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werden Für Samstag den 22. und Sonntag den 23. d. MtS müssen die aus Liter lautenden
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Milchmarken in der Belieferung auSfollen.
Fortsetzung 53.
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IClrcb« und Schule.
Oberhefsischer Asrchenmg.
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Auch m WolkernS Augen bliftte e5 mm aus.
,Lch wutzte ja, daß du dich trrft!" lacht.' Magnus höhnisch aus. „Deute nodtmittig sigst du? Ta hat Modesta Rettenegg übirfriatrt nicht verlassen, sondern schrieb Btt fe!"
„ES war Madesta! Sie trug tnSsell»? d'llblrue Lcmenk.eid wie g.'ftern. Wi: töirnt: ich sie überhaupt mit einet anderen vernxchseln! Ich wir meiner Sache »vm ersten Äugend ick an völ ig sicher und trieb, froh über den glücklichen ZUall, mein Pferd rascher an, um sie ernz ihalen, als sie plötzlich v-am Weg abdag und verschwinden war."
„Tu folffteft ihr?"'
„Natürlich. TamalS dachte ich h nxfr an allerlei süße Möglichkeiten und prieS b?n Z tiall, der he mir so allein in den Weg geführt. Ich flieg also ab, band mein Pferd seitwärts »am Weg an einen Baum und ging ihr nach. Zer Psad, den sie ungeschlagen, ist ein Jägtfteig, der zu einer »erbargeivn Lichtung führt. AlS ich. bteie säst erreicht bitte, hörte ich Stimmm und blieb unwillkürlich stehen . . ."
Er seufzte ties aus und fuhr dann gepr'ht satt: „Latz es mich kurz machen! Madelba hfl dort aui einem umgeflürzten Baumstamm und neben ihr ein junger Mann. AnfnnzS -rkinnte ich ihn nicht, sah aber dann, bi& es icner (Sattarb wir, »an bem Wirdna gellem sprach. Der Neffe d:r närrischen Webster."
MagnuS süh te, wie sein Blut v'ötzlich fb.-xfe. Wie fine Bisian tauchte lene 2znie »?r ihm auf, bj er mit Wiibna iu»er Qhttnb gesprrchen und dann ganz zu'älig Madesta rnge chen h.tte. Ihr bleiches, verstörtes Be icht ml den 'ntsetzt aus- geriisenen Äugen — war eS vvelleicht nur Furch«
Sgct z.
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Das Glück der andern.
Original-Noman van Erich Eben st ei u. Copyright 1916 by O.einer » Coep., Bertie W 30
geliebtes SHen verlieren? lind daß dreS tausendmal ditterer war, als düÄ Wesen hlbfl za verlieren?
In das letztere hatte er sich heut: mitt* mtta Jammer und Schmerzen gefunden, weil eS sei» mußte . . . Evelyn zuliebe.
Tag andere aber ... ____
Tann hörte er nach einer Weile Mod'staS leichten Schritt aut der Treppe. Nun ging sie hinab zu den onb.tn und sprach und lächelte, ali wäre nichts geschehen. Unb wußte nicht, ditz sich zwei Männerher^n um ibrenuükn html ich verbluteten . .
Plötzlich kam ihn die Lust an, auch hinibzu- gehen, sich hinzusetzen und ihr mitten in daS falsche Deiligengesichtchen zu blicken, bis fit erriet, worum er lie so an sehe, und errötend be sanften, heuchierischen Äugen mederichlug . . .
Er ging auch wirklich hinab ES war etwa? in i»m rote Wahnwitz. Zu hoch batte er un stillen Modesto gestellt — war sie ihm dach et* idirnen wie -ine $>i.igt. an bei er auch nicht den ncinfltn Fehler, leine Spur von Falfchh-u fanden kannte — als Mfl letzt Daralds Mitteilung ihn nick t beinahe um Den Berl'tand bä: te bringen soll'N.
Zum Glück kannte er seine Absicht ni.ht aas* sütnen. Ter Pfarrer mit seiner Schwest'r war beicts aufgebnchen and MagnnS trat alle auf dem Weg nach dem Sttl, wa des PjarrerS Wägleiu wartete.
AlS die Gräfin MagnnS erblickte, rin sie ihm hglfict zu sich, denn Pfarrer Mangald, an dessen Seite fie ging, wallte ihn etwas tragen.
(Fortsetzung folgt.)
