Ausgabe 
28.1.1919
 
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Die Spartakisten in Wilhelm-Haven.

er nötigste Holzbedarf geschlagen werden

Kann.

Komitee Ausftrhr

her Gin-

mit den

01. un.

Ende Februar schriftlich bei dem genannte» Tele­graphenamt anzubringen.

Der Reichsbank ist von der Entente ein nm c^tmnLtetr.®r,cfDerl,ef)r mit den be. etzten Gebieten zngestanden worden soweit er ausschließlich dienstliche Sachen betrifft.

Tie Atisranbunfl brr ans (^lsaß-Lothrinaen au-itwirsknen flltb ntidrrn

Uonen erstatten dem interalliierten wöchentlich über die von ihnen erteilten bewilliaungen Bericht.

III. liebe rwachung der Produktton, nähme, der Produkte und der Belege.

Berlin, 28. Jan. Wie dasS. T." aus denburg berichtet, war es bis 11 Uhr nachts möglich, eine Verbindung mit Wilhelmshaven zu erhalten. Man hoffte aber, heute früh Funkenver­bindung dorthin aufnehmen zu können. Die Be- setzung Wilhelmshavens durch die Kommu­nisten ist, wie das Blatt schreibt, als eine Art Racheakt der Spartakisten aufzufassen, die sich auf dem legalen Wege der Wahlen nicht in den Besitz der Macht zu setzen vermochten.

Frankfurt a. M., 27. Jan. Die Arbeiter der gesamten städtischen Betriebe, mehr als 5u00, drohten heute in den Streit zu treten, wenn ihnen nicht eine sofortige Lohnerhöhung von mindestens 50 Prozent zugesprochen würde. Ter, Magistrat stellte den Arbeitern einen Lohntarif mit rück­wirkender Kraft vom 1. Januar 1919 in Aussicht. In einer heute abgehaltenen Massenversammlung gelang es den Arbeiterführern imb den besonnenen Elementen, die Arbeiterschaft vom Streik abzuhal- ten. Es wurde beschlossen, mit dem Magistrat in Verhandlungen über den Abschluß eines Lohn- tarifes einzutreten.

[1 Marbur g, 26. Jan. Ein bekanntes Mit­glied der althessischen Ritterschaft, der Kgl. Gene­ralleutnant y T., Ritter höchster Orden, Ritter- schtf.sicher Obervarsteher des Stifts Oberkausun« gen und Fideikommih'herr auf Oberiveimar intb Gcrmcrshausen, Florenz v. öcydwolff, hat am Tage seines 80. Geburtslandes das Zeitliche ge­segnet. Der Verblichene gehörte auch lange Jahre dein Marburger Kreistage an.

[1 Marburg, 26. Inn. Aus Veranlassung des Reichsausschusses für Oele und Fette wurde hier die täg'ich von vielen Bewohnern des hiesigen mrd der umli genden Krcisi vielbesucht Schrnidstiche Oelmühle gesch ossen. Wie gleich.eftig mitge^eilt n-rrd, sollen die Eigentümer der ohne Schlagscheine w.>rg fundenen Bucheckernmengen icdoch durch Oel- li.ferung oder Geldentschädigung abgcfunden werden.

Offtüete der alliierten Armeen werden von dem alliierten Komitee nach den verschiedenen Äonen entfonbt, um die Fabrikation ;n übe nrnr eben und die Einnahmen nachzuvrüfen. Diese Dffricvt unterstehen den Befehlen der zuständigen Wirt- schaftsabteilun^, die ihnen jegliche Erleichterung für die Erfüllung ihrer Aufgabe gewShrt.

rl«S Stadt und fand.

Gießen, den 28.Januar 1919.

