Ausgabe 
10.7.1919
 
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öehördliche Anzeigen

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linden" verschlossen bis zum 20. Jiilr an da! als

Bürgermeisteramt zu Großrechtenbach, hts Knf - ,^issk

Wetzlar, einzureichen. ~ 1 (y.JE im P

Großrechtenbach, den 8. Juli 1919. I t"{ $

D-r k Bürg-rm-ist-r: J A

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Gießen, den 8. Juli 1919.

80778

Ter Öberbürgermelfter ^Lebensnrittelamt).

bietend cm Selbftverbraucher versteigert.

8113^1

Ter Oberbürgermeister (Lcbcnsmittelamt).

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'fechttag zur Über Abänd

2.\ 4. 4a. 5.

Kongreß der Lazarettir^assrn Deutschlands.

Frankfurt a. M., 10. Juli. (WTB.l M wir erfahren, findet der ursprünglich am 12. Iad in Hamburg geplante Kongreß der Laz»' rettinsaisen Deutschlands nunmehr ui 14. Juli in Frankfurt statt.

c) Ni ^ue ft. Neue itoi m^ikolak Neue mH (

ue lool eue Ivol ö°h|lige chälle, Mhtt

A. ; Origino

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Tie in dri deslmdserhebu objällcn aller und Preußische ieslgesetzten 6öi abgeäudert.

Tie neu s solgenden Preii

der Deutschen Bolkspartzei und dre Annahme ves Gesetzentwurfes ohne Aenderungen.

Auf Vorschlag des Präsidenten Fehren- b a ch tritt das Haus sofort in die dritte Beratung ein. Das Wort wird nicht verlangt.

Auf Antrag des Abg. Richter-Ostpreußen (D.--N.) erfolgt namentliche Absttmmung. An der Abstimmung beteiligen sich 323 Abgeordnete, 208 mit Ja und 115 mit Nein. Damit ist das Gesetz angenommen.

Nächste Sitzung: Mittwoch nachmittag 3 Uhr. Schluß 1.20 Uhr.

(Fortsetzung im 1. Matt.)

nähere Auskunft erteilen kann. _ ;

Schriftliche Pachtangebote sind mit der: schristTon- und Sandgrubenverpachtung LiM«

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Holzversteigerung

in der Staatlichen Oberförsterei Krofdorf.

Am Donnerstag den 1 7. Juli vor­mittags von 10 Uhr ab werden zu Salz­böden in der Wirtschaft Weißbrot 1460 Rm. Eichen-Lohreifer aus Distrikt 82a öffentlich meist-

Blättermeldungen beschäftigen sich die deutsch- amerikanischen Blätter mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Amerikas mit Deutschland und stellen

pflichtet mich der Berwahrung, der Vertreter an­derer von Deutschland bvsgerissener Gebiet'' an- ««schließen. Ich habe auch einen persönlichen Grnnd. Ich bin nächster Nachbar dieses schölten deutschen Landes und kenne es aus mancher Wan- benmg in besseren Zeiten. Auch daraus beite ich fcic Berechtigung her, im Namen der National- versammlung gegen die Verwaltlgung El- fatz-Lothringens den stärksten Einspruch zu l-rheben. Wer in der Lage unr, in alten fran­zösischen Zeiteu durch Elsaß-Lothringen zu wan­dern. der muß wie jeder ehrliche Elsaß-Lothringer .anerkennen, daß das Land unter der deutschm Vermattung unendlich viele Wohltaten erfahrm und einen Aufschwung genommen l>at, den nie­mand erwartet hätte. (Lebhafte Zustimmung.) Straßburg ist erft unter der deutschen Herrschaft die wunderschöne Stadt geworden. Das Land wird durch einen Gewaltakt Frcmkreich einverl-ttbl. Da­gegen erheben wir Protest. «Leblwfter Beisäll.) Wir hoffen, daß die Elsaß-Lothringer, dieser harte und ausdauernde allemannische Stamm, sich ebenso wie in der alten ftanzösischen Zeit auch in der nunmehr cm brechenden neuen französischen Zeit ihre echtdeutsche Art und Sitte und .Kultur er- hatten. Wir werden ihnen treue deutsche Brüder­schaft bewahren. (Lang anhaltender Beifall.)

