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slbichnittskommando IV der neutralen Zone ist die Rückwanderung in das besetzte Gebiet vorläufig untersagt.

mr. C oblenz, 22. Juni. Tie Frau eines hies. Arztes, die sich über die Amerikanerunhöf­lich" ausgesprochen hatte, wurde dazu verurteilt, täglich einen Monat lang zwei Stunden an der Feldküche Kartoffeln zu schälen, damit sie von der amerikanischen Kultur einen besseren Be­griff bekomme.

mr. Wiesbaden, 22. Juni. Die am 1. April aufgehobene Bewirtschaftung der Eier wurde ab 15. Juni im besetzten Teile des Re­gierungsbezirkes Wiesbaden wieder eingesührt.

mr. Worms, 22. Juni. Der Schmuggel von verbotenen Waren in das unbesetzte Gebiet über die hiesige Rheinbrücke blüht in solchem Maße, daß die französische Ueberwachung in der abgelau- fenen Woche für nahezu 100 OOQ Mk. Schmug­gelware beschlagnahmte. Die Schmuggler wur­den größtenteils feftgenpmmen und. sehen nun auch noch ihrer schweren Bestrafung entgegen.

Aus öeni Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 46 trom 23. Juni enthält: Militärverforgungs- wesen. Tie Milch- und Fettversorgung der Ziegenhalter. Vom 16. Juni 1919. Errichtung einer Bäcker-Zwangsinnung für den Landkreis Gießen.- Solbadekuren für skrofulöse und tuber­kulöse Kinder. Tie Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften: hier: Regelung ,der Hinterbliebenenbezüge für Angehö­rige Vermißter.> Räude. Bestellung von Nährmitteln. 1

Alle Militärversorgungsansprüche, die sich auf eine nach dem 1. August 1914 abgeschlossene Dienstleistung.stützen, und vor Erscheinen der Ber- orduwkg über Aenderung des Verfahrens in Mi- litärvcrsargungssachen vom 1. Februar 1919 von den Militärverwaltungsbehörden (Regimentern oder Bezirkskommandos, Generalkommandos, Kriegsministerium) endgültig beschieden sind, fön» neu gemäß Artikel IV Ziffer 6 dieser Verord­nung nochmals zur Verhandlung nach dem neuen Verfahren gebucht 'werden. Es ist hierzu ein An­trag beim Kriegsminislerium auf Erlaß eines neuen Bescheides erforderlich und genügend. Nach Ablauf des 31. Dezember 1919 sind jedoch der­artige Anträge nicht mehr statthaft.

Errichtung einer Bäcker-Zwangsi» innung. Nachdem ein Antrag auf Errichtung einer Zwangsinnung für das Bäckergewerbe des Landkreises Gießen gestellt 'worden ist, 'wurde Ober­vegierungsrat Weicker zum Kommissar zur Er­mittlung der Mehrheit der beteiligten Bäcker be­stellt.

Die Räude ist erloschen bei dem Pferde des Heinrich Weiß III. in Allendorf a. d. Lda., ausgebrochen bei einem Pferde des Karl Schä­fer II. .zu Grünberg und bei einem Pferde des Markus Wetzstein in Treis a. d. Lda.

Bestellung von N ähr m i t teln für die Landgemeinden. Es sollen ausgegeben werden: 1. für Brotgetreide-Selbstversorger (gelbe Karte) auf die Marke 8 der Nährmittelkarte A Reis, 2. für kwotgetreideversorgungsbercchligte Kinder unter zwölf Jalwen (rote Karte) auf die Marke 51 der Nährmittelkarte B Reis, 3. für die übrige brotgetreideversorgungsberechligte Bevölkerung (bl. Karte) auf die Marke 62 der Nährmittelkarte C

behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung,

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird auf

Mittwoch den 18. Juni d. I., nachm. 4 Uhr, Mittwoch den 25. Juni d. I., nachm. 4 Uhr, Mittwoch den 2. Juli d. I., nachm. 4 Uhr, im Jmpflokale Turnhalle der Stadtmädchen­schule, Schillerstraße 8 abgehalten. Jmpfpflichtig im laufenden Kalender-jahre sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren.

