Ausgabe 
14.8.1919
 
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barocken sind sehr heimisch, lieber dem EingangITer Höchstpreis wird deshalb unter Hm-, einer jeden prangt ein Willkommenschild, im > weis aus die Bekanntmachung vom 1 .Juli d. I.

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bevor der Tarif

1500 beliefert.

bis

Deutsche Nationatversammlung.

um

Heitere

rm. Darmstadt, 13. Aug. Aus Nieder

N o d c n wird gemeldet, daß dort ein Arbeiter

SgefängniS in I zwischen konfiskadorischen und ruinösen Steuc^. verdächtig ist, > Zu den niinösen Steirern rechnen imr ba-3 ReuyS«

verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis in

Dieburg eingeliefert tnurbc, da er

jedem einzelnen Gefangnen bet mitgegeben werden. So ist für Gesangenschast heimkehrenden

jeden prangt ein Willkommenschild, im Innern mit Papier girlcmden, vielen Bildtrn und

Liebesgaben wclcl>e in Paketen seinem Fortgänge unsere ans der

15. den

Cafe E

"uwuiuiiiHiinuii

Lebensmittel.

** Marlen-Ausgabe. Am Freitag den und Samstag den 16. ds. Mts. gelangen in Bezirken Brotmarken zur Ausgabe. Siche

Bekaimtma-äning.

Freibank. Samstag, 16. August, nach- nüttags 13 lllyr werden die Nummern 1451

Aus Stavt nnv Land.

Gießen, den 14. Aug. 1919.

Durchgangslager Wicken.

Zu einer Besichtigung Halle am Montag

Ke

Auskunstei, in der die Heimkehrenden die während ihrer Gefangtmsckmft erlittenen unwürdigen Be­handlungen zu Protokoll geben können. Zum Schluß sind noch in einer Baracke gespendete der Stadt Gießen gesammelt,

Weimar, 13. Aug. Am Ministertisch: Erzberger, Tr. Bell. Präsident Fe hrenbach eröffnet die Sitzunj 2 Uhr 15 Minuten.

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W tzenr.ck B darüber ftar mtfien Steuern gcl S bie Bedeutung *ifw beW «n Ute kann ersMi Län-Wiedmn W ".ne Zre Itnitfli das rück ha M Wunden mm xsÄagen werden

Einkomw cm. Vor emer Imr Fur^ zu kB «abenMsens wunsi -uhung des Laren' trit Anrufung der 3 Betonte, eine Rm Ä dem jebige hören. vorgesk M Selbständigkeit Acnttali icrung ir aber mäst Gnxbeü, Hinsicht ich ihres ' Vürsm die Gemeii ittrben.

Ny. Traub \ nfaafdti burdxn > <iuMM beitragen l io starke Mmhi

raten werden kau fm einer Verein! unb Erhebung s Ma. ©ebenfir dadurch eine Mac Reichsfinanzminil ein Diktator geba uns die Tatsache, Selbständigkeit d g Trabe getragen lu I K. es für nötig | «s'beilden Kassen I einen solchen App I cm ganz ant r ^ien müssen. Ei I: rillst en müssen.

auf 6,15 Mk. für den Zentner festgesetzt.

** Eine Anzahl Films wurden am 25. Juli in der Nähe des Bahnhofs gesunde« und teils von Kindern abgeliefert. Es fehlen noch

Tie Beratung der Steuergesche (Reichsiwt opser, Umsatzsteuer ustv.) werden fortgesetzt.

sVerkechrsfragen, sowie über die Regelung sämt­licher finanzieller Angelegenheiten, insb'sond're auch über die Auseinandersetzung bezüglich dcr Pensivnslastcn, ei lisch liesst ich der militärischen Pen­sionen. Tie eigentlichen Berlmudluugcn dürften in kn verschiedenen Kommissionen Enk bief?r ober anfangs nächster Woche beginnen.

Erhöhung der Brotration?