Die neuen Ortöfernfprechgebühren.

f^ür Anschlüffe an das Orisfernsprechneh in Gießen, die nicht weiter als 5 Kilometer von der Dermitte- knngsstelle entfernt sind, werden vom 1. April 1919 ab erhoben

entweder Pauschqebühren in Höhe von 192 Mark oder eine Grundgebühr von 90 Mark und eine Gesprächsgebühr von 6 Pf. für ein Gespräch, min­destens 24 Mark jährlich

Die Teilnehmer, welche an Stelle der bisherigen Pauschgebühr die Grundgebühr und Gesprächsgebüh. reu zahlen wollen, müffen dies dem Telegraphenamt in Gießen bis Ende Februar schriftlich mitteilen. Sie erhalten dann zum 1. April andere Anschlußnumme'm.

Die Teilnehmer sind auch berechtigt, ihre Anschlüffe

der F-ahrt abgegeben hatten intb endlich um 7 Uhr abends in Kehl auf dem Bechnhos in Empfang nehmen sollten, war der grüßte .Teil ver­schwunden und mit ihm die letzte Habe, die sie miMehmen barrften. Einer der R<i enden erhielt vv>n vier ausgegebenen Koffern nur einen ein­zigen zairück. Niedergedrückt und ttostlos um­standen die Vertriebenen die wm-gen ihnen ver­bliebenen Überreste ihres Besitzes. Sie werden deir Augenblick, wo sie auszeraubt und nur dem Nott»ürftigsten befleißt, ihrer Primat Rucken lehren mußten, nicht vergessen.

Eine eigene Sitzung galt dann dem B a u - und Wohnungsproblem, ins'-estrndere tan Aragen, ob der Etzenbau der Gemeinden oder bet Bau durch gemeinnützige Organsatimien vorzu­riehen fei, ferner wie die Beschaffung der Baustoffe Mt organisieren sei, wie die Gemeinden den eigenen Häuserbes'.tz verwalteten, und in welcher Weist die Erhöhung der Baukosten auf die Miet­preise in den alten Häusern zurückwirkt. Tic Ab­sicht dieser Besprechungen geht dalstn, unbeschadet der Einzelerörterungen über o;e besonderen Wirt­schaftszweige schon jetzt den allgemeinen Rahmen festznstellen, in welchem die Ausdehnung des ge­meindlichen Betriebes vor sich zu gehen hätte. Es wird erwogen, der Regierung einen Entwurf zr. dem vom Reichzu erlassenden Rahmen- aesetz zu unterbreiten, durch das die Bundes­staaten zu einheitlich,'m Vorgehen in dieser Rich­tung anzuhalten wären. Insbesondere wäre in diesem Falle b;e Errichtung von Zweck ver­bände n venachbarter Gemeinden für den Betrieb solcher Unternehmungen zu erpichtem, die einer­seits über den Rahmen der einzelnen Gemeinden hinauSgehen, mtdererseits aber einem lokal be­grenzten Bedarf dienen. Ferner wäre sowohl den Einzelffemeinden wie den Zweckverbänden das Enteign ungsrecht zu geben. Die Kom- miss'on behält sich vor, die Verhältnisse einzelner Wirtschaftszweige, die für die Kommunalisierung in erster Linie in Frage kommen, mit Fachleuten und Interessenten zu erörtern.

Znm Gebnrt-Iag des Exkaisers.

V erl i n, 27. Jan. (WTB.) Die De u t- fche Volkspartei sandte Kum Gckburts- tflfle des Kaisers folqendes Telegramm: Eurer Majestät sendet die Deutsche Volks­partei zum 60. Geburtstage ehrfurchts­volle Glückwünsche. Wir würdigen in Dankbarkeit die Arbeit, die Eure Majestät getreu dem Ausspruch:Das Kaisertum ist der Dienst am Volke" in mehr als Mjähriger Tätigkeit für das Deutsche Reich und das deutsche Volk geleistet haben. In Erinnerung cn die ersten Worte des alten nationatlrbe- ralen Parteiprogramms: Unverbrüchliche Treue für Kaiser und Reich, gedenken wir der großen Zeit, die Deutschland und Preußen unter der Hohen-ollern-Herrschaft durchlebt Haden. Wir wünschen Eurer Majestät von

Der mit den Polen.

