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Np. Mücke,

entnommen waren, diente bet vorhergehenden Aus­sprach v. Mücke zunächst vom Elend der Gegenwart,

/ Eine Reihe L t - der Landwanderung zur Verdeutlichung führungen.

Im Schlußwort in bewegten Worten

18 6 6 und 1870, als er sich im Kampf der|in dem armen Dorf Eversley mtt hingebender Acks- englischcn öffentlichen Meinung ganz auf die Seite Preußens stellte. Nach Ausbruch des deutsch-fran­zösischen Krieges schrieb er an Max F. Müller einen wundervollen Bries, in dem cs u. a. heißt:

ntt. Frankfurt o. M.. Ium. N- Bühne des Opernhauses ^ll Kostenaufwand von IV3 Millionen Mark fiert und umsebout werden.

gehens verschüttet. Deck konnte nach breiftoirM* Arbeit wieder ausgegraben werden. Er hat schungen und eine Zersplitterung des UnterschenlM! davongetragen und wurde ins Dillenburger kenljaus gebracht. Tie beiden anderen forfö] er fr abends (9 Uhr, leider nur als Leichen borgen werden. 1 Am Donnerstag abend unglückte aus Grube Nikolaus st ollen dv Bergmann Gustav Wilhelm Hartmann rMU Absturz in einem Ueberbruch und war sofort M! Er war 46 Jahre alt und hinterläßt Frau echs Kinder.

Kreis Alsfeld.

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, Prvzetz KffngelhSfer.

München, 12. Juni. (Priv.-Tel.) Das toont Standgerül)t nach einstündiger Beratung gefällte Urteil lautete gegen Klingelhöfer auf 5 Jahre 6 Monate Festung und Lragung der Kosten; Frau Klingelhöfer wurde frei- gesprochen unter Ucbernahnre der Kosten puf die Staatskasse.

Hemiich ^alvcrci!

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Hessen-Nassau.

Generalstreik.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Seit tan« abend stehen in Frankfurtalle Räder sttll" M Arbeiterrat proklamierte aus Anlaß der Beiiek Rosa Lurembnrgs auf 24 Stunden den S

Damit wird die ohnehin schon sesttagsgesez Wackre um einen neuen Feiertag bereichert. 6 Uhr ruht der Straßenbahnverkehr. Ob der restlos durchgeführt, erscheint zweifelhaft.

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gerechnet werden.

Kreis Lauterbach.

la. Grebenhain, 13. Juni. BeigondNte M ül l e r und seine Ehefrau Katharine geb. Mut, eierten am 1. Pfingstseiertag das Fest der M- renen Hochzeit.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nauheim, 11. Juni. In h

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Englands."

Wenn auch Kingsley bei der Begründung der christlich-sorialerr Bewegung mit andern Männern zusammengearbeitet l-at, so war er doch ihr Ver­treter vor der Welt intb EverSley der Mittelpunkt der ganzen Organisation. Die Gegner ivarfen ihm vor, daßder christlich-soziale Gedanke viel zu wenig christlich und viel zu viel sozial" sei. Und wirklich, dieser Priester war eilt Mann der prak­tischen Tat, der sich nicht um religiöse Lehren kümmerte, sondern mit Wort und Werk Helsen und bessern wollte. Er kämpfte für das allgemeine Stimmrecht, für Volksbildung und Arbeiterschutz, für Bodenverteilung und Produktivgenossenfchaften, gegen die Ausbeutung des Großkapitals und gegen das Massenelend Die Gründung der berühmten Arbeiter-Universität war sein Verdienst, und auch in seinen Dichtungen steht ihm das Resormatorische und Lehrhafte vor dem Künstlerr- schen. Wenn er trotzdem echte Dichtungen schuf, so Sschah es, weil er eine starke und urwüchsige 'gabung war, ein Schriststeller mit einer seltenen KUrt der Wntafe, dessen Sprache eine lvundcr-

Arrs Hessen.

