Ausgabe 
28.2.1919
 
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eefre^tecteDen weebea feit ehe* ob nicht »tdmd)r gleichmätzig mit brr Ärkgstenenutgsiulage »erygangeii werden solle, wobei bann von dem Satz IWO« 900 Mk. ausgegenb ein« alloemeine Teuerung»- Hnlage bezüglich der Familienznschuffes von 630 ML. -ausbezahlr werden sollte von den meisten Mitglie­dern de, Ausschusses sei die frühere Unterscheidung 'für gerechrsertigl angtfef,en worden Auch die ^noni jfeBe Wirkung habt Einbruch gemacht, denn bei einer gleichen Erhöhung von 70 Pro-, bes Familien- Zuschusses, also Festsetzung auf 900 Tliu, sei ein Mehr- trftnbemis von 780000 Mk. gegeben. Aus dem Äu »schüfe werde die Anregung gegeben, bah solchen .Beamten, Pensionären nsw , deren Kinder in Kriegs- gefangen sch ast seien, ebenfalls die Kinderznlagen zu­teil werden sollen. Ein Anfinnen in dieser Richtung wird an die Regierung gestellt werden. Bezüglich der bei dem Militär stehenden Beamten sei eine weitere einmalige Kriegsteuerungr,Zulage in gleicher Höhe wie für die nicht im Heeresdienst stehenden Beamten vorgesehen, was entschieden zu billigen sei. Die frü­here Vorlage habe bezüglich derjenigen Beamten, die im Heeresdienst gewesen seien, nur die Hälfte der Kriegsteuerungszulagen bewilligt, wenn sie verheiratet gewesen seien. Wenn sie unverheiratet gewesen seien, sei ihnen '/, der Familienzulage bewilligt worden. Nunmehr wird eine Nachzahlung für diese Beamten vorgesehen des Betrags, den sie sonst am 1. No- txmber 1918 zu beziehen gehabt hätten. Sie sollen den vollen Betrag de» Familienzuschusses erhalten. 3n Betracht zu ziehen seien: an Beamten, Staats« dienstanwärtern, Lehrern und staatlich Bediensteten 8962 Personen. Hierzu kämen die Pensionäre, Witwen und Waisen: 1098 Pensionäre und 1794 W twen. Die Kosten, welche durch diese einmalige Kriegs- teuerungs Zulage hervorgerufen seien.

betragen für Beamte...... 5763181 Mk.

für Pensionäre........ 596850 .

für Witwen und Waisen.... 852150

zusamuwn . . 7212181 Mk. hiervon ab, was Reich, Stabt und Hy.

pothekenbank zu übernehmen haben 252000

zusammen . . 6960181 Mk.

Hierzu die Zulage an die Beam­ten im Heeresdienst...... 600000

ändert. Der Ml n lste» geht «rf bk vaa bei Beerebwere vorgebrachten Einzelheiten etn. Die Frage der unser» wendeten Dienstanwärter kann nicht im Rahmen der Teuerungsoor läge geregelt werden. Die schwersten Bedenken find gegen bi- Staffelung erhoben worden.

ün Hessen ist die Staffelung tm Verhältnis zu den anderen Staaten gering. Sie ist gerechtfertigt allein durch den Mehraufwand für die Wohnung, wenn auch die kleineren Wohnungen prozentual teu­rer geworben knd. Junge Beamte der höheren Gruppe haben oft geringere Gehälter als die älteren mittleren Beamten. Ich bitte, die Staffelung deshalb in diesem Falle beizubehalten, sonst mühte die Vorlage an den Ausschutz zurückverwiesen werden. Der Redner bittet um Annahme der Ansschufeanttäge.

