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Mufcld sind, die der «evölkerung jeweils zu- fitteDbCii unb zur Verteilung getan genten Lebens­mittel ow?3Ut)&nbigcn, cmternsalls strenge Bestra­fung erfolgt. General Gerard mackste in den Beitim gen bekannt, daß in den letzten Tagen z-ahi- vciche Angriffe auf französische Soldaten in der Walz verübt wurden. Er warnt die Bevöl- reiinig davor, weiter unüberlegte Handlungen zu teaehm, da frolcfc die schlimmsten Folgen nach sich ziehen würden und dre bereits geivährttn Bcr- gchistigungLN wieder aufgehoben würden.

Die Zustände in der Pfalz.

TieKöln. VMsztg." brachte kürzlich eine Schilderung bei Zustände in der Pfalz, o-ie die Maä^n'chaflen des BundesFreie Pfalz" als sehr lbedroh.ich für das Teutschlum in der Südwest­mark des Reickies erscheinen ließen. Nach Be­richten ,bie derKöln. Ztg." zugingen, ichcmt der Gewährsmann derKöln. Volks.ftg." die Er­folge stark übertrieben zu haben, sie die Anhänger der neutralen Republik Pfalz bisher zu erzielen vermochten. Darnach ist e5 nicht richtig, daß sich viele Tausende in der Pfalz auf den Leim lochen ließen. Demi der BundFreie Pfalz" zählt im qanzen nur rund 900 eingeschriebene, nicht aber Lausende von Mitgliedern bei der Bevölkerungs- ;ahl von 600 000. Unh das rtotz der überaus rührigen und von sehr eHjlußxeicher Seite unter­stützten Agitation. ;

Tast angesehene SoMMrmokraten .<A Wort­führer dem BundeFreie Pfalz" bei getreten Jei en, ist eine von der ZeitungFreie Pfalz" aufgestellte, über unrichtige Behauptung. Tie Führer der Un- sthängigen hatten zwar mit dem Bunde Ver­handlungen angeknüpft, aber diese sind gescheitert, «nachdem die Unabhängigen, die übrigens im Gegen­satz zum übrigen Deutschland in der Pfalz seit der Revolution an Zahl abgenommen haben, ihre Fülwer verleugneten, sobald sie von den Verhand­lungen Kennwis erhielten. Tas war auch der Gründ, warum der in diesen Tagen, also in letzter Stunde geplante Putsch vom Aktions-Komitee ab­gesagt wurde.

Tie überwiegende Mehrzahl der pfälzischen Be­völkerung will von einer neutralen Republik nichts wissen. Aber auch die Anhänger der Rlwinischen Republik sind keineswegs m der Mehrzahl. Ge­wiß hat das Verschwinden des gemeinsamen Herr­scherhauses das äußere Band zerrissen, und die Stimmung für eine Loslösung von Bayern war unmittelbar nach der Revolution weitverbreitet, wenn auch nicht in dem Blaße, wie man all­gemein annahm. Aber nadjtem der Pfälzer ge­sehen hatte, welche Gefahr die Loslösungsbestre­bungen für das Deutschtum der.Westmark in sich barg, schlug die Stimmung jäh um. Deshalb hat man auch in der Pfalz klarer als im Rheinland die Gefahr der Bildung einer Rheinischen Republik in der jetzigen Zeit erkannt. Weil der Pfälzer ein so guter Realpolitiker ist, sind ihm auch die lumpigen" 10 Millionen, die der bayrische Land­tag zur Fürsorge für die Malz bewilligte, lieber als die schönsten ihm von andrer Seite gemachten Versprechungen, für deren Erfüllung ihm bisher nicht die geringsten Sicherheiten geboten sind.

Die Pfalz wird durch die Rheinische Republik nichi gerettet, ihre Lage wird im Gegenteil be­drohter durch eine eigensüchttge 2Berbearbeit, die durch gänzlich falsche Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse die Pfalz bange zu machen )ud>t und dadurch indirekt die Besttebungen des Bundes Freie Pfalz" unterstützt.

Aus dem Reiche.

Das neue 50-Psennigstück.