Mährisch,Ostrau, 27. Fan. lTsch. Slov. Presse- bureau.) Das Militärinspektorat für Schlesien und Nordmähren meldet: Gestern abend unternahmen die Polen gegen unsere Truppen einen Angriff, der abaewiesen wurde. Unser Militär nahm di« pol. nischen Stellungen zwischen Kotich und Iibridowiec ein, erbeutete Maschinengewehre und sonstiges Kriegs­material und nahm siebzehn Mann mit einem unoer- wundeten Offizier gefangen. Die Polen ließen fünfzig Verwundete und dreißig Tote zurück. Sonst »st di« Lage unverändert. 9m besetzten Gebiet herrscht voll- ständige Ruhe. Sechzig bis achtzig Prozent der Berg, arbeitet sind zur Arbeit zurückgekehrt.

Die Polen rücken systematisch gegen die brandenburgische Grenze vor Die deutsche Gegenwirkung gegen die In der Verfügung des Schatzamtes des obersten polnischen Dolksrates li«. gende Anmaßung ist mit Promptheit eingetreten.

Vom Äaifcrpaar.

Amsterdam, 28. Jan. W e aus Amerongen ge» meldet wird, wurde gestern anläßlich des Geburts­tages des früheren deutschen Kaisers im Schloß ein Gottesdienst abgehalten, dem das Kaiserpaar mit Gefolge und die gräflich Bentinck'sche Familie bei­wohnten

Berlin, 28. Jan. Nach einer Meldung des ,Temps" hat der Regierungskommiffar für das Ge­biet von Metz angeordnet, daß alle Güter des ehemaligen Kaisers Wilhelm II. in Elsaß. Lothringen einzuziehen sind. Es handelt sich um das schloß Urville und das daran anstoßende Gut les Menils.,

Tie amerikanische LebenSmittclhilse. .®er". 27. Ian. (WTB.) Wie der amerika. nffche Preffedienst ergänzend aus Washington mel- öet, wurde bei der Bewilligung eines Hundertmillio­nenkredits vom Senat zur Bedingung gemacht, daß das Geld zur Unterstützung außerhalb der Mittel. Mächte verwendet werde. Das Repräsentantenhaus bestimmte, daß das Geld nur für Hilfe außerhalb Deutschlands verwendet wird.

Tie Wahlen in Hessin.

, ®arnrytabt' 27. Jan. (WTB ) Bet den Dah. len zu he fischen Landesoersammlung wurd n in Mainz abgegeben für die Mehrheitssozialisten 25954, Unab. hang.ge Sozialisten 294, Zen rum 15510, demokratische Vari ei 10876, Hessische Volkspartei 24 und Deutsche Volkspariei 2315 Stimmen.

Die Gefahr des Bolschewismus in England.

Amsterdam, 28. Ian. Dem Allgemeen Handels- blad zufolge berieten dieTimes", daß am 18. Ja. nuar m London eine bolschewistische Versamm. lung abgehalten wurde, zu der nur Personen mit Eintrittskarten zuqelaffen wurden. 3n der Versamm. lung wurde die Organ sierung eines Generalstreik» als erster Schritt zur Revolution besprochen. Di« bolschewistischen Versammelten behaupteten im Berg, arbeiteroerbanb viele Anhänger zu haben und auch unter den Eisenbahnern und Transportarbeitern sich *lnJ)tTün9er verschaffen zu können. (Es wurden Aus.

ernannt, die für die Versorgung der Revolutio- näre und ihrer Familien mit Brennmaterial und Lebensrnitteln sorgen sollen. Man hoffe, daß im Falle eines großen Streifes der Industriearbeiter in London nnb m der Provinz die Londoner Polizei und ein leil der Polizei der Provinz sich passiv verhalten wird

Nutzend und die Entente.

Berlin, 28. Ian. (Einer Meldung des.Lokal, anzeigers" aus Wien zufolge wird nach einer Mit. teilung der ..Slavischen Korrespondenz" keiner von k «u',bem ®ot*cn Rußlands entstandenen Staaten der Einladung der Ententemächte zu den Derhond. hingen auf der Prinzeninsel Folge leisten.

