Ausgabe 
17.10.1919
 
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Aus dem AmLsverkündigungsSlatt.

Regierung habe aber das Schulkvmpromiß ge

Vertreter der Bezirksgemcinden saft vollzählig erschienen waren. Den Vorsitz führte der Direktor der Kasse, Geh. Justizrat Röm- T^tctc herzliche Begrußungsworte an die -oerianimlung. Dem verstorbenen Vorstands­mitglied. Beig. Menzle, dahier, widmete er dann

liirsen tüchtige Sparkassenbeainte l-cranzubilden, um solche mit den jetzigen modernen Sparkassen-

meindeobstpflanzungen sind vor ca. 50 Jahren von dem damaligen Bürgernieister Feldmann angelegt »vor- den. Als dre ersten Erträge kamen, folgten auch Vrrvatleute dem Beispiel des Bürgermeisters. Die­ses Jahr wurde viel Obst nach Gießen geliefert.

Kreis Büdingen.

h N i bba, 13. Okt. $)cute sand hier im -^pariasiengebäude die diesjährige Mitglieder- Versammlung der Bezirks sparkosse

einen warmen Nachruf. Der Rechenscl>aftSbericht für 1918 zeigte für die Kasse einen noch ftär* fercn Gelbzufluß als das Vorjahr. Tie Einnahmen betrugen 10 443 306,36 Mk. (7 861388 Mk. in 1917), die Ausgaben 10 418584,01 Mark (7 724975,88 Mk.), so daß ein Ucbcrschuß von 34 722,55 Mk. verbleibt. Dem Kapitalvermögen von 9 729 436.93 Ml. stehen 9 453 295 Mk. Schul­den gegenüber. Der Reservefonds .stellt sich auf 300863,33 Mk. und der Reingewinn auf 50 730,77 Mark (36 815.75 Mk.). Die Zahl der Sparkassen­bücher hat uni 496 Stück zugenommen und be­trägt 5725 Stück. Der Zinsfuß für sämtliche Ein­lagen betrug bisher 4 Proz., wird aber entsprechend der Lage des gegenwärtigen Geldmarktes für 1920 auf 3,6 Proz. ermäßigt; für Scheckgeld toerden Ü Proz. Zinsen vergütet. Darlehen zahlen 47z Proz. Zinsen. Die Rechnung für 1918 und der Voranschlag für 1920 wurden genehmigt und über die Verwendung des Reingewinns Beschluß ge­faßt. 32 Dienstboten des Bezirks erhalten 600 Mark Prämien für 5jährige treue Dienstzeit; für landwirtschaftliche und gewerbliche Schulen und Vereine, für Wvhlfahrtseinrichtnngen, Kranken­pflege, Reichsbuna der Kriegsbeschädigten und ge= meiimützigen Zwecke sollen etwa 11000 Mk. ver­ausgabt und der Rest mit 38 270 Mk. dem Reserve­fonds überwiesen werden. Bei den Wahlen wur- den die bisherigen Vorstandsmitglieder wieder- und August Lampes und Heinrich Rappolt von hier neugewählt. Schließlich dankte noch der Direktor dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Bürgermeister Schneider in Unter-Widdersheim, für seine er- sprießlichen. Dienste, die er während seiner 44jähr. Mitgliedschaft der Kasse erwiesen.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nauheim, 16. Okt. In der ver- MMgenen Nacht tourbe das in der Kurstraße ge­lesene Hut-» und Modewarengeschäft von Joh. Gürtler von Einbrechern fast vollstäickig aus- geraubt. Die Diebe, die durch einen erbrochenen Keller eingedrungen waren, stahlen für annähernd 30000 Mk. der wertvollsten Waren, die sie in Kar­toffel, äckcn verpackt, fortschafften. Anhaltspunkte für die Täterschaft hat die Polizei noch nicht. Im Laufe des Winters veranstaltet das ans Mitglie­dern des staatlichen Lurorchesters bestehende Bad- 9 tau Heimer Streichquartett im oberen Gesellschafts- saal des Kurhauses vier Lanunermufikabende.

