Ausgabe 
21.8.1919
 
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über de

die

bk deutsche Auffassung riditig fei, intb daß. Deutsch

Aergerwirüerspail

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Letzte Nachrichten.

Der Aufstand in Oberschlesien.

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Berlin, 21. Aug. Immer mehr kommt

AusicÄ^ zum Durchbruch, daß der A u f st a n d in Oberschlesien von langer fottttb vor- bereikt ist, und daß die Bewegung von pol- nischer Seite ausging. Die Spartakisten schlossen sich ihr au. Die Polen verfolgen in Oberschlesien, dieselbe Taktik, wie zuvor in Posen. Sre tun, als sei es schon heute außer allem Zweifel, daß Oberschlesien an Polen füllt. Demgegenüber ist, wie dieDeutsche Allgemesire Zeitung" schreibt, mit aller Entsclsted.uheit zu betonen, daß Over- schlesien deutsches Land ist. Deutschland allein bat das Recht und die Pflicht, für.Ruhe und Ordnung im Lande zu sorgen. Die Polen ioollen offenbar eine Besetzung Oberschlesi.ms durch En­tente- oder Haller-Truppen l)erbeiführeir, um die Vollsabstimmuug zu beeinflussen und zu ihren Gunsten vollendete Tatsachen herbeiführen. Das sind polnische Uebergriffe, gegen die wir mit allen Mitteln Front machen müssen. Auch General Du­mont, der an den gestrigen Verhandlungen im Auswärtigen Amt teilgenommen bat, sprach sich namens der Ententekommissionen dahin aus, daß

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Wir sind gezwungen, nachstehende Züge vom 20. August ab bis aus weiteres wegen Kohtenmangel auSiaüen zu lasten: Pz. 509 «W.l Gelnhausen. ab 7.14 N., Büdingen an 7.ns N. - Pz. 563 (S.l Gienen a!T2.35 N., Alsfeld an 4.27 N. - Pz. 2267 lS.lTreysa ab 10.32 V., Niederaula an 1211 N. - Pz. 2264 iS.» Niederaula ab 1.10 N., Treysa an 2.58 N. Pz. 4761 <W.) Alsfeld ab 6.01 B., Niederaula an 7.30 V. Pz. 4761 CS.) Grebenau ab 6.15 V., Nieder­aula an 6.53 B. Pz. 4764 <W0 Niederaula ab 8.15 V., Alsfeld an 9.37 V. - Pz. 4764 iS.) Nieder­aula ab 8.15 93., Grebenau an 8.52 V. Non Grebenau bis Alsfeld bleibt der Zug an Sonntagen beüehen. Pz. 4543 (S.l Nieder-Okletden ab 12.20 N., Kirchhain an 12.58 N. - Pz. 4544 <W.) Kirchhain ab 11.30 B., Nieder-Osleiden an 11.57 V.

9716idl Eiienbabndireklion Frankfurt (M ).

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Erscheint nach

Nr. 76

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j fa IrtSÄÄg1 ' wert die Brühl'sehe Uelv.-Drreteoret N. Leeee, 8lew

Gefahr eines Krieges z wischen bew Vereinigten Staaten und Japan. Zu einer Verhütung könne der Senat viel beitragen, wenn er vor der Ratifizierung des Fried ms- vertrages ' das Staatsdepartement veranlasset könnte, eitte kategorische Anfrage an di: britische und die französische Regierung bezüglich ihrer heimabkomm-en mit Japan zu ridyten. Japan habe Veitteswegs die Absicht, Schantung zurückzugeben, und nur die Gewißheit^ daß es einer erdrückender Uebermacht gegenüteriteljen würde, könnt: Japan vor der Unklugheit eines Angriffs gegen China überzeugen. Willard schlug vor, Amerika sollte sich für seine Bereitwilligkeit, Frankreich beizu­stehen, die Unterstützung Gvost-Britanniens und Frankreichs gegenüber Japan sichern.

Die Zigarettenfabrikation.

B e r I i n , 21 .Aug. Wie dasBerliner Tage­blatt aus Dresden erfährt, ist beabsichtigt, sämt­liche Zigarettenfabriken bereite Mitte September mit neuem Rohtabak zu der sorgen, vorausgesetzt, daß Verkehrsstörungen dies nicht verhindern.