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Tie erste Beratung ist geschlossen.

Abg. Schiffer (Dem.) zur Geschäftsord­nung : ,

Bor Eintritt in die zweite Berattmg bitte ich um Einlegung einer Pause von einer Viertel­stunde. Es ist eine dringende Notwendigkeit, daß wir innerhalb der Fraktionen zu der überraschen­den Entschließung der Teutschnalionalen Stellung nehmen. (Zustimmung.)

Der Präsident verfährt unter Zusttmmung des Hauses gemäß dem Vorsclftage des Abg. Schiffer und beraumt die nächste Sitzung auf

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Nr. 55

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8 ncuppertenr'od, 7. Juli. Bei der

stimnng mit Ausnahme einer Sttntme mit 232 Stimmen wiedergewählt. Ein schöner Be­weis für das Vertrauen der Gemeinde.

rr. Schlitz, 7. Juli. Bei der gesttigen Wahl eines 1. Beigeordneten trug bei einer außer­ordentlich starken Wahlbeteiligung der von bürger­licher Seite aufgestellte bisherige Beigeordnete, Fabrikant Friedrich Zöller II. den Sieg davon. Er erhielt 756 Stimmen, während der von der sozialdemokratischen Partei aufgestellte Bewerber, der Maurermeister Heinrich Lachmann I nur 476 Stimmen auf sich vereinigte. Die Agitation wurde am Wahltag von beiden Seiten äußerst scharf und rege betrieben.

4 W ippenbach, .7. Juli. Hier wurde Bür­germeister Kraft wiedergewählt.

Aus Grün! des Reichswirl Ichilwirlschaft Mch^Gesetzbl irirtWitte Tage (Reichst der Reichsstelle

Letzte

Die Frage der Auslieferung des Kaisers.

Amsterdam, 10. Juli. (WTB.) TerTele- graaf" meldet aus London: Im Unterhause fragte das Mitglied der Arbeiterpartei, Thorne, vb Bonar Law sich bewußt sei, daß in England und besonders in London eine Strömung d a gegen besteht, daß der frühere deutsche Kaiser nach London gebracht werde. Ter Vertreter der Berg­arbeiter, S t a n t o n, sagte, daß auch in der Pro­vinz eine starke Strömung dagegen sei. Ter Sprecher verlangte, c> über die .Kaiserfrage augenblicklich nicht verhandelt werden dürfe.

A m ft e r ö a m, 10. Juli. (WTB.) DerTefe- graaf" berichtet aus Paris: TerNewyork He­rold" erfährt, wie der Treierrat plötzlich zu dem Beschlüsse kam, den Kaiser in London vor Gericht zu stellen. Danach fragte Lloyd George wäh­rend einer Pause in den Verhandlungen plötzlich: Sind Sie dagegen, das; der Prozeß in London statt find et?" Wilson und Cle- meneeau warfen einander Blicke zu und sahen Lloyd George an. Clemeneeau, der, wie in Paris verlautet, dem Prozeß skeptisch gegen übersteht, zuckte mit den Achseln, als ob er sagen wollte:sttun, meinetwegen." Wilson tat dasselbe. Hierauf wurden die unterbrochenen Be­ratungen fortgesetzt. Es wurden keinerlei schrift­liche Abmachungen getroffen.

Die Liste der zur Auslieferung bezeichneten Deutschen.

Versailles, 9. Juli. (WTB.) Die Liste der an die Alliierten auszuliefernden Deut­schen wird heute ht einigen Blättern vervoll­ständigt. Man findet darunter noch den Herzog Albrecht von Württemberg (Blutbad in Somme- B, Niedermetzelungen in Namur), Generaloberst . Muck, der Frauen Und Kinder vor seinem $>eer getrieben habe, General Liman v. Sanders (NtÄermetzelungen in Armenien und Syrien), Generalmajor Stenger, der am 26. 8. 1914 einen Armeebefehl erließ, wonach von diesem Tage an keine Gefanaenen mehr gemacht werden dürften, Generaloberst von Ostrowsky (Plünderung von Toynze, Erschießung von 103 Zivilisten), General von Fesny (Erschießung von 111 Einwohnern ton Arlon) sowie der folgenden Gefangenenkomman­danten: General Oltzen (Kassel und Döberitz), Leutnant Rüdinger (Ruhleben), Major von Görtz (Magdeburg), GÄrüder Niemeyer (Holzminden und Clausthal).

