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tiefer Veefenmeyer,Schrift-
Um 6 Uhr wird die Beratung abgebrochen. Nächste 3i&img Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Novelle über das Branntweinmonopol. Antrag und nt er pellatro n wegen Abbau der Zwang-- wirtskÄst.
170 Kilometer zu Fuß »rtMtegot. Die Bo- <xnj trigenbat i)«vcn^
flrü6imtAmi><tA- hielt Herr Engelbach bombtest: ^norEwer Sckmidt Stndentenausschvß. evutrarnbenr * ----------
** Aus dem Stadttheaterbnreau
Nochmals sei aus die heutige Aufführung des vier- Tu*®t, '«*r attigcn Schauspiels „Der Gvmnasialdirek-I'
Einverständnis handelt oder ,
» I m. Lichtspielhaus tmrb ab morgen bis Freirag Hella Mosa in „Tas Spiel ton Liebe und Tod" ouftrctrn. Ferner Leontine Kütockerg
in „Tie Kuptckerin".
Landkreis Gtehcn.
Großen- Linden, 18. Oft. Seine
Berbandsausstell u n g hält am 25. nnM
Gastspiel Cumberland. 10000 TR.
Belohnung - cchlt Eumberland, das relapErsch't -omen, c.t am 15. Oftotor 1919 im Saal; Horri „‘Jinlfjrn" ein einmaliges Gastspiel ab- io'.ncrt dem.ar.gen, der nacknxist, bar :r bei -einen serrsanouellen Tarbierung.m von Telepath« itn2> Waä. iuaaestio'.rcn mit irgend einer Person im
Versorgung des Landes gefährden und den Ztrers schädigen. Die Landwirte glauben offenbar viel- sack, der Biehverkehr sei jetzt frei imb die Vieh- katafter seien völlig überflüssig Diese Auffassung ist völlig irrig und tnuutveffcnb. Die Regierung legt Wert darauf, festzustellen, daß die Vorschriften, über die Äontrollc des Biehverkehrs nach lote
regung waren tn vergangenen LLocye die ntcugcm Kartoffelverbrau cher. Infolge der fckckerb- tat Ernte ist eS den eingesessenen Landwirten nicht möglich, den Verbrauch w decken und auch aus den Dörfern der Wetterau kamen gfatte Absagen. Endlich fand sich ein Ausweg. Tie briben Hofgüter Obbornhofen und Hof Gill versprachen Belieferung, j ?voch nur unter der Bedingung, daß sämtliche Bezieher ihren Bedarf selbst auSmarlvn. Ter Vorschlag wurde angemnnmen und so wird der Starte ifdttieg wohl auch bald sein Ende nehmen.
Die Kartcffelverforgung.
Berlin, 11. Okt. (Walff.) lieber den an- gck'ick drehenden Zufammenbruch ver nar- t^iselversorgung getot auf Grund von Mitteilungen einer >:arwffebanbauqet cklich^it te* unruhtgerch^ Nackwichten durch die Presse. Ti? Nnch Skarr.'ffelstelle steht der B wöffenllichung dttk-r Nock; völlig fern. Bm einem Zuxrmmenlnuch der Nnrw'selverf'orgung kann feine Red: fern. Tie crcgCTwartigen Stockungen in der Zufuhr sind lediglich aus die Tr anportschwierigfeiten zu rück zu führen, die in der notwendigen Bevir- zuguna bcr (ßerrridttransporte ihren Grund da- den. Son nächster Woche an werden sich innige bcr Bevorzugung der KortofieltranÄurt: die Dr- hättniffe ooronSsichtlich be ssern. Wenngleich die Ernte ocn Erwartungen nicht zu entlpoochen schritt, treffen doch die Mitteilungen über eine schlecht? Ernte nur aus kleinere Bezirke Deutschlands zu. Selbst bei einer Ernte von nur 50 Pro-all d:r Friedensernte werden di: Rationen bei glatt w Tvcmsprrtlage mirrafitethatten wecken könnm.
