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Braunsck bet gestrigen Sil
Mit.
[er von Höckcnhofen schleppen, wo ihm Hilfe
»erbäitbe trat n bei fänitltdjm Verhandlungen für
strikte Jmrel-altung der .abnefd) [offenen Taeifvcr- ward- Sein Begleiter, Gustav Wieser auö ftväge ein imb wirkten hi diesem Sinne auf dir I Essen, starb kurz nach seiner Auffindung. Der
besonders erläutert werben. Tie (fcitcralDonuiuiu teten Häuser doS sind ersucht wvvdcn. alle Offiziere wntthpftl den.können.
Aus dem besetzten Gebiet.
Der Geldverkehr in Rheinhessen.
. _g Hl, zu Zufan geordneten Dertel benten Behrens.
bunbed gegründet, der sofort zahlreiche «lieber bcttraten.
Amerikaner, der das Auto wegen Benzinmangels im Stich lassen mußte, ist verschwunden.
ycgen bie Berabscl-iedung dos Haushaltsplanes bin» sällig fei, zu Zusammenstößen zwischen den Ab- l imb Eckart und Bizepräsi- . Als der Abgeordnete Eckart
Fast sämtliche jen der Pro»
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Tta. Mainz, 26. Aua. s Spar- und Darl«heuSkass viuz Nhe i n hef se u haben beschlossen, den Zinsfuß für Spareinlagen und für den CJelb»
deuts ch-ö fterre ichtf che cyegcnvor- ichläge angenommen worden seien imb das; bet neue Friedensvertrag mit DeutschOestorreich sich m vielen Punkten von dem ursprünglichen Vertrag unbersclfeiden werde.
Der Kamps gegen die Bolschewisten.
Paris, 27. Ang (WTB.) Meuter. Hier ist die Nachriclst eingetrossen, baß zwischen Polen Imb der Megieruug Pctlj uras ein Abkom - Inten abgeschlossen loorben ist, das beide Negierungen verpflichtet, gegchit die Bolsckstwistrn gemeinsam vorzugehen.
mrb nadj [ l'saöes ’Mmri i KckllNM „Sie Provu Grundstücke ®flenfinn al für beji £i iwBnbem an ton 1500 M ü>lmz-Lanm HmMast: Hwdinz Dbti wen au» je lintg eines ( Eve Pim!
Lasahrer
' hweig, 27. Ang. (MTV.) In
__________ -ibung der Landesversamm- Iuito Tarn cs gelegentlich der Interpellation der sUnabhängigen, die sich gegen die Auffassung des Haupt-auSschusseö richtete, daß nach dem Inkrafttreten der Reichsverfassung der Einspruch deS braunschweigischen Lande so rdeiteramtS ^egen die Errichtung von Einlvohmnivehren und
bafi noch nie eine Gesetzesvorlage in Zweck und Inhalt durch Agitation in Presje und Versammlungen so umgesälsckst worden sei wie das hessisclie LaildlU'setz. Naclidem der Redner einen Ueberblick über die Entstehung der Gesetzesvorlage gegeben
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e. Schotten, 27. Aug. Die Gemeknbe- umlagen müssen von 104 auf 109,6 Prozent erhöht iverdcn. Diese unbeträchtliche Steigerung läßt die Vermögens- unb Steuerverlrältnisse irn- serer Stadt gegenüber anderen Kommunen in recht günstigem Lichte erscheinen. Nach einem Ge- memderatsbeschlnsi soll etn ausreichender allen sporttreibenden Vereinen zugänglicher Spielplatz gefebaffen tverden. — Da hier für etwa, 25 Familien Wohnungen zu bescl>assen sind, sa trägt sich die Stabtverwaltnng mit dem Go^ banlen der 3n>an«deinquartierung, da> in den von der Stadt erworbenen und eingerichteten Häusent nur 8 Familien unter gebracht wev-t
Aus yesfen.
Oberhessische Bmlernbewegung.
