gen Minesnacht die Potsdamer Regi
beim
Letzte Nachrichten. Vie StroBcntämpfe in Berlin.
trotze £o<rr von Wien, auf önuib der Ber. eins- unb Berfa mm! ungssveiheit anerkannt und
pur die 2lcbätncbmcr in Arbeitskammern und Bc- amtenkammern, öffentlicher, rechtlicher Arbeitsnack»- weis auf paritätischer t^rimdlage, Äusoau des gewerblichen Einigungswcfens, Ausbau der Sozial- versicherung, insbesondere Schaffung einer reiclfs- gesetzlichcn Arbeitslosenversicherung, einheitliches, ncuzeitlick>es Angestellten- und Beamtcnrecht, durcstgrri ende Brio dnngsre'orm. Durch Verharn> Lungen mit den Arbeitgebern sind einige der Forderungen gesichert. Dabei ist vereinbart, daß schncll-
KreiS Friedberg.
nt. Klopp en heim, 10 Jan. Am Donnerstag früh, gegen 10 Uhr, am hellichten Ta e, wurde e n Sanitütsnuto von militärischen Kraftfahrern vollständig, bis auf die G rnmireifen, ausgplün. dert. Die Räuber zogen mit ihrer Beute von dannen. Zwei Bauern, die den Vorfall mitansahen, konnten die Plünderung nicht verhindere
Heften Nassau.
Briefverk-chr mit den v-s tzten (--bitten.
Frankfurt a.M., 10.Jan. (WTB.) Der hiesigen .Handelskammer geht soeben von der Post-
behörde die Mitteilung zu, daß der Briefverkehr ■mit den besetzten Gebieten, und zwar nur für sichöftsbriese, nimm ehr zu gelassen ist. Die Briefe, die auch eingeschrieben und verschlossen anfgcgcbeit werden können, sind am zweckmäßigsten ' Hauptpostamt (Zeil) aufzuliefern.
aus zwei Feldgeschützen abgegeben. Rach minutenlangem schweren Maschinengewe!frfeuer drangen Sturmtruppen in dar neben dem Rathause gelegene Polizeigebäude und verschafften sich unter Anwendung von Handgranaten (Eingang in das Gebäude. Sie mußten jedoch den Angriff noch mehrere Male erneuern, da sich die Besatzung äußerst heftig verteidigte. Endlich gelang es trotzdem, in das Gebäude zu bringen und zuerst den Führer der Spartakisten, den Gärtnereidesitzer Dieser, zu verhaften beziehungsweise kampfunfähig zu machen. Auf dem Hofe des Postamtes wurde dieser von den Regierungstruppen kurzerhand an die Wand gestellt und erschossen. Der Führer des Spartakist,scheu Soldatenrats, von Lojewski, werde mit den übrigen sich freiwillig ergebenden Spartakisten in die Keller- räume des Postamtes gebracht und dort in Haft gesetzt bis das Standrecht über sie entscheidet.
3u Stuttgart die Ordnung wiedcih rgcstellt.
Stuttgart, 11. Ian. Der Versuch eines Spar» takus-Putsches in Stuttgart ist gescheitert. Davon Spartahusleuten besetzte „Tageblatt" ist wieder frei. Das „Tageblatt" und andere Stuttgarter Zeitungen sind von den Regierungstruppen besetzt. Es herrscht vollständige Ruhe.
Stuttgart, 11. Jan. Bei den gestrigen Unruhen find 2 Personen getötet und 1 4 verletzt worben. Di7 prvvisvri'che Reste ung Hal auf Anraten des Ofcrrniivnnrej o; ra emmi ft rationell und Ansammlungen verboten. Ter Spor a» kus-Putsch kann als nieder gcschla>m aiuzese! en rwrbcn. In den Fabriken wird gearbeitet. Die Ltadt ist ruhig.
Sckw-'pe Ausschreitung?« in MgeEupg.