Ministerialdirektor Dr. Strecker: Die Unter- richtsverwaltung hätte statt de» Stichtage» zwei Stich, tage ober einen Stichmonat lieber gesehen, um Hätten zu vermeiden. Fun chst werden die aus dem Felde zurückkehrenden Assessoren versorgt. 572 Oberlehrer- iDirektorsstellen stehen 345 Assessoren und Referen­dare gegenüber. 65 stehen noch im Vorbereitungs­dienst, die anderen sind angestellt gegen Bezahlung bzw. in bezahlte Stellungen beurlaubt, so dafe nur «och 20 unbezahlte Assessoren übrig bleiben. Dazu bewerben sich allerdings 31 Anwärter aus Elsatz Lothringen um Anstellung. Auch können wir zurzeit im besetzten Rheinhessen keine Assessoren unlerbrlngen. Die Unterrichtsverwaktung hat über den sachlichen Bedarf Klassenteilungen vorgenommen.

Äbg Ur stabt (Demobr.): Auch diese Vorlage hinkt wieder denen de» Reiches und der anderen Bundesstaaten nach, kam aber doch mit anerkennens- wetter Schnelligkeit. Die Befürchtung der Beamten, daß ihre Ansprüche von der neuen Regierung nicht anerkannt würben, finb daburch widerlegt. Die De­mokratische Pattei würde sonst auch der Regierung ihre Gefolgschaft versagen. Der Redner äußerte sich zustimmend zu einigen Verbesserungen der Vorlage gegenüber der vorigen. Den flommifialöerbanb». und Gemeindebeamlen wird ihr Recht werden, wenn ein­mal das Wahlrecht zu diesen Körperschaften geändert fein wird. (Zustimmung.) Der Redner spricht sich für Schaffung eines völlig neuen Beamtenrechtes aus, was diesen die Eingewöhnung in die neuen Verhält­nisse erleichtern würbe.

zusammen . . 7560181 Mk.

Weiter hinzu bk Vergütungen, welche an die im Heeresdienst befind, lichen Personen nachzuzahlen seien 481127

zusammen . .8041 308 Mk.

Seiten« der Deutschen Volkspartei wird ent- sprechend den früheren Bewilligungen auch hier für die Hofbeamten, Hofbediensteten (auch Hofmusiker usw.) die Teuerungszulage oorgeschlagen, und zwar dahin, dafe die Hälfte der notwendigen Summe von 280000 Mark von dem Grohherzog aufgebracht werden solle, die andere Hälfte dagegen vom Staat dem Grohherzog zur Verfügung gestellt werde, damit aus dieser als. bald mit den staatlichen Beamten diese Kriegsteue» rungszulagen verwilligt werden. 3n der Vorlage vom November feien 140000 Mk. hierfür ausgeworfen worden, und im Interesse der Hofbeamten usw. liege es, nicht etwa zu warten, bis die Verhandlungen über die IiviNiste zum Abschluß gekommen feien.

Weiter fragt Dr. Ofann an, wie die Magen der .Staatsdienstanwärter, welche aus dem Felde zurück- gekehrt seien, jetzt aber keine Beschäftigung in dem Staatsdienst finden konnten, gehoben werden können. Es fei unbedingte Verpflichtung des Staates, gerade ;ftr die stoatsdienstan Wärter und Beamten zu sorgen, »eiche sich in den Dienst des Vaterlandes gestellt Haden und welche hierdurch keinerlei Nachteil haben dürften. Ob etwa beabsichtigt fei, wie die» auch in Boden »orgelchlagen fei, diesen Staatsbienstanwättern ein TB artegelb zukommen zu lasten, wenn sie nicht alsbald beschäftigt werben Mimen.

Der Ausschuß beantragt:

Dk Regierung zu ermächtigen, eine wettere damalige Teuerungszulage an die Staatsbeamten nach den in Drucksache Jlr. 22 niedergelegten Grund- sähen unter Pof. I-V auszuzahlen unter Wegfall des Satzes in l-V,

falls sie seit mindestens 1. Januar 1919 wieder im Staatsdienst beschäftigt sind,

auch die hierzu erforderlichen Aufwendungen aus laufenden Mitteln der Staatskaste, äußerstenfalls aus Zuschüssen der Restefiöcke zu entnehmen und an der gleichen Stelle wie die Gehalte, Vergütungen, Ruhe- geholte usw. der Beamten usw. zu verrechnen."