Nach einer Mitteilung des sächsischen Wirt schaftSministeriunis wird die Erhöhung der B r o t r a t i o n von der Neichsregierung erwogen. Ferner erwartet man für den 1. Oktober die Herabsetzung der A u ü m a h l u n g des Brotgetrei­des. Obwohl diese Mitteilung von amtlicher Stelle stammt, lassen die zu überwindenden grasten Schwierigkeiten doch an der Nichtigkeit der düng zweifeln.

pkut Ncichsmittel zur Senkung der Lebens' mittelprcise.

Auf einen Vorschlag des Neichswirtschaftsmiui sterünnS wird die Neicltsregierung toeitcre Mittel > man spricht von 500 Millionen Mark zur Verbilligung der Lebensrnittel bewil­ligen. Dem Wohlsahrtsministerimu sind 50 Millio­nen Mark als erste Nate zur Behebung der Woh­nungsnot bewilligt worden.

Keine Ausfuhr von Zucker.

Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Tie Oeffent- lickkeit wird burrfji eine von mehreren Zeitungen gebrachte Meldung beunruhigt, dast deutsche Großbanken gröbere Mengen von Zucker, der in Deutschland lagert, zivecks Exports inS Ausland angekaust hätten, angeblich um die deutsche Valuta auszubessern. Dieses Gerücht ent­behrt nach Mitteilung von zuständiger Seite ied.»r tatsächlichen Grundlage wie auch die andere Mck- dung unzutreffend ist, 'vast auch von behördlicher Seite grössere Zuckermengen als Tiusckwbjett für die Einfuhr anderer Waren venoendct worden sein sollen. Lediglich die Schweiz erhielt auf Grund des Wirtschaftsabkommens, aus politischen Gkümhcn und gegen Lieferung von kondensierter Milch und anderen Lebensmitteln einmalig 250 Wagen Rohzucker, also eine für die deutsche Zuckeriviiftch-aft umoescutlickfe Mange.

Beteranenbcthtlse.

Weiwar, 13. Aug. (Wolff.) Wie in den Jsahven 1917 und 1918 crfdKint c5 auch in die­sem Jahre geboten, den tmrrf) die ^genwärtige TerkNung in Not geratenen Kriegsteil­nehmern, die die Beteranerchei Hilfe von i&fjr* (id) 150 Mart beziehen, durch Gewährung ein­maliger Zulagen Hilfe angedeihen zu lassen. Sie beträgt nach einem Beschütt ß der Reichsregieruug 50 Mar'k und soll allen Veteranen gewährt ivcrdeu, die die etina bitte Kriegsbei Hilst beziehen und die am 1. August 1919 am Leben waren.

Radeck.

Berlin, 13. Aug. (WTB.) Nach Blätter- ^Meldungen ist Radeck aus der Untersuchungshaft 'entlassen und in Schutzhaft genommen worden. ! Radeck wird voraussichtlich demnächst Deutschland ^verlassen.

9) er Lin, 13. Aua. (Wolff.) DerReichs- anzeiger" enthält eine Verordnung betreffend .die Ablösung von Verpflichtungen des Reicksts aus »der Inanspruchnahme von Grundstücken "nnb 'Gebäuden, ferner eine Mänderung der Ver- ordnungen übet die Beschäftigung Schwer­beschädigter.

tfäbndtcn in netter Weise auögestattet. Für die Unterhaltung ist auch in reichlichem Maste ge­sorgt. Eine Lesehalle mit allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften, daran anschließend ein Heiner Schreibsaai und eine Leihbiblio­thek flcbcn den Heimkehrenden zur Verfügung. Auch das Soldaten beim wird viel Freude bereiten, denn hier ist ebenfalls an alles gedacht. In freundlicher Weife sind die Tische mit einer meisten Papierserviette belegt, mit einem kleinen Straust frischer Blumen geschmückt. Schwestern walten ihres Amtes und verabreichen an einem kleinen Büfett dem Durstigen Kaffee. An Der- guügungen bietet das Lager eine Reihe von Ab­wechselungen. In der Nähe des Haupteinganges ist ein Kino, ca. 600 Mann fassend: dieses kann auch als Theater benutzt werden. Freunde des Kegelspiels finden eine gut angelegte Bahn vor. An praktischen Einrichtungen ist noch besonders hervorzuheben eine Fahrtauskunftöslelle, in der ein jeder Nückkehrende feinen Zug nach bet Heimat erfahren kann: ferner eine Wechselstube zum Ein­lösen frember Gelbsorten unb eine Post mit meh­reren Telephonanschlüssen. Ebenso hat bet Emp- sangSausschuß eine Auskunstsstelle eingerichtet. Auch ein Heiner Laben bat sich im Lager auf» getan, hier gibt es Knöpfe, Kragen, Hüte usw. zu kaufen. Bemerkenswert ist noch bie gerichtliche

