Ausgabe 
18.7.1919
 
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*in, daß dr alZ DrieMefchWgter ntrf ebser Reifen Hand zurssÄehcte und sich eener bcfonberen Be- liebtheil erfreut

Cb Le ihse frier n, 17. Juli. Bei der Bei- jgevrdnetenwahl ivutbc Landwirt und Ge- tarinberotsmitglieb Georg Seipp V. mit 367 .«Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Ter Gegcn- .kandidat, Schlosser Karl Held, erhielt 165 Stirn» Men. An die «Stelle des «Seipp tritt als neues ^Gemeinderatsmitglied Sanbnhrt Gg. Will V.

** Steinba ch,18. Juli Nächsten Sonntag «findet die Wahl eines Beigeordneten statt. Als Kan­didat wird Landwirt Peter Balser genannt.

Nr. 13.

Aridem AmtsverkündigungsblLtt.

♦♦ Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 59 vorn 17. Juli enthält: Verordnung zum «Schutze Der Mieter. Born 22. Juni 1919. Die Wahlen zum Provinzialtag. Fürsorge für Kriegsbeschädigte; hier: Abgabe von Zivllonzügen.

Versicherung von Einwohnerwehren gegen Unfall und Todesfall. Rotlauf bei einem ver- citbeten Schwein des Wilhelm Johannes Müll^:, Holzheim. Ausbruch der Schwer neseuchc (Schweinepest) unter Dem Schweinebestand der Landes-Heil- und Pflegeanftolt und in dem Schwetnebcstand des Bahnschveiners Julius Rühl dahier Frankfurter Str. 167. Jridbereinignng Hungen. Feldberrinigmlg Münster; hier Drar- 110501. Feld Vereinigung K^selbach: hier: das topographische Güterverzeichnis. Fridberrinr- gung Heuchelheim. Gemeiudeviehwage zu Jn- heiden. L .

Verordnung zum Schutze der Mieter. Macht sich ein besonders starker Man- ge£ an Miete Lum en geltend, so kann die Landes- zentralbchörde die Gemeindebehörde zu der An­ordnung ermächtigen oder verpflichten, bau lebet Abschluß eines Mietvertrages vom Bermrcter binnen einer Woche anzuzeigen ist. Ueberfttigt der vereinbarte Mietzins Den Betrag, der für Wohn- räume, Läden ober Werkstätten der gemieteten Art und Ausstattuna unter Berücksichtigung her Neben­leistungen des Vermieters üblich und angemessen ist, so kann sowohl die Gemeindebehörde innerhalb einer Woche nach Eingang der Anzeige, als auch der Mieter bis zum Ablauf zweier Wochen nach Abschluß des Vertrags bei dem Einigungsamte (»ecrutragen, daß der Mietzins auf die angemessene Höhe herabgesetzt wird' etwaige Nebenleistungen des Mieters gelten als Teil des Mietzinses, ebenso eine für den Nachweis der Mieträume gezahlte Belohnung, soweit sie dem Vermieter unmittelbar über mittelbar zufließt. Aus einem Mietverträge, der der Gemeindebehörde nicht an gezeigt ist, können von dem Vermieter keine Ansprüche geltend gemacht werden.

Wahlen zum Provrnzraltag. Für die am 31. August statt findenden Wahlen zum Provinzialtag werden die Stimmberechtigten auf» gefordert, bis spätestens 7. August einschließlich Wohlvorschläge bei dem Pwvinzialwahlkommissar Dr. Usinger schriftlich einzureichen. In einemWahl- vorschlag dürfen nicht mehr als die doppelte Zahl der zu wählenden Provinzurltagsmitglieder also höchstens 70 vorgeschlagen werden. Dem Wahl­vorschlage ist die schriftliche Erklärung eines jeden Avrgeschlagenen beizufügen, daß er der Aufnahme in Den Wahlvorschlag zustunme. Jeder Wahlvor- Ichlag soll mit einem Kennwort versehen fein. Das ihn von anderen Wahlvvrschlägen unterscheidet, und muh von mindestens 2b in der Wäh­lerliste eingetragenen Personen unterzeichnet sein Zwei oder mehrere Wohlvorschläge kön­nen in der Weise miteinander verbunden werden, daß sie anderen Wablvorschlagen gegenüber als ein einziger Wahlvorschlag anzusehen sind. Jeder Wahl Vorschlag darf nur einer Gruppe von ver­bundenen Wahlvorschlägen angehörm. Die Er- klärungen über die Verbindung von Wahlvorfchla- gen müssen bis spätestens 18. August öon ben Unterzeichnern der betreffenden Wahlvorschlage oder den Vertrauensmännern übereinstimmend schriftlich eingereicht werDen. Es wird noch darauf Isingewiesen, daß nur für unveränderte Wahlvor- schläge.gestimmt werden darf.

