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der beiberjeitigen Terfiänbigung zwischen Erzeugerin einer Htt imb dr. es außer
und Verbraucher Kann die Emährungsfrag« gelö|t m einer Beleltng-nngsNas- auch in der werben. Und bas ift bie Vorbedingung, wo n wir P""e btanm;ottvt tu nxtten.
unser Volk, bem ein übermütiger Gegner den Wenn er memt x »tn
au dcn Nachen setz,, vor der Versklavung schützen S* * Ä «hbK fcte tai
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Der Zwischenfall auf dem Gießener Bahuhof.
zahlen, lieber L _ tende Stellung eistscheidet
3m überfüUten Saale des Gewerkschafts- Hauses sand gestern abend eine Angestelltenversammlung statt. Zur Beratung stand der von der Arbeitsgemeinsd)aft der AngestelltenverbLnde ' ’ " " • -----e. Wenn es
Lehrzeit:
Jm 1. Gehilfenjahr
, 2.
» 3.
Nach vollendetem 20. Lebensjahr 475 , , „ 23. „ 550 „
, „ 26. ff 600 „
Für technischeAnge st eilte wird zu diesen Mützen ein Zuschlag von 25°/, verlangt. Lehrlinge sollen
im 1. Lehrjahr 50 Mk.
250 Mk.
300 „
350 ,
Aus Stadt und Land.
QHe&en, ben 17. Ott. 1919.
Die Not der Hochschulajfistenten.
Vom Deutschen akatemischm 0fiifbaitenl>>t* banb, Ortsgruppe Gießen, erhalten wir'folgend:
„ 3. „ 160 ,
Diese Gehälter sind Mindestgehälter einschließlich Teuerungszulagen. Den Kriegsteilnehmern wird die Kriegszeü angerechnet. Auf diese Mindestgehälter sind für Angestellte in selbständiger und ver- antwortungsvoller Stellung 30*/. ~ '
vir Angeftevtenbewegiing in Siehrn.
Gießen, ten 17. Ott. 1919.
Cine schwere Kränkung ehemaliger Berufesoldateu.
Von bet Ortsgruppe Gießen teS Reichswirt* schaitsvertenbes deutscher terzeitigtr inb ehe* nialincr Berufssoldaten wird uns geschrieben:
Ter ArbeiterauS schuß Dillenburg hielt es in einem -schreiben an sämtlich: Ar* teiterausschüfse für angebracht, gegen die Unter» pfiyiere des Heeres und der Marine LoSzuziehen. Damit sie nicht als Militäranwärter im tliscn* ldihndienst in Frage tommen sollen,) Sr tut
wollen.
Es tritt eine längere Pause ein, in der der (yi- nanzausjchuß zu einer dreiviertelftündigen Beratung Zusammentritt.
Nach der Pause erfolgt zunächst eine
(fcrllärnug bei Miuiftcivräfibnittn, in der er sein Bedauern zum Ausdruck« bring! oag seine Aeußerung von den Bankrotteuren gestern so aufgefaßt werden könnte, als ob er damit den dbg. Dr. Osann und die Ferren von der nattonaltiberalen Partei perfßnl.d) gemeint habe. Selbstvttstuiidlich ist das nicht der Fall.
Abg. Bauer (H. D ) erklärt, daß sein« Fraktion willens war, eine Erklärung gegen die Aeuherung de» Ministerpräsidenten abzugeben. Nachdem der Ministerpräsident zu erkennen gegeben hat, daß sie nicht auf die ganze Nechte gemünzt war, sondern aus die Deutsche Bolkspartei, sehe sie davon ab.
Abg Brauer (H. D.) beantragt als Bericht- erstattn des Ausschusses, die Anfrage Urstadt u^ Gen. durch die Antwort des Ausschuss« für erlebigt zu erklären. . m ... . ..
