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und feinrr TuSsvvochmrg durch Mllitür-1 warerr, die sich ans der Bühne benrgten. Men LHaber zu sprechen. Vielleicht, sei auch in voran sei die Titel figur des Herrn R asp genannt.

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ch. Bingen a. Rhein. 23. Nov. Hafen- verkehr im Monat September 1919. Anfuhr zu Berg: 10 Personen-, 16 (Wüicrboote mit 340,5 Tonnen. 18 Segler (1 unbeloden» mit 7972,6 Tonnen, zusammen 44 Schilfe mit 8313 Tal: 13 Versorgen-,

besehisHaber zu sprechen. Vielleicht sei auch in Bitterfeld nneder gegen das Gesetz gehandelt

Aus StaM und Land.

GLehen, den 26. Nov. 1919.

Ein Deutscher Abend

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dessen wein- und tebeidtget Phrasendrescher immer neue Lachsalven auslöste. Sern Freund Schmitt (Derr Ganß) srand ihm ebenbürtig zur Seite. Er schien feine Rolle vielleicht etwas -u lehr auf das Troddelige angelegt zu haben: das frische Spießertöchterchen (Frl. Loh) wurde ihm wohl kaum gegönnt. Unter den übrigen Mitwirkenden tagten besonders der handfeste Lchuhmachcrmeiiur Bengler »Herr Snell) und Frl. Gerhard alS resolute Kellnerin hervor.

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Es folgt die erste Beratung des vom Abg. Grünewald (Dem.) erngebrachten Gesetzent- tourfcö betreffend die

Verlängerung von Potenten und Gebrauchs-' mustern.

.__ Dbg- Tr. Fers Hofen (Dem.), begründet

den Entwurf: Hunderte von kleinen Firmen uitb technischen Angestellten bitten um Berücksichtigung der Notlage, in die sie durch die Nichtausnutzimg ihrer Patente wcU/rend des Krieges geraten fmo fyn Frankreich und England sind ähnlickie Vor­lagen angenommen worden. Wir l».anrmg,m Ueber- weismrg an den Aussckmß für Volkswirtschaft.

_ ianbäberg (Soz.): Vir stimmen der

AussclmÜbcratimg zu. Wir sind bereit, diesen Schutz auch zu verlängern, aber nur für Inhaber, die hvend des Krieges ihre Rechte nicht aus nutzen tonnten.

W Burlage fZentt.) hat schwere Be- denken gegen den Entwurf au8 rechtlichen unb VolkSnnrtschaftlichen Gründen. Eine Sck»digiina der Allgemeinheit und berienigen, bit aus den Ad- laus des Patentes rechneten, li.gt nahe. Unb aus wessen Kosten soll die Diederg ttmachung erfolgen?

Abg. Sattmann (Teutsch-Nall.) ßimmt der 5kommi>slonSbevatung zu.

Minister Schisser: Ter ablehnende Stand­punkt meines Ressorts wirb von mir nicht in vollen Umfange aufrechterhalten Die Vorgänge in anderen Landern machen eine Stellmigno hme in ähnlichem Sinne vielleicht notwendig. Ich loffe. hi6 in g meinsamer Arbeit in der Kommission ersprießliches zustande kommt.

Abg Becker» Dessen (D. Bp.): Meine Partei ist bereit, an der Ausgestaltung dcS Gesetzentwurfs mitzuarbeiten.

