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Man sieht dem Stabt: h ater gegenüber. dell

erleuchtete Fenster riiyen sich ,estlrch aneinander. O Helle Festlichkeit im trüben Abend! Man spielt

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ist. Ilm icxxfr ganz sicher

wollen. »u geben, enunivlilt es sich, das Fei ch in gut durch-\

Der Regen ist verstecht. Frühe Dämmerung kocht cm oder durchbrat-n-m Zustand zu genieben. ge|

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eines frisch^bvhnertrn Tanzbodens, «mir vunw Müde will sich tarnt imeryln, frm BackwLschuh- chen darüber hmw^Sn^-ln. Nur d» Lottaben, bahn saust mit geschäftigem Lärm durch ve: vrr- Aeete Vertehrsstraße und f trabt das tm Sckncrun-

sich sammelnde Wasser beidersertS au| den

fidelen Bauer.

Warum nicht: »Ter fidele deutsche Michel"?

Volkshochschule.

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M ffg Lauterbach. 7 Nov Aus trm hie- sioen Gemeinderat i'd brät# |rwi Mitalje­der auS^'chrvm. Professor «omo (wegen Per- setzung naÄ Darmstadt) und £xfl Selbmann meil er Gemeinde^ et», en steter geworden ist. Er

I l -gte sein Mandat freiwi llg mrber Für bu leschichencn trtlcn in den Gemnndeval ein: «uh.

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Don Putschvorbereitungen und Gegenmaßnahmen des Reichswchrministers. Gießen ist voller Ruhe und Frieden. Im Casö Leib feiern die U S. D und bk MehrhcitSsozialisten den zweifelhaften Denternmkt deutscher Geschichte mit turnerischen Vorführungen. Gesang, R dm und Geselligkeit, im Einhorn zieht die Deut ch rationale BollSpartei

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stuck in die Straßen. Dunkle Schatten «letten über den Bürgerstnz, stehen oaarwerse und flüsternd in Torbögen und Daustüren. Ernjame Richtlaternen lassen in den Alleen regenglatte Rinden der Platanen ausleuchten. Leichter Nebel­dunst umhüllt chren Licht Vern mit oegenbogen» jarbenen Streifen. Schrttte hallen lauter in den Abend. Fern glüht das rote Auge enter Straßen- bahn kommt näher. Sausen schwillt, zwei blanke Schienen laufen vor ihr her. Die Pfützen gleißen silbern auf. Bäume, Vorgarten, tzäuserteile leben auf in unwirklichem Licht. Grotesker Schauen einer Dogg erscheint gespenstisch an eine Häuser- wand genvrfen.

Und wieder Dunkel. Menschen ab und zu. In dunklen Häuser ronten nur wenig erleucht te jenfct. Die angeschwollene Mrseck rau.cht ins gefaßte Bett der Löberstrahe. Vom Gaswerk ichwelen schwe'esgelbe Tänune. Als ichwere, licht­lose Mas(e liegt die Bürgermeisterei.

Hundewetter.

Ter sonntägliche Bummel zwischen den ge- f (ffoffenen Gefchö'ttÄäden des L-elterSwegeS tst ver­regnet. Er liegt einsam, wie eine Borortstraye Ter naffe Asphc-.lt g'äutt umsonst m der Glatte eines frffchg-bohnerten Tantbestens. Slmie.bunto Müde will sich dorm ftneyln, frm BackwLschuh-

Auf die versorgungsberecktigte Person entfallen gegen Abgabe oan 4/io Anteile Nr 14 der 47. Fleiscbkar emovch 250 Gramm. TaS Fl"i>ch ist chnationale BollSpartei die'er Tage in Äü'.livagm in Gießen eingetroffen und vor der Ausgabe auf Trichinen Wtt-ersucht, io daß bei dem Genuß ttne Gefahr der Trtchincn-

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flr.n-S^ berprrv* giiet-i® kir;C«d Sedl- 2. c 3top:

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Die Elementarturse (Deutsch, Rechnen, Geometrie, Erdkunde, Französisch, Englisch) be­ginnen von Mittwoch, 12. November, ab Sie werden wieoer in der Universität statt- finden Die Anzeige in der heutigen Nummer ent­hält einen Stundenplan Die Lehrgänge sind m verschiedene Stufen ein geteilt. Es ist also jeder- mann Gelegenheit oeboten, grundlegende ffennt- nisfe zu erwerben ober vorhandene zu erweitern. Anmeldungen werden in den Unterrichts­stunden entgegengenommen.