Berlin, 19. Aug. Das neue Fünf- zigpfennigstück, von dem fünfzig Mil­lionen Diack ausgeprägt werden sollen, weicht wesentlich von den bisherigen Münzen ab und dürfte sich für den praktischen Gebrauch gut eignen. Geplant ist, die neuen Stücke in Aluminiu m auszuführen. Was das Aeu- fcere der neuen Münze anbetrifft, so befindet sich oben auf der Vorderseite mit dem Rande gleichlaufend die InschriftDeutsches Reich". Die Mitte der Vorderseite wird wie bei den Zehnpfennigstücken von einer50" eingenom­men, darunter ist auf einem SchildPfennig" zu lesen. Unter dem Schild befindet sich die kleingehaltene Jahreszahl 1919. Die Rückseite weist lediglich ein Garbenbündel mit vollen Aehren auf, das in der Mitte von einem Band durchguert wurde, auf dem der für un­sere Zeit so beherzigenswerte Spruch zu lesen ist:Sich regen, bringt Segen." Die Schrift ist gotisch gehalten, der Umfang der Münze etwas größer als der .des Zehnpfennigftückes. Der Rand der Münze soll, wie bei den alten Fünfzigpsennigstücken gerippt ausgeführt wer­den. Das Modell der Münze ist eine Arbeit von Louis Oppenheim.

Die Fuldaer BischosSkonferenz und die deutschen Kriegsgefangenen.

Fulda, 25. Aug. (Wolff.) Auf der Fuldaer Dischofskonferenz wurde folgende Entfchlie- ffang gegen die Zurückhaltung der deutschen Kriegsgefangenen gefaßt:

Noch immer weigern sich die Ententemächte imb besonders Frankreich trotz Boendigung des Krieges und entgegen allen Grundsätzen der Zivi- Hfation, dem unsagbaren körperlichen und seelijchen Leiden und dem Elend von 800 000 kricgs- aefangenen deutschen Männern und Jünglingen ein Ende zu bereiten. Wir zur Zeit in Fulda versam­melten deutschen Bischöfe sprechen öffentlich unsere Entrüstung aus über dieses himmelschrei- endellnrecht. Unfern deutschen Brüdern, die in einer durch nichts mehr zu rechtfertigenden Ge­fangenschaft zurückgehalten werden, geben wir die feierliche Versicherung, daß wir, wie bisher, so künf- Tig unablässig bemüht sein werden, für ihre als­baldige Befreiung. Auch werden nrir bis zur Er­reichung dieses Zieles nicht aufhären, durch die von zms eingerichtetekirchliche Kriegs- und $efan» genenhilfe" in Paderborn die leiblichen imb geistigen Nöten der Gefangenschaft nach Straften zu lindern. Die von Trauer und Sorge so grausam gequälten Angehörigen der beklagenslverten Gefangenen aber wägen überzeugt bleiben, daß von uns jeder nur ^mögliche Weg beschritten wird, um zu erreichen, daß die fortgesetzte unmenschliche und wider christliche Handlungsweise der Ententeregierungen gegen die armen. Opfer der Gefangenschaft endlich eingestellt wird."

digste einzuschränken.

,<ng.

Aus Hessen.

Ebert und Noske in Darmstadt.

D a r m st a d t, 25. Aug. (Wolff.) Reichs­präsident Ebert und Reichswehrminister Noske werden am kommenden Samstag dem hessischen Ministerpräsidenten Ulrich einen offiziellen Besuch abstatten.

flotte, unv zwar mehrere Dutzend französisch Fl u ß kau an en bau tt, eingetrofien.

= Grenzhausen (Westerwald), 26. Aug. Als einer der mutmaßlichen Mörder des Kauf­manns W o r t m a n n wurde hier ein aus Neu­wied stammender Verwandter des Ermordeten fest- genonrmen.

Eine Warenbörse in Mainz.

sw. M a i n z, 26. Aug. Nach der Grund­lage der alten Mainzer Fruchtbörse soll die Mainzer Handelskammer auf Ersuchen des Vereins Mainzer Kaufleute eine Mainzer Warenbörse errichten. Neben einer Ab­teilung für Effektengeschäfte sollen Weinhan­del und andere Warengattungen berücksichtigt werden.

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den Volks

Die Vereinheitlichung der deutschen Wehrmacht.

