| Dussük* unb btt Arbeit de» 5txmgrftT<6en Btrnbe». I Zur Verschönerung des A^e ita trugen beionber»
bi« Chöre L<6 t^fujcn fiitdjcn e a .^Kneind iflitur
motbcn Wahlen fei
bis dahin er folgt sei.
it der
bcflftnben a
10. bis 8.1.-13. 15
März
März
Zan.
vez
Einzahlung
AnrhSnbignng öcr Stücke an den Zeichner
brotmark n einer Siro
3eihnung;schluh der Spar- prSmlenanleihe
Erste Sewi-nzithung !37Q4r
KricgSgefangenen-Heimkchr.
O Ober-Eschbach, 8. De» Unser Dorf ist txm den gräfr-tcn Ortti» der We troan wohl der einzige, der iich in der glücklichen Laie bei in bet, seine sämtlichen in Qkiangenidxi t geiueiaien Ae- meinbcmitglttber — v an der Zahl — durch rind große Begrüßungsfeier auf bnmaUubrm Boden willkommen »u briuen. Sonntag oormiu taj» war Äirdjjang sämtlicher Vereine Die Krsb- rede bttlt Plärrer Glück, die beiden Gesangvereine verschönten durch Chore den 3viiootu*dicnii. Mit- la.rS und abends sanden grobe Feslkommerse im Gail bau» zur „Stadt tfricbbctg" itett Lehrer Lengfelder hielt die Begrüßungsansprache. Der Jrsbausictzuß lieb Kbem der oeunkchocr ein fizia mit LO Zigarren überreichen.
Aus Stadt und Land.
(Sieben, den 9. Dez. 1919.
Eisenbahnverkehr.
Die Tisenbahndirektion Frankfurt a. M. teilt mit: Unter den heutigen Verhältnissen ist eS bei dem Mangel an brauchbaren L komvtiven und der Unmöglichkeit der rechtzeitigen Ausführung von Reparaturen wegen Knappheit der dazu nötigen Rollmaterialien, verzögerter Anlieferung der in Auftrag gegebenen neuen Lokomotiven durch die Fabriken, ferner bei den geringen Stöhlen»
Landkreis Gießen.
Vraunkthsenbctzrungen.
— L i ch, 8 Tez. Zn ter Gemarkung Birk- l a r. in der Nähe der nach hier süh.mden Strohe, haben zw.i F.rmen mit Bohrungen nach Braunkohlen begonnen. Hoifenlich führen de Bobcungen zu abbaufäliigen Flözen. Bi kann l ich wurden vor mehreren Jahrzehnten schon BmuilL.'hlcn in der Buklarer Gemarkung gewonnen. Tie Betriebe wurden aber wieder eingesbcllt.
Leitung deS Lehrers Walter bet
Kreis Leurerbach.
— Nieder-Mvo», 8. Tez Unsere Gv- meinde lieferte 1916 von ihren drei Glocken iHM für Heeres zwecke ab. die dri:te ist nun vor einiger Zett beim Läuten berabgestürv und entzwei g gangen. In weiten Stufen besteht nun der Bunid), zu ßin-cn der Gefallenen eine GedächmiS- flocke anzuschaffen und die Mittel durch eine Haus- jaüimlung auszubringen.
rr. Schlitz, 8. De». Die ZaA der Che- chliebungen bat hier einen solchen Umfang erreicht, wie noch nie zuvor. So wurde am Samstag betritt die 50. Zivilrvauung aus dem hiesigen S^rndeSamt vcllzogcn. '
Q Schliß, 8. Dez. Durch die Bemühungen der in der StnegSgerangcneniüriorge sehr tätigen Gräfin Elisabeth von Goertz konnten die etwa 20 noch in Gr angenschaft weilenden Schliher mit Welhnachtspakclen bedacht werden.
