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ntrfrm bann dies F st ber Gnostler nicht mit d em

gebenfcx

AuS de« «mt-verkündigungSblatt.

DaS AmtSverkündiguagSblatt Nr. 140 vom 23. Dezember entölt Warnung vor verzinktem Etz- und Tnnkgei'chirt. Er- werbSIoseniürsorge. Auszahlung bet Familien- Unterstützungen. Backsteinblattern. Dienst-

Aus Stadt nnd Land.

G i e fe e n, den 24. Dezember 1919.

Die Dauer des Gesindedienftverhältnidse».

To bie Gesinteorbnung vom 28 Avril 1877 imb 3 August 1899 unb bas OrtSstatut iür bie Stadt (Siesten vom 30. August 1900 aufgehoben ist. bestimmen sich bie ffüttbtgung4inRrn auch für

bald fort, bafb dort, in ihren Gottes- imb bas älteste Deihnachtsfcst

fnüöft. In bet befruchtenben Wirkung des Lichtes auf bie Pilanze offenbarte sich primitiven Kulturen bas Walten ber Gottheit am sichtbarsten, und sinnlich dargestellt würbe biefes Herabsteigen brt LichteS auf bie Erbe babutch, daß man ben ver­ehrten Baum mit bem göttlichen Lickttsnmbsl schmückte So wissen wir. batz in China schon im britten oorchristlich.-n Jahrhundert Bäum« mit Lampen als Festschmuck aufgeste.lt würben, unb eben» wirb uns bereits in einem Neiiewerk vom Jahre 1536 von Lichterbänmen berichtet. rt< in Indien alljährlich am 25. Dezember bei ben groben Wallfahrten zu Ehren Buddhas zu febee waren. Auf Gründ dieser Tatsache Hal man bie

ft reu > fand eine weite« hohe Anerkennung da- burch. batz bem Äcriisenden des ZweigveremK, Pfarrer Kahn, bie fRütr-.'lrcu$e,äÄebailk L. verliehen würbe. Der eb.'nsalls im reiten -segcn wirkende bienge evangelisch-kirchliche 5 r a uCJV verein, auörrorbentlidxr Zweigoerrin des Alice-Frauenocrcins, wurde dadurch geehrt, das ber Borü-enden. Frau P Liter »ahn, unb rfjrcr Stellvertreterin, Frau Sanitälsrat Dr. Hahn, bet Rotc-ftreuz-Medaille 3. K affe verliehen nmrbe.

ftrrts AlSseld.

vz. Alsfeld. 24. Dez. Eine Versammlung der Müller des Kreises Alsfeld beschloß rimtimmig, Antrag auf Errichtung einer Zwangsrnnunz zn stellen. Weiterhin wurde einstimmig be.chtvsten. bie Mahllöhne für Selbstversorger vom 1^ De­zember ab aur 3 Mark iür Maolen unb 1 Mark üc Sch oten je Z ntner fe)zusetzen Für An- und Abfahren des «xroeited ist ein ircitaec Sfctiag von 1 Mark je Zentner zu entrichten.

ftrrts Laute. Vach.

g. BermutShain, 22 Dez. Schlechte Ge­schäfte machte heute ein £>anbeBmann auf Frank­furt, welcher in den angrenzenden prrukuschen £rtid»ften 2 5 Pfund Butter und 10 Pfund Rindfleisch käuflich crrootfr.ii Halle. Seine Harnstet» nxire ivurDc ihm am hiciigen Bahnhof von Wacht meister Maus (Grebenhain, befctüazwchml

Lauterbach, 22. De;. Ei e Bezirk»- gruppe Lauterbach ter Deutsch-nationaler Itar t e i roirrbe hier gegründet. Der Boriitz wurde A. SatoriuS übertragen.

ftrdo Schotten.

4 Gedern. 23. Dez. Hosterdigrr Did mann, verdienstvoller Vorsitz<-nber de» hiesigen Zweigoereins vom Roten Kreuz, trnirbe nrgen der hervorragenden Leistim^en des Beretns aus dem Gebiete der ftriegSfünorge bie)ls-ftrtu* Medaille 2 ftlasse verliehen.

bestraft.