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Es können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 6 Schreiner, 3 Schneider, ein Wagcnlackierer, 1 zkuvserschmied u. Installateur, 1 älterer Schloss-r, 1 Eisendreher, 1 Polsterer, ein Bauschloster, 2 Weißbinder.

Lehrlinge: 1 Maler und Weinbinder, 2 Graveure, 1 Stukkateur, 2 Schriftsetzer, 2 Schneider, ein Drogen u. Lebensmittel, 2 Svengler n. Installation, 1 Schmied, 1 Friseur.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 7 landw. stnecbteu. Arbeiter, 200Grubenarbeiter, 3Friseure.

6 Schreiner, 1 Schwerbeschädigter für eine Be­hörde, 1 Küchenchef, 3 Schneider, 1 Schmied, 25 Maurer, 1 Schuhmacher, 1 Küchenjunge, ein Hausdiener, 1 Wagenschmied, 1 Spengler für Te- legravhenamt, 1 unverheirateter Hausmeister, ein Melker, 1 Müller, 1 iüng. Bauschlosser, 1 Spengler und Installateur.

Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Schweizer, 2 Schloster für Elektr.-Installation, 1 Schreiner.

Es suchen Arbeit: 10 Backer, 4 Schriftsetzer und Buchdrucker, Staufleute, Schreiber und Reisende, 1 Drogist, 4 Kellner, Packer, Hausburschen und Ausläufer, 1 Steinhauer, 1 Weber, Maschinen­schlosser, Banschiosser, Mechaniker, 1 Kriegsbe­schädigter sucht Ausbildung im Korbmachen, drei Svengler und Installateure, 1 Lackierer, 1 Brauer, 4 Metzger, 2 Konditoren, Zigarrenarbeiter und -arbeiterinnen, 3 Weihbinder, 6 Maurer, 5 Heizer, 2 Stellmacher, 1 Hilfsschneider, 7 Sattler, 5 Eiektro- ntonteure, 3 Gärtner, 1 Schneider, 6 Chauffeure, 2 Steinhauer, 4 Krankenpfleger, 1 Hotel-Geschäfts" sichrer, 1 Dreher, 3 Metalldreher, 5 Schmiede, 7 Buchbinder, 1 Bauführer, 3 Köche, 2 Schreiner, 1 Anstreicher, 1 Glaser, 2 Tiefbautechniker, zwei Müller, 1 Zuckersieder, 1 ß-rifeur, 1 Schuhmacher, 1 Kapellmeister, 1 landw. Verwalter.

Lehrlinge: 3 Kaufleute, 1 Schmied, 1 Elektriker, 2 Schuhmacher, 1 Sattler, 1 Mechaniker.

Weibliche Abteilung:

Bei hiesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: Bestere Hausmädchen, mehrere

Köchinnen, 2 Küchcnmäochen, 1 Büfettfräulein, Mädchen tagsüber, 1 Stütze für Hotel, 2 einfache Stützen, 1 Kindergärtnerin II. Kl. oder Kinder- fräulcln, Dienstmädchen, Laussratten u. -Mädchen, 1 Lehrmädchen In Schuhgeschäft, 1 ältere Haus­hälterin, 1 junges Mädchen zum 2tnlernen für Buchbinderei, Putzfrauen, 1 Bereiserin, perfekte Hausmädchen, tüchtige Alleinmädchen.

Bei auswärtigen Arbeitgebern können eingö« stellt werden.: 5 lartbtu. Dienstmädchen- Dienst­mädchen, 8 landw. Arbeiterinnen, 1 Friseuse, sechs Küchenmädchen, Hau.smadchen, o Zimmermädchen, 3 Köchinnen, 2 Beiköchinnen- 1 Saaltochter, eine Kasfeeköchin, 1 Kaffeemädchen zum Anlernen, eine Scholaritt, 1 Haushälterin» 1 einfache Stütze, Mädchen f. Haus» u. Gartenarbeit, Alleinmädchen.

