Ausgabe 
11.6.1919
 
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Frankfurt a. M., 10. Juni. Durch n feuer wurde heute nachmittag der

Bauwerkes sind durch das

bei zu verantworten haben.

IW mit 285t

dies

;inti. Wie bereits ge- acht vom 28. auf

Met' meist

Dotanj

Berthold vvn hier.

ntz. Friedberg, meldet, wurden in I

heblichen Brandschaden ist auch der durch die i» gel)euren Wassermengen, die in das Flamm» meer geschüttet wurden, angerichtete Schaden sch bedeutend. Me oberen Geschosse des siebenstöäW

nicht ermittelt werden. Vermutlich ist er auf eina schadhaften Kamin zurückzuführen.

Ter Rhe> Mdi-ten danl «n, dik suh in holt Ifcnfl der toegdbeld »1600 Anzügen «Ät gcmadjt Hebei m. Trier, 8.1 ie mI Pfingsten in ii i Mark das Pfui Ito

Festmechl mit Marc Anton eine birnatffli Perle in Weinessig aufgelöst und getrunken I fmt. Zur Auflösung einer fotrben Perle r man, auch wenn man fee vorher zerstoßen mehrere Tage gebraucht haben.

rt Sotms begrmt ia'flc eigenen K llijirot meiden CT Widtben. In do ! p« mr auf der juainmtn werden.

festgesetzt.

hl. Marburg, 11. Juni. Im 85. Leben» fahr ist am Montag her weit über unst^ Stadt hinaus bekannte und geschätzte Fadi kant Joh. Math. Seidel gestorben. Er ty die von seinem Vater übernommene Zim gießerei, oie damals nur einige Ärbeiter b< schaftigte, zu einem großen Exportgeschöf

mr. Frankfurt a. M., 10. Juni. StÄ Pfarrer Ludwig Abt 'irnirbe zum pstlicha Hausprälaten ernanM.

mr. Frankfurt ,a. M., 10. Juni. I< letzte Schwurgerickstsperrode vor den Ferien am 23. Juni beginnen.. Bis dalstn wird Doiau» sichtlich auch der Mord an dem Matrosen R ö drl der am -31. März in den Main gestürmt Wua spruchreif sein. 1520 Personen werden sich b»

MM).

Mgabe mit 2718 H Öen Wdjlfll E"lmn9 sollen öii E®1 "lmalisatlon

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zu Gießen statt.

♦♦ Wetterdienst. Voraussichtliches ter am Donnerstag: Wolkig bis heiler, trocken, wenig.kühler.

Kreis Alsfeld.

g. Vadenrod, 9. Juni. Nach der

Spielzeugen. Du wirft die Welt beherrschen und sogar die Frau."

Die modernen Gelehrten, die natürlich die terlentragenden Austern längst mit Röntgen­strahlen durchleuchtet haben, erklären die Ent­stehung der Perle freilich ganz anders. Aber selbst in dieser wissensdmftlichen Beobachttmg richt noch Romantik und Dichtung. Die Perle bildet sich nach diesen Feststellungen in'olge einer Verletzung der Auster, mag diese nun durch ein Tier, durch ein Sandkorn oder durch irgendeinen andern fremden Körper hervorgerufen roerben. Die Auster ver­sucht sich gegen den Eindringling zu schützen, indem sie ihn in eine Umhüllung von Perlmutter gefangen setzt, und so entsteht die Perle. DaS Meisterwerk der Natur wird also aus dem Schmerz geboren. Und dieses aus dem Leiden der Auster entstandene Juwel verleiht dann der niedrigen Moluskc den höchsten Wert und macht he zu dem kostbarsten Schatz auf dem Grunde der Meere.

8 23730 Ml. in Me» den nhöl KW, Büch' I bittet Äsgalr n 1 Mk., mifgefi

W M. (im Dmv

wa. Wetzlar, 10. Juni. Gymnasial-Diretlo! Dr. Heinrich Großmann, der bis Dftern 19ij Direktor des Gymnasiums zu Saarg-emünd in Loti- ringen war, ist von der preußischen Regierung bv Erektion des Gymnasiums zu Wetzlar vom 1. JuL d. Js. an übertragen worden. Die Promenade» konzerte der Unteroffizierschulkapelle finden i» Z» kunft nicht mehr statt.