Abg. Eißnert (Soz.) erklärt als Dorsihender de» Finanzausschusses, daß dies« einstimmig dem Hause Vorschlag«, von einer Besprechung der Ntgle. rungsanlwort abzusehen und dafür folgende
Entschließung
steht dem Angestellten jedoch frei, falls er sich benach tätigt glaubt, Berufung bei dem einzulegen. Kommt zwischen diesem--------------- ------.... „ —
leilung keine Einigung zustande, so entscheidet ber wegen des LchtazeS zur R-'te sbUltr, m einer Tarifausschutz. I io her aus fordernden Art mb 2i>eise, bw uter-
Alr kaufmännische Angestellte gelten s,aupt jeher Scfdnxibmg spottet.
in der Reges nur, die eine 3jährige crbnu.igsradöige l'amtcr ihm iunci: „Ihr iäb w ha Heun, kaufmännische Lehrzeit oder eine praktisch« Tättgkell Ur seid tn Deutschland, 2<.üf<te |UW Wtt durchgemacht haben, die nach Art und Dauer einet aUem geblieben/' vrebte :r sich mit einer Arnitig* Lehre gleich zu bewerten ist. z I' -----mrlUt<
Versammlung von der angeblichen Berechtigung und Durchführbarkeit dieser Forderungen so zu überzeu- gen, das; der Entwurf bei der Abstimmung mit zum Teil noch erhöhten Sätzen nahezu einstimmig angenommen wurde. Großen Eindruck machte vor allem die Erklärung des Vorsitzenden des hiesigenGe- werkschafts Kartells, daß die gesamte Arbei, terschaftGictzens bis zu den Eisenbahnern, geschlossen hinter der Angestelltenbewegung stände, und wenn nötig, gemeinsam mit den Angestellten in den Streik treten würde. Ja, radikal sind die Gießener Angestellten geworden: das Wort Streik spann sich wie ein roter Faden durch die ganze Aussprache. Der Vorsitzende der Arbeits- gemeinschaft erklärte, daß die gesamte Angestellten- chaft und Arbeiterschaft geschlossen hinter diesen Forderungen stände, daß bei Verständnislosigkeit der Arbeitgeber für diesen Tarif die Verhandlungen ofort abgebrochen wäre en und daß dann am nächten Morgen „ganz Gießen still stände, kein Schornstein rauäje, keine Lokomotive geheizt würde, kein Fuhrwerk fahre . . ."
Persönlich glaube er allerdings, den Tarif auch ohne dieses letzte Gewaltmittel durchdrücken zu können. Die Aussprache, die sich bis nach 11 Uhr hinzog, verlor sich oft in langatmigen allgemeinen Ausführungen und persönlichen Auseinandersetzungen. Auf vereinzelte Bedenken gegen die Höhe der Forderungen wurde von verschiedenen Seiten erwidert, daß kein Arbeitgeber wegen anständig« Bezahlung ber Ange- stellten seinen Betrieb zu schließen brauche; die erhöhten Ausgaben würden einfach zu den Geschäfts- unkosten geschlagen und müßen letzten Endes ja doch von den Verbrauchern, also auch von den Angestellten
Sie ^/rage. ob nur Rri-rv**UnderMzr!rr in VDCterfUr Luue nxiryn, können toit ruhig ten Ikuttn, die mit im vordersten OtaIxn warm, zur jlkantH//iuuiQ überlassen. Weiter stellt er tec -Zklauptung auf, daß auf Grund sdaristticher Fest- (idiung 'Jä Proz. ter 9Jl<rrinamtecJrti* wo. icblechlslimk gcw.''en wären (hier macht er a oinp-s Lvischcu attivcn und Unterssfizvevm ixt 9L> j*rve feinai Untrrichied) und stimmt weiter, daß t<im Lcrr.- diese Zahl hinter derienigen ber Mariru nicht viel zurückstäwx. .