München, 25. Aug. (WTB.) Ta nach den Bestimmungen der Reichsverfassmrg alle Teile der Wehrmackt des 2eutfd,en Reiche- unter den Ober­befehl des Reichspräsidenten getreten sind und die Selbständigkeit der Heeresverwaltung der einzelnen Länder aufgehört hat, ist der Minister für Milttar- angclegeuheiten Schneppenhorst von seinem Amte zurückgetreten.

Reichspräsident Ebert in München.

München, 25. Aug. (Wolff.) Die Korre­spondenz Hoffmann meldet über den Besuch des Reichspräsidenten Ebert und des Reichswehr- ministers Noske noch u. a.: Beim Mittagessen erhob Ministerpräsident Hoffmann das Glas auf ein treues Zusammenarbeiten Bayerns mit dem Reiche für alle Zeiten. Der Reichsprä­sident trank auf das Wohl Bayerns. Er führte ans, daß er selbst Süddeutscher sei und es als seine vornehmste Aufgabe betrachte, die süd- deutsck>e Eigenart, soweit es nur immer die Ncichs- ocrsasfung zulasse, zu wahren und zu fördern. Er gedachte der schweren Bedrängnisse der Völker in diesem Augenblick und schloß mit dem Wunsche, daß die Pfalz für immer ein unlöslicher Be­standteil Bayerns bleibe.

Sturmzeichen in Bayern.

Berlin, 25. Aug. lieber Sturmzeichen in Bayern läßt sich derBerl. Lokalanz." berichten. In Münchxm fei bei den Unabhän­gigen ein System eingerichtet, um in denkbar kurzer Zeit die gesamte Anhängerschaft zu mo­bilisieren. Tie Spartakisten warteten auf den ihnen am geeigneten erschcinenben Zeitpunkt völliger Ber­gung der Ernte, um ihre Pläne neuerdings zu verwirklichen. Außer dem Reicksswehrminister Noske komme auch der Reichspräsident heute nach München.

Große Fischkäufe für Deutschland.

Aberdeen, 23. Aua. (Wolff.) Reuter. Auf der Konferenz der Fischräucherer wurde bekanntgegeben, daß schottische Fischräucherer mit deutschen Käufern in Rotterdam einen Vertrag auf Lieferung von 250 000 Faß geräucherter Heringe im Gesamtwert von 750 000 Pfund abgeschlossen haben. Den deutschen Käufern sei dabei Kredit gewährt worden. Die Lieferung werde binnen kurzem ihren Anfang nehmen.

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Verringerten uckd sehr rebamhirbebürftigen Loko- rnotiv- und Wagenpark nicht in der Lage, nennens­werte Leistungen zu bewältigen. Bei dem nnrt» chastlichicn Tiefstand sind z. B. im Jmn ds. IS. nach den Ausführungen des preußischen Eisenbahn- Ministers nur 55 Prozent derjenigen Gütermengen geleistet worden, die im Juni 1918 zu transpor­tieren waren. Ueber 40 Prozent der noch vor­handenen Lokomotiven befinden sich in Reparatur beziehungsweise sind dienstunfähig und es kommen noch immer weniger reparierte Lo- ko Motiven aus ter Werkstatt heraus, als repara­turbedürftige hinein, trotzdem das Werkstätten-Mri sonal der Eisenbahn sett der Demobilmachung nahezu auf das 272fadie vermehrt worden ist. Aehnlich verhält es sich mit den Güterwagen. In einigen Wochen werden die Verkehrsschwierigkeitei' sich weiter verschärfen, wenn Kartoffeln, Rüben zur Zuckersabrittttüm, überhaupt- Lebens- und Futtermittel, transportiert werden müssen. Tann werden im Winter die Schwierigkeiten der Witte« rung auf der Eisenbahn und in der Schiffahrt hin. ztikommen. Gelingt es nidj-t, die Transxortmöglich feiten rasch und entsprechend zu erhöhen, das heißt oas in Reparatur befindliche und auf dem Bahnhof umherstehende nicht gebrauchsfähige Material schaiellmöglichst inflandzufetzen, so ist Schlimmes st dem pvr der Tür stehenden Winter zu erwarten, Tie Folgen des gewaltigen Rückganges der För­derung durch Streiks in den Kohlenrevieren unt im Verkehrswesen werden erst im kommenden Win­ter in ihrer vollen Schsvere auf dem deutschen Bold lasten, zumal die Aussichten auf eine demnächstig Steigerung der Förderung und Beförderung gerinx sind. Ter Bevölkerung ist daher dringend zu raten, sich reichlich mit Holz und mit bezug-fch?infreiem Brennmaterial, wie Torf, zu versehen und sich im Verbrauch von Heizmaterial auf das allernolwew

N°^gral sx«,

Aus S-a-t und Land.

