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1919
Alte und neue Diplomatie. I Wenn die „Voss. Ztg." richtig berichtet,
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Die Reichskonferenz der Unabhängigen.
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Englische und deutsche Diplomatie.
Helfferich und Erzberger.
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Aus dem besetzten Gebiet.
Auf allerhöchsten Befehl.'
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Friedensvertrag wurde gestern mü ancm sechs Seiten langen Bericht vom Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten dem Senat vor- U/egt In dem Bericht wird gesagt, daß die Abandcrungsanträge und Vorbehalte den Zweck verfolgen, die amerikairische Unabhängigkeit und Souveränität zu wahren, und daß damit der Wohlfahrt der Menschheit am besten gedient sei. Na- mens der Mehrheit erstattete Senator Hitch - c v o k dem Senat Bericht.
Die Zurückführung der Gefangenen.
Berlin, 11. Sept. (Wolff.) Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt । mit, daß mit Genehmigung der englischen Re-1 Sprung die in Malta befindlichen deutschen Gesangenen jetzt in die Heimat zurück- geführt werden. Der Dampfer „Guld emal", der rusfische Kri. gsgesangene norf). d:m Schwarzen Meer brachte, und der Dampfer „Akdenis", der gleichfalls mit russischen Kriegsgefangenen unterwegs war, werden auf ihrer Rückreise Malta anlaufen, um alle dort befindlichen Deutschen auf- zimehmen.
Der Wortlaut des deutsch-russischen Nückverftcherungs-Bertrages.
Ei« Besuch in franzSfischen Gefangenenlagern.
Will.
9. CfW i Whgcs die Ar- flcteiluitcn oiien.
o wftneiiM bc- : Wahrung ihrer nÄchtrn in be- Louie des Feld-
rkus -ein Aeiche.
Neuwahlen.
Berlin, 11. Sept. Nach einer weiteren Meldung der „Vossischen Zeitung" hängt die Vornahme der N e u w a h l des R e i ch s p r ä -
Der Lriedensvertrag vor dem amerikanischen Senat.
Am sterda m, 11. Sept. (Wolff.) Wie das Preßbureau Mdvo meldet, beantragte Wil- l) a m s im amerikanischen Senat, Truppen zur Aufrechterhaltung der Ordnung nach Armenien zu senden.
Hintze gegen £uöen6orff.
Zu der „Vossischen Zeitung" beginnt der frühere Staatssekretär v. Hintze eine Reihe von Artikeln über die Vorgeschichte des Wafsenftill-'
Die Gefahr eines Metallarbciterstreiks.
Berlin 11. Sept. (Wolff.) Wie die l„B. Z. meldet, wurden die seit Monaten wahrenden Verhandlungen über die Neufest- setzung von Tarifen für die Gro^-Berliner Metallarbeiter unterbrochen. Das Neichsar- bettsamt versuchte vergeblich, die Gegensätze zu »überbrücken. Damit ist die Gefahr eines allgemeinen Metallarbeiterstreiks nahegerückt. Der Metallarbeiterverband fordert drei Lohnklassen mit Stundenlöhnen von 3 Mark bis 3.60 Mk., während der Schiedsspruch Des Neichsarbeitsam- tes fünf Lohnklassen von 2.20 Mk. bis 3 Mk. I festsetzt. Dazu sollen Zuschläge für besondere Leistungen treten. Die Metallarbeiter bezeichneten die Zuschläge als Prämien für Wohlverhalten und erklärten, eine große Anzahl von Arbeitern würde nach den neuen Lohnsätzen weniger als bisher verdienen. Der Verband der Berliner Metallindustriellen erklärt, daß eine unmittelbare Gefahr für den Streikausbruch nicht besteht. Das Schiedsgericht werde bereits am 13. September erneut zusammentreten.