Petersburg geräumt?

Dasel 27. Ian. Rach einem Pariser tzavas- Gericht b stättgt em Stockholmer Telegramm des Echo de Paris" die Räumung Petersburgs Die Petersburger Regierung sei »ach R schni-Rowgorod aefloheii. Smowjew sei in eieer Dersammluna der Arbeiter der Putilow-Werke, in der man ÖenBai. schewismus verspottet habe, verletzt »orden.

Letzte Nachrichten.

Tie Nationalvcrsammlnng.

Berlin, 28. Ian Der Eröffnungssitzung der Rationaloersammlung in Weimar am 6 Februar werden bereits vorn 4. Februar ab Dorberatungen und Fraktionssitzungen vorangehen. Die sozial­demokratische Mehrheilsfraktion versammelt sich be­reits am Dienstag zu ihrer konstituierenden Sitzung.

Berlin, 27. Ian. Heute haben die Regie- rungsVertreter der deutschen Freistaaten den tßerfaHun gsentrourf des Staatssekretärs Preuß besprochen. Die Sitzung ist auf Donnerstag nachmittag vertagt worden, weil zahlreiche Teilnehmer nach Weimar fahren mußten, um dort einer Zusammen- Kunst der deut sch e nF in anzmini sie r beizuwohnen.

Die Berhandlungtn in Epao.

Bersin, 27. Jan. (WTB.) Infolge der Teil- nahme der deutschen .wmm i jT: o>. 3; ni tglict<r an den preußischen Wahlen fand nt Spaa am 26. Januar keine Sitzung der Wasienstillstands^om- mission statt, jedoch nnrrbc deutscherseits den Ententevertretern eine Note übersandt, die die Alliierten ersucht, sofort mit dem ivcitcren Abtransport der in Haidar- Pascha zu'ammengezogenen deutschenTrup' Pen durch das Mittelmeer zu beginnen. Teile dieser Truppen feiert von der Entente schon vor Weihnachten auf Frachtdampfern untergcbracht lvorden, welche außerhalb der Mole im Marmara- Meer ankern. DieS bedeute bet den jetzt dort herr­schenden Stürmen eine außerordentliche Härle. 3000 Mann Kien ferner nach der Insel Priueipo und 1100 nach der Insel Haiti übergeftchrt wor­den. Diese Truppen seien ohne jede Etavpencin- richtung und daher auf die griffe der Eittente an- gewresen. Die deutsche' Note bittet um Ausamft, ob die Entente den auf den beiden Inseln befind-- lichen deutschen Trupr<n auch wirkltch die nötig-. Fürsorge leiste. Zugleich stellt sie fest, daß im Gegensatz zu dem gegebenen Versprechen noch keine Mitteilung über das Schicksal der deutschen Truppen im gesamten Gebiet W Schrntrz^t Dteeres von der Entere ei tgegangen ist. Auch die deutsche Bitte, eine Postt>rHindung mit diesen Tru p vn zuMlassen, sei i«xh und.antwortet.

Auf die von der deutschen Kommission über­mittelte Beschwerde de>s Karoinals Hartmann von.Köln, daß die britischen Trupeen im besetztet! G^.'lüet Pfarrhäuser zur Einquartierung und tote Ofsi-sierkasinos bewitzten, ging der deutschen Kommtssion heute die Antwort zu, die brittschen Truppen seien angewesen worden, Pfarrhäuser nur im Notfall zu belegen und unter keinen Umstanden in ihnen Kasinos einzurich^n Die britische Kommission über.andte ferner eine Note in der versichert loird, daß alle Ausschreitun­gen englischer Soldaten umghnd und rücksich s'loS bestraft würden. A.ize gen und Aus» sagen von Ci.nvohnern M besetzten Gebietes be­treffend Ueberg i e englischer Srxbatrn werde die brittsche Kommission in unparteiischster Weist

Tie Fraqe der NeichShaoptstüdt.