Aur bicie Vclridigung gehen Wir Herr nicht rtciter ein. Tas eir. geleitete Gerichtsverfahren wirb wn Arb.-iterauSschuß Sülvnburg eines and.rn be* tehrcii uiu> ihm an beim gaben, in Zukunst eiitm der Hauptbestandteile des deutschni vecres etwas
heiratetet Assistent von u. U. 45 I wiisenschastüchm Institut hat 1 gebalt +2000 Mk. einmaliger TeuerungSMage = 3400 Mk.; ein unverheirateter 400 Mk. weniger. Die an den Gießener Kliniken tätigen Assistenten behandeln jährlich mindestens 30 000 Patienten ohne loeitere Entschädigung. Ohne die Tätigkeit der Assistenten an Kliniken und Instituten wäre die Auscechterhaltung unserer Lochschule nicht mög* lich. Der Assistent ist nicht pensionSberechtigt. Er wird von seinem „Ches" angeitellt, hat keine feste Anstellung und kann lederzeit entlassen wer* den, ohne Aussicht aus eine neue Stelle zu haben.
Um diesen ganz unhaltbaren Zuttänden ein Ende zu machen, wendet sich die Ortsgruppe Gießen deS Deutschen akademischen Assistentenverbandes an alle sozial Dankenden in der breitesten Oessentlichkeit. Sie verlangt eine dem Alter und den Leistungen der Assistenten entsprechende Entlohnung — etwa Gleichstellung nut den Oberlehrern — und Sorge für ihre Zukunft. Die wiederholt vorgebrachten Forderungen ber Assistenten haben bisher bei dec Regierung keine greifbare Föroerung und Ergebnisse gezeitigt. ....
Zuschrift:
Ein ungelernter 17iäbriaer Wärter an einer Gießener Klinik verdient a. Zt. gleichviel stellenweise mehr als ein Assistenzarzt nach mehrjähriger Berufstätigkeit. Dabei ist letzterem Privat- praris nicht gestattet. Ein verheirateter llinncher Assistent hat 800 Mk. Grundgehalt 108o Mk. Ablösung freier Station — 1885 Mk. + 2000 5WL einmalige Teuerungszulage, zusammen 388o fulL; ein unverheirateter 1200 Mk. weniger. Eui ver- ----- ** ~ iren an einem
Lager Umschau ballen Addilft ^affm, bevor er andere Kreise verdächtigt. Leim der M». litäranlcjrler verlangt, bau tt nach lc.sährigtt Dienstzc : uwglichst balo.m eine geirrt: ste'.lung fjmmt, »-t oici nut fein gutrf Staut Tic Ixllrn Japr.- seines L'.bens hat er jur ein (ikib, das zum Leben zu W2iig utd zum Sterdrn au viel war. dem Staate gcgedm, ganz oj^kIkh von bei gcfu.udheitlic1.--n Schädigung, dl- er durch fein baueaio im Dienst sein während ter 12 Zahr;
Tis technisch« Äugest«71t« gellen tn der Regel nur, tit neben einer praktischen Ausbildung eine Baugewerkschule, Technikum ober Maschinenbau- Aule besucht haben und hierüber das Schlußprüfungs. Zeugnis oorlegen oder sonst ihre Befähigung nach- weisen und den Beruf als Techniker ausüben.
Gehaltskürzungen bei Kriegsausbruch. Die feit Kriegsausbruch bis zum Waffen- tillstand vorgenommenen Gehaltsminderungen sind allen Angestellten für die Zeit, in der sie während des Kriegs voll weitttbeschästigt wurden, nachzu- zahlen.
Wirtschaftsbeihilfe. An jeden Singe- tenten, der sich am Tag« des Abschlusses dieses Der- träges im Dienste der Firma befindet, ift eine einmalige Wirlschaftsdeihilfe oap
1500 Mk. für Verheiratete und
1000 Mk. für Ledige
zu zahlen. Diese Wirtschaftsbcihilse ist auch solchen Kriegsteilnehmern zu gewähren, die erst nach Ab» chluß dieses Vertrages auf Grund ber Verordnung vom 24. Januar 1919 wieder eingestellt werden.