Hessen-Nassau.

Hotelbrand.

drei,

JO

frühen Tod der Perlentaucher zur Folge haben dies alles bildet eine Kette des Leidens, an b:e die schöne Trägerin einer Perlenkette nicht denkt intb die doch den Schmuck mit einem melancholi­schen Hauch umgibt.

Wie langwierig und anstrengend ist sodann die Arbeit derer, die die Perlen zurichten; wieviel Kunst gehört dazu, sie zu trocknen und zu glätten! Unb wenn endlich die Perle ihren Triumphzug in Form eines edlen Schmuckstückes beginnt bann fangen auch für dies zatte Kind so vieler Sorgen und Mühen die eigentlichen Gefahren erst an. Hatte sie auf dem Meeresgrund nur die Polypen und die Nähe des süßen Wassers zu sürcksten, so leidet sie mm unter jeder raschen Veränderung der Temperchur, unter Kälte wie Hitze, unter jeder Berührung mit Säuren und Fetten. Man muß sie. vor jeder zu starken Beleuchtung behüten, vor der Nähe von grünen Gkgenftanben, deren Reflexe ihrer Schönheit schädlich sind. Am besten zeige man sie in Nachmittagsbeleuchtung, etwa von 4 Uhr ab.und schütze Re vor dem grellst Licht des Tages. So delikate Wesen die Perlen aber auch sind, so ist dock die viel verbreitete Anschauung falsch daß sie sterben. Tie matten Perlen waren schon in der Muschel matt, intb eS ist unmöglich, ihnen Mieten Glanz zu verleihen. Wenn sich so oit schlecht« Perlen an altem Schmuck finden, so sind nicht die Perlen daran schuld, sondern die Menschen, die die schönen Peri«: für neue Schmuck­stücke venoanbt und sie durch schlechte Perlen er­setzt haben. Unwahr ist auch die berühmte Ge­schichte von. bet Perle der Kleopatra, die bei einen

jährigen Ernteflächenerhebung, die in der Zeit vom 6.31. Mai dahier stattfand, be trug die Summe der bestellten Ackerflächen in hiesiger Gemarkung 272,22 Hektar gegen 269,10 Hektar im vorigen Jahre. Davon waren bestellt mit Weizen 40,06 Hektar, Roggen 56,58 Hektar, Gerste 37,90 Hektar, Hafer 44,27 Hektar, Raps 8,45 Hektar, Grünfnttcr 6,42 Hektar, Erbsen 2,12 Hektar, Kartoffeln 27,88 Hektar, Runkelrüben mit Kohlrüben imb Weißkohl 21,77 Hektar, Klee 25,77 Hektar, Flachs 0,74 Hektar. An Getreide wurden in diesem Jahr 6,37 Hektar weniger angegeben als im vorigen Jayr, an .Hafer allein 3,41 Hektar weniger. Die Flächen mit Kartoffeln blieben sich ganz gleich, ebenso diejenigen mit Runkelrüben. Bedeutend verklcinett batten sich auch die Flächen mit Grünfutter, nämlich um 3 Hektar. Eine starke Vergrößerung um 9,50 Hektar ----- 38 Morgen hat len Die Flächen mit Klee auszuweisen.

a Z e i l b a ch, 10. Juni. Heute am 3. Pfingst - tag mitlaas wurde in unserem nahen Z«bvald

E tzchli-- fcs

)^Nontaba' Er üfl der Stadt g V-. N& ww M Rindvieh l Dslhassen. , _ 7«°» ®'t* Jfil* Besatzung M ans demRh ......... x»w, & dir FislM Großfeuer wurde heute nachmittag der Dah .,MmntergM stuhl des HotelsN a t i o n a l" am BahnW gestaltrt

Feuilleton.

Anö dem Reich der Perlev.