Starkenburg unv Rheinhessen.

= Dieburg. 14. Okt. Der Ko muiun al- verband erübrigte im Jahre 1,917 durch den Verkauf von Getreide 116 000 Mk.. der Ucberschuß des Kartoffeloerkaufs durch den Kreis betrug 22 000 Mk. Demgegenüber mußte der Kreis für die Beschaffung von amerikanischem Speck 132000 Mark und für amerikanisches Mehl 108 000 Mk. zulegen. Tic Schuldenlast des Kreises hat sich durch den Krieg auf 8 Millionen Mk. aufgehäuft. hier­von soll (soll!) das Reich 4 Millionen zurückerstat­ten. Für Kriegsleistungen hat der Kveis noch 1600 000 Mk. aufzubringeu.

w , Liündwaren-Nachstteuerordnung.

Sun Grund vvn § 48 des Ziüwwarensteuergefetzeo

10. September 1919 hat der Reichsminisder der Finanzen vvm 17. September eine Züudwaren- Nachsteuevordmmg erlassen, die im Zentralblatt für das Deutsche Reich Seite 1058 pckarurtgcmachl trocdeu ist. Danach unterliegen der illachsteuer une 9- F. außerdem dem Nachzoll Zündwaren, dic sich am 1. Oktober 1919 außer Halo der Räume eines angeme-ldeten Fabrikoetrrebcs, eines Zoll- oder Steuerlogers oder einer Zollniederlage un Beists von Herstellern, Ländlern, Wirten, ferner von Mon , umvereinen, Kasinos, Logen und ähnlick-en Ver­einigungen beftndeu. Zur Entrichttuig sind Per- ionerr und Vereinigungen der vorbezeichneten Art verpflichtet, die nachsteuer- oocr nachgollpflich^ige Erzeugnisse im Besitze haben.

Brennholz aus Waldungen. Es ist der Negierung durch besondere gesetzliche Vorschrif­ten das Recht zu geben, jeder Gemeinde nach einem bestimmten Vcrterlung^uiaßstab Holz zuzuweisen, das die Gemeinden alsdann an die Verbraucher zu verteilen haben. Die Regierung soll zu diesem Zweck berechtigt werden, von den WaLbeffbern die Fäl­lung des hiernach erforderlichen Holzes zu ver­langen. Um, für die Durchführung dieser Ver- sorgung der Bevölkerung mit Brennholz möglichst frühzeitig das bereits gefällte und im Wald sitzende, aber noch nicht verkauste, sowie das zur Fällung gelangende Holz zu erfassen, war es geboten, jetzt schon die in der Verordnung enthaltenen Vorschrif­ten zu treffen. Wie sich aus einer Verordnng des Gesamtministeriums ergibt, beziehen sich die Vor­schriften nur^auf die unmittelbare Abgabe von Holz ÄS den Waldungen, also nicht aus die Vorräte der Holzhändler, ferner nur auf dir Veräußerung gegen Entgelt, so daß die Ab­gabe von Holz auf Grund von Stutzungsrechtcn. Leibgedingsverträgen und bergt nicht betroffen wirb. Soweit Gemeinden nach ben Borschristen der Berorbnung Hol- erwerben, wird es ihnen bei der späteren Zuweisung von Holz ausgerechnet werden. Daher liegt es im Interesse der Gemeinden, baß sic bies bei der Verfügung über erworbenes Brennholz beachten.

Getreideausmahlung. Auf Anord­nung der ReichSgetreidesbelle wird vom 16. Okwber 1919 ab die Ausmahlung bei Roggen aus 82 vom Hundert, bei Weizen auf 80 o. H., bei Gerste auf 75 v. H. herabgesetzt. Diese Festsetzung güt ganz allgemeüt sür Getreide, das die Reichsgetreide­stelle oder ein selbstwirtschaftender Kommunaloer- band oder die Unternehmer landwirtschaftliä^er Be­triebe zur Verwendung für menschliche Ernährung ausmahlen lassen.

