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erscheint täglich, äuget SonntaqS. Beilagen; »ietzener^amiliendlätter;

KrciStilcti

Mr äcr Kreis Sietze«.

Kclugrpreir:

nwnatl. '51X1.35, viertel- iäbr(td) TIC. 4.05, durch »bhole- u. Zrueigstelleu monatt Ms. 1.25 durch die Post Mt. 4.05 viertel- jährt, ausschi. Beiteckq. tsenifprecb - s)(nfd)hiffe: für die erf)rdtlrituiiflll2 Verlag,(^eschäktsstelle51 AiischriKiiirDratiliiach- ttthien: Snjeiger «itben.

169. Jahrgang

Dienstag, 28. Januar 19|9

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für OberWen

SroillingsrunMratf «. Verlag: VrNHI'sche Univ.-Such- u. Stdnbrutferei ». Lange.Schristlettung, SsschästsfteUe «.VruSerel: Lchuiftr 7.

pvfffcheckksrtts: ffraulfurt e.m.U686

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Setoerbebarck Sießea

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für örtliche .änzeigen 26 Uf.Jiir Gu-Sinärtiflt 3V Pf., für Reklamen Ml.l.-nebst 20',Teue- runa§A«i*lafl; Plotzvor- Idirifi 20 % Auffchlag. LauvtschriUleiter: Äug. Hoetz Verantwortlich für Politik: Äliiq. Goetz, für den übrigen Teil: Dr Reinhold Zenz; für ben Anzetgenteü: D. Beck; fänttlid) in Gießen

Vie Cagung der Internationale in Vern.

Äluch betVorwärts" erhofft von der un- mitteibac bevorstehenden Tagung von Ver­tretern der politifcfyen und geiverlsck>aftli.chen Internationale in Bern Mutlucnig. Die Stock­holmer Konferenz sollte den Frieden herbei führen die Berner Zusammenkunft bläst nur kümmerliche Flammen aus dem Aschen­häufchen der Internationale...

Der ,Äorn-ärts" dirickt (bic§ natürlich Vvr-- sichlig etioas gemäßigter aus. Er spricht zu­nächst von den deulfck;en Delegierten und meint, diese seien gewiß ohne besondere Illu­sionen nach Bern gefahren, denn sie wüßten, daß erstens einmal die Ideen von internatiü» italcr Gerechtigkeit sehr loeit auseinander- gchen, uird daß zweitens die Sozialisten ocr Ententelander heute gar nicht in der Lage friert, ihre besck>eidenen Ideen hierüber in die Praxis üb erzu führen. Auch sonst mackft sich das Zentralvrgan der deutschen Mehrhetts- sozialisten keine berausck-enden ZIluswnen von der bevor stelzenden Aussprackze. Es ist be­merkenswert, daß nach dem ,^Zonvürts" keinerlei Appell an die internationale Sozial­demokratie gerichtet nvrden soll, uns in ir­gend einer Weise zu Helsen.Wenn man," so schreibt das Blatt, ,,auch den guten Willen der aus ä^ldischen Sozia ilten voraues- tzt, uns gegen Unrecht, das uns droht, zu helfen, so entsteht doch die Furage, welche Machtmit­tel ihnen zur Verfügung stehen, um ihren guten Willen in die Tat umzusrtzen:

Die englischen Sozialisten und Arbeiter- parteiler haben bei den letzten Wahlen eine schwere Mederlage erlitten, und danach kram man ungefähr auch die Stimmung- in Frankreich beurteilen, das unter dem Kriege viel mehr gelitten hat als das insulare England. Wir wissen zudem aus eigener Erfahrung, nne schwer es ist, eiaer Militärpartei, die siegreich ist oder sich siegreich glaubt, die Aus­nutzung ihres Sieges in ihrem Sinne zu verwehren. Die Lage der Enleickesozialisten ist heute eine ähn­liche wie die unsere zur Zeit von Brest-Litvwsk, nur mit bem Unterschied, daß der Oftf rieben rasch wie ein Kartenhaus zusommrniiel, wäh.end die kommende Ftickxnskonsevenz aller Voraus icht nach neue dauernde Machtverhältiüsse aufjurichten be­stimmt ist."

