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Die verminderte Einlieferung von Gaskohlen ;.rotitgt zu [dförffter Einschränkung des Gasverbrauchs. Die Abgabe von Gas erfolgt bis auf tr'dtere5
von 51/» bis 8 llhr morgens, „ IO1/. „ IV» „ mittags und
„ 5 „ 11 „ abends.
Während der Sperrzeit bleibt wie bisher der Gasdruck stark vermindert. Säirttlicfa Gashähne sind geschlossen zu falten, um zu verhindern, das; Gas aus der Leitung ausströmen kann. Sämtliche Zündflammen sind abzustellen. Tie Benutzung» vFN Gasbade- und Gasheizöfen ist verboten.
Es liegt im Interesse der Gasverbraucher, daß während der Sperrzeit Gas nicht entnommen wiro, weil die Gefahr einer gänzlichen Stillegung des Gaswerks droht. Strengste Sparsamkeit im Verbrauch von Gas ist daher geboten. Ein Gasverbrauch' während der Sperrzeit hat ohne weiteres die Gasentziehung unter Fortnah me des Gas- ,Messers zur Folge. Eine strenge Kontrolle ist angeordnet. 116898
Gießen, den 10. Oktober 1919.
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Am M-ontagi deü 20. Oktober 1919, nachmittags 2 Uhr, findet in Tillenburg auf dem Brandplatz die öffenlliche merstbietcnde Versteige-1 rung des störrischen Fuhrwerks wegen Aufgabe des Betriebes statt. Bei angeinessenm Geboten kann der Zusclsiag, sofort erteilt werden. In diesem Falle erfolgt die llebersabe sofort gegen bare Zahlung Andernfalls sind die MerstÄetenLen 8 Tage an ihr Gebot gebunden. Die zum 93er tauf kommenden Gegenstände können nach vorheriger Meldung beim Wegoauffcher Rompf besichtigt werden.
Zum Verkauf kommen 2 schwere Arbeitspferde, doppelt imb einspännig zu fahren, 6 mittelschwere und 1 leichter Wagon, 2 Pflüge, 2 Eg",en, 1 Rübenschneidemaschine, 1 Futterschneidemaschine, Pferdegeschirr, sowie sonstiges Zubehör.
. SämKche Geamrstände werden in dem Zustand vermiet, in dem sie sich befinden. Jegliche Men- genhaftung wird ausgeschlossen.
den 11. Oktober 1919. 1169OD Ter Magistrat.
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Etfendahttdirektion und Eisenbahner.
— Frankfurt a. M., 11. Okc. Der Konflikt der Arbeilerav.sfchusse an den Eisenbahnbetrieben Großfrankfirrts mit der Eistnbahndirek- tion inn die Zulassung des Verkefasausschusses zu den Präsidialsitzunfan der Direktion und Gewährung des Ntttbefrimmungsrechtes bei diesen Konferenzen hat sich seit heute wesentlich zugespitzt. Der Tirektionspräfident erklärte einer Kommission der Arbeiterausschüsse, daß er den Ber- kehrsausschuß nicht als gesetzliche Einrichtung an- erkemien könne, solange nicht auch der Vertreter des Allgem. Eisenbahnerverbandes ihm angehöre. Aus Grund dieses Bescheides fand faitte eine zwette Arbeiterausschußsitzung statt, die beschloß, zu einem bestimmten Zeitpunkt und im Einvernehmen mit der Organis'ationsl'Litung des Teutschm Eisenbahner-Verbandes die genannten Forderungen bei der Direktion zu erzwingen. Der Zeitpunkt der Ausführung wurde den Obleuten her Arbeiter- ausschüsse überlassen. *
X Hanau, 10. Okt. Im Juli d. Js. hatten die städtischen Körperschaften die Errichtung von 3 2 Kleinhäusern und die Bereitstellung des Betrages von einer Million Mark für diesem Zweck beschlossen. In der gestrigen Stadtverord-, netensitzung wurde mm mitgeteilt, daß in folget der gestiegenen Materialienpreise der Betrag von einer Million Mark sich auf 1400 000 Mk. erhöhen müsse. Die versprock-enen Ueberteuerungs-i 'inscküsse kann daS Reich vorerst nicht leisten, da die Mittel verausgabt sind. — Bier schwere Kisten Schokolade, die von Frankfurt kamen, sind hier von der Polizei beschlagnahmt tvorden.