rr. Schlitz. 8 De» Gestern sand im Gun- trumschen Saalbau eine gut de uch e B riammlung des Hessischen Bauernbundes für das Zchlitzerland statt, in der Geschäftsführer Lenz aus jiicvberg über die Farderungni und die bis dahin geleistete Arbeit des Bundes sprach. Scharf nxntbte sich der Redner unter Benutzung von Anschnitten demokratischer und sozialdemokratischer Zeitungen gegen jene Parteien, dir er al- Vertreter bei Dauernstan es für nicht greiwt anfi (H Tie Ausführungen des Redner» fanben den Difall der Versammlung. In der Diskus ion sp.achen sich Anhänger der Deutschen Volk Partei, die im Schlitzet land stark vertreten und gut organi iert ist, dagegen auS, daß der Bauernbund sich scheinl'ar nur auf die Deu'schnationale Partei fcftl gen wolle; die landnnrtschaftlichen In eres en würden aber auch genau so gut durch die Deutsche Bolkspartri vertreten. Auch diese Darlegung.m fansen Zustimnnrng und Beifall. In der G.nnderung betonte G schäftS- führer Lenz, daß für die Mitglieder deS Bauernbundes grundsätzlich nur die bei.''en recht.'stielenden Parteien in Frage kämen und daß eine Festlegung des Bundes auf eine bestimmte Parte, bet den kom-
Stenographie.
Gießen. 8 De» Beim JahreSwettschrnbeu bei SDriitd.ieftbeutid.en St<iu>iraphe-ibnnbei Stolze-Schrey, Frankfurt a. M, erhi.lien dir Vereine GießtM und Lollar nachstehende 2üiiirtd>* nungen: Abteilung 80 Silben: Frrrdr. iWrutb, Gietz^-n. 1. Preis, Ernst SfmL L Lollar 2 Preis: 100 S.lben: Lndw Almf L Lollar .'larl Hölzer, Gießen, Karl Schwarz. Gießen. Gustav Tauber, Lollar. Luise Dllmann. Gietzen. 1. ‘üreife, Adolf
Kohlen, trotz aler Anstrenaungen unmöglich, den Eisenbahnbetrieb und -verkehr planmäßig dnrch- «uiübren Die Eisenbahnbedlensteten verrichten ihren Dienst mit a'.leu ihnen zu Gebote stehenden Kräften. Deshalb ist e4 das grüßte Unrecht, sie. wie ei leider häufiq geschehen ist, zu bedrohen ober gar tätlich anzugreisen und zu bienfhvibrigen Handlungen zu zwingen Von der Einsicht des reifenben Publikum», insbesondere der täglich auf die Eisenbahnfahrt angewiesenen Arbeiter muß enoartet werden^ daß sie den tatsächlichen sttnvierigen Verbältniisen Rechnung tro- aen und nicht bie Eiienbalmbediensteten für Mißstände verantwortlich machen, an denen sie keine Schuld trajen. Eingriffe in den Eisenbalmbetrieb sind geeignet, bie an sich schon großen Schwierigkeiten des Äsenbahndieustes noch zu verschärfen, und fallen damit auf die Täter zurück. Die Eifen- bahnverwaltunq ist verpflichttt, bie Durchführung de» Cisenbahueiriebeo und ihr Personal mit allen Mitteln zu schützen, auch wenn diese für da- reisend« Publikum zu gärten fflirren müßten Sie holst deshalb, daß e» nur diee» Hinweise» bOarf, nm Ord'mng und Ytuhe bei dem leitenden Publikum aufrechtzuerholten.
Lebensmittel.
**Rüböl-Au»gabe Don Mi'twoch den 10. liiS dusch'. Dien- a, de.» 16 D zember gelangt grg n Abgabe te» B^'u-Sabsch iLeS 10 ter LelenSmi.tel orte Vi Liter Rü.öl zum Preise von 6,60 Mk zur AuS^rle.
