Ausgabe 
18.8.1919
 
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WkS-km Aber, Wavforstoaße. SMtrto Müller, Bahnhofstraße.

Butter: Marke 34: 40 Qhxrmm Butter zu 59 Pf-, 125 Srarnrn Margarine zu 85 Pf

Fleisch: Wochenabschmitt 34. Metzger für Fremde und Urlauber: Gustav Triirlaite, Setter. - weg 50.

Nährmittel: Auf Marke A: 250 Gramm «vppenfabrtSate. Auf Marke B: 250 Gramm Grtrtz, 500 Gramm Haferffocken, 250 Gramm Kdsserstavnehl. Auf Marke C: 500 Oka mm Leigwaren, 250 Gramm Graupen, 250 Gramm Zuppensabrikate.

Zuck er: Marke 8 August 1919: 750 Gramm Zucker.

Mhrmittel unb Zucker für Zugezogene und .kranke: Tebus, Friebrichstr. 5, Manche, Wilhelm- trabt 15, Kupp, Bismarckstr. 30, Bieker, Neu- Uibt 55, Gan-, Dammstr. 34. Für Urlauber: .'klingelmeyer, Lubwigsttaße 57.

Krarrke-mnehL: Balke, Stephanstrahe

'stcmittcl für Kranke: Banse, Fr nkfurt. 3tr.

Seife: Markte für August 1919: A.ereil 125 l'-stamm K.-A.-Seife7rpukver zu 15 Pf.

♦♦ Kartoffelvertcilung In der Woche t>»ni Montag den 18. bis Samstag den 23. d. Mts. einschließlich gelangen auf den Bezugsab- schnitt C 7 Pfund Kartoffän zum Preise von 18 tiferarig für das Pfund zur Ausgabe. (Näheres fiehe Anzeigenteil.)

** Der Frühkartvsfelböchstpreis MeiBt bis zum 20. August auf 12 Mark für den 3entner sesrgesttzt. Bom 20. August ab wird nach Üuvernahme nrit dem RrichsermährungSmimste- rnnu ernt Preissenkung emtretcn.

** Bci der stadt. Ob st - und Gemüse-

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* Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhestand versetzt wurde auf sein Rach- mchen am 1. August der Kreisamtsbureauvorsteher Rechmmgsrat Johann Georg Herbert in Groß- Genau unter Anerkennung seiner dem Staate ge­leisteten Dienste. Erledigt ist eine mit einem evangelisclren Lehrer zu befetzende Schulstelle zu

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Englische Liebesgaben.

Man schreibt uns: Es stimmt. Drei Eisenbahn- waggons voll englischer Zehnpsund-Efipakete stehen schon in Berlin und da kam die preußisch- dattscbe Bureaukratie darüber!Sind sie nur für Bedürftige bestimmt?" Nein, es war allgemein mitgetcilt worden, daß jeder, der Verwandte oder Bekamtte in England besitze, diese veranlassen önne, ihm geschenkweise kleinere Nahrungspakcte durch die Vermittlung des Berliner Hilfsvereins zu senden. Biele Leute aus dem Mittelstand haben von dieser Erlaubnis gern und schleunigst Gebrauch gemacht. Wahrscheinlich sind es meist Personen, die aas Hamstern im Lande nicht recht verstehen oder keine Kriegsgewinnler sind und also keine Wuchcr- pveise bezahlen können. In diesem ©inne mögen auch Bedürftige sein.Hilft nichts. Im Sinne des Gesetzes sirw sie nicht Notleidende." Was tun? ,Lst Ihr Verein mit dem Roten Kreuz «rbnnden? Dann könnten wir die Waren frei» Heben." Nein, wir arbeiten für uns. Wie wäre es, werar die annicht bedürftige" Einzelpersonen ^enditctcn Pakete geöffnet und versteuert würden? Solche Wohlhabenden würden wohl gern die Steuer bezahlen, um nur in Besitz der Eßwaren zu stimmen.Unmöglich. Dann mürbe bei der Masse ott Pakete von der untersuchenden Steuerbehörde im4 Weihnachten gearbeitet werden müssen."