Abgabe von Zivilanzügen für Kriegsbeschädigte. Die Frist zur Beste!» lung der Anzüge ist verlängert worden. Es stehen Entlassungsanzüge zu etwa 35 Mk zweiteilige Anzüge (Joppe und Hose aus Ernlieitsstoff) zu etwa 95 Mk., zweiteilige Anzüge (Joppe aus Sckpihstoffen und Hose aus Einheitsstoff) zu etwa 95 Mk. und Entlassungsmäntel SU etwa 35 Mr zur Verfügung. Alle vor dem, 1. Juli. 1916 mtt Dersorgiurg enttasscnen bedürlttyen Lkriegsoescha- d inten werden ausgefordert, soweit dies noch Nicht geschehen, unter Vorlage der Milttarpasse ihre Be­stellungen bis spätestens 25. Juli bei der Amtl. Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigten- und Kriegs- hinterbliebenenfürsorge oder der Bürgermeistern ilnes Wohnorts noch vorzubringen

Zur Versicherung von Einwohner­wehren gegen Unfall und To des f al l ist Gelegenheit gegeben, bn der Zentralstelle für Einwohnerwehren, Berlin W 10, Bendler-Straße

Behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung.

Mit Genehmigung des Hessischen Lcmdes- ernährungsamts wird das Backen von Brötchen für den Bezirk der Stadt Gießen bis auf weiteres verboten. . .

Zuwiderhandlungen werden auf Grund Der bestel-cuden Verordnungen bestraft.

Diese Bekanntmachung tritt am 19. o. Mts. in Kraft.

Gießen, den 16. Juli 1919. 8402B

Der Oberbürgernieister (Lebensmittelamt).

Bekanntmachung.

In den Wagen der städt. Straßenbahn wur­den in der Zeit vorn 1. April bis 30. Juni nach­stehende Gegenstände vorgefunden:

1 Damenschirm,

3 Paar Handschuhe,

1 Handtuch,

2 Geldbörsen,

4 Romane,

2 Handtaschen.

1 Brieftasche.

Die vorbezeichneten Gegenständ« Birnen bei d« unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werden.

Gießen, den 16. Juli 1919. 84038

Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt

Greßen: <S t o 11 e.

Viehseuchen In dem ®eWt des Wil­helm J^amreS Müller in Holzheim ist Schweinerotlauf festgestellt Word«. Die in dem Gehöft der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen und unter dem Schweinebestano des Bahn­schreiners Jullus Rühl ui Gießen, Frankfurter Straße 167, ausgebrochene Schwemeseuchc (Schweinepest) ist erloschen.

UeberdieBenutzungderGemeinde- viebwage zu Inheiden ist eine Ortssatzung erlassen worden. Die Vergütung für die Tättgkrit des Wiegemeisters beträgt 15 Pf. für jeden einzel­nen Fall. Außerdem werden für ein «Stück Großvieh (Ochsen, Kühe und Rinder) 30 Pf^ für ein Stück Kleinvieh (Schweine, Schafe und Kälber) 15 Df., für jeden anderen zur Verwiegung kommenden Gegenstand als Frucht, Obst usw. bis zu 3 Zentner 15 Pf., für jeden weiteren vollen Zentner 5 Ps. erhoben.

Sport.

dra. Die deut sch nationale BolkS- partei und die Deutsche Bolkspartei haben dem Reichsausschuß aus seine an alle Frak­tionen gerichtete Bitte mitgeteilt, daß sie die Be­freiung der Amateursportveranstaltungen in dem Santen Rrichö-Vergnügungssteuer-Gesetz unter­en werden. Hoffentlich bekennen sich auch die anderen Parteien auf diesem unpolttischen Gebiet zur gleichen Haltung.