Brüder für den kurzen Aufenthalt im Durch­gangslager alles aufs beste gestaltet, und wir wollen hoffen, dast wir sie alle recht bald in der Heimat begrüben können.*

**EinneuerTransportKriegs- gefangener, zmn großen Teil Kranke unb Verwundete, ist heute früh angekommen. Sie trafen in einem Lazarettzug ein, der aus der Gegend von Calais über Köln-Deutz kam. Die Stimmung der aus englischer Gesangen­schaft heimkehrenden Leute war gut. Sie wur- ben von Damen der Stabt und des Noten Kreuzes benrüfct und mit Schleifchen, Zi­garren, Postkarten und Blumen beschenkt. Die Kapelle der Reichswehr spielte Begrüßungs­weisen, worauf im Wanten des EmpfangS- ausschusses Rechtsamvalt Homberger eine Ansprackfe hielt. Mit Musik lvurden sodann die Angekommenen durch die mit Flaggen geschmückten Straßen nach, dem Lager ge- eitet, unterwegs von der Einwohnerschaft >nrch Tücherschwenten und Blumenspenden ebhast bearüßt. Von den Hetmgekehrten wur­den Mur 208 Mann dem! Lager überwiesen, der Nest mußte in die Lazarette aufgenommen werden.

Au» Hessen.

Die Wahlen im besetzten Gebiet genehmigt.

Darmstadt, 14. Aug. Wie von zuverlässi- fler Seite gemeldet wird, bat-bie Besatzungsbehörde die Vornahme der Walsten für jivmiuunal-, Kreiü- unb Provinzialvenvaltuugen im besetztest Gebiet nunmcljr genehmigt.

Die Bcrhastuug dcr sechs Echzeller Landwirte.

rmt Darmstadt, 13. Aug. Parlamentari­sches. Tie Abg. Tr. Dehliuger und Gen. haben folgende dringliche Anfrage an die Ne­gierung gerichtet: Ist es der Negierung bekannt, dast am Samstag den 9. August in Echzell 6 Lanbivirte, zu emer Zeit, in bet volle Ernte ist, wegen angeblicher Vergehen gegen die Zwangs­wirtschaft verhaftet worden sind? Auch wei­tere Verl>aftimgen sollen in verschiedenen Orten toorgtnommen worben sein!

Was gedenkt die Negierung zu tun, um die Freilassung der Verl)afteteu sofort zu veranlassen, da gnoermsalls die Volksernübrung auf das Schwerste geschädigt wird und weiter diese Mast- nahmen die schärfsten Unruhen unter der Bauern­bevölkerung im ganzen Lande Ijertwrrufnt wird.

Zu der obeneranäbiitjcn Anfrage des Abg. Del)lin L«-r erfahren wir nock,., daß am Mon- tay eine ?lbvrdnung hessischer Sanblunrte persönlich bet der lch'sigen Negierung wegen der Verhaftung der fraglichen Landlvirte vorstellig wurde unb soll die Haftentlassung aiiflcorbnet wvrden fein.