Kurzum, man sieht, die Berliner Birrrau- ratie wernt blutige Znuuni bei dem traurigen ^edanlen, daß all das schöne Essen in all den Sketchen nunmehr seinen eigentlichen Beruf ver- fhtert muß, nämlich von hungrigen Deutschen (Kneffcn zu werden. Auch der Vorschlag, die Emp- Ilflnget wurden sicher bereitwillig einen Teil, sogar bu Hälfte der Geschenke an Krankenhäuser, Laza­re lte usw. sttsten, wenn sie nur die andere Hälfte ausgehändigt erhietten, ist zwar menscAich ge- d»cht. aber unausführbar. Für ein derartiges Ber- rötmen gibt es eben keinen Gesetzesparagraphen. Vas wird demnach anders Übrig bleiben, als das mele Essen in den vielen ZehnpfundPaketen so­lange unter Verschluß zu halten, bis die National- «rsammlung ein Gesetz gemacht hat, das die (iteroiffendbebcnfcn der Steuerbehörden in diesem Falle entlastet? Dann liegt freilich die Gefahr vor, daß beim schließlichen Oeffnen der Waggons entweder memphitische Düfte ousströmen oder über­haupt nichts mehr «ftrnden wird, wenn mittler­weile die Einbrecher Darüber geraten sind. Es könnte auch schließlich kurzerhand alles per Axe und Schiff (auf Reichs kosten?) noch England wieder »arückgeschickt werden. Die Gesichter der eng- ; Achen Absender möchte man freilich dann sehen.

Behüt dich Gott, es war zin schön gewesen. Behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein.

ES geht nicht, es geht eben nicht, es geht nrirf» I fich nicht, mit diesen Eßgeschenkpaketchen den Emp- i 'Angern eine kleine Freude zu machen. Wir lamms- «duldigen Staatsdeutschen werden alle begreifen, i bafi das Gesetz stärker ist als der Einzelwunsch, und daß die Revolution wohl Dynastien stürzen, , ober nicht den Bureaukratismus aus dem Sattel ' heben formte.

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iTbct und eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Reiskirchen.

** Regenwetter und Dagelschlag. In den ersten Frühstunden des gestrigen Sonntags aing ein erquickender Regen nieder, auf den der Landwirt sehnlichst gewartet hatte. Grummetgras, Kartoffeln, Gemüse und Tickwurz batten ihn drin­gend nötig. Auch dem Gärtner kommt der Regen lehr gelegen, denn er kann jetzt Endivien und Winterlohl pilanzen, Winterspinat, Nüßchen- oder Feldialat und Wintersalat au5iäen. Gestern nach­mittag zog wiederum ein schweres Wetter über das Lahntal, das ausgiebige Niederschläge brachte; allerdings ging auch in einigen Gemarkungen Hagel nieder, so int Lnmdatal, bei Heucheli>rim, Ktein-Linden unö Allendorf. Das Wetter zog über Butzbach und Bad-Nauheim bis in die Wetterau Hosfetttlich. ist der Hagelschaden gering.

** Eine dringende öffentliche Sit­zung der Stadtverordneteu-Ver- jammlung ist auf heute vormittag Ul/$ Uhr an beraumt worden. Zur Beratung stehen: Teue­rungszulage für Beamte, Leiter und Bedienstete; Vergütung der Aushilfskräfte; Gewährrtng eines UeberteuerungsMselntffes an die Baugenossenschaft 1894 und Errichtung von Schulstellen an den Volksschulen.