Betriebe, die wegen ungünstiger Lage sich außer- tande erklären, diese außttorbentlichen Zulagen zu bezahlen, bleibt die Anrufung des Tarifansschusie» anheimgestellt.
Arbeitszeit. Neben ber gesetzlichen achtstün- dioen Arbeitszeit (Samstags 6 Stunden) besteht für alle Betriebe völlige Sonntagsruhe.
Ueberftunben. Alle vom Arbeitgeber ober besten Vertreter angeorbnete lieberftunben müssen mit 'L, des Monatseinkommens für jede angefangene Halde Stunde entlohnt werden. Für Nacht- und Sonntagsarbeit sind 50 Proz. Aufschlag zu zahlen. Die ersten drei Ueberftunben gelten nicht als Nachtstunben.
Urlaub. Den Angestellten soll unter Fortzahlung des Gehalts ein ungeteilter Erholungsurlaub wie folgt gewährt werden: Nach einjähriger ununter, drochener Tätigkeit in derselben Firma 1 Woche, nach 2 Jahren 2 Wochen und nach sechsjähriger ununterbrochener Tätigkeit in derselben Firma und sofern da» 30. Fahr vollendet ist, 3 Wochen. Die ftrieg»- jahie werden voll angerechnet, wenn der Angestellte vor der Einberufung zum Heeresdienst bei der Firma beschäftigt war. Den Lehrlingen ist in jedem Lehr- jahr ein Urlaub von einer Woche zu bewilligen.
Wettbewerbsabrede. Auf Anwendung der Wettbewerbsabrede in jegliche Form wird ver- verzichtet.
Kündigung. Hitt gelten die gesetzlichen Be- Stimmungen. Nach ununterbrochener Tätigkeit von 10 Fahren hat der Angestellte Anspruch auf eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.
Angestelltenausschüsfe. Angesichts ber be- vorstehenden reichsgesetzlichen Regelung des Mitbe- stimmiingsrechts werden vorläufig folgende Vereinbarungen über die Mitwirkung der Angestelltenausschüsse getroffen: 3n Betrieben von weniger als 20 Angestellten ist bie Wahl von Vertrauensleuten burch- zufuhren. Die Vertrauensleute haben bie gleiche Befugnis wie bie Angestelltenausschüsse. Die Angestell- tenaussch üste wirken bei Kündigungen und Entlassun- gen von Angestellten derart mit, daß sie etwaige Einwendungen bei der Betriebsleitung cor bringen.
Dertragsdauer. Diese Abmachungen gelten bis 31. Märr 1920 und verlängern sich um je drei Monate, falls sie nicht einen Monat vor Ablauf des jeweiligen Termins gekündigt werden.
Allgemeine». Alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag werden in erster Linie zwischen der Firma und dem Angestelltenaussckuß des Betriebes geregelt Erfolgt eine Einigung nicht, so entscheidet zwecks Vermeidung von Ausstand und Aussperrung endgültig unter Ausschluß jeglichen anderen Rechtsmittels der Tarifausschuß. Dieser wird aus 3 Arbeitgebern und 3 Arbeitnehmern als Beisitzer und einen unparteiischen Vorsitzenden gebildet Die Beisitzer wählen den für Schiedsspruch stimmberechtigten Vorsitzenden. Einigen sich die Parteien nicht über bie Person bes Vor- sitzenden, so bestimmt biefen der Präsident bes Landgerichts Gießen.
** Der ErzeugerHSchstprei» für Kartoffeln ift durch Ver.ngunv des Lautes- crnährungSamtcs aus 10 Ml. erhöht worteu. Damit hofit auch das LebenSmtttelamt mit Kartoffeln beliefert zu werten. Einsiweilen sind leine Kartoffeln ein getroffen.