in der Nacht zum Dienstag einen Mtordversuch auf die Nieder-Nodener Feldsck)ützen begangen zu haben,

rm. Klein-Gerau, 13. Aug. Bei einem großen Schadenfeuer, das aus unbekann- ter Ursache in Klein-Gerau entstand, wurden ver­schiedene Hofreiten mit grosten Erntevoträten, Scheunen usw. ein Raub der Flammen. Ter Scha­den ist bedeutend, obwohl auch benachbarte Feuer­wehren unb Mannschaften der Besatzungsarm« sich) an den £öfd,arbeiten beteiligten.

oz. Offenbach, 12. Aug. Zwangsein- quarticrung Unb Wohnungs-Beschlag­nah m e für Offenbach sowie bie Verpflichtung zur Anzeige jedes abgeschlossenen Mietverhältnisfes bringt bie Bekanntmachung gegen den Woh- nungrtmangel unb Schutz der Mieter. Gleick-zcitig werben bie Mieter und das Wohnungsamt bered)- tigt, wegen überhöhet Mietzinse neu vermieteter: Wohnungen das Mieteinigungsamt anMtufen. Durch freiwillige Abgabe sichern sich die Woh. mmgsinbaber ein Mitbesttmmungsrecht in der Auswahl der einzuweisenden Wohtrungssuchenden. Es wird amtlich mitgeteUt, daß die neue Verord­nung sofort und in vollem Umfang ausgeführt wird und daß noch lveitgehendere Bestimmungen gegen den Wohnmtgsntangel in Kürze zu erwarten sind.

hl. Aus dem Mümltngtal, 12. Aug. In Erbach, Beerfelden und anderen Otten des Mümlingtales trägt man sich mit denk Gedanken, für unsere gefallenen KriegerEhrenhaine^' zu errichten. Für jeden gefallenen Krieger soll eine Eiche mit dessen Namen gepflanzt werden. Um aber der Sache greifbare Gestalt zu geben, würde es sich vielleicht empfehlen, wenn die Aw gelegenheit nickst von einzelnen Vereinen, sondern von den Gemnnde oettoaftungen in die Hand ge­nommen würde.

Hessen-Nassau.

Eine rütfelhafte Krankheit.

mr. Frankfurt a.M., 14. Aug. Augen­blicklich tritt hier eine rätselhafte Krank- heit auf, die namentlich Frauen befällt. Die Erkrankten werden mit ausgeschwollenem Körper in dqs Krankenhaus eingeliefert und ft erben trotz sofortiger Operation. Bisher wurden int Heilig- geist-Hospital drei solche rätselhafte Fälle beobr achtet. Die Aerzte sind vollkommen ratlos.

Eifenbahnunfall.

Frankfurt a. M.. 13. Aust. (Wolff. Amt­lich.) Gestern um 12.05 Uhr nachmittags hat der Güterzug 7578 von Niedernhausen nach Eppstein das Haltesignal überfahren und ist auf eine Rangierabteilung des Güter- zufles 7577 aufgefahren. Hierbei sind fünf Etfenbahnbedienstete leicht verletzt worden. Tu: Maschinen beider GütetZüge und 14 Güterwagen und der Packwagen der Nangier- abteUung wurden schwer beschädigt. Von beiden Hauptgleisen. die gesperrt waten, konnte eines heute vormittag wieder in^Setrieb genommen werden.

Mord im Stadtwald?

= Frankfurt a. M., 13. Aug. Von Holz- samMletn wurde heute ftüh im Unterwald bei der Gemarkung Schwanheim, mehr in der Mhe eines von Schmugglern stark benutzten Waldweges, die Leiche eines Mannes aufgefunden, die allein Anschein schon mehrere Tage dort gelegen hat. Es handelt sich den Vorgefundenen Papieren zufolge wahrscheinlich imt den Kaufmann Heinrich N i u g aus Münster bei Bingen. Der Ltiche fehlt der linn Stiefel. Allein Anschein nach ist an dem Man« eine strafbare Handlung verübt worden, worüber die am Donnerstag stattfindende Leichenöffnung Ausschlub geben wird.

Bankdiebstahl.