Perlen sind unter all den Edelsteinen, für tie man heute so uniwhcure Preise zahlt, die teuersten und gesuchtesten. Und wirklich gibt es and) unter den Schmuckstücken der Welt keines, «ras sick> an romantischem Reiz irnd an zarter Schönheit mit der .»Träne des MeereS" Der» ileidjcn ließe. In dieses poetische Reich der Perlen ftihtt ims ein französisches Buch ein, das soeben wn Löonard Rosentlml unter dem TitelIm Königreich der Perle" herausgegeben worden ist. s)n cechnifchei, geschidstlicher und ästhetischer Hin- rd)t ist hier alles, was auf die Perle Bezug hat, ,usammengetragen, und ein Kranz von Legenden, oon phanlastischen Abenteuern und leidenschaft- lichen Erlebnissen schlingt fidi um diese verführe- rifd)en Gebilde Schon der Ursprung der Perle ist 'N Poesie gehüllt.

Eine antike Sage versichett, daß man sie nur >ort finde, wo der Regenbogen die Erde berührt, und eine persische Legende erzählt die Gcbutt der

platz zerstört. Die Frankfurter Feuerwehren Hot» Tiefe werd" mit der Bekämpfung des schwer zugänglich« 5^, Ertdjtingst Brandherdes stundenlang zu tun. Neben dem «, - u"wnt

etn christltches Fest abgehatven. Zahlreiche Festgäste aus unserer Gemeinde sowie den Dörfern Gw^Felda, Ermenrod, Stumpertenrod und Unter» Seibertenrod hatten sich eingefunben. Ein Ber­liner Prediger sprach über das Los unserer Ge­fangenen. Ter Posaunenchor Unter-Seibertenrod' begleitete die Gesänge.

Kreis Lauirrbach.

O Schli tz, 10. Juni. Zum Besten der Schlitzer Kriegsgefangenen, Kriegsbeschädigten uito Hinterbliebenen wurde gestern abend in bet Tunt- halle ein Wohltättgkeitsabend veran­staltet. Tamen unb Herren aus Schlitz hatten sick> in den Dienst der guten Sache gestellt unb brach- kn bas üicrafrige VolksstückTie Dorfhexe" von Otto Böttmger unter großen: Beifall flott zur Darstellung. Auch von außerhalb war bet Abenb gut besucht, so baß für ben guten Zweck ein schöner Reinertrag gewonnen wurde.

Kreis Schotten.

Köddingen, 10. Juni. Am zweiten Pftugstfeiertag fanb in dem Wald zwischen hier und Stumpertenrod wie alljährlich ein ch r i st­rich e s W a l b f e st statt. Eine große Festgemeindc aus den beiden Dörfern hatte sich eingefunben, um den Worte:: eines Berliner Geistlidren über den Pfingstgeist der*erstcn Christengemeinde und dem Geist der jetzigen Zeit zu lauschen. Der Kirchen­gesangverein Stumpertenrod trug durch Vorträge passender Lieder zur Verschönerung der Feier bei.

= Unter-Seibertenrod, 10. Juni. Unsere Po st halte st eile glich heute morgen der Haltestelle einer Kleinbahn. Etwa 1520 Passa­giere waren anwesend, um mit der Autopvst um 5V,. Uhr nack) Mücke zu fahren. Aber alle Sitzplätze sowie ein Teil der Stehplätze waren beim Ein- tteffen derselben schon vergeben. Sv mußte ein Teil der Reisenden ihren Weg zu Fuß antteten. Von Ober-Ohmen unb Ruppertenrod konnte über­haupt niemand mehr mitgenommen werden. Die einzige Lösung der Vetkehrsfrage unseres oberen Ohmtals wäre die Erbauung einer Kleinbahn von Mücke über Ulrichstein nad) Schotten.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Na uhe i m, 10. Junr. Der 16jäh- rige Manverlchrling.Berthold, d r gestern im gro­ßen Teich erttank, wurde beute morgen als Leiche geborgen. Ein pöruber des Verunglückt«: ist im Kriege gefallen, ein anderer befindet sich noch in Gefangenschaft. .