Annahme von Anzeigen f. die Logesnummer vis zum 9lad;tnttlaq vorher ohnejedeVerbmdlichkeit preis für \ mm Höhe für Aweioenv.34inm Breite örtlich 15 Pf., auswärts 18 Vf., für Retlame- anzeigen von 70 mm Brette 48 Vf. Bei Platz. vorfchrifl20°/,Aufschlag, Hauptschri'tleitcr: Aug. Goetz. Verantivortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; fiir den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich ui Gießen
, 1n' (W^,B.) In einem ztveii
ten ^rtifel der „Boss. Ztg." berichtet der ehemalig.' Staatssekretär des Aeußern v. Hintze über em Gespräch, das er im April 1919 mit .Gr^ral Ludendorff hatte. Hintze erfiärte da- bei, er habe gehört, daß Ludendorff in seinem Wsrke zu schreiben beabsichtige, er hätte .schon JJatte August einen Friedensschritt angeregt oder dazu gedrängt. Einer solchen Darstellung würde er, Dmtzc, nicht zusttmmen können. Im Verlaufe der Erörterung hierüber hat Ludendorff geäußert, er werde sein Buch daraufhin durchsetzen und eventuell modifizieren. Hintze bestritt dann, daß Lvdendorsf am 13. August sagte, durch die Der- teibtgung allein wäre es nicht zu erreichen, die Femde friedenswillig zu machen; wir muß.ter •-T -c£te Beendigung des Krieges auf diplomw tlfchem Wege hin beizuführen suchen. Hintze fährt fort, es käme ihm vor, als ob jemand gesucht würde^ der die Schuld für den Umschwung von der Siegeszuversicht zu dem Waffenstillstands- verlangen auf sich nehmen solle. Dagegen Der- wahre er sich. Weiterhin bestreitet der Staatssekretär die Richttgkeit der Behauptung Luden- dorffs, daß ba3 Friedensangebot bei Grafen Burian der Obersten Heeresleitung erst am 8. oder 9. September bekannt geworden lei. Hintze erklärt, daß die Oberste Hoeresleitnng schon Ende August verschiedentlich über das Bu- ri.mische Projekt unterrichtet worden war unbl schliesst: viel wichttger, als diesen Irrtum nach- zuweisen, ist mir die Folgerung, daß Ludendorff aus und über dem Hin und Her betreffend der Buricmnote und unseren Plänen Gelegenheit und Anlaß gehabt hat, wenn es ihm nötig erschien, zu sagen: „Tein Tempo entspricht nicht ber Verschlechterung der Kriegslage, beeile dich." Das ist nicht geschehen. Ich kann bislang nicht finden, ' ' Ludendorff irgendwo und irgendwie erklärt das sei geschehen.
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ll öon Msjr- ^Bedürfnis Mhmr ausge-
atNtinbigen J .des Lihieds- kl-| Wahlen nlcns bei Be
teiligte Gruud- 'ollmächligt ist. Mehrheit von Aoraussehimg ch. beteiligter Höes ist, iper >^chaber einer e »leidfleitdlt. ober bdanntq ithalt ber Bc-
Deutschen m zu erachten, Mg b« vrst-
<. /0- Sept. „Manchester Guar
dian berichtet aus London: Der Minister des Aeußern versandte an die verschiedenen Boi
hasse.
idungen hiergegen
g — 10 Ubr, n einlade, daß die issen sind- ,nben verseile» «"*
elttzc ittinfe
Berlin 11. Sept. (Wolff.) Tie Reichs- konfere nz der Unabhängigen Sozialdemokraten sprach sich na,ch ber „Freiheit"
-n Parlamentarismus und die Watz/lagttation aus und verwarf auch jede Absplitterung und Spaltung jn den Gewerkscksasten. Tas Problem der Internatiimmle wurde nur von beiden Referenten behandelt. Eine Debatte unter» >hcb infolge der Schließung der Konferenz. Hil- e r d i n g, der den Bericht über die Luzerner Koni-, cn^nz instattete, legte den Hauptnachkdruck darauf, daß man sich nicht von der Arbeiterbelvegung des Westens, wo im Kampfe mit dem entwickelten Kapitalismus sich das Schicksal des Sozialismus entscheiden werde, isolieren dürfe. Er erwartete Don:
Sieben. “u i enb= ,uil95arbtueff
* Grund MiWesctzes