>er zugleich alS Geburtstagsfeier unsere- früheren Grostl^rzogs gedacht mar, wurde gestern von der Äugendgruppe der Deuts chnatio- aalen Golkspartei im Dotel ..Einhorn" veranstaltet. Der graste Saal einschließlich Gaiern war bis auf bas letzte Eckchen gefüllt, und bit Dielen, bie noch 7 Uhr noch kamen, muhten um« kehren, da es selbst beim besten Willen rncht mög­lich war. auch nut än Stehplänchen noch zu et- gattern. Der Abend wurde durch musikalische und gesangliche Darhittungen ein geleitet. Dietbei sei tn erster Linie Frau Müller-Bangert gt- tumnt, die mit ihrer warmen und an sprechen tum Sopvanstimme sich bei jedem Liede tiefet in die Der^n ihrer Dörer ein^ufingen wu&e. Pianist Dahn bewahrte sich wiederum als feinfühliger Begleiter. Ein Violrnsolo des Lehrers für höheres Dwltnipiel. Schöttler, erntete gleichfalls trüben Beifall. Eine kurze Ansprache leitete zum vveilen größeren Teil des Abends, zu der im ganzen ausgezeichneten Wiedergabe des ..Datte- r i dr über Es ist fein Zweild, daß. feg Guten , Pe.t?n wurde. Da die Veranstaltung von r ' V- dauerte, wäre es vorteilhafter Ttroeien, die einleitenden Gaben wegzulassen und Datterich" zu des<hrcinfen, der sich, hauptsächlich durch die vielen Verwandlungen be- btngt, die sich auf einer Liebhaberbühne natur» jemafe nicht im Landumdtehen erledigen lassen.

Das beifallfnmdige Publikum Ilf« NE verdrießen unb hielt getreulich

aus. lieber bie Dialevdichtung selbst, bie sich be> deutend über das Niroau einer Lokalposse erhebt wie sie Nieber-wll befefriben nannte, brauchen nicht viel Worte verloren zu werden Wem wäre der Darmstädter Bimbäckxr nicht bekannt? Die W>edergal»c war. an den Mast- läben einer Dilettantenbühne g-mejrn über» ra^ch-nb gut. Der Darmstädter Dialekt sloß den meisten Darstellern natürlich und Uligezwungen von den Lippen und die mimischen Einzel lei stnn- gvn sowie das Zusammenspiel iviren wirklich an- - .. ,----- --- --. »u «... > erkeimenswert. so daß man mehr denn einmal

Handhabung des BelagerungSzustan-1 vergessen furnte, baß es Nichtberussfchauspieler

deutsche Nationalversammlung.

118. Sitzung.

Berlin, 26.Nov.

Am Ministertisch Schisser.

Präsident Fe Ihren oa ch eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen runächst An fragen.

Abg. Dusche kD. B.) fragt an wegen Der- hrigerung der Gestellung von Wagen seitens eini­ger Eisenbahnbirektionen für bat Brennholz- versand.

Regierungsseitig wird geantwortet, dast die am 1. Oktober verhängte Sperre für den Brennholz- trrfanb am 14. Oktober aufgehoben worden sei. Allerdings dürfe Brennholz nicht von weit brr bezogen werden, wo es in der Nähe erhältlich ist

Frau Dr. S ch i r m a ch e r (D.-N.l fragt an, ob in Städten bei Ostmark, die deutsch bleiben, die deutschen Beamten heran3gezogen würden, in einem Falle sogar polnische Postbeamte um Uebcr- nahme des Dienstes ersucht worden sein sollen.

Regierungsscitig wird geantwortet, daß von der Postverwaltung nichts dergleichen geschehen fei. Ern Grund zur Beunrulnguna der Reichs- ober der preußischen Beamten liege nicht vor.

Au» Hessen.

Hauptversammlung des Verbandes hessischer Finanzbeamten.