Es suchen Arbeit: Bureaugebtlsinnen, 1 Bar­käufe rm, 1 Beschließerin, jg. Mädchen vom Land tagsüber, 1 Schulmädchen für einige Stunden, 1 Telephonistin, 1 Pianistin, 1 Mädchen wünscht Nähen zu lernen, 1 Kindergärtnerin, 2 Wgsch­und Putzfrauen. 978313

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Vermischtes.

hl. Schwetzingen, 14. Aug. Ter vor kur zem durch Auszeichnung der Engländer anläßsib seiner tatkräftigen Hilfeleistung bet einem Fli-Hcr Unglück bekanniaewordene Kriegsgnsuugene Lev B r ü ck m a n n ist am 8. Stuguft nach vierjähriger Gesangensckmst in seinem Heimatorte Ketsch ange kommen. Tie Angaben englischer Blätter, daß er mit einer silbernen Uhr mit ehrender Widmung und einem großen Geldbetrag bedacht wvrden ist, bestätigen sich.

* Wie sich unsere Fleischnot er­klärt. Im Jayre 1918 wurden in Batzern nicht weniger als rund 50000 Kälber schwarz geschlachtet. Im ganzen Reiche sind im Jahve 1918 acht Millionen Schüfe spurlos der- schlrunden.

* Films statt Bücher. Professor Tr. H a n s l i k, Leiter des Wiener Instituts für Kub trtrforschung, hat besckMsen, die Forschungsergeb­nisse des Instituts.für Kulturforschung künstighut in Filmen statt in Büchern niederzulegen, um somit bie Tätig kett des Jnstttuts den VvlksmKssen aller Länder zu vermitteln.

* Ter Kölner Karneval toirb jeden­falls im nächsten Jahre wieder seine Auferstehung feiern. So sind die Freunde des Faschings schon jetzt eifrig an der Arbeit, um seine während Der Kriegs!ahre etwas eingerostete Maschinerie wieder in Gang zu bringen. So viel Zustimmung sie aus der nicht kleinen Welt der Interessenten sie dabei auch finden mögen, sicher ist, daß die Zahl bet Gegner des Rummels diel größer sein wird. Wir ersehen das, Jo schreibt dasKölner Tageblatt' , aus den Zuschriften, die uns zugegangen sind. Tas Blatt bemerkt bann weiter: Wohl fechten ntt an jener Seite, wenn es sich darum handelt, den.monatelangen Karnevalsrummel, der früher vom Elften im Elften bis Fastnacht dauerte, ganz zu beseitigen, wie überhaupt alle widerlichen Aus» Nückse des Karnevals auszumerzen, aber den Köl­ner Fasching an sich, ganz auszurotten, w-ird woÄ nicht angehen. Ein bodenständiges uraltes Volks fest läßt sich so leichit nicht unterdrücken, und zu­dem und der geplagten Menschheit auch in dm zuiünftigen Tagen saurer Arbeit einmal eine fritt* siche Ausspannung zugestanden werden müssen.

'wurden wichtige Werkzeuge in den Händen der mg- liscken Diplomatte. Es ist töricht und zeigt eine große Kttrzsichtigkett und Unkenntnis des Wirt­schaftslebens, wenn man behauptet, daß diefried­lichen Eroberer" dem Lande wahre Kultur und wirtschastlickten Segen gebracht haben. Tie Ver­besserungen in den Verkehrsmitteln, in Post und Telearaph, sind in erster Linie für die fvirtsckmft- liche Ausbeutung bestimmt und bringen den Er­oberern einen ungleich höbereit dttttzeu w den Unterworfenen. Auch die übrt'gen Be­gleiterscheinungen eines geregelteren Handels­verkehrs sind keineswegs derart, bafc. man nun behaupten kann, die wirtschaftlich durchdrun­genen Gebiete erleben einen ökonomischen Auf­schwung. Der Gewinn der Mehrerträgnisse fließt regelmäßig in die Taschen der Eroberer und un­zählige Beispiele beweisen immer wieder, daß die Völker selbst von der Mehrproduktion so gut wie gar nichts haben, sondern im Gegenteil stets, tiefer in Wirtschaftliche Ivie politische Abhängigkeit ge­raten. Unternimmt doch der Schah und der neue persische Außenminister Prinz Firus Mirsa jetzt die Reise nach Europa, soU heißen nach London, mit dem Gelde, das England auf die Anleihe vorgeschossert hat. So traurig sieht es in Teheran aus. Wir sind über diese Dinge genau informiert durch das Komitee der persischen Nationalisten in.Berlin, dessen Sprecher Herr Mahib M Mülk ist. Aber er so wenig wie der persisaie Gesandte am Kurfürstendamm, und wie bte deutsche Re­gierung in der Wilhelmstrahe, und wie endlich die Organisation derWaldbrüdep^, die sich in Persien »gegen die Engländer verschworen hat, werden an dem wetteren Gang der Dinge etwas ändern können. Wo John Bull die Beine auf dem Tische hat, legt er sie so schnell Nicht wieder herunter.