** Der hiesige Empfangsausschuß fürheimkehrendeKriegs-undZsioil- gefangene veranstaltete am Freitag tn dem testl'ch geschmückten Soldatenheim des Turch- gonaslagers für die heim gekehrten Krtegsgesangt- oen einen Unterhalttingsabend. Daß der überaus rüteige Empsanqsausfchuß unter Leitung Tr. Schneiders für reichbalttgen Unterhaltung^ stv^i gesorgt hatte, ist selbstoerstLMich. Nach einer kurzem aber herzlichen Begrüßung der Erschienenen durch Tr..neider hielt GelMmrat Professor Mitlermeier eilte Ansprackte, in der er kuiH daS gegentwärtige Deutschland schilderte. Er fand atrfnruntembe Worte, die in den Herzen der Hnm- gefebrten die Liebe zur Heimat unter den neuen Verrchltirissen erstrebten. Ten musikalischen Unter» holtungsteil hatte dieses Mal eine AborSmung der hiesigen Reichsnx:hrkapelle übernommen und so­bald diese eine Atempause eintreten ließ, betrat Oberregisseur Bakof das P»dium, um einige humorvolle Rezitationen zum Besten zu gebeut, die Unurig und mimisch vollendet, die Anwesew- den zu reichem Beifall heran Norberten. Dann walteten Damen burd) Verteilung von Liebes­gaben, die in Zigarren und Gebra uch sgeg en stäitden beflankn, ihres liebenswürdigen Amtes mtb in einem Schlußwort, das an Herziichkeit der Be­grüßung nicht nachftand, rief Tr. Schneider den Kameraden ein Wiedersehen zu.

** Tie Kotzlenprodukti-on in Hes­sen. Tie mmuttliche Statistik weist für den Mo­nat Juli folgende Zahlen nach: An Rohbraun­kohlen wurden gefördert 32 950 Tonnen, ver­kauft wurden davon 10 365 Donnen, der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter oerarbeitet aber war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den »erarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwe­lereiprodukten erzeugt: 574 Donnen Braunkohlen­briketts, 2350 Tonne« Naßpreßsteine. Außerdem wurden in Hessen an Steinkvhienbriketts 3030 T. (soweit diese Pvodukttonszahl erhültlich war) pro­duziert. Unter Berüchichttgung der aus Bormona­ten übernommenen Bestünde, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschiuß absatzfähig: 6247 Donnen Rohkohlen, 496 Donnen Briketts und 2374 Dvtmen Naßpreßfterrte, zu­sammen 8117 Tonnen BrarrrMPen und Braun- kohlen-Produkte im Gesamtwerte von 294 350 Mk.

** Die Abschaffung des Bestell­geldes. Tas Bestellgeld Mr Postserchungen will die Regiertmg jetzt abschiffen, nachdem es soeben von Bayern und Württemberg angeführt worden ist. An sich widerspricht schon das Bestellgeld der Freimachung. Tie Vorausbezahlung erleichtert die Arbeit der Post sehr wesentlich,. Für nicht frei- gemachte Briefe ist deshalb überall eine Strafe in Gestalt einer Nachtn^e einaeführt. Tiesent Grund­satz hat aber die Passt bisher selbst w-iderspvachen, indem sie für einen Teil ihrer Sendtutgeit eine Gebühr sowohl 'turnt Absender wie vom Empfänger erhob. Ter alte und naheliegende Wunsch, die Einziehung und Berrachnung des Bestellgeldes zu ersparen, wurde nicht verwirKicht, weil die Reitchß- kasfe nicht auf diese Einnahmen vernichten wollte. Jetzt soll das Bestellgeld gleich auf d« Gebühren für den Absender geschlagen werden. Ta aber beide Gebühoeit wesentlich esthöU^svck», so kommen recht empfindliche Sätze heraus. So soll eine Post­anweisung über 5100 Mk. nicht loetriger als 40 Pf. kosten. Gerade die Houvtmaffe der Pvst- antteifungen entfällt auf diese Stufe. Tie Neue­rung bedeutet eine Zwcmgseutrickstung des Be­stellgeldes. Sie bringt also allen denen, die chve Postsachen aMplen lassen, eine wesentlich größere Ausgabe als biFhcr. Wegen der Höhe des Bestell­geldes hat sich in den GrvßstLdtett ein Gewerbe entnrideit, das darin besteht, die Pakete für Emp­fänger abFuholen, die zahlreiche derartige Sen­dungen erhalten. Tiefe Betriebe werden wohl auf­hören, wenn die neuen Postgebühren vvm Reichst«^ genehmigt werden.