Weiter beantragt der Ausschuh nach Pof. III 1»Igenbf Ermächtigung der Regierung einzusetzen:

.Die Regierung wird ermächtigt, für die in Kriegsgefangenschaft befindlichen Kinder (GrundsatzVII bes Ausschretbens des Staatsministeriums vom 13. Juli 1918) nach Prüfung der Verhältnisse die Kinderzulage zu gewähren '

Weiter beantragt der Ausschutz:

Die Anträge der Abgg. Dr. Ofann in Drucksache Br. 11 und Henrich in Drucksache Rr. 16, sowie die Vorstellung bes Landesverbandes der Beamten und Lehrerinnen in Hessen in Druchsache für erledigt zu erklären.*

SchNetzlich stellt Äbg. Dr. Ofann namens feiner Fraktion folgenden Zufatzanttag:

Wir beantragen zu der Regierungsvorlage in Drucksache 22, Sette 3, Einsetzung eines Punktes IV dahin:

Der Kabinettskiaste zur Gewährung einer anher- ordentlichen einmaligen Kriegsteuerungsbeihi fe an die Beamten, Bediensteten und Ruhegehallsempfänger bes Hofes und deren Hinterbliebenen nach den gleichen Grundsätzen einen Kriegszufchuh von 140000 Mk. zur Verfügung zu stellen, der aus laufenden Mitteln der Staatsverwaltung äußerstenfalls aus Zuschüssen der Reftesiöcke zu entnehmen und unter Kapitel 2 des Hauptvoranschlags, Titel 1, der Ausgabe zu ver­mehren ist.

Die Aussprache.

«bg. Brauer (Hest. volksp) stellt fest, daß der Hessische Bauernbund alle früheren Teuerungszulagen witbemiHigt hat und stets auf dem Standpunkt der Regierungsvorlagen gestanden hat. Mit Genugtuung spricht der Redner den Beamten für die treue Pflicht­erfüllung während der Umwälzung den Dank aus.

2!bg. Delp (Sei.): Die Bedürfnisse der minder- bezahlten Beamten find etwas größer wie die der bessert mhlt-n Beamten. Deshalb find wir der An- sicht, daß neben den gestaffelten Grundgehältern eine gleichmäßige TeuerunqsMlage ausbezahlt werden soll. Die Bezahlung gewisser niederer Veamtenkategorien, »- B der Schreibgehllfen, war schon im Frieden zu niedrig. Meine Frakt-on lehnt die Differenzierung der Teuerungszulage ab und schlägt eine einheitliche Zu­lage von 650 Mk. vor, was einen Mehraufwand von 780000 Mk Die Begründung mit den hohen Schleich. Handelspreisen ist au» prinzipiellen Gründen abzu- lehnen. (Sehr richtig') Auch den Kommunal- und ®e- meiubebeamten und Angestellten mutz geholfen werden Wir stimmen allen Anträgen de» Ausschusses, mit Ausnahme der Anträge Rr. II, zu.

Finanzminister Henrich: Die Vortage ist von der alten Regierung ausgearbeitet worden, die be­schleunigte Demobilisierung hat die Vruudlagen er-

Abg. Schorn (Ztr.) erklärt die einmütige Zu- ftimmung seiner Fraktion. Sie steht prinzipiell auf dem Standpunkt, daß bei einer Teuerungszulage keine Differenzierung stattfinden soll, sind aber gegen jede Verschleppung. Der Redner tritt gleichfalls für die Gemeindebeamten ein, begrübt das rasche (Ein­bringen der Vorlage. Der Redner verliest einen An­trag der Ientrumsftaktion, der, abgesehen von der beabsichtigten Zahlung einer einmaligen Teuerung». Zulage, eine bei jetzigen Verhältnissen entsprechende Erhöhung der laufenden Teuerungszulage wünscht, welche bis zur Durchführung einer allgemeinen Reu- regelung der Gehaltsbezüge als ruhegehaltsberechtigt erklärt wird.

Abg. Kiel (Unabh.) spricht sich für die Zulagen aus, wünscht aber besondere Berücksichtigung der schlecht bezahlten Beamten,- insbesondere nimmt er sich der Finanzamtsgehilfen und Lehramtsassessoren an.