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Nidda, 21. Noo. Am nächsten Montag- 24. Nor>., hält die Hessische LaudeSver- einigung des Deutsch-Evangelischen GerneindetagS hier einen Gemeindetag ab. Prof. D. Schian aus Gießen wird sprecken über „Die neue kirchliche Lage und die evangelifchen Gemeinden tu Öellt n". Die Aussprache eröffnet P o st s e k r e - tär Lein auS Gteflen. Me Gemeind.glu^der, instefondere die lttrchenvorstände, die kirchlichen G^memdevertreter, die Helfer und Sxlferinnm m der kirchlichen Arbeit sind zu diefem Tag aujS
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*• Nährmittel-Ausgabe.
Waren für November können von SamStag, den 22. ds. Mts., ab gegen Borlage des BestellauSweises zur Nährmittelmarke Nr. 11 (Nov. 1919) In Empfang genommen werden. Es entfallen: Auf die roten Karten (B): 500 Grcmm Haferflocken bzw. Hafermehl, 250 Gr. Sarwfselstärkemehl, 250 Gr. Reis. Auf die blauen -arten (C): 250 Gramm Hülsen srucht- rnehl, 125 Gramm Teigwaren. Näheres siehe Äemnntmachung.
*• M il chverforgung. Infolge unge- nügenber Belieferung ber Stadt Gieflen mit Milch kann für Freitag den 21. d. MKS. aus die 8/* Liter Milch lautenben Milchkortrn feine Milch gcli.'sert
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geilen, Wirlma könne noch mehr wissen und . . . erzählen? .
Er lief sich in einen Stuhl fallen Tie Beine waren ihm merkwürdig schwach geimrtxm.
„Weiter!" sagte er rauh. „Was srhst bi
„Sie sprachen über eine halbe Stand: leise zosommen, int) Mo desto etgrih mehrmals seine öanb. T<nm weinten sie b^ide . . Nlehr kmnt: ich nicht ertragen. Ich gtnp. Dann ritt ich stundenlang herum — wa, weist ich nicht mehr. Si viel wurde mir klar, tust cS eine b mkle, triung? Liebe sein mufl.. denn s^nst könnte M'idesta sich ia jiicn dazu bekennen, statt mit diesem MNischen heimlich Zusammenkünfte an adgelegenm Orten zu Halen!"
Er stand am und ging mit hastigen Schritten durch dis Gemach am und nieder.
„Vielleicht ist es eine aussichtslose Sach:. Biel» feiet« hätte itt mich trotzdem genommen und nahm oeäfhJlb beute Abschied a>n ihm — bist ich mich um ’k beiVxTrb fjnnte ihr ja schietzlich nickt »er- b?rqen fein, ft5er du begreifst — p gvist auch meine Liebe für te ist — zur Herrin a n Schönau Den ick kein Weib machen, daS so ichttiS seinen Ruf aufs Spiel setzt!"
Magnus stbwieg. Er säst da mb rührte sich nickt, auch ils der andere nun mit ein paar Warten Abckied nahm und ging.
Nur einmal stöhnte er dumpf auf, als er brausten am Korridor 4Jlubefta5 weicke Stimm: jagen hörte: ,^o, Evelyn, ich fimme dann auch hm ab. Nur daS Killet miU ich erst schreien. Geh nnflUxiVn voraus." ..
Sie sprach jo ruhig, flr sinft . . .! Ob fie ^e wissen würde, waS eS heitzt, den Giandut in ein
Dcrmifcbfe».
Elscnda-nungiack.
Dresden, 19. Nov. Gestern mittag ereignete sich auf der Schm alspurlinie Döbeln —Mügeln ein schwerer Sijetv bafln Unfall. Auf dem Bahnhof Tollschutz fuhr ein Gütcrzug, der wahrscheinlich infolge Versagens der vereisten Bremsen nicht zum Halten gebracht werden konnte, auf einen Pi'rsoneiizug. Dieser kam ins Rollen. Das Lotomvtivpersonal sprang ab. Mit bet auf der Gefällseite erreichten großen Geschwindigkeit stürzte der Zug an einer scha» fen Kurve, an der zum Unglück eine Brü« lag, ab. Sämtliche Wagen wurden zi-rtrüm-
imstande ist, bedeutende Wassermengen aufzu- rt-bmen. . , . _ „
** Gesto hlen wurden in der Nacht zum 21 November aus einem Geschäft in bet schul' fIra[fl ■ 1 Stativ im Werte tx?n 34 Mr. i 1 Kugelgelenk,' Wett 9 50 Mt.: 1 Feldstech-r von der o-iima Leitz in Wetzlar, Wert 150 Mk., 1 Photo- graphisckrer Apparat, Wr* „Ernemaun Viag 11 , ü>röBe 9 12, Wert 390 Mk.; 1 plwtograpbuchr Apparat, Marke .^carette", Grö^e 6;b, ©tri 625 Mk.; 1 photographischer Apparat Marke „Barette", Größe 6:9, 53ert 440 Mk.; 1 Photo- graphlsckxr Apr-arat, Marke „Goerz Finax", Grotze 4'/-: 6, Wett ^50 Mk. .