sw. T a r m st a d t. 24. Nov. Nach er."er Unter­brechung von 5 Jal/ren fand gestern wieder die erste Dauptversammlung dos Verbandes im Für- fttnfaol statt. Trotz der mißlichen DerkehrSveryUl- nisse waren über 170 Müyiieder erschienen. Ter erste Borsitzende, Staatskassier Mahr, bat in seiner Ansprache um das Vertrauen der Finanzbl>rmten gegenüber der Regierung. Ter Rechenschaftsbericht, den der Vorsitzende erstattete, gab ein anschauliches Bild von der Lage des Standes unb der uner­müdlich geleisteten Arbeit zur Wahrung bet Inter­essen deS Verbandes. Einen breiten Raum nahm dabei bie Erörterung über die Ueberlcihzng der Zinanzverwaltung auf das Reich unb die Be> iclbuTigdrvfunn ein. MinistenalsekrctSr schilderte bk Verhandlungen in Berlin im Reichs- Finanzministerium, sowie die oft schwierigen Ver- nälhtiife an den Finanzämtern unb sprach dabei die Dosfnung ans, daß die Regierung Anlaß neh­men würde, mit den Finanzbeamten in ein Vor- lMtnis gröhn^fVertrouens, als dies bisher der Fall war, erngutreten, damii unerwünschte Schär» mi vermieden würden. Ober-Fi.lanzrat ÄU'.l sprach den Wunsch aus, daß in Zukunft bie Or­ganisation mit der Regierung in persönliche Fül> lungnahme treten mögt, um ein gebnlstiches Ber» traiicnsverhällnis herl^-izuführen. Er schlug vor, eine Kommission zu.ien, die mit der Regie» rung flnniig in Füllung bleiben könne, um schive- den de Fragm, die bie mittleren Finanzbeamten berühren, besprechen zu können. Es wurde aus diese Anregung Inn aus der Versammlung heraus eine Kommission bestimmt. Im weiteren 23ertauf der Verhandlungen wurde noch die Lage der Fi- nanzprak.itanten eingehend erörtert. Der Ort der l ächsden Dauptversammlung blieb der Bestimmung des Ausschusses Übertassen.

Erfolg dahin ergangen seien, Fragen an Beklagte, und zwar roeaen Vorstrafen in taktvoller Weise mir dann uno soweit zu richten, als dies von der Sache erfordert wird.

Abg. Lands berg (Si^.): Gerade bie jetzige Zeit sei besonders geeignet für Einführung eines solchen Gesetzes, wo Männer und Frauen, die die Not einmal straucheln ließ, der Gesellschaft wieder- ggeben werden können, wenn man ujce Verseh- timg.it so gut wie ungeschehen machen kann durch 2)erlchweigen der Vorstrafen.

Abg. Dr. Cohn (Unabh.) stimmt für Kom- missionsbevatung.

Ter Entwurf geht an einen Ausschuß von 14 Mitgliedern.

hierauf vertagt sich daS Daus auf Mittwoch nachmittag 1 Uhr.

Tag. sordnung: Jnterpeltationen Unb Initia» tüumtrig:.

Schluß gagen 4 Uhr.

Abg. Dr. Cobn (Unabh.): Meine Partei hat schwere Bedenken gegen den Entwurf, wird sich aber der Ausschußbcratuna nicht entziehen

Der Entwurf wird dem 6. Ausschuß für Volks- Wirtschaft überwiesen.

Es folgt bie erste Beratung bes Gesetzent» Wurfs betr. Aenderung des Gesetzes vom 11. De. jember 1915 und der Verordnung vom 21. Sep- leml«r 1916 (Belagerungszustanb).

_. Minister Schiff er begründet den Entwurf. Die Milderungen, die für den Reichsbela>ierungs- zustand eingeführt worden sind, sollen nun auch für den Be a.rerungszustanb aus der Landesgeictz- gebung gelten.

Ag 2r. Cohn (Unabb.) beantragt, daß bas für Geldstraten aus dem Belagerungszustand zu» gelassene Mazimum von 1500 bis auf 15 000 Mk erhöht wird. Redner kommt bann auf die un­gesetzliche D " '