Um 1 Uhr wird die Verhandlung abgebrochen. Der Finanzousschutz wird sich heute nachmittag mit den während der Besprechung eingebrachten Abän- berungsanträgen befassen. - Nächste Sitzung Don- nerstag vormittag 9 Uhr.

6. Eitztms tvm 27. ÖebdMti

Da« Sxnid fährt irr brr Äusspnache Wer bk einmetiffe TeuerunaS»uläge tzxrt. Ter BeriWterstatter des Ausschüsse», Dr. Osann, teilt mit, daß der FinunyouSschutz mit Stimmenmrhchtt den fozialbenwtettrschen Antmg auf btt ®<roä> rung einer gl tufjmä feigen Anlage an alle Äronte abkhnte, ebenso den «bihxig der deutschen Volks- Partri auf Ausdehnung der Zusage auf bk £wf- bcamtai. Tayr^-n nmtbe ein zweiter Antrag der Trutschen Volks pari ei auf voriagSmeise AuSzgh. (mtg der Zulage an die yofreamttn noch den für die «Staatsbeamten geltenden Grundsätzen, einstim­mig vom Ausschife angenommen.

Abg. Eeef (Soz.) rügt die ganz ungenügende Dezalflung gnmffer Devmtenüategorien, eine Folge des iljncn twrenthaltenen Kval ilioirsrechs. Er er­klärt, daß die Svzialdcnwkrtttie auf ihrem Antrag bestehen bleibe.

Abg. Köhler (Tcutsche Bvlksv): Die hesü- scheu Beamten haben sich selber für die Bribehol- hmff der Dreiteilung ausgesprochen ($>drt, hört!) nrr Erreichung enter Gleichstellung mit den preußi­schen und Rrichsbeamten.

Abg. Reiber (Temofr.): Der st^ialdemv- kratische Dntrog bringt für eine grofje AnH.rhl der Beamten eine .Heraufsetzung, für einen Teil der Beamten, darunter auch die Ässeisoren, eine £jenab« setzunq. Wir stellen den Bttmittlungsantrog: den unteren Beamten die Zulage von 650 Mk. zu aewührm, den hohrven Beamten die Zulage von 700 Mk. iii belassen. Wird dieser wLrÄntrog abgricffmt, so stimmen Mir gegen den Vfcrtmg der Sojtnfrnro texten und für den Ausschuf-rntrvg.

Präsident Adelung acht einen Zen» trumsantrag beftomt dre Regerung möge banruf Hinweisen, daß auch die im Ruhesdnch be> sindlichen fstrris- und Gemeindebeamten eine Zu­lage rrhclten.

Abg. Eihnert (<*.): Tie tzrvzentuakn Bc- vechnungen des Abg Kölner sind Trugfriilü.fe. Ich fküe als Vorsitzender des Frinm^uiSsckiussrs fist» hau der Antrag, der den £x>Beamten die GewLtz- rung der Zulage sichert, und vorn Ausscknife an. anrommen twirtJe. kein Antrag der Deutschen Bolksoartri nxrr, sondern ein Antrag des ganzen Ausschusses, der auf einen RegierunoSvorschlan surü

T- Schmitt sZte): S» ist eine un, tnöOiuue Stkualum bei der poriaxnentari'chcn Re- nkning, dafe die Eoziuldemokuatie, tne yrr Re- s,rerungZmclncheit gehört, gegen eine RecherungS. horlagc snmmt. TuS hxrrr rm MitztoauenSvotum rür die Rechenau» ^Widerspruch bei den Ev, ) «rr fmb für den Vermittlungsantrag Reiber nxrb abgdebm, für den Antrag des Ausschußes' or JSk ** Osann. Ist Mit feil, bah der im an.?enommene Axitrag zugunsten der Doibcamten ein Eventualantrag von mir teer.

®bg. Delp iSoz.i polemisiert m den

Ir. Osann. E DaS pariamentattschc ^;lnn faffen ött nidt so auf. bak wir dir Regierungsvorlagen nW rndir prüfen dürften. (Mmrsterprä!ident Ul. nd, fhnunt zu.) Das sind nur unsi-ren HBäHern schuld,^ Deslmlb iirllen w r der Rc»erm^giwch lange fnn M, tztmuensvvtum aus

" 9Alb C 0 Dol kSp ) Vvlemistert gegen den $bg. Tdp.

