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fasern.
Lebensmittel«
sprechen, zu wUcrblQbLN»
Arbeitniederlegen. . _ „
daß die Provinz Ober Hessen, soweit sie von der staatlichen Kraftzeittcatc mit Elektrizität versorgt wird, im Dunkel bliebe und die industriellen und Handwerksbetriebe
und las nachstehende
Entschließung vor, die einmütig angenommen wurde:
Die heute, am 9 Mai, im Saale des „Ein- horn" tagende Versammlung der Deutschen Dolks- partei in Gießen erklärt:
Der Friede, den unsere Feinde ims auszwmgen wollen, bedeutet Deutschlands völlige . nationale und wirtschaftliche Vernichtung. Durch ihn müßte unser Volk, soweit es nicht verhungern oder^ auswandern würde, für immer der elende Sklave anderer Völker werden. Diese Bedingungen unterschreiben, heißt für Deutschland das eigene Todesurteil unterschreiben. Wil! man uns morden, so soll man uns nicht noch das Ja dazu abpresfen. Komme, was da wolle, für uns gibt es nur em Nein!" Sodann forderte er die Anwesenden noch zn dem Gelöbnis auf um so tiefer Deutschland in Not komme, um so treuer sich zu ihm zu bekennen.
In Rücksicht aus die Schwere der Zett ist eine Trauerwocke. bcginnritb Samstag den 10 Mai 1919, vom Ministerium des Innern anberaumt worden. Währenddem falben a le Ver-
Drohcnde Stillegung der elektrischen Ueberlandanlage.
** Offenbach, 7. Mai. In dem letzte« Halbmonatsbcricht der hwügen H a delskammcr über die wrrtscha.tl.ch? Lafle ihre* I Bezirks wird u. o. ausgeführt, bau fuh du.
Au» Stafrt und (und.
Gießen, 10. Mai 1919.
Eine Trauerwoche für Hessen.
Jeder Pfennig, den Deutschland nicht braucht, um seinen Hunger zu stillen, wird in die Taschen der Entente wandern, wenn der Bölkerbimd nicht eine unfreundliche Haltung erkennen soll. Jahr- zehnte lang sollen wir um jeden Hungerbissen! bei unseren Sklavenhaltern betteln. Man laßt uns keine Möglichkeit, zu verdienen, und verlangt, daß wir zahlen. Eine Genugtuung haben die, die die Pshche unserer Feinde nicht falsch eingeschätzt, vor dem Völkerbund gewarnt und von Wilson nicht allzuviel gehofft haben. Aber die zum gleichen Tod Verurteilten dürfen nicht mehr untereinander rechten und hadern. Wir haben zu fragen, was in diesem Augenblick zu tun ist. Wir sind wehrlos. Für den Fall, daß wir Nein sagen, berät schon der Alliierte Wirtschaftsrat. wie er uns durch Blockade zwingen kann. Wir haben die Franzosen nahe. Sie werden vielleicht auch Gießen besetzen, dann ist es Krieg, kein Wassew stillstand mehr'. Und doch kann keine Frag« sein, was zu tun ist. Und wenn wir uns über alle Schmach hinwegsetzen wollten, wir können den Frieden nicht unterschreiben, weil wir ihn nicht halten können. Millionen werden auswandern, Millionen werden Hungers sterben, durch Wilson, den der Fluch der Weltgeschichte trifft. Unterschreiben ist unmöglich, mag kommen, was will. Sein eigenes Todesurteil unterschreibt man, aber im Augenblick der Schmach macht man sich nicht zum Schuft, der unterschreibt, was er nicht halten kann, und verurteilt seine Kindeskinder nicht zum Hunger. Dieses Nein klingt durch alle Schichten unseres Volkes. Schlimmer als diese Bedingungen kann nichts kommen. Nun müssen wir Nock einmal den Mut finden zu einem Widerstande im Vertrauen auf unser Recht, nicht aus eine Weltrevolution. Wir bewilligen schwere Opfer, aber niemals diesen Frieden. Deutsckes Volk, deutsches Leben und deutsche Zukunft dürfen nicht für alle Zeit preisgegeben werden. In dieser Stunde darf das deutsche Volk auf sich das Wort emes seiner größten Söhne ausspreck-en und damit auf die einzige Hoffnung weisen, die ihm verbleibt, das Wort Luthers: „Ich kann nicht anders. Gott bei fe m ir." Gott helfe unserem deutschen Volke, daß es jetzt einmütig nein sagt, und Gott helfe ihm weiter, wenn es nein gesagt hat.