Q. Bad-Nauheim, 10. Juni. Die Pfingstferertage bracksten unserem Bad einen Gesuch, wie er selbst in der Friedenszeit noch nicht dagewesen.1 Tie Kurhausterrasse 'mar an bei­den Tagen von Tausenden von Menschen besucht. TaS Wetter war heiß, aber schön. Ter gewaltige Verkehr und ;inc Verpflegung der Gäste stellten große Anforderungen .an die beteiligten Stellen, b-od) wurde alles in großzügiger Weise erledigt. Ein für Samstag ben 7. Ium geplanter Aus­stand der Hotel- unb Villenangestellten kam nicht zur Durchführung, iweil a'roifdj-ert Arbeitgeber und -nelnner vorl>er -eine Einigung zustanve kam. Gestern abenb ertrank beim unerlaubten Ba­den im.großen Teich der fünfzehnjährige Lehrling

29. Ma: dem Major Raab aus ben Stallungen im Schloßhvf bahier zwei wertvolle Pferde unb ein Jagdwagen mit Zubehör im Gesamtwette von etwa 15 00016 000 Mark gestohlen. Als Täter wurden von der lstesigen Polizei jetzt der Schmied Wilhelm shecn aus Bönstadt, Fuhrmann Alfred Schulz aus Berlin und Fuhrmanir Albert Linde in TVricbbcrg ernüttett. Tie beiden letzteren waren bei dem Fuhrvetkchrsamt in Friedberg beschäftigt. Sie haben ein umfassendes Geständnis abgelegt.

O Friedberg, 8. Juni. Das vereinigte Kurbaustheater Bad Homburg und Saalbau Friedberg gab unter Leitung des Direktors Hen­ning hier seine dritte Vorstellung. Zur Auf­führung gelangte der lustige SchwankFami­lie H a n n e m a n n" von Max Reimann und Otto Sdiwartz. Das Stück brachte der Leitung einen vollen Erfolg, wie sich überhaupt das Ber­einigte Theater hier schon gut eingefühtt hat. Ter Brieftaubenklub ,Heimkehr" hat für Er­greifung vvn Taubenschützen, deren gerichtliche Be­strafung durch die Namhaftmachung möglich wird, eine Belohnung von 100 Mark ausgesetzt.

Starkenburg unb Rheinhessen.

Darmstadt, 6. Juni. In der Jahres­versammlung des Riämrd-Wagner-Beteins, der jetzt in sein 30. Vereinsjahr eingetreten ist, wurde festgesiellt, daß der Verein trotz zahlloser äußerer Schwierigkeiten die programmäßigc Zahl.von zwölf Vereinsabenden veranstalten konnte. Eine Reihe interessanter Neuheiten lebender deutscher Ton­dichter (so von Fritz Fleck, Paul Gräner, Hans Pfitzner) gelangten dabei in Darmstadt zur ersten Wiedergabe. Die Mehrzahl der mitwirkenden Künstler traten in Darmstadt ,zum ersten Male auf. Der Lesezirkel des Vereins, der 50 Zeit­schriften umfaßt, und die Bücherei, die sachgemäß vermehrt wurde, erfreuten sich reger Benutzung. Der Kassenbericht wies in Einnahme 12 420,10 Mark, in Ausgabe 13 077,74 Mark auf, so daß fick für 1918 ein Fehlbettag von 653,14 Mark ergab, der aus dem Vcreinsvermögen gedeckt wer-

ausgeoaut.

R o d h e i m a. d. Bieber, 10. Juni. Bei M am zweiten Pfingstfeiertag abgehaltenen Verscun« lung der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebiq von Rodheim unb Umgeyenb wurde eine Lm gruppe Rodheim des Reichsbundes der smtgN beschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshir« blievenen gegründet.

Aus dem besetzten Rhcingebiet.

-- D i e z a. L., 9. Juni. Für Parackenbair^ kaufte die französisch.' Militärverwaltung ein s« Morgen großes Gelände an. Tie Baracken tollt für die kommenden 10 Jahre zur Aufnahme m 3000 Mann Befatzungötruppen dienen.