* * Die Geschäftsräume des Kom- munalverbandes bleiben am SamStag. 27 Dezember, wegen Kohlenman^elS grtteoi.en.

* DaS Fest der goldenen Hochzeit feiern am 2. Weihnachtstzrertag Detonom Karl Euler und Frau Elisaoethe g».b. Schwan.

* T ie Angestelltenbewegung. In ber Aufstellung der monatlichen Mindeltgel-älter in unserer Montagsnummer hrtstt eS infolge eines Druckfehlers, batz im ersten Gehilfenjahr 150 Mk zu zalsten feien; e$ ist richtig zu lesen: 225 Mk

* Der Evangel. Ar beilerverein hielt am Montag in der Turnhalle eine gutbe­suchte Weihnachtsfeier ab. Neben musikali­schen Darbietungen, Ge.angsoorlrägen des Ge­mischten und Frauenchors sowie des neueingcrich- tetcn Männerguartetts, wechselten Deklamationen, Theateraufführungen und Kinderlieber tn bimtcr Reihenfolge, $m Mittelpunkt des W>ends stand eine von Pfarrer BechtolSheimer gehaltene Ansprache über die Bedeutung des Weihnachls- festes. Den Abschluß des Abends bildete die Wiederholung eines ..Puppenreigens".

* Der Kavallerie-Verein Gießen feiert am Sonntag nachmittag fein Weihnachtsfest im Saalbau Cafä Leib.

Landkreis Gießen.

Lich, 22. Dez. Da mit den Sängern eine Einigung nicht zu erzielen war. bat die ©tobt tn anerkennenswerter Weise den Berkaus terChrist - bäume aus ihren Waldungen selbst übernommen. Unsere Bevölkerung kam dadurch zu billigen ChriN- bäumcn. Die Preise betrugen füa fk inert Bäume 50 P s.. für größere Erempl-irr 1 Mk.

* Mufchenheim. 22. Dez. Den Bemü­hungen des Wachtmciiters W e b e r - Lich ist es ge­lungen. vor einigen Tagen einem hiesigen Manne ein Viertel Fleisch, das für eine Butzbacher Gastwirtschaft bestimmt gewesen fein soll, nach rechtzeitig zu beschlagnahmen .Auch heute wär die Licher Gendarmerie, die neuerdings den Sclileichhändlem fleißig auf der Spur ist, wieder hier. Wieder soll eine größere Mengt Fleisch dem Schleichhandel entrif.en worden fein. Auch der mittags in Lich abgehende Zug wurde von der Ge tormerie einer Durchsuchung unterzogen. Tie Passagiere halten aber nichts an Sximiiernxuen, was ber Beschlagnahme hätte anheim fallen kön­nen. Dagegen mutzte eine von hier in Richtung Butzbach einfteigenbe Person zurückgehalden werden.

ftrcis Püvi iaen.

A Nidda. 21. Dez. Gestern abend hielt der hier garnifomcvenbe Rumpsstab des Feld- artillerie-Regts 25 imGambrinus" eine sehr stark besuckste Weihnachtsfeier ab. die großen Anklang sand. Passende Musikstücke, Gesänge. An- l>rad>e des SanonierS Engel, letrnbe Bilder und Deklamationen maditcm auf die Teilnehmer tiefen Eindruck. Den Schluß bildeten eine Verlosung unb Tanz

O Orten berg. 22 Dez. Tie aufrrorbent lich rührige, opferfreudige unb erfolgreiche Tätig­keit des hiesigen Zweigvereins vom Roten

sonstige Körperschaften, ine ihre Mrd- aliedec ü.er bie Vol s vctzchule unt-rrichten wollen, finden aui ber Ge^chärs, teile (£ö->eritr. 2j 1£ leben zett Rat unb Unteriiü ung (Vorträge, Drucksachen).

* Oberhei sischer ftunftoereiB Gießen. Am dritten Weihnachlsfeierrag, vor- mittags 11 Uhr, nudel in der Ausstellung un Turmhaus gemäß § 2 der Satzung önenlltch bie Verlosung von Anrochtscheröen auf Kunst­werke u"ter den Mitaliedern des Berrins stau.