Die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffent­lichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlutz auf seine Ko st en be­merk st elligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zurNachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird.

Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.

Kinder, deren ZurüHstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Ter­minen vorgestellt werden.

Tie Jmpstinge müssen mtt reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft.

Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten l)errschen, dürfen nicht jn die Ter­mine gebracht werden.

Gießen, den 11. Juni 1919. 7183B

Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien.

Bekanntmachung

den Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1919 betreffend.

SDer in der Sitzung der Stadtverordnrtew- Beriammlulig vom 16. und 17. Juni 1919 fest- gestellte Voranschlag oer Stadt Gießen für das Rechmmgsiahr 1919, ebenso die Voranschläge des Stadterweiterungsfonds, der Armenkasse, der Elek­trizitätswerke und der Sttaßenbahn, sowie des

SMfemerte für dieselbe Zeit liegen Dom 24. d. Mts. ab während einer Woche ans dem Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 16, offen

Es wird dies mit dem Bemerken öffentlich bekannt gemacht, daß die Beteiligten innerhalb der Oftenlegungsfrist die Voranschläge einsehen und bei dem Oberbürgermeister schriftlich ober zu Protokoll Einwendungen gegen ihren Inhalt Vor­bringen können.

In dem Voranschlag der Stadt Gießen ist bie Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. (7499B

G i e ß c n, den 23. Juni 1919.

Der Oberbürgermeister. I. V.i Krenzien.

Reis. Wer die auf ibn entfallende Ware Menge wird später bekamttgegeben zu dem Prnsr von ungefähr 1,75 Mk. für 250 Gr. zu beziehen wünscht, 'hat unter Vorlegung seiner Karre bei einem Kleinhändler seines Wohnortes bis zum 28. Juni ds. Js. eine Bestellung aufzugeben.

Wettervoraussage

für Mittwoch:

Vorwiegend wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändert, westliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Regierung und Nationalversammlung.

Berlin, 24. Jmn. DemBerliner Tage­blatt" zufolge verläßt die Reichsregierung heute nachmittag norfr der Sitzung b?r Natio- nalversamm lung, auf beten Tagesordnung das K r ankenkassengesetz stthtt Weimar und trifft heute abend in Berlin ein. Tie National­versammlung wird sich nach der heutigen Sitzung voraussichtlich bis zum 1. Juli vertagen.

Presftstnnmen zum Friedensschlutz.

Berlin, 24. Juni. Zur Unterzeichnung des Versailler Friedens sagt dieVossische Zeitung":Tie Nationalversammlung hat nun­mehr den Kelch unseres Leidens bis zur bitteren Neige geleert. Dem deutschen Volke soll keine nur denkbare Erniedrigung erspart bleiben. Tie Kreuzzeitung ", die das Schicksal Deutschlands einstweilen für besiegelt an sieht, sagt: Unsere Feinde haben den Haß gesät. Wir wer­den dieses Samenkorn pflegen, bis das Volk stark genug ist, die entehrenden Fesseln wieder abzustreifen." TieT eutche Tageszei­ten g" schreibt:Wir find überzeugt, daß der nationale Gedanke und insbesondere-das Bedürf­nis, an ihm Halt zu gewinnen und sich um ihn zu sammeln, wachsen und um sich greifen wird." TerVorwärts" führt aus:Man hat uns vergewaltigt. Wer den Glauben hat, daß die Gewalt der in Größenwahn verstrickten Män­ner, die sich jetzt in Paris blähen, für alle Zeiten sich aufrechterhält, den kann man nur schwer in seiner Verzweiflung trösten. Wer aber mit uns die.feste Zuversicht auf eine bessere Zukunft hat, (und wir glauben, daß die Mehrheit des Volkes sie teilt) der behält den Kopf oben und wartet, bis die in der Welt lebendigen Kräfte den papier- nen Versuch einer neuen Weltregelung beiseite schieben. Klagt nicht, verzweifelt nicht! Laßt nicht allen Mitt sinken! Ter Tag der Auferstehung kommt .uns gewiß. Tie Schmach, die man uns anzutun unternimmt, wird eines Tages auf die Gegner zurückfallen."