Nur eine Bitte hat derVorwärts": die Entente-Sozialisten möchten die Haltung der deutschen Sozialdrnioliatte während des Krie­ge- nicht mehr du>ch die Brille ihrer imperia­listischen Bourgeoisie sehen! Herr Scheidc- mann empfindet offenbar so etwas wie Grauen vor der Berner Aimospbäre, wo die Sparta­kisten und Unabhängigen etwas dankbarer begrüßt werden als im deutschen Vaterlande. Auch darum wünscht derVorwärts" keinen besonderen Appell an die Internationale:Es würde den eigenen Grundsätzen ber deutschen Sozialdemokratie widersprechen, wenn sie soziali­stische Minderheiten dazu aufforbern wvllie, gewaltsam die Macht an sich zu reißen: ber Sozialismus wird nur dann ein stabiler Macht faktor der inneren und der internationalen Politik sein, wenn er stark genug ist, überall durch die demokratische Methode zu siegen und al- Mehrheitswille zu herrschen/

Die Demobilisierung de» britischen Heere».

London, 27 *Jan. (WTB.) Reuter. Das Kriegsamt veröffentlicht solgeudes: In Verfolg der Erörterungen, die zwischen den Ministern der Der- Nstedenen Mmislerialabteilungen tu London über Die Frage einer angemessenen Unterhaltung von Besatz ungsarm een und anderer Angelegen­heiten stattgefunden haben, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Stärke und dem Wohl­ergehen der britischen Arm« stehen, wurde in Paris durch den Premierminister eine Konfe­renz zusammenbenifen, an welä-er u. a. 6er Staatssekretär des Krieges Sir Eric Geddes und Sir Douglas Öaig, dec Chef des Generalstabes, tzcünahmen. Die Beschlüsse, welche gefaßt wurden, sind weitreichender Art. Die alte Freiwilli- oen-Armee, welche früher bestand, und welche als solche außerordentliche Taten vollbracht hat, be» steht als militärische Organisation nicht mehr. An ihrer Stelle ist eine gewaltige Armee von drei bis vier Millionen Mann entstan­den. anfangs auf Grrmdlage der Freiwilligkeit und später auf Grundlage der Aushebung. Diese Ar­mee, die alle Gegner niedergeschlagen und die bri- iüschen Waffen auf allen Kriegsschauplätzen rum -Siege getragen hat. befindet sich jetzt in Dem Zu stände schneller Demobilisierung. Während vor 14 Tagen täglich ungefähr 8000 Mann m das bürgcrlidK Leben zurückgeführt wur­den, wird die Zahl, die jetzt täglich 30000 erreicht, sich binnen kurzem auf täglich 40 000 belaufen.

Es ist klar, daß, roenn dieser Zustand in dieser Aorm für weitere Monate anhält, wir übe.all ol>ne ausgebildete und organisierte Vestäirde sein wer­den. Die alte Freiwilligen-Armee wieder aufzu- bauen, würde mindestens den größeren Teil des laufenden Jahres in Airspruch nehmen, und bevor Wan mit einem größeren Bestand an Freüuilligen oechnen tarnt, ist es notweirdig, daß die Löhnung erhöht und eine große Zahl von Leuten, die jetzt frieren, ins bürgerliche Leben oUlasf« wird, io daß

