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ZwklNngrnmddNKk u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei N. Lange. Zchrlftleitung, Geschäftsstelle u.vruckekei: Zchulstr. 7.

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Das Sondervorgehen Birkenfelds.

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mit Siamesen verheiraten, lichen Glückwunsch!

Ämrai?mt von Ihijetgtii f. die 'kxigpemimmer v»r zum 9lfldimitteg vorher ohnejedeBerbtndlichkeit Preis für l mm höhe für Vln^eiqen v.34nim Breite Örtlich 15 "Uf-, aufwärts 18 Ps., für ReHahte- an(eigen von 70 mm »reite 48 'IH. »ei dlay- Dorfchrih20° Auffctilag. Hauotschri'tteiter: Aua. (Soeg. Vcranlkvoniich für Politik: Aug. Goetz, für ben übrigenietl: Dr. Äetnhold 3enj; für bett Anzeigenteil: ü. Beck; sämtlich ui (Sieben

sich schon vom Montag ab, wieder ausgenom­men. Es sollen zunächst die zwischen Mainz und Köln laufenden Schnellzüge D 303/D 350, Mainz ab 9.21 Uhr vorm., Mainz an 7.32 Uhr nachm., von und bis Frankfurt fah­ren, während von und nach Ludwigshafen An­schlußschnellzüge gehen. Ferner werden die Züge D 141/5) 142 MainzLudwigshafen Saarbrücken, Mainz ab 11.40 Uhr vorm., Mainz an 5.10 Uhr nachm., von und bis Frankfurt befördert. Die Züge erhalten an der Uebergangsstelle Goldstein 20 Minuten Aufenthalt zur Paßkontrolle. Es ist infolge­dessen anzunehmen, daß auch Worms bald wieder direkte Züge nach Frankfurt, Darm­stadt und Mannheim bekommt.

Das Sinken der Lebensmittelpreise.

ht. Mannheim, 22. Juli. Im besetz­ten Gebiet ist infolge der stark vermehrten

Die Protokolle der Friedenskonferenz.

Versailles, 22. Juli. (Wolff.) D<-r Abgeordnete Franklin Bouillon, Präsident des Ausschusses für auswärtige Angelegenhei­ten der Kammer, brachte in dem Friedensam> schuß einen Antrag ein, die Regierung au.f- zufordern, alle Protokolle der Frie­denskonferenz vorzulegen und l ie Ratifizierung des Friedensvertrages zu ve r- weigern, wenn der Ausschuß nicht Kenn t - nis aller Akten erhalte, die notwendig seien, um die Friedensklauseln und Handlun­gen der Regierung zu beurteilen.

Die Heimkehr der Kriegsgefangenen.

wurde in allen Lesungen, nachdem die irischen Na lronalisten als Protest gegenüber der Haltung be*:: Ikgierung in der irischen Frage Abstimmung ver » langt hatten, mit 163 yegei nommen. Tie den englisch-!....,____,... ______ö

betreffende Vorlage wurde in sämtlichen Lesunge n einsNmmig angenommen.

Ht. M

Ter Siebener Anzeige, erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags.

vezngrpreir: monatl. Mk. 1.60, oiertel-

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Saarbrücken kostet die Butter nur noch 3.50 Mark pro Pfund.

Französische Zensur.

hl. Wiesbaden, 22. Juli. Im Wies­badener Lehrerverein sollte eine Feier für die gefallenen Viitglieder stattfinden. Eine Rede, die dabei gehalten werden sollte, wurde dem französischen Obersten P i n e a u zur Zen­sur eingereicht. Dieser strich sie stark zusam­men und verbot u. a. die WorteNationales Bewußtsein" und den Satz:Unverzagt ruf Gott vertraut, es muß doch Frühling werden" ganz.

Es isic eine unsagbar hatte Probe, auf die hier wieder einmal unser armes Volk gestellt wird. Druckmittel bat es nicht mehr, um seinen Söhnen selbst zu helfen, nachdem alle Erinneningen bei ici Entent iclbt zu etzt bei der Erklär na, den Frieden unterzeichnen zu tvolleit und bei der Unterzeichnung selbst nur taube Ohren gefunden haben. Vielleicht schlägt den billig ben« tenben Neutralen, vielleicht auch denen in den bisloer feindlichen Ländern, die das Gefühl für die ^tulturgemeinschast aller Menschen noch nicht verloren haben, das Gewissen, wenn sie iroiirijen Sieg esfeiern und Revuen an die Qualen denken, unter denen immer noch unnötig und den ®cr«< trägim entgegen hunderttausende Unschuldiger lei* den müssen.