Berlin, 28. Ian Aus einer Entschließung des Bürgerrates Groß-Berlins erfährt man, wie der .Vorwärts* hervorhebt, von einer Erklärung Eberts daß die Reichsregierung an Berlin als Reichshauptstadt unbedingt festhalte.

Der Verkehr mit den besetzten Gebieten.

Berlin, 27. Ian. Die Zulassung von Zei- tungen aus dem neutralen ober nicht besetzten d ut- chen Gebiete nach dem durch die Engländer be- etzten Teil Deutschlands hat folgende Bestim- mung "halten. D,e Einfuhr ist verboten mit Aus- "ahme amtlicher Anzeigen, Wochenschrift, n sowie wiffen-. chaftbcher und techn scher Zeitichrif en, für die der engM« Militärgouoerneur auf Antrag die Genebmi. gung erteilt.

KreiS Friedberg.

Q. Bad-N au heim, 27. Jan. Gestern ge­lang es unserer Polizei, eine Diebesbande zu verhaften, die seit Wochen zahlreiche Geschästsleule schädigte und schwer beunruhigte. Die zwei Schlos­serlehrlinge Oe. und F. von hier uni) zwei Kollegen M. und W., die aus dem nah gelegenen Dorfe Niedermörlen stammen, hatten sich verengt, um in späten Abend- oder Nachtstunden hiesige 6k= ftbäfte zu brandschatzen. Sie arbeiteten mit Die­trichen und falschen Schlüsseln und brachten für ungefähr 2000 Mark an Beute zusammen. Alle vier Burschen wurden verhaftet, und es konnte ihnen ein Teil des gestohlenen Gutes noch abae- nomnten werden Die Wahl zur ke'sisckxtn Dotts- tammer verlief bei recht geringer Belästigung der Wahlberechtigten sehr ruhig. Gegenüber der Wihlet- zahl von 4509, die bei der Wahl zur Nationalver­sammlung abstimmten, erschienen gestern nur 37uO an der Wahlurne.

StarkrnburT und Rh'inhessrn.

- a V? 8' 27. Jan. Vor ei. riff en Tagen gaben hm eine Nachricht aus Singen wst'der, wonach in den dortigen Schulen zwangsweise fran­zösischer Unterricht ein geführt wird. Womit diese Maßnahme begründet und bemäirelt wird, geht aus einer Meldung derFranks Nachr." lstrvor, die wir nachstehend loie^-ergel'en: Im An­schluß an eine Reise durch des Saargeliet hat fNeneral Mangin in Mainz, der Höchst komman­dierende der 10. Armee, 311 freien mit der £)alu?:g ber Bevölkerung und den Lnstungen der Arbei.er- schäft, bestimmt, zur Besserung irr Ernährung der Arbeiter, Schwer- und Schwerstarlei er, pro Kopf und Woche ein Viertel Pfund Reis und eine Fettrulage pro Kvvf und Monat von 400 Gramm für die Schwerarbeiter und 600 Gramm für die Schwerstarbeiter zu g währen. Di- Preise sollen die gleichen sein wie für die französisck>en Soldaten Da die ftamö'ische Berwalttnrg in Hessen Gewicht darauf legt, den Verkehr zwische-n ihv-r Bcseyunes armee und der Zrnlberölleru'ig durch Föri-erung des ftanm'ischeti Sprachunterr ch's ^u erleichtern, so werden in größeren Öanbgemctnben Rbin- bessens freie Stirrfc errichtet, in denen französische Lehrer Uttterricht crtctrei. Als Orte dafür werden Mick Oppenheim. Nierstein irtb Wörrstadt g-nrannt. In bcn_ Volks chulen des Kreres Bing>m ist der ftanzösische Unterricht sogar oblizatorisch angeorb net worden.

Kreis Wetzlar.