Das Hans tritt darauf in die Beratung des Haushalts der
Reichspost- und Teltgrajchtnumvaltung
ein. Ten Bericht «stattet der
Abg. Delius (Dem.): Die Summe für Ent- sckLngungen und Verluste, die im Etat früher immer mir mll einigen hunderttausend Mark eingesetzt 'war und diesmal mit 1,22 Millrrmen vorgesehen wurde, rotrb, muh M.itteL'unq der R nck^s- schatzverwaltung, bei Weitem nicht ausreichen. Man rechnet am Schluß des Etatssahves mit einer Summe von wahrscheinlich 10V, Millionen Ente schädirnmgen für Verluste <m Postpaketen. (Hört! Hört!) . .
Präsident FehrenVach teilt nnt, bau der Reick^schatzminister durch dringende Amtsgeschafte ixr'nnbert ist, den Verhandlungen bn-uwohn-m.
Abg. Taubadel (Soz^: Leider ist das Ber- trauen zur RcichSvaft beim Publikum in ganz Lus-erardentlichem Muhe erschüttert. Haffnitlich toirb aber bic Unehrlichkeit bei der Post rotier verschwinden. Um den Betri:b wieder rentabel zu machen, müßten auch Bwwaltung und Betrieb nach kaufmännischen Gesichtspunkts! arbeiten. Alle tonischen Neurungen sollten in größtem Umfange nutzbar gemacht werden.
Abg. Nacken (3tr.): Der Reichspvstminister hat bis jetzt unser Vertrauen gerechtfertigt. Mit bcr Erhöhung der Gebühren muß man sich angesichts der Finanzlage abfinben. Wesentlich ist die Besserung der Lage des Postpersonals.
Abg. Pfeiffer (Ztr.) nimmt die künstlerische Kommission, die die Briefmarken zur Erinnerung an die Nationalversammlung ausgewählt hat, gegen Vorwürfe aus dem Hause m Schutz.
Unterstaatssekretär Teuske: Die Beraubun- gen bcr Pakete erfolgt zumeist auf den Bahnhöfen und können dort nicht ganz verhindert werden. Der Funkbetrieb wird nach Möglichkeit gefördert. Das Telegrammyeheimnis Wick durch rhn aber nicht genügend gesichert.
Abg. Delius (Dem.): Wir haben der Erhöhung der Gebühren nur mit Widerwillen zu- gestimmt und müssen jetzt die Wahrnehmung machen, daß die Beföckerung schlechter ist als bisher. Eine, wenn auch geringe, Verzinsung bcr Schecklonten wird sicher eine weitere Ausdehnung des Scheckverkehrs zur Folge haben.
Abg. Deglerk (D.-Natl.) klagt ebenfalls über die Verschleppung der Telegrammbestellung.
Unterstaatssekretär Teuske: Die Zuziehung des Verkehrsbeirates in Fragen des Postvaubes^ wie er auS dem Hause heralus gewünscht wird, leim sich selbstverständlich nur auf solche Fälle beschränlen, wo Interessen des Publikums in Frage kommen.
kommen und haben den Betrieb wieder ausgenommen. Der Nebenbahn ist ein Termin zur Wiederaufnahme der Arbeit pun eonntag ttüb gestellt worden, andernfalls haben sich die Beamten als entlassen zu betrachten.