-Der österreichische FriedenSvertrag nnannehmbar.

Versailles, 22. Juli. (WTB.) Staats- kampier Dr. Renner wird am Sonntag wieder in (St. Germain eintreffen. Vor seiner Abreise er- klön te er einem Vertreter der Radio-Agentur, der Bar trag sei unannehmbar. Deutschland behan­delte man hart, die Oesterreicher aber würden dop­pel! und dreifach getroffen. Deutsch-Oesterreich ver­lier e zwei Fünftel seiner Bevölkerung und in witt- scho ftlicher Beziehung Achtneuntel ferner Lrwcrbs- qur llen.

Berlin, 22. Juli. -WTB.) DieDeutliche Allgemeine Zeitung schreibt, dass, obwohl rmch Artikel 214 des Friedens Vertrages die He im- schaffung der Kriegsgeiangenen nach dem Jnkrnst- treten des Vertrages mit größter Beschluu- ^ligunq durchgeiühtt werden soll, die deu tsche Kommission für diese Angelegenheit seit IsW o ch e n in Berlin matte, ohne daß die Gegenkommissionen bis jetzt übe-ttaupt ernannt worden seien. Das Blatt bemerkt

Annahme ba.be, daß ein neutrales Land der Schau­platz be& Prozesses sein-solle. Die Neutralen waren toeber auf der Friedenskonferenz, noch haben ste am Kriege teilgenommen. Wenn die Sache ihnen überlassen worden wäre, so würde für. eine ge­richtliche Verfolgung des Kaisers kein Anlaß vor- liegen. Tie Alliierten hätten genug Zutrauen zu Großbritannien, um zu wissen, daß jede Person, die in England vor Gerickst gebracht tvird, gerecht behandelt wird in Uebereinstimmung mit den höch­sten Traditionen der britisck-en Rechtsprechung, die unübertroffen seien. (Beifall.)

Er habe große Ettvattmigen hinsichtlich der heilsamen Warnung, weim erstmalig das Vor­gehen eines Mannes, der vorsätzlich' zwecks per­sönlicher Erhöhung oder aus eitler Ruhmsucht den Krieg organinert bat, zu einem Kapitalver­brechen (felony) gestempelt werde.

lieber die irische Frage sagte Lloyd George, das größte Hindernis, das einer Re­gelung im Wege stehe, sei, daß die Nationalisten Wilsons Grundsätze nicht auf ganz Ir - l an d an wenden wollten, daß sie sich nicht damit zufrieden gäben, selbst das Selbflbeftimmungs'echt zu verlangen, sondern anderen dieses Selbslbesiim- mungsrechl nehmen wollten. Er blieb dabet, daß der Friedensvertrag gerecht sei uni> der Welt auf Generationen l/inaus beweisen werde, daß man die nationalen Rechte nicht mit Füßen treten 'unb' feierliche Betträge näht brechen dürfe. (Beifall.) Er glaube, daß der Friedensverttag wie ein Leucht- feucr sein werde, eine Warnung an die Völker unD Herrscher vor den Gefahren, an denen das deutsckp Kaiserreich zerschellt sei. (Beifall.) Ter Antrag Boltomlehs wurde abgelehnt» Ter Friedensoertrag