Der Gesetzentwurf über die Steuerflucht.

Weimar, 24. Ium. (WTB.) Jn der gest­rigen, unter Vorsitz des Reichsministers der Fi­nanzen. Erzberger, abgehaltenen Sitzung des Staa- tenallsschusses wurde dem Gesetz gegen die Steuerflucht die Zustimmung erteilt.

Noske an die Reichswehr.

Weimar, 23. Juni. Ter Reichswehrminister Noske hat an die Reichswehr folgenden: Aufruf gerichtet, in dem es heißt:

Bekanntmachung.

Der Umtausch der bisherigen Reichsreisebrot­marken gegen die neuen Marken wird nicht mehr vorgenommen. Auf die bisherigen Reisebrotmarken kann bis einschl. 30. d. Mts. 'Brot und Mehl von den Bäckern bezogen werden. Nach dem 30. Juni 1919 verlieren bie Marken ihre Gültigkeit.

Gießen, den 23. Juni 1919. (7500B

______Der- Oberbürgermerster (Lebensmittelamt).

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Queckborn für das Rj. 1919 liegt vom 25. Juni an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen. Es werden Um­lagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker bei­zutragen haben.

Queckborn, am 22. Juni 1919. (7485

Bürgermeisterei Queckborn.

______________Schmidt.______________

Stäbi.Arbeitsnachweis Metzen

West-Aulage 31, Teleph. 2054.

ES können eingestellt werden:

a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Badeaufseher. 9 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 2 Schreiner, 2 Elektromonteure, 1 Schneider, 1 Wagner, 1 Holz- dreher, 1 Tapezierer, Proviüonöreisende, 2 Sleno- graphisten und Maschtnenschreiber, Handlanger, 1 kriegsbeschädigter Schlosser.

Lebrlinae: 1 S1 auf mann, 1 Friseur, 2 Bäcker, ein Maler n. Weißbinder, 1 Buchbinder, 2 Graveure, 1 Schreiner, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Stuk­kateur, 1 Spengler.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 20 landw. Knechte u. Arbeiter, 320 Grubenarbeiter. 3Friseure, 2 Schreiner, 2 Maler u. Anstreicher, 1 Schmied, 1 jüngerer Kellner, 1 Weißbinder, 2 Käser, ein Müller, 7 Schneider, 50 Maurer, 2 Sattler, ein Schuhmacher, 10 Handlanger, 50 Sleinbruch- und Erdarbeiter, 6 StellUmcher, 1 Silber- und ein Kupferputzer, 2 Küchenjungen, 2 Hausdiener, ein älterer Bauschlosser, 1 Schmiedelebrlmg. Bäcker­lehrlinge, 1 Friseurlebrling, 1 Fahruuhliührer.

ES suchen Arbeit: 8 Bäcker, 5 Schriftsetzer und Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 5 Kellner, Packer, HnnSburschen und Anölänier, Maschinenschlosser, Bauschlosser, 7 Mechaniker, Arbeiter, 1 Forstbeamter, 2 Spengler lind In­stallateure, Zigarrenarbeiier und -arbeiierinnen, 4 Buchbinder, 4 landw. Knechte, 1 Anstreicher, 3 Küfer, 5 Weißbinder, 2 Polsterer u. Tapezierer, 6 Maurer, 2 Heizer. 1 Architekt, 1 Verwalter und Gärtner, 1 Elektromonteur, 1 Gärtner, 1 Photo­graph, 2 Chauffeure, 1 Frischschweizer, 1 Wächter oder Diener, 1 Hochbauiechniker, 1 Schneider.