Wilsons Ankunft in Neuyork.

Neuyor k, 9. Juli. (WTB.) Reuter. Wil­son ist gelandet und wurde von einer riesigen Menschenmenge begrüßt. Er fuhr nach der Carne­gie-Hall, wo er eine Rede hielt und darüber sprach, was die Nationen von Amerika erwarten, welches diesen Erwartungen gerecht werden müßte. Wilson erflärte, das Werk des Friedens habe erst begonnen, als der Friede unterzeichnet worden sei.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika.

Bekanntmachung

Ter vom Gemeinderat durchirr atme cmschlag der Gemeinde Lauter für 191.J vom Samstag den 12. Juli d. I. ab eine IBnJJ auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters V\ Einsicht der Interessenten offen. Einwendung können während dieser Zeit schriftlich oder - Protokoll daselbst torgebracht werden. Es wr eine Umlage erhoben, zu der mich die Ausmarw

st MB- » tw500? äS Kätung

Büchertisch.

Die deutsche Einheitsschule. Unter diesem Titel erscheint seit Mai d. Js. in dem Verlag von Gerhard Stalling, Olden­burg, ein neues Zentralorgan für das gesamte deutsche Schulwesm (herausgegeben von Prof. Tr. Kullnick, Vorsteher der Staatlick^cn Auskunftstelle für Schulwesen, Berlin), das über alle Einzelheiten der notwendig gewordenen Neuordnung des ge- fjamten deutschen Sclmlwesens unterrichten will. Vierteljährlich kostet die Zeitschrift 5Mk.

Um 12 Uhr 25 Minuten eröffnet Präsident Fehrenbach wieder die Sitzung. Tas Haus geht zur zweiten Beratung des Ratiffkationsgesetzes über. Inzwischen baben die Deutsch-Natio­nale n ihre Entschließung umgeändert mit einem Abänderungsantvage zum Gesetzentwürfe selbst, so daß dieser lauten würde: Ter Unter­zeichnung des Friedensverttages werde zugesttmmt unter einem Vorbehalt, wie er in der Entschließung ausgesprochen war.

Abg. Schiffer <Tem.): Wir werden gegen den Anttag sttmmen. Ich betrauere, daß er über­haupt ein gebracht worden ist. (Sehr richtig.) Ter Anttag dient nur dazu, Verwirrung und Unklar­heit zu schaffen. Offenbar verfolgt die Pattei des Herrn Schulz-Bromberg mit ihrem Anträge nur parteipolitische Ziele. (Sehr ttch-tig und lebhafte Zusttmmung bei dm Metzrheitspatteim. Stürmi­scher Widerspruch und Pfuirufe rechts.) Welche Zwecke Sie mit diesem Anträge verfolgen (nach rechts gewandt), darüber ist niemand in diesem Hause in Zweifel. Sie motten Ihre Parteisuppe an diesem Anträge kochen. (Sefa wahr und leb­hafte Zusttmmung bei dm Mehrheitspatteien.)

Abg. S ch u l z - Bromberg (D.-Natl.): Unser Anttag ist der fetzte Schrei nach Gerachttgkeit, der Schrei eines Ä>lkes, das dem Untergang be- befttmmt ist. (Beifall rechts.)

Reichsminister des Aeußern Müller: .Ich bedauere ganz außerordentlich, was wtt in dieser historischen Stunde haben erleben müssen. Im übrigen glaube ich, die Zeit der Vorbehalte ist torber. Heute kann es nur ein Ja oder Nein! geben. Was würden unsere Feinde bt diesem Anttage feien? Nichts werter, als ein letztes Manöver, eine letzte Schiebung. (Sehr richtig und lebhafte Zustimmung bei dm Mehrheitspatteien.) Ich glaube, die SchiebergesMfte auch in der Polittk müssen ein für allemal vorbei sein. Nur mit loyalen Mitteln können wir die Revision des Ver- ttages erreichen. Aber mit solchen Anträgen wird sie schlecht eingeleitet.

