbrehte. Kill' fast finster erto.bette er ihren Blick.

Tu wirst gestatten, te.ß ich über bettei Tinge allein enticheite, Evelyn." Unb sich an ®rir Wirbna nxrnbmb, fügte er hinzu:Ick bitte Sw, vorläufig keine Schritte m der Sache zu lun. Ick. iebaltr mir eine Bedenkznl von vier Dochcn vor. Aukerbem verreib ich nächstens wabrscdnn- lich für ein paar Tage nach Glwersbeim.

Im stillen bockte er:Noch ist eS ja gar nicht entschieden, baß bie teiben auf Schönau nn Paar werben. Unb wenn es nicht wird && ei was buroi (fcen träte, etwas nes, bann könnte ich ja mittun in 0ott« Jiamen. Ader bat ein« muß erst abgdoirtet w rben.'

(Fortsetzung folgt)

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