Wettervoraussage

für Freitag:

Vorwiegerrd wolkig, meist truxfcn, etwas kühler, nordwestliche Winde.

land allein berechtigt fei, in Oberschlesien Ord­nung zu schaffen. Es darf zuversrchtlrch ange­nommen werden, daß es in aller Kürze gelingen wird, den Aufstand niederzuschlagen. Jedenfalls ist unser Militär Herr der Lage. DemBer­liner Tageblatt" wird aus Breslau gemeldet, daß die Reickswehrtru'ppen sich außerordentlich tapfer schlagen, twtz der großen Anstrengungen, die sie sich sumuten müssen. Dasselbe Blatt erfährt, daß sich der Reichswehrminister von Weimar nach Berlin begeben habe, unt an den deutsch-polnischen Verhandlungen teilzunehmen; ebenso werde diesen auch der Minister des Auswärtigen betzvohnen. Verschiedene Blätter wollen wissen, daß der Oberste Rat der Alliierten beschlossen habe, Marschall Fock» solle der deutschen Regierung nahelegen, ihr nöttgenfalls Ententetntvpen zur Verfügung zu stellen, damtt der Streik in Oberschlesien beendet werde. '

Belagerungszustand über Thorn.

Thorn, 21. Aug. Infolge der Unruhen und Plünderungen hat der Gouverneur den Belagerungsziistand über den Festttngs- bereich Thorn verschärft. Durch die Plünderungen wurde ein Schaden von über 200 OÖO Mark an- <rerid)tct.

Belgien und der FriedenSvertrag.

Rotterdam, 20. August. (WTB.i Laut Nieuwe Rotterdamschen Ghurant" hat der bel­gische Senat mit der Beratung des Frie­dens Vertrages begonnen. Ter si^ialisttsche Senator la Fontattie erklärte, der Vertrag sei kein Friedensvertrag, er sei ein1 Urteil über einen Missetäter. Wenn man nicht zur Abrüstung über­gehe, so werde Bankerott und Revolution die Folge sein. Der katholische Senator de Bruyke protestierte dagegen, daß der Vertrag am Belgien nicht die Ataas und Schelde zurückgebe.

Ans Ungarn.

Budapest, 21. Aug. Der Entschluß des E r zh erzog s Joses, zurückzu- treten, ist auch auf die Stellung der Mtt- glieher der aufgelösten Szegediner Regierung gegen den Erzherzog zurückzusillwen, weil er ihre süd­slawischen Ännäherungshläne kreuzte.

Eine neue Wendung in Ungarn.

Amsterdam, 20. Aug. (WTB. ) toter meldet aus Paris, daß die Friedenskonferenz ein Telegramm von Erzherzog Josef erhalten httt, in dem er mitteilt, daß er mir so lange im dlntte bleiben wolle, bis die konstituierende Ver­sammlung über die künftige Form der Regierung Ungarns eNtscksiedew hat.

Ein Seetreffen im finnischen Golf.

Amsterdam, 20. Aug. (WTB.) Reuter meldet aus London, daß die brittsche Admiralitäl die NeutetMeldung über das Seetreffen im Finnischen Golf bestätigt. Außer den SchlachischisienPetropatobowsk" wich,Aiwrei Peiwasumwitt" sei noch ein bolschewistis-chtzr Zer- stvier mwsewkt und ein Kreuzer wuhrsäfinnlich schwer bcsckittdigt Wwrden. Die britischen Verluste betragen Küstenmotorbvote.

Amerika und Japan.

Amsterdam, 20. Aug. (WTB.) DieNew ?)ork Sun" meldet: Thomas Millard, eine Autorität in Fragen des fernen Ostens, Hube vor dem Senatsausschust für auswärttge Awgeleaen- , heiten erklärt, so wie sich augenblicklich die Lage im fernen Osten entwickele, bestehe die ernste

Zohn Lull in perften.