'bemerkenswert ist, daß m derselben Angele- gtitbeit zum Beispiel in Halle der örtliche Schlick- tmws-Ausschuß von Amts wegen in Tätigkeit ge treten ist und auch die sofortige Wiederaumalpne der Arbeiten durchgesetzt bat. Zn seiner Kritik bat der Vorsitzende wiederbolt ausgesprochen, daß der Streit jriool und leichtfertig an gesetzt sei: noch nicht einmal sei vorher die zuständige Stelle zur Schlichtung an gerufen. Man scheine lediglich Schlagworten gefolgt zu sein, ohne jegliche^ jcQ>-, M ----- ----. - - - - - _ . , ___.
ständiges Denken. Die gan$e Handlungswelle fei I 26. Cftober der mittel deut, che Karnnchenzuchtt) ereu, lerne Männerarbeit und zeuge von keinem Der-1 hier in der Turnhalle rck.
antwortlichseitsaesühl, wie solche heute bei den ** Lollar, 12. CIt. xer Stnwgraphar- Derlirfcnen Reckten encartrt wecken müsse. I öereux „Gabelsbergeri gegr. 1913) begnutt 'Nachdem nun die örtliche Streikleitung selbn I einen neuen ^Mngcrlehrgang nach Systeme nichts veranlaßt bat, außer Proklamierung des Gabelsberger. ~*2tr genannte Verein feiert am; ate Verwaltung ihrerseits das Schicks- 15. November sein HährigeS Stickmgsfest.
Berlin an gerufen, loelclxx ictzl tagt,l Rodheim b. Hungen, 12. Ott. Unter m dem örkück^n iSctütchllm^aussch.tß l außerockenllick zahlreicher Beteiligung wurde " *' ' "ische Förste» Jvh.
Abg. Laverren- (D.-4lkatl.-: Es muß dafür gesorgt wecken, daß durch Uebernahme von mög- üchst vielen Barmten des .stvlonvilnmts in das neue Ministerium für den Wickeraufbau dock bit «ur Beurteilung der Einhelfvagen nötigen Sach- 'verftündigm vorhanden sind. Wir .vollen die voff- 3nmg nicht sinter, lassen, daß früher ooer später das Barmer des deutschen Reiches .nieder über unteren geraubten Kolonien wehen wird.
Reichslolonialminister Dr. Bell: Ich hoffe, daß ob möglich sein wick, einen großen Zcu oer hontottrn Beamtenschaft unterzubrrngen. ^nsve- sondern kommen das neue AkHvanoerungsamt und daS Ministerium für den Wickeraujbau dafür tn Arage. Ein Gesetz für die Schadloshaltung derjenigen Beamten, die eine anderweuige Stellung! nicht frühen können, ist in Vorbereitung.
Abg Beuermann <T.Vv.): Tre Berge- waltigung kann feine bleibende sein. Wir honen, >aß wir selbst noch die Wtederherstellung eines bllchetchen deutschen Ä.olonialreiches erleben wecken.
Abg. H e n k e. U.): Unsere Partei ist wn fdtet Gegnerin teglicher Ko lvn i alp o l i l i l gnoesen Die Arbeiterklasse würde den Ast absagen, Mts dem sie sitzt, wenn s« nicht dafür sorgen würde, daß der Ausbeutung der Naturvölker ein Ende ge macht wick. Wir wollen «Shalb alles tun, am den kolonialen Gebauten bis auf die Säuren ans - gucotten, imb deshalb hoffen wir, die Neoensack drS Herrn Bell, er siehe hier als letzter .nolonml' Minister Deutschlands, möge zur Wahr hell wecken.
Reichsuolonialminisber Dr. Bell: Der Dor- «ebner hat offenbar ein deutsches Parlament mit tramn einer Versammlung im Auslande, für die seme Ergüsse berechnet waren, verton’weil. Nach den Ans ührungni des Vorredners schranke ich meine Behauptung dahin em, daß alle Parteien dieses Hauses, die ein Gefühl für nationale Ehre haben, sich zu diesem Protest vereinigt haben.