G Wetzlar, 27. Jan. Fabrikant öoU- m a n n hat für beit Bau eures Krankenhauses meitcrc 30000 Mark gestiftet. Ein unbeLnrntet Dürger stellte der Stadt für die städttsche Kriegs­fürsorge 20000 Mark rur Verfügung.

Hessen Nassau.

= SiIlenburQ, 27. Jan. Ter Berg, arbetterstrcik in den Eisen- und Erzgruben des Dillreviers ist durch gütliche Vereinbarung bei-- gelegt worden. Den Arbeitern wurde achtstündige Arbeitszeit, eine Lohnerl öhung von 15 Proz. und

* Selters, 27. Jan. Da in der an* grenz en deir Gemarkung Bleichenbach die Feld­bereinigung in Ängriff genommen wird, be­schloß eine Versammlung von bctdlgtcn Grund­eigentümern, auch das Bereinigungsverfahren in hiesiger Gemarkung einzuftchren.

* Wenings, 24. Jan. Zu Holzfällungs- arbeiten in unseren ansgedehrten Waldungen mür­ben in früheren Jahren 30 bis 40 Arbeiter beschäftigst 3n diesem Winter haben sich bis jetzt nur 10 Holz- faller gemeldet, so daß voraussichtlich noch nicht einmal bet nötigste Holzbedarf geschlagen werden

brücken in deutsches umzuwechscln, wobei von den französischen Desahungstruppen des rechten Rhein- ufers in freundschaftlicher Weise für 100 Fran­ken, für die die Elsässer erst 160 Mark be­zahlen mußten, um in Elsaß-Lothringen Zahlungen entrichten zu können, nur 40 Mark geboten wer- den. (Es bleibt den Ausgewiesenen nichts anderes übrig, als hierauf einzugehen. 3m ganzen erleiden sie also einen Geldverlust von 75 Proze t.

Karlsruhe, 27. Jan. (WTB Allen deut­schen Vorstellungen und Prr» esten uim Trotz fahren die F-ranzvsen fort, b e elsaß-lolhri gl'chen Deut­schen bei ihrer Ausrufe nach Deutschland in einer unerhört harten Weise zu beliand ln. Soeben aus Straßburg zuuückgekehrte Deutsche lxrichlen, dass sie sich schon in den frühen Morgenstunden zum Abtransport atlf dein Güterbahnhof einfinden mußten. Nach fhntixntlangem Warten setzte sich der zur Beförderung bereisslehende Zug schließlich um die MittagZstuilde in Beine rung. Als sie dann nachmittags in Kehl die neutrale Zone erreichten und das Schlimmste überstanden zu haben glaubten, wartete ihrer ei te neue lieber* raschung Von ihrem Gepäck, drs sie bei Antritt

vanzem Lernen emen friedlichen Le­bensabend und bitten, davon über^eufit -u sein, daß Millionen Deutscher mit uns auch unter den neuen Verhältnissen und auf der neuen Grundlage des Staatskedens stets das Bekenntnis zum monarchischen Gedanken hockst)alten und sich gegen jede würdelose Ab­kehr den hohen Idealen des deutschen .Kaiser­tums und des preußischen Königtums wenden werden. Staatsmsinster a. D. Dr. .^eintze, |> iteit Dr. v vrichter, Dr. mann» Berlin, 27. Ian. Die Geburtstagsauresse für Kaiser Wilhelm II., die derReichsbote" in Berlin ansgelegt hat, hat in wenigen Tagen 132000 Unterschriften von deutschen Männern und Frauen aus allen Berufsständen und allen deutschen (Bauen oeftmden. Die Frist zur Einsendung weiterer Unter- fchriften ist bis zum 31. Januar verlängert worden. Der Wortlaut der Huldigungsfeundgcbung wurde heute dem Kaiser telegraphisch Übermittelst

Die «»»fuhr baut linksrheinische« in« recht-rheinische Gebiet.