Warnung vor Schwindler«.

Dor einiger Zeit sind in hiesiger Stadt drei falsche Polizeibeamte aulgetreten und hab' 8 Mille Zigaretten wLerreckstlich beschlag- nabirft Ein hiesiger junger Mann bitte die Zi­garetten aus dem besetzten Gebiet geholt und sie bei einer alleinstehenden älteren Frau abgestellt. Nach einigen Tagen et)ebenen brei Männer, wo­von einer Zivillleider und Spitzbart trug, der andere eine ähnliche Uniform wie die Polizei­wachtmeister an hatte und her dritte mit feld­grauer Militär uniform betld <t war, sprachen die Sridj agnaljirnrng ans und nahmen die Z g rittm in einem Korb mit. Sie erklärten der Frau, daß die Polizeibeamten beantragt feien, die Zigaretten zu beschlagnahmen. Die Frou schenkte den An­gaben Glauben und nahm an, es mit richtigen Polizeibeamten au tun yi haben, ohne fidj davon durch Legitimation zu überzeugen. Der feldgrau g.ckleidete, der offenbar den Au rasser geipi lt hat. blieb auf der Trepp: stehen. Dre zwei anderen führten die Amtshaw. lang aus. Den Korb brachte später ein Soldat wieder zurück. Das Publikum wird vor solchen Betrügern nachdrücklichst ge­warnt und ersucht, sich bei derartigen Fällen vre Legitimation der Beamten yigen zu lassen und m Zweifelsfalle sofort die Polizei zu verständrgen.

Ende Oktober d. Js ist in h eiiger Stadt ein Schwindler aufgetreten der einen hiesigen Ge- ©odäft^nuxim um ein einte flLa#af.^.*Stbl* (ter geschädigt hat Der Unbetannte. der sehr be­kannt tat und hier wohnen wollte, erschien in dem Geschäft und ließ sich Pelze zum Kaute vorlegen, woraus er sich den erwähnten aussuchte und k»en Bettag dafür auf den Tisch legte. Er

nahm aber das Geld mit dem Bemerken

wieder weg, ehe er sich entschlöße, erst leine

Mutter zu fragen und bat jemand mtl dem Pelz

in seine Wohnung zu fdruftn, was durch ern Lehr- nm'chen gcschab Er führte das Mädchen in eine entlegene Stvaßc, lleß sich vor einem Luuie ixm Pelz geben, ging hinein, kehrte nach geaumer Zeit wieder zurück und bemerkte, daß seine Mutteq ixm Pe z beixriten w>lltx:. Sie w-rde ihn in tx-m Geschäft bezahlen, hiermit jxib sich das untrfab- rate Müdä»en zufrieden. Durch Nachfrag n in dem $>auie wurde bann reftgcfiellt, daß die Person tvrt volliLndig unl<kannt war. Auch vor joldjcn Dettügern werden dir Geschäftsleute nachdrücklich^

Xus Statt tttib Land.

Gießen, den 10. Nov. 1919

Mcgenfonntag.

Grouverf chleier^r Dimmet wölbt sich ^Zund dmrstoerhangen über den mattsregelndem Tachern der Stadt. Nasse Fäden sind durch ^die mebn»- Wölbung gespannt. Glivernd rbmen r-wvtm «n schrägen Telegropb'ichräh:en und ausmriwvtbea Toausc vlättchert es mmroton zur Erde, »dft Blätter, ine dem Frost der levLen Nachde ander- standen, sinken lau los vom la hl nert und schaukln bedächttg aut den trüben Pfützen der Straße.

Unter die schwarzen Halbkugeln derSchrrme geduckt, besorgen ba)tg<..^ld>CT imrcmrnbk^ Sngc. Ihr Faß ist uniidjer in Elle uns Zöge rar Jede Erhöhung W Pflasters will gmütz'., jete dfca^nlad? «rmiroen icin Weühe nicht dünn und Sarden? Lder me

dlltr Nässe saugt fttb trotz aller Bvrstcht em, °-n »» Nur ein ä&rt gU

dafür lund jeher stöhnt eS vor srch hin. Ein

Der ganze Sonntag verlle^ änderst ruhia und ohne jeg'trfxn Z-ichen^all Das Lcheater fpixlte weiter irr* roa- K^r mr besucht

£eb a t Me s fxnan'a nmlrngen bildet n Tb am Nachmittag, vor bei Geichä ts eile desGiesx> ncT Anznm-rS" und b-*r Stabhxnixi'tung, rov die fBeffenfti(Iftanb<bebingunqfn an.e schlagen wurden Auch biet oerlie, a.los ruhig.