Mayer gestern hier staL Er war von den Be> freiem der einzelnen Vereine zahlreich besucht. Aus dem mit Beifall auf genommenen Jahres- Irridjt des Vorsitzenden ist hervvrzuhcben: Der Verband zählt zur Heil 36 Genossen,djaftvn, näm­lich 21 Kreditgenossenschastcn, 14 Konsumvereme unb eine SaugenoiicnfdNiit. Es sanden im ver­flossenen Jahre 17 gesetzliche unb 3 unvermutet» Revisionen statt, bie sämtlich ein zufriedenstellen­des Ergebnis hatten. Die zur Zeit Herrscherchen ungesunden Bezugs- unb Lohn Verhältnisse konnten natürlich nicht ohne Einflutz aus die Sagt und Entwicklung des GenossensäiaftSwesens bleiben. Al- Folge der Hungerblockade ist ein Rückgang im Bezug der Kolonialwaren zu verz»-ichn«-n. Die Aus­sichten für eine Besserung der Lage sind nicht sehr ermutigend, wenn das Volk nicht erkennt, daß nur Zucht unb£rbramg, treue Pflichterfüllung und angestrengte Arbeit uns Helsen Können. Die vielfach zutage tretenden 'Sefarbungen, sich größe­ren Bezugsgemeinschaften aTyuschlieven, werden, wo sic verwirklicht werben, sicher zu Mißerfolg Et. Die von den Derrcn Knauh, Dor- und Al dach geprüfte Jahvesrechnung be- ndes, zu der nur einige uwoesentlichk Be­merkungen gernedX wurden, fand einstimmige An­nahme. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt Gb-nso genehmigte die Versammlung ben für 1U2O von dem VerbanDsdirrktor auigestelttcn Voran- sckstag der in einzeliren Punkten vom Borstajch der Zeit entsprech-nd erhöht wurde. Den ein- Seinen Vereinen wurde empfohtcn, den Zinsfuß für Spaveintagen auf 3J/< Prozent herabzusctzeA. Die aus dem Vorstand ausschribeirden Derr« A l b a ch unb Rahn wurden nnebergeurffrlt. Für XX'rm Dirz, der wegen Austrüt» fernes VevetnH aus dem Verband nicht wiederge,vählt werd« konnte, trat M e y e r (Groben-Bust-ck) ein. Als Ott für den nächsten Derbandstag bestimmte man Gießen. Einen ziemlich brviten Raum nahm bi» Besprechung über die Dinterlegung brr Zinsscheim ein. Dtan stellte schließlich fest, daß dve Besitzer von Wertpapieren ihre Zrnsscheine bet einer Kredit- genossenschift hinterlegen tonten unb nicht damit zu einer Bant gehen müssen. Die zur Zett auf- grlcgte Prämrenanleihe, die von den Genossen- Klxilten als solchen nicht gut gezetthnet werd« kaim, ist für Privatleute eine vorteilhafte Geld­anlage unb wird deshalb empfohlen.

* Der Ka t hol. Ä kadem iker-A««- schuß veranstaltet Doimerstaa, 27. Nvv 81/, Uhr abends, imFelsenfeiler" eine öffentliche ®e> sammlung, in der Pater Lippert S. J.-Münche, überReligion der Bortzett und der Neuzeit" sprechen wird.

** Der hiesige Zweigverein bei katholischen Frauenbundes hielt am vergangenen Sonntag in der Aula der Universität eine Versammlung ab, in der Frau Eicken- scheidt aus Fulda einen Vortrag hielt Über Wertvolle Betätigung der christ­lichen Frau im neuen Bolkl st aa t". Bei der heute vielfach zu stark betonten Forderung nach Betätigung her Frau im öffentlichen lieben war es von besondevem Werte, daß die Rednerin in Caren Ausführungen bie Frauen wieder auf ihre von der Natur vorgefchriebencn Pflichten als Gattin unb Mutter hinwies und die Töchter zur alten christlichen Zucht ermahnte. Die gefvannte Ausmerkfamkeit her zahlreichen Zuhörerschaft unb t»r reiche Beifall bewiesen, batz die prächtiges Worte tiefen Eindruck gemacht.