X Ziegenhai n, Reg.-Bez. Kassel, 12. Okt. Der Landrat gibt bekannt, daß der dem Kreise Ziegenhain überwiesene Zucker mit einem Verluste von 19,64 Zontnern hier angenommen ist. ES läge vermutlich Bahnberaubung rn Kassel vor.
Kriegsgefangenen-Heimkehr.
0 Ga r benteich, 11. Okt. Von unseren Kriegsgefangenen kehrte dieser Tage als erster Heinrid? Stumpf, Sohn des Peter Stumpf I., ans englischer GemngenMrft zurück. Es werden nach artet Ludwig Bopp, englische Gefangenschaft, Wilhelm Lotz, Heiuridi Scl-mitt, Ludwig Heller und Heinrich Vringel, französische Gefangenschaft. — ?lls vermißt seit 1914 gelten noch Christian Wallbott imb Karl Keßler.
c. Ulfa, 12. Olt. Als erster der hiesigen Kriegsgefangenen kehrte der älteste Sohn des hio-i sigen Gastwirts und Metzgermeisters Christian M st l l e r aus englischer Gefangenschaft zurück.
Sport.
Gießen, 13. Okt. Gestern spielten in der Ligaklasse des Lahn-Sieglreises F. C. Germania Marburg - Wetzlarer F. C. 2—1 Dore, V. f. B. Weidenau - B. f. B. Marburg 3—1 Tore, F- G. llahn Siegen . Abllg. d. Turnvereins Jahn) — V. f. R. 1900 Gießen 1—2 Tore. In den niederen Klassen konnte Gießen 1900 den Weilburger Fußfallklub mit 7—1 die 1. Mannschaft, mit 9—2 die 2. Mannschaft, gegen 2. und 3. Mannschaften des V. f. R. 1900 spielend, besiegen. Sportv. Merkur v.rlor mit 6—0 Dören gegen Spiel und Sport Dillenburg. Der Sieg, den die Liga-Elf des Gie-
2ktikels 7 des Vertrages mit Oesterreich führte, ttch in Italien zwei Strömungen gellend machten, -ue eine bräugle zur sofortigen llriegserllärung! an Oesterreich, während die aridere den Frieden erhalte wollte. Giolitti sagte, daß er nach den ersten y Monaten des Krieges erklärt habe, er sei über-- S«i9t, daß der Krieg drei Jahre bauent toerhe. -a bas ollerreickisch-ung.irische Reich uotwnchiger- weise Zerfallen mußte, wären die italienischen Gebietsteile auf friedlichem Weg.' au Italien ge= kommen. Giolltti zweifelte auch an der Wider- llandslrasl. RicßlandS während dieses langen Krieges, öeifert Charakter er schon damals dahin beur- teütc, daß er ein Krieg um die M^chcherrschaft Zwischen den ßtuei stärksten Mächten bedeute, während Italien ein Interesse daran hätte, das Gl'ich- geivicht in Europa auftecht zu erhalten nuri deshalb feine Kräfte erhalten müsse. Giolitti sagte, daß es Orlandos Verdienst sei, Geiteral Cadorna durch General Diaz ersetzt zu haben. Mb Wirkungen dieses Fülwerwechsels zeigten sich in der glorreichen Piaveschlacht. Die Bedingungen. btejnan Italien auferlegte, entsprächen nvckp- diesen Siegen. Für alle italienischen Herzen ist die Weigermrg, der alten italienischen Stadt Fcume das Recht bes Anschlusses an das Bdutter- land zuzugestehen, schmerzvoll. Nack dem Redner fällt die Verantwortung in dieser Frage auf das Ministerium zurück, das im Londoner Pakt die betrübende Bestimmimg aufnehmen ließ, welche Fiume den Kwaten zuteilt. (Fortsetzung folgt.)
