Mittwoch, U. Juni 1919
169. Jahrgang
ardt.
Aus dem Aeiche
den täfel.
Die Unterbringung der Militäranwärter.
sozialdemokratischer Parteitag.
lissär ■ it.
Herren der Dolch int ©etoanbc, die große Ecke, die man nicht übertrumpfen Kann."
Es bleibt sachlich festzustellen, daß das berliner Tageblatt^ der oben gekennzeich- ten Taktik der Gegner mit folgendem Satze begegnet: „Sollte, wie anzuniehmen ist, der ^'geänderte Entwurf, den man uns gegen ^ vchensckluß überreichen dürfte, nur un- ^sentltche Erleichterungen bringen, so wird eimweder der Notenwechsel fortgesetzt werde«
oder Deutschland wird seine Unterschrift verweigern und in aller Ruhe abwarten müssen, was weiter geschehen wird."
Weisungen über die Art der Räumung entgegen* zunehmen, wenn sie and) keine BedeüKen trägt, daS südlich der mitqeteilten Linie genannte Gebiet zuerst auszugcben. Die planmäßige Räumung Litauens und Lettlands wird voraussichtlich in sechs bis sieben Wochen beendet sein.
Zweitens: Bezüglich der Bedingungen für die weitere Anweisung des Grafen Goltz habe ich folgendes mitzuteilen: General Goltz hat Befehl, sich .um die inneren Angelegenheiten Lettlands nicht zu kümmern. Er kann also die Einsetzitng der Regierung weder erleichtern noch crfdyoereiL Goltz hat keinerlei Waffen von den lettischen Truppen -zurückbehalten. Tre seinerzeit vom FrettvrpsPfeffer den Letten abgenommenen Walsen sind nach der Meldung des Hauptmanns Pfeffer in der von den Letten besetzten Kaserne zurückgttassen. Erne
Amerika und der Friedeusvertrag.
Washingtons. Juni. (Wolff.) Reuter. Wilson telegraphierte an den Senat, daß es höchst unerwünscht sei, den Text des Friedensvertrages, über den noch verhandelt werde und der noch Aenderungen unterworfen sei- zu veröffentlichen. Er forderte den Senat dringend auf, eine gründliche Untersuchung anzustellen, wie die Exemplare des Vertrages in die Hünde von Privatpersonen gelangt seien.
Neuyork, 9. Juni. (Wolff.) Senator B o r a h legte heute dem Senat das erwähnte Exemplar des Friedensvertrages vor, welches von Zeitungskorrespondenten nach Amerika gebracht wurde. Der Se- n a t ordn.ete mit 247 gegen 24 Stimmen an, dafe der Friedensvertrag als öffentliches Dokument gedruckt werde.
Ein Dementi Wilsons.
Amsterdam, 10. Juni. (WTB.) Der Pariser Korrespondent der „Daily New s" meldet, er sei ermächtigt, der Behauptung entgegenzutreten, daß Wilson erklärt habe, der F r i e d e n s v e r t r a g sei vollständig in Uebereinstimmung mit seinen 14 Punkten.^ Wilson 'habe niemals weder öffentlich noch privat irgend etwas Derartiges gesagt.
Amerikanische Neger auf der Friedenskonferenz.
A m st e r d a m, 10. Juni. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus Paris: Am Donnerstag'hat eine Abordnung amerikanischer Neger der Friedenskonferenz eine Denkschrift überreicht, in der sie um Zuerkennung der Rechte einer geschützten Minderheit nach dem Beispiel des vom Viererrat für die osteuropäischen Mächte vorgesehenen Minderheitsschutzes ersuchen.
Besetzung von Leutnantsstellen durch Unteroffiziere.
Berlin, 10. Juni. (Wolff.) Ter frühere Reichskanzler v. Bethma n n fvc g in feinen Betrachtungen zum deren erUer
ttr. 155
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gelassen worden, wnntsterrum |ur rartnen schäft, Kunst und Volksbildung denkt selbstverständlich niemand daran, Militäranwärter, auch wenn sie besonders begabt sind, etwa wie zur Zeit Friedrich Wilhelms I. als Volksschullehrer anzustellen.
Oldenburg.