Damit schließt die Desvrechung Ter .stöbmial- etat wird angenommen. Mehrere Pettti.men werden noch den Anträgen des A-us^haffes eckckigt.
vor in Straft sind und beachtet wecken müssen. Insbesondere ist zum Verkehr von Vieh tn allen Fällen die Genehmignng des Ober hessischen Vieh- bandelsverbandeS erforderlich, m-besondere wenn das Vieh nach anderen Gemeinden verkauft rotrb. Icker Hesitzwechsel ist außerdem in der borgt« sch riebenen Weise dem Biehkatastrckührer der Gemeinde mitzuteilen. Der Transpack von Vieh ohne Genehmigung imb ohne BeföckerungSschrin ist verboten und strafbar. Die Gendarmerie ist angewiesen, alle Diehtran-pocke anzudalten und alle Zuwiderhandlungen gegen die Dorschcksten über den Viehverkehr zur Anzeige m bringen. Auch die Viehhändler haben sich streng darnach -n richten.
Stacken bürg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 12. Okt. Die Darmstädter RechtSanwaltS- und Notackillsgehllfen sind nach längeren Verhandlungen in eine Lohnbewegung ringt treten. Tat'äch'ich ist dv grvßs Mehrzahl von ihnen viel schlechter bezahlt, wie jetzt die kaufmännischen Angestellten, die schvS lange zusammengeschlossen sind.
Aus Stadt ttnd Land.
Gießen, den 13. Ott. 1919.
Verschärfte Gassperre.
Tie bernrinberte .Anlieferung wn Gaskoylm ziringt zu schärfster Einschränkung deS Gasverbrauchs. Tie Abgabe mm Gas erfolgt bis auf Weiteres
ton 5V» bis 8 Ilhr margenS, mm 101, 2 bis V/t Uhr mittags und ton 5 bis 11 Uhr abends.
Während der Sperrzeit bleibt wte bish:r bcr Gasdruck stock vermindert. Sämtliche Gashähne sind geschlossen xu halten, am zu verhindern, daß (Ä»s aus der Leituna ausströmen kann. Sämtliche Zündflammen sind abflufrelten. Tie Benutzung ton Gasbade- und Gasl-eizöfen ist verboten.
Es liegt im Interest: der GaSverbraucher, daß während bcr Sperret Gas nicht entnommen wick, weil die Gefahr emer gänzlichen Still-^ung des Gaswerks brobt Strengste Sparsamkeit im Verbrauch von GaS.ist daher geboten. Ein GaÄrer- brauch wahrend bet Sperrzeit bat ohne weiteres die Gasentziehung unter Fockauchme des Gasmessers zur Folge. Ewe strenge Kontvoll: ist an geordnet.
Der Streik a«s der vntzbach—Licher- Siseubahn.
Der oberste Betriebsleiter der Butzbach—Acher Eisenbahn teilt uns über den Anlaß des Streites mit:
Dieser Beanttarstoeik ist arrgeLich wegen John- fvrdernngm ausgrbrvchen, ohne daß rrgeridweichv örtlichen Forderungen weder der örtlichen Bahnverwaltung noch mir gestellt sind. Es handelt sich also gewissermaßen um einen ^Sympathiestreik für Forderungen, welche allgemein ton einem sogenannten nicht gesetzmäßigen und nicht anerkannten Hauptausschuh bet Angestellten des Lenz'schen Bahnkonzerns erhoben sind. Diese strittigen Forderungen find aber seit längerer Zeit dem Rckchsll Arbeitsamt unterbreitet, welches zwstmal bereits das Tacksschiedsgericht für zuständig erflärt hat, aber die Angestellten eine Sonderbeurteilung verlangen.
Die Angestellten nun lasten stch über die Sachlage nicht austlären und hängen von einzeltren Führern ab. Da das Schiedsgericht augenblicklich in Berlin tagt und auch die neuen Tarifverhand- timgcn bereits feit 1. Oktober aufgenommeu sind, [o ist der Streik auS der Luft gegriffen, und der Weiter-Streik nach Aufllärung entbehck jeglicher Grundlage, da die Interessen und unparteiische Etttscheidung über die vermeinllichen Forderungen gewährleistet sind, öerftbiebene Bahnen sind bereits am Samstag den 11. Oktober zur Einsicht ge»
geeicht in imb außer»»... ____— ----------, --------—. . ..