Der endgültige Friedensschluh.
Versailles, 12. Okt. (WTB.) Präsident P o i n c a r 6 wird heute oder morgen die Ratifikationsurkunde unterzeichnen. Wenn der 'Senat den Kammerbeschlüs en zustimme. werde der Zeitpunkt der Veräfientlrchung des Ratifizierungsgesetzes amllich als das Ende der Feindseligkeiten angesefan werden. Hierauf würden die Alliierten die Ratifikationsurkunde mit Deutschland austauschen. Tas Prowkoll mußten die Vertreter der Mächte unterzeichnen und damit würde der Friedensvertrag in Kraft treten.
Ein Pufferstaat in der Adria.
Ancsterdam, 12. Okt. (WTB.) Die Associated Preß meldet aus Washington, daß Italien der Errichtung eines Fiume und die benach- ten Küstengebiete umfassenden Pufferst a a r e S zugestimmt habe, unter der Bedingung, daß die ilaleinischen Interessen in dem neuen Staat geschützt werden.
Agrarunruhcn in Italien.
Bern, 12. Okr. (WTB.) In der Provinz Piasanza dauern die Agrarunruhen an. Bei einem Zusammenstoß wurden 15 Personen getötet und viele verwundet. In der Provinz Foggia haben Landarbeiter große Ländereien in Besitz genommen.
Albanien int Aufstand.
Bern, 12. Oft. (WTB.) Ganz Albanien ist im Aus st and gegen die itallenischeu Okkupationstruppen begriffen. Die Italiener haben erhebliche Verluste erlitten. Auch die Bevölkerung von Skutari hat sich der Bewegung angeschlossen.
seits nur Vertreter nach Washington entsend« teerbe wenn die deutschen und österreichische» Arbeiter an der Konferenz teilnehmm und den Vertretern der übrigen Länder vollkommen gleich« geltem werden
Noske in Schlesien.
. Kattowitz, 12. Okt. WTB.) Reichswehr» nuinlter Noske traf zur Besichtigung des Ab* fchnitts B m Kattowry ein. Vormittags nahm er eine Besichtigung der in Kattowitz liegenden Regimenter vor. Nachmittags 3 Ufa begab sich Noske nach Myslowitz iit die Dreikaiser-Ecke, wo eine Parade über die dort liegenden Truppen vorgenommen wurde. Hierbei hielt er eine Ansprache an die Truppen, in der er sagte, daß kein Fußbreit deutschen Bodens in andere Hände über* flehen dürfe Daraus begab sich der Vttnister nach Beuthen.
Eingreifen der „technischen Nochilfc" in Eisenach.
_ Eisen« 'ch, 12. Okt. (WTB.) Infolge btf St reiks der hiesigen ElektrizitätS- a r b e i t e r lag für die Stadt die Gefahr vor, daß sie durch das Llufhören der Beleuchtung in völliges Dmrkel gehüllt würde, und daß außerdem die vom elektrischen Strom abhängigen Betriebe lahm- gelegt würden, was großen Schaden verursacht hätte. Deshalb hat die „technische No t Hilfe" von Weimar aus einbegriffen und das Eloktrizitätswrick wieder in Gang gebracht, was die Arbeiter alsbald wieder zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlaßte.
Ein Gcwerkschastsbund deutscher Venoaltungsbenmten.
Berlin, 13. Okt. In einer vom Gewerk^ schaftsbund deutscher Verwaltung-^ beamten nach Berlin einfarufenen Versaw m(un* wurden felgende Wünsche her treten: 9ülc Minister rien sollen verfügen, daß der Aufstieg der Beamter erleichtert wird und daß tu den Ministerien Be- amten beträte errichtet werden. Für .stzriegsteilnefa mer sollen die Prüfungen erleichtert werden.
Umwandllmg des Dmtschen FlottenveremS.