Abg. Löbe (Soz.): Der Zweck des Antrages ist nicht zweifelhaft. Das Generalsekretariat der Deutsch-Nationalen Volkspartei hat zugegebm, daß die Situation der niederschrnetterndm Friedens­bedingungen agitatorisch ausgmützt roerben müsse. (Hört, hört.) Nicht nur die Einbringung des An­trages, sondern auch die ganze Rede des Abg. Traub widersprach der Würde dieser Stunde.

Abg. Dr. Delbrück (D.-N.): Unser Antrag ist schon gestern beschlossen imb ohne unsere Schuld nicht gedruckt worden. Er sollte keineswegs das Haus überraschen.

Ab. Haase (Unabh.): Der Abg. Traub hat deutlich gezeigt, daß Sie (nach rechts) Ihre Par- feiintereffen verfolgen. Wir lehnen es ab, uns an einem solchen Satyrspiel zu beteiligen.

Abg. Dr. Heinze (D. V.): Meine Fraktion bedauett diesen Antrag, der Mißstimmung herein­gebracht hat. Die Mehrzahl meiner Fraktion lehnt ihn. (Beifall.)

Abg. Schulz- Bromberg (D.-N.) weift noch einmal die Vorwürfe gegen seine Partei zurück.

Die Abstimmung ergibt die Ablehnung des Antrages der Deutsch-Nationalen gegen die Sttmmen dec Anttagsteller und einiger Mitglieder

Land- und SonflröBmtiNtiiiiü.

Die Gemeinde Lützellinden beabsichtigt, ifa in dem Distrikt Hahnenkopf des Lützellindera Markwaldes in der Nähe von Gießen«' legcne Sand- und Tongrube auf die Tauer von 9 Jahren zu verpachten. Es besteht die Möglich feit, einen Bahnanschluß an die Main-Weser-Bod", Bahnstation Gießen Block Lützel, herzustellen

Tie Pachtbedingungen liegen bei dem «J meindevorstcher in Lützellinden aus, der auh

Vie llomnmnalwahlen.

** Allcndorf a. d. Lumda, 7. Juli. Bei der gestrigen Bürger meist erwähl ent­fielen von 454 abgegebenen Stimmen 442 Stim­men auf den bisherigen Bürgermeister Rein, 8 Stimmen entfielen auf verschiedene andere Per­sonen, 4 .Stimmen waren ungültig. Bürgermeister Rein ist jetzt zum vietten Male gewählt, er steht bereits seit 31 Jahren an der Spitze unserer Ge- mcinbe. Durch die Wiederwahl hat ihm die Ge­meinde den besten Beweis ihres Vertrauend ge­schenkt. Durch den Männergesangverein wurde dem Gewählten abends ein Ständchen gebracht.

g. A lte n - B u s e ck, 7. Juli. Bei der gestti- gm Bürgermeistettvahl wurde der bisherige Bei- geoibnete C. Rau, der schon seit 1895 dieses Amt bekleidet und wegen Eittankung des Bürger­meisters Körber seit Mai 1916 die Bürgermeisterei­geschäfte mit großem Geschick geführt bat, mit 325 (Stimmen zum Bürgermeister ge.vählt. Ter Gegenkandidat Heinrich Becker IX. erhielt 308 Stimmen. In Trohe wurde am 29. Juni der bisherige Bürgermeister Heinrich S ch kst i d t mit 79 Stimmen wiedergewählt.

± Beuern, 6. Juli. Zum Beigeordneten wurde heute Fleischbeschauer Heinrich A r n o l d V. mit 246 Stimmen gewählt. Ter bisherige Bei- georbnete, Glaser Ludwig Ranft, erhielt 136 Stimmen.