O Schlitz, 26. Aug!. Die hiesigen Landwirte fassten in enter stark besuchten Versammlung die folgende Entschließung: Aushebung bet Zwmigswlrtsckmft, insbesondere Abbau der Brotgetreidebewirtschaftung, Aufl)ebtimg der Eier- zwanaSabgabe, Beseitigung der Mahlkarten, des Viehhandelsverbandeö und des ViebkatasterS. Dagegen erachten es die Landwirte als ihre Pflicht, alles das, waS sie in ihrer Wirtschaft erübrigen, für die Volköversorgung äbzulrefern. Die Eier wollen sie freiwillig gegen einen noch festzusetzen- ben Höchstpre-i» abgeben. Zur Beaufsichtigung der Milchabgabe sollen an stelle der auswärtigen Beamten BertrauenSleute aus dem hiesigen Bezirk ernannt werden. — In den Dörfern des Sckstitzer- landeS werden neuerdings allenthalben Ortsgruppen des hessischen Bauernbundes gegründet.
O Stockhausen (fl*r. Lauterbach), 26. Aug. Hier Würbe eine O rtsgru ppedes Bauern-
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§ 11 die nxl) in eine reae v 1. AnlifM sunt 2. per Magen h. Staun,' sw. Dc Cihung des kschaitigte | ssriedrich Provinz von Gelände (oft Tu c kft sie für i Srbritscntlal Snierkschast bätet, die ge MM ad finl-iiirton i Idcbto zu \ vö EntsäM den Morgen tor. Nach NeUich des
verkehr in laufender Iiechnung für Niclstmitglieder bei Einlagen bis zur Höl)e von 2000 SJULL auf 3 Prozent, darüber hinaus auf 2 Prozent Her a b- zufetzen. Begründet würbe diese Mahnahnve mit dem Geldübersluh, unb der Tatsache, datz Darlehen auf dem Lande jetzt sehr feiten uachgesu.t>t werben und bie SVaffcn infolgedessen genötigt find, Stöber; Summen im Bankv-erkehr unterzubistugen, er mit niedrigeren Zinssätzen arbeite als der Immobilien- und Tarlel-c-Ns-Efeldvetkehr. Der 0>eldÜb>'rschub der ländli.-hen Kassen wird noch dadurch vermehrt, bafc in saft alleit yaitbgcmeinten 8il»einh;sfenS bie Landwirte die ihypsthelarisch sicher- gestellten DarlelM gelünbigt imb zurückbezol-lt, also ilyre Liegenschaften schuldenfrei gemacht bibeit. Da sich trotz der erbeb;idjat Herabsetzung des ZinS- fuf-ieo die Spareinlagnr fortgesetzt steigern, Imiben viele Kassen beschlossen, Spareinlagen von Nicht- mitgliedcrn nicht mehr anzunehmen. Mit dem E'eldüberschutz hchtgt mich die vielerorts iwllz-ogeite UmtvMtdlung der lattblirben G<nossenftl>asten in solche mit beschränkter Haftpflicht zusammeit.
Bluttat eines Amerikaners.
----Altettkirchen (Westerwald), 27. Aug. Zwischen Altenkirchetl unb Eichelhardt geriet während einer nächtlichen Fsahrt ein bisher unbekannt gebliebener Amerikaner mit zwei Deutschen wegen eines Automobilankaufs in Streitigkeiten. Plötzlich schob der Amerikaner auf die beiden Deutschen, verletzte sie durch Bauchschüsse lebensgefährlich, warf die SchwerverwlNtdeteu aus dem Kraftwagen und fuhr weiter. Daitu kehrte er zurück und gab auf den einen, einen gewissen Eduard N e u s ch aus Niederwantbach, noch einige Schüsse ab. Reitsch konnte sich tlvch bis an die ersten Häu-
zu ntad;cn, bie sich seit dem SßaffenftiTIflaub, ohuS Dienst zu tim- längere Zeit von der Truppe otjne Zwatcg serngehalten haben. Beurlaubungen zum Suckln.einer neuen Lebensstellung sind nvd.it mehr angängig. Jedem Offizier in Regiments- über LaiaillouMhrerslLllmtst ist anb imgefieUt norbat, den ihm im Feld ober tn bet Reick,owel/r unterstellt gewesenen tückstigsten Ba aillcmü- ober .Kompagr.vi^ führet namhaft zu madjen. Hn jedem Friedens-' Generalkommandv werden zwei Vertraueneoffizieret geirählt. ebenso bei lebem Verband im GrenzsdMtz- Ost. Diese Bertrauensossiztere treten Anfang September zusammen.
