Ausgabe 
27.8.1919
 
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Höchste Temperatur am 26. 8.

Niedrigste

26.8.

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Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.

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werbslosenunterstützung zu entziehen.

Die Ausnahmeaktion für die an Markt kommende Kriegsanleihe wird Lause dieses Monats ins Brbm treten.

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Schrisll. Aneb. unt. 9942 an den Gießen. Anzeiger.

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Ter Gemeinde G ro ß - U m sta dt hat das Ministerium des Innern die Erlaubnis erteilt, zu PrämiierungSzwecken gelegentlich des am 18. Sep­tember in Groß-Umstadt stattftndenden Marktes eine Verlosung von Pferden. Fohlen, Rindern, Schweinen, Ziegen, landwirtschaftlichen Maschi­nen und Geräten. sowie Gebrauchsgegmständen zu veranstalte».

kehr in den früheren Wohnort im AnSlande kann niclü verlangt werden; es ift deshalb auch nicht zulässig, solchen Personen lediglich wegen Ver­weigerung der Rückkehr in das Ausland die Er-

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Richt weit liegt der Truppenübungsplatz von- beritz. Eine ziemlich öde Gegend, unterbrochrn von kleinen Forsten, von Tümpeln, die sich Seen nen­nen, ganz flach und sonst reizlos. Eine ante Gegend für Wilddiebe, Wegelagerer und verwilderte Ele-

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Falkenhagen ist ein kleines Rest im Rordwcsten von Spandau, unweit der Bahn NauenSpandau. Nicht weit liegt der Tri

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Soldaten zu )e einigte man sich ^IWN Ortsgruppe ' deutschen Krügs« flerufere Kriegs« 4 Zunvlil eines der Vertretung unserer Kckgsge- Zeitungen für einen Eich tutb jurüä- soll. Geplant ist Gefangenen tin

toc. Wetzlar, 26. Aug. Wie wir hören, sind die Beslrebunara des Kreises zur Gründung einer Kreissiedlungsgesellschaft von Erfolg gewesen. In einer am 21. August hier er- folgten Zusammenkunft verschiedenster Interessen­ten ist eineKleinsiMungsgesellschaft m. b. fi). für den Kreis Wetzlar"' gegründet worden, zu deren Vorsitzenden Landrat Dr. Sartorius, stellv. Vorsitzenden 93 er grat Gröbler uttb Ge- scliäftsführer Oekonomierat Dr. Heyser getoählt wurden. Neben dem Kreis und einigen Land- bürgermeistereien bzw. Gemeinden haben sich die Budcrusschen Eisenwerke, die beiden Standesherr- schasten Braunfels und Solms-Lich, die Gewerk­schaften L. Raab feit, und einige andere Werke an der Gründung mit namhaften Beträgen be­teiligt.

Hrssen-Nassau.

--- Frankfurt a. M., 26. Aug. Im Haupt­postamt an der Zeil wird in den nächsten Tagen ein neues Fernsprechamt für denFern­verkehr dem Betriebe übergeben. Tas neue Amt erhält 500 Leitungen, während das alte nur über 250 verfügte. Es ist mit allen nur erdenk­baren technischen Neuerungen versehen: besonders hat man sich auch die Erfahrimgen des Welt­krieges für die Stromverstärkungen auf weite Ent­fernungen zu eigen gemacht. Bon besonderem Interesse ift auch die Ucbermittlimg der An­melde zettel für Ferngespräche von der Anmelde­stelle nach den einzelnen Klinkenfeldern durch Rohrpostanlage. Wie bei einer heute stattaefuu- denen Besichtigung des Amtes durch die Presse mitgeteilt wurde, hat das Fernsprechwesen in Frankfurt während der letzten Monate einen un­geheuren Aufschwung genommen. .Täglich wer­den etwa 16 000 Ferngespräche vermittelt. Die innere Einrichtung des Amtes kostet rund eine Million Mark gegen den Friedensvoranschlag von knapp 500 000 Ml.