Verlängerung der Frist für den Lreferungszuschlag bei Brotgetreide und Gerste. Auf Anordnung des Landescrnährungs- amtes ist die Frist für Gewährung des September- Lieferungszuschlages für Brotgetreide und Gerste in Höhe von 150 ML. für den Bezirk des Kvm- nrunalverbandes Gießen über den 1. Oktober 1919 um zwei Wochen verlängert worden.

Teuerungszuschlag zu der Gebüh­reno rdnung für die H e ba m m en. Mit Rücksicht auf die herrschende Teuerung werden dic nätze der Gebührenorbnung für die Hebammen mit Wirkung vom L Oktober d, Js. bis guf weiteres verdoppelt^

Dar Lchulkompromitz.

Gießen, den 17. Okt. 1919.

Nach einleitenden Worten von Lehrer Fischer sprach gestern abend imEinhorn" Ministerial­direktor Dr. Strecker über das Schulkom- p r o m i ß. Er führte aus, es komme darauf an, das Problem zu sehen, um sich auch mit mancher Kompromißarbeit zufrieden zu geben. Aus dem Wirrwar der Gegensätze müsse das Gemeinsame gefunden werden. Bei seiner Berufung habe er be­absichtigt, die religiösen Schulfragen nid# anzu- rütrcen. Der Austritt der Democraten aus der

Er. D>re-MiEcye lynsn

bunc nicht die kulturelle Eigenart wrtasten. Das Recch solle von den Sehuldingen nur so viel regulieren, als absolut notwendig sei. Manchs des Weimarer Kompromisses gehe darin schon zu wett. Die Simnltcmschule sei in letzter Stunde durch geschlossenes Auftreten von Baden und Hessen noch gerettet worden. Mc»t dürfe nicht auch auf diesem Boden einen Kampf Hervorrufen. Dafür habe er auch in Weimar Verständnis «funden H146 erkenne die Simultanschule als die höl-cre ^nhulform an. ^Dic Entscheidung über btt Kou- fesiionssckntle sei der Landesvertretung anheim- geitcllt, sie werde auch bei dem neuen Schulgesetz "halten bfeihak Umstritten bleibe die Frage des Rtligwnsuttterricküs in der Simullanschule, deren «ttwicklung nicht abzusehen sei. Er selbst sehe rn emer säuberlichen Trennung den Weg zum Frieden. Wenn die Lkirche das Aussichis recht aus­gebe, würde manche Reiberei vcrsclMindcm. Die Reichs versa ssmrg biete immerhin jedem die Mvg- ftch einem Gewissenszloang zu entziehen.

Als Erzichungsmacht Tonne die Religion nicht cnt< wbrt werden. Erne Verständigung mit der Kirche sollte nicht zu schwer fallen. Als toeüere Erzie hungsberechtig te Limen die Eltern in iyixxgc, deren Recht ganz entschieden aneeflanm loeroen muffe, ohne daß man die £T urchr aussck-alte. Auch hier müsse eine

gung erzielt werden, da die Interessen gememsan» icieiu Es lei eine <yrage ovn Leben und Tod unseres Bottes, daß nnr die Arbeitskräfte richtig ernteilen. Ueberall seien Qualitätsarbeiter erfor­derlich. Die Eltern müßten viel mehr als Er­zieher Mitwirken; Elternbeiräw wid Landesschul­beirat seien noch vielen Angriffen ausgesetzt, aber cmc sachliche Fühlung zwischen Lehrern und Eltern müsse hergestellt werden. In der Schule solle Echte Politik gemacht werden. Ter Lehrer müsse sich nuc auf ben Boden der jetzt gegebenen Verfassung stellen, ohne sie darum als ern Ideal anerkennen zu müssen. Dec Lehrer, dec das eigenlliche Erziehungswerk leiste, müsse das l/öchste Vertrauen genießen. Seine Vorbil­dung müsse noch griuidlicher werden. Der Lehrer werde durch eine höhere Lehranstalt hindurch- gehem Zunl Studieren an der Universität fehlten die Mittel, die Seminare würden aber wissen- Ichaftlich ausgebaut. Auch für die Oberlehrer werde noch manches zu tun sein. Der Bau der Schule werde ausgelockerl werden, um die Tüch­tigsten heraufzuzichcn. Wenn die Lehrerbildung gehoben würde, seien damit die meisten Schul- sragen gelöst. Tie .Verantwortung i>?s Leyr:s nrerde ihm Arbeit bringen, aber auch Freude, wie kaum einem dnbereu Berufe.