Prof. Kransmüller dankte den beiden Rednern im Namen der Deutschen Volkspartei
*« Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 5. Mai 1919 bet Landeswoh- mmgsi-nsvc'kor Bäumt Äümng.Kl um p zu ^arm- steckt zum txrrtrogirnben Rat rn dem Landes-Ar- beits- und -Wi>tschaft»rmt und tobc^iofaning^ in Mot mit dein Amtstitel „Dbcrbaur.it" mit Wirsiwfl vom 1 April 1919 an. — Erledigt ist bi” Stelle des Pfaicdm<i t « für den Beikr« ilnmfls- bejrtt Worms II. — Es besteht die Michl, je eme Not ar stelle in formten Orten zu kvsetzen. Osthofen, Fürth, Dutzl^ach Büdin^ii, Lauterlach,
sammlung ab. — Wie wir hören, werden wahr- sckreinlilch alle bürgerlichen Parteien mit Einschluß der Demokraten ihre Vorschläge zu einer gemeinsamen Liste verbinden, während die Stellung des Bürgervereins noch nicht entschieden zu sein scheint.
** Von der Landes Universität
punkte angenommen, die von einem fcT&ftibtbtgw Polen unzweifellwst polnischer Bevölkerung sprachen. Ein solches Polen gibt es innerhalb der deutschen Grenzen nirgends. Ein Unrecht ist den Polen niemals geschehen. Tie polnischen Teile sind durch Staatsvertrag an Preußen gefallen, teilweise durch England, Frankreich und Rußland Preußen für ewige Zeiten gewährleistet. Tesl)alb ist eine Auslieferung der Ost>- mark ein ,Hohn auf jedes Recht, und der letzte Mann der Ostmark wird sich dagegen »ur Wehr setzen. Eilte Loslösung der Ostmark muß sich für das ganze Reich empfindlich bemerkbar maxfam. Tie Gebiete im Osten' find landwirtschaftliche Ueberschußgebiete, ohne die sich das Reich nicht ernähren kann, Tic Reichsregierung faU) mit rührenden Versicherungen nicht gespart, fte meiner die Ostmark beim Reiche halten. Solange Erzbcrger ein entscheidendes Wort mitzusprecheik hat, kann man kein Vertrauen dazu haben. Tic Armee Holler ist nur daraus berechnet, eine vollendete Tatsache zu schaffen. Von dieser Furcht läßt sich kein Ostmärker kurieren. Demgegenüber ist es die Aufgabe des deutschen Volkes, zu erklären, wir lassen uns nickst vernichten. Von den 14 Punkten darf kein Zoll breit abgemidjen werden. Wenn unsere Unterhändler ihre Ausgabe lösen sollen, müssen sie wissen, daß das ganze Volk h i ,i t c r ihnen steht. Komme was t>n wolle Zwingt man uns zum Gewaltfricden, so warten wir daraus, bis wir wieder imstande sein werden, uns unser Recht aus eigene Faust zu versckstifsen.
Pros. Tr. Schi an führte aus: Die Not steigt, nicht nur die der Ostmark, sondern des ganzen Landes. Der 5. Oktober und der 9. November sind üb.wboten durch den 7. Mai. Nach diesen Friedensbedingungen bleibt kein Hossen mehr. Todesurteil ist das Wort für diese Bedingungen. Es war einmal ein Deutsches Reich in Macht und Herrlichkeit, vorüber ist seine Zeit. Und doch empfinden wir die Friedensbedingungen zuerst an die deutsche Ehre rührend, obwohl Deutschland im Staub liegt. Tic Gebietsabtretungen sind dabei noch nicht der schlimmste Teil, sondern die wirt- schaitlick>en Bedingungen. Wir bringen mit Mühe und Not das Geld für unsere Lebensmittel aus, wir leben von Papiergeld und sollen imierhalb 2 Jahren 20 Milliarden aufbringen an Gold und auslälidischen Werten oder Warm, die wir nicht hc-bcn und die wir ohne teuer bezahlte Rvlstwffe nicht schaffen könncn. Die Rohstoffe im eigenen Lande gehen uns verloren. Wenn wir nickst frieren wollen, mässen wir Kohlen vom Ausland kaufen. Deutschlands Industrie ist auf alle Zeiten lahmgelegt. Die abzutre- tenden Gebietsteile sollen zur Verlockung ihrer Bewohner von ben Schulden Deutschlands frei sein,, die ganze Schuldenlast soll sich auf den verbleibenden Rest wälzen. Tie 20 Milliarden wären schon jetzt bei dem Stande unserer Valuta GO Milliarden und werden in toenigen Tagen noch mehr bedeuten. Tie eigentlich zu bezahlende Summe soll aber erst später festgesetzt werden.