** Butzbach, 8. Juli. Bei der Bürgermeister­wahl wurden 1678 Stimmen abgegeben. Hiervon entfielen auf Ludwig Köhler (parteilos) 1369, Julius Tahrner (Dem.) 140, Bruno Wttttg (soz.) 167 Stimmen.

ed. Eichelsdorf, 7. Juli. Beigeordneter Löffler, der feit dem Tode des Bürgermeisters Würz die Bürgermeistergeschäfte erledigte, wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt.

ed. Eschenrod, 6. Juli., Unser bisheriger Bürgermeister Weber, der seit 17 Jahren im Amt ist, wurde heute mit 201 Stimmen ein­stimmig wiedergewählt. Die rege Wahlbeteiligung ist ein Zeickten der Wertschätzung, die Bürger­meister Weber genießt.

** Ettingshausen, 9. Juli. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bürgermeister Landwirt Heinrich Keil mit 146 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Lud­wig Friedrich Jox erhielt 123 Stimmen.

(k) Lumda, 7. Juli. Ber der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde neben dem Sohn« des Altbürgermeifters noch kurz vor der Wahl ein Gegenkandidat ausgestellt. Die Wahl­beteiligung war deshalb ziemlich lebhaft. Von 260 Stimmberechtigten haben 172 gewählt. Lano- und Gastwirt Heinrich Schultheiß, Sohn des bisherigen langjährigen Bürgermeisters, er­hielt 119, der Gegenkandidat Joh a nnes Tröller II. 52 und Landwirt Johannes Korn mann eine'Stimme. Hoffentlich kchtt nach der Wahl die alte Einigkeit bald wieder zurück. Die Beigeordneten wähl findet nächsten Sonntag den 13. Juli statt. Mit Vorschlägen zu dieser Wahl ist man bis jetzt noch nicht an die Oeffentlichkeft getreten.>enfells nimmt der bisherige all­gemein geachtete Beigeordnete Jo Hannes Heß­ler eine Wiederwahl an.

xi. Aus dem Kreise Lauterbach. In F r i s ch b o r n wurde an Stelle des alten Bürger­meisters Fn nk, der sein Amt in Rücksicht auf sein hol^s Alter niederlegte, Karl Kentzer gewählt, der bisherige Beigeordnete und Unter erbebet, Ge­meinde- und Kirchenrechner I. Bernges wurde wiedergewählt. Blitzenrod, das bisher zur Bürgermeisterei Frischborn gehötte, erhält in dem einstimmig gewählten Landwirt Thomas Stock einen eigenen Bürgermeister. In Allmen­rod wurden Hch. Lerch, der Sohn des bisherigen Bürgermeisters, und I. Habermehl, der Sohn des bisherigen Beigeordneten, in die Aemter ihrer Väter gewählt.

** Obbornhosen, 6. Juli. Bei der heu­tigen Bürgermeisterwahl wurde einstimmig der Landwitt Ferdinand Philippi mit 236 Stimmen zum Ottsoberhaupt gewählt. Damit ist der langersehnte Wunsch nach einem anderen Bür­germeister in Erfüllung gegangen. Hoffentlich ge­lingt es dem neugewählten Bürgermeister, ;u erreichen daß wieder Friede und Einigkeit tn unsere Gemeinde hinein kommen.

** Ober-Hörgern, 8. Juli. Bei der I Beigeordnetenwahl nmrbe Landwirt Wil­helm Mathäus einstimmig gewählt. Wegen vor­gerückten Alters hatte der bisherige Beigeordnete Müller eine Wiederwahl abgelehnt.

Käse-Verteilnng.

Am Freitag und Samstag, dem 11. u. 12. d. Mts., gelangt in nachstehenden Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur Ausgabe. Die Abgabe geschieht gegen Vorlage der alten Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 14. Beliefett werden die Lebensmittelkatten, die in der linken oberen Ecke die Nummern: 66, 67, 68, 69, 70, 29, 30, 31, 32, 33, 53, 54, 55, 56, 57, 104, 105, 106, 107, 108 tragen.