Defentidr Vor ammlungrn und Umzüge haben nicht stattgesunden.

Und heute ist der Jahrestag. Eine zweite Revolution war im Stillen eingeleitet. Man bürte

** Die Freigabe der Betriebsstoffe für ^rafifabrzcuge jeder Art, Benzollokomottven über Tage, Fahren und Motorboot^ im Freistaat Dessen unterliegt nicht mehr der Mineralöloers.- Ges. m. b &. in Berlin, sondern der , Gewerbe- Inspektion Darmstadt, tzauptterteilun^sstrlle von Detriebssto s für D rkebr. zwecke". Anträge auf Freigabe sind an obige Stelle z. Öd des Derrn ®cn*crb?rat Tr. Stoeckle zu richten Für den Arttrag ist ein l-eionderes Formular vorgesch. iclen, das von dieser D Hörde b-zogen wer en kann. Die lAnttäge zur Freigabe von B7tricbsstosf sind in der Regel bis zum 25. üb. Mts für tum darauf­folgenden Monat zu stellen. Don der öetirfenxng sind ausgenommen: dve fitaf fabr> ugt ter RerchS- und SiMerbeitsnehr, tr.T Rillchspost, der Kraft­verkehrsämter- und Gesellschaften und der Aerzte und Tierärzte.

** 9ßo [fenobtief e run g Unter $>ütnxi5 auf die im AmtSverkündigungsbiatt 115 vom 4. November d. I adgedruckte letztmalige Aufforde­rung vessischen dk-famhninifh-nume zur Was- Tenablicfmnig vom 24 DTtob-r b. I und unter Bezugnahme auf die Skrormrnng über Dallen befitz rom 13 Januar 1919 nebst dazu erlas enen Aus^ührungSbesttmimmgen macht das Dvlizciamt bickannt, daß die hiernach bis zum 15 diovember b I. angeortmete Ablieferung von Wassen und Munition Weidengasse 5 zu erfolgen hat.

** T i e Ausfuhr do n obren ans dem unbesetzten Gebiet des Freistaates Dellen i t verlöten AuS.mhmen können von der Landes" gmüfestelle zu Mainz zugelafsen wetten. Der Versuch der Ausfuhr ist strafbar. Möhren, deren AussukN entgegen den Vorickiristen dieser Be- Kamttmachtmg versucht wird, unterliegen der ent- schödigungslosen Beschlagnahme und der Demvr- tung durch tiv Landes'temüiestelle Zuw d'rlz-nd- lungrn werden mit Gesangnis biß ju 6 Mvilalen orer mit (8eld strafe bis zu 1500 Mk. bei traft Gesuche um Erlaubnis zur 'Mhi^r von Möhren sind an bk hessische Landesgeinüseitclle in Mai:,- zu richten.

** Das Fest der silbernen öodhett feiern heute bet KÄusmann Ludnng Peter Din­gel und i'edte Ehrllrau (Lind'-nplatzs.

Landkreis Gießen.

k. Klei n-L i n d e n , 9 Nov. Seine sil­berne Lochzeit feierte das Ehepaar Lud­wig Lenz.

t. Londorf, 9. Nov. In einer gestern abenb obgeba'tenen Bersammlung wurde be­schlosen, der zuständigen Bel/örde einen Anttag auf Erwerb von Land aus dem hiesigen Jüerrengutf einzureichen ES wurde eine Kom­mission gewählt, die am nächsten Sonntai nach­mittag aus dem hiesigen Rathause die Dünsche denenigen Einwohner, die Land erwerben wol'en, entgegennimmt Rechner Berlin erläut rte an £>anb deS 3ieb(ung3gee-.ti die Irruvtsächlick in Tr age kommenden Paraaraplen Da die diesigen Laiwverbältnisse dringend einer Regulierung be­dürfen, wäre zu wünichen, daß ein be'riebigenber Ausgleich baldigst zustande käme. In der Ver­sammlung wurde rocitet eine Eingabe an daß Laudesernährungsamt besch os en, worin um Er­höhung der Da ervreife für den abzulieiernden £>aier ersucht wird Die hier in Bettachl kommen­den Landwirte wollen den daser nur ablieiern, wenn sie einen Preis erhalten, der dem im freien handel bezahlten eirttgermaiien entspricht