** Die Wahlen zur Siadtverord« netenversammlung merken durch eine Bekanntmachung im Anzeigenteil unseres Blattes geregelt, auf die wir besonders Hinweisen. Hierbei fn bervorgchoben, daß 42 Stadtverordnete zu wählen lind und daß die Anzahl der in einem Wahlvoe- schlag enthaltenen Bewerber höchstens doppelt soviel, also 84, betragen darf. — Zur Vorbereitung aus die Stadtverordnetenwahl hält der Bürger- Verein am Montag abend V28 Uhr im Hotel Sckstitz eine außerordentl. Hauptversammlung, die Deutsch- nationale Volkspartei um 8 Uhr im Fclscnleller
verfassunggebende Dollstammer des 8reistaates Hessen.
22. Sitzung vom 9. Mai.
Präsident Adelung eröffnet um 9Vs Uhr die Sitzung.
Svlldgtbung zu den FricdenSbediugangen der Entente.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Präsident Adelung folgende Erllärmig ab:
Meine Damen und Herren! Der Friedens- Vertrag, den die Entente den deutschen Vertretern unterbreitet hat, ist inzwischen im rocfcntlid>cn bekannt geworden. Wir ersehen daraus, daß es den maßgelienden Diplomaten und Militärs der silente nicht um einen Frieden der Gerechtigkeit, sondern um dauernde Vergewaltigung Und Unterdrückung Deutschlands zu tun ist. (Sehr richtig!) .Ter Friedensverttag bedeutet politische und wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands. (Sehr richttg!) Große Gebiete deutschen Landes sollen vom Mutterlande losgcrissen und Millionen Deutsche unter das Joch der Fremdherrschaft gezwungen werden. Fremde Fron - Vögte Jollen, ms Land gesendet werden, um die Frondienste zu überwachen. Helle Empörung tfi im Lande erwacht bei allen Deutschen imb bei allen Parteien ohne Ausnahmen. Wir sind bereit, schwere Opfer zu tragen; aber wir webren uns dagegen, in die Sklaverei zu gehen. (Lebhafte Zustimmung^ .Wenn noch ein Funke von Gerechtigkeitssinn unter den Völkern besteht — ich zweifle daran nicht —, so werden und müssen sie den Plan ihrer Diplomaten zerstören; denn ein Friede, der aus dieser Grundlage erzwungen werden sollte, wäre kein Friede von Bestand, sondern wäre der Keim zu neuen Konflikten und zu neuem Elend. (Lebhafte Zustimmung.)
Das große deutsche Volk wird leben und muß leben. Es hat sich eine demokratische Staat s- reform gegeben. Es hat dem Militarismus und Imperialismus abgeschworeu. Es will niemand «drohen und will niemand vergewaltigen. Es kann sich aber auch nicht selbst in die Ketten eitles fremden Imperialismus begeben. (Sehr richttg?) In dieser schweren Schicksalsstunde muß der Welt llargemacht werden, daß der Völkerbund und der dauernde Deltfriede sich nur aufbauen können auf Gereckstigkeit. Hosten wir, daß die Sttmme fcer D nnrnft und der M nschlichleit nicht ungehört verhallen wird. (Lebhaftes Bvavo.)