Märkte.

d. Wetzlar, 27. Aug. Der ant letzten Mitt­woch hier abgehaltene Bullenmarkt wies im allgemeinen eine recht gute Beschickung auf. Die Befürchtungen, daß der Bedarf an Jimgbullen im Kreise nicht im vollem Umfange gedeckt werden könne, bestätigten sich nicht, tm. Gegenteil mußten verschiedene der aufgetriebenen Bullen unverkauft wieder nach Haus geführt werden. Die besten Tiere wurden teils mit Geldprämien bedacht, teils wurden den Besitzern lobende Anerkennunsen ausgesprochen.

dta. Selbstmord aus Gram über Deutschlands Zusammenbruch Ter Leiter des Staatssteueramtes Niedcrbarnim-Osk. Geheimer Regierungsrat Hababitzki, ist im Alter von 67 Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden. In einem Briefe an seine Familie teilt er mit, daß derZusammenbruch Tentsch lands und die dadurch l-ervorgerusene Wandlung der Tinge, sowie die Sorge um die Zukunft" ihn in den Tod getrieben hätten. Geheimrat Haba- bitzki litt seit dem Kriege an Nervenzerrüttung.

*DieEnttäuschungder Pariserin. 60 Pariserinnen, die Amerikaner geheiratet hatten, sind mit dem letzten Dampfer aus Neuyork nach der Heimat wieder zurückHekehrt. lieber die Ent­täuschungen, die sie in ihrem kurzen Ebeleben mit den Yankees gefunden, plaudert eine von ihnen imOeuvre"':Warum ich zurückgekommen bin? Mein Gott, das ist doch ganz einfach, weil ich mich langtoeilte. Seit wir in Neu park an Land gingen, war ich die unglücklichste der Frauen. Dies Neuyork ist eine scheußliche Stadt, keine Luft, kein Horizont, ein Höllenlärm, ein Staub? Die Menschen rennen durcheinander, ohne ein­ander Ku beachten. Wenn man nicht eine Künst­lerin ist oder eine Modehändlerin oder sonst! etwas, wofür Reklame zu machen ist, sondern mir einfach eine verheiratete Frau, dann kümmert sich überhaupt niemand um einen. Tie Männer find phlegmatisch und die Jungen ebenso eifrig aufs Geloverdienen, wie die Alten. Selbst die Kinder lochen nicht in Neuyork. Man amüsiert sich nicht, alles macht Geschäfte und will Geld verdienen. Tas ist nicht vergnüglich. John war von dem Augenblick an, wo wir amerikanischen Boden betraten, ein anderer. Kaum waren wir angekom­men, da sagte er schon:Mein Liebling, jetzt, wo du Amerikanerin bist, mußt du längere Röcke tragen und einen weniger tiefen Halsaussdmitt." Das war mir zu viel! Wir wohnten in der 11. Etage eines Hauses ohne Kamine. Wie will man einen häuslichen Herd gründen, wenn nichts dazü: da ist? Wir speisten in der Bar, und das Ganze war wie ein Leben im Hotel. Tas einzig Gute an Amerika ist, daß die Scheidung dort so leicht ist. Tas habe ich mir zunutze gemacht."

Sport

Friedberg, 27. Aug. 2Lm Sonntag ver­anstaltete der 5. Bezirk des Gaues Hessen 9. Kreis Mittelrhein seinen Bezirksspieltag. Tie Er- gebnisfe »oarcn folgende: Faust ball: Seminar- Turnverein Friedberg Turnverein Tornassen- I)rim 3217 für Friedberg; Turngemeinde Fried­berg Turnverein Butzbach 7834 für Fried­berg: Seminar-Turnverein Friedberg Turn- gementbe Friedberg (2. Mannsch.) 2741 für Turngemeinde Friä»berg. Schlagball: Turn­verein Butzbach Seminar-Tumverern Friedberg 8621 für Butzbach. Fußball: Turngemrinde Friedberg (1. Mannsch.) Turngemeinde Rödel­heim (1. Mannsch.) 0:2 für Rödelheim: Turn- nemeinbe Friedberg (3. Mannsch.) Sportverein 1919 Bibel (3. Mannsch.) 4:1 für ^riebl-erg«

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Vermischtes.