T?intfirry;ä;öatt Ulrich: 3<6 bm ft« bei ^aktton geg-nüber, und ine FraLroa ist mir frei gegenüber. 1

s>-inanzminLster venrich Im Interesse der Beamten liegt e« nxmn der AusschAmttw- an. I floönumi wub. Zu aUcr Küry werde man btui

«Berlin 21. Fvtbr (VV.) Die durch die Elsatz.Lothringens TeSiwStow.

thrnndla-zen |u »eilen.

Zustizmmister v. Brentano: Dir Reaie- ning? Parteien sind nicht zum AndavergrchoiAvT' verpflichtet und könne« ruhig BerbesserurtgSvor- schtäge einbrrngen.

Es kommt zur tof*wnmmg. Der Bermitt- Irmgsa n trug Staber hr.d) abgelehnt, der sozial- delnolrarischr Äiuaag ttxrb mtt 28 gegen 27 Stim­men abgdelntt, der ÄuSichutzantrag darauf ein­stimmig an»T^mmen. Ter Antrag der Deutschen Bollspart ei bezüglich der iwfbeamkn nxrb abge- L-bnt; der Eveiriualantrog Dr Osann wird etn- stimmig angniommen. Der An trug Herbert und Onvssen zugunsücn brr im Ruhestand befind­lichen lSemei.che» und Ikveisbeamten mid> ange­nommen. Damit ist die Vorlage in der Fas sang des Ausschusses angenommen.

Rach einer Pause wird der dringliche ÄUrtig des Aaannervorstaif»cs über

frrtr Eisenbahn sahn bet Äbgcoebneten im Freistaat Dessen und auf den preutzischen Strecken, welche eine günsti­gere Verbindung von einem Teil Hessens nach inem anderen ennög'.idjrn, einstimmig angenom­men. ebenso ein Antrag der Abgeordneten aus den besetzten Gebieten, dafe die Regierung bei der freut- iöii|rf,en B.'savungsbcbö.de Dauerausweise für die Reue nach Tornncadt und die Erlaubnis zur Be­nutzung der Arbeiterzüge beantragt.

Ter nächste Punkt der Tagesordvung, die Regierungsvorlage über nachträgliche Genetzmi gung von Maflnuhmen und Ausgab« der prooi- wrischen Regierung wird auf Antrag des Lor- si H ilden des Finanzauchchusscs, Lbg. Eihuerl, ab- ge setzt.

Die Regierungsvorlage über

Aushebung des ^rdensgesetzeS wird ohne Aussprache ein stimmig in der Fassung des Ausschusses angenommen.

Ter Gesetzentwurf den die Äcreerung vorlegte, bestimmte, dafe die Gesetze von 1875 bzw. 1914 ausgrhvben werden und-den religiösen Orden und Kongregationen und artien-ähnlichen finngTtgario- nen das freie Nicderlassungsrecht gewährt werden soll. Sie ffvllen nur den all^emeinen Gesetzen, msbeiondere auch.dem allgentrtnen Berein^- und Polizcirechk unieritellt ^werden. Ter Gesetzgebung ausschufe (Berichterstatter Abg. Lenhart, Zeirkr). schlug einitimmia die Annahme des Regierungs­entwurfes vor. .Nur soll in Art 2 der Zusatzins­besondere auch sdem allgemeinen VereinS- und Pvlizeirecht"' als Lberslüs ig gestrichen werden

Auf die Infrage des Abg. Dr. Osann u. Gen über ^Wohnungsnot gibt Ministerial­direktor Raa b eine Erklärung Über die bisherigen Mafenahmen der fliegierung ab.

Abg. Ei fe nert beantragt Drucklegung der Regierungserklärung und Aussetzung der Bcspre- ch-ung der Anfrage bis zur Drucklegung. Ter An­trag wird angenommen.

Tie Anfrage Tr. O s ann s über die Rechts­ansprüche der Beamten auf Gehalt wird auf Ersuchen des Ministerpräsidenten Ulrich zu- rückgestellt.