** Tannenberg-Gedenkfeier. Die Deutsche Volköpartei veranstaltet, wie sie uns schreibt, am Zteitag den 29. August im Saale des Hotels Einhorn in Gietzen, abends 8lA Uhr, eine patriotisck.e (Gedenkfeier zur Erinnerung an Taw nenberg. Läßt dieses Wort „Tamrenberg" nickst, alle deutschen Herzen höbet febfljagen! Alle Deutsch Gesinnte werden sich zu dieser stillen Feier ein- zufinden wissen, um in dankbarer unb treuer Gemeinschaft des mit Tannenberg rmzertrermbaren Helbensithrers Hindenburg zu gebenteil. Auch das /.weite Thema „Deutschlands Zukunft" sollte uns in dieser furchtbaren Zeit mahnen, diese Entwich- hing aus beredtem Munde zu hören.
** Vortragsvereinigung des Gewerbe-Vereins und Kaufmännischen Vereins. Wir weisen nochmals auf den morgen abend 81/» Uhr in der neuen Aula stattfindenden Lichtbildcrvortrag von Dr. Hans Spethmanu aus Berlin-Lankwitz über Lübeck, das Haupt der Hansa bin.
** Eine öffentliche Versammlung^ der Wirtschaftlichen Vereinigung der Privatangestellten von Gießen und Umgegend findet am Freitag abend punkt 8 Ul-r im Casä Arnend statt. Herr Vogel-Frankfurt wird über das Ergebnis der TarisverHandlungen mit den Arbeitgebern sprechen.
Kreis Büdingen.
4 Ortenberg, 26. Äüig. Am Samstaa abend hatten sich im Solmser Hof auf Einladung des Reichsbundes für Kriegsbeschädigte unter dem Vorsitz des Bahnmeisters Petri die Bertteter sämtlicher Vereine versammelt, um über den Empfang unserer noch in der G.'fangenschast weilenden Drtenbcrger Soldaten zu beraten. Wad) längerer Aussprache einigte man sich dahin, daß die fdjon von der hiesigen Ortsgruppe des Volksbundes zum Schutze der deutschen Kriegs- nnd Zivilgefangenen ins Leben gerufene KtiegS- gesangenenheimkebr (jlrifa) durch Zuwalst eines Vertreters von jedem Vevein neben der Vertretung^ der wirtschastlichen Znteresfen inifever Kriegsgefangenen auch die nötigen Vorbereitungen für einen nnirbigen Empfang unserer hoffentlich bald zurückkehrenden 'Gefangenen treffen soll. Geplant ist nad) der Heimkehr sämtlicher Gefangenen eiw schöner Familienabend unter Beteiligung der ganzen Gemeinde und aller Vereine. Zur Erinnerung» an die Heimkehr soll allen Gefangenen ein sckjöw gerahmtes Bild unseres Städtchens ^überreicht toet* den.
4 Lißberg, 26. Aug. Bei dem Landwirt M. wurde in einer der letzten Mckste e in gebrach e n und dabei aus der Räucherkammer zwei Schinken gestohlen. Bon den Dieben fehlt lebet Spur.