Ju dec Aussprache warf Rechtsanwalt Horn­berger dem Redner vor, daß er keinen prakti- lchen Vorschlag gemacht habe, seine Ideen zu verwirklichen. Die. Männer der jetzigen Regie­rung seien ausgesprochene Kompromißler, die leinen Gedanken konsequent durchsührten. Weiter sprach er für Aushebung des Klassenunterschiedes innerhalb der Lehrerschaft.

Privatdozent Dr. Huntemüller verlas einen Beschluß der demokratischen Partei, der die körperliche Ertüchtigung in der Schule fordert und Richtlinien dafür aufstellt. Ein theoretischer Kurius für Leibesübungen sei für Gießen in bieicm Semester erstmalig eingerichtet worden.

Rechtsanwalt Peters trat für die kon­fessionelle Schule ein, womit man auch ben An­ordnungen der Kirche entspreche. Das Erziehungs­recht, das den Eltern durch die Verfassung zu- gebüligt sei, lasse man sich nicht antasteu. Die Frage der Simultanschule könne einen Kampf heraufführen.

ntmrwm» Worr tee

Sptinet. - gtetmrntmad-nTn, bett, dic Zunvwcrrrn-Nachsteuevordmoig Ta-, .ÄUsäium der in Nutzung her Gemeinden stehenden Obstoaume an Kreissiraßeu. Berorc- nrmg die Verfügung über Breinttrol» betreffn v.Getociseausmal^un.. Verlängerung der Frist für dm Lieferviiq- zuschlag bei Brotgetreche und G«ste Teu crungszuschlag -u der Gebülnsiordnung für d .Hebammen bett. Vom 18. September 1919 Feldbcreinigung in der Gemarkung Reinhard' lMN, Kreis Gießen.

Zuzug von ortsfremden Personen.

Alle Bestimmungon, welche bai Zu-ug orts fremder Hkmonat erschweren, finden teure Anwen oung auf alle Flüchtlinge auS Elsaß-Lothringcn und den anderen bisi-er deutschen Gebieten unb alle bisher dort ansässigen Deutschen, die zum Verlassen ihres bisherigen Wohnsitzes gezwungen wvrocu sind, auf rurückrehrendc ILnegS- uuo Zrvilgefangcn< um Einvenrehnten mit den KriogsgefangaL'nheiin kehrflellrn; auf Personen, die fett 1. August 1911 nur Älufuahme von Arbeit rn einen anderen Ct. g'jogen und in ihren früheren Wvlmort zurückleh- ren; auf Sicia'- und Staatsbeamte oder -bedien- slete, die ans dienstlichem Interesse versetzt werben.

BrZefkasten der Ncdaktkon.

A. L. Die bis jetzt erlassenen gesetzlichen Be­stimmungen enthalten darüber nichts. Nach § 71 des Gesetzes über das Branntweinmonopol wird das letztere unter Aufsicht des Reichskanzlers von einem Letter, dem Monopolamt (Berlin) und der Verwertungsstelle verwaltet. Wenoen Sie sich an das Branntweinmonopolamt in Berlin.

LSUvriM dienen.

-m. Hungen, 16. Okt. Tie seit l.Ahrll d.-J. hier einquartlerte Eskadron tvS Reichs we h r- 18 (5. Trag.-Regt. 23) hat gestern früh unser Stadihim verlassen und siedelte m die Kalerne nach L>anau über.

Sau te*c, 12. Okt. Wie segensreich das Wirken cinzclner PersonLn ost für eine Gemeinde wiu^iunn, zeigt »viWer das Ergebnis unserer Obsternte. Für die Gemeindekasse allein wurden aus der Obsternte rund 40 000 Mk. erzielt, dazu

Gano. med. Görlack forderte, daß man bet Jugend Platz und ein Recht auf sich selbst gebe.