** Verleihung von Kriegsaus- zeichnungen. Durch Verfügung des ReAs- wehrministeriums ist der Schlutztermiu für Einreichung von Borschläger unb Anträgen auf Verleihung von ÜriegsauszeichnungenEi'erncs Kreuz, Verdienstkrruz für Kttegsl.ile, Rote- Kreuz-Med alle) aui den 30. Novern.«. 1919 f.st- gesetzt worden. Näheres siehe im An,ei gent.il.
'*• Ter Sänserkranz (Sieben bringt Mittwoch den 26 November 1919. abends 8 Uhr, in ber neuen Aula der Unüxnitäl ,Ter Rvie Pilg-rsahrt" für Soli, Chor und Orch-strr von Rob. Sdruntann zum Bettrag. Vorher wird „Tie Allmacht", für Ältsvlo, von Franz Schubett g> g.-ben. Ms Ansführendc sind gewonnen Th^ese zur Rieden (Lopram, Anna Batth (Ml) S-arl 3aofrhcf (Tenor), Paul Poi^hl iVatz^aus Frankfurt a. M., der g?mischtt Chor des ^Vigerkranz, die Kapelle des R.ichSwehr-Fnf.-Ri g s 36 unter Leitung von Mbett Kasten. Siebe Anzeigenteil.
♦* Die Dienststunden der Verfor- gungsstclle Giesten sind für das Winter- balbiahr von 8 llhr Dormittig5 bis 2 llhr l^ch- mittags festgesetzt worden. Sonntags ist die Bcr- sorgungSftelle geschlosjen. ,
** A u f die gestrige KreiSlehrer- k o n f e r e n z können wir aus Platzmangel erst morgen zurückkommen.
♦* 3 u c i n e m bemerkenswertenEnt- schluß sind Alterskvllesen der 60er Bereinigung 1861—1911 g.'öommen, iitbem sie die Mittel be- reitstcllen, eine am 9. August 1919 von ihrem Allerstollegen Roallehrcr A. Salomvn-Girtzen gv- hältene Rede auf ihre Kosten drucken und verbreiten lassen, Tie Ansprache verfolgt den Zweck, dec scharfen GegenfLtze im öffentlichen Leben zu überbrücken und Mut zu einer besseven Zukunft zurusprechen.
herzlichste ein geladen.
rm. Darmstadt, 20. Nov. Der Senior der Hess. Lehrerschaft, Lehrer i.P. PH Hartmann, beging gestern fdnen 82. Geburtstag.
^ochschulnachrichten.
Q Marburg, 20. Nov. Der a. o. Professor ber Medizinischen Fakultät, Dr med. L a ewe n in Leipzig, hat den an ihn ergtmynen Ruf als Direktor ber Chirurgischen Klinik hier unter Ernennung zum o. Professor anaenommen. -- Tie a. o. Professoren der Philofoplnichen Fakultät, Dr. Tdiel und Dr. Stengel, wurden »a o. Professoren entarait
** Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, gelangt heute der geschichtliche Film M a d a m e Tubarry zur Auffülirung. Ter Film verfolgt die Geschichte der kleinen Modistin Jeanne Bau- bentier, der späteren Gräiin Dubarry, die als Geliebte König Ludwig XV. von Frankreich einen Platz in der Weltgeschichte errang.
Landkreis Gießen.
Gedächtnisausstellung zu Ehren der Toten.