Frankfurt a. M., 13. Aua. Wie llns die Filiale der Dresdner Bank hier mitteilt, find bei einem Einbruchsdiebstahl in die Depositenkasse W. der Zentrale Berlin Wert­papiere, u. a. Kriegsanleihe, Neichssck)atzanweismi4 gen, Aktien der Dresdner Bank, Diseonto-Com- mandit, Dessauer Gas, Eisenwerk Kraft, Hohen­lohe Kabelwerke und verschiedene Jndusttie-Oblv' gationen entwendet worden. Bor Ankauf wird gewarnt.

*

--- Frankfurt a. M., 13. Aug. Die Land­arbeiter des Rödelheimer Hofgutes traten in­mitten der dringendsten Erntearbeiten in den Streik. Nach Bewilligung der Forderungen wurde die Arbeit wieder ausgenommen.

Marbu rg, 13. Aua. Bei dem Lei­che n s n n d in der Ohm bei Bürgel handelt d firfi um einen 17jähri^en Menschen aus Marburg, der vor ackst Tagen in der Ohm ein Bad nahir. und jertbem nicht mehr gesehen wurde. Tatz a vorher entkleidet umhcrgelaufien fei, beruht auf einer Verwechslung.

leisteten Dienste vom 1. Oktober ab.

** Weitere Einschränkungen und Winterfahrplan. Ern neuer Wiubcrfahrplan ijt wieder zum 1. Oktober in Aussicht genommen. Schon jetzt steht aber fest, daß bie zum 15. August eintretenden Einschränkungen nickt ausreichen und bald nxitcre Nachfolgen werden. Auch der Entwurf zum Wintcrfahrplan wird diesem Umstand Rcch- imng tragen. Ern Teil der Züge wird wiederum mit einem und mit zwei Dunklen gekeiruzeichnet. Ein Punkt bedeutet, daß ocr Zug nur bis auf weiteres verkehrt, Ivährend zwei Punkte besagen, daß der Zug bis auf weiteres nicht verkehrt. So hMrtkm die Vorbereitungen für die kommenden Eiuschränkungen im Winter sck>on jetzt getroffen. Sollten sich die Berhälttiisse beffern, so können die Züge ohne weiteres eingestellt werden.

** Terentsesseltc Vermehr. Der Ver­kehr wird allmählich, von den Fcsftln deö Krieges befreit. Im Tel eg ramm verrohr nad,i dem Ausland fiitb die Sprack)enbeschlrLnkungen aufgt- Ijobcn. Man la nm ivlcbcr in gel^imer Sprach^ telegraphieren. Nack» den Ländern, die auch ihrer­seits die Beschräickmigen haben fallen lassen, ist lede Sprack>e zulässig, oic mich dem intcrnatio-nalen: Telegravhcuvertraa erlaubt ist. Es sind dies bis jetzt .Täncmaick, Deutsch Oesterreich, Großbritan- nten, Norwegen unb Schlveden. Im Verehr nach den übrigen Ländern sind nur noch die dortigen Sondervorsch-risten zu beadyten. Tie Schtveiz wxv- terwirft Turchgangstelegrammen Heinen Beschrän­kungen mehr. Dentsch-Oesterrcich^ teeubet die ehe- maligen österr-eich. Beschränkungen für Telegramme nach und durch Deutsch-Oefteereich nickst mehr mi. Auch die Briefpost der benachbarten neu traten Län­dern geht wieder durrh Deutschland mit Aus­nahme von Rußland, der Ufrainc, der Balkan- staatcu und der asiatischen Türkei.

** Postoerkehr. Nach dem von den Polen besetzten Teil der Provinz Pofar sind nun­mehr auch eingeschriebene Brieffendmrgm auf Ge­fahr des Absenders zu gelassen.

** Besitz wechsel. Tas Fritz husche Stoschäftshous, Ecke Seltcrsweg uni> (swetliestraße, narrte für 85 000 Mark verkauft.