** Der Verkauf von Sptrttus ge^en Abgabe von Merken wur e für bei» Dtonat D- tem «r 19 9 rershrie en Y'e cha len (L< toagm, btt im Anzeigenteil tu errie i find
•• B e l der städt Obst - undSemüse- 9 eile sind hneber Weißkraut, Rotkraut. Qklbe- rüden und Kvhlcaben e.nge voVen, die p n id- enh Enerwrife abgej-ben »verden. Auch TasrlärX noch vorhanden und luccbcn in jdxm verkauft
OSchlltz, 5. Dez. Im gestriaen 8. Volks- hochschulabend de» VolksbildungSverrinF rührte Obervfarrer Knodt seine Vorlesung über ..Bilder auS der Drimatgefchichte" weiter und zeigte in interessanten Ausführungen „bie Tätigkeit deS BonifaziuS und leine» Schülers Sturmius im Buchcnlande sowie ihre Bedeutung für Religion und jkulturgeschichte", tadei rvcrtbolU? Mitteilungen über untere Stadtkirche b etenb, deren Geschichte bi» auf» Jahr 812 zurflckgeht — Zur Pflege deutschen Geiste»- und GemütSlcben» sind vom Dolksbildunasverein nun noch deutsche Abende ein geführt worden, deren erster dem deutschen Volkslied geweiht war. Ein Vortrag deS Tierärzte» Schneider über „Baterlandsglaube" war von Perlen au» dem reichen Schatze des deutschen Volksliedes und der deutschen Volksmusik umrahmt.
ftrtU fcritbbertL
— Vad-Rauheim, 7. Dez. Unser Shir- Ubeater «Siebener Stadtth.ater) gab mit gutem Erfolg Ibsen» „Wildente"
= 3)/ fl n i e n be r g, 8. Tez. Erne Ortsgruppe de» „EinhrilSverbandeS der ShtegSbefifrlbigtcn Deutschland»" wurde nach einem Vortrag des jkreisvertreter» hier gegründet. Sämtliche biefui gen ftrirgbbefdjftbdgten imb ÄtiegSUinlcrblijebentn traten der Ortsgruppe bet
Starkenburg und Rheinhessen.
X Slein-Steinbeim liessen), 7. De» In der verflossenen Nacht wurde in der Tabak- mtb Zigorrenfabrik P G S>offe W o ein Einbruch verübt Die beiden Eiubieck^r wurden von den die Nachtwache ausübttr'en Söhnen des Werk- m isterS gestellt. Sie setzten ,id) nrr Wettr, nxitauf die Wächter von ihrer Schußwaffe Gebrauch mack>- tcn. Der eine der Einbrecher erlxrli einen Schub in die Brust und konnte sich noch in ein Nachbar- Hau» schleppen, wo et verschied. Der andere Einbrecher scheint entkommen zu fern.
Hessen-Nassau.
Ein Brotkarrenskardal.
Sronpritrzenstraße, bie zu diesem Zwetke döA dec Reichswehr völlig für den Verkehr abgd- sperrt war. Es wurden löO S<6iebe c unb 24Schieberinnen sistiert. Da» ausgesun- bene Schiebergut, darunter zahlreiche Listen mit Eiern, verfiel restlos bet Beschlagmchmr. Von den sistierten ©diicbern würben 24 v.v- hastet Rach Feststellungen ber Polizei haben zahlreiche notorische Schieber bereits endgül- tia ben ungastlichen Boben Frankfurts dee- lassen.
Wegfall der Fahrpost Roohrtm—Frankendach.
ft. Frankenbach. 8 Tez. Au» Svariam- keltsrücksichten du die Poschehörde bie Fahri»st Rvdl^im—ßx-fi ü» gebaut nw-U ru n» bad) — Frankens bad), die auch ber 'Benonrnbeförberuna diente, eingestellt und läßt die Onjchaften durch »roei Land- briritt^ger bestellm. Für diese der Bahn entlegenen Ortschaften bebeuret der Weg soll der Fad> post eine Erschwerung des Paket- und Perfoum». verkehr-.
— Frankfurt a. vk., 8 Dez. Die mmalpolizei hob in einer Wirtschaft der Fron hofft raße eine 30—40 Personen umfasende Spie« lergesellschaft au» Do de Geldbeträge verfielen ber Beschlagnahme. Die Glück»spteter setzten sich au» arbrit»U)|en und arbettditboKU Elementes zusammen.
— Frankfurt a. M.. 8 Tn- Einbrecher statteten heute nacht der Wohnung de» Bürgermeister» Dr Luppe einen ibeiud) ab, wobei ihnen bie Südenachcn in die tzaude fides.