*'Den öffentlichenZettelanschlag in der Stadt Gießen. Becanntrnachungen. .^werbliche Anzeigen, öffentliche Ankündigungen, niste andere von Belustigungen. Versammlungen und Aufführungen, soweit txete nicht den öiicnt- lichcn VerkehrSintevessen dienen, büren innerhalb bet Stadt Gießen und deren (Skmartung nur an ben von ber Stadt Gießen errichteten Anschlags» faulen und angebrachten Tafeln angeschlagrtt wer­den, und zwar nur durch bie von ber Bürger­meisterei G-eßen dazu berechtigten Personen. Tune bedürfen hierzu der Erlaubnis des Polizeiamts Gießen und haben einen auf Namen lautenden, vom Polizeiamt auszmlellenden Legittmations- schein bei sich zu führen. Im übrigen ist die Anbringung von Bekanntmachungen ufro. nur mit Zustimmung des Eigentümers des betreffenden Gebäudes ufro. unb unter ber Voraussetzung zu­lässig, daß bie P.aSate auf einer vom Pottzrtaml Gießen hierzu für geeignet erflärten Anschlags- täfel befestigt werden. Tie Bestimmungen beziehen sich nicht auf Bekanntmachungen, welche von GrunonückSeigentümern oder Mietern ausschließ, lich in ihrem Privatinteresse an ihren eigenen Grundstücken, fcäu ern oder Mietsraumen ausge- hckrgt ober angeschlagen roerbm Zuwiderhand­lungen gegen diese Bestimmungen sowie abjicht- liche Beichädigung. Beschmutzung und wiberrecht- lute Benutzung der Anichlagstaeln und Fäulen, Abreißen von Anschlägen von denselben, inerten unbeschadet höherer a lzemeincr Strafbeiüm. mungen mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark

ftgt. Mr jede- feVenbe Zehntel Fettprozent I Ps für das Liter am Preis in Äb*ug zu bringen.

Wird bei Lieferung von Vollmilch ober Mager­milch durch eine Molkerei Milch in irannen ber Molkerei an die Berbrauchsstelle geliefert, so ist ber Molkerei für die ftanneng?sf!lung eine Ge­bühr von 1 Pf. für das Liter zn bezahlen.

Butttrpteise

Insoweit von der Landes-Milch- tntb_ tfcttftelle die Verstellung von Landbutter gvftattet ist, zahlt bie Landes-Milch- und Jettstelle den mit her Sammlung dieser Butter beauftragten stellen 7 Mk für das halbe Kilogramm einschl. Ver­packung, ausschl. Frachtkosten.

Ter Preis für M o l k e r e , bu t ter, welche in den hefsischen Molkereien hergcstellt wird, wird einschl. Verpackung frei Bahnrampe Versandstation fcSgefebt: . ., .

a) für Handelsware I von einwandfreier xx- fchasfenheit auf höchsten- 830 Mk. für 60 Kilo, M .

b) für Handelsware II, nicht vowpertige Speisebutter, auf höchstens 810 Mk. für

c) für abfallende Ware auf höchstens 660 Mk für 50 Kilo. '

Für ben Fall, daß Molkerrien von der Lan- deS-Milch- und Fettstelle mit ber Herstellung von Salzbutter beauftragt werden, wird der Preis für diese Butter einschl. hantelsüblichTt Verpackung aut -höchstens 835 Mk. für 50 Kilo festgesetzt.

Als Verkaufspreis für Butter wird für Hessen ein Preis von 840 ML für 50 Kilo fest­gesetzt.

Tie Preise verstehen sich:

1. tri Lieferung ab M'lkerti: ab Bahnranrpe Bersandsta!von der Molkerei, oder, wenn die Mol- lerri in der Gemeinde sich befindet, ab Rampe Molkerei:

2. bei Lieferung ab Sammelstesle der Landes Milck>- und Frtlstelle: ab Bahnranrpe der Samrncl- ftclle.