Ministerpräsident Ulrich:
,.Verrhrte Kollegen und Kolleginnen! Ich will die Ausführungen des Herrn Präsidenten unseres Hauses hiermit ganz besonders unterstreichen. Ich will festst-ellen, daß die Regierung mit dem Volk, mit ben Vertretern des Volkes durchaus auf einer Linie steht, trnb daß wir entschlossen sind, alles ui tun, was im Interesse des Landes erforderlich rft um eine derartige Sklaverei von unserem Volk fernzuhalten. 1
Meine Absicht, am Montag mit dem General, brr in Mainz steht, über die Verhältnisse zu verhandeln, ist durchkreuzt worden durch die Friedens- bdnngimgtn, die uns gestellt sind. An alle Regierungen ist der Ruf ergangen, nach Berlin zu kommen, um Stellung zu nehmen zu diesem Frie- bensvertrgae, der uns aufgezwungen werden soll. ES ttrirb deshalb an eine Verhandlung mit dem General in Mainz nicht z-u denken fein, so lange tzvir nicht klar darüber sind, aus welchem Boden teil schließlich zu verhandeln hobst.
(Schluß folgt)
3u einem Protest regen den vernichtungssrieden
Hatte zu gestern abend die Deutsche Volkspartei eine Versammlung tn den Saal des „Einhorn" einberufen. Trotz aller Versammlungsmüdigkett« haben es die furchtbaren Bedingungen doch vermocht, eine so große Zahl von Menschen aufzu- rüttcln, daß der Saal überfüllt wurde. Tie beioen Redner wußten den ganzen Ernst der Stunoe in so packenden Worten zu schildern, daß die Versammlung sich mit lautem' Beifall einmütig au ben Boden einer Entschließung stellte, ine Den Kernichtungsfricden, komme was kommen mag, ablehnt.
Prof. Tr. Kra uSmülkereröffnete die Ser* sammlung mit dem Hinweis, daß alle die sich getauscht haben, die von Wi son die Durchführung eines Rechtsfriedens erwartet hatten.
** Zucker-Aus gäbe. Der bei ben Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für Mai kann von Montag den 12. Mai ab gegen Zuckermarke Nr. 5 in Empfang genommen werden. Es entfallen auf die Zuckermarke 5 (Mai 1919) 750 Gramm Zucker.
** Ausgabe v on Buttermilch. Don Montag bis SamStag gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Buttermilch zur Verteilung. Siehe Bekarrnt- machung. . L .
** Krankenbrot. Ab Montag wird infolge Mangels an Weizenauszugsmehl mn Weißbrot aus reinem Weizenauszugsmehl somern Krankenbrot aus gemischtem Wei'enauszugsmehl uno Weizenbrotmehl hergestellt. Das Pfund Krankenbrot kostet 36 Pf. Das Herstellen und der Verkauf von Weißbrot aus reinem Weizenauszugsmchl, Zwieback und Ei, back ist verboten. ,
** Freibank. Montag den 12. Mai werden von 1—4 Uhr die Nummern 901 bis 1100 beliefert
zugehen.
Bolksunterricht-kurse.
Auf mehrfach geäußerten Wunsch werden die von dem a f al lenen Professor Vogt im Sommer 1908 em gerichteten und durch ben Krieg unterbrochenen Vvlksunterrichlskurse wiedcrl ausgenommen. Lernende und Lehrende wevden sich jener Stunden gern erinnern, in denen sie sich in gemeinsamer (Arbeit gegensei ig förderten. Wie damals uterben zunächst Kurse gehalten in Deutsch, Rechnen. Staatsbürgerkunde. Heimatkunde mit Fülwungen und Liech bildern. Tie Kurse finbett wie früher stets abends von 8—9Vz Uhr in der Universität statt. Für jeden Kurs werden 50 Pf. Einschreibgebühr erhoben. Lelwmitte! stehen zui Verfügung. Am Mittwoch fam 14. Mai, al»ends 8 Uhr.pünktlich findet in der Universität (Erdgeschoß rechts, ^Hörsaal 13) die Vorbesprechung statt, zu der alle Männer und Frauen,, die teil» nehmen wollen, eingeladcn 1 Derben. Diese Einrichtung soll im Winter in die kommende Vo l ks- Hochschule übergehen.
Trichinose.