sie in die Lage versetzt werden, nach ihrer Ent­lassung in freier Wahl über ihren Wiedereintritt in die Berufsarmee zu entscheiden. So stehen wir offenbar vor bet Wahl zwischen den Dienstpflichtarmeen, welche den Krieg ge wannen, und den vergleichsweise kleinen Ber u fs- arm e e n von langer Dienstzeit, die erforderlich linb für die Behauptung des britischen Reiches. Entwürfe, die Demnächst veröffentlrcht werden sollen, zielen darauf ab, für diesen Zwischenzell­raum Vorsorge zu treffen. Wir wollen Sicherheit dafür schaffen, daß wir auf jedem Kriegsschauplatz genügend Streitkräfte für das laufende Jahr Haden, damit wir nicht der Früchte unserer Siege beraub! werden, und damit die Deutsckien und ihre Ver­bündeten gehalten werden, gewissenhaft und pünkt­lich nicht nur die Bedürgungen des Waffenstillstand des, sondern auch die des Friedensvertrages nach (feinem Abschluß zu erfüllen. Ebenso werden wir dadurch imstande fein, unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Verbündelen und geienübn denen, die von uns abhängen, zu erfüllen. Es muß deutlich erklärt werden, daß, wenn auch Groß­britannien sich vorbereitet, feinen Anteil zu über­nehmen, ihm nicht zugemutet werden kann, md)r als das zu tun, was ihm zukommt, und daß die Vereinigten Staaten, Frankreich und Italien mit ihm vereinigt bei der Aufrechterhaltung ber gemein­samen Jitteressen unb Sicherung ber gewonnenen Vorteile hanbeln werden. Die Aufgabe, die vor uns liegt, ist daher die Dlldung und Unterhaltung von Vesatzuugsarmeen mäßigen Um­fang s im Vergleich zu benen, die wir jetzt haben, aber von höchster Manneszucht und Leistungsfähig­keit, welche uns unsere Ausgabe erleichtern und die britischen Jickeressen sichern sollen für den Zeit» ; raum, ber verstreichen muß, bevor in normaler i Friebenszeit eine Freiwild.enarmee ge'chaffen wer­den kann. Schnelles Handelet ist daher geboten. Es ist die Absicht der Regierung, daß die Löh­nung der Besatzungsarmeen, die während des Jahres 1919 auf den verschiedenen Ktiegsschan- plätzen aufrcchtcrhalten loggen müssen, unverzüg­lich beträchtlich erhöht, unb baß die Urlaul-serleich- terungen allen Mmtnschäften gewährt werden sol­len, bie bazu auserwählt sind, in den BesatzungS- tirmecn zu bienen. Der gesamte Rest mtserer gegen­wärtigen Armeen wirb wer erhin so schnell als möglich demobilisiert, und wenn bas augenblicklich rasche Zeitmaß nur Jur wenige Mo­nate beibehalten werden roirb, werden Sie s<en, dost unser militärischer Stand auf bas unerläßliche Minimum herabgese!^ werden wird.

Die Srieöensfonfercnj.

Paris, 27. Jan. (WTB.) Die Friedens­konferenz hielt am Samstag nachmittag ihre zn^ite Sitzung ab. Die Ausführungen Wilsons, Llopd Gootges und Leon Bourgeois', die im all­gemeinen die Grunchlagen b- s VÄfrrbundes behan­delten, wurden mit lebhaftem Interesse ausgenom­men. Es kam zu einer Dsstttsion, in bereit Anlauf die Vertreter der kleineren S aalen um eine stärkere Vertretung in beit Kommiisionen ersuchten. Cle- menccau legte mit der ganzen Ueberlegenbeit des alten, ecwiegten Parlamentariers dar, daß es zum Zwecke bet-ung ber Probleme notwenbig sei, den einmal eingeschlagenen Weg und die sest- g-.legte Arbei smelhode beizüi'ehalten. Außerdem sei fedes Land in der Sage, sich in den einzelnen in Betracht kommenden Frog.n Gehör zu ver­schaffen. Tie Sitzung wurde bann auf Mittag vertagt. In der Montags.itzuttg. sollen die Vec- tretvr der kleinen Nationen ernannt werden. Tie Delegierten der Großmächte wurden bereits et- namit. Am Montag vormittag wird das Komi'ee der Konferenz wieder zusirmmentveten, um sich weiter mit den territorialen Fcag-.m zu beschäfti­gen. Der Kolonial Minister Simon wirb daran teil- nehmen. Auch Die Frage der deutschen Kolonien in Afrika soll zur Besprechuitg kommen.

Die Wahlen zur hessischen Volkskammer.

Kreis Büdingen.

< Ortenberg, 27. Jan. Der Wahlkampf zur Wahl für die Hessische Volkskammer wurde hier nur durch die demok atische Partei geführt, die am Sams» tag abend 8 Uhr in der Post Pfarrer Herpel-Lißberg sprechen ließ. Rechnungsrat Haas eröffnete und schloß die Versammlung, der sich der vorgerückten Stunde halber keine Aussprache mehr anschloß. Bei der Wahl selbst wurden abgegeben in Ortenberg und Nachbargemcinben (die eingeklammerten Zahlen be­deuten die Stimmenzahl vom 19. Januar): Ortenberg Kiel 0 (6), Ulrich 190 (208), Henrich 207 (180), Wün» zer 28 (40), Brauer 83 (100), Schmitt 6 (4); Berg­heim fiiel 1 (5L Ulrich 110 (116), Henrich 12 (4), Wünzer 0 (2), Brauer 65 (65); Dodenhausen Ulrich 16 (97), Henrich 18 (49), Brauer 20 (6); Gelnhaar Kiel 65(133), Ulrich 29( 4), Henrich 36 (l9), Brauer 0 (10); Merkenfritz Ulrich 162 (150), Henrich 8 (14), Wünzer 0 (1), Brauer 21 (7); Llßberg Ulrich 81 (91), Henrich 88 (89), Wünzer 1 (3), Brauer 7 (3), Schmitt 1 (10); Eckartsborn Ulrich 67 (75), Henrich 87 (79), Brauer 15 (20); Selters Ulrich 62 (84), Henrich 24 (41), Wünzer 14 (14), Brauer 101 (65), Schmitt 4; Schwickartshausen Kiel 0 (3), Ulrich 61 (66), Henrich 55 (55), Brauer 20 (19); Stockheim Kiel 1 (1), Ulrich 219(219), Henrich 101 (106), Wünzer 20 (27), Brauer 55 (76), Schmitt 2 (2); Usenborn Kiel 0 (10), Ulrich 95 (85), Henrich 100 (96), Wünzer 7 (4), Brauer 21 (41); Wenings Kiel 0 (2), Ulrich 116(109), Henrich 159 (177), Wünzer 7 (8), Brauer 69 (40).