Re g ens bürg, 11. Jrn. £ter fcr n es gestern nachmifag zu schweren Ausschreitungen, m deren.Verlauf Geschäfte und Dareulnruser gc» plündert und an dgrraubt nm.den. Durch
Eingrei en von 500 Ei enbahner.-i wurde die Ordnung er,ngermaßen wiever iereestellt. Es kam -ucl) zu einer Schießerei, bei der e_- V-r'etztr gab. Dem Vernehmen nad> sollen vor ■eifern in RegimSburg 150 Spartakisten a u Ber» V in eingetroffen sein. Gestern alend um 8 Uhr wurde das Standrecht über die Statt verhängt.
Ein Bruch ytrfdrn Arrft ltti tSlo stal ftrn imfi Uimbhüngigen in Ttninfi In.
I Tarmsta d t, 10. Jan. .hier ist es gestern in der Sitzimg des Landesausschusses des hessischen Bolksrates znm o f ne i Bruch Zwischen den Mehrheitssozialiften im? den llnab- himgi^n gx-tammen, an deren Spitze sich Rechts- cmnxrlt Dr. Wolff gestellt hat Er küm als Un- ablstnrgiger tot Äöln hierher, schoß sich aler txmn, als er sah, daß in Darmstadt kstnc Sstmmung 'ür die Unabdän.jizen tx>r!xm:en nxir, be i Mriwbstts- sozialijden an, betonte a^er immer die ra -itale Rich, hmg und wurde dadurch dem Ministerium Ulrich sehr unfy?Tuem, dem er einmal in einer Sitzung ofen droln?, daß man c5 auch wieder La von io rrn könne. Als sein berfönfidrr E n^einickst teTirrigt itnirbc,. d. h als er nicht au' die sozialistische Wahlliste kam, mauserte er sich wieder zum Unab!xrngi- gen und übt s übern seinen au'wieselnden Einfluß aus. Tw nächsten Tage können riet weitTva wnde Ereignisse bringen. Tas „Darmst Taibi.", das einen Drohbrief erhielt, bat um militärischen Sdtufr narfwfudx und ihn auch erhalten.
Tfc Freimaurer in Di n.
Berlin, 11 Jmnnr. (WT.B.) In den Abenvstutlden des tvftriffrn Inges bnrrfite nud) an den Kampfplätzen der beidm letzten Inge im 3rituna‘3V;ertd und am «nfrütrr BalmdPf verbältnismo ßig Ruhe Auch in der Wilhelmftrahe und am Wilhclms- n.atz und Unter den Linden iraren nur vereinzelte Schüsse zu hären. Kleinere Gstitchlr ~ ______
ra”h-n am H-insa- und Lützo.nplatz, fuitr'e am' Wien, 11. Fan. (Privattel.» Wir die Blätter Belle Allinnre Platz ftrtt, die i'doch fomit wUnt, hctt taö Staatsamt des Innern die neu- sich f ststellen li b, V1M7 Unfälle für die Duldete Frei manr.'r-Vereini gung, die Passanlc i v.rlrefen. Lcbh fter m.trdr d la-aen W am brande wlütz sczchoffeu, u» such das ihre Statuten gotrinmgt
schösse, Siebenstundentag und freier Sams:agnach.l Gerücht verdreUkt hatte, daß Regierungktrup- millag, Sicherung des Koalitionsrechts, Verbot der' p-?n im Anmarsch seien. In tün späten Aliend- geheimen Konkvrrenzklausel, Abschafnuig der ge- stunden entnäckelte sich ri-i Mompr in der Zim- Heimen Personalakten und der Residenzp'licht, An- merstraße Zvischen Wilh.'lm- und iSraTtottrn^ e^-nnung ter für^pati^ri^ grltei^ i^ialen ftTflf)C öcr fid> -nit kur-er Unterbr.ck. 'ug bis
Wart; WHlich- Jtorrffa-ertrrt«« »uni, ttou wM t ..b«t