= Eltville, 27. Aug. Französische Soldaten entdeckten auf dem Standplatz der chcmal. dcutschm Flakbatterie tn einer Tiefe von einem Metrr iwet eingegeabene deutsche Geschütze. ZiveiselloS hat die Atanuschaft bei Ausbruch per Revolution, um der Mühe des Abtransports enthoben zu sein, die Geschütze kurzerhand vergrabe».
lck. Ludwigshafen, 26. Aug. Auf Befehl des Marschalls Fv ch ordnete der Befehlsl)aber der Besatzungcacmee an, lasst in den pfälzrscheu Städten eine Anzahl Haussuchungen vorgenommen wurden, um nach Gegenständen zu forsdsoir, die näbrenb des Krieges durch die deutschen Soldateir aus Franlveick» cnltrenbet wurden und die zur Zeit in der Rheinpsalz verborgen sind. Bst dieser Gelegenheit Würben viele Bürger rücksichtslvs unb unschuldig verhaftet, was unter der pfälzischen Bevölkerung böses Blut macht.
hl. Saa r br ü cken , 26. Aug. Ter Militär- be^lLül-aber des Saargebiets, General Andlauer, verfügte die sofortige Auflösung aller Arbeiter- und An ge fte l l ten-A us- schüsse im Saargebiet, locicbc gemäß der Ber- orüimmg dcr beutfdien ötegierung vom 23. 12. 18 gewählt worben waren. Tie Maßnahme wird damit .^gründet, daß laut Befehl des Marschall Fach die Gesetze und Bcvortmcrngen der deutschen 9u'* gicrung nach dem 9. 11. 18 im besetzten Gebiet keine Anwendung finden.
Arbeiter ein. Die vorgestern gemeldeten Arbeits- emflvHimgcn auf einigen Gütern des Kreises Reust c 11 i n, wo bis vor kurzem der Larwrat von Lotti» tätig dar, habe» ihren (Ärnnd darin, daß, ait- grgnt mehrfacl-cr amtlidjcr Amveisung, die weder geinäß der Berord»n».g vom 23. Dezember 1918 zu biibenbiit Arbeiterausschüsse errickstet wurden noch eia Ta isvertrag zum AbfckLust gdanigte. Die Arbeitgeber leb »teil grunbsätzlick) jede Verhandlung ab. Dee Hmzuziehung deS Militärs erfolgte ohne die erforbcrliriw (Genehmigung des Lanoratcs unb des ArbsttSnachwcises. Eine rmnmissarisckft Unter- suckmng des Falles ist veranlaßt worbe».
Zur Bolksabstimmung in Oberschlesicn.
V reslau, 27. Aug. (WTB.) Das polnische Nachrichtenbureau in der Schweiz, die Agence Ceiltrale, verbreitet einen Auszug aus der lctzlen Nummer der deutschfeindlichen Wochenschrift „Action Francaise", wonach Reichskommissar Hürsing am 5. Juni in einer Sitzung im Reichskanzlerpalais gemeinsam mit den Ministern Slyeidemann, Hirsch urrd Noske sowie mit Herrn von Stil- lern und einigen technischen Sachverständigen Maßnahmen zwecks Beeinflussung Der Volksabstimmung in Oberschlesien beschlossen haben soll. An diesen Enthüllungen ist kein wahres Wort. Reichskommissar Hörsing hat nachweislich am 5. $uni nur eine Besprechung mit dem Reichsernährnngsmini- ster in Berlin gehabt. Die mit obengenannten Herren und dem Reichskommissar in dcr erwähnten Angelegenheit gemeinsam gbgehal- tene Sitzung sand überharcht niemals statt.
Heimgekchrte Volksgenossen.