— Frankfurt aM, 8 Dez DaS Geheim- m», bad monatelang ül<r ber $) rtunft ter aus dem Börneplatz und anderen verkehrsreichen Plätzen käuflichen Brotkarten schwebte, ist jetzt von bet Kriminalpolizei gelüftet worden Ter Kontrolleur Geoiy Buich der Abteilung Wirt Versorgung im Led^mSmittclamt hat die von den F anffurter Wirten zur Ablieferung bomm.mden Brot und R iie- ößttmte lS nicht abge ief rt, sonde n thänkt-rin für den Schlrichlxnitel
*• Die Hundesteuer. Wer im Laufe diese» Jahre» dium Hund a'?gefd)afft, aber stoch nicht abgemeldet hat, mich tsteS spätestens biS zum 31. Dez. auf dem ©tabtl.ttufe (Zimmer Nr 8) 'tn- aeigen. Die Verbindlichkeit jur Entrichtung der Hundeadgabe t<n;ert bet Nichtabmeldung ^wir so- onge fort, als bie entsprechende Anzeige »a> äumt iit.
** Der „Nationale Studenten bund^' an unserer Universität veranstaltet Donnerstag den 11. Dezember, abend» 8 Uhr, in der neuen Aula eine große Kundgebuna. zu ber Abg Rechtsanwalt Dinaeldey (Darmstadt) das Referat übemom- hien hat. Wegen Raummangels und materieller Schwierigkriten kann die Kundgebung nicht in breitester £Mfent!irf)frit stattfindeu. Um ebvr doch Gesinnungsfreunden m der Bür, erschast außer bin bereits geladenen Gäst.m in gewissen Grenzen die Teil'ahme zu ermügticchnl, hat sich der Bund entschlossen, eine geringe Zahl Einlaßkarten aus- zugeben. (Siele Änz<i e.)
*♦ Marchen-Abend. Auf den morgen Mittwoch, abends 5 hUr, im Hotel Einhorn statt- findenden Märchenabend für grohe und für kleine Kinder sei hiermit nochmal» btngewiefen. (S. Anzeige.)
* Poltttk und Moral. Ueber di se» Thema sprach geifern abend für den sozial- demokrattschen Wahlverein Güßen im Hotel Einhorn Pros Dr. Kinkel vor einer wenig zahlreichen Zuhörerschaft. Da die in dem Thema enthaltene Frag« letzten Ende» ein- We t- anschauungSwa ie ist, wie schon Pros. Dr. Weißgerber In seinen einleitenden Worten btrnerfte, betrachtete auch Prof. St iliel da» V rl.ältnis zwischen Politik und Mo-al von ieinem S a 'dpunkl al» überzeugter Sozialist. Die Anschauung, ditz ,m Leben der Völker einzig der gesunde EgotSmu» richtunggebend fein dürfte, daß — um mitTreitschü' zu sprechen — zu scheiden sei zwilclxm einer privaten und öffentlichen Moral, nnir e vor.« Redner mit fchor en Worten verwor.en. Für t V- Bolk>er, die ja weiter nickst» kin al» eine ©vllyil von Elnzelmenschen, müssten dieselben sittlichen und moralisck)en Ge.etze Geltung t«C’, tte tom Ein- zelmensclren schon längst a» gültig anerkannt seren. Diese Geletze fänden i'-we.i höchsten und schönste:' Ausdruck in der Hingabe de» (5J jelnen an ti* Gemeinschaft. So sei nach des RoVnerS An icht die Uztenvintnmg de» ttticnc» und bie ©cfmiinmg ber Kultur einzig von der Durch ei.igung deS Volks- ganzen, der Völker, mit tiefem Gemeinschatts- ge'öbl, dem Gei.te bc» SozialiSm u» zu rr» narten. — Zur Aussprache erg.ift nicmanb dis Wort.