Stellungnahme und Unterfudpmg aitbeimgegcbeii. I geitern hier der Hess' _ _
Es ist unverantwocklich, »6 in bcr iieutigcn Pal. Numrich zu Grab« getragen, der rate Zell MDrn:r auf solch leichttertge Weise das Ge- lange Reihe von 3obren die Försterei aus Forst- meimvvhl schädigen und eine ganze Bevölkerung Haus Glaub za bl berfeben hatte und darum: in 9tot imb Gk-fahr rcrsctzen @5 ist dies auch allen Wanderern, Ausflüglern und besonders bat bit "Ansicht sämtlicher behördlicher Stellen, die sich Besuchern von Bad Salzhausen eine bekannte P<r- bizher zur unparteiffchen Beuckeilung mit der An-1 sörtlichkell war, beliebt durch seine , offene gelegenheit zu besckiaftnwn lZttten." biedere Ack, eine echte deutsche . Bor
, seiner Wicksamkeit aus Glaub war der Ber-
o»*-i‘n-i^'tär Bauer, Rechner. Forst«
^•u.uuii>«L» xyc t WUUHI ui Kltngelhöffer,dte Bauteckmiter Gust«
tor" von Bock und Zabel hingewiesen, die zur himH r t in* Örtnr. Lim ve r^E«fftzer, dte Vorfeier des 60. Geburtstages W^lbnmgrat^ trat
Alfred Bocks Oattfinbet. — Leider smd eine erklärten. Man beschloß, tatftni itx» tortimt.-r größere Anzahl von Samstag-Abonne- crtrg MMeu mch^Bckchmrmrg ber er^r- m e n t s bis zur ersten Aufführung nicht abgeholt rck«^E<som'ttel rare Haussaminlung ^l ckronstll- worden. Die betreffenden Abciineitten werden tner^ ren.
mit dringend aufgeforbert, dies im Lause ber
Woche nachzuhoten. Für die versäumte erste vW HM
Abonnemcntsvorstellung werden kostenlos Gut- manaaf!Föckenmg des Weck^ d« scheine bewilligt. Sollten Samstag-Abomienwuts bmErgent^vtr Gnopen SteS, ^r
bis sväteftens kommenden Samstag, den 18. d. «
,cin',0 a“ä9 " IS"
♦* Auf die Naumanns-GedächtniS- tung emrf Schttmnmfestes tn Aussicht.
feier, die morgen abend 8 Uhr im Hotel Einhirn Areis Friedberg.
statt findet, sei hiermit nochmals hingewiesen. ** Friedberg, 10. Ott. DaS fcrerSfebeitS#
** D i e Herbstferien in unseren höheren | mittelamt gibt bt Ixnnt: ..Nach den vorliegenden Schulen und in den meisten Volksschulen des Meldungen sind im Kreise Frickberg fett einiger Kreises sind abgelaufen und das Winteckemesten ßeit die Anträge auf Genehmigung -mm Ber hat heute seinen Anfana genommen. Die hiesige kau s von Sieb (Nutz- und Zuchtvickh) der- Gewerbeschule mit MasAnenbauschulo wick am artig gesunken, daß die Gewißheit besteht, daß int 3. November ihr Winterhalbjahr beginnen. Streife Frickberg ber Biehverkrhr ohne die gesetzt
— DererftekräftigeFroft trat in liche Kontrolle vor sich geht. Zweifellos haben auch ber Nacht vom SamStag auf Sonntag ein: s Viehverschickungen sllckgefunden, welcheN^sch^ auf den Wasserpfützen hatten sich Eisdecken gebildet. Auch in dieser Nacht sank die Tem-
3 Korbene in (Fi (belebe rf tätig.
** KrreysgefattgeTten-vermrehr AM
Samstag, nachts 3/<l Uhr, traf, abermals ein \ MTns
Transport Heimkehrer für bas Durchtzang-s- O Gedern, 11. Oft. In ener tewt 'sjr** lager ebt Es waren 1150 Mann^ die aus eng- theker $eefenmei)er cutberufmcn Bersamm- Tifiber OVfartcrnidtifi kamen. Die Orfanatnrn bmg nnrrbe ent AuSsch»» |otr Errichtung
peratur auf 1,7°.