--- Frankfurt a. M.^ 10. Juni. Mit d F r a u e n z i m m c r n, die sich in schamloser Da die Psingstfeiettage Über im Schwanlieimer W, mit französischen Soldaten abgaben, hat heute Ifl empörte Bolkswille gründlich Abrechnung gehalM Die Weiber wurden von Burschen und MänreS ergriff«: und zunächst gehörig verhauen, td] schnitt man allen das Kopfhaar bis Haarwurzeln ab und lieferte fte der Schwan Held Polizei aus. Diese brachte heute die Weiber, t» denen jedes seinen Haarzopf in der Hand fttrp mußte, nach dem nächsten Frankfurter Polizened (Niederrad). Hier holten Die Matrosen die GU J intb überlieferten sie dem Polizeigefängnis. &

XHanau, 9. Juni. Im benachbarten Alz» itau erlitt beim An fachen des Herdfeuers mit Svui tu5 das Dienstmädchen Hosmanndes Gastwictz ( Quick so erhebliche Brandwunden, daß esi» IM 26, Orsf Diflriktskrankenhause starb. Der Kreistag bti Landkreises Hanau hat als EntschädigMM für b" Teilnahme an den Sitzungen für die Mitaliebc des Kreistages und des Kreisausschusses 18 M! für die Mitglieder der Kreiskommissionen 12 M

leidenschast gezogen. Menschenleben kamen nch auf ben zu Schaden. Die Gäste des vollbesetzten Hach btt U' konnten sich rechtzeitig in Sicherhett bring«:. $i M d> der Brand, der eine ungeheure Zuschauermm «führt c

angelockt hatte, entstand,^konnte mit Sicherh«t iuj 5rüd i Wmi rütbd

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Liegensc wlttn, ivähr« Jommeji merben

Urnern »3®tuar 1908 bei Ry bet ftäbti Ej*tmcter . F. "®cnf<fwften in Ä^iwrtd d für das

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Je heißer der Samen um so besser und rascher bte Ausbeute.

Diese einfache Prozedur läßt sich aber im prakttsclien Betrieb nicht anwenben. Es gehött eine stabile Wärmcvorrichtung bazu, eine Wasscr- wärmepfanne, die auf dem alten Herd anaebracht iverbtn kann. Im kleinsten Betrieb ist schon ein yualisizietter Müller, Schmieb oder Scklosser im Stande, die Einrichtung ohne große Kosten zu fchafsen. Zweckdienlichere und gediegenere Anlagen aber fabrizieren die Firnten H. Schaftstaedt zu Gießen und August Stuhlmüller jn Neudorf- Badcu, Amt Bruchsal. Sie l)aben sich allenthalben gut bewährt.

*

** Amtliche Personalnachri ch- le n. Der ord. Professor in der philosophi­schen Fakultät der Landesnniverfitä.t, Dr. August Messer zu Gießen wurde unter Belassung in dieser Dienststelle und gleich­zeitiger Verleihung des Amtstitels Obecschul- rat zum außerordentlicheu Mitglied der Schulabteilung des Landesamts für bad Bil- dungswcsen und durch Entschließung des Lanoesamts für bas Bilbungswesen bet Lehramtsreserenbar Dr. Ebuarb Betzen­dörfer aus Gießen zum Lehr amtsassessor, unb her Gehilfe Wilhelm Schmitt zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1919 an zum Bureaugehilfen bei ber Verwaltung der medizinischen und ber Frauen-Klinir zu Gießen ernannt.

* Aus bem Militärwvchenblatt. Eggers, Generalmajor unb Kvmmandeur der 25. Feldartillerie-Brigade, wurde in ©cnelymigung seines Abschiedsgesuck)es mit der gesetzlich«i Pension »ur Tispvsitiivn gefkllt. Leutnant ber Reserve Masckke wurde der Abschied mit ber gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen ber Uni­form ber Res.-Offiziere bes Jnf.-Ncgts. Nr. 87 bewilligt.

** Gemüsekonserven. Die zur Ausgabe gdangenben Gemüsekonserven werden nur an die eingetragenen Kunden ber angegebnten Geschäfte abgegeben. Die Belieferung erfolgt vom 1120 Qiuni. Die Geschäfte FZ erhalten Gemüsekon- serv«i in ben nächsten Tagen zum Verkauf.