O l d enb u r g, 10. Juni. (Wolff.) Nach Hugs Rücktritt führt Meyer, Mehrheitssozialist, die Geschäfte des Präsidenten des Freistaates Oldenburg. Hug lehnte die Stellung als Ministerpräsident ab.
Aus vethmann-tzollweg; Such über den Weltkrieg.
Stärkung der lettischen Armee ist durchnnS m m innen
unfernt Sinne. Eine allgemeine Mobilisierung muß Band m den Nächsten Tagen mi B<nwgevon .ücr nur, solange wir im Lande sind, soweit gcbinbcrt mar ^bbtng erfd^ tuirb, ü^r Mgeblick^i werden, als eine zwangsweise Aushebung bolzche-.! Kronrat vom ö„ Juli 1914, den Ke
Pte erhofft. Wir müssen begreifen, daß uns dec TempZ" seinen aiisgezeichireten Mitarbeiter jetzt Mit als Freundschaftsaa.be, nicht als eine Rose [gne Dornen schickt. Aber wir nröchten erfahren, Erzberger an diesen Hvrnnen, an diesen Erzäh- wgen „politischer Persönlichkeiten aus seiner Um- «bung", an diesen Vergleichen und Gegenüber-
Mungen beteiligt oder unbeteiligt ist. Wir
°">Aen es um so mehr erfahren, da
nicht nur aus den
Volksabstimmung in Oberschlesien?
Amsterdam, 10. Junr. (WTB.) Dem Pressebureau Radio zufolge melden amerikanische Blätter, daß endgültig entschieden ist, daß in Ob rschlesieu eine Volksabstimmung stattfinden wird.
Der französische Terror in Höchst.
Höchst a. M., 10. Juni. Oberbürgermeister Dr. Janke und Beigeordneter Dr. Hoog sind den Befehlen des Militäradministrators Llltmaycr nachgekommen und haben die Stadt heute verlassen. Alle Versuck>e der städtischen Behörden auf Rückgängigmachung der Llusweifungsbesehle sind an der Unnachgiebigkeit des Administrators gescheitert. Landrat Dr. Klauser harrt nach wie vor aus seinem Posten aus. Er ist heute früh nach Mainz gefahren, um hier bei den maßgebenden Stellen des französischen Oberkommandos nochmals Verwahrung geg^n den Terror der Höchster Befehlshaber ttnzulegen. — Seit "einigen Tagen haben die Franzosen mit urnfangreichn Haussuchungen bei solchen Personen begonnen, die der gcgenrepublikamschn Bewegung in Höchst verdächtig sind. Weitere Ausweisungen stehen bevor.
*
Zur Frage der Räumung Lettlands.
Berlin, 10. Juni. (Wolff.) In der Frage der Räumung Lettlands von deutschen Truppen ließ Reichsminister Erzberger durch General Freiherrn v. Hammerstein in Spa General Nudant solgcnde Note für Marschall Fach überreichen: t ~ y
Erstens: Gegenüber dem Telegramm des Mar- schalls Foch vom 29. Mai, welches die Beibehaltung der deutschen Streitkräfte in Litauen und Lettland nördlich einer bestimmten Linie fordert, muß die deutsche Regierung auf dem Standpunkt verharren, daß sie auf Grund des Artikels 12 des Waffenstillstandsvertrages das Recht bat, eine em- geleitete und bereits in Ausführung befindliche Räumung der vor dem Kriege zu Rußland gehörigen Gebiete durchzuführen. Die Berechtigung dieser Auffassung ist von der deutschen Regierung bereits verschiedentlich begründet. Ich verweise insbesondere auf meine Noten vom 27. Dezember 191S und 28. Mai 1919. Die deutsche Regierung vermag daher auch nicht anzuerkennen, daß sie auf Grund' de» Wafsenstillftandsvertrages gebunden ist,
Gewaltfrieden der Entente mti> die LosreißungÄ beftrebungen im Westen klingt die Rede aus.
Zu Vorsitzenden des Parteitages wurden dtt Abgeordneten Schulze- Ostpreusum und L ö b e * Breslau gewählt. Eine lebhafte Debatte setzte sofvrl ein, als tofli die endgültige Aufstellung der T a g cs- ordnung gegangen wurde. Eine garrze Anzahl von Anträgen aus dem Reiche fordert ein besonn bered Referat über die auswärtige Politik.