st.ens Tarifverträge abgeschlossen werden sollen, wobei ausreichende Mindestgehälter, völlige Sonntagsruhe, geregelter Urlaub, Bezahlung der lieber- stunden ufw. eftgelegt werden. Sache der Äw- sttelltenousschüsse und der einzelnen technischen sDrgestellten ist es dann, sofortige Erhöhung der Gehälter und laufenden Teuerungszulagen, sowie siamhafte einmalige Entschuloungöbeiträge zum ^Bieberaufbau der Wirtschaft einzuleiten. Nach den neuesten Bestimmungen kann das Reichsarbeitsamt in allen Einzelsällen bestimmen, daß die mit den Arbeitgeberverbänden Derrinbarten Tarifverträge auch für die Nichtorganisierten Arbeitgeber Gesetzeskraft haben. Die Sage der technischen Angestellten, war bislwr überwiegend so ungünstig, daß die Techniker vielfach weniger verdienten mie die ihnen unter stellten Arbeiter. In für weiter Zeit ist sicherlich die Verschmelzung der größeren Organisationen der sochnischeu Angestellten und Beamten zu erwarten. Die kleineren Vereinigungen müßten unter Wahrung ihrer Sonder aufgaben noch in der großen Gesamtorganisation ausgehen. Entsprechende SHritte werden in die Wege geleitet. In aller stlürze soll sich weiter eine besondere öffentliche Versammlung mit der Bildung einer Ortsgruppe des Bundes teckmischer Berufsstände befassen, die alle Berufsangehörigen vom Werkmeister bis zum höchsten technischen Beamten umfaßt. Dieser Bund wird sich nicht mit gewerkschaftlichen Fragen, sondern mehr mit der Politisierung des Technikers beschäftigen, um den Einfluß in Gesetzgebung und Verwaltung zu erlangen, der den bisher bescheiden zurückgestaudenen technischen Berufsständen gebührt.
** De r Kreis Ziegenzucht verein Gießen hieft am Sorat'ar im Eiscnbahnhotel eine außerordentliche Versammlung der Ver- trau-ensmänner ab. Ter Dor itzente Landtagsabg. Fenchel- Ober-öörgern, gab zunächst einen Mick- blick über die Vereinstätigh-it in den vier Kriegs- jahven .und forderte die Vereinsmüglicder zum Sirfammcitfa'tm und zur weiteren Mi arbeit auf. Tie Nach rage nach Zutlstmale'nal und dessen Wert steigerte sich von Jahr zu Jahr. Während in 1914 ün ganzen 196 Ziegen. Lämmer und Böcke mit einem Erlös von 5762 Mk. und einem Durchschnittspreis ton 30 Mk. nach außer!alb (Westfalen, ®ranhenbnrrg usw.) <msgeführt wurden, war baä Ergebnis in 1918: 212 Tiere mit einem b^esamterlös ton 27 665 Mk. imb einem Durch- sch it :p i . on 107 M'. 16) Tier Im g n e.i sind in 1914—1913 durch Vermittlung des .streis- ziegen^uchtvereins 93ls Ziegen, Lämmer und Böcke mit mnem 0>samterlöZ ton 67 706.50 Mk. an außerlMrsche Ziegenzücher und Zuck^ver.striaun- gen verkau t worden. Nach einer ein.-ebenden Sctül- derung her sich früher bewährten Föcdemng-smaß- nahmen durch Sekretär Wagner, Gießen, wird lvschlossen, die Verein st ü.ig seit ivteber voll aufzu- neInnen mtb die in dem Arbeitspläne des Land- wirtschaftskammer-BusschusseS festseegten Förde- rnngsmaßi'.ahmen in GemeinsckV t mit diesem wieder alle dnrchzusLhren. Sa fall im Monat Mai im Bezirk Gießen eine Stallschui abgebaLe.t werden. Wegen ?tbbaltung von Märkten rollen die infolge Kriegsausbruchs abgebrochenen Ver!and- hmgen mit der Stadt Gießen und Lmngen wieder auf genommen und zum Aibschluß gebracht werden. Es nstrd ein Frülstahrsmarkt in (tzießeri und ein Sberbfbnorn in Lungen geplant. Die Turdyüfynmg ton 9)Ü chlcistunAsprü unpen bei Ziegen wird für ein dringendes Erfordernis gehalten. Diese sollen in diesem Jahre bei 10 Ziegen vorgenommen werden.