Die Ausgabe geschieht wie folgt:

i. Barmen, 10. Juli. Zur Verhütim, weiterer Ausschreitungen und Plün< derungen waren seitens der Stadtverwaltiml umfassende polizeiliche Sicherheitsmaß« nahmen getroffen worden. Gestern nachmittag sammelten sich vor dem Polizeigefängnis eatf große Menschenmasse an, die die Herausgabe ixt wegen Plünderung verhafteten Personen verlang Nach Freilassung zweier Gefangener zerstreute itdf die Menge. An einer anderen Stelle oer f u ditt die Menge, das Gerichts aefängnisji ftürmen. Em auf mehreren Lastautos bet bet' geeiltes Polizeiaufgebot ging mit blank: Waffe vor, wobei es nicht ohne 931 u t bet* gießen abging. Auch seitens der Polizeiveaniten gab es Verletzte. Ein Beamter ist diensttrnfähT Eine weitere Menschenansammlung gegen Abm auf dem Alten Markte wurde von der Pon^ Nxtr n, 9. Juli. (Wolfs.) Nach schweizerischoiv mit blanker Waffe auseinandergetrieben. Es W

- - - ' " 'den eine Anzahl Verhaftungen vorgenommcn.

Zucker-Ausgabe.

Ausgabe Nr. 6.

Vorn 10. bis 1 6. d. M. einschließlich gelangen in den Kleinhandelsgeschäften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnitts Nr. 6 aus einer dem Lebensmittelamt zur Ver­fügung stehenden Reserve

5 00 Gramm Zucker zur Ausgabe. Es >vird empfohlen, diesen Zucker als Obstzucker zu verwenden, da anaesichts der Zuckerknappheit Einmachzucker seitens des Reiches nicht ausgcgcben werden kann.

Die auf den Monat Juli außerdem entfelfende Menge Zucker in Höhe von 750 Gramm auf den Kopf wird, sohald derselbe eingettoffen ist lvoraus- sichtlich ancy noch im Monat Juli), zur Ausgabe 9 <§ie Klei n Handelsgeschäfte hab en die verein­nahmten Bezugsabschnitte Nr. 6 zu sammeln und W je 100 gebündelt bis längstens 18. d. M. an das Städtische Lebensmittelamt, Zimmer Nr.11, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieferten Marken einzusenden; die nicht ab geholten ober mehr überwiesenen Zuckermengen sind dem Städtischen Lebensmittel­amt zu melden.

61 prigti und

beizutragen haben.

Lauter, den 9. Juli 1919. .

Bürgermeisterei Lauter. A r f.

^ichnowskys wurde in Amerila gute Aus­nahme finden: es sei aber zweifelhaft, ob 2ich- nowsky sich zur Verfügung stellen werde. Die Vereinigten Staaten würden auch einen Maim. | etwa von der Art des verstorbenen Ballig J gern sehen. Ebenso bedeutungsvoll fei die Wähl 1 des amerikanischen Botschafters für Berlir. 1 Aeußerst gefährlich wäre es, nach Berlin einen ] Mann zu senden, der der deutschen Nation mit 1 Vorurteilen gegenüberftünbe. Der amerikanische Botschafter müßte sich loyal mit dem neuen Kurs 1 in Deutschland abfinden und sein Möglichstes tun. ] um Deutschland bei der Wiedergewinnung der I verlorenen Weltfrenndschast behilflich zu, fein. Man I müsse dafür einen Mann wählen, der Sympathien I für das deutsche Volk und VertMuen in die neue I Republik habe und entschlossen fei, Deutschland I seine volle Unterstützung in diesem kritischen I Augenblick zuteil werden zu lassen.

Ein deutscher Vorschlag yi Verhandlungen mit der polnischen Regierung. t

Versailles, 8. Inti. (W. B.) Ter Vor­sitzende der deutschen Friedensdelegatton in Frank­reich, Freiherr o. L e r s n e r, übermittelte heute mittag dem Mrnisterpräsidenten folgende Note.