**• Aus dem Bureau deS Stadttheater s. In ter Ausführung von „Maral", btt als zweite Samstag-Abonnement-Borsbellung tttgeben wird, sind in Hauptrollen bcschäjttgt die Damen fftubnrr, MarckS, Rammel, WernuL und Winner, sowie die £>mni Goll, tdefo, Bold, Weber und Feigel, der auch die Regie sühn. — Singspiele können erst im dLovember aulgenommen werten, da für die nächsten Somttage die Musik nicht zur Dersügung steht
** ProvinzialauSschuß. Samstag den 18. Ottober 1919, vormittags 8'/. Uhr, fuitet im RegierungSgeböude zu Gießen eine ö I f e n t l i ch e Sitzung des ProvluzmlausschmseS der Broom, Oberhessen mit folgen ter TagcSordnung statt: X Bürgermetsterwahl in Mddmgshausen, §rerS Gießen; 2. WürgermeiftMoahl in Wenings, JtteU Züdtngeu.
•• Bei der Obst-und Gemüseftelle kommen noch Slepfel verschiedener Sorten in beliebigen Mengen zum Verkauf. Die Zwiebeln für den Winterbedarf sind ein« getroffen und werden in jedem Quantum abgegeben. Die bereits vorbestellten können in Empfang genommen werden.
könnten
Arbeiter? Ohr wißt, wie empfindlich ber gefundene Gelbwert auf unsere gesamte Volkswirtschaft und auf Euere Lebenshaltung brückt. 3n Euerer Hand liegt es, durch warenschaffende Arbeit, durch ruhigen ungepörten Fortgang der Produktion eine allmähliche Besserung und Gesundung herbeizuführen.
Beamte und Arbeiter! Die Ohr im Dienste des Staates steht, an Euch ergeht bie Mahnung, in treu bewährtem Pflichtgefühl auch ferner auf Euerem Posten zu stehen und an Eurem Teil die Ordnung aufredit zu erhalten.
Der Fugend aller Stände legen wir dringend ans Herz, in ihren Vergnügungen das durch die Not der Zeit gebotene Maß inne zu hallen. Niemand mißgönnt Euch das Recht auf edle frohe Geselligkeit. Aber' wenn Ohr Euere kostbare Kraft und Zeit in leeren rauschenden Lustbarkeiten verschwendet, versündigt Ohr Euch an der Zukunft (Eures Volkes.
Den heimkehrenden Kriegsgefangenen entbieten wir herzlichen Willkomm. Viel schweres habt Ohr in ber Fremde ertragen; hun Ohr in die langersehnte Heimat zurückgekehrt seid, werdet Ohr, bas find wir gewiß, freubig (Euere Kraft einfetjen, um bas Vaterland von neuem aufzurichten.
Fe mehr fo gearbeitet und abgelicfcrt wird, unnötiger Aufwand vermieden und schädliche Auswüchse bekämpft, um so eher wird bann ber Druck der Zwangswirtschaft, unter ber alle Stänbe leiden, von uns genommen werden.
Die gewählten Vertreter bes hessischen Volkes vereinigen sich in ernster Stunbe zu diesem Aufruf an die Einsicht und das Pflichtgefühl ber hessischen Dolhsgenojien :
Tue jeber seine Schulbigkeit, helft alle zusammen.
Abg. kiel (Unabh.) widerspricht dem Antrag des Finanzausschusses, in keine Debatte einzutreten. Fhm war die Negierungsantwort viel zu zart besaitet. Man solle ürempel statuieren und die Schuldigen e£propiieren.
Die von dem Finanzausschuß vorgeschlagene Ent- fchließung wird einstimmig angenommen (der Abg. kiel hat den Saal verlassen), ebenso ein Antrag Büchner, diese Entschließung durch die Preffe und und durch öffentlichen Anschlag bekanntzugeben.
Das Hau» erledigt hierauf ohne Aussprache den Rest der Tagesordnung und bewilligt 157000 Mark £ur Einrichtung von Dureaurämen im Alten Palais in Darmstadt, die bringend notwendig sind.