Ueber den Massenmörder von Falkenhagen verbreitet der Berliner Mitarbeiter derKöln. Ztg." noch folgende Mitteilungen:

23er I in, 24. Aug. Er war eigentlich äußerlich ein sehr ruhiger, unauffälliger dNensch, was man so sagt, das Muster eines ordentlichen Staats­bürgers, der Massenmörder von FalVenbagen. Kaum mittelgroß, blond, nicht sehr kräftig aussehend, stets anständig angezogen, so bot der 27 Jahre alte Schlosser Friedrich Schumänn kaum einen Anhaltspunkt für die jetzt ziemlich fest­stehende Gewißhett, daß er (bisher nachweisbar!) zehn Mordtaten und eine bisher noch un­gewisse Zahl von Vergewaltigungen und Brand­stiftungen begangen hat. Sribst in der Zeit einer solch sittlichen Verwirrung wie heute mackft eine Verbrecherlaufbahn wie diese Aufsehen, Inti) der Ge­danke, daß eine solche Bestie drei Jahre lang in der Umgebung von Berlin ihr Wesen treiben konnte, völlig ungestört und unbeheiligt, ist eigentlich nicht angenehm. Ohne die Energie und Umsicht des Spandauer Arztes, in dessen Sprechstunde am 20. August der Mörder erschien, Um sich tirirbtnfcen zu lassen, weil er angeblich durch Sprengstücke eines Zünders verwundet sei, hätte Schumann die Liste seiner Opfer vielleicht noch vermehren können. Der Arzt sieht sofort, daß das keine Verletzungen von Sprengstücken |inb; er fühlt in dem entblößten, Oberarm! Schrotkörner. Darauf kommt ihm die Sache verdächtig vor. Er läßt den anscheinenden Arbeiter im Operationszimmer warten und schickt nach der Kriminalpolizei. Diese nimmt Sck>umaun fest. Nach langen und hartnäckigen Verhören gesteht dieser zunächst ein, daß er den Förster Nilbock aus Falkeiihagen, dann den Schlosser Kiwitt und seine Braut, dann den Gemeindewächter Engel aus Fal­kenhagen, dann verschiedene Personen, deren Tod unaufgeklärt geblieben war, ermordet habe. Kurz- unt, es entrollt sich ein wahrer Verbrecherrom an, das Seclengemälde eines unglaublich verstockten gcnd tzefährlickien Menschen, offenbar eines geborenen Verbrechers, der teils aus Geldgier, teils aus einer gewissen innern Wut heraus die Menschen anschoß und hinmvrdete, und dem in dieser verwilderten Zeit die letzte seelische Hemmung verloren gegangen

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Vie Auftraggeber kleiner Verlaufs = Mn«igen werden gebeten, unter allen der­art gen Angeboten ihre Adresse (Stroh-, Hausnummer urb StoA- werk) zu verLssentlichen. Soll die 1bre)I< verdeckt bleiben, so wolle mau schriftliche Angebote unter der Anzetaennummer fordern Auskunft über Adressen u s. f. durch bie Geschäftsstelle Kann nicht erteilt werden.

Aus Dem Amlsverkündiguugsblatt.

* DaS Amtsverkündigungsblatl Nr. 79 vom 26. August enthält folgende Be­kanntmachungen: Verordnung gegen d«m Wucher bei Vermittlung von Mieträumen.' Abände­rung der Verordnungen über Beschäftigung Schwerbeschädigter vom 9. Januar, 1. Februar, 11. März, 10. April und 14. Juni 1919. Bestandserhebung und Beschlagnahme von Chemi­kalien und ihre Behandlung. Beschlagnahme und Meldepflicht von Rctoriengraphit. Be- standSerhebung und Lagerbuchführung von Drogen und Erzeugnissen aus Drogen. Ausführung der Verordnung über die Regelung der Arbeitszeit der Angestellten während der Zeit der wirt­schaftlichen Temobilmacksung vom 18. März 1919. Erwerbslosenfürsorge. Tie Kriegsanleihen. Feldbereinigung Qucckvorn: die Arbeiten des III. Absckxnitts. Feldbereinigung Grüningen: die Arbeiten des II. Abschnitts. Dienstnachrichten des Kreisamts.