Kreis Alsfr d.

Rieder-Ohmen (Kreis Alsfeld). Ulrich 325, Brauer 148, Henrich 84, Wünzer 9, Zentrum4Stimmen.

Kreis Lauterbach.

A Lauterbach, 27. Jan. 3m allgemeinen ist die Beteiligung bei den Wahlen zur Hessischen Volks- Kammer im hüJüjen Bezirk etwas genngei geeeju

als bei der Wahl zur Nationalversammlung. Der Stinunenaussall ist auf Kosten der Sozialdemokratie und ber rechtsstehenden Parteien geschehen, während die Demokratie in den meisten Orten einen Zuwachs zu verzeichnen hatte. Es feien hier nur die Wahl­ergebnisse der beiden Städte Lauterbach und Schlitz angegeben, wobei die Ziffern in Klammern die Stim­men bei der Nationalwahl bedeuten. Es wühlten zur Hessischen Volkskammer: 1. in Lauterbach: Sozial­demokraten 1021 (gegen 1154 am 19. Jan); Demo­kraten 751 (747); Deutsche Dolkspartei 284 (336); Hessische Dolkspartei 87 (108); Zentrum 23. 2. <Jn Schlitz: Sozialdemokraten 648 (736); Demokraten 335 (206); Deutsche Dolkspartei 211 (330); Hessische Dolkspartei 107 (163); Zentrum 13 (17).

Kreis Schotten.

0 Gedern, 27. Jan. Das Abstimmungs­ergebnis bei der Wahl zur Hessischen Volkskammer ist folgendes: Demokrattsche Partei 438, Mehrheits­sozialdemokratie 199, Hessische Dolkspartei 68, Deutsche Dolkspartei 35, Zentrum 2, Unabhängige Sozial­demokratie 1. Die Wahlbeteiligung war viel geringer als bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung.

Die Wahlen in preuhen.

Kreis Wetzlar (ohne Tiefenbach): Deutsche Dolkspartei 3432, Mehrheitssozialisten 11887, Deutsche Demokratische Partei 5704, Deutsch-nationale Dolks­partei 5540, Ehristliche Dolkspartei 646, Unabhängige 1368.

Halle (Saale). (Vorläufiges Wahlergebnis im Saalekreis.) Nach bis heute früh vorliegenden Er­gebnissen entfallen auf: Unabhäng. Sozialdemokraten 51010, Mehrheitssozialisten 10 500, Vereinigte Demo­kraten 33 700, Deutsch-nationale Dolkspartei 14 000. Es fehlen noch einige größere Stadtbezirke und Wahl­kreise.

Kiel (Stadt). Wahlkreis Schleswig-Holstein. Vor­läufiges Wahlergebnis: Mehrheitssozia isten 56 817, Unabh. Sozialdemokraten 6708, Deutsche demokratische Partei 28198, Deutsche Dolkspartei 12820, Dauern- Demokratie 32, Deutsch-nationale Dolkspartei 7786, Christliche Dolkspartei 2543.

Wahlen in Sachsen-Altendnrg.