Auf die Ausführungen der Dislu swnsredner ging Pros. Ur Habt ein und wandte sich be- wnders gegen die Ausführungen von Rechts­anwalt Pcters. Das Zurückstcllen aller Gegen­sätze sei notwendig, das werde in der Simultan- langcbahnt. Kvnses.ionelle Schule setze ton- sestionelle Leitung voraus, die Leitung sei aber Sache des Staates. Frau Rechtsanwalt Peters sprach nochmals für die Konzes.ionsfchule. Ober­lehrer Freitag begrüßte das V^tpr.cheii eii.ec idealen Weiterbttdung des Lelucr^anbes, ver.angte aber auch seine materielle Sicherstellung. CaÄ. phil. Ecker sprach über den tZegen,atz zwischen Volksschullehrer und akademisch gebildetem Leh­rer, hauptsächlich dadurch erzeugt, daß ber Aka­demiker zum Fachgelehrten erzogen werde.

. Der Hauptredner des Abends veit ibigte sich im Schlußwort dagegen, baß die neue Regierung anscheinend noch nichts Posttioes geleiuet habe. Man möge ihr nur noch etwas Zeit gönnen. Die geistige Arbeit an den Schullragen könne nicht von heute auf morgen in die Praxis umgefetzt werden. Zum Schluß wies er nochmals nach, daß die Simultanschule jn der Berfasiung gefichert sei.

einrichtungen vertraut zu machen und durch Äb- ginig einer Fachprüsung ihre Fähigleiten zu beweisen. Diese Evirichtungen fordern einen großen - ostenaufwant». und man beschloß mit Rücksicht mrauf, baß es im Interesse der Sparkassen selbst liegt, tüchtige Beamte zu erziebeu, die Sparkasfcn- ' erwaltungen zu ersuchen, für diese Kosten ans den lährlicken Ueberschüssar einen B>:trag zur Ver­fügung zu stellen.

** Die Neichsvereinigung ehemaliger Kriegs­gefangener - Ortsgruppe Gießen - labet alle Aus- getauschten zu einer am 19. Oktober im Restaurant Sauer, Osroalbsgarten, staitfindenden Versammlung ein. Näheres stehe Anzeigenteil.

* Volkstum und Menschheit. Ein Vortrag über dieses Thema, den die Fraumgruppe der Teutschen demokratischen Partei am Tims- tog den 21. Oktober veranstaltet, wird gewiß von vielen mit Fceuden begrüßt werdm, behandelt er doch ein Gebiet, das im Mittelpunkt des politi­schen Interesses steht unb auf dem noch viel Un» klarheir l)errscht. Von dem Borwagenden, Prof. Fritzsche, ist tiefgehende Belehrung und Ein­führung in bie betreffenden Fragen zu erwarten. Ter Vvrlrag hat in Tarmslodt bei einem er­lesenen Publikum lebhaftes Interesse erweckt, unb w rft zu lassen, baß er auch hier eine zahlreich.' Zuhörerschaft anziehen wird. Freie Aussprache nrch dem Vortrag. (Siehe Anzeige.)

Lebensfreude und sieghafter Mille. Auf diesen Richtlinien baute am Mitt­woch abend der Vortragslünstler Werner von Biumenfeld fern Programm aus, das eine Anzahl kern Hafter Dichtungen il <l von Cäsar Flaischlen, Walter Teer, Josef Winkler, towie zum Schluise Hugo von HofmannSthal inhaltsvolleWerk Ter Tor und der Tod" vermittelte. Wie der Vor- rvagende eingangs betonte, sollte der Abend aus dem Wust der Gegenwart zur Besinnung auf den eigenen Werl ^rrückführen. Am geeignetsten er­schienen hierfür die Gedichte von Cäsar Waischlen, der im Laufe der nächsten Woche persönlich hier sprechen wird. Aus feinen Gedichten klang der sittliche Ernst und der sieghafte Wüle am hellsten und reinsten. Tie Lusttaniabichtuug von Josef Wlnver mag sich mtt ihrem grauen Realismus in das Programm verirrt haben, um der Kunst des Vortrags willen. Im Sinne des Abends wären Mrr andere Verse besser am Platze gewesen. Ter Vortragende wußte mtt guten sprachlichen Mitteln bie zahlreichen Zuhörer Äs zum Schlüsse rn Span­nung zu hallen.