Bei Vermittlung von Mieträu- räumen ist eS verboten, durch öffentliche Be­kanntmachungen oder sonstige Mitteilungen, die für einen größeren Personenkreis bestimmt sind, Belohnungen für den Nachweis von Mieträumen oder den Abschluß von Mietverträgen über Miet- raimte auszufetzen, Mieträume unter einer Deck­adresse (Buchstabenadresse und dergleichen) unter Aufforderung zur Abgabe von Preisangeboten und unter der Bedingung des gleichzeitigen Er­werbes von Einrichtungsgegensläuden anzubieten. Wer dem Verbote vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft. Die gleiche Strafe trifft den, der sich für den Nachweis oder die Vermittlung von Mieträumen von dem Mieter Bermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, die einen von der Gemeinde­behörde für Rechtsgeschäfte dieser Art festgesetzten Satz übersteigen. Die Gemeindebehörden sind zur Festsetzung derartiger Satze berechtigt.

S ch w e r be s ch L d i g< e dürfen nur nach An­hörung der bestehenden Arbeitnehmerausschüsse und mir unter Innehaltung einer vierzehntägigen Kün­digungsfrist entlassen werden, fasern fte nicht nach Gesetz oder Berttag auf eine längere Kündigungs­frist Anspruch haben. Soweit eine Kündigung nicht wirksam ist, kann der etwa schon entlassene Schwerbeschädigte, sofern er nach Inkrafttreten dieser Verordnung die Beschäftigung bei dem bis­herigen Arbeitgeber unverzüglich wieder auf­nimmt, für die infolge der Kündigung nicht ge­leisteten Dienste die vereinbarte Vergütung ver­langen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein. Ter Arbeitgeber kann eine aus Anlaß der Kündi­gung bewilligte Abfindung zurücksordern.

Tie Beschlagnahme und Melde­pflicht von Retortengraphit wird aus­gehoben.

Die Bestandserhebung und Lager- buchsührung von Drogen und Erzeug­nissen aus Trogen tritt außer Kraft.

Ausländsdeutschen ift bei Erwerbs­losigkeit die Erwerbslosenfürsorge nach gleichen Grundsätzen zu gewähren wie Jnlands- deutschen. Die Unterstützung darf den Ausländs­deutschen nicht mit der Begründung versagt wer­den, daß die Hilfsbedürstigkeit eine Folge der Flucht und nicht durch Erwerbslosigkeit hervor­gerufen sei. Auslandsdriitsche sind, wenn sie einen inländischen Wohnort nicht haben, von der Ge­meinde zu unterstützen, in der sie sich bei Eintritt der Erwerbslosigkeit aushalten. Wenn sie dagegen einen Wohnort int Inlands hoben, sind sie von der Wohnortgememde zu unterstützen. Tie Rück-

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unsrer Zeit Haussuchungen nach Waffen haben. Seit drei Jahren hatte diese ganze Gegend unt Falkenhagen unter unaufgeklärten Uebcrfällen und Mordtaten zu leiden. Im Januar 1916 begann das. Vor wenigen Tagen noch wurden fünf Per­sonen, die im Falkenhagener See in den Abend­stunden badeten, von dem Mörder, der im Hinter­halt lag, angeschossen und durch Revolverschüsse ver­letzt. Diese Ueberfallenen haben mit zu seiner Der- hastung beigettagen, denn sie erkannten ihn bei der Vernehmung vor dem Kriminalkommissar Lahmann wieder. Nachdem er zuletzt den Förster Nilbock niedergeschossen hatte, erhielt er von diesem bei der Gegenwehr zwei Schrotschüsse, die sein Verderben wurden. Mit dieser Wmcke hatte Sckurmann meh­rere Tage, unschlüssig, was er tun sollte, in seiner Wohnung verbracht: schließlich mußte er sich zum Arzte begeben, der ihn sesmehnvm lieh. Auch bei seiner Vernehmung und als er schließlich, erdrückt durch die Beweise, ein umfassendes Geständnis al> legte, bewahrte er feine Ruhe. Er war in seinem Benehmen immer zurückhaltend, galt als sparsam und ging den Tag über seiner Arbeit als Schlosser nach, deren Ertrag er zum großen Teil an seine Frau ablieferte. «Seit fünf Monaten war Schumann verheiratet. Er pflegte nach getaner Arbeit gegen sechs Uhr abends sein Daus zu verlassen imb trieb sich bis zur einbrechenden Nacht herum, niemand wußte wo. Seine Frau vermutete, daß er wilderte. Aber das «mag wohl heute in der Umgebung großer Städte keine seltene Leidenschaft fein. Schumann war ohne Zweifel von einer gewissen Mordwut be­sessen, die niemand in dem stillen Menschen gesucht hätte. Manche haben ihn mit Sternickel verglichen, einem bekannten Raubniörder, der vor fünf Jahren Teile der Mark Brandenburg heimfuchte, aber bei Sternickel tritt dos Raub- und Gcldnwttv mehr in den Vordergrund. Schumann handelte mehr aus bloßer Gier am Töten und Zerstören. Ein bezeick)- nender Zug von ihm war, daß er auch harmlose Spaziergänger und Trupps von Wandervögeln, die durch die Wälder zogen, anschoh. Er war wütend über alles, was jung, lebenslustig und ansclxünend glücklich war. Uebrigens wird über die Zahl seiner Verbrechen er behauptet, wie er kaltblütig und ohne Reue erzählt, bereits rm Alter von 17 Jahr«, eine Frau ermordet zu haben erst nach und nach völlige Klarheit erbracht werden.