Altenburg, 27. Ian. (WTB.) Nach den bis 31/, Uhr nachmittags vorliegenden Ergebnissen der Wahlen zur gesetzgebenden Landesversammlung er­hielten: Mehrheitssozialisten 41253, Deutsch-Demo­kraten 19887, Dtsch.-nationale 8998 Stimmen. Aus dem vierten Teilder Wahlbezirke liegen noch keineMeldungen vor. Die aus 40 Mitgliedern bestehende Landesver­sammlung wird sich demnach wahrscheinlich zusammen­fetzen aus 23 oder 24 Sozialisten, 11 ober 12 Deutsch- Demokraten und 5 Deutsch-Nationalen. - Die Un­abhängigen hatten keine eigene Liste aufgestellt.

Au» dem Ueiche.

Die Borbereitun.qen für die Friedenskonferenz.

Berlin, 27. Ian. (WTB.) Heute fand im Neichskanzlerhause eine eingehende Besprechung der

Reichsregierung mit den Staatssekretären üb ex die Friedenskonferenz statt. Es wurde über den Stand der umfangreichen Vorarbeiten für bie einzelnen Vsrhanblungsmaterien berichtet. Es herrschte Einstimmigkeit Darüber, daß die gesamten Verhand­lungen beim Auswärtigen Amt konzentriert wer­den müßten unb baß eine enge Beteiligung ber übrigen Nefforts burch eine tägliche Konferenz ber Staatssekretäre gewährleistet werben soll. Auch eine fortlaufende genaue Informierung ber Bundesstaaten wurde in ben Kreis der wichtigsten Aufgaben ein­bezogen. Die Personenfrage wird in den nächsten Tagen im engsten Kreise ber Reichsregierung berater unb entschieben werden.

Die BerflifsungSfrages.

Berlin, 27. Jan. (WTB.) DieDeut­sche AUg. Zig." berichtet: Der gestern in der Kommission beschlossene Entwurf über bie vorläufige Bildung der obersten Reichs­gewalt wird heute im Kabinett beraten. Einzelheiten, die heute dasBerliner Mit- tagSbLatt" brachte und die den Anschein er­wecken, als solle durch die zur Zeit schweben­den Verhandlungen über die Verfassung die Souveränität der Nationalversamm-- l u n g präjudiziert tverden, sind in vollem Umfange unzutreffend. Die Vertreter der ein­zelnen Freistaaten erklärten ausdrücklich, nur dann nicht auf eine Einwirkung verzichten zu können,-eim die Nationalversammlung sich auch mit anderen Materien beschäftigen sollte.

Der Sozialisikru«lfSauSfchnß über die Kommunalisierung.

Be rlin 27. Jan. (WTB.) Die Soziali­sierungskommission erörterte letzthin in zwei eingehenden Besprechungen die allge­meinen Grundsätze der Kommunali­sierung. An der Aussprache, die in Anwesenheit von Vertretern der Behörden der Bundesstaaten ftatifand, beteiligten sich auch einige hervor ragen!» Kommunalpolitiker, nämlich Oberbürgermeister uni» Statthalter S chwä nder aus Straßburg i. E., Oberbürgermeister D c r m u t h (Berlins Stadtrat Löhnung (Berlin), Hugo Heimann (Berlin), Obeo- bürg.-rmeiiter Blüher (Dresx-n), Sena.or SttandpS (Hamburg). Der Setaiirng lag der Gedanke zu­grunde, diß, ohne in die Besonderheiten der ein» zelnen zu immunisierenden WirtschastS^tMige ein- zug'hen, allgemeine Grundsätze über die recht­lichen. wirtschaftlichen tnti) verwaltungsmäßigen Voraussetzungen für die Kommunalisierung ge- wonnen werden können. Demgemäß wurde ein-» gehend darüber verhandelt, in welcher Weise die rechtlichen Voraussetzungen für die Ausdehnung des gemeindlichen Wirtfchaflsbetriebes auszugestal­ten feien. Danach wurden die Erfahrungen itnb

Wahlergebnis im Ureise Gießen.

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Gemeinden

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Bellersheim Beltershain Bersrod Dettenhausen Beuern Birklar Bui-kharbsfelden Elimbach Daubriugen Dorf-Gill

Eberstabt mit Arns­burg

Ettingshausen Garbenteich Geilshausen Gießen Göbelnrob Großeii-Duseck Großen-Linben (Brünberg (Brüningen Harbach Hattenrod Hausen Heuchelheim Holzheim Hungen Inheiden Keffelbach Klein-Linden ßangb Lang-Göns ßangsborf ßautcr ßeihgestern ßich mit Hof Albach,

Eolnhousenu.Mühl­sachsen ßindenstruth ßollat

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