4 Bad-Nauheim, 18. Juli. Der hiesige Turnverein 1860, der Männer-Turnverein und der Sportverein haben Schülerabteilunyen für die Schüler und «Schülerinnen der beiden hiesigen Schulen gegründet. Beklagenswert bei dem an sich zu begrüßenden Borchen der genannten Vereine ist nur die Tatsache, daß sie sich in der Werbetätigkeit für den guten Zweck gegenteilig Konkurrenz zu machen suchen. Solche wichtigen Angelegenheiten müßten, wie in. unserer Nachbar­stadt Friedberg, von sämtlichen in Bettacht kom­menden Vereinen und Behörden gemeinsam in die Hände genommen werden. Die Schaffung eines Ausschusses für Leibesübungen, dem neben Vertretern der Vereine auch Vertreter der Schule, städttschen und staatlichen Behörden an­gehören müßten, ist für unsere Badestadt eine Not­wendigkeit. Zu bemerken ist noch, da ß zur Grün­dung der Schülerabteilungen auch gegnerische Stimmen laut geworden sind, die, solange bie Jugend noch an Unterernährung leidet, an die körperliche Kraft nicht noch höhere Anforderungen gestellt wissen wollen, wie sie die Ausübung eines leben Sports naturgemäß zur Folge hat.

vermischte».

* Bankraub. Am 4. Juli sind in Kö­nigshütte (Oberschl.) von 3 Bandilen die bei­den mit der Ablieferung des baren G'ldes beauf­tragten Beamten des Postamts Überfällen und 270 000 Mk. geraubt worden. Es kommen dafür zwei Persvnen in Frage, deren Personbeschrribung nachstehend angegeben ist: 1. Masson, Karll früher Former in Bisrnarckhütte. geb. 12. 10 1890 in Bismarrchütte, katholisch, ledig, 1,681,70 m groß, dicke Lippen, volles Gesicht, englisch ge­stutzten Schnurrbart, kurzgeschniltene Haare, Mi­nisterwinkel, elegant gekleidet, trägt mit Vorliebe gelbe Schuhe, Regenmantel, Hellen Hut. Besitzt Paß nach Polen auf Namen Kurt Sizyget. 2. Adam, Fwanz, früher SriMfer, jetzt VvrÜoft- Händler in Bisrnarckhütte, Sedansttaße 5, tret» heiratet, Kriegsverletzter, linker Arm gelähmt, linke Hand stets behandschuht, geb. 22. 1. 1890, 1,70 m groß, kräftig, schwarzes Haar, Scheitel in der Mitte, englischer Schirurrbart, läng'iche spitze Nase. Aus tbce Ennftttung ist eine Belohnung von 5000 Mk. ausgesetzt. Ter geraubte Beutel ent» bieft 270 000 Mk., fein Inhalt bestand aus 20000 Mk. in Tarlehnskasscnschcinen zu 20 Mk. und aus 250 000 Mk. in Reichsbanknoten zu 50M k. davon etwa die Hälfte solche der Ausgabe vom 20. Oktober 1918. Ter Rest waren in bet Haupt­sache Banknoten vom 30. 11. 1918 und etwa 34000 Mk. Reichsbankn-vten vom 5. August 1914 (grün). Die Tarlehnskassenscheine -u 20 Mk. waren solche vorn 20, Februar 1918 und vom 5. August 1914.

Letzte Nachrichten.

Die Lage in Stettin.

Berlin, 18. Juli. Die Lage in Stet­tin war bis gestern abend unverändert. Der Zugverkehr von Berlin nach Stettin und in ent­gegengesetzter Richtung war unterbrochen. Der Stettiner Fernverkehr wurde durch tnz Beamten und Lokomotivführer aufrechterhalten.. Wie dem L.-A aus Strotjund mitgetetit wird, wate gestern nach zweitägigen Verhandlungen ein neuer Landarbeitertarif durch beiderferttges Entgegen­kommen abgeschlossen worden. Wie verschiedene Blätter aus Stralsund melden, scheint man letzt auf dem Lande das nötige Rdrterial zusammenzu- haben, um beweisen zu können, daß der ganze Landarbeitcrftrrik auf eine weitverzweigte

Bekanntmachung

Unter Bezugnahme auf die Bekanntmacchuw in derOberhessischen Volkszeitung" vom 9 Juli d I gibt die Lebensmittel-Deputation bekannt, daß nachträglich festgestellt worden ist, tmß die Firma I. Pfeffer irrtümlicherweise einen höheren HK dm 17. Juli 1919. 8411B

Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt).