>Der Siedclungsaussthust der Volkskammer.

rm. Darmstadt. 12. Juni. Der Siebe«* l^ngsaus schuß der Hessischen Volkskammer hatte sich heute wieder unter seinem Vorsitzenden Oberbürgermeister Köhler-Worms eingefunbrn, um seine ^Beratungen sortzusetzen. Zunächst wurde der vorn Abg. Schildbach fertiggestellte Bericht über das ,W 0 h n u n g s g r s e tz entgegengenom­men. Es wurden nur unwesentlick-e Aenberungen Dorgenviumen. Tie vorgesehenen Vergütungen sol­len erhöht werden, da eine Entschädigung des Meiches in Aussicht steht, und ferner sollen die Ausführungsbestimmungen vor der Bekanntgabe der Volkskammer vorgelegt werden. Tas Gesetz soll nunmehr in Truck gehen. Weiber wurde in der Beratung des Landgesetzes in der Nachmittags- sitznng fortgefahren, doch wurden bestimmte Be­schlüsse nicht gefaßt. Auch Negierungsvertreter nah­men an deii Beratungen teil.

Sicherstellung der Beamten im Falle einer feindlichen Besetzung.

Der Beamtenausschuß der Deutschen Volks Partei trat am 2. Juni d. Js. in Berlin zu einer Sitzung zusammen, in der unter anderem Beratungen gepflogen wurden über die Maßnahmen, die sofort zu ergreifen sind, um bei einem eventuellen Sckuntern der Friedensverhand­lungen und bei der sich daraus ergebenden weiteren Besetzung deutschen Gebietes die Beamten vor Notständen zu bewahren, wie sie bei der polnischen Okkupation der Provinz Posen eingetreten sind. Es wurde eine sofortige Eingabe an die Regie­rungen des Reiches und der Bundesstaaten beschlos­sen, in der gefordert wird: 1. daß die Regierung alle Beamten auffordert, im Interesse der deutschen Bevölkerung auf ihren Posten auszuharren, soweit nicht von dem Feinde Folgerungen an sie gestellt werden, die sich mit ihrem Amtseide und mit ihrer nationalen imd persönlichen Ehre nicht vereinigen lassen: 2. daß die Beamten und Pensionäre finan- licll sichergestellt werden, gegebenenfalls durch ^Vorausbezahlung von Gehalt und Pension auf angemessene Zett; 3 daß in jedem Falle den Beamten, die von den Feinden etwa ihres Amtes entsetzt werden, oder die ihr Amt aus den genann­ten Gründen nicht weiter ausüben können, der Weiterbezug ihres Gehaltes gesichert wird: 4. daß den Beamten, für alle Verluste, die sie durch die Feinde erleiden, Schadloshaltung zugesichert wird.

Feuilleton.

Der Begründer der christlich-sozialen Bewegung in England.

(ßunt 100. Geburtstag von Charles Kingsley, 12. Juni.)

In Deutschland ist Charles Kingsley, dessen IDO. Geburtstag man in England am 12. Juni mit großer Feierlichkeit begehen wird, hauptsächlich durch seinen RomanHypatia", der den tragischen Kampf der untergehenden griechischen Welt mit den neuen Mächten des Christentums schildert, bekannt­geworden. Auch sein prächtiger Abenteurerroman Westward .Ho?" hat bei uns begeisterte Leser ge­funden. In England aber gilt der Geistliche von Eversley unendlich viel mehr als ein gewöhnlicher Schriftsteller. Er war eine der führenden geistlichen Persönlichkeiten Großbritanniens, und mit Recht hat ihn der große Sprachforscher May F. Müller einen Teil des englischen Gewissens" genannt. Er gehörte zu denen, die das Denken und Fühlen des englischen Volkes in der Zeit der Königin Viktoria am stärksten beeinflußten, und in Zeiten bei Not und des.Zweifels hörte man auf seine Stimme wie auf ein Orakel.