München, 26. Aug. (Wolff.) Gestern trafen 2500 Angehörige der ehemaligen Armeeabteilung Schoch auS der Ge s an acn scha ft in Serbien im Lager Lechscld Bot Augsburg ein und wurden dort feierlich empfangen. Der Kommandant deS Durchgcmgslagers Oberst Veda l l hielt eine kurze Äuspracl-e unb verlas vvm Reichspräsideuten Ebert mid vom NeickjSkanzler Bauer cingcgangcnc warml-er^igL Begrüßungs- tcleoramme, die mit lebhaftem Veisall auf genommen wurden. Im Auftrage dcr Reichöregiermig erschien Abg. Schirmer, Mitglied Der Deittschon Nationalversammlung, zur Begrüßuna, der den Heim- geteilten herzlich dankte für all das, was sie im .Kriege unb in der Gefangenschaft für das Mater!anb und daS Volk geleistet und erbulbct haben. Seine Mahnung, nunmehr an dem Wiederaufbau luiferer Wirtsckiaft mitzuwirken und so sich selbst und bye Gesamtheit zu nützen, wurde beifällig auf genommen. Nachher entwickelte sich im Lager unter Mitwirkung von Räusikkapellen ein srohcS Leben. Dorn Roten Kreuz verteilte Liebesgaben trugen mit dazu bei, das Frohgefühl der Heimgekchrteu zu heben. Es ist irn Laycr alles vorbereitet, um den zurückgekehrten Gefangenen die kurze Zeit ihres Aufenthaltes so angcne&m wie möglich zu machen.
A«s Stadt und <and.
Gießen, den 27. Aug. 1919.
** Für die Provinzialtagswahl für die Provinz Oberhessen, bte am 31. August stattsindet, füib die für die vorausgegangene Stadt- verordnetemvahl benutzten Wählerlisten anzuWen- den. Wahlberechtigte, die inzwischen nach einer anderen Straße umgezogen sind, üben ihr Wahl- reckst in dem AbstimmuugSbczlrk auS, in dem sie vor dem 1. Juni gewohnt haben.
** B irnen ver kau f. Morgen, vormittags von 87i bis 12, Uhr und nachmittags von 2 bis 5Vi Uhr, und Freitag, 29. Aug., solange dcr Vorrat reicht, kommen in der Turnhalle der Stadt- mädchensck>ule, Schillerftraßc 8, Frühbirnen (gute Graue) zum Verkauf. Der Preis betragt 60 Pf. für das Pfund. Lebensmittelkarte ist vorzulcgcn.
** Warnung vor Abschluß von Kartoffel - Lieferungsverträgen. Dem Vernehmen nach werden von verschiedenen Seietn große Attkäufe von Herbstkartoffeln aus der neuen Ernte getätigt. Wie wiederholt von maßgebender Seite erklärt worden ist, ist damit zu rechnen, daß, wie in den Vorjahren, so auch in diesem Jahre eine Iwangsbewirtschaftung der Kartoffelernte stattfindet. Durch die Zwangsbewirtschaftung wird die Erfüllung der geschlossenen Verträge unmöglich gemacht werden: es muß daher vor dem Abschluß solcher Verträge gewarnt werden.
** Beizung desSaatgetreides. Die Nachrichtenabteilung des Reichsernährungsministeriums hat soeben ein Flugblatt über Beizung von Saatgetreide herausgegeben, da sich nach Berichten aus der Praxis heransgestellt hat, daß unsere Ernte auch in diesem Jahre durch die verschiedenen Pflan- zenkrankhetten eine erhebliche Schädigung, oft bis zu 75 Prozent, erfahren hat. Das Flugblatt kann von der Nachrichtenabteilung des Reichsernähcungsministeriums, Berlin W. 8, Mohrenstr. 57, bezogen werden.
** Beschaf fu ngSz utagc der hessi- fcheu Beamten und Lehrer. Tie am 23. August in Darmstadt versammelten Vertreter der dem LandeSvcrband der Beamten- und Lehrervereine Hessens angesckstosscne» 37 Vereine und Verbände fassten eine Entschließung, in dcr sie die besttmmtc Hoffnung anöfpred)cn, daß die von den Regierungen deS Reiches und Preußens auf Grund von Besprechungen, an denen auch unser Vertreter teilgcnommeu Ijat, bereits beschlossene Beschaffungszulage, die nur noch der Zustimmung der ydationalverfammlung und der preußischen Volkskammer bedarf, auch den hessischen Beamte», Lelwer» »sw. in gleicher Höl-e und gleidjjeitig ge- währt wird. Tie Vertretcrverimnmlung würde cs mit größter Freude begrüßen, weun tn Zukunft nicht nur eine weitere Preissteigerung verbindert, sondern auch eine Preissenkung auf allen Gebielcm des Warenmarkts bcwirtt loerbcn könnte, damit mich an den Abbau der heute ungesunde» Löhne gedacht werden trnur.