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mente ans der groß«! Arbeiterschaft von Spandau in den Kriegs- und Revolutionszeiten frag nrnn nicht danach, wo Gewehre und Munition bin kamen. In der Wolmung Schumanns, in der Staakener Straße in Spandau, soll man einen tvahrm Vor­rat von Gewehren, Munition, Handgranaten und Werkzeugen jeder Art gefunden haben. Wie ist er darangekommen? Man sieht, welch einen Wert in

i 0 WeBeirtt, 26. AuK Bei den zur Zett am Kirchturm vovgenvm menen Reparaturarbeiten iDuroe rm Kirchturmkno'pf eine Kapsel mit -interessanten bis ins Jahr 1738 zurückgehenden »Urkünden gefunden. Sie enthalten höchst be- vchtenswerbe Nachrichten ans der Geschichte der ^Gemeinde Gedern. Wir werden noch darauf zu- rüefiommen.

O Volkartshain, 26. Aug. Auch hier wurde eine Ortsgruppe des Hess. Bauern­bundes gegründet, der sofort 34 Mitglieder Peittaten.

KniS Friedberg.

/ -- Friedberg, 27. Aug. Im Lause deS

Winters wird der hiesige M u si kverein Haydns ^.Schöpfung" in neuer Einstudierung herausbrin- flen. Ter Verein nimmt nach der Sommerpause heute seine Proben wieder aus unter dec Leitung leines bewährten Tirigenten, Reallehrer kl s i n - «er. der kürzlich sein 25jähriges Tirigentenjubi- läum feiern tonnte.

---- Friedberg, 27. Aua. Heute tarn zur Linderung der in den letzten Wochen schmerzlich empfundenen Fleisch not ein Waggon amerika- tri)dien Specks an, so daß in dieser wie in der Nächsten Woche je 500 Gramm auf den Kopf der , dezugsbercchttgien Bevölkerung verteilt werden Körnten.

Starkenburg und Rheinhessen.

** T arm stadt, 26. Aug. Ter Einlcckung ein.'s vorbereitenden Ausschusses folgend, hatten sich am 23. d. Mts. in Tarmwadt Lehrer der Der- fd?iebenen gewerblichen Sclmlen Hessens zur Grün­dung eines Bundes hessischer Gewerbe­schulmänner zusammengesunden. Einem ein­leitenden Dortrag von Tr. K r a f t - "Tarmstadt, der für organisch Verbindung und Ausbau aller gewerblid>en Scl>ulen, Schassen der Gewerbe, Land- loirtschoft und Handel umsaisenden Berufsschule im RalMra unseres GesamtbildungÄvesens eintrat, stimmte die Versammlung einmütig zu. Sie be­schloß die Gründung des Bundes liessisckier Ge- loerbesch ul männer, der alle an gewerblichen Sckmlen tätigen Lehrkräfte umfassen soll: zustimmende Er­klärungen lagen aus allen Teilen des Landes dar. Bis zur ersten ordentlichen Bundestagung, die noch in diesem Herbst stattfinden soll, wird eine rege SBerbetätigtet entfaltet werden. Zum 1. Vorsitzenden wurde H. B r a u n - Tarmstadt, zum 2. Herm. Jeckel-Ortenberg gewählt. Alle An'ragen und Beitrittserklärungen sind an H. Braun, Darmstadt, Heinrickstr. 70, zu richten.