Heute fehlen den Engländern solche geistigen Führer, wie es Kingsley und Carlyle waren, sonst wäre die namenlose Verletzung gegen alles Deut­sche während des Krieges nicht möglich gewesen. Diese Männer hatten nämlich Größe und Bedeu­tung deutschen Wesens und deutscher Kultur tief erlebt. Tas bewies Kingsley m den Jahren

Ich gestehe offen, wäre ich ein Deutscher, so hielte ich es für meine Pflicht, meinen letzten Schilling, meinen letzten Sohn, ja mich selbst und alles, was mein ist, in diesen Krieg zu senden, damit getan werde, was getan werden muß, und zwar so, daß es nie wieder getan zu werden braucht. Was alle Deutschen sagen können, ist dies: 200 Jahre lang sind Besitz, Leben und Freiheit in Deutschland unsicher gewesen, weil wir nicht einig waren. Die Könige von Frankreich haben Deutschland zum Spielzeug ihres Ehrgeizes gemacht. Seit der sran- zösischen Revolution bat das französische Volk, d. h. alle, die etwas zu sagen und zu tun haben, das Heer und die gebildeten Klassen, ganz dasselbe ge- lan. Das muß am hören. Wir wollen es unmöglich madjen, daß Frankreich sich weiter tu die inneren Angelegenheiten Deutschlands mischt."

Die Gerechtigkeit des damaligen Kampfes und der Wiedergewinnung El sa ß-L 0 t hri ng e n s hat er in slammenden Worten betont, die die Engländer an seinem Jubiläum wieder lesen soll­ten. Uni) wie hier, so stand er stets in seinem Leben auf Seiten der gerechten Sache. Aus dieser idealen Begeisterung heraus ist er zum Vorkämpfer des Sozialismus geworden, der sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts in England mächtig zu regen begann. Wie sein Vater wurde er Pfarrer und ans der praktisch« Seelsorge heraus, die er

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unseres Bahnhofes ... . _____

entstanden, auf der Russen- oder Backsbeim - brannt werden. Sie ist von dem Besitzer der u Holzindustrie in Mücke errichtet worden Ti... Backstein ein vortreffliches Baumaterial für». Häuser liefert, kann auf guten Absatz der Statt

M. Aus dem Hüttenberg, 11. Jimi. dem gestrigen dritten Pfingsttage sollte in kleinen Dörfchen unseres Hüttenbergs eine Fe uk'- wehrübung stattfinden. Schon vor cimatrZc hatten die Bursckyni, soweit fte Mitglieder bi Pflichtfeuerwehr stich, erklärt, sie würden nur ta an der Ucbitng teilnehmen, wenn ihnen hierfikr^ Vergütung von 5 Mk. gewahrt und aufjetbemj Tanz ft euer, welche vor einigen Wochen I dem dortigen Gemeinderat für das TanzverM auf 80 Mk. festgesetzt wurde, auf 25 «Ott. erntff würde. Da ihnen diese Forderungen nicht wurden, versagten sie ihre Teilnahme an Hebung und gaben ihre Ausrüstungsstücke <nt Gemcinbevvrfteljer ab. Dieser berichtete an zuständige Bürgermeisteramt. Tie Stre dürste eine empfindliche Strafe treffen.

b$. Betzdorf, 12. Juni. Für den Koblenz ist eine Lehrerkammer ins Sebtn rufen, welche 24 Mitglieder zählt. Aus der fpektion Betzdorf gehören ihr zwei Lehrer an.

dz. Saiger, 12. Juni. Zwischen Wttdi'i r e r n und Förster Kr u m m in Haiger und Pächter Kreuz aus Düsseldorf kam es am abend aus Secksheldener Gemarkung in der des Wasserwerks zu einem Zusammenstoß. D erhielt ein Wilderer Frichnch Gail aus 1 bad) einen Lungenschuß. Die anderen w konnten noch nicht ermittelt werden.

0 Marburg, 12. Juni. Auf dem tiaen Schweinemarkt, dem 200 Ferkel Läufer zugefahren waren, ging die Kaus zurück und es verblieb ein Ueberftand. folgedessen liehen die Preise, 150200 für ein kleines Ferkel und bis zu 500 für einen Läufer, zum Schluß des Maro» auch nach.

hl. Mornshausen b. Biedenkopf, 11. Am 1. Feiertag hat hier ein junger Man» Scherz mit einem Gewehr auf seine (stell»* J zielt. Tas Gewehr ging los und verletz' junge Mädchen schwer.

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Atts Stadt «nd Land.

Gießen, den 13. Ium 1919.

h». «ücke über die Fahrten derEmden" undAyeäha".