Für den Beirat zum Landfiedlungs- a m t werben al» Stellvertreter ber von ber Volks- Kammer zu ernennenben Mitglieder folgende Herren ernannt: a) von oen Abgg. Hartmann und Bornemann (Soz.), Urstadt (Dem ), Dorsch (H. V.), Hahn (D. V ), Hoffmann (Ztr.); b) für die Landlieferer Abg. Schroeder (Ztr.); c) für bie ßanberwerber Bür- germeijter Ar ras-Ober-Ostern und Bürgermeister Jakobi-Rohrbach.
Endlich wird noch eine Regierungsvorlage bett. Verwaltung der Staatsschulden nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt und ohne Debatte angenommen.
Um 12 Uhr wird die Sitzung geschloffen und das Haus bis in bie zweite Hälfte bes November vertagt.
** Eine Besprechung der Kartoffel* konfumenteu. Man schreibt uns: Obwohl bie Jahrc-z<il schon lehr weil Dorgcrildl ist, dürfte nur ein geringer Teil ter Bevölkerung mu Karloi'fcln versorgt sein. Tie bisher bereits getroffenen Anordnungen der Behörten scheinen eine allgemeine Belieferung der ztvnsumenlen mit Kartoffeln kaum sicher zu stellen. Es wird daher notnxnteg sem, daß die nach dem Reichsgetttzblall Nr. 192 o. 145« ins 1461 vom 23. Dezember 1918 gewählten Arbeiter*, Angestellten- und Bcamirnbrrtreter alter Berufe in Brivat- und .staa:-betrieben o.reint — ----- - — -----------1 zu dieser
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lufiS* uns Wn. fkrecrre die Zunge berank und sagte: „De. Deutschland." Nun wir bt; OTznge empört, er prang schnell über ten Wagen mir den zweiten Sahni g, einige Mämt'r ihm nach und urllten ifn drüben nxl:mal8 zur Rete. Däh. icnbtem schrie er /artwähr-nd mit tem Ärbnter, um noch nebenbei mit einem frivolen Läch>ln ter ?Ütnge, die sich auf tem ersten Bahnsteig in- nxid.cn angesammelt hotte, die Zunge zu yigen. Ich selbst war über dieses teci l-gemnne Ber- Ititen w entrüstet, teß ich noch beute die chm zuteil gewordene Strafe für viel ;u giring er- achte; bitte «in deutscher So tet in Fvattkr^ich jfw ein solch«- Benehmen gezeigt, er Wate nicht lebend nach $xüi[e gekommen. Äie rechtfertigt ftch Frankreich z. B. bett, ver tiDrgänge an ter Zttthlcr ihculbrücke im November und gebeut»er 1918?
Der Streik auf den oberheffifchen Sicbendahneu.
Wi« uns soeben mitgeteüt wird, ist ber Stre^ auf ber Strecke Lich-Dutzoach und Lich-Erünberg feil heute früh wieder beigelegt- bie Züge verkehren wieder regelmäßig.
Die Maßnahmen gegen di« rsohnuugönot.
Vorn Etadt-Liohuungsamt wird tmr geschrieben: _ _
W-Hirräume, LL>en und SBcrfftätiai können nur mit vorheriger Zustimmung des SR i e t * eintgungsamtes getibtinflt nweten. w d r Miete von Gärten, Möbeln, Stallungen und dergl. ist die .Kündigung auch ohne Zustimmung des ytietcxingungäamted zulässig, letech ftcht tem Mieter daS Necht zu, das Mieteinigungöamt an» uruien. Bei unverzüglicher Anrusung kann daS '/kleleinigungöamt gegebenenfalls den Vertrag verlängern, abänteni ooa auch die Kündigung gv- lassen.
Unter gewissen Voraussetzungen steht ber meindebehörde ein Beschlagttahinerecht zu.