flrd:- Lau e^bach

Simpel enb Konrad Deitzel, die beide btt Sozialdemokratie angeboren, w.lcke über die Mehr­heit auf dem Stadl Hause verfügt, da sie von 15 Srtzen adn em nimmt. Für das kommende Jahr ist hier eine ganze Äribe von Bauten geplant, um der be)'£tbnü>.-n Wohnungsnot abzudelien Etwa 30 SBobmmgen fei Im nock: außerdem sind viele Famllien in gänzttch unzulänglichen Wohnungen untcrgebrarffL Tie Berwallnna der Freilerrn »oe Riedeel bcab icfxigt die verstelung von »ehn Einfamilienhäusern. Ter SKmdtäitr»» verein wirbt um bi? Dttit.l für den Bau t»n 9te v henhäusern. 2luch btt Qknuinbe selbst will «ull ihrem Gelände am Schober bauen. Es fragt sich aber noch sehr, ob alle diese Pro »ekle.' trotz »um Teil fertig oorh genbrr Pläne bald zur Ausfüh­rung kommen können, da bw Gemeinnützige Bau- geidlfdpft für von ihr gevllante Bauten bis jetzt ubarhaupt feinen Unternehmer hat finden können, da diese durch bk Sdjsui rigbit der Mate.ialbeichaf- funa iLf.f. abgeschreckt werden, sich an größere Shxi* trafte tu binden. Den Baulustfgrn, bk üd| seinerzeit auf Grund des Gesetzes über die Uebet* tcuerungszuschüsie zum Bann enticbHfcn halten und die von Staat und Gemeinde wesentliche Zu- sckMe erhöhten, ist übrigens eine große Enttäu­schung zu Teil geworden. Für Laul-r«ch beläuft sich bet geamtt Staatszuschuß auf 35 000 Mark, was bei den heutigen Baukosten ein Nicku» bedeutet. Dabei wird ber. d-llannt gegeben, daß liebet* teuerungszusckm se in Zukunft vom Staut über» Haupt nicht mehr gekifhl werden können.

Kreis Frieddertz. yrilegung des MetzgerftreikS.

Q. Böd-Nauhei m. 7 Nov Nack kängertt Berhandluna wurde durch Vermittlung des SreiS* amtes der Frkdr zwischen Bürge rmeisteret und Metzgerinnung wieder bcrgtfkUl. Ein Teil der ab:all»mden Häute wurde den Meygetn zugesprochen, wie ihnen auch sonst träge Vorteile ;ngestanden sind Der Verkauf de- Fleisches erfolgt lür diese Woche durch die Stadt in den MarkUuubor.

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♦♦ AuS dem Stadttheater7B u- Keau. Dre Tell-Aufführung wird in 12 Bildern gegeben, die von Direktor Stein* goetter derartig eingerichtet sind, daß alles Wesentliche gebracht wird und die notwendi- aen Umbauten doch nicht zu viel Zeit bean- Ipruchen. Die Abonnenten seien daran er­innert, daß der Umtausch der Abonnements­karten gegen Gutscheine nur jeweils bis 1 Uhr mittags des Bor^ellung>tagcs a stattet ist.

**DkademischerAuSschußfürLei- brsübungen. Tie Vorliungen Üter Anwen­dung der Psychophysiologie auf Turnen, Spiel u n b Sport finden am Mittwoch den 19. und 26 November im Hörsaal d.r Klinik für pychiche und nervöse lkrankheiten, Frankfurter Strane 99, statt.

** Sparprömien-Anlerhe. Dadurch, daß bei der Zeichnung der Svarprämien-Anleilie die Hälfte des Betrages in Kriegsanleihe, die augenblicklich ungefähr 80 vom öuniktt notiert, »um vollen Bert, allo zu 100 angenommen wird, erwerben die zukünftigen Besitzer dieser Svar- prämien-Anleihc sie nicht zum Paripreise, sondern zu ungefähr 90 Mk., b h sie zahlen 500 Mk. bar und 5Ö0 Mk Ariegsanleihe zu 80 Mk. 400 Mk., zusammen also ungefähr 900 Mk. Bei der Til­gung erhalten sie jedoch für jedes Stück 1000 Mk. plus 50 Ml. einfache Zinsen für jedes verflossene Jahr. Neben diesem Vorteil kommt noch die auto- matifdj ein setzende Kurssteigerung, so daß eS sich um eine äußerst günstige Lapitalsanlage handelt.