Eduard Bernstein begründet die Notwendigkeit, die auswärtige Politik besonders zu! behandeln. Andere Redner stimmen ihm zu, iväh* rend Landwirtschaftsmmister Braun als Partei Vorstandsmitglied den Antrag bekämpft. Ter Par^ teitag gibt mit großer Mehrchsit Eduard Söemfteat Recht. Die auswärtige Polüil soll nun wu Scheid em an n in fernem Referat über: die Au gäbe der Parteien in der Republik nutbtäanbdl
bett, was das für eine Wirkung hätte, wenn j wir in den Völkerbund ausgenommen wür- . den. Das Rheingebiet würde dann möglicher- । weife schon bis Oktober geräumt werden. Es > Ivar auch die Rede davon, daß wir in einem । Teil unseres afrikanischen Kolonialbesitzes ein Mandat" erhalten würden. Aber schon ist ■ wieder auf den erwärmenden Gedanken ein ■ kalter Guß gekommen: es heißt, man habe sich im Viererrat gestritten und es sei ein Kompromiß geschlossen worden, nach dem Deutsch- lunb zwar dem Völkerbund bcitteten aber nicht bei feiner Leitung beteiligt werden darf. Vir halten diesen gestern aufgeflogenen Versuchsballon der Entente, der sich nur über unsere Geneigtheit, einen solchen Frieden anzn- nebmen, verlässigen soll, für ein sehr trauriges Zeichen dieser Tage. Wir wünschten, dafe es unserer Reichsregierung ernst wäre mit dem Entschluß, gar nichts anderes anzunehmen, als einen Frieden, der an Schwere der Bedingungen über die deutschen 'Vorschläge, die mm einmal leider so sündhaft viel anbieten, um kein Loth hinausgeht. Graf Brockdorff- Rantzau Hal ja in diesem: Punkte ein entr- [diicbened Wort gesprochen, und er ist daher fein Mann nach dem Herzen unserer Feinde. Es ist bemerkenswert, öafe zwei Blätter ganz verschiedener Richtungen, nämlich die „Deutsche Tageszeitung" und das „Berliner Tage-
I Klatt", in diesem Zusammenhang mißfällig M den Reichsminister Erzberger deuten. Äas erstgenannte Blatt schreibt:
„Nickt em einiges Mal ist man entgegenge- '-mmen, im Gegenteil, die Waffenstill- "andsbedingungen wurden währerck) ihrer
l ÄwMlfrung widerrcckstlich noch verschärft. Tic Feinde wollten damals genau dasselbe wie jetzt: vor altem, daß' der deutschen Kommission ihre Unterschrift abgeztoungeit werde. Nur bazu lockte und drohte man. In dem Vorsitzenden der Wo ffenftifi standsbommission
hatten die Feinde hierzu einen außer
ordentlich geeigneten Mann; beim Herr Erzberger unterzeichnete jedesmal, toenn er unter» ieüfmen sollte, und erklärte jedes andere Verhalten
" ne frevelhafte unverantwortliche Desperadv- Mlitik. Deshalb ist der in der feindlichen Presse immer dringender hervortretende Wunsch wohl begreiflich: Erzberger möge Rantzau in Versailles ersetzen."