•* Reiskirchen, 8 Dez Am vergangenm Sonntag fand hier eine Deihnochibfei r statt oahinlen mit Be cherung der firt g» i cterblie- kirn Kinder durch den Hess. Landesverband brr Äik flibeidZ -ig en u»ch Linterb!Ebenen der Ons- gruöiK RriSkirctzen. Pfarrer Q)u m bei hielt eine ichöne Aniprnche. _Tann folg en Kvn-ert und Sie- benrortoxi:. Am Schl iss« sprach noch Ludw.g En - derS flter den Ztveck ber Drt^aruppi
tt. Tret» a. b L., 8. T)ez. Der husi'V Zweigrerein des Evanxtti.hen Bundes ! i lt g.» Htm «.»end in BeimcrS Saal ri.rn gut besuchen Familie na lend ab. bei dem auch vt-Lr Gä ie -in* mefmb naien Pfarrer Jäger-Alle der a d Lda btrlt einen fein a.trrgrn" en Borna i (L\r । Luthers Auftreten bei ber Disvulatton zu Leipzig 11619, Pfarrer Bö chuer hrer sprach ü-<r bic
bürg sind sie schon in großer Meh^rit. Denn wir erreicht haben, daß überall die Arbeiter diesem Beispiel Folgen, wird es ben Spartakisten unmöglich sein, zu behaupten, baß eS uns an Waffen sehU, um Li? Rsaknon zu bctämixien. Aber ber beste mro fiärf .e Wall gegen ot.‘ Wieders, hr der Monarchie ist doch baS deutsche Volk selber. Es hat nichc vergessen, was es gelitten hat und wer die Ursache dieser Leiden geve.cn ist. Die Gefahr liegt anderSwo g auben Sie mir. Sie liegt in dem Mangel an R o h st o 11 e n in den gewerblichen Äriien, die barcuis hemor- gehen können, in dem Stilliegen, tm ölenb xun geiagt: Ich habe Vertrauen in bie Zukunit, ich glaube an die Befferung der M-ziehungen zwilchen Frankreich und Deut chlanb. Ich bin entschloi en, mich für oie aufrichcige Durch,ührung des Vertrags einzuscyen, uno ick betrachte bie Rückkehr der Monarchie nicht al» eine zrniMte Bedrohung dieser Zukunft des FriebcnS imß der gemeinsamen Arbeit. , , „ .
Der Berichterstatter fügt dem hinzu, daß ohne sein SBiifen Scl-cibemann btese Acuhe- rungen dem ReichsmiHistelium des Auswar- vorgelegt, und baß biefes dem Ftanzo.en aus freien Stücken mitgetcilt hak, daß es mit thnrn einverstanden sei.
Stück für Äück um 50 Pf. weilerveräußert, täglich bi» tu 500 Stück Der A.Igerneinoersorgung sind durch diese gruijfmü) en Betrüier i n die bis Mim Avril 1919 nachweisbar sind, Iiunberttauienbe shlo Brot bzw Mehl entzogen tvortxm In bie Skandalafsäre sind den Geständnissen Busch'» zufolge noch zahlreiche Angeste'.lte dieser Abteilung de» LebenSmittelamte» venvickelt. Zwei 1>.t belasteten Beamtinnen find bereit» in das deetzte Gebiet, nach Wiesbaden, geflohen Den Erlös au» diesen Rresenle rivK-reien hat Busch mit f i ien Helfershelfern ollak-nblid) in Wrinkn.ipen und Bar» vertrunken.
Neue Schirberfagv.
-= Frankfurt a. M., 8. Dez. Die dritteSchieberjagd innerhalb fünf Tagen galt heute mittag den Schteberlokalen der
AuS dem AmtöverkündigiingS-latt.
Höchstpreise für VerbrauchSzuckeL. Der Höchstpreis beim Verkauf an die Verheaucher für den Monat Dezember beträgt für Kandiszucker: KandiS. hellfarbig biS braun, das Pfund 1,25 Ml., weiß und schwarz, das Pfund 1L0 Mk,
Warnung vor Schwindlern. Nach Mitteilung dc» KreiSledenümiltelamtts Friedberg sollen sich im Kreise Friedbery Schwindler berum* treiben, die von Bürgermeistereien, G em ein do- kaffen ufw. Gelder für AuölandSwaren au» einer angeblichen deutsch-amerikanischen Stiftung rohe ben wollen. TaS KreiSamt warnt vor diesen Personen, empfiehlt, sie kimebmcn zu lassen nnb dem Drc»Sleben»mitteIamt Friedberg (Telephoa- wimmer 96. Frtedbera) Mitteilung zu geben.