** H i tz schl a g. Zu der gesttig«t Notiz wird uns noch mit geteilt, baß ber Ertrinkende von bem Schlosser Eduard P fa s fen her ge r unter Le­bensgefahr uublohNe fremde Mithllfe'gerettet ivurde.

** Besitzwechsel. Bauimternehmcr Scheppcl mann verkaufte sein Haus Roon- sttaße 22 an Bauführer Schm andt von Watzen­born zu 45 000 Mark.

** Wettbewerb für hessische Archi­tekten. Für die Bebauung des in m n gen zwi­schen der projektiert«! Driisus- und Eiselsttaße ge- legen en Geländes mit etwa 50 Kleimvvlmungs- bauten wird unter den im Volksstaat Hessen an» flässigen Architekten ein Wettbeiverb ausgeschrieben.

** Vortrag Kapitänleutnant v. Mücke. Wahrend Herr v. Mücke in seinem ersten Dortrage die gefahrvolle Fahrt der Ahesha" und den abenteuerreichen MÄrsch durch die arabische Wüste in fesselnder Weise chilberte, werben am Donnerstag bte Pri- enfahrten derEmben" Gegenstand eines Borttags sein. Allen, die in bcn ersten Kriegslagen des Jahres 1914 die unvergleich­lichen Heldentaten oerEmden" slopfenden Herzens verfolgt haben, wirb letzte Gelegen­heit gegeben, auK bem beredten Mimrbe des Herrn v. Mücke die fabeHaften Leistungen ber Ernben, die alsFliegenber Holländer" mo­natelang der Schrecken ber Feinbe gewesen ist, zu vernehmen. Rechtzeitige Plcchsichermig wirb empfohlen.

* Der Hassia-Bezirkstag für bcn Bezirk Gießen findet am 22. Juni tm Felsstkeller

Perle folgendermaßen.Als der erste Reaen- rtoüTen aus bcn Sßolfcn in das große blaue Meer fiel, ganz klein und zaghaft, da ward er yurd) die Wogen hin uno her gerollt.Was bin -ch, winziges Ding, in dieser Uiiciidlichkcit?" rief tt aus. TaS Meer antwortete ihm:Deine Be-________________,-v_. . ---------

icheidenheit gefällt mir. Ich werde aus dir. kleiner l lieilbarcn Wunden, dve ber nackte Körper bei ber Tropfen Wajscr, einen Tropfen Licht machen. Du Jagd unter Wasser durch spitze Gegenstände er leibet, yirft das edelste Spielzeug werden unter allen | kurz, all bic Mtsetzlichen AnstrcuMngcn, die bcn

ben mußte. Die zum Schlüsse corgenomny» Neuwahl bes Vorstandes ergab die ehtftimntu Wiederwahl sämtlicher bisheriger Mttglieder

la. Landenhausen, 11. Juni. Am Pftngstfeiertaae fand ber hiesige Schäfer ein <:> geschlachtetes Schaf in der NA)e vom Pferch. 11 icheinlich ist ber Dieb verscheucht worden. Wch, I risch war der Dieb nicht, sonst hätte er sich füg W Vfk^

eines alten Mutterschafes einen fetten Hammel ru w qtntäk1

geiu<6t.

mt. Osthofen, 10. Juni. Em gemeiiq Straf Roheitsakt würbe bei einem hiesigen Landwirt oui# geführt. Ein Rohling schlich sich in seinem A» qvrudt wesen ein und verletzte durch Messerstiche die Pferi»

Die Hühner und Enten tötete der Unbekannte glei- IÜ,r,«1» anteri falls unb ließ sie liegen --1-

dt. Weinheim a. d. Bergstt., 9. Juni, Kampfe mit Einbrechern, bte nachts mi> ftels Leitern in bie hiesige Freubenbevgsche Bin, einbrangen, würbe der hier zum Pftngstbesuch i» elterlichen Hause weitende Professor Wilhelm Fm. benberg, Privatd^ent der Geologie in Göttinga, durch zwei Sckiüsse in den Unterleib lebensgefähr­lich verletzt. Die Räubers ergriff«: die Flucht.