!' u t e n und des Reichstages von der I standsangebots. Er stellt noch einmal fest dast tunlichst zu beschleunigenden Verabschiedung aus seine Mitte Juli 1918 an Ludendorsf ge? besonderer Wahlgesetze ab, die möa- stellte Frage, ob er sicher sei, mit der jetzigen, Offensive den Fciiid endgültig und entscheidend» zu besiegen, ein bestimmtes Ja gcantivortcl wurde, ztcfeä Ja sei die Grundlage seiner Polittk bis zu den ersten Augusttageu g.'ivesen. Als Ludendorff am 13. August erklärte, diese Sicherteit nichit mehr zu haben, habe er, Hintze, diese als dienstlich aiiszufassende Mitteilung als neue Unterlage für leine Politik betrachtet. Ter Koonrat vom 14. August erteilte nicht die Ermächtigung zu einem Friedensangebot, sondern erklärte nur die Bereit«, w.'afc zu diplomatischen Verhandlungen. Tie Oberste Heeresleitung hat sich dazu nicht geäußert und Hintze folgert daraus, daß sie mit der Finninlierui'g einverstanden nxxr und feinen offiziellen Friedens- tdintt üerlangtc. Auch seine Antworten auf dem ^-ragebogen, den her Reichskanzler dem Staats- leEretdr bei seiner Reise ins Hauptquartier amt 8, September mitgab, lassen nicht erkennen, biß die Oberste Heeresleitung eine Veschileunigung der« vom Koonrat genehmigten Einleitung zu Friedens-s Ichrttten wünschte. Erst am 10. September erklärt sich die Oberste Heeresleitting mit i o fertigen offiziellen Friedensschiritt einver- standen, woraus sich Hintze sofort mit der öfter- reichischien Regierung in Verbindung setzte. Luden-. ^rff spricht, so sagt Herr v. Hintze, also Wte Beschuldigungen ans, ivenn er behauptet, daß die Regierung seit Mitte AuMst für die Erreichung des Friedens nichts getan Kbe, und daß darius Nichts UeberraschfNides liege. Hintze er* Hart, daß Ludendorsf hier in Unkenntnis ber Tat-, lachen spreche, über die er, Hintze, allerdings w.i- teres zur Zeit nicht sagen könne, obüwhl es in lemem eigenen Interesse liege. Schon vor dem 28. September, wo die holländische Presse offiziell mitten'te, daß die Königin ihre Refidmz für Besprechungen im Sinne der österreichiischien Rote vom 14. September zur Verfügung stelle, habe das Ausnortige Amt darüber umfangreichere Rack^ richten gehabt. Hintze schließt seine Mutigen Betrachtungen mit den Worten: „Wie stellt sich Herr General Ludendorsf die Einleitung zu Fl iedens^ sa.iritten und das Verfahren bei einer amtlichen Friedensdemarche vor? Sicherlich nicht anders, als daß zur Einleitung von Friedensschritten einai ^skcete ‘Vorbereitung der feindlichen Regierung!! und,ber feindlichen Volkssttmmung gehört. Mitt anderen Worten: die diskrete Untersuchung: Was' will der Fernd von mir, was ich von ihm, was! ift er bereit nachzulassen, wo tarnt ich entgegen-,! bommen ? Laßt er nach, wenn idji Nachlasse ? Ist er überhaupt verhandlungsfälng, sieht er mich als! verhandlungssahig an? Ferner, ist die Schasfun» einer geeigneten Atmosphäre bei den feindlicheufl Völkern dem Frieden günstig? TieS und vieles^ erölstern ist, ist notwendig.
Tas lostet Zett, v i e l Z e 11. Hast und Ue e.eilun^ nurden sich m wenigen Unternehmungen so bitter- Wtien, wie bei solchen Kinleittmgen zu Friedens*- schritten. In einem Koalitiionskriege verlangt eine, offizielle Friedensdemarck.e die Herbeiführung der Zustimmung der Verbündeten und ihrer parallelen und kollektiven Attion. Auch daS kostet Zett Zur Verfügung stand die Zeit vom 14. August bzw J.1- SM'nber bis zum 29. September. Ich breche diese, Erörterung ab in der Erwartung, daß die Archive m absehbarer Zeit geöffnet werden dürfen "
fett tm Verkehr, doch keinerlei Aus-I tausch von Gastfreundschaft. — Der Verl inerBotschaftsposten wird dem-1 nächst wieder besetzt werden, wenn auch die Absicht besteht, vorläufig nur einen Geschäftsträger nach Deutschland zu entsenden. Der neue Botschafter wird eine Persönlichkeit sein, die bisher keinerlei Beziehungen zu Deutschland hatte.
Franzosen, besondei's Offizun:e und Beamte, vls Staufer auf, um sich mit ihren Familien hier anzustedeln.