..iuiui ouiiium UILV oiu+nuill LULUllUUUll, Negierung durch Regierungspräsident Hattong * irt*i Negierungsrate sowie die neun Wit* «*bcr der neuen Regie rung. Die alte Rs- knmg ließ erklären, dM sie die neue Regierung chl anerfenne, da sie nicht von dem Volkswillen a Provinz getragen sei. Eine Lostrennung von Idenburg sei auf dem gesetzlichen Wege Lwhl »glich; der Rechtsbruch der Lostrennunv ft» «rf zu verurteilen. Der Vorsitzende der neuen gierung versucht nachzuwcifen, daß die ländliche Möllerung der oberen Provinz für die sofortige Trennung von Oldenburg auf ungesetz- öem Wege sei. Tie Landesausschußmitglieder U Ausnahme, auch die Bettreter der ländlichen tznke, sind für eine Lostrennung aber nur auf xckem Wege. Nach mehrstündigen Verhandlungen rrde mit Vermittlung der französischen Militärbehörde eine Einigung erzielt, oahirv- )end, daß sofort eine telegraphische Anfrage an l. Oldenburger Direktorium gerichtet wird, ob helbe Bereit tst, betr. der sofortigen Loslösung in t Handlung zu treten. Falls diese Anfrage cht wird, soll siä) eine Kommission zwecks Ver­edlungen n<uf) Oldenburg begeben. Bis zur mtxeffung einer Antwort von Oldenburg hat die ie Regierung noch Existenzberechtigung, ;edoch idcn tic Amtsgeschäfte von der alten Regierung

_ Verneint das Oldenburger Trrektottum Anfrage, so wird der Landesausschuß sehr >al»rfcheinlich die Losttrennung auf esetzlichem Wege vornehmen. Gegen der Tagung wurde folgender Beschluß ein-

Deutsche Nationalversammlung.

63. Sitzung.

Weimar, ben 22. Juli.

Am Regierungstisch: Dr. David, Tr. Preuß, Schlicke.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 10.10 Uhr.

Die zweite Beratung des Verfassungsentwurfsl wird mit dem Artik l 18 (Territoriale Gliederung des Rerches) fortgesetzt, zu dem der Kompromiß Loebe (L>oz.), Trrmborn (Ztt.) und Heile lDem.) oorliegt. Nach diesem Anträge bedürfen Gebiets- an^rungen oder Neubildungen von Ländern inner­halb des Reiches der Zustimmung der beteiligten Lander mit der Bestätigung durch Reichs ge-'tze. Stimmen die Länder nicht zu, so kann ine ).'eu- bildung durch Reich:geietz (Ausschußbeschluß: Ver- stissungsänderndes Reichsgesetz) erfolgen, wenn die Bevölkerung sie will und ein überwiegend Allge­meininteresse es erheischt. Die Abstimmung der Be­völkerung erfolgt, wenn ein Drittel der Wahlbe­rechtigten des abzutrennenden Gebietes es. oer- langte. (Ausschuß: Wenn ein Viertel der Wahlbe­rechtigten oder politisckten oder kommunalen Ver- ttetungen eines Viertels dec beteiligten BevölkSi

I unb Graef, ferner die Ministerialdirektoren Neuhaus, Krause und Kästner sowie eine An­zahl höherer Regierungsbeamter.

Pfälzer Souder Politik.

hl. Mannheim, 22. Juli. DieFreie Pfalz", das Organ der Anhänger einer neu­tralen pfälzischen Republik, erscheint in neuer Aufmachung wöchentlich zweimal. Als Haupt­schriftleiter zeichnet L. F. Em r ich, als Drucker L. Deluse, Nachf., Verlegst ist ocr Bund Freie Pfalz mit Dr. E. H a a ß an der Spitze, sämtlich in Landau. Das Ziel des Bundes ist eine vom Deutsche n Reich unabhängige selbständige Repu­blik Pfalz. Wie das genannte Blatt mit­teilt, sollen die neuen Steuergesetze in der Pfalz keine Anwendung finden, oder we­nigstens nicht den erdrückenden Charakter ha­ben, wie int rechtsrheinischen Deutschland. Das Gesetz über Die Aufhebung des Bank­geheimnisses habe kerne Gültigkeit in der Pfalz.

Demoralisation in der Pfalz.