** Kindergartenverein und Frödel.Seminar veranstalten am Mittwoch, den 15. Januar, 77« Uhr, Walltorstraße 59, einen Elternabend. Frl. Hedwig Burgheim und Frau Marcha Sievers werden über das Thema: „Welchen Einfluß hat die gegenwärtige Zeit auf die Erziehung unserer Kinder?" sprechen.
meuter die Besetzung des $or- roLrts-Gebändes in Ang. ff genommen.
Berlin, 11. Ianunr. < W TB.) Wir die „Deutsche Tageszeitung ' erßw t. beträgt die Stärk? der Spartakusbesgtzung im VorwürtsgebäudeZ Lid.npagusen yi je 80 9)lxinn.
Berlin, 11. Jan. Der Schlesische Bahnhof, von dem der Wriezener Bahnsteig in die Hände der Rcgieningslrnppen gelangt war, ist wieder ganz in Händen S-arlnfus. Ein erfolgreicher Angriff der stiegiermlgstrnpven scheint nur noch möglich, wenn die Zerstöi-unq der enorme Werte darstellenden Bahnhofsanlagen von der stiegiernng zngestanden wird. Wie in einer Ansprache in einem Werdelokal am Kur siirstendamm gestern abend bekanntgegeben wnrde, find insgesamt 2 0 000 Trappen im Anmarsch aus Berlin, nu die Macht der Regierung zn verstärken. Eine Entschei- dnng der schweren Kämpfe in bei Reichs- Hauptstadt ist deshalb kaum vor einigen Tagen zu erwarten. Im Tiergarten und an der Stadtbahn begannen in später Abendstunde wieder Feuergefechte mit Spartakus- truppen.
Seit einig-n Tagen beginnt Stxirtcfii5 die Fernverbindungkn von Berlin nach auswärts zu zerstören. lfetzerr> ßk-end treten im Fernv rk hr mit den grvtzen Stützten des Reiches stundenlange Störungen ein. .Heute in Rioavit veibreit.te Fl gtz ätter von Spartakus künden die ul gemeine Sabotage der öffentlichen 93er- kchrseinrichtungen Deutschlands aus weiterer Etappe zur Vernich tung der jetzigen Regierung und zur Verhinderung der National Versammlung an. Die Flugblüter, die zum Teil aus Flugzeugen über Sästmeberg abgeworfen wurden, neun-n brt 1 9. Ia nua r als einen TagdcSSieges desBolschewismus in ganz Deut,<l>.and.
Die ifage in Spandau.
Berlin, 11. Ian. Zu den Kämpfen in Span: bau erwähnt die „Tägliche Runoschau" folgcnbe Einzelheiten 10 Minuten vor 7 Uhr wurde die Einwohnerschaft Spanbaus durch Artt!! erieschüsse aufgeweckt. Dies« Schüße waren das Zeichen für einen Angriff auf das neue Rathaus. Die Schütze wurden
eine zünftige, höfische Diplomatie, die unüberlegte Politik Wilhelms II., verpaßte Gelegenheiten in unterem Beziehungen zu Amerika, die verkehrte Politik der Daterlandspartei und Alldeutschen, Beteuerung unsrer Schuld am Kriege von festen der Sozialdemo- fcratie, deren Bündnis mit der Spartakusgruppe, der allzu frühe Ausbruch der Reoolutton, eine unfähige und zaudernde Regierung - das alles sei Grund und Ursache unsres Schicksals, nicht etwa moralische Fehler. Durch Macht- und Gewaltpolittk könnten wir in Zukunft mit unsren Feinden nicht konkurrieren, der neue Weg des Völkerbundes sei zu beschreiten, der die Freiheit der Meere wie das Selbstbestimmungsrecht der Völker verbürge, ein starkes Volksheer zu bilden, die innere (Einheitsfront wiederherzustellen. Mit der Ermahnung, die Liebe zu unserer kusturellen Eigentümlichkeit, zu deutschem Wesen wach zu erhalten, schloß der Redner
seine mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Herr Prof Fritzsche betonte als letzter Redner noch das RatH hafte der Umwälzung. So tief wir auch g fünften seien, unsere Ziele seien trotzdem hoch. Die Republik hätten wir, nun brauchten wir die Republikaner. Humanität sei die oberste Forderung für die Sozialisierung. Weltbürgertum und Nationalstaat seien keine Gegensätze. - Herr Prof. Michel beschloß, da sich niemand zur 2lussprache meldete, die Versammlung.