8404

Der vom Geweindeixtt beratene Voranschlag für 1919 liegt von beute an, vorn 18 Juli l. I., 8 Tage lang zu jedermanns Einsicht offen Es wird eine Umlage erhoben, wozu auch die Aus­märker mit beizutragen tobem

Beltershain, 18. Juli 1919. Bürgermeisterei Beltershain.

Magel.

Neu eingetroffene 8UsC Rohnessel, starke Qualitäten

Meter M. ft.50, M. 7.50, M. 8.75 graues Futter, Meter . m. 9.75 Hemdentuche, prima Qualität.

Meter M. 8.75, M. 9.25, M. 9.75

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Drueksaeben aller Irl

wert Ale Brtol'eefce Sela.-Dreckeret. B. iee. Utf«

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BAD.NAUHEIM

Telephee 66

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Ein-Rexen ohne Zucker

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Auf Grund' Erdölpech uni» £ in Verbindung ii «Reichs-Gesehbl.

Tie Berordr vom 29. April Kraft.

Berlin, den

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tigung der zuständigen Militärbehörde, Die Kohlengruben des SaarbeckenS.

Rex-Gläser u. Apparate die besten

Vor Nachahmungen wird gewarnt.

über den Verletz

. Auf Grund ""Nisters über vom 20. Juni 1 m. ^rtsbehürde ourgcmicifter'.

. Untere $er oetreideordnung

Zuständige« vöhere Vern Darmstadt,

Auf Grund fctzaftlictze Temob blatt S 1292), brachMrn W W TMMmi e. IM) M peffend AM! Temobiimachu mird folgendem

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PerßeigernMBncheMhlen.

Aw Güterbahnhof Butzbach werden in Kürze 2 Waggon Buchcnbohlen, eingeschnitten auf 90, 100 u. 110 mm, versteigert. Interessenten erhalten Auskunft durch 837BD

Hch. Dreher. Butzbach.

Ich bin unter

Nummer 4

an das Fernsprechnetz Hungen angeschlossen.

Katz, Inheiden

5^1.60,vierte 'Ä4.80; dur

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Englische u. amerikanische

Zigaretten

Bll F-laeder. eUerlert gegen umgehende Ella«trage

über Bi'

Auf Grund i vom 4. August 1 und 22. Marz 1 1917 S. 253) un 4. März 1919 (9

§1 . Ter in vom 16. Juni briketle festgesetzt

§2 . Tiefe V Wirkung vom 1,

Berlin, den

ä; un9 Dom 25 ß

Desgleichen soll das englische Finanzabkomma. möglichst vollständig erledigt werden. Lloyd Geor» wird anwesend sein und sich an der Diskussion fe. teiligen. Man erwartet deine Krittk an beüxti «Gesetzentwürfen. Man nimmt an, daß nichts züglich einer Neubildung, der Regierung vor ba Vertagung der Parlamente unternommen wiv da die Regierung bcabfichtige, die Parlamente v-, Mitte August bis Mitte Oktober zu vertagen.

AUS dem Saargebiet.

l Köln, 18. Juli. W« dieKöln. B.- Ztg." aus «Saarbrücken meldet, hat der oberste Verwalter des «Saargebietes, General Anllauer, den Wegfall sämtlicher Fesseln ange­ordnet, die bisher den Vergnügungen, z. B. Bällen, Gesellschaftsabenden, Konzerten ufw. an­gelegt waren. Für Kaffees und öffentlich Lokale ist keine Frierabendsttorde festgesetzt. Jedoch bedür­fen wie bisher alle ®erfammtimgen, politischer einer besonderen Ge-

in Deutschland hcrvor-urufen.

Eine Anfrage über LandarbeiterstreitS in der Nattonalversammlung.

Weimar, 17. Jutt. Die Deutsche und die Telttschnationale Kolksparta haben in der Na - tional Versammlung Jnttrpellalimien an­gebracht, in denen angefragt wird, welche Maß­nahmen die Regierwrg zu treffen gedenkt, um bie verheerenden Wirkungen des Ernttstreiks zu verhindern.