Auf Einladung der dentschnarronalen -Bolkspartei sprach^eftern abend Kapitänleut- ramt von Mücke in dem trotz Unwetters über* »tollten Saale des Hotels Einhorn. Nach kurzer Ansprack>e des Oberpostsekretärs Kohl ha a f e, ber seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß ber na­tionale Gedanke eine so zahlreiche Hörerschaft zu sammeln vermochte, um den Erzählungen deut­schen Heldentums und deutscher Mauneskraft zu lauschen, kamen durch Frau Mendelssvhn- ^Bartholdy, zwei vaterländische Gedichte zum Vortrag.

Tie schlanke, sehnige Seemannsgestalt des Ayefahelden war wohl den meisten der Anwe­senden nicht ifremd, und so wurde Kapitänleutnant fvo u Mücke beim Betreten ber Bülme mit leb­haftem Händeklatschen begrüßt. In knappen, schlich­ten, oft mit trockenem Humor gewürzten Sätzen, ohne jedes rhetorische Beiwerk, schilderte er in mehr als zweistündigem Vortrag die Wickinger- frfbrten der ..Emden" undAyesho" bis zu feinem . Eintreffen in Konftanttnopel und wußte die Zu­hörer bis Äum letzten Worte in Bann halten.

Vorn Kriegsausbruch in den oftasiattschen Ge- -toäfkrn überrascht, machte die .,Emden" zimächft einen kleinen Absteckrer vor Wladiwostok, um bann nach Tsingtau zurückzukehrrm. Nach Auffüllung fber Kohlenbunker, iyre Proviant- und Munitrons- kammern gings in die Sübfee, wo der Kreuzer hei einer weltverlasfenen Insel mit dem Gcschwa- >brr des Grafen Spee zusammentraf. Ter Vor- -sÄag des iEmbmkommandcmten, Müller, sich mit ;feinem Schiffe von dem Geschwader zu trennen und eine ^kreuzerfährt in den Indischem Ozean .zu unternehmen, fand zur Freude aller Embem- feirte die Zustimmung des Grafen Spee. So wurde westwärts gesteuert, dem Golfe von Bengalen zu. :5n brr Nackst bes 10. Septembers wurde hier ber erste Dampfer gekapert. Obwohl ein Grieckw, mußte er daran glauben, denn er batte Barm- ItMrre geloben. Nun l>atte es dieEmden" be-

volle Pracht ber Bilder und Wucht ber 9Borh weist. Seine schwungvollen Balladen sind gut des Volkes geworden. Für seine Ideen iw er noch mehr, als durch seine Predigten, mit Kig Romanen. Sein erster RomanGischt, d«^ Bekehrung eines reichen, in Wohlleben versu^sv Mannes zum Vorkämpfer der sozialen schildert, gewann tveite Kreise des englischcnv'' gertums für die neuen Ideen, und noch Erfolg hatte sein auch künstlerisch höher zweiter RomanAlton Looke", die <Sef(6idbt.tt*:?. Schneidergesellen, der alles Elend der scheu Ausbeutung durchmachl, als Sor«»'. einer blutigen Revolte emgekerrert wird Mv.vl' er zu Gnrnde geht, für den Steg feiner anschouung zeugt. Diese beiden für die ber englischen Arbeiterbewegung lvichtigea »D - sind heute nicht mehr so bekannt wie feilte mehr der Unterhaltung gewidmeten Rommic^^ patia" undWestward Ho!", in DenenJein zendes Fabuliertalent spannende geschichtlt^ der schuf. Aber die Bedeutung des Mannes, der Kaplan der Königin, Erzieh , Prinzen von Wales und Professor der wurde, liegt docb vor allem in seinem uvrMu lickjcu Kampf für die sozialen Reformen.

um bann ber Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß das deutsche Volk sich doch noch auf sich selbst und seine ruhmreiche Vergangenheit besinnen werde. Ein Deutschland, das nicht verzage unb trauere, sondern arbeite, werde wieder Sieger fein, wenn auch mit bat Waffen bes Geistes. Ter Ayeshahold würbe stürmisch gefeiert.

HandclSerlanbni».