** Katholische Frauenvcrsamm- lun g. Im S<utle des „Großherzig ton Lessen" hatte die ZentrumsPrrriei gestern a.end il)re Fragen zusammengeruiei. Mit cinleilenien Worten Ivies Xxrr Rechtsanwalt Peters tarauf hm, wie die katholische Frau, schm iii'vlge ihrer Er^ielpmg, bis jetzt mcht in dem Sinne sich politisch betätigt habe, nne man es heute als vaterländische Pflicht vom ihr fordere. Ein Blick auf das zusammengL- brochene Deutschland lasse erkennen, was die Folge sein würde, wenn auch mir eine Stimme bei der Wahl fehle. Ter Redner führte an einzelnen Beispielen zu kurzer Charakterisierung dec Lage aus, dsaß es so, ivie wir eben steuern, nicht lange weitcrgehen kann, und erteilte Derrn Kaplan Linden schm idt das Wort zum ersten Tbem« des Abends: „Trennung von Kirche und Staat". Eine Weltanschmrungsfrage ist es, de en geschiclcklvche Entwicklung in England, Amerika imb Frankreich wir verso laten. Wie anders als in diesen Landern, wo die Kirche erdrosselt wurde, lagen bei uns die Verhältnisse. Hier habe sich dementsprechend die Kirche als staalcnerhaltent» gezeigt. Und hiervon sollten wir jetzt, wo es wieder auszubaucn gilt, lassen? Nein, auch in engerem Zlffammensch'uß zwischen fiat' o.'ijcn imb Protestanten., für deren gemeinsame fiuirdgebun- gen Herr Kaplan Lindenschmiot Belege ansührte, wolle man ans W?rk gehen. — Ms zweites Thema hatte sich Herr Lehrer Paul die Frage nach der „nationalen Einheitsschule" gestellt. Er mochte aus (£ra';rung sprechen, wenn er einer- eits daraus hinwies, daß diese Neuerung die filassemmterscknede nicht mir ni-t/t überbrücken, bnbern sogar noch ^verschär en werde, und daß i-e auf der anderen o.ite auch nicht die Mö^lick». 'eit einer Auslese der „Tuch izen" ohne weite es in sich schließe. Für die Erziehung lege der Reli- gionsimterricht in der Schule die eigentlickze Grundlage. — Als Herr Rechtsanwalt Peters beit beiden Herren gedankt ba"e war es von den Damen nur Fr^. Kratz, die sich zu ci Zgen mit Bcisall aufgenommenen Worten eci>ob, um dar- zntun, daß die Religion an erster Stelle geeignet ei, ixe sozialen Fragen zu klaren. Sie wies auf das etzte Wahlergebnis in Baden hin, wo, wie Herr Paul noch bemerkte, gerade die Frau dem Zentrum zum Siege verholfen hatte. Zum Schlüsse machte Herr Rechtsanwall Peters die fitmbtbaten namhaft und sprach noch über den Verlauf des Wahlaktes einige ausklarende Worte.