Berlin, 27. Jan. (WTB.^ Die Ausfuhr vorn linksrheinischen besetzten in das rechtsrheinische unbesetzte deutsche Gebiet war bisher nicht geregelt. Jetzt ist durch eine Verfügung des Marschalls Fo ch falgenbe end­gültige Regelung durchgeführt: Die ursprünglich geplanten . Distrikts - Unterkommissionen werden durchWirtschaftsabteiltingen", die dem örtlichen Militärkommando unterstehen, ersetzt.

L Zusammenstellung der Wirtschaftsabtei- ungen:

Diese Abteilungen werden gebildet durch 1 die schon durch die Armeen geschaffenen Wirtschafts-- bureaus oder Dienststellen, 2. die Delegierten des Generalstabes Fachs, allenfalls der alliierten ©enc- ralstäbe, 3 die Delegierten der Untcrfommiüiouen der Feldeiscnbahnnetze imb der Schiffahrts-Kom­mission.

II Befugnisse dieser Wirtschaftsabteilungen: Die Wirtschaftsabttilungen sind beauftragt, die iHgemeinen und insbesondere iene Belege zu sam­meln, deren das Wirtschaftskomitee zur Verteilung der Rohstoffe und Ferttgerzeugnissc bedarf Bis auf weiteres überträgt das interalliierte Wittschafts- lomitee den Wirtschaftsabteckungen das Recht für Ausfuhrbewilligungen nach den deutschen, nicht be­setzten Gebieten. Ansfuhrbewilligiiw->en nach Elsaß- Lothringen, bett alliierten und neutralen Ländern werden bis auf weiteres von den Abteilungen mit begründeten Gutachten an ba5 Wirtschastskomitee weitergegeben, das entscheidet. Die Nnterko'mmis

** Aus dem Stadttheaterbureau. Wegen plötzlicher Erkrankung der Hauptdarstellerin muß die für heute angesetzte VorstellungDie Rose von StambuP ausfallen. Die Vorstellung wird am nächsten Dienstag nachgehol' und die für heute ausgegebenen Karten behalten für Dienstag ihre Gültigkeit.

* Die Gassperre hat teilweise Unwillen in der Bevölkerung erregt. Zumal die Zeiten der Sperre werden in zahlreichen Eingesandts bemängelt. Rach Erkundigungen beim städttschen Gaswerk kann hierin keine Aenderung getroffen werden. Die Direk­tion hat nach eingehender Uebertegung ihre Maß­nahmen getroffen rnb den Verbrauchern noch größe­ren Spielraum gelassen, als es in anderen Städten der Fall ilt.

Die Deutsche Volkspartei hält heute abend im Restaurant Hindenburg eine Versammlung ab (siehe Anzeige).

" Gießener Hochschulgesellschaft. Der Vorttag des Herrn Prof. Dr Dürker wird wegen der Schwierigkeit der Beleuchtung verschoben.

** Der musikalisch-deklamatorische Abend, der für Mittwoch den 29 Januar, abends 1 ,8 Uhr, imGroßherzog von Hessen" angesagt war, ist der früheren Polizeistunde wegen auf 614 Uhr sestgssetzt worden. Der ^Reinertrag ist für die deutschen (Befan genen in Sibirien bestimmt. Frau Mendelssohn-Bart­holdy, die als Vortragskünstlerin hier bereits bekannt ist. wird Dichtungen von Friedrich Lienhard oortragem. Herr Dr. G. Rasner wird teilweise mit Unterstützutig on Frau Dr. Spohr (Violine) eigene Kompositionen am Klavier zu Gehör bringen.