«

Verhandlungeu über die militärische Besetzung der Rheiuümde. n

Weimar. 17. Juü. (WTB.) Auf Eür- ladungder RricySregierungtraten die A bgeor d- netender Nationalversammlung,der preußischen, baherrschen, badischen und hessischen Landesversammlun­gen , die in den rljcinifdjcn Gebieten gewählt silw, zusammen, um den Bericht des Borfitzenden der deutschen Kommission über die Ausführuny des Abkommens betreffend die militärische Besetzung her Rheinlande, des Unter- staatssekretärS Tr. Lewald, entgegenzunehmen. An Hmrd des sogleich mit dem Friedensverttage ruh- fizrerien Abkommens entwickelte Dr. Le'wald die Forderungen, der er in Versailles der unter dem Vorsitz des MiiristerS Lauchen r stehenden Kom- miffian der Besatzungsmächte gestellt tat. Sie fanden die einmütige Zustimmung der ErichAn-e* neu. In der Diskussion wurden von den Red­nern aller Parteien über die schweren Bedrückuw- gen der linksrheinischen Bevölkerung die bittersten Klagen erhoben und die bestimmte Ettvortung aus­gesprochen, daß es gelingen würde, die Ausführung des Abkommens so zu gestalten, daß insbesondere der freie Verkehr Zwischen dem besetzten und unbesetz­ten Gebiet wiederhergestellt und die staatsbürger­lichen und bürgerlichen Rechte frei ausgeübt wer­den können. Reichsminister Dr. David legte bie Aufgaben des Reichskommissars dar und forderte zur Bildung eines diesem beizugebenden Parla- mentarifchen Beirats aus. Nach längerer a^batte einigten sich die Erschienenen dahin, daß der Beirat aus 18 Mitgliedern bestehen soll, von denen fieben der Zentrumsvariei, vier der sozial- bemofratifeben, drei der demokratischen, zwn der Deutschen Volkspartei und je ein Mitglied der Deutsch-nationalen Vollspartei und den Unab­hängigen angehören solle. Für ledes Mttglled des Beirats wird gleichzeitig ein Vertreter bestellt, der im Behinderungssalle des Hauptmftgliedes emzu- berufen ift. Aufgabe des paramentarischen Verrates ist es, den Reichskommisfar über die Wünsche und Anschauungen der Bevölkerung im besetzten Gebiete zu unterrichten und ibn bei fernen Maßnahmen zu unterstützen.

für die | Erscheint noch Bed' 5lr?6O^ ZttltaltzUtbersch der Arbeit in M (teigerung von «or

Versailles, 17. Juli. Auf die deutsche Anvegung. die übrigen Vorbereitungen zur Heber- gäbe der Kohlengruben des Saarbeckens zu treffen, hat die französische Regierung heute mitgeteüt, daß sie einen Grubendivektor in Be­gleitung eines Finanzberaters nach «Saarbrücken entsandt hat, um dort am 23. d. M. mit den deutschen Beauftragten zusammenzutreffen, um das Erforderliche zu veranlassen. Bei dieser Zu­sammenkunft soll auch die Frage erörtert werden, inwieweit die deutschen Bergbeamten übernommen werden sollen.

Englische Besorgnisse vor einer heutsch- russischen Verständigung.

London, 18. Juli. (WTB.) Reuter. Jn Beantwortung einer Anfrage teilte HarmS- worth mit, er glaube, daß die deutsche Re­gierung sich bemühe, diplomatische Be­ziehungen mit bet russischen «Sowjet­regierung anzuknüpfen und daß eine deutsche industrielle und kommerzielle Kommission Rußland besucht habe ober im Begriffe sei, es zu tun. Tie Delegierten in Paris widmeten bieder Angelegen­heit ihre Aufmerksamkeit.

Das Programm des englischen Unterhauses.

Amsterdam, 17. Juli.Daily Chronicle" meldet, daß die britische Regierung das Unter­haus ersuchen wird, für nächsten Montag das Gesetz betreffend Ratifikation des Frie­densvertrages, wenn die Zeit es gestattet,

4^ ä _ 99 Chemnitz, den 21.

llCrßöV Heilquelle Karlsfpr*

»VIVVJ e'abcscreeuer.cro««'

Biskirchen 14, Fcrnrus 1. , -nte Io ch.,

.... Ich freue mich, Ihr,cu über Ohr WMrW li«-«. Wu das bette Lob aussprechen zu Wimen.

Besseres gegen Nervosität. O. $<&* WebftubNakr»

Gerücht über dir- Ermordung Cl6menceaus

Paris, 17. Juli. Das Gerücht von der Ei> rnordung Clemenceaus ist absolut salsh Es ist nichts vorgefallen, was ein derartiges ö'e rücht rechtfertigen könnte.