Tie französischen Zeitungen tun sehr aufgeregt Über die neueste Gestaltung der Tinge in Persien. Sie bedauern mit durchsichtigem Aerger, daß das Land der im Preise so nnge Heu erlich gestiegenen Tetwickre nun ganz unter englische Oberhohett komme, obwübl ihm doch Unablxrirgigkett uiw Un- versehrih.it zugcstanden Morden sei. Wo sei « die Friedenskonferenz und ihre Zuständigrett für solche Fragen des Selbstbesiimmungsrechtes Hieben? Und Nw blielien denn die Entschidigungen «Kompensationen") Frankreichs in anderen Terlen des Orients? So die französische Presse. Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie. Wer hat dann den Persern die Selbständigkeit und UnabhätigiMeit zugesickiert? Anttvort: Teutschland im Friedens- ü ertrag, ja schon im Waffen st illftand pow Brest- Litowsk. Rußland ging, unter vollständigem Ver­zicht auf das russiscknengliM Mkiomnun über Persien vom Jahwe 190c darauf ein. Rußland ist zusammengebrochen, Deutschland ist zusaiwmLii- gelnochen. Ter Verttag von Brest-Litvwsk gilt nick: mehr. Es ist nicht fchttde um ihn. Aber was lat denn Frankreich für Persien getan? Nichts. Es bat jahrzehntelang ruhig zugesehen, wie sich England und Rußland in Persien zu Tische setzten. Es hat sich sein Ausgrabungsmonopvl (für lum­pige 50000 Frankst gesichert und dafür gesorgt, daß das Unterrichtswesen Persiens durch Anstel­lung von Aerzten, Ingenieuren und Sprackstehvern möglichst in ftmtzösische Hchnde kam, wo es auch jetzt, unter dem neuen Voll Protektorat Englands verbleiben soll. Ms ftanzösische Kompensation! Tie Freiheit Persiens ist den Frcmzoien höchst gieidigülti^. Stillschweigend haben sie sich die eng­lische Pionierarbeit in Persien während des Wctt- krieges angelegen. Wie diese Pionierarbeit aus- aesehen hat, darüber bestehen Dokumeitte. Im Äovember 1915 wurde der britische Konsul m Schiras Major O'Eonnor eine Zeitlang durch per- sische Gendarmen in Hast gehalten. Seine Akten sielen bann in deutsche Hände. Sic sind eure Fund­grube von Ataterial sowohl für die rücksichtslose Bebenllosigkeit, mit der England Persiens toste mit Füßen tritt, wie auch für den.Kampf, den leit dem Teilungsverttage von 1907 nicht mehr offen, dafür aber mit um so größerer Kraft im geheimen England und Ruß­land in Persien gegeneinander führten. Tiesw Kampf zwischen den Verbündeten dauerte auch wätreiw des teged fort. Von der deutschen Re- ,-iicrnng ist Ende Januar 1907 eines der aufgesitn- denen Sckiriftstücke, ein Brief des englischen ianbten Tbwnlett, veröffentlicht worden. Eine Aus­lese aus dem Funde von Schivas findet jeder, der sich dasicr interessiert, in der vom Verlag Der .reue Orient", Berlin, veranstalteten Samm­lungEnglische Dokumente zur Erdwffelung Per­siens". Nun versteh man alles: Warum die schirediscken Offiziere, die zur Organisierung der persischen Gendarmerie ins Lmid kamen, nicht be­fahlt wurden. Warum der ausgezeichnete ame- rikanische Finanzmann Rdorgan Schuster das Land verlas sen mußte. Er schrieb schon im Jahre 1912 rin Buch über Persien:Tie Erdrosselung eines Volkes". Ter brittsche Imperialismus, der sich in Südperften eingenistet und im Kriege die Flan­kenstellung in Mewpotanien getonnten hatte, schob sich, ohne wesenttiche Widerstände zu finden, auf her von Ruß'and verlassenen Sttaße nach Norden nor. Seine Banken und Handelsunternehmungen

Wegen Kohlenmangel sind wir gezwungen, vom 20. August ab nachstehende Züge bis auf weiteres ausfallen zu lassen-

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