Für von ber Landes Milch- und Frttstelle als Handelsware 11 bzw. abfallende Ware in den Bcr- L-hr gebrachte Butter wird der Preis um 20 bzw 160 Mark für 50" fttfr» herabgesetzt; bei Salzbutter erhöht er sich um 5 Mark für 50 Kilo.

Ter Preis für Butterschmalz wird ab Landes-Milch- unb Fettftelle auf 980 Mark für 50 Kilo festgefetzt.

Bei Lieferung von Butter, btt beim Ankauf durch bie Landes-Milch- und Frttstelle e'nen höhe­ren Preis hat, als für die hessische Molkereibutter festgesetzt ist, wird der Berkaufspveis tnc Einzel­falle bestimmt.

Die Zuschläge für den Weiterver­kauf dürfen betragen:

für Gemeinden ober Behörden, denen die Butter zur SBeiteroertri'img geliefert wird, höchstens 12 Mark für 50 Kilo:

für den Kleinhandel 13 Mark für 50 ftilo.

Die Weiterverkaufspreise der Gemeinden und die KleinhandelSvtrkaufspreise sind durch die Ge­meinden mnerltalb dieses Rahmens sestzusetzen.

Tiefe Säl'-e können bei Borliegen eines drin­genden Bedürfnisses in Gemmnden von mehr als 30000 Einwohnern wie folgt erhöht werden:

Der Zsucktlag der Gemeinde, an welche die Lieferung erfolgt, um 2 Mark auf höchstens 14 Marl für 50 Kilo; der Zufch'ag für den Klein­handel um 3 Mark, auf höchstens 16 Mark für 50 ftilo.

ftSse-undQuarkpreise.

Für den Verkauf von Käse werden folgende Preise sestgesc-tzt: . .

Quark- und Magerkäse bet Bevrrbei- nmg durch eine'evei L>erstcllerpreis für 50 Kilo 370 Mk., Goostlnnrx-lsprcis für 50 Kilo 380 Mk., Kleinlianddsvrcis für 50 Kilo 395 Mk.: bei Her­stellung in dm Molkerei L^erslrNerprris für 50 Kilo 325 Mk., Gwschind lspreis für 50 Kilo 335 Mk., Kleinhandelspreis 350 Mk.

Gepreßter Quark l-^h"vff für Quark­käses mit einem Wo'sergebstt von höchstens 68,5 v. H. Erstell er preis für 50 STifo 210 Mk.

Speisequark mit einem Wassergehalt von höchstens 75 v. £). LersteNerpreis für 50 Kilo 165 Mk , Grostlrindelspreis für 50 Kilo 168 Mk., KleinlvndelsvreiZ für 50 Kilo 177 Mk

Ter f^'rstel'erpreis imb brr Groschandekstwris scksti sten k« Kvsen ter Hard lsübOchenBerrackung. tir Beförderung bis zur nüchiien Verladestelle und der Berladnna selbst ein.

Diele Besiimurmigen treten mit dem 1. Januar 1920 in ftraft

bad Grtindedienüverhältnis ansschtießstlh nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Ist nwnat.ufx Lohnzah­lung vereinbart, so rönnen^beite Teilt ten xienit» vertrag nur für ten Schluß eines Ka­lendermonats kündigen; die Kündigung hat svätestens am 15. des Monats zu erfolgen.

Im übrigen gelten folgende Borschrr.ten: Ist die Vergütung nach Tagen bemessen, io ist die Kündigung an jedem Taw für den folgenten Tag zulässig. Ist di- Kündigung nach Wochen bemessen, so ist die ftüubijung nur für ben Schluß einer Kalenderwoche zulässig: iie hat spä­testens am ersten Werttage ber Woche zu er­folgen. Ist bie Vergütung nach Viertelt ähren ober längeren Zeitabschnitten bemvfen, io ist bie Sun- digung nur für den Schluß eines Aalend^tpiertel- lahres unb nur unter Einhaltung einer Kun- Dicjungdfrifl von 6 Wochen zu ä sig. Abweichenbe Becemdarungeu (z. B. vierteljä rl ch: Süniiaung trotz monatlicher Lohnzahlung) lind zuläf.ig und können auch mündlich gcschtof.en werden.