Unbenutzte Wohnungen und Räume, die zu Wohnzwecken geeignet lind, können beschlagnahmt und mietweise solchen Wohnung- suchenden überwiesen werden, bie nad) ihren sozialen und wirtschastlichen Lerhältnissen für dieft Wohnungen als Mieter geeignet erscheinen. Auch benutzte Wohnungen unterliegen dieser Bestimmung, wenn sie im Verhältnis zur Za Ist der Bd- mobiler übergroß sind und entbehrliche Teile ohne erhebliche Aenderung als räumlich und wirtschaftlich selbständige Wohnungen oerroenbet und ab- getrtiml Werten können. '
Ohne Zustimmung des 6ttot. Wohnung-' omtcS dürfen Gebäude oder Teile von Gebäuden nicht abgebrochen, Räume, die bis zum 1. Ottober 1918 zu Wohnzwecken bestimmt oba benutzt waren, zu anderen Zwecken, insbesondere nicht als Werlstätten. Dienst« oder Geschäfts, räume verwendet werten.
ES ist verboten, mehrere Dohnungeu zu einet zu vereinigen. Die Ueberlassung von Wvhuräumen an Personen, bie von auswärts zuziehen, ist ohne Zustimmung des MieteinigungsamteS verboten. Der Aulenthatt von Perfoium m Gasthöfen, Wirtschaften und dergl. ist nur für die Dauer von höchstens einer Woche gestattet. Jeter Ab- schluß eines Mietvertrags über Wohnräume. Läden und Werkstätten ist vom öerrntttir bunten einer Woche, nach Abschluß des BertraaeS tem Stäbt. Wohnungsamte unter Benuvung te3 vorgeschpie- denen Formulars anzuzeigen. Erscheint der Mietpreis nicht angemessen, so kann fettens des Wohnungsamtes oder des Mieters bis zum 2CbIau< zweier Wochen nach Abschluß deS 8ertrage! beantragt werten, daß der Mietzins auf anacmeffew Höhe herabgesetzt wird: etwaige Nebenleistungen deS Mieters gelten alS Teile des Mietzinses, ebenso eine für ten Nachweis ter MietSraume gezahlte Belohnung, sowett sie dem Vermieter unmittelbar ober mittelbar zusließt. Aus einem nicht gemeldeten Mietverträge können von dem Vermieter Ansprüche nicht geltend gemacht werden, i-sbeson- bere kann die Zahlung des Mietpreise- nicht ver- langt werden. Der Vertrag wird in Ansehung bet Aniprüche teS Vermieters wirlsam, wenn weder daS Wohnungsamt, noch der Mieter innerIjalb ter Friitz von zwei Wochen die Lerabsetzung deS Miet- zuiscs beantragt, weint der Antrag aus Lernte, letzung zurückgenommen wirb, oder wenn das Stieteinigungäamt über die Anträge entscheidet.
Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Be* fhmmimgen werten mit Geldstrafe bis zu 1000 Mark bestraft.
getragen werden.
Der Tarisentwurf.wie er nach einigen Denderungen von der Versammlung angenommen wurde, wird in einigen Tagen gedruckt vorliegen. Die Arbeitgeber sollen bann zu Verhandlungen auf Grund dieses Entwurfes aufgefordert werden. Kommen sie biefer Auf. forberung nicht nach ober verlaufen bie Verhanblungen ergebnislos, dann sollen sie vor dem Schlichtungsaus. schuß fortgeführt werden. Akzeptierten auch hier die Arbeitgeber diese Forderungen nicht ohne wesentliche Aenderungen, bann sollen bie Verhanblungen abgebrochen unb bie Machtprobe begonnen werden.
Au» bem
Tariftntwnrf
bringen mir nachstehend bie wichtigsten Bestimmungen: Geltunasbereich. Angestellte im Sinne dieses Tarifs sind alle nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte versicherungspflichtigen Personen, sowie die, bie veisicherungspflichtig sein würben, wenn nicht ihr Zahresarbellsverdienst 7000 Mk. obfer ihr Alter 60 Fahre übersteigt. Weller fallen barunter die Lehrlinge. Ausgenommen sind Prokuristen und Handels- bevollmächttgte.
Gehälter.