sw. Darmstadt, 27. Aug. Tie gestrige Sitzung des Verwaltungsgerichtshoses beschöstigte sich mit der Klage der Gcwerkschift Friedrich in Frankfurt a. M. gegen die -Provinz Ober Hessen behufs Enteignung von Gelände in der Geinarkung Trais-Hor­loff. Die Gewerkschaft machite vor allem geltend, daß sie für den Fall der Abweisung der Klage zu Arbcitscntlassunben genötigt sei. Dri Direktor ber Gnrerkschast berid.ftet über die Stimmung der Ar­beiter, die gesonnen feien, den Abbau auch auf dem noch! nicht abgetretenen Gelände ohne Genehmigung Hortzuseycn und sich an den geförderten Kohlen schcüdos zu halten. Oevonomierat Alles fchilägt als Entsd-ädigung für die Achter 1500 Mk. für den Morgen (es handelt sick) etwa um l1/» Morgen) dar. Nach Ansicht der Saickjverständigen beilelyt westlich des KirchpfadeS keine Gefahr für das Wasserwerk Inheiden. Ter Tagbau soll bis zum KirckMrd vorgcttieben werden. Tie Bergpol izei wird nach Fortschreiten des Betriebes östlich des Psaöas prüfen, ob rrgerck welche Gefahr für das Wafterwerk vorhanden ift. Nach längeren Ver­handlungen kommt folgender Verreich zustande: Die Provinz Obedhessen tritt an die Gewerkschaft Grundstücke der Gemarkung im Kreise Horloft als Eigentum ab gegen eine Entsclxädigung von 1 Mk. für den Quadrattneter. Tie Cöewerischast zahlt außerdem an die Pächter eine Pachten tschädiM' ng von 1500 Mark für den Morgen. Tie Gräflich Solms-Laninaeusche Standesherrfchaft tritt an die -Gewerkschaft 3416 Quadratmeter ä 1 Mk. ab. Tie Provinz Oberl-essen und die Standesherrschaft bet» ?ichten aut jeden Rechtsanspruch, sowie auf Stel­ling eines Strasantvages gegen die Arbeiter." Weitere Punkte betreffen die Zahlung der Kosten des Verfahrens.

Kreis Wetzlar.

wa. Wetzlar, 26. Aug. Zu einer öffentlichen Massenkundgebung gestaltete sich am Sonntag nachmittag eine auf die Ochsenwiese anberaumtc Versammlung des Kreisbauernvereins, bei welcher außer dessen Vorsitzenden Pfarrer Bausch-Kölschhausen noch vier weitere Redner Anspracl;en hielten. Trotz anhaltenden Regen- wctters, das sich erst während der Versammlung selbst etivas ausklärte, hatten sich etwa 3000 männ­lich und weibliche Angehörige des Bauernstandes aus unserem Kreise zulammengeftrnden, die unter den Klängen der Wetzlarer Stadtkapelle einen Umzug durch die Stadt veranstalteten. Es wurde einlttmmig eine Entschließung angenommen, in der u. a. die sofortige Herausgabe unserer Ge­fangenen und die baldigste Aufhebung der Zwangs­wirtschaft gefordert wurden.

d. W e tz l a r, 27. Aug. Ter Kreisausschluß hat die M a h l l ö h n e für die Früchte der Selbst­versorger aus je 6 Mk. für den Topp lzentner Brot­getreide und Gerste und auf 4 Mk. für das Schro­ten eines Doppelzentners Gerste festgesetzt. Die Hin­gabe eines Teiles der Früchte als Entgelt für die Verarbeitung ist verboten.

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