Nachdem auf die Gefallen des Genusses trichinenhaltigen Scktweinefleisck«s aufme.fkun gemacht wurde, sind von verschiedenen Seiten, besonders and) vom Lande, Anfragen an uns gerichtet worden nach den Krankheitserscheinungen, unter berren die gefürchtete „Trichinose" beginnt und zu vertan fen pflegt, weshalb wir uns an das Kreis gesundlieitsamt mit ter Ditte gewendet halnm. imS kurz bt* wesentlichecken Symptome der Trichnwse mitzuteilen. Ta5 Krei-g sundheitsmnt hat unserer Bi te liebenswürdiserweife entsprockMi und gibt nachstehende Aufklärung:
Alsbald nach dem Genuß von ttichmenfacktigem Fleisch z-eigen sich gewöhnlich dir Erscheinungen eines Magen -und Darmkatarrhs (Uebel- kttt, Erbrechen, Durchfall) mit öolikarttgen Leibschmerzen. Sehr charak erisrisch ist hierbei ein Ge- fuU von großer M u skelmüdig ke i t, etwa tote radi vollbrachter anstrengender körperlickxr Tätig tc-d. Rach einigen D-gen Wnnen sich Sck«vellungen des Gesicht und besonders der Augenlider zeiget. Diese Erscheinungen verlaufen unter allmählich sich steifl-rndem Fieber. Es handelt sich eben nm die Vergisttingserfchnnungen durch die Stvffwechsel- pwbu'fie der im menßckLichen Magien frei gewordenen Trichinen, deren Junten eiwa vom 9. Tag an durch die Blut- und Lymvhbohn in den .Körper g langen und sich in dem Musfelfleisch ansiedeln, was sich in bvettharter SckMxcklung der MuÄeln, bsonders der Arme und Bein«, aber auch der Augenmuskeln und bock«i adigen Schmerzen bei Bewegungsversuchen kundgibt. Im allgemeinen gleicht dieses Stadium der Erkrankung eine in schweren fieberhaften MuskclrheumatismuS, auch mit Typhus tarnt das gnnn Krarckl)eitsbild Aeh'lichkeit haben. Ter Tod erfolgt in cttva 1/3 der Fälle an Enlkläftung oder anderen Folgen der fdjtoercn All- vmeinerkrankung. Tritt Genesung ein, so bleiben in der Reg l noch lange Zeit Sefaväche und Steisig- teit der Glieder sowie Muskelsckimerzen zurück. Heilmittel zur Beseitigung der einmal in fam Körper und die Muskulatur ei ig.Hrung"nen Parasiten gibt es nicht. Man sckmht sich dcsh-ilb am bern vor einer so ernsten Eik«nkung. indem man die mtlangck in diesem Blatt empfohlenen Maßnahmen lAusschmelzen bzw. Auskochendes t.i'vttenö'.r.’ä.btigm (durchwachsenen) .Stecks befolgt und unter fernen Um)<jänbcn Speck in un- gekxlttem Zu''and genießt.
Tie Trichinen befrnben sich nicht tm Sveck selber, sondern in den ihn durckMeheuden Muskel-
eiern müßten.
Vcrkchrsbcschränkung mit dem besetzten Gebiet.
Frankfurt a. M., 9. Mai. (WTB.) Die hiesige Eisenbahnbirektion teilt uns mit: 9iad) neue« ter Anordnung der Entente sind zur Einfuhr in bas besetzte Gebiet ohne besondere Genehmigung von sofort an nur noch folgende Güter zugelassen: Lebens-, Futter- und Düngemittel, Brennstoffe und Erze. Zur Auskunflerteilung werden die Einzelheiten der Anordnung den Handelskammern und ben Güterabfertigungen in ben nächsten Tagen
nehmen wolle. „
** Ter vom Wartburg-VeretN Gießen am Sonntag ben ll.Mai bekanntgcgc-- benc Jugend- und Eltern-Abenb findet nicht tm Gemeindehaus, Kirchstraße 9, sondern tm Konsir- mattbenfaal der Iohanneskirche statt. Näheres rm Inserat dieser Zciluug.
** Lehrkurse für feine Tanten« schneiderei und Zuschrr.idckunst roerfcen in dm irächsten Tagen nt Gießen, Hotel Großl-crzog von Hessen, für Frauen und Töchter, auch ohne Dov- bildu ng, abgehalten. Näheres stehe Anzeigen teil.'
*♦ Grasversteigeruna. Die Stadt Gießen läßt Mittwoch den 14., Donnerstag txn 15., Freitag den 16. und Samstag den 17. Mm Grasnutzungen für das ganze Jahr ösfrittltch metifa bietend versteigern. Näheres siehe Anzetgentcil.