Bon amtlicher Seite wirb darauf hin­gewiesen, bah zum Hanbel mit Hebens- unb Futtermitteln, sowie Tabakwaren (ausgenom­men den Absatz unmittelbar an Verbraucher) nad) wie vor auhcr ber Lösung eines Ge­werbescheines die Einholung der vorge­schriebenen Handelserlaubnis erfor­derlich ist: Anträge sind bei dem Städtischen Versicherungsamt, Asterweg Nr. 9, zu stellen. Bei unerlaubtem Handel ist außer gericht­licher Bestrafung die Beschlagnahme der Wa­ren zu gewärtigen. Gegen die erwähnten Be­stimmungen wird zur Zeit vielfach verstoßen.

Lebensmittel.

** Fleischbelieserung. Infolge ber warmen Witterung wird gebeten, das Fleisch bei den Metzgern bis Samstag mittag 1 Uhr abzu- holen.

** In ber stöbt. Gemüseverkaufs­stelle, MvrÄiauben, kommen morgen unb an den folgend. Tagen B l n m enkohl, Gu r ke n, R h a- barber, Salat, Spargel, Grüngemüse 1 iuti> !T örrgemüse Mtft Verkauf Ferner werden

liefen ihr sozusagen in den Rachen. Manchmal konnte sie 6 Tampier an einer Stelle zu den Fischen sckstcken. 1 Währeno der erste am Wegsackm war uno mir noch die Schornsteine aus dem Wasser tagten, waren schon Nummer fünf unb echs inBearbeitung"'. Tas Verhalten ber eng­lischen Besatzungen war fast immer dasselbe: erst dumme Geiidstcr, bann tüchtiges Geschimpfe auf bie ejgene Regierung unb zuletzt eine allgemeine Sauferei, um die Whiskyvorräte nicht umkommen zu lassen. Im übrigen betradyteten die Engländer bie ganze Versenkerei als Sport, unb bie eng­lischen Offiziere erleichterten Kapilän Müller feine Arbeit nicht unwesentlich, so baß er meist fdpn im voraus wußte, ivann unb welcher Dampfer ihm als nächste Prise begegnen würde. Bald ver­einsamte das Meer unb dieEmden" machte der Abwechslung halber einen Abstecher vor Madras irnb schoß die dortigen Oeltanks m Brand, um so der ßu Ehren der soundsovielben angeblichen Vernichtung ber Emden vetanstaltelen Feier eine würdige Belcudjtung zu liefern. Tie gewöh-nlidjni Handelsstraßen lvaren von nun an verödet. Turd) Zufall entdeckte Kapitän Müller dtn Geheimkurs und bieGroben" machte wieder reiche Beute. Als die Engländer wieder ihre Schiffe zurück- hielten, sah sich Müller nach einem anderen Arbeitsfeld um. Bei Morgengrauen lief der Kreu­zer in den befestigten .Hafen von Pulo Pinang, der Basis der zur Vernichtung derEmden" auf- Igebotenm anglo-srauko-japanischen Schiffe, ein. Tas kühne Hnfawnstückdjeu endete mit der Ver- uidrtung des ruflifchen KreuzersSchemtfchug" und eines französischen Torpedojagers. Tic draht­lose Station aus der Keelingsinsel war derEm- edn" schon lange ein Dorn im Auge. Da das Meer ausgcstorben zu sein schien, wurde diese Insel ausgesucht und die Station zerstört. Hier erfüllte sich nun das Schicksal des kühnen See­helden. Die Landungsabtcilmig unter v. Mückcs Führung hatte ihr Werk fast vollendet, als die Emden" von dem an Schnelligkeit und Be­waffnung weit Überlegenen australischen Kreuzer Sidney" angegriffen und nach tapferer Gegen­wehr bcmidjtet wurde. Tie Landungsabtcilung, etwa 50 Mann, verlieh bann auf einem kleinen alten und schon längst für seeuntauglich erklär­ten Schoner, der im Hasen sein Gnadenbrok fristete, die Insel. In drastisd)er Weise schilderte Kapitänletitnant von Mücke die an Schwierigkeiten und Entbehrungen reiche Fahrt nach bein hollän­dischen Hafen Padang. Nachd,'.ro den holländisdjen Behörden, die die kleine zerbrechlicheAyesha" unter allen Umftänbcii am Auslaufen verhindern wollten, ein Schnippchen geschlagen war, ging es ohne Karten, ohne Naoigationsinstrumente usw. durd) den Persischen Golf nach dem Roten Meer und nach langer, beschwerlicher 'Fahrt wurde vor dem arabischen Hasen Hodeidah Anker geworfen. Doch batte die Odysse hiermit noch lange nicht ihren Abschluß gefunden. Tie eigentliche Leidens­zeit der Embcnleute füllte erst beginnen. Schwee- Hatten sie unter den ewigen Verräterei en des Türken, unter ber Unbill bes Klimas unb den häufigen llebetfallen räuberischer Beduinen zu leiben, bis bas tapfere Häuflein, genau fiebert Monate nach Verlassen derEmden", am 9. Juni, die österreichisch-ungarische Grenze erreichte.