** I m Lichtspiel Hans wird tmr brat unb morgen noch der Madame-Dubarrp-K.« gegeben. Tas aubrraeroöbniidjr Film werk, tat lief) durch historische treu e.leidenfchattliche vand- lung unb packende Inszenieruna auSzeichnet, fesselt leben Besucher von Beginn biS zum tragische« Schluß. Ern Besuch dieses künstlerischen Filn»» wertes kann nur empfohlen werden.

Landkreis Gletzen.

aa. Grünberg, 25. Nov. In b^r vorige« Dochi- kaufte in einem hiesigen Gischäst ein an­geblicher Angestellter der Weberei Schmidt Samt und zivei Anzüge, nahm den Samt mit unb ließ sich bie Anzüge nebst der Rechnung nachschicken Eine Anfrage bei der genannten Fabrik erjab, daß der Arbeiter bort nicht bekannt war Der Schwind­ler konnte noch rechtzeitig am diesigen Bahnhof verhal tet werden. Er flammt aus-der»Dado mar.

x Wieseck, 2o. Nov. Der Besuch unserer Gedächtnisausstellung ist auch an bat Dvcht-nlagen sehr rege. Mtt Wehmut brr röchlet man auch ein Bild unserer in den Krreg gezogene« Glocke vvm Jahre 1734. Die kreisliche Auf- nahnre hoben seiner Zett Shari Euler unb Lxiw» rich Ihm mit Blitzlicht oben im Turm gemacht in tx*r Nacht vor dem tage, an dem sie in Stücke g schlagen wurde. Eine Vergrößerung davon fn* igte öerr Euler, der bei der Schaffung der Aust "trllung in dankenswerter Weife mitroirfte.

ftrrtd Lauterbach.

(8 reben ba i n, 2u Nov. Der TimpfRo* werkSbefitzer I. Krömmckbein von Lautervich faujte nur einigen Tagen einen größeren Wüsenüimpirr von 20 000 Quadvitmeter Größe unierhakb des biesigon Bahnbofs, im ügenannten i'intng, tu bet 9üllx von VettSlirim für 25 000 Mutt. Weiter erwarb er dort einen anderen größeren Wiel en- ko mrstex von dem Landlvirt Veinnch ventzenlödev ür 10 000 Mark. $>err Krüminelbrin bcnbiicbliflt auf diesen Grundstücken ein Tauttck-t»imrk zu er» cichdm. Eine andere Firma, die ttfiirngefdlidxift Wüllit u. Co. aus Gießen, erwarb ebenfalls einen größeren Güterkomplc^ in der NLr des Bahnhvf» Bermulhshe-im für 15 000 Mark, um dort eben­falls ein TamprfAgewerk zu errichten. Es ist sehe zu begrüßen, daß darch diese Unternehmen die Rohstoffe des ^^Isbevaes eine bessere Ausnutzung erfahren. £x>fK'iUlic6 merben wettere Industne- zw.-ige folgen. Wachtmeister fteirf beschlag- nabmte 240 Pfund Rmd- und Schweinestersch, daS zum öfsntlichen Verton ton. Weiler wurden bei einem Reisenden ein großes Quan mm Bahnen- taffee unb 30 Pfund Butter befdjUignabmL

la Schlitz, 25. Nov. Aus teleplwnifche An­weisung der Staatsanwaltschatt zu Frankiurt fand bei einer hiesigen Familie, deren Tochter bart in Stellung ist. eine Haussuchung statt, da daS M ädchen in den dringenden Verdacht um sana- reicher Dtt-bstähle geraten war. Dieser Skrbamt ernneö sich auch als sehr berechtigt, denn bte Laussuchung, welche von Wachtmeister Peter oor- ftf rwrnmen wurde, hatte ein überraich-ndes «rfuU tat. ES tonnten nämlich gestohlene Wäschestücke im Werte von etwa 10 000 Mk. beschtagtuchml werden.

Starkenburg und Rbelnheffen.

der U.S.P. anstelle des verstorbetten Abge­ordneten Hugo Haase Henke und Geyer (Leipzig) zu Fraktionsvorsitzenden mit gleichen Rechten gewählt. -

Gegen Wucher und Dhleichhandel.