Das „Berliner Tageblatt widmet dem berühmt gewordenen Manne von Buttenbausen einen ganzen Leitartikel. Ob wirtlich ein echtes, aufrechtes deutsches Bemühen : hinter dem Artikel des Blattes steht oder nicht — ganz gleich, es setzt Herrn Erz- berger, dem „immer gut gelaunten P.st:tlion
unserer Unglücksfahrt"' einen wvhlver-! breiten Kutscherrastschnaps vor. Nach einer Besprechung der ausländischen Wünsche und
i Andeutungen fügt das Blatt hinzu:
! , „Bier Tage später errichtete Herr Gentizon im „Temps" abermals, neben einem bescheidenen md übrigens unähnlichen Bllde des Grafen Brock- j. iorfs-Rantzau, Herrn Erzberger ein hohes Monu- y ment. Er schilderte den Grasen Rantzau als einen 2 tonn, der sich mit nutzlosen Gesten die Zeit ver- n reibe, und Erzberger. als einen jener klarblicken-
V.xt Realpolitiker, die gern die Gegenwatt aus ta: Hand geben, weil sie fest auf die Zukunft rrtrauen. Ein französischer Korrespondent hat rlbestreitbar das Recht, die Leute zu tadeln, die ntie dem deutschen Volke Dienste leisten, und die
<evde zu leiern, von denen er Gutes für die En-
wistisch gesinnter Leute unsere Truppe gefährdet. Legende den Ursprung ^Krieges zmuckfülwen Goltz hat lediglich die Verantwortung für vie wollte folgende Müteckungen: 5 Jutt 1914
Führung und den Schutz unserer Truppen. Soweit übergab ®raf -s 8 d g Den bi
beides nicht berührt wird, hat er sich um die Jan der kai, erlichen Tafel dem Kaiser em lettische Regierung nicht zu kümmern und sie lchrechcn Kaiser Franz Josefs E erner Tenk- keinesfalls in ihrer Tätigkeit zu behindern. schalst feiner NeMmmg. Tre Denkschrift entwickelte
Drittens: Bei den nn Telegramm des Mar-lern umfangreiches Balkanprogramm auf lange 'challs Foch erwähnten Zusammenziehungen hgn- Sicht, das den russisck)en Plcmenmrt kraNgerr bette es sich um Formationen, die inzwischen drplomatuchen. Aktwnen entgegentteten Witte, au» den baltischen Provinzen abbefördert sind. I @egen bas feindliche eerbten und. rum Ersatz tun -- I bad unsicher gewordene Rumänien wollte drew
Gencralstreit in Frankreich? IPolitik sich auf Bulgarien und die/Lürkei in cy,,-»; (SKvrtR. X Wnrfi dem stützen. Tas Ziel war ein Serbien ausschließender Bern, 10 . (WTB.) Nach, derr- Balk-Nbund unkt bet S&gibe ber Zentrale
„Berner Dageblattt ließ bw Confeoe I mochte. Das Ereignis in Sevajewo wurde als Be^ ration Generale du a r a ü tu l tnl ^»is dafür angezog^ß, daß der Gegensatz zwischenl ganzFrankreich eine Proklamation! Oesherreich-Ungarn und Serbien unüberbrückbar ge- anschlagen, inj der die polittschen Forderungen I ivorden sei. Tas Handschreiben faßte die Gedanken- der Arbeiterschaft, die sofortige Demo- gänge der Tenffchrift kurz zusammen und nicS bilisation der Armee, eine Amnestie darauf hin, daß die Fttedenspolrttk der Mackie für alle polittsch Verurteilten, einschließlich! bedwht ^^^^^E^P^uMmBel^cchunch' der wegen Meuterei bestraftenI Schriftstücke mit dem Bemerken in Empfang, daß Matrosen, sowie die Zuruckgiehung! r erj-t na^ mit seinem Reichskanzlei:
aller französisch en rupp en aus ^^ttagdesselben5. Juli
Rußland, Ungarn usw. verlangt toerbetL I embiing der Kaiser mich und den UnterftaatS- Sämtliche Großgewerkschaften, auch die I sikretär Zimmermann, der den damals beutlaubtei» Eisenbahner und Grubenarbeiter, erklärten, Staatssekretär v. Jagow vertrat, im Park be3: auf den Beschluß der Confederation Neuen Palais in Potsdam Andere PerE» Gsnörale du Travail die Arbeit einzustellen, mären nicht zugegen Bom Tenor der osterreichr-
Motdnnnen hürfle I l^n Totümente, deren Abschrift Zimmermann, Nach ubereinittmmemwn^ MeldunAen o f I m|tgetcj[t roaTz hatte ich vorher Kenntms gcra>m*. ber Generalstreik am 23. Juni erklärt werden. I mcn q}a^cni ich über ihren Inhalt referiert hatte, erklärte der Kaiser, er könne sich über bett, Ernst der Lage, in die die Donau-Monarchie durch' die gioß-serbische Propaganda gebracht worden sei> keiner Täuschung hingeben. Unseres Amtes sei esk aber nicht, dem Bundesgenossen zu raten, was! auf die Serajewoer Bluttat zu tun sei. Darüber müsse O e st er r e ich- U n g ar n s elb st befinden^ Direkter Anregnngxn und Ratschläge sollten wir Uns um so mehr enthalten, als wir mit allen
Berlin, 10. Juni. (Wolff.) Die Regierung besetzte eine Anzahl der Leut- nantsstcllen mit unterossizieren^ um ........ ......