Dien st nachrichtende» SreiSamteS. Friedrich Strinmüller von Heuchellnim wurde als Gemcindercchner für diese Gemeinde ernannt icib eidlich verpflichtet.
Die Ausstellung von Wander« gewerbefcheinen. Alle her twbnbiftei Personen, welche den Gewerbebetrieb im llinliet* ziehen im Jahve 1920 fortietzen oder beginnen wollen, werden aufgeforbert, ihre Anträge auf Erteilung eine» Wandcrgewerbesdtz.'ines für 1920 alsbald beim Polizeiamt Gießen, Zimmer Rr.5, zu stellen.
Gefunben und verloren. In berflat vom 15 bis 30. Nov wurden in Gießen gefunden: 1 Sagentiifai, 1 Geldmidst mit Inhalt, 1 Müpe, 1 einzelner Glarshandichuhi 2 VorttmonnaieS mit Inhalt, eine Geldkassettt. 1 einzelner schwarte Handschuh, 2 einzelne Lederhandlchuhe, 1 Rinber* pdidru 1 Gürtel. 4 Stangen Flacheisen. 1 Paar Handschuhe. 1 ßcbevmäppdm mit Papier gelb, verloren: 1 Zvlinderhut. 1 golbner Rinz 1 braun» vailvlasche Mit Armband, Ring unb RrilriMÜ
Der prozeh Marloh.
Berlin, 8. Dez. (Wolff.) Im Marloh- Prozeß beantragte der Anklagevertreter KriegSgerichlsrat Dr. Meyer gegen ben Jngc- klagten Oberleutnant Marloh wegen Totschlags, üuerlaubter Entfernung unb UrkunbenfäNchung eine Gesamtstrafe von 3 Jahren und zwei Mo- raten Gefängnis, von benen zwa Monate burch bie erlittene Untersuchungshaft al» verbüßt angesehen werden sollen. . .__.
Ter anflag.-Vertreter führte au»: ES bedurfte erst des zermürbenden Einflusses de-S schrecklichen Krieges, um solche Vvraänge überhaupt möglich gu machen. Ich bin zu der Ueberzcugung geL>m- men, ine Erschießung war ungesetzlich'. In einem Falle liegt Verdacht vor daß der Er- schoff.-nc rin Plünderer war und auch Unterichla- ffungm von Küssengeldrrn verübt Die rne-ftai waren ehrliche und ansi^ndige Menschen. An der tDanrigm Entwicklung der Tinge und dem trau* rigen Erfolg ^t daS unheilvolle Nebeneinander- arbeiten der Behörden mit Schuld. Der damalige Apparat pafagtv valldommen und litt Schnfbruch. Möchte tat deutsche Bokk cruS diesem Pvozeß lernen. Zch stelle hier fest, daß die Leute, die erMpifen wurbai, unschuldig erschossen mürben. Biele Angehörige ber Erschossenen sind mit ber Bitte an mich berangetreten, sie zu entschädigen. DaS scheint mir die moralische Pflicht deS Staates. Nun zu der Frage: Wer ist der Schuldige? Mar- loh selbst bestreitet, beious;t rechtswidrig achandelt zu haben. Er beruft sich auf Befehle ober vielmehr Weisungen der Zeugen Schröter und Wehmeyer. Em Befehl ist flberl-aupt nicht ergangen, sondern ve.c Verhaltungsmaßregeln für Mar loh. Ich neige zu der Ansicht, daß Oberleutnant Krsiel nur den Befehl überbringen (aifen wollte, energisch ohne Schlavvhrit und ÜBcidibetiiflfeü vorzu- Srben! Oberst Reinhard hat sich in keiner Weise rasbar gemacht: er hat nur scharfe Verhaltungsmaßregeln gegeben. Der Vertreter der Anklage legte weiter eingehend dar, daß dem Angeklagten Marloh offenbar die Ueberleyung, nicht ober da» Bewußtfem der Rechtswidrigkeit gefehlt haben unb daß dem Beklagten mildernde Umstünde pigebilligt werden müßten.