♦* Kartoffeln sind, wie wir durch Anfrage beim stSdt. LetemLniittolamt fest gestellt haben, auch heute nicht em getroffen. Es sind auch noch keine Waggons gemeldet.
Tas Schulkvm^r»omiß. Am D?n- ncr5ton den 16. Oktober, abatbS 8V< Uhr, spricht auf Einladtmg des Gießener LehrrckereinS, wie dicker un5 schreibt, im Hv>-l „Einhorn" ber Präsident des L<mdesamts für das Bildungsitosen, Prof. Dr. Strecker, über „Tas SchnlknnM)- miß imb die llukunft der hessischen Schule". — Ter Gegenstand' darf int Hinblick auf die Sbm- promißverhandlungen in der NattTnalversammlung im letzten Ium unb auf die hn kommenden Winter zu erwartenden Beratungen über bad Rckcks- Schulge'etz b s rndere Beack-wng btem'pmchcn. In dem Redner ves Abends, ber bn ben Iuni-Ver- hcmdlungen in Weimar selbst eine entschndende Rolle gespielt hat, hat der L^lwerverein einen hervorragenden Kenner des Gegenstandes gewonnen. Alle Einwohner unserer Stadt, denen die Zuftmft unserer Schule am^HerHen liegt, — w:r zu ber Frage: für oder wider die Einheitsschul: Stellnna nehmen will, — bckonders aS?r all? Eltern, vie sich über die Entroickelungsmöglichkeit.m der Schule ihrer Kinder imterrüfj-ten wollen, seien aut den Abend aitfmerksam gemacht.
(Siebener Stadttheater.
Gießen, 11. Ott. Egmortt.
TraueckPiel von Goethe.
Goethe als Auftakt einer Theaterspielzeit ist Verheißungsvoller Beginn. Wenn damit ein Programm an gedeutet sein soll, das auch den Sviel- plati unseres StadttheaterS von manchem .Kriegs- eckatz in die Fckedenswirtschaft bewährter Tlteater- kultur zurücklühren will, so wird man dies mit dankbarer Unterstützung anerkennen müssen.
Freilich, selbst das olympische Feuer goethe- scher ©eftaltcn hat eS nicht leicht, eine Zuhörer.- schäft zu erwärmen, die sich nach vergeblichem Dervismus in der ersten Pause frierend in MäNtÄ eöuvickelt. Die Kunst verlangt also Opfer. Aber> man wird sie gerne bringen, roenn sich die folgern den Darbietungen auf der künstlerischen Höhe der Egmontanfsülwung hallen.
Den stärksten Eindruck binterließcn die Srenm mit Klärckxm, die ursprüngttchsten des Werkes, die der 1787 vollendeten Ueberarbeitung um fast 12 Jahre vorauSliegen. In ihnen bewährten sich der neue Held Hans E i so l t und Friedel Doerr, die vom Vorjahre her tn guter Ecknnerung blick Die Rolle rtlärchens erftttite sie mehr durch ver standesmäßiges Eindckngen als durch naturgege benes Hincrnsinden, und kämvste gerade in dreier Stolle tapfer gegen eine gewisse Sprödigkeit ihrer Stimme Hans Eisvlt bat eine sehr vorteilhafte Bühueneckcheinung, die ihm in klassischen '-stücken besonders zu statten kommen wick. Sein Spiel war beschwingt, obwohl ihm die heitere Sorglosigkeit Egmontö noch nicht völlig als lichte Begnadung aut der Stirne lag. Er wuchs aus sich heraus in der meisterhaften Gegenüberstellung mit Mw. der durch Harrn Noebert in Maske, Spiel und Sprache .techelllich durchgesührt wurde. Man back hier auf die Lösung weiterer Ausgaben geipmuit fein. Als Margarete von Parma iädmetc «tmifte Marcks die Äemtiin mtt so klarer DMion und meuffUich «Mter Größe, daß dies als ihre beste Leistung
eingewertet werden muß. In der kleinen Rolle von KlSrchens Mutter wußte eine nette Kraft, Margarete Wernicke, deren zweifelhafter Stellung durch sympathische Zurückhaltung warme Anteilnahme 31t sichern.