Die erste größere Rate von ttnlerofttzleren I M^teln dagegen arbeiten müßten, daß der wurde dieser Tage zu Leutnants befördert. Es österreichisch serbische Streit zu einem interna* sind dies alles erprobte Männer, die im tionalen Konfliktanwachfe.KaiserFranA Kampfe um Deutschlands Dasein in vorderster I Josef aber müsse wissen, daß wir auch in ernstem Linie gekämpft und treu der Regierung bei- Stunde Oesterreich-Ungarn nicht verlassen würden^ gestanden haben, als die schweren Un^er erneneä umx^
rungen den Bestand de.s Reiches bedroht ha-1ÄS bett. Der Nei^wchrmtn^er sprach den gtumäni'en nicht vor den Kopf ^stoßen tocrbat forderten persönlich seinen Gluckwnnsch aus Diese Ansichten des Kaisers deckten ,rch mtt und gab der Freude Ausdruck, daß endlich das I Einen eigenen Anschauungen. Rach Berlin zurück» Ziel, für das er jahrzehntelang yetäm^tt (^teirt, empfing ich den Grasen Szögvenyk habe, verwirklicht sei: die Ueberbrückung der und erklärte ihm, daß der Kaiser sich der Gefahr Kluft zwischen Mannschaften, Unteroffizieren einer panflavisttschen großserbischen Prvpaganda und Offizieren. In einer längeren Ansprache nicht vettckstietz^ Angesichts der Pattmig Rnm^ wies der Reichswehrminister die Neubeförder- Eis und der
ten auf ihre Aufgabe hin, besonders auch hm-- ^bund g^m ^es^^^ öÄÄisch^» zuwirken auf ein starkes Vertrauen zwischen I zur Gewinnung Bulgattens für den Trei^q bett Unterofsiztereu, den Mannschaften unb buRb toltcrftü6en. In Bnkaeest würden wir uns ihren Offizieren. Eindringlich wurden den'- — ' ' " tv''
Neubeförderten ihre Pflichten ans Herz gelegt. die ihnen durch die Beförderung zum Offizier erwachsen: durch großen Takt, Umsicht und Klugheit stets zu beweisen, dafe nur wirkliche Tüchtigkeit zum wahren Führer wer-
leichte^ Entbindunge’l
im Sinne einer bundesfreundlichen DirigieruuN der rumäuisckMi Politik bemühen. Zu den zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien schwebenden Fra» gen könne ber Kaiser keine Stellung nehmen, da sie sich, seiner Kompetenz entzögen. Kaiser Franz, Josef könne sich aber darauf verlassen, daß bett, Kaiser im Einklang mit den Bündnispflichten und p-r alten Freundschaft treu an der Seite Oester- ___________„ ... _. reich-Ungarns stehen würde. Arn 6. Juli begab Berlin 10 Juni (WTB.) Durch die sich der Kaiser auf die Nordlandreise und beant-
Zeitungen gef7i bieSbi .Verttetep! ^rteteamll.
be? b-e Usm- für grifft Srnne. Ein Kvonrat ist gar nicht abgehalte«
Wärter hatten im Mrtlistermm für Wissen- schäft, Kunst und Volksbildung über Zu-' gängigmachung von Bolksschullehrerstellen an hierfür besonders begabte Militäran
wärter verhandelt und feien eines entgegen-1 Weimar, 10. Juni,
kommenden Bescheides gewärtig Diese Nach- sozialdcmvkratis.be Parteitag hat beute
richt ist, wie uns von mafegebender Stelle nachmittag im Sitzungssaal der Nationalversamm- erklärt wird, unzutreffend. Es handelte [ung feine Beratungen begonnen. Auf ben Regie- sich bei der Verhandlung um Anstellung nmgybänfen haben die Mitglieder des Partewo« von Militäranwärtern in den ihnen vorbe-I standes und die sozialdem-okiatlschen Minister platz halteneii Beamtenstellen, um Anrechnung der nerwärmen. Rack^einer Begrußungsanspmche Militärzeit auf La »efolbung«He«ftaltet.