Ausdehnung deS Frei m achll ngs- zwa nge s. Tas neue Gesetz über Postgebühren sicht im Sinne der Vereinfachung des Betriebes neben der Abstt-afftrng des Bestellgeldes rnSbesow- bete auch eine Ausdehnung des FreimachmigS- ^vanges der Sendungen Vvr. Für Pvfüniwvifuuyeii. oeftanb biefer Zwang von jeher. Jetzt ivird er auf Pakete und Wertbriefe ausgedehnt. Die gleich zeitige EiiMhrung bet Entrichtmi« des Bestoll- gelbes durch den Absender ergibt aber sehr hohe Paketgebühvcn. Tas kleinste Paket in die nückuste Umgebung kostet nächstens 75 Pf., das teuerste bis zum Gewickst von 20 Kilo auf btc größte Ent- feritung kommt auf nicht Weniger als 6 Mk. zu stehen. Das frühere Fünfzigpfennigpaket bis zum (^iihidjt von 5 Kilo Doftot künftig 1,25 Mk., 5 bis 10 Kilo kosten in ber Nah^one bis 75 Kilom. 1,50 Mk., in der Fernzone darüber hinaus 2,50 Mark, 10 bis 15 Kilo 3 und 5 Mk., 15 bis 20 Kilo 4 und 6 Mk. Schwerere PostpaRcke gibt es nicht mehr. Sie sollen mit der Eisenbalm bo fördert tverden.
An» dem Aeiche.
Kein Umtausch und keine Abstempelung der Banknoten.
Berlin, 26. Aug. (Wolff.) Zu brr Frage dc-Notenumtau scyeS gibt daS Neick-ssinaiiz- mtniftcrium amtlich bekannt:
lieber die Durckstülirung des Gesetzes gegen bie Kapitalflucht haben in den letzten Tagen Besprechuitgen mit einem grossen ft*rei» von Sack^- berftünhigen stattgcsundcn. Nach dem Erycbnts dieser Bcrattlngen beabsickstigt ber Reichsminister tvr Finanzen nicht, ben Umtausch des deutschen Paptorgeldeö vorzuschreiben. Eine Abstempelung ber Banknoten usw. ist überhaupt nie in Frage vekommeu.
Eine Tagung süddeutscher Städte.
Stuttgart, 26. Aug. Vertreter ber Städle Von Württemberg, Baden, Bapern tmb Hessen habe» gestern zur Kohlenversorgung unb Steuergesetzgebung Stclluna genommen. «Zur üohlcnversorgung würbe eine Erklärung an die Reichs- unb Landesregierung beschlossen, die eine verstärkte Belieferung des Hausbrandes, ber GaS- und Elektrizitätswerke sowie der ^nbuftrto und eine Bevorzugung vor den LandeStetlen verlangen, die günstige ZuftihrVerhältnisse haben. Außerdem^ soll eine besondere Abordnung der Städte nach bcmi Ruhrgebiet und Mittoldeutschlland geschickt werden, um persönlich! mit ber Bergarbei- terschast Fühlung zu bekommen. — Clcgen bie völlige Umgestaltmm bet Gemeindesteuerrechte Wurde entsprechend dem deutschen Städtetag Stellung gc- naninicit. Die Städte verlangen stenerrecht- N ch e G l c i ch st c l l u n g mit dem Reich und den Ländern imd erklären, daß alle Forderungen an die Neue Steuergesetzgebung erfüllt Werben könnten, auch int Rahmen einer betvegliche Zuschläge eröffnenden Einkommenstcuer.