X W i e s e ck, 20. Nov. Unsere Gemeinde wird am Totensonntag nicht nur die Namen Ihrer Gefallenen und infolge des Krieges Derstvrbenen im Gottesdienst hören, sie soll auch rtyrt xxlter sehen, soweit diese vorhanden find. Die G e d 2 ch t - nisausstellung äu Ehren unserer Toten im früheren obvrtn Schulsaal ber alten Schule wird außer diesen Bildern von künstlerischen Gedächtnisblättern den Hinterbliebenen zur Aufrichtung das Beste enthalten, was hiervon in den letzten Jahren geschaffen mürbe. Sie wird am Totenfest um 2 llhr durch eine furje Feier eröffnet werden, bei der verschiedene Chöre mstwirken wollen. Die Ausstellung wird ooranssichtlich einige Tage geöffnet bleiben und an einem Werftaa von unserer Schuljugend unter Führung ihrer Lehrer besucht werden. Gkibcn für besonders bedrängte hefige Kriegshinterbliebene können dott niedergelegt werden. — In diesem Borgelren Wiesecks ist eine Anregung gegeben, der man in allen Orten folgen sollte. e
H Allendorf a. b. Lda., 20. Nov. Der Arleiter Heinrich Schmitt IV. rutscht* infolge ber durch den Schnee verurfackcken Glätt: gvftem alend im Steinbruch aus und fiel so unglücklich, daß y einen Schad el bruch davoutrug, an dessen Folgen er in ber Nacht noch starb.
KrriS Büdingen.
0 Wenings, 20. Nov Aus Amerika trat dieser Tag* eine freudige Nachricht hier ein. Dort lebende Weninger, die tne alte Liebe unb Anhäng- lichkeit an ihre Heimat noch nicht verloren haben, fammcltcn 9000 M k. und stifteten dee Summ* den Armen ihres Heimatstädtchens. Deutsch Treue ist also noch nicht gestorben und trägt dadurch bei zur Linderung mancher Nöte, an denen unsere Zeit ja so reich ist.
jtrdd Lauterbach.
z. Greben bain, 17. Nov. Der hiesige M u s i T o c r e i n yatte gestern abend in dem festlich geschmückten Saale der Witwe Ganß eine Abendunlerhattung Das Mitglied Karl Rinker ehrte in seiner Ansprache zuerst das Andenkender
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(ßeridyttfaal.
(1 Marburg, 20. Nov. Ein umfangreich« Diebstahl, bei dem es sich um sieben An- geflagte bandelte, besänftigte das hiesige Land- gcttckst Bier ber Angeklagten, von denen einer wegen Krankheit fehlte, warm auS Marburg, die beet anderen aus Gießen. Die erste Gruppe wurde beschuldigt, bei dem hiesigen Abbeckeret- desiyer Gary mchrevc Fäsier Fett und eine Anzahl Häute «stöhlen und diese nach Gießen an ine drei Ttitangi-flagttm verkauft zu haben. Die BerHandlung, bei der im ganzen vier Rechtsanwälte aus Marburg unb Gießen mitwirkten, dauerte fast 6 Stunden lang. Sie endigte damit, daß ber Hauptübeltäter zu 9 Monaten, ein Helfer zu einem Monat und der Fuhrmann der die Beuch nach Gießen gefahren hatte, zu fünf Monaten Gefängnis oerurtcilt wurden. Die drei Käufer in Gießen, die wegen Hehlerri angeklagt waren, erzielten Freisprechung, todl sie annehmen konnten, daß eS sich nicht um gestohlene, sondern um ScknvarzschlachtungSerzeugnrsf« gehandelt hätte.
akfallenen Mitglieder, sodann gab er dem Wunsche Ausdruck, ba.'; der Verein auch rved.T v.\ burd) allseitig' Förderung geoeijen möge. Die 2 > Ma. n iarke Novelle bot in reich.-a.tigcm Piottamm unb gutem Sviel ihr Be .es; beionbcte Trwah- nung verdienen noch E. W-i^el und Karl Gi.Nch, die muum.isch vorzüg iches leisten, samt ube Musikstücke a.iden a Igememen Bei a.l. Nach euiei Pause von einer Haiden stunde sand die Tanz- crörhnnig durch die Ausführung einet Polonaiie tait, w-Ichcr noch manch nwher steige.i lolgte. Tie Gese.lscha t trennte sich erst am frühen Moigen in angeregter Stimmung mit bem Geiühl, einm vergnügten Abend oerleot zu haben.