** Gute Roggen ernte. Nach Aussage der Landwirte über bie bisherigen Ergebnisse d s Frühdrusckics ist die Noggenernte durchschnittlich als gut zu bezeichnen. WenmsteuS im Gebiete d.'r mittleren Lahn unb ihrer Seitentäler. Trotz des Mmigels an Düngemitteln übtTtrifft die Menge und Güte der Körner das Ergebnis vieler guter Friedeusjahre. Guter Boden erzeugt rund 12, bester 15 Zenttier Kvrn auf den Morgen. Da man auch mit dem Ertrag an Stroh zufrieden ist, sind die Aussichten für die hungrigen Magen gün­stig. Vorausgesetzt, daß diese erfreulichen Tat­sachen auch anderioärtö vorh.indni sind.

Abg. Tr. Braun-Franken (Soz.): Beooi die wirtschastlick:e Leistungsfähigkeit des Reichs durch eine Steuer wie die Umsatzsteuer auf bat Acuperste angespannt wird, sollte die Vorlage oer> suchen, aus der Erbschaftssteuer mehr herauszu^ holen. (Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.! Ueberlyaupt müßten erst bie direkten Steuern an- genommen fein, bevor Wir zur Warenumsatzsteurr, die wir für eine der unglücklichsten steuerlicher Erftudungen halten (Beifall bei den Sozialdemokv i' ten), Stellung nehmen. ES ist uns überaus pein­lich der Regierung einen weiteren Kredit ooi 6 Milliarden Mark zur vorübergehenden Verstär­kung der Betriebsmittel bewilligen zu sollen, y-p sentlich wird uns spätestens im Herbst eine end gültige Abrechnung vorgelegt, so baß wir endlitz zu einer geregelten Etatwirtschaft kommen. Ans der anderen Seite mutz bei den Äusgabebc'willignn- gen der Wille zur Sparsamkeit endlich in die Tr umgesetzt 'nxrbcn. (Zurufe rechts.) Das gilt aul für meine Partei. Es mutz ein Ende gemacht wer­den mit den Burvaukratisten. Erst 'wenn das Volk einmal Marheit darüber gewinnt, wclcke Listen cS in Zukunft zu tragen hat, kann unser Wirt­schaftsleben »nieder gesunden. Eine Anuullierunr der Kriegsanleihen telmeu Uxir ab, weil dadurch das ganze deutsche Wrrtsck-aftslebcn ciusrchzum Stillstano gebracht würde und die Kreditwürdigtznt des Reiches restlos vernichtet werden würde. Irl übrigen schrecken wir nicht zurück vor konft-. katorischen Steuern. Allerdings unterscheiden wir

die Lagerkommandautur die Mitglieder deö Emp- sapqsauöschiisseö für heimkehrende Kriegs» unb Zivckgefangenc und die Vertreter der Stadt ein* Staben. Das Lager zerfällt in zwei. Teile, in ba8 enanute Seuchen- und das Hauptlager. Tie sichtrgnng nahm ihren Anfang im Seuchen­lager unter Leitung deS Lagerkommandanten Major Wehdt. In diesen Teck kommen zuerst alle Transporte, um dort entlaust und untersucht zu werde». Hier ist eine große Tampfent- lau su n g san st al t mit allen neuzeitlichen Er- nmgensckiasten eingerichtet. In einiger Entfernung von dieser befindet sich eine zweite, in der die Entlausung der Kleider durch Blausäure vor- «nommeu wird. Dieö Verfahren ternispruckt be­deutend welliger Zeit als das Abtöten des Unge­ziefers durch Tamvs. Eine in jeder Weise praktisch emgerichtete Waschanstalt, in der große Mengen von Wäsche auf einmal gereinigt werden können, ist ebenfalls in diesem Teile des Lagers. Um Transporten, die nicht mehr am Tage ihrer An­kunft entlaust werden, können, für eine Nacht Unterkunft zu bieten, sind hier noch einige Wohn- bauacfcn hergerichtet. Beim Eintritt in daS Hauptlagei sieht man gleich, daß hier prak­tische und fleißige Hände gewirkt haben, llcberatl sind Wegwmser angebrarbt, so daß ein Verlauten unmöglich ist ( auch die (Wartcnanlagen sind sehr geschmackvoll, so das; man nicht tkm Gedanken I ** Ter Preis für Eiform- und hat, sich in einem Laaer zu befinden, fonbern ini S tei n k o h le n b r i ke11s ist ab 1. b. Mts. einer kleinen freundlichen Gartenstadt. Tie Wohn-Ium 29 Mk. für die 10 Tonnen erhöht worden.