Lehrlinge: 2 Kaufleute, 4 Schlosser, 1 Zahntech­niker, 2 Schuhmacher, 1 Schreiber, 1 Drogist, 1 Sattler und Polsterer.

Weibliche 'Abteilung:

Bei biesigen Arbeitgebern können eingestellt werben: 1 besserer- Hausmädchen, 1 Köchin, 1 Kaffeeköchin, 1 Waschfrau, 1 einfache Stütze, Dienstmädchen, Lausirauen, 1 Küchenmädchen, 1 Verkäuferin, 1 Lehrmädchen, 1 Kindersräulem, 1 Flickerin, 1 Weiß^engnäherin, 1 Anlegerin.

Bei auswärtigen Arbeitgebern können einge­stellt werden: 5 landw. Dienstmädchen, Dienst­mädchen, 2 Küchenmädchen, Hausmädchen, 2 Zim­mermädchen,, 1 Köchin, 1 Köchin für ein Gut, 1 Friseuse, 1 ältere Wirtschafterin für ein Gut.

ES suchen Arbeit: Bnreaugehiistnnen, l Büglerin tAufängeriw, Mädchen vom Lande für Garten- und Feldarbeit tnaSiiber, 1 ältere Haushälterin, 1 Fräulein zu Kindern tagsüber, 1 Zeitungs- trägerin, 1 Kinderfräulein. 75018

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Gute Nahrung

1000 Mk.

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wurden ausgelost Litt A. Nr. 22 mit

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Brigade von Lettons. löcichzwchrdrigLüe Nr. 40.)

Obligatiorrsverlosttirg.

Zur Rückzahlung auf den 1. Oktober l. Js.

braucht dav Leder, sonst brt- es frühzeitig. Verwend» Sie nur OelwachS-Ledee

Fran!.forla.H.j)

Litt C. Nr. 71, 38, 76, 21 mit je 200 Mk.

Tie Inhaber dieser Obligationen können den Bettag bis zu dieser Zett bei der Gemeindekasse in Rockenberg oder bei dem Bankhaus I. Grüne­wald in Gießen in Empfang nehmen und hört an diesem Tage die Verzinsung auf. (7509

Rockenberg, den $2. Juni 1919.

Bürgermeisterei.

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Bekanutmachuug.

Ter vom Gemeinderat durchberatene Vor­anschlag der Gemeinde Röthges für 1919 liegt von Freitag den 27. Juni 1. Js. ab eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Inter­essenten offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Röthges, am 23. Juni 1919. (7510

Hess. Bürgermeisterei Röthges.

Meckel.

Kameraden?

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hat imWeeklh DiSpatsch" einen bemerfenSroeriHi Attikel über dieauswartigePolitikGrs^ britan nie ns geschrieben. Er tritt darin für freundschaftliche Beziehungen mit Amerika, für Unterstützung Frankreichs und für den Friedenr- schluß mit dem deutschen Volke ein, dem, nadjben es Buße getan hat und einen neuen Geist beweis ehrlich die Gelegenheit gegeben werden soll, sich wieder mit der übrigen Welt auf gleichen Fuß zu stellen. Zum Schluß fordert Churchill die Unter- stützung ocr Macht in Rußland, die die Vernichtung Der bolschewistischen Tyrannei zum Ziele hat miß Rußland auf eine breite, ivahrhast demokratisch, Grundlage stellen will. In der nächsten Ausgabe desWeeklh Tispatsch" wttd Churchill einen Äc tikel über Rüstungen und Finanzen schreiben. - Im Hinblick aus die Auslassungen Churchills fragt man sich, ob Churchttl vielleicht nach dem frev stehenden Washingtoner Botscha terposten oder gat nach dem Posten des ersten Ministers strebt.