Vielleicht etwas zu sehr als „Branntwein- zapf" sonst aber in überlegener Charakteristik stellte Adols Teleky den Aitsruhckchürer Vansen den Bürgern von Brüssel gegenüber, die als Vertreter des Volles zu gelten haben. Hier machte sich be* sonders Richard Hellborn als Schneider Setter verdient. Die übrigen Typen waren unter Karl B o l ck, Wilhelm Koch, Hanns H a r s ch a n , Willy Meng er und Rudolf Goll geschickt verteilt.
Wilhelm von Oranien gab OSkar Feigel verhalten und mit besonnener Ruhe, die ihm auch bei weiterer Verwendung im llasstschen Drama sehr dienlich fein werden. Auch bei Hans Heinz Heres berührte es »pohlluend, daß er dem natürlichen Sohne Albas kein ichillerscheS Pathos lieb. Der senttmentalen Treue Brackenburgs einen Ton zu verleihen, der nicht in Wehleidigkeit Umschlags ist sehr schwer und es ist aner!emien5roert genug, bi6 eS Franz Braun in den melften Fallen gelang. Der Macbiaock fitaro Eckck Webers hätte bei sonst glücklicher Gestaltung etwas mehr bat gewiegten Staatsmamt als dem ergebenen Sekretär hervorkehren dürfen, umgekehrt, wie es bei Egmvnr Gckcimschreiber (bargestcklt von Dolf Leutheiser) ckchtig getroffen war. Heinrich Dechstein wußte aus Süva eine echte Kreatur feines Herrn zu macken, während Hermann Stichel die Würde eines Feldimupttnannes nicht ganz gaang.
Hofrat Steingovtter hatte ohne gewaltsame Berbiegmrg und ohne beernttächtigende Stricke die ausraurnderstrebenden Szenen auf die Dö.ckrchkeitru unserer Bühne eingcckchtet. Er be- ftimntte der Aufführung eine angemeffenes Tenrpo und wußte die wichtigen Bvllsszenen ungezwungen nr britben Tie JtHzenieruna war prunrlos unti sckffckt. Die Erschckmng Äckrchens als Freiheit dürfte -eitüch verkürzt Utecken. Es wäre sogar
ratfam, die nicht gleich oerftänbücben Symbole des Stabes mit bem Htztte und pes Bütckelsl Pfeile wegzulassen und sich lediglich auf den Lorbeerkranz zu bckchrünkerr.
Das Orchester bedarf rroch größerer Ans- geglichetchell. Trotz guten Wollens tonnte maß viäsache Schwankungen nicht überhören. Ludwig Marguths Leitung dock man vertrauen, daß die Kräfte mit der Zell schroffer zusammengckaßl werden.
Die gute Ausnahme dicker ersten Aufführung des Winters wurde durch bcksallsfreudige Danto barfrä bewickcn. Auch mancher zellgemäße Ausspruch fand nachhallige Wirkung. zz.
Gießener rtonzertvercin.
(Sie6en, 13. Oktober 1919.