k Lauterbach, 20. Noo. Heute wurde hier die Landwirtschaftliche Winter sch ule mit einer kleinen 'Feier evosftvck. Die Sckmle begrünt ihre Arl^it mit etwa 25 Schülern. -Den Unter» ridrt erteilen au(jer dem Leiter, Octonomierai Glaser, LchrÄä.t.' der Roalsckrule und der Volkv» schule. — Am verflossenen Donnerstag starb etnei der ältesten Bürger unserer Stadt, F ra n z Die hm, ein besonders durch feine naturchrsto- rischen Sammlungen bekannter Mann, im Atter ix?n 80 Jahren. — Der Besuch der hiesiaen Realschule hat durch die Bemühungen des Ärekwrs Dr. Kammer so zugenommen, daß bv ßaW 200 an Ostern wohl erreicht rovrben dürfte Gin Anbau an das Gebäude der Schule, die ,chon jetzt i'.nzuveichende Räume hat, ist in- Auge ge- jaüt. — Die hiesigen Schwenvchalter halten vor einiger Zeit in einer sehr lebhaften Bersammlung den BescÄuß gefaßt, beim ^reisamt dahin vor- stvllig zu werden, daß Pttoatschlachtungen mcht mehr im fläbtildjm Schlachhause Dorneiwmmtm zu werden brauch-'N, da dort die Gennchtsrontrolle zu scharf durchgeführt wird. Wie man hott, soll diesem Verlangen nun enlsprockicn werden, na* türlich zum schaden derjenigen, die ohne im Besitz cineS nähr hasten Bo rst^nt irres zu sein, auch gerne gelegentlich einmal etwas Schn^nernes aus
kearnte Heß am Eingang ei~rr Wirtschaft üver lallen und durch Mefierstiche jo ickuver verletzt, da? tx kurz bacaui in Sck>öllkrippen, ivohin man ihn gelra^ht Hane, gcitorben ist. Man vermutet daß em Racheakt vorliegt, da ber Erstochene g.‘pen ben Schleichhandel oorgvliei und arbeiten must«. Die Täter sind noch nicht ermittelt. — In Königsberg ist der sta.'trai Dr. Lohmann, gebürtig aus Hanau, fast einstimmig von der Stadtperord- netenienQmmlung juin Stadtkämmerer gemault worden.
)( Marburg, 20. Nov. Die Stadtverordneten bewilligten 50 000 Mark für Notstandsarbeiten. Außerdem wurde eine Anleihe von 4 Mill. Mk. bei der Giro- Gesellsck)aft in Berlin zum Ankauf von Fett und Sck)inalz, rückzahlbar bis zum 1. Dftbx. 1920, genehmigt. D<r unmittelbar neben dem 3d)loB gelegene Bückings-Garten wurde zur Erweiterung der Stadtanlagen zmit Preise von 22000 Mk. angekauft.
XSchlüchtern, 19 Nov. In Waldbüttelbrunn (UnLTtranfeni wurde der Gastwitt Max Lux, als er Bekannte mit einem Schluben fott- foörcn wollte, von dem ZlnegSiiiwüiben Rertberger burd) emen Stich lebeirSgefähttich verletzt Kurz daraus ist er gestorben. Die Tat enolgte, weil jftcitterger miriabrtn wollte, aber abgenwka wor-
cx Fchmn, geilen genügt killtzenbahn hsWigten eil
** Freibank. Samstag, 22. November 1919, werden von 1—3 Uhr bie Nrn. 3301 bis 3350 beliefert.
Seran Haftungen.
Freitag Lichtfpi llxmS: „Madame Du- barrv". — Lichtspiel Seltersiveg; ,^tani5". — ReichswittschafiSoerband deutsch r Beruss.oll'aten: 1. literarischer Abend, Dottrag von Oberlehrer Sibert.
** Die gelinde Ni tternn g unb ber Regen haben die mächtigen Schneemassen sehr rasch zum Schmelzen gevracht, so daß unsere Reiber wieder ziemlich frei liegen. Der Lanbmann r» denn auch schon wieder dabei, feine letzten ßclbatbritfn zu verrichten Schleunigst wetten bir fcbten Feldsrückste heimgischosst, wie Runflclrüben, Gemüse und Stopp.'lrüben. DaS beförderte Hochwasser fdjeint nicht ein tret en zu wollen, ein Beweis, daß der Boden sehr ttocken war und dadurch
„Modest« anzuklagen?!" riet Magnus, unb bte Adern aui feiner Stirn schlvollen bojlynb aui. „Tas klingt ja, als könntest du ihr etwas tur- ircneit’ Bist du verrückt?"