** Die Unabhängige so-iardemv- kratische Partei veranstaltete am Samste« abend auf der Liedigshöhe eine öffentlidue Ver­sammlung. S-tadtvewrdncte Fräulein Toni Sen­der aus Frmrkfurt am Marn sprach überEnt- Mlungen, Volksbetrug und U. S. P." Wer irgendwelcheEnchullun^' erwartete, kam jedoch

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Seestrane 28.

Fahrräder u. Pnenmatiks lief a PahrradhändH^D Tb. Beiges, Präm­iert a.K.,Mii6ast».S3

Trief,: auf Trine Nectznung. Die Rednerin beftftrLckte sich leinglid^ Darauf, allgemein bdfaratte Tatsachen, felbstverstündlick> unabl)angig .gefärbt, w.oderzuge­ben, sprach Erzberger uiid Ge>r.ossen, die sie be* trogene Betrüger nannte, jedes Recht zur mora- lisck-eu,Entrüstung über dir Rechte ab, da sic, die Rechtösozialisten inbegriffen, um kein Haar besser seien und vergaß sck/irßlich nicht, die, wenn auch nveist erfolglos gebliebenen Bemülmilgen der Un» ab längs y .u zur Herbeifli hrung des Friedens ins rechte Licht zu setzen. Im übrigen hielt Fräulein Sender nur eine der genugsam bekannten imab- Ijängigen Agitationsreden^ die in der Forderung nad< Einfühlung der Trttutur des Proletariats und politisck-en und wiittschastlitt^n Rätespstems gipfelten. Tie noch jugendliche Rednerin verstand cs, ihrem Material rin ansprechendes und volks- tümliclies Gewand zu geben und erntete am Schlüsse reichen Beifall.

** Eine Anzahl getragener Manner- bekleidung ist beim Bezirlskommando zu Der» kaufen. Die Abgabe erfolgt nur an Kriegsteil­nehmer. (Näheres siehe Anzeige.)

** Die Friseurgehilfen und Friseiu- sen werden auf heute abend 8V$ Uhr, im Restau­rantZutm Württemberger Hof", Bahnhofittaße, zu einer öffentlichen Äersammlung cingeladcn. Kvll. Ernst Winnen ans Franffuri a M. wird überDas neue Deutsckstand und der Friseurberuft' sprechen.

** Jmt Lichtspielhaus wird heute xum letztenmnlCasanova" gegeben. Ab morgen tritt Leontine Kühnberg inLumpengrete", roman­tisches Filmschauspiel in 5 Akten nach dem be­kannten Roman von Rudolf Baron auf, ferner Hella Moja in ihrem neuesten Gesellschaftsdrama in 4 AktenVor den Toren des Lebens".

Kreis Büdingen.

# St ockheim, 18. Aug. Beim Ucberf(brei­ten des Gleises wurde auf hiesigem Bahnhöfe der Bahnmeistereischveiber Pflaum von einer Rangiermaschine ersaßt und ihm der eine Fuß über dem Knöchel abgefahren.

Kreis Schotten.

# Ober-Lais, 18. Aug. Kaum aus drei­jähriger russischer Gesmigenschaft zurückgekehrt, starb in der Gießen-er Klinik Karl B ö ck.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstavt, 16. Aug. In der gestern abend auf 6 Uhr an gefugten, aber erst um 7'/, Uhr begonnenen Stadtocrordneten-Sitzung wurden an Stelle des nummchr zurückgrtreten 'n Finanzministers Henrich bon seinem Amte als Beigeordneter die bisherigen Stadtverordneten Ti- Pl-vm-Jugeuicur Karl R i tze r t und Genxrkschasts- sekretär Hch. Delp mit 40 btzw. 43 von 45 ab­gegebenen Stimmen auf 12 Jahre gegen ein Ge­halt von 9000 Mk. und 500 Mr. Tienstaufwau.d- entschädigung als besoldete Beigeordnete gewählt. Allgemeine Heiterkeit erregte es, als die 5 Ver­treter der U. S. M, weil sie entsprechend den Bestimmungen der Städteordnung keine Debatte heranfbesctzwören konnten, demonstrativ den Saal verließen. Auf eine Eingabe der städtischen Arbeiter, welche eine weitere Teuerungszulage von 300 Mk. forderten, wurde von allen Seiten die Notwendigkeit einer weiteren Unterstützung der Ar­beiter, Beamten, Lehrer ufw. anerkannt, aber be­schlossen, über die Höhe der Forderung die Em- schlüsse des Reiches und des Staates abtzumarien, dann aber nasch abyuhelfen.