Ter Ziergesang ist, nadfoern vor allem d.w vvr- herckckrnde Gegenwartsopernstil in ein uferloses Deklamieren versunken ist, auch fm Kvnzerffaal eine recht seltene Eckchcknnng. Einige dankbare Droben aus älterer Zeit bot neben modernen Liedern von Liszt. Göhler und Mahler in dem Estrigen ersten Winterkon^ett die Sopranistin Macka Pos-Carlofvrti aus Hamburg, be gleitet von Tr Georg Göhler-Lübeck. Fhre Stimme läßt feinste Schickung erkennen, Hai besonders in ber Mittellage angenehmen Wohllaut und ist in der Höhe von imposanter Kraft und Fülle: hinzu kvmmt eine fein nuancierte Vortrags kirnst, welche die poetischen Stimmungen schön eckaßt und so die Darbietungen zu sehr gediegenen stempelt. Aus ber ersten Lickergruvve war vor- nemlick bes Meisters ber neapolitanischen Opern- schule. Jomeklls, „fteine Lerche" ent Treffer. — Großes Interesie imb viel Beifall erweckten dann auck die i Gesänge. Wir deuten bei des großen Klatnermcistcrs Kvmvosllioncn vor allem an Ine wmphvuischen Dichtungen und an seine Lirchenmmff: als Llederkompmnst ist er viel zu ivenig betonnt: feinen Zellgeuoffen ;n kühn, vns melleickt schon gu ckenit modern, ist er beiseite retteten. Und doch zeigte die vorzügllche Wiedergabe auch gttfrrn, daß hier bleibende Wette stecken.
Herr Dr. Göhler war mll 6 Liedern vertreten, dke stilistisch ihre Herkunft — besonders die Dürch- komponterten — aus ber neu deutschen Schule mll leichter impressuTtüsti^cher Färbung bekundeten und berat strophisch angelegte Weisen wohl durchweg den meisten Anklang fanden f,,An Bafflenev", ,,Traunll' und das wirklich reizende Volkslied, das wiederholt wecken muhte). DaS ^Indische Lickchen" zollte glücklicherweise mir im Text bcr Exotik einen Tribut, ohne in btt Abgeschmacktheiten eineS Braunfels zu verfallen: ,,Mailted" und „An 2bci5" bargen besonders starte Gesühlswette. — Die zuletzt gebotenen prächtigen Lieder Gustav MahlerS zeigten noch einmal alle Vorzüge bcr Sängerin im besten Lichte. Bliebe noch zu sagen, daß Herr Dr. Göhler am Flügel eigenen wie ftemben Werten ein ganz vorzüglicher Amoalt ivar, um zu veckichem, daß dieser schöne Abend tn unserer Erinnerung sortleben wick. Dr. G. R.
Sine Palcktttna-Auftührung iv Berlin.
Berlin. 12. Okt. (Wolff.) Die Berliner StaatSoper hatte gestern einen großen Abend. Die Erstaufführung von Hans PsttznerS mufi- koltsckcr Legende ,,P alestrina" war nicht nur ein glanzender Eckolg des eigenartigen Werkes, sondern auch eine ganz hervorragende Leistung ber künstlerischen und darstellenden Kräfte biefet Bühne. Die musikaliscke Leitung lag in den Händen Kapellmcksters Sttedry, die Svicklcktuna war dem Dichterkomponisten Dr. Diitzner peckänlich überttaaen. Die ersten Mitglieder ber Oper, aü ihrer Spitze Karl Mann, als Palestckna, und die Damen Engell und Mar Herr bewa knien dis besten UeberlicTerungat des HauseS. Die Inszenier nmg ließ nichts zu wünschen übrig, namalllich erweckten die Engelszene am Schluß deS ersten Mtes und die präcktigen Bilder des bewegten zweiten TITtes tiefe Eindrücke. Pfitzner und täe Mittvir-z kenden wurden nach dem Schßusse eines jeden Auszuges immer wieder hervorgeruf« und roabw hast begeistert begrüßt.
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