** Amtliche Personaln ach richten. In den Ruhestand versetzt wurde am 2. August der Hauptlehrer an der Volkssck>ule zu Heuchel­heim Friedrich Schneider auf fein Nach- fuchen unter Anerkennung feiner dem Staate ge-

eiuige Films. W.r noch im Besitze von gefundenen Films oder Teilen derselben ist, wird gebeten, sie auf der Kriminalabterlung abzuliefern. Am 12. August, nachmittags, ist in der Schulstratze am Postamt II ein Meres Fahrrad entwendet worden. Sackdieiiliche Mitteilung an die Kriminal­abteilung erbeten.

** Für Hinterbliebene von Kriegern beutfrljer Abkunft, die in den Kümpfen der 18. Armee um Rigas Befreiung vom 1. bis 5. Sep­tember 1917 gefallen sind, stehen dem General­kommando 2. Armeekorps in Stettin Geldmittel in beschränktem Umfang zur Verfügung. Alle diejenigen Hinterbliebenen. welck>e glauben. An- sprück)e auf vorgenannte Unterstützungen erheben An können, wollen sich umgebenb, spätestens am 20. August, beim Städt. FÜrforgeamt für Kriegs­beschädigte und Kriegshinterbliebene melden.

**Ein Sommerfest beim Fürsten Orlofsky" betitelt sick> ein Künstler fest, das am 20. August in sämtlichen Räumen des Bad- Naul-eimer Stolpert bau je» statt findet. Eine luftige Ansprack'S Direktor Steingvetters, der selbst den Fürsten Orlosskp mimt, geht dcr Aufführung des StenFledermaus"-Attes voraus, der unter nähme des gesamten Kurtheaterpersvnals wie- bergogeben wird. Tanz und Lbonzerteiulagen fol- gtm, zu denen erste Kräfte gewonnen worden sind. Wir nennen nur die bekannte jugendliche Tanz- tüiiftlerin Hertha Hellwav-Bibo aus Berlin, die Harfen-Virluosin Eisbett Svldan und den Kapell­meister des Nauheimer KuvorcksesterS, Willy Naue. Ter zweite Teil des Abends bringt Tanz, Basar, Kabarett, bayerische Bierstube mit Lautenliedern. Tee- unb KakaostubeZn den Geishas" usw. Bei dein uielfcitigen Charakter der Darbietungen ver­spricht das Fest einen anregenden Verlauf zu nehmen.

** Der GeselligkeitsvereinKaro" hielt am Samstagabend im großen Saale der Hardt einen Unterhaltungsabend ab. Der 1. Vor­sitzende Otto Biedenköpf sprach einige Be- grützungSworte; es folgten abwechselnd Musik- und Gefangsvorträge, Rezftattonen und Duette. Frl. Margot Werner und Herr Wilhelm Koch vom Stadtthcater Gietzen, die sich in liebens­würdigster Weise dem Verein für diesen Abend zur Verfügung gestellt hatten, sanden mit ihren Darbietungen reichen Beifall. Das junge Volk hielt ein .flottes Tänzchen noch einige Stunden zusammen.

Landkreis Gictzcn.

**Gr otz«n-Buseck, 14. Au^. Dr. Geng- nagel beging am 10. August sein 25jädriges Jubiläum als Praktischer Arzt in Grotzen-Äufeck.

Kreis Schotten.