** Das alte SprichwortWenn bic Tage langen, kommt der Winker gelangen" scheint jetzt in Erfüllung zu gehen. In vergangener Nacht fiel der erste Schnee in diesem Jahre, und toenn in der Stadt und deren Umg'bung die Schwemenge nur gering war, so reiche sie doch hin, der Natur ein wiitterlich^s Ansehen zu verleihen.Winterls nicht, so sommerts nicht", lautet eine weitere Vauerureg.l, deshalb ist es, obwohl der Brennstoff knapp ist, doch wünschetisn>ert, daß es twch frül^ zeitig nxintert". Tenn einen Spätwinter mit einem frost'gen Frühling im Gefolge fönten wir ebensowenig brmchen, w'e einen schlechien Som­mer, ein solcher ist mindestens so unangenehm, wenn mcht unangenehmer, w'e an Winler ohne Frost und Schnee. Möge deslxilb mit dein erfcfjnttm F-ricden auch ein gesegneter Sommer seinen Einzug halten. Hoffen wir das Beste; vorerst heißt cs, sich mit dem Winter abfinden und dabei nicht ver­gessen, d- es im SStirter Bürgerpflicht ist, Straßen intb Bürger steife von Schnee und Eis frei uhallen und, wenn nötig, ansriebig A'che zu fheuen.

" Schwarz-Weiß-Lichtspicle,Scltersweg81. Don heute bis Freitag gelangt das Detektiv-Drama Die Kassenrevision" mit Carl de Vogt als Detektiv und das LustspielSein Freund Herr Lebe!" zur Aufführung.

Kreis Düdi t-rn.

# Nidda, 27. Jan. Der Pcrsone^ng 7501 ab Gelnhausen 9.23 nachmittags fällt an Wochen­tagen aus.

mr Frankfurt a. M. Dte städttschen Arbeiter ht den Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerkes beabsichttgten am heutigen läge in Streife zu treten, wenn ihre Lohnforderungen nicht bewilligt würden Der Magisttat hat Prüfung und Ausarbeitung von Tarifen zugesagt. Darauf erklärten die Arbeiter vor­erst ihren Dienst versehen zu wollen.

mr Frankfurt a M-, 27. Ian. Da sich in den letzten Jahren in zunehmendem Maße in den Somm r» monaten Wassermangel eingestellt hat, hervorgerufen durch die geringere Ergiebigkeit der Vogelsberger Quellen, läßt die Stadt im Stadtwalde eine neue Grundwasseroersickerung san läge errichten, die täglich 2U000 Kubikmeter Trinkwasser liefern soll.

rm Frankfurt a. M., 27. Ian. Das städttsche Hochbauamt errichtet bei Bonames, einem Frankfurter Vorort, eine Kleinhauskolonie mit über 200 Einze Häusern. Für die besten Entwürfe ist ein Wett- bewerb unter den deutschen Architekten au geschrieben.

Arbeiter 1 der Besetzung durch die Franzosen die französisch« Währung eingeführt. Die Bevölkerung ist infolge­dessen gezwungen, das deutsche Geld in Franken um- 3utau|cbcn. Bei dieser Gelegenheit werden die Deut­schen übervorteilt, indem man se zwingt für IOC Franken 160 Mk zu zahlen, während die Elsässer 100 Franken ICO Mark erhalten. Die Ausgewie­senen dürfen nun kein französisches Geld nach Deutsch­land mitnehmen. Sic sind infolgedessen genötigt, ihr französisches Geld beim Ueberjchreiten der Rhein-

«ttEchten ffSftYtfÄen Monvp'vl-Iri»tn 1. April zu kündigen. Die Kündigung ist bis

vetr te beK imb im to'itcrcn Snni« der gemischt- r*r;rm* x*«* *»*«*« t.i«.

wirtschaft!'cheu Unternehmnngm in verschiedenen Dirtschaf S^weigen, namentlich der Nahrungs- mittelversorg^rng (Milch, Fleisch, Brot), durch- «sprochen. Hierbei wurden die verschiedenen Mög­lichkeiten der Zusammenarbeit mit den Konsum­gesellschaften erörtert.

ÄÄf!5[Uoe' L27- ^an* <Die Ausraubung der aus Elsaß-Lothringen ausoewiesenen Alt- deutschen, die oft ihre AngehSrigen und ihre fiabe , .. - ..--- \--r- - ---v ' dort zurücklassen"en, wird au den Rheink^n^,.^

bafcre Bezahlung der Heber- und Sormtagsschich-«b-im Geldwechsel., in schamloser We.s« fortaekht