Berlin, 22. Jnli. (WTB.) Aus dem Saar­gebiet wird gemeldet, daß dort eine arge Demo­ralisation unter der Bevölkerung Platz zu greifen beginnt. Die Denunziationen gegen deutsche Beamte und Lehrer aus der Bevölkerung heraus nehmen zu. Selbst die französischen Besatzungsbehörden sprechen töten Ab­scheu über diese Haltung großer Teile der Be­völkerung aus.

wg. Neustadt, 22. Juli. Dieauswär­tigen Beziehungen" Deutschlands scheinen sich in der letzten Woche wieder besser zu gestal­ten, zum mindesten ist das in Geinsheim feftzustellen. Als dort am Sonntag der Orts­pfarrer die christenlehrpflichtigen Mädchen verlas, fehlte eines davon. Auf die Frage des Seelsorgers nach deren Verbleib erhob sich blitzschnell ein kleiner Junge und sagte ganz ernsthaft:Die isch mit'm Siam (Siamese) in d' Neischtadt!" Wie man hört, wollen sich vier Geinsheimer Mädchen

Vie territoriale Gliederung des Reiches.

, Die im Verlauf der zweiten Lesung des | Sersassungsentwurfes zurückgestellte Bera­tung des Artikels 18 (Territoriale Gliederung l? deS Reiches) ist gestern in der .Nationalver­sammlung zur Beratung gelangt. Der Artikel

I wurde in der Form eines Kompromisses an- genommen, der die Abstimmung genehmigt, I MM ein Drittel der Wahlberechtigten des ab- I wtrennenden Gebietes es verlangt. Die Neu­gliederung ist hiernach, wenn auch unter Vor- ; Helten und Erschwerungen, ermöglicht. Im­merhin ist damit der Weg eines gesetzlichen Ergehens geöffnet und es sollte nicht zu lange gewartet werden, ihn zu beschreiten.

Die Vorgänge int Westen des Reichs neh­men von Tag zu Tag unerquicklichere For- uru an. Die Franzosen lassen nicht ab zu mhlen und die Reichseinheit scheint aufs (lufcerfte gefährdet, wenn nicht von reichs- Ittiien Männern versucht wird, die Führung . cm sich zu reißen und die erforderlichen Neu- l Übungen auf legalem Wege durchzusühreu

Im ersten Morgenblatt der Franks. Ztg. liird aus Darmstadt mitgeteilt, daß die Schie- tenwlitik Dörte ns in Bingen und Gau- lllgesheim trotz bet Neutrautätserklärung Mangins mit Unterstützung der französischen I Äeiisur weiter am Werke ist und mit geschickt 1 inszenierten Versammlungen die Volksmei-

ber fahrend gegen den Ka i ser sagte ec, rtcmanb habe vor geschlagen, daß die für diese Massenschlächterei ve r a n twv r t lt che Person entkommen solle. (Beifall.)

Er fragte, welches Recht Großbritannien zu der

Aur dein Reiche.

Feierlichkeiten zur Verabschiedung der Reichs­verfassung.

Berlin, 22. Juli. (WTB.) Am Tage nach der Verabschiedung der Reichsverfassung sollen würdige öffentliche Feiern und Vorträge in den Schulen und Hochschulen abgeleitet! werden.

Bildung eines ReichsverkehrsministrriumS.

Weimar, 22. Juki. (Wolff.) Durch Ver­fügung des Reichspräsidenten twm 21. Juli tourte Reichsminister Tr. Bell mit der Leitung dec Vorarbeiten für die Ueberführung der Staatseisenbahnen aus das Reich und mit der Bildu ng eines Reichsverkehrs- Mini ft eriums betraut. Auch sind ihm die Befugnisse übertragen, die dem Reichskanzler gegenüber den Reichsnsenbohn« zuftmrden. Zw?ck der Bildung des Ministcrinms ist die Zentralisie­rung des Verkehrs, außerdem die Liguidierunz der elsaß-lvtbttligischen Eisenbahnen und die Ueberleitung der Eisenbahnen uno Wasserstraßen auf das Reich. Dazu treten die Aufgaben auf dem Gebiete des Luft- und Krafk.rasenoerkehrs.

Preußische Schadenersatzansprüche an das Reich.

Berlin, 22. Juli. (WTB.) Die preu­ßische Staatsregierung hat Verhandlungen mit dem Reiche eingeieitet, um Ersatzansprüche beim Reich für die durch ben Frieden für Preußen eingetretenen Schäden anzumelden.