Bolschewistenbanden

an der rumänischen Grenze,

i. Bukarest, 18. Juli. Nach Bericht deS rumänischen Hauptguartiers haben an btr Ostgrenze mehrere Bolschewistenband^ versucht, den Dnjester zu überschreite,, Sir rourben jedoch mit gvoßen Verlusten yirüd geschlagen.

Sin Vorschlag der deuttch-üsterreichischen Friedensdelegation.

<5t. Germain, 18. Juli. (WTB.) Lik deutsch-österreichische Friedensdelegation überreif der Friedenskonferenz eine Note, die den VorfchlaD begründet, der Frieden möge so geschlossen wer­den, daß die Grenzen und die völkerrechtliche Stil­lung Drittsch-Oesterrcichs sowie die Bedingung des Friedens zwischen Deutschs-Oesterreich und ben kriegführenden Mächten in dem Friedasvettco» selbst erledigt, die politischen, wirtschaftlichen loib finanziellen Ausrinandersetzungen zwischen den 'Jia- tionalstaaten aber einem besonderen Abwickelung Ausschuß zugewiefen werden. Dadurch würde m Friedensschluß befd^eunigt und ben Interessen bn Sukzefsionsstaaten gedient, zwischen benen nur ein friedliches Verhältnis zu erwarten sei, wemi iir sich irrt Wege des Rechts, ohne Vergewaltignns. einten. Die Friedenskonferenz möge zu diesem Awttl einen internationalen Ausschuß für die Nachfi»^- ^iaten schaffen, in dem die Vertreter aller Na- tionalstaaten und der fünf Großmächte ausgenvii>. men würden. Eine weitere Note der deutsch-M<r' reickischen Friedensdelegation erflärt zu der Frag» der-Mrist'begünstigulrg, daß viele Bestimmungen^ Friri»ensverttages für Industrie und Handl Deutsch-Oesterreich unnatürlich und ungünstig sei^ loeU sie ihm die anderen Natiorlalstaaten genant Nieistbegünsrigung vorenthält, Deutsch-OesteneiL imüffe verlangen, daß sie auch ihm eingerSmu werde.

Die deutsche Botschaft in Men.

Wien,>17. Juli. Ten Abendblättern zustls hat Prinz Wilhelm zu Stolberg bi: Führung der Geschäfte der deutschen Bvtsch^' übernommen. Tie Neue Freie Presse bebm. Prinz «Stolberg, der mit den deutsch-österreichi­schen Verhältnissen genau vertraut sei, bw wärmste Sympathie für Deutsch-Oesterreich mt habe sich durch seine maßvolle Bel-andlung bn schwebenden Angelegenheiten sowie durch seine Ofr jettivität großes Ansehen erworben.

Ein Gesandter der ungarischen Mtrregirrmi in Wien.

Wien, 17. Juli. Die u ngarische Räte re gie r un g ernannte ben früheren Anne: oberkommandanten Wilhelm Böhm nach Est» holung des Agrements der deutsch-östervrichj/Ä» Regierung zu ihrem Gesandten in Wien.

Streik im Nmyorker Hafen.

A m st« rbam , 17. Juli. 9Bie das Presh' buveau Radio meldet, liegen im Hafen d" Neuyork infolge des Streiks 1500 000 T Schiffsraum müßig

Ein neues Goldland^

Amsterdam, 17. Juli.Times^^ mefte aus Toronto, daß nördlich des Mwütata' Sees Goldadern entdeckt worden sind.

Orgauisattzon zurücktzoftchv« fei. BcreinzeltIin einer Stzmna in allen tiefungen zu verhandeLr steht bie Nachorchk eines BlatteÄ, dasaus Weimar Desgleichen soll das englffche Finanzabbrrnm«.

erfahren haben will, bie Hetzer arbeiten daraufhin, ' ' " """

am 4. August einen aUgemanen Lmckarbeiterstrerk

Hupfeld's Diele

Täglich abends: Lrstklass. masikal. Darbietungei.

Nachmittagstee Konzert

Hupfelds Weinstuben

FrQhstückskarte. 4881D

e= Eine künstlerische Sebenswürdigkeit Hupfelds Privat-Hotel _____________Stallung. Antohalle.