Gießen, den 26. Aug. 1919.

Die drohende Kohlenkatastrophe.

Der mit b*r KoUenfrage nicht unmittelbar Be­schäftigte dürfte heute noch fein klares Bild haben, ,welche Verhältnisse wir mit der Kohle für den kommenden Winter zu erwarten haben. .Tie Lage ist nicht nur ernst, sondern sehr besorgniserregend und die Wirkungen für mrsere wirtschaftlichen und mnerpolitischen Verhältnisse werden von sehr ein­schneidender 23ebcutung sein. Tie Kohlenversor­gung laßt noch, keine Beiserung erkennen jmb es besteht wenig Aussicht, der Industrie, dem Ge­werbe uild den Haushaltungen in nächster Zeit überhaupt noch irgendwelche Mengen von Kohlen zuzufuhren, da die ungeheuren Lieferungen au Grund des Friedensvertrages an die Entente- Mächte jetzt einsetzen müssen. Tie Ausfälle durch Streiks ganz abgesehen von dem allgemeinen Rückgang der Förderung farm man auf ver­schiedene Millionen Tonnen verwrscklogen, eine Menge, welche genügt, um die deutschen Eisen­bahnen, die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke und Haushaltungen auf l1/» Wintermonate voll mit Kohlen zu versorgen. Tie Zechen sollen nun, wie man hört, über einige Kohlenvorräle verfügen

** Amtliche PersonalnaVrichtew Der Vorstand des Finanzamts Ober-Ingelheim, I Finanzrat Wilhelm Gers in Ober-Jngelhcim J wurde in gleicher Diensttigenschaft an das Finanz- | amt Butzbach versetzt.

** Keine Er Höhung der Getreide- | preise. In der letzten Zeit fit in Zeitmrgsartikcbi. 1 mehtsachi die irrtümliche Meinung verbreitet wor­den, die Getreidepreise würden vom 1. Oktober 1919 an erhöht. In WirllickMt find die Getreide« ; preise vom 15. August 1919 an gegen das Vorjahr um etwa 33 Prozent bereits erhöht worden, und zwar sur Roggen von 31,50 auf 41,50 Mk., für Weizen von 33,50 auf 46,50 Mk. und für Gerste von 30,50 auf 41,50 Mk. für den Toppclzentner. Es sind dieses sehr beträchtliche Erhöhungen, dir der Landwirtschaft mit Rücksicht auf die erhöhten Produktionskosten zugestanden worden sind. Da­mit durch die Erhöhung der Fruchtvreise niHt so­fort eine Erhöhung der Mehl- und Bvotpreise ein« tritt, leistet das Reich bis zum 1. Okwber in ähn­licher Weise wie bei den ?lu slandslebeusmitteln zu den Getreidepreisen den erhebttchien Z u s ch u ß von 100 Mark die Tonne. Es wäre sehr zu bebauen^ wenn die Landwirte durch derartige falsche Nach, richten über eine nochmalige Erhöhung der Ge­treidepreise irregeführt und mit der 9CMtefcnntg von Getreide zurückhalten würden- Ta in diesem Jahre die Ablieferung des Getreides durch der- schietene besondere llmftänbe, wie später (Suitritt von Erntewetter, Kohlenmangel, an sich schon be­einträchtigt ist, muß alles vermieden werten, was die Ablieferung noch weiter erschwert, wenn mifl in kurzer Zeit vollständiger Zusammenbruä) bet Brotverforguna nicht nur in der Stadt, sondern auch in den Landgemeinden, eintreten soll. Tie Abliesernng des Getreides muß jedem Landwirt, der für die Aufrechterhaltung der Ordnung forgelt will, als ein Gebot der Vermrnft erschefiten.

** Ein Unfall ereignete sich auf dem Braunstembergwerk. Dem Arbeiter Karl Stic- bing aus Klein-Linden fuhr ein schwer beladener Rollkarren über Unterschenkel und Fuß. In der Klinik wurde ein doppelter Schenkeldruck) unb ein Knöchelbruch festgestellt.