Ausschreitungen des Mannheimer Pöbels.

Praunheim, 24. Juni. (WTB.) Gestenr abend kam es hier wieder zu größeren AuS- schrcitungen. Auf die Mttteilung einer fraw wüschen Offtziersabordnung aus dem Rathaus, daß die Stadt eine Stunde nach Ablaus der durch das Ultimatum gestellten Frist be­setzt werden würde, wenn sie bis dahü keinen gegenteiligen Befehl erhalten hätten, zog das Frklwilligenlataillon ab, um sich im Falle der Besetzung der Stadt nicht der Internierung aus­zusetzen. Tabci wurden die Truppen vom angefam* Hielten Pöbel beschimpft und auch teilweise angegriffen, so Daß sie i sich mit der W affe wehren mußten. Um x/29 Uhr abends war dir Ruhe wieder hergestellt. Zwei Personen sind rotdxr getötet worden. Um x/$9 Uhr traf denn auch von der Ludwigshafener Kommandantur die Nach, richt ein, daß die Stadt nicht besetzt werde, so daß bie Freiwilligentruppen wieder zurückkehren i konnten. Oberhalb Mannheims, bei Altrip, toa>' ren bereits zwei Bataillone französisck)er Trirpven Über den Rhein gesetzt zum eventuellen weitere« Vormarsch. Sie wurden um 9 Uhr abends zurück- gezogen.

Volksjustiz an einem Nahrungsmittelfälscher. |

Hainburg, 24. Juni. (Privatmeldung.) stem nachmittag stürmte eine große Menge Die Fleischkonservenfabrik von Jakob Heil, wo ekelerregende Kadaver von Hun­den, Katzen usw. verarbeitet wurden. Du Menge bemächtigte sich des Fabrikanten, miß« handelte ihn schwer und warf ihn in die Alster. Nachdem sich Heil durch Schwimmen gerettet hatte, wurde er aufs neue s chwer mißhandelt und flüchtete dann in tat Rathaus, das die Menge zu stürmen versuchte. Sicherheitsmannschaften gaben schließlich blinte Schüsse ab. Nachdem von berufener Seite die Versicherung abgegeben worden war, daß gegen Heil die erforderlichen Schritte erfolgen mürben#.] beruhigte und zerstreute sich die Menge.

100 Flugzeuge verbrannt.

Berlin, 24. Juni. LautBerliner Lokal- Anzeiger" melden bie ,,Basler Nachrichten", bafc im Aerodrom von Samt Cyr 18 Hangars mit etwalOOFlugzeugen durch eine Feuers- 6 r u n ft zerstört wurden. Ter Schaden be­läuft sich auf 4 Millionen Franken.

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wi 11 eigentlich? Ke vervilichtet, i |^a SdütoiaT^ I M Ander und I a, rocim die g e lirdeiterschas I ,iepl reißt. Freit I nicht helfen xitricn der einzel Irischen, solange Rjaase und Co 1 di mit Verräter W MilitarisMs Mk von den Kl Ka der Rcvok laut», als schlot I riet, solang I i wn einem ersc

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Velch eine S irvchenen Parti tutet Revolutio we Planke nati «Unrecht tönt 1 tschau" entgi

I'' mmer iviedet ii fiJjWe Mitit' W, in Die Za Ml IÄe 3eri 'S W«r Men §ntn Herr Gdrii Am Landeski, FJ Schrägt fei; s^eren Rcchtä" deutsche BSS

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-Itum DeS.W ufe sch« «der mit

Bekanntmachung.

Ter von dem Gemeinderat durchberatene Vor­anschlag der Gemeinde Stockhausen für Rj. 1919 liegt vom 24. bis 30. Juni l. Js. zur Einsicht der Jnteressentm offen. Zu der beschlossenen Er­hebung einer Umlage haben auch die Ausmärker beizutragen. (7498

Stockhausen, den 22. Juni 1919.