Tfe Ausführung des Friedensoettrages in dem deutschen Osten macht unmittelbar nach der 3?a tifitation umfangreiche Vorbereitungen erforder­lich. Insbesondere würde die unvermittelte Zu rückziehung der deutschen Behörden aus den ab- zuttetenden Gebieten unzweifelhaft eine große nrirrung Hervorrufen. Tres gilt vor allem für die innere Verwaltung, die Rechtspflege und das Verkehrswesen. Tie Sicherheit und Ordnung er scheinen umso schwerer gefährdet, als bfe natrjuafen Gegensätze in den in Frage kommenden Gebieten bereits jetzt zu einer starken Erregung der ganzen Bevölkerung geführt haben. Tie deutsche RegrerMq hält deshalb die be s ch le n nr g te E i nl ei r ung unmittelbarer V er Han d l un gen mit der polnischen 'Regierung für uirerläßlich. Das Ziel dieser Verhandlungen würde sein, unter Zuziehimg vor allem auch der beteiligten preußischen Rri sorts eine geordnete Uebergabe und Ifeberleitung1 der einzelnen Berwaltungstzlweige sicherzustellen urb die Einzelheiden über die planmäßige Zurück | ziehung der preußischen Beamten fefttulegen. Tu I Verhandlungen würden mit Rücksicht auf Umfang I

Beteiligung der preußischen Trenstttellen uno 1 die notwendigen sachlichen Unterlagen am besten , in Berlin stattfinden. Ten polnischen Delegierten würden für diesen Fall alle erforderlichen Erleick tcrimgcn geirnihrt werden Es wird um bald gefällige Mitteilung darüber gebeten, ob die pol nische Regierung diesem Vorschläge ^ustimmt imb bereit ist, mit größtmöglichster Beschleunigung ihn Vertreter zu benennen und den Zeitpunkt ihrt? lrintteffens tn Berlin mitzuteilen.

Deutsche Auswanderung.

i. Zürich, 10. Juli. Wie die schweizerisch Regierimg mitteilt, sind bisher über 7 0 0 00 An­trag e für Päs se von Deutschen, bie oil£ Deuffchland auswandern wollen, eingereich rooTben.

Stratzenkämpfc in Fimnc.

Bern, 9. Juli. (WTB.> Das Jugoftatmsche Presfebureau meldet aus Fiume, daß neuerdina^ Zusammenstöße zwischen Franzosen uab Italienern statt gefunden haben. Es kam zn wilden Straßenkämpsen, bei denen die Kolonialtruppen der Franzosen teilweise nieder^ gemetzelt wurden. Auf f ran z ö si s ch er Sette werden 8 0 Tote gemeldet. Dre Italiens. Militär und Zivilisten, unterstützt durch die wohner von Fiume, unternahmen einen Sttw auf das französische TorpedobootEsclave". 1 lienische Panzerautomobile rückten an und hol« die Ruhe einigermaßen mieberbetfteUen.

Unruhen in Barmen.

fest, daß in Deutschland die Wahl eines geeigneten. : Botschafters für Amerika sehr schwer fein werde.

Washington benötige einen Mann, der nichts mit dem alten System zu tun habe. Eine Kandidatur

Bekanntmachung.

Es sind zu vergeben:

1. Aus der Stift ungder Dan ielMovg W i tw e am 2. Oktober 1919 die diesjährigen Zinsen im Betrage von 175 Mk. an hiesige bedürftige, unbescholtene, im Witwenftande lebende Bürger und Bürgerinnen.

2. Aus der Stiftung der Friedrich Tertor Eheleute am 23. September 1919 240 Mk. Jahreszinsen in Gaben nicht unter 40 Mk. an verschämte Arme, ohne Ansehung der Religion.

Meldungen nimmt das Städtische Armenamt, Asterweg 9, bis 31. Juli d. I. entgegen.

Gießen, den 8. Juli 1919. 80968

Ter Oberbürgermeister (Armenverwaltung).

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Engen Kaufftnann, Gießen eingetragen: Tie Firma ist erloschen.

Gießen, den 5. Juli 1919. 80948

Hessisches Amtsgericht.

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Nr. 56

Nr. 107

Nr. 70

Nr. 33

Nr. 57

Nr. 108

Auf

jeden Bezugsabfchnitt entfällt

1 \ Pfund

zum Preise von 70 Pfennig.

Gießen, den 8.

Juli 1919.

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