** Die Ortsgruppe Gießen be-5 Reichöbundes der Kriegsbel chädig« ten, Kriegshinterbliebenen und ebr maligen Kriegsteilnehmer schreibt uns. Der Reicksbund hielt hier am letzten Sonntag imPostkellert" eine Versammlung ab. Euer gischer Protest wurde gegen die Reichsregiermrg 1 erhoben wegen Ablehrmng der Sütfang Augnst Tür die Kriegshinterblieveneir gestellten Forderun- 1 gen. Im Verlaufe der Versammlung famen die 1 zur Behebung der Not und des Elends unter j den Betroffenen an die Stadt gestellten Anträge I zur Sprache unb es riet große ©ntrüftung her- | vor, baß bie am 15. Mai gestellten Anträge neck I keine Erledigung gefunden haben, trotzdem sich bit Not unb das Elem> tton Tag zu Tag steigere. Fol- ] genbe Entschließung wurde einstimmig angertönt- 1 men:Die am Samstag, 23. August, intPo!i- I kcllert" tagende, vom Reichsbund der Kriegsbesää« j digteu, Kriegshinterbliebenen und ehcmaligÄt Kriegsteilnehmern, Ortsgruppe Gießen, ehtbe» 1 rnfene Versammlung, in der zu den an die Stadt | gestellten Anträgen Stellung genommen wurde, protestiert energisch gegen die von der Stadt be­triebene Verschleppungspolitik, indem die binr ! Neickjsbund am 15. Mai gestellten Anträge nci -1 nicht zur Erledigung, auch iroch nicht zur Spmutz gekommen sind, trotzdem sich die wirtschaftlic« Lage der .Kriegsopfer von Tag zu Tag ver­schlechtert. Trotz mehrmaliger Vorfprache bei beit in Frage kommenden Stellen blieb es bis je)t nur bei feeren Versprechungen. Die Dersanm- | hmg verlangt, daß dem Rerchsbund innerhab 14 Tagen, mithin bis zum 6. September, rät zusagender, unverschleierter Bescheid Mgeht. Tir 1 Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen sind ßt» will!, nach Ablauf dieser Frist mit allen ihnat j zu Gebote stehenden Mitteln unter Mitwirkung der ihnen wohlgesinnten Volksgenoffen ihre Far- j benmgen zu erkämpfen, ohne Rücksicht auf die J Folgen." Diese Entschließung soll der Oeffett- I lichkeit unb den in Frage kommenden ©teilen I zur Kenntnis gebracht werben.

** Einen Anfänger-Lehrgang in Gabelsberger Stenographie beginnt am Donnerstag den 4. Sevtember der hiesige Sten> J graphen-Verein Gabelsberger von 1861 unb Ta- | menverern Gabelsberger. Wir Vettveisen aus die f! Anzeige in heutiger Nummer.

** In den Schwarz-Weiß-LichtsPie'W len kommt ab heute das Drama von Heinz ©yJj torl) .Ovfar um Oper"" in 4 Akten mit RykW Veldtkirch und Hans Beckersachs in der Hauit« rolle und das budieftige LustspielTas MädoA aus 1001 Nacht"" von Max Mack zur Aufiührutig M

Landkreis Gießen.

Tie Fra Frankfur Matioitah, C xtiKfen ReWb LiiihrbmiütM tragen und w a Ein Teleg- rt nährend bi cscsmd fein ir ^ihingen über M ttiib der ( Ähe veränsaä figanFrankfu te erste Nimm MW# n Siatbur. , Äwegerverbc aiürdtge Ge 'm Kamerad begann frühr ag auf dem ( e Sottesbienft i t inche aus ma '«Fahnen und "5 dm Kriegei ®o sich eil M hatte. Nc « Wien der ve Wvrreme hieb ^uisrede, die ir ®rr!cnb und de alles" jälijh WM des K »tat der Lrtsc * Unteroffi gn verbeten re Al smd im x ^-vtegerverbcr

Rechtsrheinische Zeitungen im besetzten Gebiet zugelassen.