**DasAufgeldfürdieZahlung d e r Z ö l l e in Gold beträgt für die Zeit vom 9. bis 15. November 1919 590 Mark.

C. Bad-Naubeim, 7. Nov. Fn brr bau tigen Stadtverordnetenversammluntz wurde fvlirend-s brschlonen: Ten städtischen Bv- amten w rd folgende BeschaffunsSzalaa« b-wslligt: Ber!> iratete 11)00 Mk.. ßebi:te 600 SRI, ftinber jutage 2 A) Mk.; einige Gehil en erhalten 60 Proz. vorgenannter Sätze Im Ganzen erfor­dert die Zulage eine Aunvenbung von 57 100 Mk. Bis jetzt bennlligten die Stadt verordneten an Be­amte urtb Arbeiter etwa 250000 Mk Die Errich­tung einer Einwohnerwehr wurde nach län­gerer Aussprache mit 14 gegen 9 Stimmen ab* gelehnt.

Starkenburg unv Ndeinkellen.

rm. Darmstadt, 7 Nov. Die Beröfferttr» lichurtaen ter städtischen Bekanntmachung g e n durch die biefigen Zeitungen tvurde btsder durch eine Pauschsitrnme, welche zusammen etwa 9560 Mk im Jahre betrug vergütet Die Der- leger haben mmmehr mit Rückllcht aut die Heu- tigen Verhältnisse erklärt, daß sie damit nicht mehr auskommen und bestehen aus Zahlung eine* Reil en greife«. Dem Antrag wurde zugo- stimmt und werden sich die -osten jetzt auf «um 24 000 Mk stellen. Der Antrag der U S P^ die städtischen Anzeigen auch deren Parteiblatt derFreiheit zu überweisen, wurde abadebnt da das Blatt außer halb erfd>eint. und sonst auch andere Parteien und Blätter dasselbe Siecht für sich beanspruchen könnten.

Beffen-Nalla«.

Rücktritt drS PolUt.prüfidrMrn.

Frankfurt a M., 9. Nov Der Rücktritt d-tz (tefirertretenben Pol z ipräfib nten Darr i S steht u.imitte bar bevor Die LertunA bei 'Botüti* piüsidiums übernimmt vorau llicht üb ein nehr- bellSso-ialistischcr Geiverkcha ts\trvläc. Dir erst« Au gäbe des neuen Präschenttn ist bif Wilitarilie- rung ber Polizei, da sich der Stand der Etekutio- PLilizrll nach dem Fr ebens'>'rtrag aus dir Zillen» vom letzte.i Frieden.ttadre 19>3 b-Tobminbern muß, nämlich auf 600 Mann Die Mllttarisierunq bet Polizei, ivelche durch die Sick>erheit-wehr bet Ober* sten Frobin er olat, wirb in olgr der Friedens- bebingunnen eine Entlassung zahlreicher Polize» Wachtmri'ter ber Beru.-Polizei zur Folge haben. Bettiebs inftellung der Sechster Fardwrrfr.

- böchst a. M.. 9 Nov Die döchster Farbwerke und die Chemischen Fadriken voa Eassella & Eo. haben Samstag nochtnittag rorgee Svll -nmawrels ihr- Betriebe einste len müf en, t>orläufiq bis D i nach:en Dadurch sind btograad 1415000 Arbeiter Lcid)äittgunafllo4 gawrbaL

gewarnt.

GüNiae Lebensmittelmarke«

für die Zett vom 10.-16. d^vem^-r 1919.

Drot: 2300 Gramm Brot ober 1680 Gr. Mehl Brot, Ki og-amm 75 Pi. Deizenbrotmehl, Jllgr 90 Pt. Werßb vt, «tat l Mk

Dkißdrotdäcker: Wrh. F:eckenstein, Walldar- ftrafe 31, S. S B, Neustadt 14, A Teichert, Lu- bigstraße 69

Butter: Marke 46, 40 Gr. Ausl^ndSdutter tu 66 Pi, 40 Gr Nindertalg zu 82 Ps

Fletsch: Wvck>enabsstmitl 46. Metzktzrr für Fremde: Deck». B um, Lie igsrrahe 73.