Hrssen-Naffau.

Dir GrtrriÄttcklieferung hn Kreise Marbura.

)( Marburg. 18. Aug. In einer vor acht Tagen hier abgehaltenen VertrauensmÄrner-V1 r- sammlnng der Hessischen Bauern Vereins wurde u. a. dagegen Einspruch erhoben, daß dre Marburger Händler-Vereinigung und der Er- zenger-Verband (festerer ist tre Geslllschaft Hessen- land) sich die Kvrisvrte -um Einkauf des Ge­treides genau geteilt und den Land.mrten kern- freie Hand gelassen 'nrirb, das Getteide an alle mit eurem behördlichen Ausweis versehenen Auf­käufer abgeben zu können. Im Laufe der letzten Wsch' Landen wegen dieser an das Landottsamt gerichteten Eingabe verschiedene Verhandlungen statt mid am Fvritag beschäfttgte sich der Krris- ausichuß unter Hinzuxiehlung des Vorstandes der Erteuger-Beveinigung und der Händler-Aeveini- aimg mit dteser Angelegenheit, die in Stadt und Land viel besprochen und von vielen Leuten, ob mit Recht oder Unrecht, dahin ausaelegt wurde, dost durch den Zwischenhandel das Brot verteuert würde. Es wurde schließlich in der Sitzung der BeMuß gefaßt, daß an den bishcriacll Bestim­mungen über Die Verteilung des Mehls nichts geändert wird. Die Ablieferung des Getreides an den Erzeugerverband oder an die Händler-Vereini­gung wird dagegen fteigestellt, aber nicht jedem einzelnen Landwirt, sondern den Gemeinden, di: sich auf gestern bereits ergangene Aufforderung hin bindend erklären müssen, an welche von beiden Juteressenlen sie liefern wollen.

Gmßfnrer.

--Frankfurt a. M., 17. Aug. Durch Entzündung eines Trockenofens für Bausand entstand Samstag abend 10.30 Uhr in einem Lagerschuppen der Stahlwarenfirma Schmidt und Clemens am Hauptgüter- bahnhof ein Brand, zu dessen Bewältigung drei Feuerwachen mit 45 Schlauchlinien bis nach 1 Uhr nachts tätig sein mußten. Das Feuer vernichtete auch ein benachbartes Holz­

lager und em Aßphaktlager. Der Drandscha^ den ist erheblich.

= Fran kfurt a. M., 17. Aug Die Sh minalpolizei verhaftete den wegen schwerer zbtr brechen von den Staatsamvnltt'chaften Main^, Worms und Aurich gesuchten 22jübrigen Arlx-. ter Matthias Rohr aus Teidesheim, den Eisen breber Karl Schulz aus Pfedderlcheim und pen 23iährigen Schlosser Fritz Herdt auS Gießen wegen mehrfacker gemeim"chaitlicher Beraubung»« von Händlern, die am Bahnl-os Schololade mit Zigaretten feilt*)ten. Zur Durchführung ihrer Be raubungen lockten die drei die Händler in Haus­flure der Kronprin-enftraß,. Alle drei Räuber nuten bewaffnet. Ein weiterer gefährlicher Bauernfänger mutt« tn dem Arbeiter Heinrich S ch u ch a r d t und dem Lageristen Karl Raß­bach verhaftet.