?m besetzten Gebiet wird folgendes ich bekanntgegeben: Die Veröffent­lichung ohne vorhergehende Zensur, sowie das E inführen aus dem unbesetzten Ge­biet von Zeitungen, periodischen Zeit­schriften, Broschüren, Büchern und Films, welcher Art sie auch seien, ist erlaubt, mit Ausnahme derjenigen, für welche ein beson­deres Verbot besteht. Das Veröffentlichen, in Umlauffetzen, Verbreiten oder Verkaufen von Artikeln, Neuigkeiten, Bildern usw., welche geeignet sind, die Sicherheit und das Ansehen oer alliierten Besatzungstruppen zu verletzen, ist verboten. Das Nichtbeachten dieser Vorschriften kann außer der gegebenenfalls eintretenden gerichtlichen Verfolgung bestraft werden.

Eine Dorten-Versammlung verboten.

ma. Köln, 26. Aug. Dr. Dorten wollte Donnerstag abend in Bonn-Endenich, seinem Geburtsorte, in einer Versammlung des Gemüsezuchtvereins und des Spar- und Darlebnkassevereins sprechen. Vor dem Ver­sammlungsräume hatten eine große Anzahl Gegner der Republik Aufstellung genommen. Ein Vertreter der Bonner Polizei verbot auf Anordnung derbritischenMilitär- behö rde die Abhaltung der Versammlung. Das Verbot wurde von der Menge mit lau­ten Bravorufen ausgenommen. Dr. Dorten selbst blieb unsichtbar.

U.S. P. gegen Dr. Dorten.

fn. Berlin, 26. Aug. Gegenüber der Meldung, die Rheinische Unabhängige So­zialdemokratische Partei habe mit dem Zen­trum und Dr. Dorten wegen Gründung eines unabhängigen rheinischen Freistaates verhandelt, erklärt der Be­zirksleiter der Unabhängigen Sozialdemokra­tischen Partei in Köln folgendes: In dec Frage der rheinischen Republik nimmt die Un­abhängige Sozialdemokratie dieselbe Stellung ein, wie die Parteileitung der Unabhängigen im Reiche. Es wurde ein Antrag angenom­men, sämtliche Mitglieder, die sich in irgend einer Weise an solchen Absichten beteiligen sollten, sofort aus dec Partei zu entfernen.

Geschichtsfälschung.

oz. Mainz, 25. Aug. Bei einem hiesiMN Verleger, H. Baffe, erscheint dieser Tage eine kurz gefaßte GeschachteTer Krieg 1914/18". Tiefe Zeitschrift ist im Format etwas kleiner als die genugsam befaimteRhein im Bild"", in der Aufmachung aber sind sich, beide gleich. Von Bil­dern besät finden wir lmks frmcz-öfischen Text unb französischeHelden", rechts deutschen Text unb deutscheFührer"". Ter sranzösische Text entspricht genau dem deutschen und jeder muß sich fragten, wenn man diese Schrift gelesen hat, faitnnur einzig und allein Deutschland am Kriege schuld sein"". TeutsckIand hat überhaupt keine Siege zu verzeichnen, sondern nur das erreicht, was bie Alliierten freiwillig abgegeben haben.

Französische Kanonenboote cuf dem Rhein.

vz. Speyer, 25. Aug. In Speyer ist ein großer Teil der französischen Rhein-

(Nuhrzechen 4500 000 Tonnen), aber die Eisen- ** Burkhards selben, 25. Aug. (N bahn ist mit ihrem durch bie Abgabe an die Entente | nachmittag fand in unserer überfüllten Kache

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der 10. Armee verurteilte abermals eine größere Anzahl Deutscher, insgesamt dreißig, ans Mainz, Nierstein, Worms, £od>beim a. M., Grvß- Gerau usw., die gegen den tsche Frauen wegen deren angel^ichen Verkehrs mit Angehörigen der .Besatzmigsarmee tätlich geworden waren, zu außerordeullich empfindlichen.Strafen, tn einem Falle zu fünf Jahren Gefängnis. Besonders hart wurden bte Gwß-Gerauer Vorgärrge bestraft, wo neunzehn Angeklagte verurteilt wurden. Es han­delt sich zumeist um Akte ehter in ihren Formen vielfach zu mißbilligenden, in ihren Beweggründen aber wohl zu verstehenden Selbstjustiz gegenüber nürdelosen deufichen Frauen.