** Der Telepath Cumberland ver­einigte im Saale des HotelsEinhorn" eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft za einer im ganzen ge­lungenen Vorstellung. Tem einleitenden Vortrag folgte eine Reihe von Vernichm auf ben Gebieten des Gedankenlesens und der Gedanken- unb Wil- lensübertragung, ttobei Cumberland keineswegs leichte Arbett zu leisten hatte. Er fand teüroeiie erhebliche Widerstände, dic er gewaltsamer Irre­führung und dem Däcmgel an Gedankensammlung zuichvb. Jmmerlstn bot der Vortragende mancherlei Feffelndes und Merlwürdiges. So war die schnelle sAusftndung der von den Zuhörern m Abwesenheit Cumberlands verteilten Rollen eines Mörders, iieines Opfers, deS Tetektivs, sowie schließlich des M-orbwerkzeugs und des Tabones verblüffenb; eben>o bie Feststellung einn genau bezeichneten Bankiwte. Auch eine Vorführung ohne Kontakt -utt dem Medium gelang. Am Schluffe gab es noch eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf Cum­berland hecvorhob, baß seine Leistungen nicht etwa au> übersinnliche Kräfte, sondern auf feine in jahrelanger Hebung errungene außerordentliche Cmpfiudlichkeit bet Sürne und der Nerven zu- rückaeführt werden müssen. Eine wettere Vor­stellung über Spiritismus soll bemnächst stattfin- ben.

** Lichtspielhaus. Heute bis einschl. Montag wird Aphrodite, ein Drama in 6 Akten, gegeben, : das herrliche Naturaufnahmen bringt

, ..-e7'------- Amtsverkünbigungsblatt

schaffen das auch die relrgwien Fragen aus- Nr. 105 vom 16. Oktober enthält: Bekannt-

|tr uns schreibt, seine Mitglieder auf vorigen Sonntag nach Frankfurt a. M. zur ersten Tagung eingeladen, zu der sich eine große Anzahl Mit­glieder enrsanben. Ucber bie auf der Tagesordnung _____lluw wuvu >2A-X rajltll

ftejenbe Gehalts- ^Teuerungszulage cutwickeltc I kommen noch bettächtlich« Summen, bie die einzelnen fiA enre Icb^aitc Ansfprachc. -Jtau beschloß, ju- ©runbbefitjer eingenommen haben. Die bebeutenben®e» nächst mit eurem Vorgehen an bie Organe bet! Sparkaffen mit Rücksicht auf bie in Aussicht ge­stellte allgemeine Besalbungscegulierung lür Reichs-, Staats- unb Itommunalbcamte Abstanb W ncljmen, aber schon jetzt bie Sparkasselcitungen ?n ersuchen, int Hinblick auf die allgemeine trost­lose Lage der Beamten, burch Gewährung von Gehalts- unb Teuerungszulagen auch bic Svar- lassenbeamten vor einer wett-wen Notlage zu schützen. Der Verimnb versolgt aber auch vor- Sn; sx « ° V aT v-0 i ® Vv

uehmlich den Zweck, durch Abhaltung von Fach.! fl Snb.rQ,,1 9,do;u .bet. 950^tin.th,3unb .Auffichts-

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6 Leib), Walltorstr. 3638, in Gießen statt-

1, ist im Anzeigenteil zu ersehen.

**- Der im vorigen Jahre gegrün- ; bete hessische Sparkassen beamten- , Perband, ber ixm Allgemeuien deutschen Spar- i Eassenbeamtenverbanb angegliedert ist, Ixttte, wie

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