Berlin, 13. Okt. Ter Deutsche Flotten« verein beschloß in seiner gestrigen Haupt- berfamfalimg, die aus allen Teilen des Reiches und auch aus den besetzten Gebieten beschickt war, den Verein künftig „Teutschw Seeverein" zu nennen. Der Verein wlll über den Parteien stehen, das gesamte deutsche Seewesen fördern, insbeson« dere aber für den Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte, die Wiederaufrichtung des deutschen See-, hmrdels und der deutschen Seefischerei imb für die überseeische Tätigkeit der Deutschen wirken.
Goldene Medaille 1919 Silb. Staatspreis
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Ausstellungsstand Nr. 8 a (Zeh)
Die Washingtoner Arbeiterkonseren,;.
Kopenhagen, 12. Okt. (WTB.) Anläßlich der s)richtteilnahMe der deutschen und österreichi- schen Arbeiter an, der internationalen Arbeiter- l au» t i>_u„ r«u__Z- i
fenfevenz in Washington erklären die b ä n i Abt. I, Berlin» Johannisthal,
sÄen Gewerkschaften, daß man dänischer-' l ...
Letzte Nachrichten.
Line große Rede Giolittir.
Rom, 13. Okt. (WTB.) In Grvnero hielt Giolitti vor seinen Wählern eine lange Rede. Er rechtfertigte seine Haltung vor und wäbrend des Krieges und schilderte die Geschichte des Dreibundvertrages. Als 1914 der Krieg ausbrach, erklärte Giolitti dem italienischen Botschafter in Paris, wo er sich am 1. August befand, sofort, daß Italien seine Neutralität erllären müsse. Diese Neutralllät war die eigentliche Rettung Frankreichs, welches so seine Truppen, die für die italienische Front bestimmt waren, gegen Deutschland verwenden konnte und so in der Lage war, den Ktereg an der Marne vorzubereiten. Der Redner betonte, daß während der fünfnwnatigen Vcrhandlmrgen, die csonnino nach Maßgabe des
Votum
Wetter
tags meist bed.
nachts bedeckt
Meteorologische Beobachtungen der Station Gicsten.
Wettervoraussage für Dienstag: Trüb, zeitweise Regenfälle, Winde
10. =4.3°
10. --1.7°
Höchste Temperatur am 12.10. = 6.7°, 13.
Niedrigste „ „ 12.10.-= 3.3°, 13.
.... ,—_______aus west
lichen Richtungen, Temperatur wenig geändert.
ßmer D. f. R. 1900 erringen konnte, ist hoffstt- rrchein Ansporn zu weiteren erfelgireichen Fortschritten. Kurz nach Besinn in der 5. Minute, Kinöte Siegen ein, doch bald darauf zog 1900 ^erch. Bei Halbzeit stand das Spiel 1—1. Kürz nach Wiederbeginn in der 52. Minute erzielte (ahenen den zweiten Erfolg und behielt auch die Führung bis zum Schluß. Bei diesem Spiele war E.dor allem das selbstlose Atwassen ber ganzen Inf unter ei na nbci' und der Wille zum Sieg, das den Erfolg zeitigte. Tie 2. und 3. Rdumschafteu hon 1900 hatten von Anfang bis zum Schluß das Spiel in der .Hand und so auch den Sieg.
GerSchtrsaal.
X Fulda, 10. Oft. Vsm Schöffengericht Fulda wurden der Gastwirt Bruno-Fücker und sein: Frau (Inh. des Kaiser-Kaffees» zu je einer Woche Gefängnis und zu je 2000 Mk. Hfeldftrafe ver- teilt Sie hatten auf Schleichwegen Mehl, Eier und Butter in größeren Mengen für ihren Geschäftsbetrieb bezogen. Ter Gutsbesitzer Philipp Walter von Kohlhaus bei Fulda, der Milch a?- liefert hatte, erhielt 500 Mf. Geldstrafe.
Briefkasten der Redaktion.
Sch., hier. Sofern Ihnen nicht beim Abschluß des Mietvertrags derartige Ztechte eingeräumt worden sind, müssen Sie die Genehmigung des Hausbesitzers einholen.
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