Berlin, 25. Nov. (WvliD) Ter Volks- wirtschaftsausschuß der Nationaloer« sammlung nahm den Eittwurs einer Verord­nung gegen een Wucher und Schleichhan­del an, dem durch besondere Wuchergerichte mtgegengetreten werden sckl. Für den Bezirk eines 2ant^2ru6to soll mindestens ein Wuchcr- geridtf zur lchnellen 9Lmrtdlung von Wuck/er- und Schtaberiällen errichtet werden. Reichsiustizminister Schisser betonie, daß dadurch, daß man Den Wucherern uw) Schiebern scharf zu Leibe g?he, zweisellos Warrn und Lebensmittel frei würden. Zu erwägen wäre die Derösfentllchung der Namen der wegen Wucher und Schieberei Verurteilten. Der Mtnister stellte in Aussicht, daß er sich des­wegen mit den Zustizministern der einzelnen Län­der in Verbindung setzen werde.

Hochschulreform.

Berlin, 25. Nov. (Wolff.) In dem Staats» haushaltsausschuß der preuß schen Lunoes.ertamm- Lung betonte Ünterstaatsseiretär Dr. Becker in einem Dorttag über die von der Regierung ge- planten Untversitätsresormen, daß es mehr als bisher gelte, den Studenten nicht allein eine rein theoretische Berufsbildung zu vermitteln, sondern sie schon während der Studienzeit in die Praxis ein^uführen, besonders die Acrztt und Jipnsten. Die Umwandlung der etatsmäßigen außerordentlichen Professuren in planmäßige or­dentliche werde einige Jahre dauern. Ferner soll­ten Privatdozenten, die sich bereits meh­rere Jahre bewähtt hätten, teils durch Etteilung von Lesraufttägen, teils durch die Gewährung eintr gewissen Garantiesumme, die ihnen nn Mindest­einkommen sichert, unterstützt werden.

Die Bevöikerung Sachsens.

Berlin, 26. Nov. Die Bevöllerung Sachsens belief sich nach dem Berl. Lokalanz. am 8. Oktober d. auf 4 663 251 Personen, gegenüber 4 806 661 am 1. Dezember 1910, oem Tage dec Reichsfriedensvolkszählung. Gegenüber der Kriegsvolkszählung vom 5. De­zember 1917 mit 4 295 236 Personen ergibt sich eine Zunahme von 368 015 Menschen.

Die Streiklage in Bitterfeld.

Berlin, 25. Nov. In der Streik­lage im Kreise Bitterfeld ist eine Ent- sponnuna eingetreten. In einer Besprechung mit den Arbciterfühvern wurde festaelegt, daß die Zurückziehung der Truppen erst erfolgen wird, wenn die Arbeit in vollem Umfange wieder ausgenommen worden ist.

** Aus dem Militärwochenblatt. Der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewil­ligt: dem Oberleutnant Knackiuß im Feldart.-Rgt. Nr. 61; der Abschied bewilligt: dem Leutnant Ziervld im Drag.-Rgt. 24, mit der Erlaubnis zum Tragen der Reglmentsunisorm; tn das Re­serveverhältnis übergeführt: der Fähnrich Tilger im Jnf.-Rgt. 117: der Abschied mit der gesetz­lichen Pensum und der Erlaubnis zum Tragen der Redimentsunisorm bewilligt: dem Hauptmann Behm tm Jnf.-Rgt. 168; dem Oberleutnant von Storch int Drag.-Rgt. 23; den Charatter als Ge­neral der Infanterie hat erhalten mit Wirkung vom 26.. Februar 1919: Generalleutnant z. D. Vielter, im Feldzug Kommandeur einer Division.