Kreis Wetzlar.

Der Koran im FriebenSvet trag. Im Artikel 246 bes Friedensvorscliß^ der Entente wirb geforbett, daß Deutschland iiwj halb von 6 Monaten nach Inkrafttreten bef traget bem König von Hedschas ben OriM toran zurückgeben müsse, ber bem Kalifen Mtnj gehörte uiü> von den türkischen Behörden Medina entfernt wurde, um ihn dem ftüW Kaiser Wilhelm II. zu üb«reichen. Wie M Grauwff in der ,Lünstchronik" dazu mitteiU, findet sich der Originalkoran nicht in bcöj sche m Besitz unb hat sich niemals in beutidP Besitz befunoen. Wahrscheinlich ist ber Koran ben Jungtürken währenb bet Besetzung Weww! entsühtt und vielleicht nach Konstanttnopc! f bracht worden. Aber sicherlich bestand mncm | die Absicht, dieses Heiligtum dem d«itschen Sw I au schenken, denn eine solche Schenkung hätte all» Berttauen des türkischen Volles zu seiner; WTI rmtg dauernd untergraben müssen. Es lst M ausgeschlossen, daß die Jungtürken rc auf JiJI Gedanken gekommen sind, denn ihre Führer außerordenllich ortboboy unb hätten sich me twl bereitfinben lassen, Dieses Heiligttim des mohami^l banischen Glaubens in bic Hände eine» gläubigen" ru geben.

werden. Es steht aber noch- nicht fest, ob Scheide mann nach SScmtar h>iinnen nrirb. Gbuarö Bern­stein wurde zum Korreferenten gewählt gcgai David, der ebenfalls twrgcfdilagen war.

Abgeordneter Wels «stattete dann einen mehrstündigen Bericht über die politische Tätig leit des ParteivorstandeS seit dem Würzburger Parteitag. Nur schwer fänden sich die Massen in ben neuen Verhältnissen zurecht. Denn ber lieber» gang von ber reinen Agitation^ und Oppositious Partei zur Regierungspartei sei ihnen noch nickst so recht zum Bewußtsein gekommen. Wels lobt gegenüber heftigen Angriffen, auch aus bcn eigenen Reihen, bic Tätigkeit ber sozialdemo­kratischen M inister und meint unter dem Beifall des Parteitages, baß die Kritik«, tvcnn sie regieren würden, ber Partei noch ganz andere Nüsse zu knacken geben würden. Er lehnt daher einen Personenwechsel in der Regierung ab, erst recht aber ein«: Wechsel des Systems, wohl aber übt auch er an einzelnen Ministern Kritik, so bc sonders an dem preußischen Minister des Innern Heine, dem er vorwarf, daß er die Demokrati sierung ber Verwaltung viel zu langsam betreibe. Frische Luft müsse in allen muffigen Landrats ifubcn ihren Einzug halten. Auch Wels bespricht ausführlich eine Einigung mit bcn Unabhängigen, bie daran scheitere, daß die Unabhängigen keine Sozialdci'.'okratcn seien, svnb«n ein Konglomerat ber verschiedensten Strömungen, bic nicht wissen, was sie wollen. Scharf und rückhaltlos verurteilt der Redner, und der Parteitag unterstreicht diese Worte durch stürmische Zustimmung, die Er­schießung Levinäs als einen traurigen Rückfall in die alten Methoden. An d« Hand der Entwicklung, die die Dinge in Rußland genommen haben, zeigte Wels, was uns bevorsteht, wenn die Anhänger der Rätediktatur zur H«rschaft gelangen. Den Bolschewisten Trotzki nannte der Redner benrussischen Noske" und «niete mit diesem Wort große Heiterkeit, nur nicht bei Noske selbst, bet hcftiq widersprach. Wissels P l a n w i r t s ch a.f t, bte so viel angefeindet wirb, unb über die bic Meinungen auch in ber Regierung geteilt sind, fand die un«ngeschränkte Zustimmung des Redners. Er schloß, daß bic Partei weder links noch rechts, sondern g«abcau8 üb« die Demo­kratie zum Sozialismus marschieren werde.