Äe Anfrage Dr. Dfann8 u. Gen. über Kohlennot wird im Zusammenhang mit einer Zentrumsanirage zur ÄnSsmache gestellt.

Abg. Kl inOspor /Teutsche Bp > bespricht die bwembe Gefahr der Stilleguno der hessischen Industrie infolge der Rofetemut und wünscht Stei­gerung der hessischen öraunMllenförterimg. Wg. vofmann (Zentr.) bittet um Zuweisung von Kohle an die ländliche Industrie nbg. 6i feuer t (Soz.): Die Kvhlenpreise werden durch die Steige­rung der Löhne nicht gerechtfertigt.

Abg. Kroll IZtt.): Die Reichsregiettrng mufe '«blich geordnete Zustände tm Ruhrgebiet schaffen. Die unerschwinglichen Kohlenpreise müssen nachgeprüft werden. - Abg. (Engelmann (Soz.): Die Waffen- stillstandskommission mufe bk Freigabe der beschlag, nafemten Schffe bewirken. - Abg. Dr. Büchner (Demokr.): Die Arbeitsfteudigkeit der Arbeiter mufe wieder gehoben werden. Darum bleiben ht den Staats- Werkstätten die Reparaturarbeiten an den Transport- mttteln liegen. Abg. Urstadt (Demokr.) sieht den Hauptgrund der Kohlennot in der mangelhaften Für- berung. Auch bie Dualität wirb immer schlechter. Bi» zu 50 Prozent Steine werben geliefert - Abg. Biegi (Soz.) weist auf bie Kohlenschiebungen hin. - Abg. Dorsch (Bbd.) erinnert an ben Mangel an Kohlen beim letzten Frühdrusch und bei der Stick- ftoffbereitung. - Abg. Pichler (Soz.): von Senkung der Preise hön^t Gesundung unserer Volksseele ab - Abg. Rechnen (Soz.) weist die Vorwürfe de» Abg. Dr. Büchner gegen bie staatlichen Werkstätten, arbeitet zurück und warnt vor Verallgemeinerungen, bie nur schäblich wirken. - Abg. Kaul (Soz.): Rach vierjähriger Ierstörungsarbeit fällt naturgemäfe ber Uebergang zur aufbauenben Arbeit schwer. - (Es sprechen noch die Abg. Kiel (U. 5 ), Dr. Büchner (Demokr.), Der Id) (Hess, vpt), Kroll (Ztr.).

Auf bk Ausfälle bes Abg. Kiel (11. S.) gegen die Reichsregierung, befonbers gegen Roske und desieu Stellung zu ben fttetkenben Bergarbeitern kommt es zu einer

' |d)arfm Ao-tinalldkrsktziillfl zwischen bm MillisterpräsidkiUkll und dem Adg. Siel, in beten Verlauf ber Ministerpräsident die Unter­stellung Kiels, als sei die Reichsregierung an ben Zuständen im Ruhrrerier schuld, scharf zurückweist. Die hessische Regierung steht geschlossen hinter der Reichsregkrung (lebhafter Beifall). Der Adg. Kiel solle sich offen zu den Spartakisten bekennen ober den Mund halten, anstatt notwendige Mafenahmen der Regierung zu kritisieren. Die Spartakisten hängen sich den Unabhängigen an die Rockschöfee. Sie sollten sie abschütteln und nicht verteidigen. Zwischen der revolutionären Arbeiterschaft und diesen Erpresserbanden ist ein gewaltiger Unterschied. (Lebhafter Beifall.) Die Bergarbeiter haben in ihrer Mehrheit nicht» mtt ihnen zu tun. E, mufe endlich einmal Klarheit ge­schaffen werden. Sie treiben ein Doppelsoiel. Sie erklären. Sie stehen auf dem sozialdemokratischen Programm und seien kein Spartakist, aber Sie be­kämpfen auf der anderen Seite alle», was gegen die Spartakisten geschieht.

Präsident Adelung verliest einen Einstzrnch der weiblichen Abgg. ber Voll-lammer

gegen dk Fortdauer der Hungerblockade, bk sich bas Hans zu eigen macht.