** Tie von der „Wirtschaftlichen Vereinigung der Priva tangestell- t e n" zu gestern abend nad) dem Lass Amend einberufene öffentliche Versammlung der Privatangestellten war von 160—180 Personen, darunter einige Tarnen und Feldgraue, besucht. Bei der Erö.fnnng teilte der Dorsitze-ide mit, daß ich die Bereinigung am 27. ilLovember gebildet habe und den Teutsch'a'.iona'en Handlungsgehilfenverband, den Ämd technisck?-industrieiier Beamten, den Deutschen Handlungsgehilfen verband Leipzig, den Teutschen Werkmeister-V.roand, den ReckftSanwa'ts- und Notae-iatsgelil envcrband, den Gruben- und FabrikbeamtenverlaTid und den Verband reisender fi'anTeute, mithin bat weitaus größten Teil der hiesigen Angestellten umfasse. Außer dem von den vorgenannten Verbanden mlf- ft-st.'llten so i lpeli ischrn Programm, da? sie sich etbfti’erftänMi.-f) sn eigen mache ^Ausgestald.cnn bet Au estollten'xrsicherung, cin" cittichrs An efte fei» recht, Besci igung der fionkurrenzkiausel, Er.in^e - schutz, Regelung ter Lehrlingsausbildung habe d e ®ereini<rung sich noch u. a. als weitere Ziele gesetzt: Vorläufige Wi^deceinsteHung der Angestcilt n. mit denen vor dem Krieg ein Vertrag?verdalitnis bestand; k ine LVündignng der gegenwärtig l-e chäf- tigten Angestellten, mit Ausnahme der während des Ktie<res eingestellten Personen ohne Lehrzeit und Fachlnldllng: Abbau der Frauenarbeit; aus- reichmde Truenrngdiulagtn; Srmntagsrule irib Scmmtrurltnib- Tie Forderungen seien ein t R i e von Firmen eingeceicht ttorden und würden ge> meitrsam mit der in der Bildung begriffenen Vereinigung der Arbeitgeber der Provinz Oberhessen im Februar geregelt werden. Dazu bedürfe man ausreichmder Unterlagen, und es sei no.tvendig, die ausgegebenen Fra^bog-n recht zahle-ich zu beartt- irorten. In der Diskussion, die an angs nicht recht in Fluß kommen wollte, wurde die Frage mif- gemorscn, ob die Mitgliedschrft bei der Ber ck -igung genüge, ober ob man bei seiner Organisation be- wnders organtii Tt sein müsse. Vom Vorsitzenden inth mehreren Rednern wurde das letztr.-e beür- nrortet, von anderen das erstere für ausreichend erachtet. Von einigen Rednern wurde möglichste Beseitigung der Fraueiwrbeit gr'vrde t, von an deren aber baanii hingewiesen, daß die5 unmöglich sei und man sich mit iln: ab:ini>*n müsse. Zum Sckstuß uxurbc b-fanntgegeben, daß sich die Aus- kim'1. st.'lle für Sraaen der Angeste^l envers chmung bei Werkmeister Stimmer, Nord-Einlage 18II te- finde.
** Tie öffentliche Techniker-Ver- junmlung am Donnerstagabend im Hotel Schütz, vom Deutschen Teckmiker-Berbalw heran- haltet, war sehr gut besucht. Architekt Kaufmann führte in seinem Vortrag u. a. au*, daß die techn. Angestellten und Beamten sich mehr wie bisher organifitTcn müssen, um baS zu crreich-n, was ihrem Stand entsprechend nötig ist, nämlich I vorläufig . Restlose Wiedereinstellung der Kriegs-1 teilnebmcr und gesetzlicher Einstcllungszwau i für Kriegsbeschädigte, Erwerbs!oseniurforge, Ärbcits- Nachweise der Berussverbände, Schutz gegen Gehaltskürzungen und Enilasti.ngen, Angeste; t naus- schüsse und SchlichtAngsstellen, sowie Beamtcnaus-
Landwirte, schagt Arbeitsgelegenheit!
Arbeiter geht aufs Land.'
Das Reichsarnt für „Wirtschaftliche Demobilmachung" wendet sich mit folgendem Aufruf an die Landbevölkerung:
„Landwirte, helft die zurückkehrenden Krieger und alle anderen, die keine Arbeit finden, auf dem Lande be' chäftigen. Gebt ihnen Arbeit, Rah- rang und Wohnung, auch dann, wenn Ohr Euch selbst tm Raum beschränken müßt. Baut Wege, melioriert Euere Felder und Wiesen, macht Waldarbeiten, kurz schafft Arbe t! Das ist jetzt eine hohe, sittliche Pflicht der Landw rtschaft. Ohne Opfer wird und kann es dabei nicht abgehen. Steigert die Erzeugung, soweit es irgend möglich ist, nehmt an Menschen auf, soviel als Ihr nur irgend unterbringen könnt und arbeitet so mit am Wohle unseres Vaterlandes. Was vom Reichsamt für die wirtschaftliche Demobilmachung geschehen kann, um der Landwirtschaft zu Helsen, roirb geschehen.