Starkenburg und Rheinhessen.
rin. Darmstadt, 9. Mai. In einer orrt Mittwoch abend in der Turnhalle außerordentlich gut besuchten Versammlung aller Angestetttm itirrben nach eingehenden Vorträgen bte au| btf Gehaltsforderungen von seiden der Arbeitgeber eingereichten Gegenvorschläge einsttrnmig abgelclnu und eine Entschließung angenommen, in toeldxc ben Prinzipalen eine Frist bis Samstag nachmtttag zu anbereu Vorschlägen gestellt rotrb. Im anderst F-allc sollen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln evtl. Arbeitseinstellung die Forderungen ve3 Lohn- Minimums vertreten werten. . ,
rm. Offenbach, 9, Mat Den AnkaiU eines Wohnhauses m Offenbach, Dvetettfa ring 16, zum Preise von Mk. 95 000 beantragt das Ministerium des Innern , bei der Hestttck^i Volkskammer. Die außerordentliche W 0 h n 11 n flj not in Oifenbach, lote die sehr holxm Mretpreli«, und der Umstand, daß dort noch viele Beamte t:\xu Wohnung fanden und getrennt von ihrer FanE leben müssen, veranlaßt die Regierung, im x>ittcrcii< ber Beamten, bas ihr angebotene preiswerte vaus au erwerben; fte erbittet dazu die Genehmigung LN
Gießen. Dem Schlachthofdirektor Dr. med. vet. M 0 d de in Gießen wurde von dem Landesamt für das Bildungswesen ein Lehrauftrag für Fleischbeschaukurse mit Wirkung vom Beginn des Sommersemesters 1919 ab erteilt. — Dr. Phil, et iur. Adolf von Grol- m a n, der sich für das Fach der neueren deutschen Literaturgeschichte an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hielt heute morgen um 10 Uhr seine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Helfer ich Pcher Sturz und seine literarische Charaktcrisierungskuns^
** Anlage ko nzert. De Regimen.s- musik des Hess. Reichswehr-Regts. Nr. 36 konzertiert morgen vormittag von 11—12 Uhr in der Süd-Anlage. (Leitung: Obermusikmeister Löber.) Mujikfolge: 1. Früh iugs-Cr- wachen, Romanze, E. Bach. 2. Tonbilder a. d. Oper „Oberon", C. M. v. Weber. 3. 2 Lieder: a) „Wanderers Nachtlied", H. Levi; b) „Ju Vaters Garten heimlich steht", Joseph Mar^. 4. Themen a. d. Oper „Lohcngrin", R. Wagner. 5. Echo des Bastion, Schottische Caprice, Th. Kling.
♦♦ Tie Frauengruppe der Denffch- nationalen Volkspartei hielt gestern abend eilte öffentliche Frauenversammlung ab. Frau JvZV Kramer begrüßte die Versammlung. Dann t)Mt d e Johan it rsckstvester E is behGisevius einen lehr interefianten Vorttag über „S ie Snttoicf*< lunfl und Ausgestaltung der -schweb ft e r n a r b e i t". Sie sprach zuerst über die geschichtliche Entwicklung der Schvesteimorbeit. _^ie. ersten Anfänge fir.bm wir schon in ber erster» Ebristenbrit, wo sich allerdings die Arbeit mefre auf die Hi ft fai Gottesdienst und in der Gemeinde beschränkte. Einige kalholische Orden bcfdNftigte« sich im Mittelalter mit Krankenpstege. Nach der Reformation ruhte die Arbeit der imibWn i/ia* fonie mit nur wenigen Ausnahmen. Erst Flied- ner belebte wieder Oie Arbeit der Frauen m Kranken- und Armenpflege. Er ist der Begründer ber evang. Diakonissenmistalten, die stch bald m ganj Teuttchland und weit darüber hinaus verbreiteten. Augenblicklich gibt es in Deutschland etwa 70 Tiakonissenanstalkm und 25 000 Xr> simissen. Tie Rednerin besprach dann noch.eimg» Schwesternverbände, die Schwestern Ausbildung und Lebensberuf verschaffen: den Folxmniterov- ben, den evangelischen Tiakonieverein, den Frauen- verein vom roten Kreuz und den $<rbaiti> der Eleonorenschwestern, ferner die Derufsorgmusatrou ber Krankenpflegerinnen. ,Tie SchwefLrn bet* tigen sich nicht nur in Krankenpflege,. sonderst auch in allen Zweigen der sozialen Arbctt. Dem interessanten und geistreichen Vorttag, der enw gehend alle Schwesternfragen und Wünsche behandelte, solgle die Versammlung, die zum grvtzen Teil aus Sch.vcstern bestand, mit regem 3nter* esse und spendete der Rednerin reichen Beifalls
** Der politische Frauenverein» hielt am Mittwoch eine Mitgliederversammlung ab, in der über bie Ausgaben des Vereins ge* itrochen wurde. Im Mittelpunkt des Abends stard ein Vortrag von Frau Marie Kahle über die ftfugabe des Vereins, für das Frauenstimmrecht einzutreten. Sie sprach über die Gründe für und g’gen das Frauen st immrecht und wandte sich bann 'gegen Agitationen, die sich gegen las Frauenstimmrecht sogar jetzt noch wenden und auch hier betrieben werden. Die Rednerin er- flärte, baß bie Frauen aller Parteien für oaS Stimmrecht der F-rau eintreten werden. Tie Vec- sammlung war mit den Aussührungen emver- standen und ivanbte sich in scharfen, Worten gegen eine Agitation, Pie den Frauen dieses Gut wieder.