um Ersatz der Amtsbezeichnung „Diener dNüHer folgendes aus: Niemand habe an de« usw. Nebenbei ist auch die Frage der Schaf- Erfolgen ber Revolution rechte Freube, da bie Zett fung von Stellen für eine militärische^, sozialdcmokratisilien Negierungsübemahme zwq Jugendwarte und die Möglichkeit sammeutteffe mit einer Zeit Hefer nationalen der Ergreifung des Lehrerberufs Schmach. Tie Schiuld der Unabhängigen an, von den Vertretern des Bundes gestteift wor- ber Parteifpaltmig und an der Verhm^rung einer den. Darüber, daß jemand Lehrer nur nach snzialdemvdntischM Nähert m^^der Natwnalver^ entsprechender Vorbildung und nach Ab- ^s^^^^^^rvorgehvben. Tann vstrteidizt er die legung her vorgeschriebenen Prüfungen wer- und hebt ilyre Verbimste um
den kann, ist den Erschienenen kein Zweifel Begiim eines Wiederaufbaues unseres S^irt* gelassen worden. Im Ministerium für Wissen- schaftslebms hervor. Manck>e unliebsamen Vor^ c ..... r *■ kommnisse ber letzteii Wochen mißbilligt er frei*
sich, denn sie seien nick>t zu vetteidigen. £ine Einigung sei mur möglich, wenn die Gnmdsätzq der Demokratie und des Sozialismus nicht verletzt werden. In scharfem Protest gegen den drohenden
äauaome von nnjtigei dieTagesnnmmer dis zum Nachmittag vorpev ohne jedeBerbindlichkeiV pteis für 1 mm höhe für Anzeigen o.34mm-ttteite örtlich 15 Pst, auswärts 18 Pi., für Reklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Ps. Bei Platz- vorichrisi20°/oAuifchlag. Hauotlchnittetter: Aug. Goetz. BerantwottlictP für Politik: Aug. Goey. für den übttqen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den AnzetgenteU: y. Beck; fämtllch in Gießen
Gichemr AMger
General-Anzeiger für Gberhefsen
3wilNng«nini>»nick u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vmh- u. Steindruckerei «. Lange.Schrlstlettung. Seschästrftelle u. vruckerei: Schulftr.7.
<. «Ufi ‘ "pilchrsitfürDrahtnach- i-^ttRianiüu richten: Anzeiger Gießen.
Poftfdiettioirto:
«btJteS. .ftlmkfutt a. M. 11686
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14 Inhalt Der Entscheidung entgegen. I ' Gegenstände h!c Deutschland sott also, nach dem gestern zu machen, ' 1 tzeroffentlichten Telegrarnm, in den Völker- kann an jebtr bunb aufgenommen werden, wenn es den
5Ufjr naij Frieden brav unterzeichnet und eine „feste J£T-!, erfolgen. Regierung" einsetzt. Mali weiß nicht, ob die tntente das Kabinett Scheidemann für eine ,/este Regierung" hält. Es ist uns auch schon den Pariser Meldungen angedeutet wor-
eL kein Name
„ ovilten des „Temps", sondern von überallher eD! GePr7rztttJ wgenHingt. Jedesmal, wenn man in bitten gen Wock-en einem der in Deutschland weilenden । Aentegesandten klargemacht hatte, daß die deut-
Regierung uncrträglidje Bedingungen nicht proiP6^0, k ? tt'zeichnen könne und werde, zog er, mit der Jjll «chchmitzthett eines Untersuchungsrickchers, ganz l^rPtiZD*^ i v1 ^^ussi des Gttprüches als Gegenbewtts den |\l Enen Erzberger hervor. Erzberger war für all'