Die Sitzung wirb gegen 2 Uhr geschloffen. Dos Hau» vertagt sich bis Mitte März.

deutsche 5orbernngen a« Frankreich.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 27. Februar 191B.

Sine Bluttat in der Vst-Nnlage.

$fute morgen gegen -zS Uhr hielt etn ncherheitswachtmann in der Nähe des Le- bensmtttelamtes in der OskAnlage zwei Sol­daten an, die einen Sorb und ein schwere» Paket trugen. Einer der Soldaten gab aus nächster Nähe auf den SicherheitswachtmanN einen Schüfe ab, der diesen in der rech­te» Bru ft feite traf Tic beiden Soldat« entflohen in verschiedener Richtung und konnten bisher noch nicht gesafet werden. Der lebensgefährlich verletzte Wacht- mann wurde in die Klinik aebrachck uno ist nicht vernehmungsfLliia In den Paketen, die von den Soldaten zurückgelasfrn wurden, be­fanden fick Schinken, Durst und Fett- waren, bie in der nergangenen Nacht gegen V»12 Uhr auS der M etzaerei von Ernst Ätd- wig Sack, WaMorstraße, durch Einbruch entwendet worden sind. Da die bisherigen Zeugenaussagen über den Vorfall nicht über« emftimmcn, bittet die äkriminaipol zei jeden, dem die beiden Soldaten begegnet sind, um Mitteilung Einer von ihnen soll von kleiner Statur aeroefen fein und Wickelgamaschen ge­tragen haben.

^jähriger Jung« verschwunbeu. (Ein Soldat, btr fick als firiegstnoalibe Otto Müller ausgegeben Hal, nahm am Dienstag, ben 25. Febr. ben 8jährigen Sohn feiner Wirtin, Wwe Wag ner, i Dammftrafee 9, mit Veibe finb bisher verschwur- ben nnb |tnb nur einmal am Mütwoch, nachmittag» 4 Uhr, beim Besuche bes Schwarz-Weife-Theaters ge- sth«n worben. Der Zunge ist fckin uub schmächtig unb bat weife«» Haar. Bekleidet war er mit Leder- Holzschuhen, weifegestreifter Hose, langem Swea'er, braunem Mantel und grauer Strumpfmütze mtt weifee* Raub.

* Autvbiebstttbl. ICm 18. Anwar 1919 rrort* ein tnerirfeurr 10/30 PS. Dersonen-i r r e n.- Pbammwn", mit der Fabriknutw

mrr 5194, T?titt6dtarmeidm VII 35.50. der tmm oeftnetm und 820x120 grobe Bereifung hat. tvn zwei unbefentnicn Mi iiärperfonen en t we »» Hel. Sachdienliche Miiteilun-eu rrhirvt tw hie­sige KrinnnaUZolizei.

* Kaffeeausgabe. Der Druckfehlerkufel Hal kiber unerfüllbare Hoffnungen erweckt. Es gelange» nur 120 Gramm Kaffee zur Ausgabe unb zwar zum Preife von 1,80 Mk^ nicht »k es hi ber amtliche» Bekanntmachung hiefe. zum Preise von 0,90 Mk.

1 rmllSP^,r^cnou^9o6t- bamStag den 1. Marz d I werden in den zuständigen Be* inren aufeer Brotmarken die für das Xkrfor- gung^jabr 1919 gültigen Eiermarken ge* geu müdgabe der seitherigen ausgegeben. Gleuhzcmg sindet unentgeltlich die Ausgabe Don SammelmäHpchen für L<benSmittelmar- S1, wichtigsten Bcstimmunse»

rur den Berua von LebeuSmittellartea an­gegeben sind, statt.

** StSdt. Kemtlfeverfauf Mm» gen und an ben folgenden Tagen kommt in der Gemüseverkaufstelle, Marktlauben, unter an­derem getrocknetes Welfekraut, Sauerkraut, Zwiebel und Dürrobst zum Verkauf ^Getrock­netes Weifekraut wird zweimal abgebrüht und fiwO tuhh« an.:?«.