Ein Brand in Lollar.

Bon der Gießener Feuerwehr nräb uns n<i Lgrtrilt: Am MonLg alenb 7,20 Uhr tief auf ber Feuerwache zugleich mit bem Ersuchen um Hilfeltistung die keleplonische MelLnrng ein, Voß in den Buberus-Werken in Lollar Grvtzftuer ausgtbrocheu fei T« Wacke rückte mit Genehmigung des Oberbürncrme-Jletd mit der Motorspritze aus uns traf nach einer Fahrt von 18 Minuten an ber Brandstelle ein. Tort nur bereits die Fabrikfeuerwehr im Verein mit der Freiwilligen Feuerwehr Lollar tätig, um tas in ter Formerei ausgebrochene Feuer, dos auch ti? anli-geitixm Gebäude uns insbesondere auch das MvbeNager bedrohe, zu bekämpfen, wozu die vor- l-andenen Mi trf und msbesvntere der Waffcrdruck auch ausrcich.en. Tie Mvtvrfpritze wurde an dein Werkkanal ausgestellt unb drückte von ba durch mehrere Schbuichleitungen große Wasfermastcn nach tem Brandherd. Nur hierdurch geLiug es, ern Umftd>gT<t?en des Feuers zu Der: en unb in kur-er Zeit derart zu löschen, daß jede weitere Ge fahr beseitigt war. Tie AblösdiungSorbiiten unb das Einholen des umfangreichen zur Verwendung gelangten Schlciuchmatcriitts nahm noch mcrauntr Zeit tn Anspruch, fo daß die Wache erst 12,48 Uhr wieder aus dem Oswaldsgarten cintvas.

Veranstaltungen

Mittwoch: LichtsviellausDaS MiNionen- mädel" undWär ich geblieben doch auf meiner Leiben". Lichtspiele, Seltersweg,Unb das Wissen ist der Tod" undTie Bademaus".

Donnerstag (1. Feiertag): Stadttheater, 7 Uhr, Lmmlei

Freitag (2. Fe e tag): Stabtthwter, 3 Uhr, Rotkäppchen; 7 Uhr, Ter blinde Passagier.

rton dem wir Kunde haben, eine ägyptische Feier aus dem 4. nachchristlichen Jahrhundert, hat teitiis .ganz den Charakter einer Lichtfier, bei der als Höhepunkt aus tiefer Nacht der göttlich: Glanz auf» leuchtete. Die Feier des 6 Januar, die dann in der Geburtsgrottc zu Bethlehem als Vorbild der ganzen Christen heit stattfand, ist von strahlendem Fackel- imb Lichterschin erfüllt, nnb ebenso fand bei der Feier in Jerusalem, wie uns rin Reise­bericht aus dem Jalwe 380 n. Chr erzählt, am Abend ein großer L>chtergott?sdienst statt, während die Auferst.hungskirche am Morgen des eigcntl djen Festtages in ungewöhnlicher Lichterpracht glänzte. Ms dann die Weihnachtsfeier in Anl hnuni an den römischen Kult des Sonnengottes aut den 25. De­zember übertragen wurde, da spielten auch da Licht- vorstellungen in erster Linie mit. Ist doch für die Religion der rörnifckxn Kai erz it ter 25. Dezember derGeburtstag des Unte.egten", d h des Sonnengottes, ter an diesem Tage die Finsternis übemnnoet. Die Sonne, die von bem kürzesten Taye an wieder zu wachsen beginnt, wird in der römi­schen Literatur mit einem tl.incn Linde v rglichen, und so setzten denn die Kirchenväter die Geburt Christi mit ber Geburt ber Sonne in eine Parallele.