** Schotten, 14. Aug. Ein sehr trau­riges Zeichen unserer Zeit sind in unserer G:g?nd die vielen Holzdiebstähle aus den Forstm, die in ein-eluen Oberförster neu gtabeju einen unheimlichen Umfang angenommen haben. Ganze Stöße von Brennholz sind den Käufern toeggo uommen worden. Ain meisten betroffen davon sind ärmere Leute unb mittlere und niedere Be­amte, die nicht FuhrwerkZbesitzcr sind und wegm des Heimfahrens auf fremde Hilfe ang.'wiesen sind. In dieser teueren Zeit hält es ohnedies schon schwer, auf einen Tag mal einen Fuhrmann für schweres Geld zu erhalten. Nun ist aber gar vielmals der Umstand eingetreten, daß dieser eine vergebliche Fahrt machen mutzte, indem das Holz einfach verschwunden war. Dte betreffenden Lrute sind sehr zu bedauern, denn das Holz ist vielfach schon bezahlt, Schadenersatz wirb ihm nicht ge­leistet unb mit ihrem Holzvorrat kommen sie nun nicht aus. Die allgemeine Meinung besteht hier, daß einzetee Hvlzhändler, welche an den Sta­tionen das abgefahrene Holz sofort kleiner schnei­den und verladen lassen, es nicht so genau mit dem Mein und Tein nähmen. Die Forstbehörd: sollte hier bunb Einlegung geregelter Abfuhr­termine, an denen die gesamt- Forstpolizei zur Sterfüguiig steht, entscheidend eingveifen, um diesen schreienden Mißstand zu belieben.

§ Ans dem oberen Vogelsberg, 13. Äug. Die Himbeerernte fällt in. diesem Jahre nicht so aus, wie es zur Zeit der Mute den Anscl^ein. hatte. Sie ist auch zeitlich sehr zurück. In früheren Jahren war inn dieselbe Zeit schon die ganze Ernte abgetan, während man letzt erst damit beginnt. Ein Sammler kann bei angestrengtestem Fleiß an einem Tage höchstens sechs bis ackst Pfund pflücken. Man rechnet aber damit, daß bei der beginnenden Reife im Hochtoald, dem Pftücker ein lohnenderes Ergebnis Geschieden ist. Bezahlt wird für das Pfund eine Mark. Als vollständig beendet kann nun doch die Heuernte angesehen werden. Vorige Woche war jeder Landwirt eifrigst bemüht, fertig zu foer- ben. Durchschnittlich ist bie Güte des Heues zu­friedenstellend. Die ganze Ernte hat allgemein einen mittleren Ertrag ergeben. Wieder muß der Landwirt in seiner Berechuuiia äußerst sparsam verfahren und feine täglichen Rationen nach vor­jährigem Muster einrieht en. Großer Handel und Verladungen auf den Balmhöfen können auch in diesem Jahre nicht stattfinden, denn tvohl wenige 'Bauern giot es, die Ueberschüsse außveisen können. Bezahlt werden 20 Mark für den Zentner.

Startenburg und Rheinhessen. Banernbewemurg in Starkenburg.

rm. Darmstadt, 13. Aug. In Grafen­hausen bei Darmstadt haben dieser Tage die Landwirte, die mit dcr Maschine gedroschen haben, den Wiegemeistern und kontrollierenden GeuidarmM in energischster Weise gedroht, als sie ernstlich mit der Venviogung deö Getreides beginnen wollten. Sie nahmen dagegen Stellung, daß sie das Ge­treide zu dem niederen Preis abliefern sollten; auch in anderen Gemeinden fand der gleiche SBibcr^ stand statt.

Am Sonntag war in Grotz-Gcrau eine große ®auernoerfammlung von 35 benachbarten Okmtcinbcii veranstaltet, in der gegen die Erlföhung der lTrmhgebühren Stellung genommen wurde. Es hirirb unbedingt verlangt, das selw unzuv-erlSssiM Wiegen des Otetreides, daS große Unkosten ver- ursackte und keinen großen Wert Ijabc, cinzustellen. Tie dmch Sparen der Verwiegung erübrigten Kosten in Höhe bon ual>ezu 100 000 Mk. für den K>eiö, solle matt für die Tresckch>sten, wenn sie erhöbt werden müßten, zusthießen. Tie Dresch­maschinen kosten stellen sich auf 60 Mark die S tu nde.

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