Hieraus sprach Pfarrer A ß m a n n aus Bromberg, Mitglied der Nationalversammlung, über die deutsche Not, die sich nirgends so drohens zeige wie in den Ostmarken. Für die Millionen,,die fort wohnen, spitzt sich alles auf die Frage jein oder nicht zu sein. Das Polentum hat mit sehr richtigem Instinkt in Frankreich seinen besten Bundesgenossen erkannt und Frankreich wußte, da es Teuttchland nicht besser treffen könne, als durch Unterstützung der Polen. Unerhört ist, was sich seit ben letzlen Tezembertaaen im Osten ziittagr. Tort wird trotz Waffenstillstandes gekämpft auf Leben und Tod. Tie polnische Unbescheidenheit hat ihre Hände ausgestreckt nach Pofen, West- tneufeen, Danzig mit feinem kern hosten Bürgerstnn und Oberschlesien, wohin künstlich tzolnttche Einwanderung geleitet wurde. Das Grmsverden bre Polen war nur möglich als Frucht der deutschen Erziehung, der deutschen Schulen imb deutschen Orommg. In der Ostmark war der Deutsche allzu gereckü. Ter sogenannte deut,che Druck Ivar nur Nottvchr gegen die polnische Wühlarbeit. Ohne ihn wäre das Deutschuin in den Ostmarken schon längst schwerer .Krisis entgegengegangen, -ter Krieg riß bie Gegensätze noch mehr auf. In diese Zustchrde hinein fiel das Verbrechen an der deutschen Ostmark, die Proklamierung des neuen polnischen Reiches. Weltiremhe Theorien hofften auf hunderltaufende polnischer Truppen Ganze 2000 Mann kamen zusammen, um derentwillen man die Ostmark verriet und den Zwist mit Rußland unüberbrückbar machte. Ter 9 November 1918 ist der schwärzeste Tag für die Gesuchte der Ostmartt. Tie Revolutwn »erbrach unftr Heer. Eine Division ber alten Art hätte die Polen im Zaume gehalten. Der Grenzschutz von h ute ist eine Kerntruppe vor ber man alle Achtung haben muß. Der letzte kommandierende General in Posen und ber Oberprasident aber haben das Deutschtum mit verraten. ä,q& ein Teil Posens bis heute gehalten wurde, ist Verdienst ber Arbeiter, Bauern und Burger Pofens, die im Dezember zu den Waffen griffen, fas der Ostfchutz eintras. Verderblich waren die von Erzberger bewilligten Temarkationslriiien. Als der unselige Prin^ Max in den unglüAichen Ok- tobertagen ben Fneden anfa>t, wurden bw Wrlsim-
Wie wir hören, haben die Arbeiter in den staatlickren Braunkohlengruben und der Krastzentrale Wölfersheim erneut Fordern ngen erhoben, darunter sehr beträcht- lid)c Lohnerhöhungen, die, wenn sie angenommen würben, den Staat mit jährlich über 209 000 Mk. bclaüen toürDcn. Zur Zeit linden noch Verhandlungen mit Den Arbeitern statt. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Arbeiter, ___________ „... ____,, .
wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, bie unb bie Teutsckic dcmokr. Partei am gleichen Tage, Tie Folge davon >väre,' abends 8 Uhr, im Postkeller eine Mitgliederver-
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