Sonnwendfeuer loderten aber nicht nur bei den Römern zu Ehren des Sonnengottes empor, sondern auch bei den Anhängern anderer Natur- religtonen so bei den Germanen An ihrem 3 u I f e ft, dem Verklang der christlichen Deih- i'ocht, lünbeten die Deuttchen Holzblöcke an, und die Erinnerung an ben brennenden Iulb'ock lebt rodi beute in deut chen Landen, so in Cbcrbaoern, in Tirol und der Sdrveiz: sie ^inbet sich auch bei den SübKauen, ia hier unb ba auch in Frankreich und England. Hier ist eS mit dem Lichikult zugleid) eine andere primitive Form religiösen Glaubens, die Banmoerehrmig, Der»

** Zugverkehr. Der EilgüterHirg 6014 (Gießen ab 8.37 abends) ist bis aus weiteres zur Perfonenbeförderung (jedoch nur Reisen­den mit 2.- lyib 3 -Klasse-Fahrkarten) für sämtliche Stationen bis einjcyließlich Fried­berg Lugelasfe-n.

* Wo die Wvchenkartosfelmar» ken 917 der 51. Woche beliefert werden, sagt der Anzeigenteil.

** Umsatzsteuer für das Rech­nungsjahr 1919. Die vorgeschriebenen Steuererklärungen müssen bid Ende Januar bei den zuständigen Finanzämtern (Umfatzsteuerämtern) eingereick>t oder die ent­sprechenden mündlichen Erklärungen gemacht werden. Näheres üoer diese für jeden Ge­werbebetrieb außerordentlich wichtige Ange­legenheit ist aus dem Ai^eigenteil ersichtlich.

* Aus dem Stadttheaterbureau. Bon den Stucken, die zu den F.iertagen Hirt auf­geführt werden, ist für hier neuRotkäpp - dien", das mit einfachen, aber hübschm Mitteln sein Ziel, das Kintergemül zu b.'ioegen, erreicht und jüngst am Landesthcater in Karlsruhe in zahl­reichen Ausführungen mit großem Erfolge g eg eben worden ist. Auch das LustspielDer blinde P a s f a g i e x von Blumentbal und Kadelburq ist wenigsttns für las wue Steckt.h aicr n.u (£3 bietet bei liebenswürdigem Humor aud) sehenswerte Bühnenbilder, so gleich im ersten Akt, ber die Aus- sahrt aus dem Hamburger Hafen auf einem Pafsa- gierbampfrt vor Augen führt.

** Volkshochschule. Der Arbeitsplan des neuen Semesters, das am 12. Januar 1920 be­ginnt, enthält eine reiche Auswahl von Stoffen aus allen Gebieten Jedermann ist also Gelegen- (beit geboten, seine Bildung zu vertiefen imb ferne Kenntnisse zu erweitern. Eine besondere Vor­bildung ist nicht ersorderlich. Alles Nähere über die Veranstaltungen und über dir Anmeldung ist aus dem Verzeichnis der Vor­tragsreihen und Arteitsgemeinschaiten des 2. Se­mesters zu ersehen. (S. Anzeige.) Außerdem erteilt 1 ber Geschäftsführer Auskunit. Vereine unb

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 22 Dez Für die Wnf- nahme der Diener Kinder bat sich b er ein H l l f S- a u - s ch u ß gebildet, d m Vertreter a.lrr pohitidxm Parteien ang chöven. Auch dieHvtiaa" Nurerstützt das Hilfswerk nach Kräften.

4 Bad-Nauheim, 22. Dez. Erne wohl gelungene Beidnacht-feier hielt ter deutsch-nationale Jugendbund ab Dir Festansprache hielten Pros. Dr. Weter unb SiechlS- an walt Dr. Bücher.

--Butzbach, 22. Dez. Im nördlichen Tau- nus war das Umvetter in vergangener Nacht mit einem Gewitter ter'ninten, das sch unter heu­tigen Donner- und Bliverscheinungeu r.ituib. Jr bet Rackst vom Donnrtstag aui Freitag wurde während eines starken Unwetters in manchen G» genten des nörb ihen Taunus erbbebenar- tige Erschütterungen deutlich toabrgnrom- men.

nt. Kirchaön», 23. Dez. Zur Zit werter große Ka l kst e i n m a f f e n aus ben ter bre­iigen Gemeinte gehörenden Steinbr üchen nach Butzbach gescheit, um alS Baumaterial iür die bort von einer Akliengesellschaft geplante Erbau­ung einer groben Fabrik verwende zu werten. Der Kubikmtter wirb von ber Gemeinde für 20 Pf. geliefert.