'.urig zu fachen sucht. In der Pfalz hat sich k»i Bund gebildet, der aus steuerpolitischen

! f iitcreffen die Loslösung vom Reiche «ssen betreibt. Als besonders bedroh- I'ches Svmptom erscheint aber ein Bericht der ,,'ldln. Volksztg." aus dem Bickkenfelder Länd- | P«t. Dort hat man in einer Versammlung, ter die französische Militärbehörde beiwohnte und vermittelte, beschlossen, die Lostrennung

I von Oldenburg auf ungesetzlichem Wege vor- t:'.mchmen, falls ste anders nicht durchzufüh- ten ist. Es entbehrt nicht eines .äch:r

I lichen Zuges, wenn das frühere Fürstentum »n Hunsrück mit 502,83 Quadratkilometem Und einer Einwohnerzahl wie Gießen eine Itonbcraftion unternimmt. Aber man ver-

Der grieöensDertrag Im Unterhaus.

London, 22. Juli. (Wolff.) Im Unter­haus brachte Botdomlcy bei der zweiten Lesung des Friedensoertrags einen Verbes­serungsantrag ein, in dem das Bedauern aus­gesprochen wird, daß der Friedensvettrag Teutsch land nicht bestimmt bindende Berpflich!ungen auf» erlegt, Großbritannien bie gesamten Geldausgaben für den Ktteg zu ersetzen. In der Anttoott auf die Aussprache verteidigte Lloyd George ver­schiedene Besttmmungen des FriedensvettrageS und er Härte, Großbritaninen sichere sich bettack>tliche Komp^nsalionen, obwohl es unmöglich gewesen sti, die gesamten Kriegskosten zurückzubekommen. Es sei unmöglich, den Bettag für die Entschädigung und die Wredergulmachung festzusetzen, da die Kosten für die Wiederherstellungsarbeilen gegen* roärlig noch nicht festgesetzt werden föunten. Lloyd George verteidigte ferner die territorialen Neu­regelungen und die Teutschland auf erlegten mili­tärischen Bedingungen. Er betonic, daß in der gaiijen Welt der Wunsch bestehe, die Dienstpflicht zu beenden, und sprach die Hoffnung aus, daß Großbritanmen Ende 1919 durch freiwillige Re­krutierung alle Streitkräfte aufgebracht haben werde, die notwendig seien, um die über oic ganze Welt verstreuten britischen Jntevessen zu schützen Lloyd George erklärte, es fei unmöglich, die Dienst­pflicht auszuheben, bevor sich die gegenwärtige Lage geklärt habe. Er halte in jeder Beziehung fest an der früheren Erklärung über die Politik gegenüber Rußland. Bezü^ich des Gerichts-

Kohlenstreik in England.

A m ft e r d a m, 22. Juli. (Wolff.) Der Low bcnier Korrespondent desTelegraaf" berichtet, da!ß der Kohlenstreik in Porkshire dadurch, daß die 50 000 Arbeiter, die mit den Pumpen und den anoeren allgemeinen Sicherungsarbeiten betraut wi .ren, die Arbeit nitbcrlegteiK einen sehr ernsten GVarafter annabm. In Sl-efNeld besteht die Ge- fal.it, daß die Stahl- und Maschinenfabriken ben B< trieb einstellen müssen. Tausende von Arbeitern sin d infolge der Kohletmot schon jetzt arbeitslos. Die Führer der Bergleute beurteilen die Lage cri.lst. Smillic in* andere Mitglieder der Leitung do4 Bergarbeiterverbandes werden heute in Lon­don erwartet. Geddes reifte nach Vorkshire ab.

>j. Negerpogrom in Washington.

Amsterdam, 22. Juli. (Wolff.) Die Times" meldet aus WaMagton: Hier wurde am <Z>amstag eine Hetzjagd auf die Neger­bevölkerung veranstaltet. Tie Ursache war, daß in den letzten Monaten weiße Frauen von fJiiegern überfallen worden waren. Mehrere Hun- b'trt Soldaten, Matrosen und über tausend Zivil- |*erfoncn unternahmen einen allgemeinen Angriff <i.nf die Neger, die durch die Straßen gejagt, nm» ben Trams und den Auws gerissen imb ent­setzlich mißhandelt wurden. Zur Uiiterixrücfuug der Unruhen mußte eine P»Iizeireseroe eufgeboten ilZcrden.

g angenommen: Tie Frage der Laslösung wJIbenburg wird an eine gemäß 8 55 der Ge- uteorbnnng zu bildende Kommission verwiesen.