„Ich wollte, ich wäre e«? Tmm könnte ich mir nn rebeit, alleS, waS ich sah, sei nur ein Wahngebilde gcro.’fen . . ."
Magnus schütte te ihn plotz'ich am Ann.
„Lax die Umschweife! Ich will wissen, du» dahinter steckt? Ndodesta fil @t* Qn» schwer unb lebt unter unserem Tach — ich dulde nickst, baß irgend jemanb sie auch nur in Gedanken tx» leibigt! Sie ist das reinste ®cfd)äpt unter d-r Sui nie — nur ein Schurke farm sagen, baß er ihr etwas vorjtfiwrien hat!"
„Meinst bu damit mid>?"
„Nimm e5, rote bu wi.lst. Ich bin beveit, dtr nachher jede gvirünsch-de Genugtuung »u geben, 3<*l ater heraus mit der Sprache!-Wrs willst bu gesehen habeit?"
„Nun denn, da du mich zwtngst, sollst du eS ettah.-en. Ich wollte h.'ute nach Tisch zu nn- jerem H<-(xr nach Gasselberg unb ritt dabn über vte Äoi.erhöhe. Als ich den Paß fast erreicht batte, sah ich ein S.ück »jr mir M^desta ge1>.*n . . . ganz allein, aber sehr eilig, 114 hibe sie nn bestimmtes Ziel . .
Er hatte mit fiangbicr Stimme gefbrxbn, den Blick unverwandt auf einen Punkt an d.r Wand gerichtet.
2tus StaM und Land.
Gießen, den 21. Noo. 1919.
E n Jubi äum der Straßenbahn.
Bon ber Direktion ber Straßenbahn wird uns mitgeteilt: _ . ..
Zehn Jahre sind am freudigen *nI der Betriebseröffnung der ftäbtildjen _ekrt? t n
Straßend^h.l Dentalen. Ein kurzer RmLlick aui die vergangenen Betriebsjahre dürfte g.-zeigt kin : „Tie an die ^traflenbabn gefuüpttcn Erwartung.^ würben nickst nur erfüllt, ictibeni weit übeitnoffen", so begann der erste BetnebS- bertckst für das Rechnu.igiaIft 1910. statt des envattrten Zuschusses wm 28 ,67 Mk waren nur 8148 Mk. envrderlich, nickst mehr rote bet Dem früheren Omnibusvelrieb. Jnrolge der ettreul tchen Crg.bnisse defckstoß daher auck) d« S^verord^ netewBersammlung am 8 Tgcmber !910 iwu weitere TrielAtx.gm $u besdpsfen unb den 7/.-- Miuutenverkehr <inzuführen, tote er noch heute befielst. Aber auch in den anderen Jahren sind tat in das Unternehmen gelebten Häwmngen nicht g-tauiebt iuerben, wie nachi.ehen^e «nga.en butiiwi.
Die Zahl der täglich bei orderten Personen betrug 190§: 3150, 1914: 4170 1919 10 530. Die B e j ö r d e r u n g S z a b l hat sich demnach in 10 Jahren verdreifacht.
3m Etöftnungs ahre wurden nur ae.e^entlich eines Turnfestes am 12. Juni 1910 einmal 11573 Personen befördert, eine Zahl, die letzt last täglich erreicht wird. Erst bei einem Vergleich m.t ber Einwohnerzahl ergibt sich die Bedeutung dielet Zahl, die nichts weniger besagt, als datz id)cr bnttc Einwohner jetzt täglich die Bahn benutzt, ein Zeichen dasür, daß bas neue Beförderungsmittel allgemeine Anerkennung gesunden hat
Insgesamt wurden 1910: 120 000, 1914: 150 000 und 1919: 380000 Personen befördert.
Die Wagenlilomei^-rzaht ist bagegai geringer geworden, was mit Rücksicht auf die stttgernng ber Pcrsoncnk sörderung te,:onbtTd beachtenswett ift. Die gesamt gelösteren Wag.nlilometer betrugen 1909 : 473 000, 1914: 522 000 unb 1919: 418 (XX). __
Die tägliche Einnahme betrug 1909 : 320 Mark, 1914: 366 Mk. und 1919: 1330 Mk.