Unbeschadet des Grundsatzes ber inbivibuellen Entlohnung und ber Art der Zusammensetzung be» (Einkommens nach Gehalt unb anberen Bezügen gelten für männliche unb weibliche Angestellte ab 1. Juli 1919 folgenbe Sätze als garantierte monatliche Minbesteinkommen. Bereits bestehende höhere Einkommen dürfen eine Herabsetzung nicht erfahren.
Einkommen für ausgebildete männliche unb weiblich e Angestellte nach beenbigter breijähriger
anzunehmen: .
„Schwere Rot bedrückt unser Volk, unb unheimliche Gefahren bedrohen unsere nächste Zukunft. Wir werben Oie schlimme gefährliche Lage nur bann überwinden, wenn bie klare Erkenntnis beffen, was not ist, und der ernste Wille, bas Rotwenbige zu tun, in ollen Schichten des Volkes wächst.
Vor allem gilt es, bem oolk- unb landverderben
den Wucher- unb Schiebertum mit vereinten £>er ’4roetisgcmeiii| ujap uei «nycpcui Kräften ben Garaus zu machen. Wer aus schnöder! Gießens ausgearbeitete Tarifentwurf. Gewinnsucht unserer ohnedies geschwächten Wirtschaft auch bei der ersten Verlesung dieses Vertrages, be- bas Mark vollends ausjaugt, wie es die Schieber sonders bei den zu fordernden Gehaltssätzen, eine und Wucherer tun, ijt ein Verbrecher und ganze Reihe verblüffter und skeptisch lächelnder Ge- muß als ein Verbrecher gebranbmarht und be- sichter gab, so wußten die verschiedenen Redner des straft werden. Polizei und Gendarmerie sind. Abends, insbesondere die Frankfurter Herren, bie deshalb aufgeforbert, bie Schulbigen minachficht- N?rtammluna von ber anaeblichen Berechtigung unb lich anzuzeigen unb bie Organe ber fireisoerroaltung unb ber Gerichte haben Weisung, mit ben schärfsten Strafen einzuschreiten. Aber auch bie Verbraucher selbst müffen bei oer Bekämpfung biefes gewissenlosen Verbrechertums mithelfen. Niemand mache sich durch Mehrverbrauch an Fleisch, Butter, Eiern, Weißbrot h. a. zum Auftraggeber für die Schleichhändler und damit zum Mitschuldigen an ben Nahrungsnölen von ungezählten kleinen Leuten im Lande.
Landwirte! Ohr dürft stolz darauf fein, daß ihr ein lebensnotwendiger Stand seid. Vergeßt aber auch nie, daß ihr zu einem Ganzen gehört, von dem ,hr selbst mitgetragen und erhallen werdet. Seit Euch Euer Verantwortung gegen die Gesamtheit voll bewußt, liefert gewiffenhaft unb pünktlich alles ab, was ihr von Eueren Erzeugniffen entbehren könnt, bamit nicht Hungersnot in den Städten auffoommen und Unruhen ausbrechen, bie Tuch selbst gefährlich werben
Eine Dame, die beim Roten Kreuz am Zahnhofe tätig ist, gibt uns nachstehende Darstellung des Vorfalles am Bahnhof, durch die vas Verhalten des amerikanischen Offiziers allerdings in einem ganz anderen Lichte ge» s'oolier Stellung N7, Zuschlag'zu keigt wird. Wir geben die Zuschrift nach- hie Einreihung in bie höher zu bewer- st.-hend wieder: Ä _
l crftrtyeibet bie Geschäftsleitung. Es Äls Zeugin te5 vorgestrigen Borfalls am hi.'* falls er sich bensch- sigen L^uprbatnh^f möchte ich hlgtnted tenp* Angestelltenausschufi fügen. Der Offizier war ein äußerst hochmütig,:r n unb ber Geschäfts Urnsch und benahm sich, als ter oabnirtetta
nxrb.
iAichk fcnii im unb rraßen. £ Jhflrr mag fuß Mi Üwgcaatm bt - 'Ma-S miltat t andere Seife 'rtiagnibe mifite -- Mmäa ■ Wl Wto.
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