Arbeiter? Industrie und Handwerk, die Euch bisher beschäftigt haben, liegen danieder. Die Kohlen und Transportnot zwingt sie zur Einstellung oder Einschränkung der Arbeit. Das Land aber braucht Arbeiter. In den landwirtschaftlichen Betrieben ist Überall vieles nachzuholen. Nichts ist jetzt wichtiger als die Sicherung unserer Ernährung. Landoerbeste- rungen, Wegebauten und viele andere Arbeiten ähnlicher Art harren der Ausführung. Bei der Bestellung und Ernte des kommenden Wirtschaftsjahres können viele Arbeiter lohnende Beschäftigung finden. Es gilt, den Boden bis zum letzten Fleckchen zu bebauen. Das Land ruft Euch und braucht Euch! In jedem größeren Verwaltungsbezirk sind landwirtschaftliche Arbeitsnachweise vorhanden. Wendet Euch an sie, Ihr werdet Arbeit finden und helft so am besten Eurem Vaterland."
Lebensmittel.
"Einträgen von Lebensmittelkarten. Die am 11. b. M. zur Ausgabe gelangten Lebensmittelkarten sind bis spätestens 16. Januar 1919 einer Verkauf stelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Konttollabschnittes vorzulegen.
** Freibank. Montag, 13. Januar 1919, werden von 2—4 Uhr die Nrn. 401—700 beliefert.
** Räuchern von Pferdefleisch. In der Metzgerei von Ruthsatz, Schillersttaße 14, wird täglich von 9-12 Uhr vormittags gesalzenes Pferdefleisch zum Räuchern bis auf weiteres angenommen. Siehe Bekanntmachung.
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*♦ Der Soldatenrat Gießen hat ent» Ttimmig beschlossen, für die Regierung Ebert-Scheidemann ein^uireten und folgen» des Diensttelegramm an den Soldaienrat 18. Armeekorps Bad-Nauheim zur Weitergabe an die Reichsreaicrung Berlin gerichtet: Der Soldatenrat der Garnison Gießen bittet die Reichsregierung, dem unverantworilichen Treiben der Spartakus- izruppe uni) deren Anhänger mit Waffengewalt unter Hcrauziehung von treu hinter der Regierung stehenden Re gi meutern de rPro- v i ii z zu unterdrücken. Soldatenrat Gießen. Gez. Simon, Obmann.
** Zuweisung von Arbeiten und Lieferungen. Im Geriete der Rrick)öpostver- malhmg sind große Beträge für Neuauschasfuugeu, Reparahir- und Justmidsetzungsarbciien vorge- sehm. Es gelangen insbesondere zur Vergebung: Fahrräder, Möbel, Geldschrankc, Wertgelasse, Brieskosten, Sck)r erb Maschinen, Postanwrisungs-- stempelMaschinen, Nechemuascknuen, Neulackierung imb Aufbesserung von Bahnpostioagen, Einbau der Einheitsverbundsbremsc in die Bahnpostwagen, Neubau und Instandsetzung ton Postwagen, jfirnfti'O'en, Kraft a rrcd.un, Handwa en, Pakel- ,tarnen, Aementkauäle. Es wird den Jnieressenten emp'ohlen. sich sofort mit den Oberpoftdireftiouen •in Doru strdt n Ira 'k ur a. WZ. in Der i birig zu setz.m und bei diesen die Zuweisung ton Arbeiten und Lie'erungeu anzustveben, sv.veit ersarderlich imttr Mithilie der maßgebenden Stellen (Handeks- lan m r, <'-<mbuer'^Tammcr, Temvri machungs- icrusschüss', In ungcit us o.).