* Vom BezirkSa usschu ß Gießen für vermißte und kriegsgefangene Deutsche wird mügeteilt: Angehörige Don deut­schen Kriegsgefangenen, t» aus ameritoiischer Ge»- sangntschaft (von französischem Toden), aus Italic» mfdyer und belgischer Gefangenschaft twch nicht tzurückgrlehtt ftro, von denen sie aber mit Be­stimmtheit annehmen, daß sie noch am Leben und nicht fveiwillig in den feindlichen Staaten ver­blieben sind, werden pebeten, folgende Angaben an das Sri gSmmifterrum ^Atamckclung) IL 7/5, Berlin, Schützenswaße 63, zu übersenden, damit Nachß)rschung.m angestrllt werden Cönnet: Per­son al irn, Regiment, Datum der Gefangemuchme, letzter AufentHal:Sott und letzte Nachricht. Im Lause des Tezember geht ein toeiierer Dampfer tx.T vstasiatischen Kompagnie von Kopenhagen nach Ostasien ab, der Pakete lür Gefan»tte in Sibirien mitnimmt. Paktte sind in gewöhnlicher Weise zur Post zu gehen mit dem Zusatz in der Aufschrift lieber Kopenhi»'!, mit Dampfer der ostasiatischn 51vmpagnie". Die Pakete müssen fest eingcnaht sein und ohne verderblichen Inhalt.

**SeisefürKriegsbeschädigte. Zur V?rsorgung derjen gen Kttegs'.eschädigten, die am eine beständige uiiä sorgfältige Reinlichkeitspslege bedacht sem müssen, soll 80prvzenttge Feins.'i^ zur SkTfügimg gestellt werden. Die in Frat> kommenden Knegs.-escha 4 den wollen sich bis zum 30. d. MtS. bei der Städttschen Fürsorgestelle, Asterweg 9, melden. Näheres siehe Bekannt­machung.

** DaS Fest der silbernen Hochzeit feiern am 29. d. MtS. LouiS Spies und seine Ehefrau Anna geb. Zinnkann, Gießen, Mittel-, weg 7.

** Die Provinzial-GeflÜgel- und Driestauben-Ausstellung zu besten fin- >ct am 29. uno 30. Nov aus der Lieöigshöhe tatt. Tie Ausstellung wird nachmittags 2 Uhr eröffnet.

** Benzol für Landwirtschaft, In- »nstrie und Verkehr. Benwl, bi-r Betrttl'S- toff für Kraftwagen wie für Flugzeuge und Luft- chiffe, wurde bisher in erheblichen Mengen aus dem besetzten Gebiet in das unbesetzte Deutschland Äuggelt. Die berichtet, ist jetzt an der Grenze m den besetzten unb unbesetzten Teilen des Landes eine Art von Sperre eingerichtet. Es bandelt sich dabei aber nicht etwa um eine voll- tändige Absperrung nach Art der Zollgrenzen. Es sind lediglich einzelne Prüfungsstrlien ein- reichtet, die den Schmuggel zu verhindern be- timmt sind. Die Einfuhr von ausländischem Benzol wird Dom RcichSwirtscha tsministerium von Fall äu Fall genehmigt. Berücksichtigt werden habet Landwirtschaft unb Industrie ebenio wie der Verkehr. So bat letzt z. B. die Reichsvost aus- reichende Mengen D<'N^>1 zugewie'en erba ten, um den Flugdienst wieder aufzunehmen, der eine Be- tffrunigrmg der Briefwst wn'htttd der Perstinen» verkehrSfveree bezweckt. Slug^eugrerl inbint'-en be­teben zwischen Berlin einersetts und Leipzig, Dresden, Breslau. Königsberg und Danzig ander­seits, vielleicht auch mU Nürnberg und München