Ein Fabrikarbeiter alö NnterstaatSsekretär.
Berlin, 26. Aug. Der Zentrumsabge- orbnete Johannes Becker wurde zum Unterstaatssekretär im Reichsar- beitsministerium ernannt. Becker, geboren am 8. Februar 1875, war von 1889 bis 1902 Fabrikarbeiter in Lüdenscheid. Er wurde 1902 Arbeitersekretär in Hagen und trat dann später in die Redaktion der „Westdeutschen Arbeiterzeitung" in München-Gladbach ein. Dem Reichstag gehörte er seit 1907 an.
Gin Konflikt in der braunschweigischen Landesversammlung.
** Vorbereitung für die Entlassung von 12000 Offizieren. Pieußisck>c und 'itakttemberaitoc aktive LMziere waren am l. August 20000 vorhanden. Nach den FriLdenS- bcdinguugen müffem davon 12 000 entlassen werden. Zur Vvrliereitimg ber Verabsck-ioduiigen hat daS Kriegsmiirifterilim eine Reihe von Rdaßrmhmen angcorbnct. Von den OtonevuIkoinmonboS sind Beurteilungen der Vorgesetzten über alle aktiven Offiziere cinverlanat. Dabei wirb auf die Bewährung Nährend dcS Krieges üt der Front und auf die Tienftbefiäiiginifi nach dein Löaffenftillstand besonderer Löert gelegt. Ferner sind Rackiüv istm<p ti verlangt, in denen Vermerke über die bcabsühtigle Verwendung ausgcuommen tverden. Eine Tätig»-" kcit im 6)venzfckmtz ober bet Freiwilligenverlmnbe» an Kampfhandlungen in dcr Heinmt soll dabei
ziawi'nwkratifckM Standpunkt aus über ,^>aS Lanbgc setz und bie Auslösung der Fideikommisse". Der Reimer führte aus, ^tveck und
hatte, ging er auf ihre einzelnen Bestimmungen näher ein. ES seien für die Siedlungszwecke grvßl Strecken Oedland vorhanden, ferner fei der Großgrundbesitz hierfür heranzuzielien, der landwirt- fdiaftlich nicht genügend" auSgenützt werde. Der Hauptzweck des Gesetzes sei, den kleinen Jndustrie- arbcitcm, Handwerkern unb Taglöhnern Land zu t-crfchasftn, aber auch den kleinen Bauern mit vielen Stirtbcnt müsse eine Vergrößerung ihres Besitzes ermöglicht werden, damit sich ihre Lanb- wirtsckmst rentiere. Ob soviel Land vorhanden ist. daß alle Landsordercr bedacht werden .rönnen, ist dahin zu (tollen. Rheinhessen z. B. habe wenig, Oberhessen viel. Das Land soll burd) einen Erb- Pachtvertrag, ber auf 99 Jahre ab zu schließen wäre. Dem kleinen Manne erhalten bleiben und nicht wieder dem Großgrundbesitz zugeführt werden können, wie das in Polen gesckxchcn sei, wo große Güter auf geteilt und barm wieder für geringeres Geld vvm Großgrundbesitzer aufgefauft loorben seien. Das Landgesetz erstrebe einen LandanSglcich. In den Gemarkungen, luo der Großgrundbesitz in ben Händen dcr Fidcikommißbesitzer ist, sollen den landbegehrenden Kleinbauern unb Arbeiter» die nötigen Parzellen in Eigentum ober Packst zugeteilt werden. Dazu sei daS Sivblimgsamt üt Darmstadt errichtet. Es sei eine Behörde, bet ein Beirat zur Seite gestellt worben sei, bestchent auS Vertretern dcr Landliefercr wie de» Lande r Werber.* Für Hessen fei ein LandcS- ausschuß bestellt mit einem LandeSlMiptmmin an der Swtze. Zur Abgabe von Land verpflickstet fei zunächst der F-ideikvmmißbcsitz, fobamt auch land- wirtfdjaftlid>er Grundbesitz, wenn dieser 50 Hektar ober eine darüber hinaus etwa bestimmte Miw destgröße überschreitet. Das Ergebnis ber Versammlung war bie Gründung eines Lanberwerbs- iiweins. In anderen Orten des Kreises hielt Abg Schildbach in ähnlicher Weise Vorträge übe» das Lcmdgesetz.