Frankfurt a. M., 17. August. Der Holzarbeiter streik ist nach dreiwöchnft lieber Dauer durch Nachgiebigkeit auf beiden Sei­ten beendet worden. Die Arbeiter der chemi schen und pharmazeutischen Industrie des Rhein- und Maingebietes, Hessen-Nassaus, Hessens unb Waldecks, etwa 100000 Manu, sind in eine Lohn bewegung etnavtrden. Zwisck«n Arbeitern unk Arbeitgebern, sucht eine hier tagende Kommission zu vermitteln. ~

** Frankfurt a. M., 16. Aug. Am 18. d Mts. find es 25 Jahre, fett Herr Max Baum der Frankfurter Filiale der Firma Rudol' Masse o>orsteht. Lurch bettenagenbe Tttkraft unb Umsicht bat der Jubilar, unterstützt durch be währte Mitarbeiter, die Frankfurter Filiale oon beirfeibenem Umfange zu der jetzigen Achtung ge* bietenben Größe emporführen helfen. Er hat es stets oerfiaiüxn, den Verkehr zwischen der Prrssc des Frankfurter Geschäftsbezirkes unb seiner Firma zu einem recht angenehmen unb für beide Tetll nutzbringend zu gestatten. Seine heroorcags.den Fackkenntnisse fanden dadurch Anerkennung, daß er, oorgeschlagen von der Frankfurter Handels kammer, zum gericlftlichen Sachoerstandigen für Reklameangelegenheiten ernannt und oerribiqt wurde.

Turnen.

4 Bad-Nauheim, 16. Aug. Der fünfte Bezirk des Turngaues Hessen, dessen Vorort Bad- Nauheim ist, hält am 24. August unter dem Vorsitz des Bezirksspielleiters, Lehrer L o tz - Dorn-Assen,- beim, einen Be zir ksspielta g in Fried­berg ab. Mnt der Tagung sind Wettspiels in Faust- und Schlagball auf'der Ssewiese, dem Friedberger Spielplatz, verbunden.

'Ober-Mörlen, 16. Aug. Der noch junge hiesige Turnverein, der aber schon z-u den rübrtgftcn Landverrinen des Gaues Hessen St, lxtt nicht nur bei dem Bezirkswetturnen in g-Göns vorzüglich abgeschnitten, er trug auch auf'dem Rhönturm'est den 14., 22. und 24. Preis davon.

Sport.

)( Marburg, 17. Aug. Am 23., 24. und 25. August findet hier der Verbands-Wettstreit des Teutschen Athlettk-Sport-Berbaicdes, e. 83. oor 1893, VII. Kreis Hessen-Nassau, statt

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrii stehend«: Arttkel übernimmt die Rtt»aktion dem flhiblitum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Klein-Linden. Warum erfolgt in letzter Zeit die Verteilung der Lebensnrittei wie Wem, Karteffeln, amerikanisches Mehl, (Selbe Stuben usw. mit Äusimhme von Käse, Heringeir, Fischen und sonstigen Geruch berbrettenben Waren in der Wohnung des Herrn Bürgermeisters und stets durch dieselben Personen? Köärnte nicht in Klein- Linken ebenso 'wie nt anderen Orten unb Städten diese Verteilung durch die jahrelang beftehmd^l Kolonialwarengeschäfte erfolgen, die sich ja audi sonst mit allen Kartemrrttkelu die Mül>e und Ar beit machen und ihre Steuern und Abgaben ent­richten müssen! Emer für Biete

vermischtes.

Die Leipzitzcr Messe.

* Leipzig, 16. Ang. (Wolff.) An der bevor­stehenden Lripziger Herbst-Attcstermesse (31 August bis 6. September) wird sich das Ausland sehr regt beteiligen. Zahlreiche ausländische Firmen bähen sich a6 Aussteller angemeldet, darunter auch ein zelne aus den bisher Kindlichen Ländern wie Eng­land, Italien und Belgien. Besonders stark wird wieder die Industrie der tschecho-slowattschen Re­publik vertreten sein. Außerdem fomnteu Aussteller aus Holland, Dänemark, 9hmvegen und bei Schweiz.

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