noch Zitronen 6 Stück zu 1 Mk. und Dörr­obst oas Pfund Ku 5 Mk. abgegeben.

"Freibank. Samstag, 14. Juni 1919, werden von 14 Uhr bie Nrn. 30013200 beliefert.

I in dem armen Dorf Eversley mit hingehender Auf­opferung trieb, wurde er zuro Prediger des So­zialismus, der für ihn in dem Bekenntnis gipfelt:Frohe Botschaft den Armen, Befreiung den Gefangenen, Heilung denen, die gebrochenen Herzens sind, Licht den Unwissenden, Freiheit den Unterdrückten und den niedergehaltenen Massen das gute Jahr des Herrn, d. h. für sie und ihre Kinder ein Besitzrecht imb einen Anteil an dem Boden, dem Reichtum, der Kultur unb Regierung

heute abgebaltenen Stadlverorbnetendr». f a m m 1 u tt g wurde folgendes verhandelt & Voranschläge für bie städtischen Betriebe füt hL. Jahr 1919, die m Einnahmen und AusgabenÜL folgt ab schließen, Eleltrnitätswerk 131000 MD Gastverk 406 000 Mk., Wasserwerk 102000« , unb Krankenhaus 46 600 Mk., werben gemhM | Ueberschüsse wie in Friedens zetten liefern die« triebe schön feit einigen Jahren nicht mehr, formten 9(bfdxretbungcn unb Schulbentilgung «s recht erhalten werden. Der Voranschlag der Stab Mießt in Betriebs- und Vermögensrechnungn-u 1 31b 000 Mk., eine Summe, bie noch »icraal - erreicht würbe. Au Gerocinbesteuern sollen uii gebracht lvcrben >695 000 Mk., bas sinb gegenbf Vorjahr über 250000 Mk. mehr. Diese aitforberungen such begründet durch Steh der Bearotengehälder, Arbeitslöhne usw. Ausschlag für die Gemeindesteuern konnte nicht festgesetzt werben^ ba bie Grundzahlen Staates, die als Unterlagen bienen, noh eingegangen sinb. Da es voraussichtlich die Sitzung war, die vor ben am Sonntag ftatifi den Stadtverorbnetenwahlen ab ten wurde, dankte Bürgermeister Tr. Kayser h ans scheidenden Mitgliedern des Kolleyiums ihre treue Mitarbeit int Namen ber Stadt.

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12? hültti. In nWto ist eine große Ziegelbrennrvi -<

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* Gewitter. Aus der Spülwasser- temperatur des gestrigen Tages, die bis zu 32,5 Grab stieg, braute sich endlich in ben Nachmittagsstunben ein Gewitter zusammen. Von allen Seiten zog es sich zusammen, um gegen 6 Uhr über den Schiffenberg her über­raschend schnell herauszuziehen. Die elektri­schen Entladungen waren nicht allzu heftig. Dafür setzten mit Unterbrechungen starke Regengüsse unb Hagel sch läge ein. Haselnuß­dicke Körner prasselten an bie Fensterscl)eiben unb richteten in oen Salatbeeten unb an ben Erdbeerkulturen erheblichen Schaden an. Die Niederschlagsmenge betrug 8,8 mm. Damit ist der Feuchtigkeitsbebarf ber Wiesen unb Fel­ber bei weitem nicht gedeckt, aber es ist doch in der ganzen Natur ein Aufatmen zu be­merken. Die späten Abendstunden, in bie ab unb zu ein ferner Blitz hinein wetterleuchtete, waren mich ber unerträglichen Hitze des Tages wunderbar erfrischend. Da es sich nur um örtliche Gewitterbildung handelte, wurde die allgemeine Wetterlage nicht beeinflußt Schon in ber Nacht klärte es sich wieder auf. Der heutige Morgen erstrahlte in herr- lidjem Sonnenwetter. Leichter Wind verhin­dert ein neuerliches Ansteigen der Tempera­tur zu der drückenden Atmosphäre der letzten Tage.