** Hühner- und Hasendieb st ühle. In Letzter Zeit mehren sich wieder die Hnlnter- und iHasendiebstahle in erheblichem Maße. So wurden ick der Nacht zum 10. d.M. aus verschiedenen Gehöften des östlichen Stadtviertels 16 Hühner, ein l.Halm und eine Gaus entwendet und in den meisten Fällen direkt am Platze abgeschlachtet. Zweifellos Hid die Täter lick>tich?ue Elemente, die mir vom Diebstahl ihren Unterhalt fristen und das Geflügel zu verlausen suchen. Sachdienlick>e Mitteilungen »nimmt die Mriminaiabteilung entgegen.
** Aus d e m Stadttheaterbureau. Es sei auch an dieser Stelle nockmials darauf 'bingeivtieit, daß heute als 11. Freitags-Abonnements Vorstellung Lessings „Emilia G a - Totti" in Szene geht. Tie Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Am morgigen Sonntag gelangt nachmittags 3 Uhr das fiindermärchen „Ter kleine Gernegroß" zur Aussührung, während abends 7 Uhr „Schnarzwaldmädel" gegeben wird. Am .Montag den 13. Iarruar. abmds 7 Ulrr, findet rine Wiri-eriV.rmg von Shakespeares f,fitoilmanu .ton Venedig", und zwar zu V-ilksprersen statt.
*• Oberhessischer Kunstverein. Ein Teil der für die Januar-Ausstellung angemeldeten Kunst- werke ist erst heute eingetroffen, so daß die Eröffnung der Ausstellung erst in einigen Tagen erfolgen kann. Unter den angemeldeten Kollektionen befinden sich u a. Werke von Prof PH Frank-Berlin, Prof. W. Thielmann-Willingshausen, Prof. I. D. Holz, August Herzog-München, Prof. Th. Rogge-Verlin, Ingenio p. Schacky und Elisabeth Beyrer-Witting- Münchcn sowie Kari Fries-Gießen.
** Der Hessische Dolksbund (Ortsgruppe Gießen) hält om Dienstag, den 14. Januar, abends bn Hotel Großherzog von Hefleu eine Mitglieder- Versammlung ab, der sich ein Vortrag von Prof. Dr. Sommer über Grenzen, Verfassung und Ausgaben des Dolksstaates Groß-Heffen anschließt. Siehe Anzeige.
•* Die Deutsche demokratische Partei veranstaltete gestern abend im Saale des Hotels „Fürsten- bof* eine öffentliche Versammlung, die zum Gegen- stand das Thema: „Demokratie und vaterländische Politik" hatte. Rach einer kurzen Begrüßungsrede des Herrn Prof. Michel ergriff zunächst Frau Prof. Vogt das Wort. Sie forderte die deutschen Frauen, besonders auch die Stubenti-nen auf, als Staatsbürgerinnen mit eisernem Pflichtgefühl ihre Stirnrnm für die demokratische Republik, die einzige mögliche Lösung der Krise, abzugebcn, und mitzuarbeiten am Wohle des neuen Volksstaates im Glauben an den guten Kern und die Zukunft unseres Volkes: denn Jtrabe die wahre Demokratie entspreche so recht dem .harakter der Frau. Herr Prof. Bousset als- bann versuchte in Form einer herben Kritik unserer bisherigen äußeren und inneren Politik den richtigen Weg zu einer wahrhaft nationalen politischen Betätigung zu zeigen. Richt anklagen heiße es, sondern sich selbst besinnen! 'Absolute 'Militär- u. Marinediktatnr,
Kirchliche Nachrichten.
Ka hilische Gemeinde.
Gottesdienst am Sonntag. 12. Januar;
61/,: Brichtqel.; 7: Hl. Messe; 8: Aust. d. hl. Komm : 9: Hockmmt m. Pred.; 11; Hl Messe m. Pred.: ö’A: Christen!., daraus And. 41/,; 3üng- lingskongregot-ion. Samstag, 18., nachm. 5 u. abds. 8: Drichtgel. — Diaspora-Gottesd. am 11. Ian . (Srünbctg 91/», Hungen 91/,.