Nährmittel: für November nxb nnht ein» gcic-'f en. _

Nährmittel für Zugezogene: M. st rüg, Wetz-'arer-Weg 65, «. Bo-g-r. W-.-tzstern- gasse 15, K Jccke, Marburger Strotze e5 Drch. Trukch, Se:terSweg 70, Foh. B^hl. ®yfflr 7.

Zucker für Kranke: «. Borger, Wetz- sleinaos'e 15.

A Nährmi ttel für Zkranke: A. Blum, Äne, Steinstratze 78. .

M e hl für Sranke: fflgr. 1,16 Mk. Cfr. Bieter, Neustadt 65.

Nährmittel u. Zucker für Fremde: Ö. F Nassauer, Neuenweg 15.

Selse: Marke für November 1919. An­teil 125 Gr. K.-A.-Seifenpullter, per Pfund 90 Pf.

** Verkauf von amerikan. Gefrier- > chwe i n e s l e i s ch. Am Di.rrstag dm l 1 d Mls. wird m den P^etzgergeschäften, nxi di? F'.ei dtfarte der 45. Woche abff-grbm wurde, ame-ikani che.' Ge­frierfleisch, das Pfund für 4.50 Mk auSgegcben.

** In der RSbt Obst- und Oe- müsest elle kommen moraen und die folgen­den Tage Gelberüben, Rotkraut, Wirsing uni Tafelobst zum Berkaus. Verkaufszeit von 8 bis 12 und von 2 bis 4V» Ufer.

* Freibank. Dienstag, 11. November, werden von 13 llhr die Nr. 30ol3150 be­liefert

Veranstaltungen.

Montag: Stabtt bratet, Wilhelm Tell, 7 Uhr. Markus aal, 7 Uhr, Mttgliederver- fanim.'ung des ^.altbäus-FrauenvereinS. Licht- spielhaus,Gleiches Blut" undSchnuckis Flttter- ivochen. Schwarz - Weiß - L-chttmele, ^Ge­spenster" und .Liede mit ömbermfien".

Fahrdanrm.

Da bleibt man Tieber zn Hause, freut fi'K day ein ehtfenr3 Holz'chllt im Ofm behaglich ^istern- des Feuerllln vortäuscht, tröstet >ich über den rnS Wasser gefall mm Nackmittagsausflug und nimmt notf) einmal die Zeitung vor, zu bet man am SamStag nicht die Muse fand.

Richtig, daß man das auch vergessen konnte. Da steht e4: Jahrestag bet Revolution Ist die Zeit so schnell verstrich m, seit jenem Tage, da btr rote Fahne am deutschen Staats ch ff gehißt wurde? Spärlich erst und mit imgläubi'en ans-

gmcoTTTTTTcn, brangnt damals bi Nachrichtim airs der van jedem Delepdonverkehr abgeschnittenen Reichs- hanptstadt nach Gießen Tann hörte man vnn s 1t- samen Borgän-^en arm Ba^nl of. Mann'Hof en aller Garnisonen und Wasfengattungen kchrten nach Hause Zurück Biele trugen rote Bändet im Knopf­loch. allm se'le Kokarde und Achselstück. Offi­zieren wurden die Evauletten abge i"cn und die Te<*en gmonrm m. Einet hatte sich ausgedehnt, dann hatte er die Dänd" vots Gesicht ae'chla"e-i. batte geweint wi" m Kind und hatte eS mit ffch e cheben lassen Zn den Ecken d 8 Wartesaales stapelten sich die afrenommenm Waffen,

Da wußte man, daß Revolution war, Revo­lution auch in Gießen. -

Das jagende Gesches der festen sechs Jahre läßt Einzel'e ten all usch-ell verblas en Man sucht ein angegilbtes Zeitungsblatt hervor, das man sich ber Erinnerung wegen zurückgelegt hat und («ft: , c

Die Vorgänge in Gteßen.