Die Arbeitszeit im Bergbau.
o, D"lin,11. Sept. (Wolfs.) Tie von dem Aussckuß zur Prusung der Frage der Arbeitszeit im Bergbau des Ruhrgebiets gestellten Anträge fanden in folgenden Punkten die Zusttm- mung des Reichsarbeitsminisiers: 1. Tie Reichs- regierung wird von dem Ausschuß gebeten, an die anderen Mächte mit dem Vorschlag heranzu- treten, sofort eine internationale Beicht u ßfa ssun g über die Einführung der Sechs- stunderischicht im Steinkohleiibergban unter Tage berbeizusühren. 2. Der Ausschuß wird von dem m t . Reichsarbeitsmülister mit den bisherigen Befug-
lWolff.) Major iiissen in Permanenz erflärt. Er prüft sort- tla “rr21 der beut)eben Haupt- lanienü durch fachkundige Ausschüsse, ob auf den
kommissivn )ur Kriegsyo,cmgene bei der Frie- Zechen und von den Behörden alle technischen oensdelegatton, stattete m Beglettung des Haupt- imd fonftigen Vorbereitungen zur Ermöglichung manns Hinchlay Cooke von der alliierten Mili- der Einführung der Sechsstunr^nschicht qetuoffcn arkommilfion m Versailles den Kriegsgefangenen- tverden. TI^n
Xin-n De- r Ende November tritt der Ausschuß wieder np A « A,« , » • kand unsere Kriegs- zusammen, um Beiveise zu erheben, ob ohne Ge- x Uc!Crrr r/assu n g, gut sährdimg der Kohlenversorgung Teutschlands die zufriedenstellend gekleidet. Das erste Sechsstundenschicht vom 1. Februar 1920 ab ein» Wiedersehen berj?riea§gcfanoenen mit einem Ver- zufühv-n ist.
^ter der deutschen Heunat stimntte sie wehmütig, ledoch sand Maior Drandt unendlich viel Inter- Overfchlepeu,
esse bet den.Kriegsgefangenen für die jetzigen Zu- Berlin, 11. Sept. (Wolff.) In Ober- stande m Deutschland. Er wurde mit Fragen be- schlesien ist alles ruhig. Es wird überall gestürmt Sie wollten wissen: Wie steht es mit der arbeitet. Die Tageskohlenförderung steht über dem \?aXunb tteüt sich Deutschlands Zukunft Turchsck-nitt der Förderung vor dem Streik Sie £-aV.<^nK,r ■öraubt konnte in kurzen Zügen ben betrug in den letzten Tagen durchschnittlich 90 000 iLNtwicklungsgang vom alten zum neuen Deutsch- Tonnen.
land schildern und feststellen, daß nicht zum we- Berlin, 11. Sept. (Wolfs.) Dem Berneh- ntgsten die wirtschaftliche Zukunft unseres Vater- men nach ist eine No t e de r En ten te be t re f- landes den meisten Kriegsgefangenen am Herzen send Oberschlesien eingegangen, die Von tag. ^)as gab ihm den Mut, die Hofsnung auszu- Willen der Entente zu einer durchaus objektiven spreckMi, daß die deutsche Jugend, die in Feindes- Haltung erkeiinen läßt.
land schwer litt, m der Heimat das ernste Bestreben -----------
haben werde, mttzuarbeiten an dem wirtschaftlichen
Wiederaufbau Deutschlands. | <111$
Die Ablieferung von Hafer.
Dar m stad t, 11. Sept. Eine dringliche Anfrag: hat der Abg. Fenchel der Volkskammer elngereicht: Ist der Regierung bekannt, daß von den hessischen Kommunalverbänden 2—3 Zentner Hafer auf den Morgen zur Ablieferung bon dem Erzeuger an gefordert werden, während in anderen Bundesstaaten, wie mitgeteitt wird, nur ein Zentner ab geliefert zu werden braucht. Ist die Regierung bereit, fofiort Erhebungen anzustellen und die hessische Landwirtschaft der Landwirtschaft anderer Bundesstaaten in dieser Beziehung gleichHn- stellen?