Starkenburg und Rheinhessen.

Eine Eindrecherbande oerhafttt

bi. Dar mst adt, 24. De», Am Freiteg nmte mittag mürbe durch die Kriminalpolizei bei dem Spengler und Installateur Müsset in der Tönats- borngasse eine Haussuchung udgeholten. Eine große Menge mililärifdter Bckttidungsuücke, dar- unter 63 Paar gelbe Stiefel, Ausrüstungsstücke, wie Gewehre, Karabiner, Seitengewehre Sxnte granaten, sowie Lebensmittel, ca 300 Messing- batjnen, Kupfer platten, zwei Kassetten mit Silber- gelb unb vieles andere mehr wurden gesunden. Der Spengler E. Mussel, seine Frau, fein Brüter Konrad und weitere vier Perfonen sind Der haltet Weitere Untersuchungen find eingeleütt.

Heffen-Nafiau.

ra. Biedenkopf, 22. Dez. Die vom Rafsauischen Raisfeisen-Derbande im hiesigen Kieije abgclya. tenen AuSbildunaSlehr» gänge für die Verwaltungsorgane und Rechner der Genoifenschasten waren über Erwarten statt besucht Sßon 3d in Betracht kommenden Genossen- schäften halten 35 insgefamt 84 Teilnehmer em- sandt

X Gelnhausen, 21. Dez. Karl Emmel von hier hat der Stabt Gelnhausen baS vor Dem Weltkriege errichtete Jugendheim sonne ten B<trag von 30 000 Mk., der alS Frmd für di» Fertigstellung deS Gebäudes dienen soll, geschenkt

Erleuchtete" das göttliche Licht schauen kann. (,Tad leibliche Auge vermag nicht das Licht zu Khanen; nur bas Licht Bann bas Licht {eben." Tas Auge muß, wie es Goethe aus ter Kenntnis teeser Myslik schön ausgü>rückt hat,wnnenhast" fein, um tie Sonne zu erblicken. Ten Geweihen ater, ber die Prüfungen der Mysterien beftanten, grüßte zum Schluß wirNich ein Licht, aus dem

göttliche Kraft h'nüberflutete in den in den Bund Ausgenommencii. Turch dte,e astr-.logisch- mys;i'che Weltanschauung, die in Vvrterosien xur Zeit Clnisti verbreitet war, ist der Gedanke tes göttlichen Lichtes in seiner ganz frnfirt en Betem- hmg tem Chrtslentum nahcgebracht worden.

Im Neuen Testament steht der Lichtgedanke noch nicht im Vordergrund Man hat beobachtet, daß im Markus-Evangel um, ter ältesten der neu» testamentlikhen Schriften, das griechische Dort für . Licht" überhaupt nur einmal vorlomml. Im Jo­hannes-Evangelium freilich sagt Jeus von sich: Ich bin das Licht ter Welt", unb in A..l hnuna an dieses Dort des Herrn b zeichnet das von der Kirche allgemein anrrfanntenicänisch' Symbol" Christus alSGott von Gott, Licht von Licht". E.r gibt aber einige S k'en der ältesten Kirch ngei'tbidite. die ten hellenistischn Lich'.gedanken in seiner ftnnlitten De- teutung besonders betonen. Dazu geboren die Gnostiker, die Anhänger eint astrologischen Ge- fwimlefrre, die in Christus bi; Fülle tes göttlichen Lickkis verent'-t sahen Sie f irrten baS altkirch- Ldie D (nad) Sf st ta5 auf ten 6. Ja nar ang<setzt hnar, zugleich als ba? Tauffest tes Heern und in dieser nächtlichen DeidnachtSf.ier ter Gnostiker wird das unbegreiflich' Vunter ber götlicten Ge­burt durch h.ll -n Lich:sck»-in inmbolifiert Ti.- f i ck<