** Die neue 50-Mark-Note. In nächster Zeit wirb eine neue Rcichsbank - note von 50 Mark ausgegeben Die neue Note ist auf weißem Papier gebrückt, das kein Daffer- zeick>en, wohl aber einen braunen Faser streifen enthält. Die Größe beträgt 102x153 Millimeter. Tas Schaufeitenoild ist in der Grundwirkung rün. Es wird durch einen schmalen, gezähnten stand in brauner Farbe begrenzt. Rechts oben befindet sich ein weibltdjer Zdealkom. Äon der Mitte des KovfeS zieht sich nach links ein dunkler gehaltenes, breileS Zierbanb mit der Inschrift Fünfzig". Die Rückseite ist in der Grundwirkung schwärzlich-blau grün. Der gezähnte Rand ist auf der Vorderseite braun.

worden

Abg. Dr. Spahn (Ztt.): Meine Partei wird dem Gesetzentwurf zustimmen.

Der Gesetzentwurf wirb mit dem Antrag Cohn angenommen und in allen drei Lesungen erledigt.

Es folgt die erste Beratung eines Gesetzes über beschränkte Auskunft aus den Sttafregistern und Streichung von Strafoermerken.

Minister Schiffer: Wenn auch das Gesetz will, daß die Strafe für ein Verbrechen nicht mit dem Absitzen der Strafe erledigt ist, so will doch das Gesetz auch dem Gefallenen Gelegenheit geben, sich wieder aufzurichten und nicht die Strafe ihm als eine Kette anhängen, die er sein Leben lang sich herumschlepr«.

Abg. Taucher (Ztr.) steht mit seiner Partei der Tendenz des Entwurfs sympathisch gtacn- über, wünscht aber Doch Berweismrg an einen Ausschuß von 14 Mitgliedern.

Abg. Ke i l (Svz.) stimmt dem zu. ES könne zweisell-aft fein, ob es bei der gesteigerten Kri­minalität der jetzigen Zeit gerade heute am Platze sei, mit einem solchen Entwurf vorzugehen.

Abg. Brodaus (Dem.) und Abg. War- muth (D.-N.) stellen sich auf den Boden des Entwurfes.

Die Lohnbewegung der Kellner Gießens

Vom Verband der Gastwirtsgehllsen wird uns geschrieben.

Nach erschöpfendem Kampfe hat diese Lohn- bewegung ihr Ende erreicht und es ist endlich auch in Giehen für den Kellner das Trink­geld abaeschafft. Mit dem 1. Dezember ttttt der neue Tarif in Kraft. Die Kellner haben ihre feste Bezahlung, indem das Bedienungsgeld in den Speisen unb Getränten mit ein kalkuliert ist, und der Kellner gegenüber den Gästen feine be­sondere Forderung mehr hat. Wir appellieren an die Einwohnerschaft Gießens, nun auch keinerlei Trinkgeld mehr zu aefr.-n bzw. jeden Versuch, dieses System durch Anbieren von Trinkgeld zu durchbrechen, zu unterlassen. Die Kellner Gießens haben es als ihre Ehrenpftick-t erachtet, für die Zukunft jedes Trinkgeld mit Verachten von sich zu weisen und Hof,en so einer Zukunft ins Auge iu schen, wo auch der Ädliterftanb wieder in Air- schen gelangt.

Veranstaltungen.

Mittwo ch: Neue Aula, 8 llhr frottiert deS Sängerkranzes. Hotel Einhorn. 8 Uhr Vorttag Dr. Olpc-Marburg überFreie Liebe oder Ehe". Deutsche Volkspartei, der Vorttag des Haupt­manns Ruckteschell muß wegen der Saalfrage aber­mals verschoben werben. Lichtspielhaus,Ma- dame Dubarry". Lichtspiele Selrerswcg,Tie Tochter des Hackers" undErborgtes Muck".

Mttiister Schiffer stellt mfotge einer An­regung des letzten Vorredners fest, daß die An­weisungen an die Richter wiederholt und mit

** Der Verba ndStag der oberhessi-. ___ _________r _________

eben fr redit - und Konsumvereine» Tonnen Ladung. Anfuhr zu D rmtb unter dem Vorsitz deS BerbandsdireVovS I 15 Güterboote mit 125 Tonnen,