nfY, Berlin, 12. Sept. (WTB.) Die Deutsche ttlllgemeine Zeitung" veröffentlicht deii Wortlaut des deutsch-russischen Rückversich rungsvertrages vom 18. Juli 1887 nebst einem ganz geheimen Zusatzprototoll. Im ersten Artikel wird festtzefetzt, daß für ben Fall, baß einer ber vertragschlietzeiiden Telle sich mit einer dritten Orropmadyt im Kriege befinden sollte, der andere wohlwollende Ncuttalität bewahren und seine Sorge darauf richten wird, den Streit zu lokali- fieren. Diese Bestimmung soll auf einen Angriffs- Trieg eines der vertragschließenden Telle gegen Oesterreich oder Frankreich keine 9üttoenbung finden. In Artikel 2 erkennt Deutsckstand Rußlands Jteajte auf der BalkauhaLbinsel an, inslwsondere etc Rechtmäßigkeit seines entschiedenen Einflusses m Bulgarien und Ostrumelien. Beide Hofe ver- lvflrchten sich, keine Aenderung des status qua auf ber genannten Hcllbiniel ohne vorheriges Einver- 'tandnis zuzulassen und sich jedem Versuche, diesem ^atus guo Abbruch zu tun, zn widersetzen. In Arttlel 3 erkennen beide Hofe den europäi,chen und bindenden Charakter des Grundsatzes der Schlie- !ung des Bosporus und der Darda- 'uellen an. Sie werden gemeinsam darüber soacben, daß die Türkei keine Ausnahme zu Gunsten Der Interessen irgend einer Regierung dadurch inadü, daß sie die Meerengen für militärische Operationen einer kriegführenden Macht hergibt. Im ^-alle einer Verletzung ober um einer drohenden Verletzung vorzubeugen, toerben beide Höfe ber Türkei erklären, baß sic eintretendenfalls sich als im Kriegszustand gegenüber dem verletzendem Teile lbefindlich und ihren terrllorialen status gno, den der Berliner Vertrag verbürgt, als verwirkt aal'Kien werden. Artikel 4 setzt die Dauer des Vertrages auf drei Jahre feft In entern ganz geheimen Zusatzprotokoll, das einen un- tremtbaren Bestandteil des Vertrages bilden soll wird bestimmt, daß Deutschland mie bisher Rußland beistehen wird, in Bulgarien eine gesetzmäßige Re- gierung wiederherzustellen. Es verspricht, in keinem Falle ferne Zustimnmng zur Wiedereinsetzung des Prinzen von Battenberg zu geben. Für den Fall, daß der Kaiser von Rußland selbst die Verteidigung der Zugänge zum Schwarzen Meer übernimmt, verpflichtet sich Deutschland zu einer wohlwollenden Reuttalität und moralischer und diplomatischer Unterstützung der Maßnahmen des Kaisers von Rußland, um den Schlüssel seines Reiches in der Hand »u behalten.
. , U cn ■ r "'VU'V OlO- HUJUy UCLIUflKl, wird die Retchsregierung dem parlametttari- schen Untersuchungsausschuß, der am 23. September seine Tätigkeit aufnimmt, keine anderen Dokumente vorlegen, als diejenigen die unsere pazifistischen Kreise gesammelt und „bearbeitet" haben, wobei auch die Erfahrungen des Ehepaares Kautzky ausdrücklich berücksichtigt werden sollen. Das sind dann wohl gewissermaßen Anklageakte gegen unsere alte Diplomatie, und wenn über sie verbandelt wird, können ähnliche Wendungen herauskommen, wie bei den „Enthüllungen" Erzbergers. Vieles wird freilich solange ungeklärt bleiben, als die gegnerischen Kabinette nicht gleichfalls ihre Archive öffnen Der Wortlaut des deutsch-russischen Rückver- sicherunasvertrages, der heute amtlich veröffentlicht wird, „belastet" bekanntlich den „neuen Kurs" Wilhelms II. nicht. Hätte er 'hn „belastet", so wäre das deutsche Volk besser damit gefahren, aber dann wäre es ja auch kein „neuer Kurs" gewesen. 5-eute stehen die Dinge so, daß wir über den Umweg des Weltkrieges die Annäherung an Rußland vielleicht wieder bekommen werden.