sw. Groß-Gerau, 26. Ang. Die fran­zösische Verwaltung des Kreises fordert die Kreisdirettion zur Durchführung der gel­tenden Gesetze unb Verordnungen, bie sich auf bie Verpflegung beziehen, unb um eine Störung bet Ernährung der Bevölkerung unb Unruhen im besetzten Gebiete zu vermeiden, auf, alle dNachtmittel rücksichtslos anzuwenben, um bie widersetzlichen Erzeuger zur Erfüllung ihrer Pflich­ten an^uhalten, wenn Belehrung und Warnung nicht zum Ziele führen. Außerdem sind bie Namen der Personen anzugehen, bie durch Ungehorsam gegen die im allgemeinen Interesse erlassenen Ver­ordnungen die Verpftegung der Bevölkerung in Frage stellen sollten.

fm. Mainz, 25. Aug. Nach einem Erlaß des Gmerals Mangin ist die Abhaltung politischer Versammlungen jetzt genehm migt. In dem betreffenden Erlaß l)eißt es:Fer- ner ist der kommandierende General ber X. Armee ber Ansicht, daß das Versammlungsrecht unb ine freie Erörterung in weitestem Sinne zu begün^ fügen sind, wie es bei allen freien Völkern in äbnlichen Fällen üblich ist. Seber Bürger soll bie Gelegenheit haben, seine Meinung zu äußern und zu verteidigen unter der Bedingung, daß dies geschieht, ahne die öffentliche Ordnung zu stören, bie Sicherheit der alliierten Armeen zu bedrohen und die Würbe Frankreichs aber seiner Verbün­deten zu verletzen. Tie Debatten.sollen frei sein, vorausgesetzt, daß sie in höflicher, anständiger Weile geführt werben, so daß keinerlei Unruh: ober Unordnung daraus entsteht.""

fm. Wiesbaden, 25. Aug. Ter Wies­badener Magistrat hat von der Besatzungs- behörd: Auftrag erhalten, bis zum 25. d. M. 400 W 2 hn ungen für französische Of- i ziere bereitzustellen. Dieser Zahl stehen nur 50 geügnte leere Wohnungen gegenüber. Die unverhnrateten Offiziere werden in Hotels unter­gebracht.

fn. Mannheim, 25. Aug. Ter geschäftliche und private Fernsprechverkehr zwischen Mannheim und Ludwigshafen ist wieder ^uge- lassen. Von der französischen Besatzunasbehörde wirb ber Verkehr noch Kontrolliert. Tie Vermitte­lung erfolgt durch das Fernsprechamt.

fn. Wiesbaden, 25. Aug. Vor einiger Zeit ist hier ein französischer Soldat von einem Schutzmann erschossen worden. Ter Schutzmann, ber in ber Nähe der Villa von Tr. Torten auf einem Patooulllengang begriffen war, war nächtlicherweile dort von versichiedenen. Soldaten angegriffen, blutig mißhandelt imb zum Schluß seines Um bangt? beraubt worden. Als die Leute, deren Persönlichkeiten nicht zu ermitteln waren, wiederholt aus den Schutzmann eindrangen, zog dieser seinen Revolver unb traf einen der An­greifer gerade ins Herz, so daß er sofort tot zu- lammenbrach. Ter Schutzmann war vor dem fran­zösischen Kriegsgericht -ur Rechenschaft ge­zogen, erzielte ledoch einen Freispr u ch>, weil cie Situation dafür sprach, daß die Schiilderung, die er von dem Zwischenfall gab, die richtige sei.

Höchst a. M., 25. Aug. (Wolff.) In den hiesigen Farbwerken sind in der letzten Zeit zahlreiche Diebstähle von Heilmitteln, Salvarsan, Quecksilber, Novoeain usw. vorgekom­men, die zahlreiche Verhaftungen zur Folge hatten. Jetzt ist ein neuer Diebstahl von Salvarsan, Novo­cain unb Valylperlen im Werte von weit über 10 000 Mark entdeckt, bte nach auswärts ver­schleppt werben sollten, aber von ber Polizei noch beschlagnabmt werben konnten. Als Täter wurden verhaftet m Frankfurt der in den Farbwerken beschäftigte JngQiicur Fritz S ck l e u ch e r .und hier ber Aufseher Kuhn unb ter Arbeiter I 0 r ch. Bei Schleucher wurden außerdem noch zahlreiche offenbar gestohlene Manometer vor gefunden.

Mainz, 24. Aug. Tas Kriegsgericht