Bürgermeisterei Stockhausen.

Jochim.

In gemeinsamer Tätigkeit haben Die Frei­willigen verbände und die Reichswehr sowie die Angehörigen deS alten Heeres mit mir in den letzten Monaten mit wachsendem Erfolge sich be­müht, unser Land vor dem Zusammenbruch und dem Chaos zu bewahren.

Die Reichsregierung und die Nationalver­sammlung fordern von uns, daß wir unsere harte Pflicht in diesen schwersten Stunden unseres Vaterlandes zum Wohle des Volkes weiter tun. Bei voller Würdigung des Opfers, das ben Trup­pen damit jugemutet wird, wird dem begreiflichen Bedürfnis iedes einzelnen, seine endgültigen Ent­schlüsse nach eigenem Gewissen und Ehrgefühl fassen zu können, Rechnung getragen werden. Treue Gesinnung werde ich auch denen bewahren, welche angesichts der schimpflichen Bedingungen der Feinde glauben, ihren Dienst versagen äu müssen. Jn treuer Kameradschaft habe ich in Den letzten Monaten mit der Truppe in Not und Gefahr zu- sarnmengestanden. Jn der schwersten Stunde, die das deutsche Volk erlebt, appel­liere ich an den kameradschaftlichen Geist jchM Führers und jedes Mannes, mir Wetter zur Seite zu stehen. Die Not unseres VolLes verbietet mir, sahnen ft uchlattig meinen Po­ften zu verlassen, auf dem ich aber dem Lande nur zu dienen vermag, wenn mir opferwillige Männer wie bisher hingebungsvoll zur Seite stehen.

Kameraden! Deutschland und das deutsche Volk können Euch nicht entbehren. Helft unser Volk aus Schmach uno Not retten und einer hellen Zukunft entgegensühren.

Ter ReichÄvehrrnmifter Noske.

Zur Versenkung der deutschen Flotte.

London, 23. Juni. (WTB.) Etwa 1800 deutsche Offiziere und Mannschaften befinden sich im Zusammenhang mit der Versen­kung der deutschen Flotte auf dem Weg zu einem Jnterniernngsort.

Ten letzten Meldungen zufolge rechtfertigt sich der deutsche Kontreadmiral v. Reuter damit, er habe aus Den deutschen Blättern entnommen, daß der Waffenstillstand abgelaufen sn und habe daraufhin persönlich Befehl gegeben, die ©dyirfe zu versenken. Wie es scheint, hatte v. Reuter viel Last mit den deutschen Bemannungen. Sie haben dauernd Kranksein vorgegeben und häufig offen Widerstand geleistet, v. Reuter mußte immer­fort die Unterstützung des englischen Admirals in Anspruch ' nehmen, um Ordnung und Ruhe auf seinen Schiffen zu halten.

Das italienische Kabinett.

Rom, 23. Juni. (Wolf.)) Stefanimeldung. Tas neue Kabinett setzt sich wie folgt zu­sammen: Vorsitzender und Jrmeres: Nittt, Aus­wärtiges: Tittoni, Kolonien: Luigi Rossi, Justiz: Mottara, Finanzen: Tedesco, Sttiatzminister: Schanzer/Marine: Konteradmiral S cchi, Oefsent- licher Unterrid)t: Baccelli, Öffentliche Arbeiten: Antano, Transport: Tavtto, Industrie, Handel Arbeit und Verpftegung: Forraris, Post und Tele­graph: Chiivientt, Mllttär und Pensionen: Ta- pomv, Befreite Gebiete: Cesare Nava. Tie Minister nerben heute mittag vereidigt.

Der ehrgeizige Churchill.

A rn st e r d a m, 23. Juni. (WTB.) DerTele- graaf" meldet aus London: Minister Churchill

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