**Die Auszahlung der Familien- tnnterftübhingen an die Angehörigen der (taxf) tm Heeresdienst Befindlichen für 16. bis 30. Juni 1919 findet Samstag, ben 14. Juni von 812 Uhr vormittags im Ändthaus Zimmer Nr. 7, statt.

**Obstbaumschäblinge. Die Rau­penplage scheint von Jahr zu Jahr in ben Obstanlagen zuzunehmen. Die Larven bes Froftspanners, bes Ringelspinners, bes Gold­afters, besonbers aber bes Baumweißlings, haben bereits große Verheerungen an den Obstbäumen angerichtet. .

* Der Golbregen blüht. Seine Blüte ist giftig, daher sind Kinder davor zu warnen.

* Der Lahnkanalverein bäh am 28. Juni, nadynittag-s 43/< Uhr, in Weilburg, Ho­tel Deutsches Haus, feine elfte ordentliche Haupt­versammlung ab. Näheres ist aus dem Anzeigienteil zu ersehen.

** Einen zweiten Bolksho chschul- k u r s u s für Arbeiter und Angestellte vevanstallet vom 1628. Juni in ben Räumen bet hiesigen Universität bie Zentralstelle zur Förderung bet Volksbildung in Hessen. Wir werden aus Einzel­heiten noch zurückkomroen.

** Die Gießener Baugenossen­schaft (tettte sämtliche Graswcge, die in ihrem Baugelände liegen, dem Kaninchenzucht­verein zuro Preise von 8 Pf. pro Quadratmeter zur Abemtung des Heus zur Verfügung. Der Preis ist als sehr entgegenkommend zu bezeichnen, sind doch bei oen Versteigerungen Preise von 20 bis 30 Pf. erzielt worden.

** Im Lichtspielhaus gelangt bis einschließlich MontagDas bufbenbe Weib", mit Theodor Loos in der Hauptrolle, zur Aufführung; außerdem tritt Franz Hofer in seinem neuesten FilmschauspielHeimat" auf.

* R adspor t. Am Sonntag hält der Gau 9 a. des D. R.-B. sein erstes diesjähriges Ren­nen ab. Der Start erfolgt 6,30 Uhr morgens am Schützenhaus.

Landkreis Gießen.

rot. Hungen, 13. Juni. Mehrere über un­sere Gemarkung ziehende Gewitter brachten uns gestern abend 'nach ber drückenden Hitze der letzten Tage etwas Abkühlung und ben Fluren, wenn auch nicht ehren durchgreifenden Regen, so dock eine bedeutende Erfrischung. Es war aber irtdj die höchste Zeit, denn in Held und Garten sah es trostlos ^aus. Während in den letzten Tagen die Gewädüe fdjlaff und welk standen, bietet jetzt die Natur -wieder ein erfreuliches Bild, alles ftdjt frisch und neugestärkt. Allerdings wäre ein an­haltender, mehrtägiger Regen nötig, um das aus- getrocknete Erdreich nuhurocidjcn. Gießen und Um­gebung wurde cruSgiebiger rott Regen bedacht, da­gegen dürfte 'die Wetterau nur wenig Regen bo tzommen haben. . Tie Heuernte ist im Gange.

Kreis Büdingen.

ht. Hirzenhein ,13. Juni. Auf der Grube Amalie" wurden am Tomierstag vonnitlag 11 Uhr die Bergleute Beck und Schneider, Vater mtb Sofjn, falle drei aus Lixfekd, infolge Zubruch-

dekan