Kreis Schotten.
trotz des mit einer Stimme Mehrheit gefaßten Beschlusses be6 Hauses, ihn von ber weiteren Sitzung auSzuschliessen, fick nicht entfernte, entschied ber Aeltestenausschaift daß der Ausschluß EckartS auf Grund b r vorläufigen GeschlstSord- irimg nicht möglich sei. Auf Gnuid biefe# Beschlusses des Aelteslcnausfd)ufscs legte der erste Vizepräsident Behrens fern Amt moder, woraus bic Sitzung geschlossen lourbc.
Tagung des christlichen Bergarbeiterverbandes.
Es!en, 27. Aug. (WTB.) Die „Köln. Ztg." faßt ihre An fickst über das Ergebnis ber Tagung beb christlichen Bergarveiterverban« dc- in folgenoen Worten zusammen: Mine Bcr- sckm^lzung mit dem großen sozialbemokratiscl^en Ü8ergtu(>eitervcrbanb, aber glilckics Ausmaß in den inaltifdyen Hauptforderung n in der augenblick- lidjen Lage^ nameittlick hinsichtlich ber Einfüb- ximg der Secksstunbcnschicht. Das ist bas wick,' tigstc Ergebnis der Tagung des Gelverkvereins d)nftltd>er Bergarbeiter Deutschlands.
Das Neuerscheinen von Tageszeitungen.
B e r l i n, 26. Aug. (Wolff.) Die Verordnung betreffend Abänderung der Ergänzung der Verordnung vom 3. März 1919 erhält in Paragraph 3 folgende Fassung:
Das Neuerscheinen von Tageszeitungen und periodischen Druckschriften ist verboten. Auönabmen unterliegen der Genehmigung deS Oberkommandos.
Oberbeseblshaber Noske.
Bisher war bereits das Neuerschei- !ncn von Tageszeitungen abhängig von der Genehmigung des Oberkommandos. Da in dcr letzten Zeit Berlin mit einer Fülle von perio- disckcn Druckschriften überschwemmt pwrdeu ist, die meist verhetzenden oder unsittlichen Inhalt haben, ist eine Kontrolle auch dieser Zeitschriften notwendig geworden.
Die Bewegung der Landarbeiter.
Berlin, 26. Aug. (Wolff.) Amtlich wird ImitHTctein: Ein Teil ber Presse bringt, von gewisser Seite falsch untcrriditct, erneut ben Tatsache nicht irntspreckimde Tarstollungen über die Arbeitö- pinstell nngen in der ßanbloir tfdjaft. ES nnrb dazu fest gestellt, daß in vier iJCmtSbejirlai bei Streife3 Grimmen, die ctioa ein Siebentel bei" Kreisfläche umfassen, eine rein lokale Arbeitü Einstellung von burchsdmittlich drei bis vier Arbeitstagen ftaltfnnb. An dieser Arbeitseinstellung hmr nur ein Teil der Arbeitiw beteiligt. In ben Kl eisen Greifswald, Franzburg und K o I berg herrscht nach heutiger telcphonisck^r Nachfrage voll komm em Ruhe. Tie Lanöarbeitcr-
Kreis Lauterbach.
6ln sozialdemokratischer Abgeordneter zum Landgesetz.
= Schlitz, 25. Aug. Nackjdem hier kürzlich ein Vertreter der Rechten zum hessischen Sied- lmmsaesetz zu Worte gekommen, sprad) nun der SSoltMammerabgeorbnictc Sckildback vom so-