M WBböb, Brkckr trnb ^ofttr, in brfNgttti t» auch Telsgrsmm«, sowie G^dsendw», aei Prwaoer am Ururrbalaing9be.ürt gi- nnb zur - flMvg von Verbindlichkrurn nach (Llia^LorhtDr- gen zugelassen werden. Behörden, öfiettlirbet halfen unb B<rt«dearnys7vä»-rn soll gr mtti srin, nad> efliatz-Lvchrii'gen »ffchuQe'.e ©cIxLter, itonat, Renken, Bersick» cunssbetrü^r in Geld en tnc ZatLmlgsiteüeri zu übermitteln. Personen, auch Den ordiinagsmLfelA entlassenen verrii-Anigetorignt, nvune vor dem Ärifigv at läiafrXisdjmegm an»

1 '9 maoen, holl die Rückkehr dorthin auch zum dauernden Lchrnchckl oeijctet werten Drixtung*- gtmüfe nach Elsafe-^orhri ^rn emlcf ene und dort ron ben frankoiifettcn Behörden mtenitme a^etörige sollen pfeort in Frriheit gesetzt werden. Cljne Bort iogen besonderer Gründe toOrn Än5- roctfimgen von Deutschen nicht mehr luirtfbtten. ^en Ansgaoiesenen soll eine angrmnfene. nntrbtge Bebenöüri g >utrü rorrten und uexn gr irtei sein, ihr Bernrögrtl nm sich zu nehmen uuö ihr k'nfhflri bewegliches £xrf> in® Gül -*i» Elsatz»Lvthringen ab- zurtanspocrieren. Es wurde ber ^rfdjlnq » nmcht, bafexu diesem Shxxfc bar.fdiericti# rvvtlmr feu> m ber Woche T a:rsvor« yiesb< i nxibeiL E w r> reeirer ge»ordert, dafe sich tm mmitz. s jche 9kgtcnirg ber weiteren Äbsetzung deutscher Beamten in iflhcfe» wrhringen enthält und bie Gehälter und Pen. i tonen weiterbezahlt. Den deutschen Schuldnern m «safe-Lorhrmqen fort grfhattri »em, fine Ber- bmbl tchkeuen in Marte».hn7i^ M lilam ober bei Ingmg Don VerbindlichSeuen in A 'a

dte Mark zum TageSLns m Fomckemouhcung umyrrcdflien.

Dte Streikbewegung im Reiche.

Berli», 27. Febr. (WTB.) vorn General, streik sind Teile von Sachsen unb Thüringen trfafet. 3u Ausschreitungen ist e» bisher nirgtnbs gekommen. 3n Drtsben wirb überall gearbeitet, bas gesamte Leben verläuft hier normet

9m Ruhrreoier ist ber Streik wieder im Ab­flauen begriffen. Die von ber Regierung eingelei- teten militäriichen Operationen im Ruhrreoier, in Thüringen und in der Provinz Sachsen gehen plan- mäfeiq weiter.

Ueber die Störung des Tisenbahnver^-tzr« trnb bcc StvriNaae m Mitteldeutschland fdjmbt bk

3 am Mitt^' u a. jDigmbed: Ter Eisen- balmverkehr ztmscllen Berlin und Eüd- und Mittel- deulschlond ist ntfolge des Generalstreik tn 2ach- fen unb balle zum grossen Teil gestört. Die Eis«, bahnverw-lmny ist jtixKb beftTVbt, den Berühr so trat wie mögtzch cmmch!zuerlutt<-n und Fndji, wenn rbr eine Strecke verlegt wrrd, immer wieder andere Möglrchkettcn austzmuktzen, um bk Balnwertnn- bimfien auirrchlHuech:! en. Ter Serfrhr mu Wei- mal. ber nach ben Dispositionen geitrm abend batte ganz eingestellt werden sollen, wird noch aufrecht erhalten. Ter sogenannte ParkamemSzug aach Weimar ging heute morgen vom s2£nl>rttcc Bahnhof ab

trn M i tzstä ndr ma.'.)en sich .ntmer rmv.vchl^ nttes Deifekraut wird zweimal abgebrüht irmerfbarL Iw täglich-» ber Betrogenen sonst -übereitet wie frisches Weißkraut.

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