Kommisswn wird beauftragt: 1. in Olden- bahin zu wirken, baß die Loslösung nach ^s-iichkert Itefdiemngt wirb; 2. dahin zu wirken, J5 -as freie Berfügungsreckst Birkenfelds über i Staatsgut anerkannt wttb: 3. dem Landes- d-xchuß nach Rückkehr unverzüglich zu berichten.

Die RheinischMcftfälische Frage.

Berlin, 22. Juli. (WTB.) Heute «nld begeben jid) zur Beipreckiung ber [c lnlänbisch-westfälischen Frage Wbe Herren nach Düsseldorf: Minister- :^!iibent Hirsch, bie Minister Haenisch, Fisch- vtegerrvalb, bie Unterstaatssekretäre Linz

leime nicht die symptomatische Bedeutung die­ses Falles. Wir zweifeln nicht an ber reichs­ten Ischen Gesinnung der Mehrzahl der Rhein- l'-nder, aber wir dürfen auch ihre Wünsche picht in ben Wrub schlagen und müssen sie ii! unserem Interesse auswerten, statt baß wir dies den Franzosen überlassen.

, Erster Blatt 169. Jahrgang Mittwoch, 25. Juli (919

GichenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Aus vem besetzten Gebtet.

Der Verkehr mit dem besetzten Gebiet.

Frankfurt a. M 22. Juli. (Wolfs.) Das Zivilkommissariat IV teilt über die bevorstehen­den Erleichterungen für den Verkehr zwischendernbefetztenundunbesetzten Gebiet mit: In Frage kommen Verkehrserleich­terungen, bie schon in wenigen Tagen in Kraft treten werden, und andere endgültige, bie sich nach Ratifikation des Fricoensoertrages ergeben. Am 17. Juli fand im Gouvernementsgebäude in Köln unter dem Vorsitz des Geh. Legackoirsrals v. Eckhart Dom Auswärtigen Amt und des Ober­bürgermeisters Wilms, Vorsitzenden der Wafsen- stillltandskommiision in Tüsseldors, eine Bespre­chung sämtlicher interessierter Behörden aus dem besetzten Gebiet und der neutralen Zone statt. Am 20. Juli kamen in Kaiserslautem die Vertreter der verschiedenen guftänbigen französischen Behör­den zusammen, um sich unter Berücksichtigung eines schriftlich vorliegenden Vorschlages der deut­schen Regierung über die V.'rkehrsfragen schlüssig zu 'werden. Tie enbgüläge Entscheidung über die vorläufigen Verkehrserleichterungen soll aut einer zweiten Zusammenkunft Der Franzosen am 24. Julr in Kaiserslautern, fallen. Außerdem findet am 8. August in Wiesbaden eine Konferenz von Ver­tretern der Besatzungsmächte statt, walnscheinlich unter Hinzuziehung deutscher Vertreter, in der die Verkehr sl a ge nach Inkrafttreten des Friede nszu st an des festgelegt werden soll. Tie Wahrscheinlichkeit sprickst dafür, daß die Einreise aus dem unbesetzten in das besetzte Gebret auf Grund eines deuts chen Personalaus­weises gestattet sein wird, der allerdings das VisumernerderBesatzungsmächte tta- gen muß. Von einer besonderen Einreiseerlaubnis wäre demnach nicht mehr die Rede.

Schnellzugverkfhr MainzFrankfurt.

wz. Mainz, 22. Juli. Der direkte Schnellzugsverkehr zwischen Mainz unb Frankfurt, ber seit der Besetzung un­terbrochen war, wirb in Kürze, wahrscheirv-

Birkenfeld, 18. Juli. TerKölnisch m k'Kszeitiing" wird gemeldet: In einer Tagung ri Landesausschuffes der Provinz BirkenfelD :abe die Frag? der Ausrufung der Republik rlenfelb und bie Loslösung»frage von Oldenburg ngtbenb behandelt. Außer dem Landesausschutz an den Beratungen teil die f ran z ö s i s cke iilitärbertoaltung ber Provinz, vertreten «ch Major Bastiani und Kapitän Malraison,