SamStn^ den 9. November nachmittags 3 tfirr frurbe in bet neuen Kaserne vor versammeltem D^l/trllon cht Sv l datenrat yincbtt- Gkeich- je t c wurden die Achselstücke abgelebt und die Mili'ärlpsauge'nen frrbgdaffen. Der Svkdatenrat. der al-bald seinen Sitz in die BahnhosSst'nnnan, bantur prrfegrte, Übernrchm fvstwt die milltt-irrisch,' 6krrc.lt. Seine erste Vekirnntmachung. die in der -Stadt Ruhe und Sicherheit Der bürgte, itbe Aus- sch eittmg mit stantnvchüill^r B< vnfung bedrrche. den Zarstnstreick auf 12 Uchr ststseyte und dm, mÄi^rischm 0fruß freistellte, ließ er gryen 6 ITbr al'enbS amGießener An^iger" zum Aushang brincen Jtun daraus wurden die rtten P der gleichen Bekanntmachung an der Bürger- meificrei und den sonst üb'ichen Stellm »ttm An­schlag gebracht. Fn ber Stadt und am Bahnhof, ber von einer verstörtten Wache bezogen rtnrhe. spielte sich der Verkehr störung^'os in gewohnt-r Weise ab. Nack 9 Uhr waren die Stra en xift wie ffu^fteftorfcei. Wachposten sicherten "erncr da? Le- bensrnitte'arnt und die Bangen. Biele Ange'.öillte der Garnison sind in Ur.aub ge'alwen Wie der Soldatenrat am Smrntag vorm-ttag mi'teiltc, bat sich Sams'ag abend hn Gewerkscha tStmi e au< :e drei Mi'glledern ber soffa'demoll-attsch-n i ttb tc Una ägigen ein Arbeiterrat ebilbet Beide Stäle ba e i sich miteinander turin.gt >i direkte Verbindung mit den Zi"ill>el^örden, die ungestört we ter ar be ton, ist bte nfbihr- und Sol­datenrat nicht ^treten Am Äu^xmq ber Stadt­verwaltung war bereits in der Frühe des Sonn­tag- fo'gende Bekanntmachung zu lesen:

Der Soldatenrat grTvübrleifet die öffent­liche Sichertest der Stadt und wird Ausschrei­tungen nachdrücklich entgeoentrrten.

Ich bi te die Bürger, jebe Störung der Ruhe und Dränung zu Dermeib.n

Gießen, den 10 No vember 1918.

Ter Oberbürgermeister.

Keller

DcutfcbcSpar Prämienanleihe 1919

10. dis 26. JSovcmber.

Die KartoffelDerlorgung.

ll Marburg. 8 Nov. Da- L^ndrotSamt küntngt den Nichtablieferern brr ffartoffel« Enteignung der Vorräte, Entzirhung der Setbfd. vcrsorgunq in Getreide und Kartoifeln. Bekannte gäbe ber Namen durch bte Zeitungen und gerrchtei liebe Bestrafung an. _ _ .

rm. Darmstadt, 8. Nov. Der Kvmmunat- verband Gr.-Zimmern hat gestern unter Zu hilf»' nähme einer Kompagnie ber Reick»)nxdrtruppeW unter Führung um wer Offizieren in« 12 Unteroffizieren eine gewaltsame Unterfuchuntz des OrteS nach Getreide und ff ar t o f f e t« Vorräten, verbunden mit nngebc*m £>auM mebungen Dor genommen. Der Ort rourtx umlldlt und war das Resultat üte-rroschenb. Bet ^nev» gisch.-rn Bvrgeh.m wurden etwa 2000 Ztr. Brot* grtreibe und ebensoviel Zentner ffartofidn, bu »chon lange ber Ablieferung verfallen waren von» grfundm und beschlaanahmt. Ein Teil ber Land* nrirte lieferte freiwillig ab. bei einens ander« Teil mußte gewaltsam vorgegangen werden. Ve». tm BesckKagnlffnnungen m antaet Orten steh« bevor.

den Vergleich zwi<ckz-n Einst und 3fpt.

Mancherlei Gedanken spinnen sich in der stillen

L^eueckr an, bte im Freien pi Ende gebadx übrrtragunä w fein wollen

lianillchenzocht.

Gießen. 9. Nov.

Dir 7. ProvinzialverbanvS-Echa« oßerhefsischer Kaninchenzüchter ver­bunden mit be 2 ülubschau de-Schwarz- LohklubS für tzeffen fand am Samstai und Sonntag in den Sälen der LiebigShöde statt. Die große Zahl ber ausgestellten Tiere 43) nub