T.unseres WeihnachtSdaumes in Indien gesucht. Ater der Gedanke dos Lichtettchmucks ist fast so alt. wie daS religiöse Fühlen über­haupt, und die Baumoerebrung ist Dem Ger­manen, dem urwüchsigen Sohn de< Waldes, frtt fernen Zeiten eingeboren Deshalb darf man wohl annehmcn, daß bie Aufstellung teS Lichter- baurneS, bic bei uns feit bem 18 Jahr­hundert als gesellschaftliche Sitte au kam unb erb bann wieber mit ber kirch'.ichen Feier ui Vec- brndung gebracht worben ist, in alten hei milchen religiösen Bräuchen wurzelt. Vir haben ia be­reits aus tem 12. und 13. 3obrliinbet1 eine Reihe von Belegstellen in franzöi'ifchen Tuo- tunaen, baß man schon damals ten mit Lickttrrn geschmückten Deihnachtsbaum kannte, und au auS der Folgezeit sind immerhin einige- Zeuv Nisse iür die Sitte vorhanden. Der Getenie desgöttlichen LichteS", das zu Delhaochten m die Welt gekommen ist. hat jetenia ls im ^>d- er- baum sein schönstes Sinnbild gc unten, unb rmmn wir in seinen freundlichen Schein blicken^loU-ut wir stets auch dieser uralten religiöse» Borsteuung

Weihnacht:», dar $eft der Lichter.

,,Tos enna Licht geht da Herrin, Gibt ter Well einen neuen Schein. Es leucht wohl mit:en in der Nacht Unb uns des Lich es Kinder macht.

KyrieleiS."

Ter Gedanke deS .^göttlichen Lichtes" taucht bereits aus in ten rengiöien Vorstellungen der frührsten Kulturen, bei Babyloniern, Assy­rern und Aegyptem. er ist in ter Lichtreligivn ter Perseram großartigsten durchg-läl et und spielt in ten Anschauungen ter Sekten ter hellenistijchcn Zrtt eine Hauptrolle. Ein schwei),schcr Gelehrter Gill cs P. We.ter Hit diesem Begriff der hell.misti- fdK-n Frömmigkeit eine umfangreiche Untenurfnmg gi-wiomel und mutigeivieien, wie ter Licbtgedankc aus ten IRoftrrienfuken ter rönri chen Kaiierzrti l?in über strahlt in die Gkbanfeiuoelt des tunqcn C^ristenttrins. Tv G t hi en dieser Mystei, n traten teils FruchrbarVci.S-. teils Gestirngölttr. unb diese Bedeutung führt in brtten Fällen aus daS Licht, das durch br fiegende Kraft ter sonne da- Leben ber Erde zur Blü e erweckt und ans dem Hridicn QVefunfrt der Gestirne dem Menschen fciti Schickai wrlx-riagL So find e» astrologische unb mysti cbe B>'rst<llun»n, die die Gottsuchenten auf das Lickt führten. Die Änbänflcr ter My- Äerienreligionen, bie vor bem Sieg teS Chiistenttmis lt- D<ll telxrrMfi en. w ll en twr allem Gott schauen, und die Berli cdung d S Men- fckrcn mit Gott erschien ihnen als ein ftrrtjtauf: Strahlen des göt luten Lichte) flut.it hinab in- Innere deS Mensck^en und neigen cB Gebet rot ter emp.'t.Lel<u unb Licht, von Euch her und roi der

zu Euch bin ni.rnnt ter Lobgewng seinen Laus," w.*.. hiß' es etwa in einem Gebet des JsiSkulius, und! Male, aber immer wieder wird betont, daß nur ber von Gott bienst auf, i

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Tie Steuer wrt bie steuert p bem eigene entnehm «die ber Betrag, hiiMfrme von D pflegt.

Bon bft aflg in von 5 vT. tkikik, bei benen H entern Kalende rt^ägt Sie fini Mining nicht t te Umiapiltuerfl pwnt Steuers ?'ür bie Lie W bitte berat « Nichteüm < bi Umsatzstk fc dm Betrag I^che Angaben I«r dtitniieht, I etfutnrortril '* «nm 20tadiei 2d \ £X b tS 10 icefbar.

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