Insgesamt: 1909: 116 730 Mark, 1914: 123 750 Mk. unb 1919 : 480 000 Mk.
DaS macht auf den Itzops ber Bevölkerung für daS Jahr 1909 : 3,50 Mk., 1914: 4 Mk. und 1919: 14 Mk
Wie der Geldwert gefallen, so ist die Anzahl tat beförderten Personen und damit die E.nimbme gefhegen, wodurch die Wirtschaftlichkeit ber Anlage gewährleistet ist. , . - ,
Die Hoffnungen, die nach bem ersten Berwal- ümgsbericht gehegt werden konnten, habm sich also erfüllt. Die Benutzmig der Dahn ist stetig gestiegen und zeugt von einem Zunehmen des Fremdenverkehrs. Diesen weiterhbi zu heben unb zu pflegen tum Nutzen, besonders der Geschäftslent?, totb damit ber Allgemeinheit, muß daS Ziel bei der Weiterentwicklung des BahnverLehrs in ber Zukunft fein.
Leben-mittel.
dem Tisch hätten.
Starkenburg und Rheinhessen.
** T a r m ft a d t, 18. Nov. W«en Gründung einer Einwohnerwehr fand gestern abend im Rathaus aal unter dem Bor fitz von Oberbüryr’ meister Tr. Glässing eine weitere Besprechung statt. Nach nochmaliger Darlegung des Zweckes ber zu gründenden Wehr durch den Bors,senden reichte das -ozioldemokratische GewerkschaftskEttkll einen Vorschlag ein, den der Birsitzende als den von brr Regierung gegebenen Richtlinien nicht entsprecherch bezeickmete. Auch PLchnnneister Finge, wi s den Bottdstag im Namen der Handwerks- mciftet als unannehmbar zurück. Stadtverordneter Kvllmann stellte sich gnmd- sätzlich aus den Bodev. der svzmldemokrat,|d)en $orfd,läge; feine Fraktion müsse aber die Zusammensetzung der Bürgettvehr in ber W.ise verlangen, daß sich in ihr zwei Drtle Arbeiter und ein Teck Bürger befanden. Das Bürgertum Jex jetzt schon hinreichend bewaffnet. Student Strippelmann erklärte namens des Stub.nienausschusses, baß das Mißtrauen gegen die Studentenschaft in ber Benutzung der ihnen Übergebenen Waffen unbegründet sei. — Der Termin Aur nächsten Sitzung roiro noch von ber Stadtverwaltung bekannt g--geben werden.
rm. Darmstadt, 20. Nov Eine Belohnung von l 000 M ar k hat die Darmstädter Staatsanwaltschaft auf die Ermittelung des Täters, der den lieberfall in Lin- denfels begangen hat, ausgesetzt. Die im Odenwald verbretteten Gerüchte über die angebliche Festnahme des Täters in Frankfurt bestätigen sich leider nicht. Der Zustand ber schwer verletzten Frau Zwicker hat sich etwas gebessert, das Dienstmädchen Grieser scheint trotz ihrer vielen Stiche zurzeit außer Le- benSgefahr.
Hessen-Nassau.
Stillegung der Si gerländer Industrie.
= Siegen, 20 Nov. Nach Mitteilung des gohlensyndikats können die Sieger I ä nbe t Werke wogen anderweitiger Verfügung des ReichSkohlcnvommisfars über die KvhlenleftSnbe nicht mit Kvhlen beliefert werben. Info biederen muß die g.-famte Siegerlän^r Industtk?, falls ntd)l raxf) in letzter Stunde die Berfü«rung des Kommissars zurückgenvmmen wird, wm vollständigen (hliorrn und damit »um wirtschaftlichen Zusam- menbiruch kommen.
Kamps mit Wilderern.
X Geln Hausen, 19 Noo Im Walde bei Lühelbausen batte geilem nachmittag der 27 Jahre alte Jagdaufseher Geiger aus Geislitz einen Zusammenstoß mit drei Wilderern Er wurde angeschossen unb schwer verletzt Nach dem hiesigen Krankeichause «bracht, ist er dott beute früh gestorben. Die Wilddiebe sind ermittelt unb festgenommen worden.
XHanau , 20. Nov Bet dem Kirchwei h- test in Schimborn (Kahltal) wurde der in ffabl stöt onstrte, vom Wucheramt angestellte Krimin.il-
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