2lus Statt rrnd Land.

Gießen, den 11. Juni 1919.

Schlagen des Rüböl» ohne Wasserznsatz.

Von ber Gewerbernspektion Gießen wirb ge- f dyrieben:

Der Geschmack beS Rüböls zeigt große Verschicbenheit. Unbestreitbar hat bas in hy­draulischen P ressen gewonnene Oel einen milderen Geschncack und ist geruchlos« als bas mit bnt alten Krillpressen geschlagene Oel. Tie Samenzückster bevorzugen aus biesem Grunde immer mehr die Oelrnühlen, die mit der hy^ brau(tfeben Presse arbeiten.

Tie Ursache liegt einzig unb allein in bem iUrnstand, daß bei ber letzteren Presse ber grob» tiequetfebte Sarnen feinen Wasser »usatz er- Ihält, bei der Keil presse b« feingequetschte Sarnen inur mit Wasserzusatz geschlagen wirb. Die alten Schlagmüller behaupten steif imb fest, baß obirc Beigabe von Wasser ber Samen kein Oel iabgcbc. Diese Behauptung ist falsch. Die prakti- fdyen Versuche hab«: bcn Beweis erbracht, baß purf) mit ber alten Keilpresse ber Samen Dime die Zugabe von Wass« zu Oel geschlagen wer­ben kann, daß zloeitcns bas so gewonnene Oel in keiner Weise bem Del aus ber Presse mit Hydrau- lisck>ein Truck nachsteht, baß drittens svg-ar die Ausbeute an Okl eine größere ist als früh«- und nur noch wenig hinter derjenigen ber hydrau­lischen Presse zurückblcM.

TaS warme Wasstr spaltet einen Teil des im Samen enthaltenen StoffesSinapin" in Senf Imtb Wasser. Tas S«:föl aber schmeckt man ohne weiteres heraus, eS gibt auch dem Rüböl den steckend«:, die Angen zu Tranen rciz«idcn Geruch.

Also fort mit dem Wasserzusatz. Damit aber auch be: ber Keilpresse ohne Wasser bas Oel bem Samen entzogen wirb, muß eine stärkere Er­hitzung des gefolterten Samens als gewöhnlich eintirtcn, aber nicht wie bisher aus einer Eisen- platte, die unmittelbar über bem Feuer liegt, sondern in einen: sogenannten Warrnwasserbad. Die übtidye Temperatur betrug bisher 40 bis 50 Grad. Auf der Platte Brannten abeü immer Teile des Samens an, wurden höher erhitzt unb machten daö Oel buntfarbig und kratzig schmef- kend. Tas Wasser siedet bei 100 Grad. Erhitzt man nun in einem doppelwandig«: Kessel von der Form einer Schüssel oder ein« Meste bas zwisdLN den beiden SBänbcn besindlichc Wasser auf 90100 Grad, schlittet auf oie obere Wand bcn Samen unb rührt ihn mit einem Rührw«k, so nimmt der trockene Sarnen rasch eine Tempera­tur von 7090 Grab an, wirb so in bie Presse gebrackst unb geschlagen. Jeder Schlagmüller kann sich durch folgenden Versuch vvn der Brauchbar­keit des Verfahrens überzeugen.

Er stellt in einen Kroppen kochenden Wassers eilten Topf mit 5^6 Psimd fein gekollertem Samen, rührt ihn, bis er die genannte Temperatur hat, und preßt ihn. Ter Erfolg wird überrafdyen.

Aus Schmerzen wird die P«le geboren: mit Leid«: und Gefahren wird sic von bcn Menschen gewonnen. Welche Forderungen an die Leistungs hi gleit und Ausdauer stellt die P«lcnfisch«« an den Ufern des Persisch«: Golfes, wo Tausende von (Angeborenen von dieser Arbeit teb«L Das zwei ober drei Minuten lange Unt«tauck)en der Fisckwr, bie häuftgen Erstickungsanfalle, bic Bedrohung durch bie gefährlichen Haifische unb Tintenfische, bie un­

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