•,lu^l,*'u:VyniUÖ iiuji ms ea.iia.iai acs Sozialismus cym
entscheiden iverde, isolieren dürfe. Er ermartete iE L pr a s
»er sozialreviolutionären EntwiÄuug jene llmge- ■ r Wunsch des Generals Man-
staltung ber nationalen Parteien, bie bte Errichtung 9m bom 1b. September bis 7. Oktober F e st - einer Internationale ermöglichen werde, bie voH Vorstellungen statt — früher, als die nahrhaft sozialistischem Geiste erfüllt sein würde. Buhne noch Hoftheater war, hieß es „auf demgegenüber vertrat Stöcker die Auffasfung, allerhöchsten Befehl". Geändert hat sich nur ba& £>ie Trennung von ben sozialreforniisttschM — der Name des Befehlenden! Gegeben müs- £arteien, bie in ber zweiten Internationale bte fen werden' Lobenarin •önfFmrtnna Führung gehabt Ritten, vollzogen merben mütfe. unaen^Dbernn 9
Nachiem einmal die dritte Internationale begrün»] riI $ 'q-amnhAit'f»r ^otterdammc-
bet sei, empfehle sich der Anschluß an diese, da Geistersmger, Salome,
der Hinzutritt anderer Parteien, wie z. B. der «nofenkavalier und Ariadne aus Naxos, norwegischen und der schüveizeriscAn, sie auch ihres Die Franzosen nisten sich ein. rein bolschewistischen Charakters entkleide. Tie — 2B i F>a h<> n n ‘
$art«teituns rra*te fd.OT tot Sufonimmtritt bei: hvbm bie teitai WnfFen @äft^
Konferenz Versuche, mn den Parteien, bre auf bäu f e r her ßtnhf m^rr‘ ,*2. dem Boden ber Anschauungen .von.Zimmerwald Palast-Hotel" durch UefKrunS!^ und Kienthal stehen, bi Verbindung zu tfeten. XefauFt^ ’bai
»t fe ter «Sä
& l69. Jahrgang Sreitag, p.September (9(9
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
3wil!ingrninr»nick u.Verlagi vrühl'sche Unio.-Vuch- u.Steinörutffcret «.Lange.Schrislleilung. Seschäflsftelle u.vrnckerel- Schulstr.?.
Berlin, 11. Sept. (Wolff.) Wie „Pol. Pari. Nachrichten" hören, ist die gen den Staatsminister Dr. H e l f f e r i d) ein- geleitete Klage vor dem zuständigen Ge- rschte anhängig gemacht worden. Die Nach- richt, Helfferich solle vor den Staatsgerichts- hof gestellt werden, entspricht schon darum nicht den Tatsachen, weil bisher der Staats-^ gerichtshof nicht zusammengetreten ist.
Die Vorgeschichte de» Krieges.
Berlin,. 11. Sept. (Wolff.) Laut „Bossisch. Zeitung beauftragte das Reichsministerium Prozessor Mendelssohn-Bartholdi), Würzburg, General Gras Montgelas und Pvofessor Schücking, die Veröffentlichung der Urkunden über die diplomatische Vorgeschichte des Krieges unter voller Benutzung des von Herrn und Frau Kautsky gesammelten Materials zu bearbeiten. Professor ^enbelssohn soll die Urkunden über die politischen Vorgänge in den letzten Jahren vor dem Krieg 'MGmmeft herausgeven, damit der Zusammm-
^r ofterreichisch-serbischen Krise, die zum ^?M.^lührt hat, mit dem gesamten Komplex der
.^chtlrch wird. Tie Arbeit des Grafen auf die Tinge beziehen, die russischen Gesamtmvbilistttion sich mflnS flJr Schücking wird die diplo-
matischen Berhandlungen zwischen dem Mord von der Eschen Gesamtmobilisation
AÄe,t soll möglichst beschleunigt foerben, da am 23. September der parlamentarische l.nteriuchungsaussckMß feine Tättgkeit aufnimmt.
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öctn verschiedenen Bot-
» irfSS K°kten und Gesandtschaften im Auslande ein
^'Uldschreiben, in dem er Verhaltungs- ^ßregeln für die Beziehungen zu den b *^C ta 1111 e n gab. Im Prinzip toICb dorgeschrieben: Ruhige 5)öflich-
und des Reichstages von derI beschleunigenden Verabschiedung ,.z,k . - -- r Wahlgesetze ab, die mög- umst schnell der Nationalversammlung vorgelegt werden sollen.
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