Da» Urtel wird am DtenStag mittag verkündet Hauptmann von Kessel ist, wie verlautet, auf fernen Wunsch vorläufig vom Dienst entbunden worden und bat die Einleitung eines verfahrens gegen sich vor einem Zioilgericht be- ^^Äe'rlin, 9. Dez. (WTB.) Wie dem „Ber- Ihrer Tageblatt" gemeldet wird, hat geitern nach Schluß der Verhaudlungen im Marlol^-Prozeß Hauptmann von Kessel durch die Leutnants Bekkurv und SlenneS dem Zeugen Pfarrer D. Rump ein Pistolenduell unter ben schärf- ften Bcdingmigen Überbringen lassen.
markschein, 1 silberne Herreniaichenuhr mit aold- nem Weinzipfel, 1 Portcmoiinaie mit 6—10 tot, Wafsen- und Jagdschi'm Inhalt. 90 Mk Papiergeld, l brauner Glacehandschuh, 1 Regenschirm, l silberne Tameiwhr mit Goldrand, l golbnr Dameimhr, aez L. M., 1 versilberte Herrenarmbanduhr, l schwarzer Spazierstvck mit Silber griff l Tam<mregenid)irm, l golbncs sdiworze» Email- Medaillon, 1 blaue» Kinderzipfelmützchen. rin brauner Muff, l Domenportemonnaie mit 21 Mk. Inhalt, 1 schwarzer Bemel mit Schlüsil, Porto- monnaie und Brotmarken Inhalt unb 1 Port», monnoie mit etwa 120 Mk. unb einem ftaifen» schlüssel Inhalt.
Veranstaltungen.
TienStog: Hotel Schütz, 8 Uhr, Deutsche Lvttsrartii, Lichtbil^oortrag des Hauptmann» Ruckreschell. — Aguarium, 8 Uhr, Mitglieo^'r- ab nh der Temrkraiiichen Partri, — Lichrfoi-l- txm», „Tie lebent* Totri". — Lichtspiele rxlters- weg, „Aus lOxX) SRearr Höhe" unD aöe auf freier» iü[cn".
*♦ Militärdienstnachrichten. Major a. D. Mo r ne weg, der vor Jahren auch in Gießen diente und zuletzt BezickSoifizier beim Landwehr bezirk Erbach war, hat mit Wirkung vom 1. November 1918 ben Charakter al» Oberstleutnant erhalten.
** Einschränkungen im Paketver- kehr. Für bie Zeit vorn 13. bi» einschließlich 2 6. Dezember treten im Paket- verfelx notwendige Beschräirkungen ein: Zur ve- örde rung unter Wertangabe (bi» 100 Mark unb Über 100 Mark' werden von Privatpersonen nur solche Pakete angenommen, die — abgesehen von den den Inhalt betreffenden Mitteilungen — ausschließlich bares Gelo oder Wertpapiere, Urtunben, Gold, Silber, (Fo Iftrine oder daraus gefertigte GegeniuLnde ent- hil:en. Pakete mir anderem Inhalt lind während
der angegebenen Z?it von ber Verf-endung unter Wertangabe ausgeschlvsfen. Das Verlangen der Eilbestellung ist für die bezeichneten Tage bei gewöhnlichen Paketen, die vv n Privatpersonen terrubren, nicht zugelassen. Tringcnie und Ein schreib pa kett weroen todbetnb der angegebenen Zeit von Privatpersonen nicht an» genommen.
** Ten Empfängern von LiebeS- tabenpaketen auS dem Ausland wird es lieb ein, zu wissen, daß nunmehr LieixSgabeniakrde tm Gewicht bis zu 5 Kilogramm zol frei sind. Dabri ist es einerlei, welchen Jnha't die Pob-te führen. Rauchwaren sind bis zu 2 SMogvamm Zollfrei. Die Zollbehörde kann den Nachweis fordern, daß es ich bei den Eingängen um liiebcdgabenfenbimgcrt tjanbeü. Durch Vorlage eineS Schri.diückes, in cvm die Sendung angerünbtgt ist, kann dieser Forderung leidet entsprochen werden.
** Au» dem Stadttheater. Dir drei Schwestern Wiesenthal, die am 12. ds Mt». hier am Theater ei i<n ei rralij.en (Safifpidalieib haben, erzielen auf ihrer diesjährigen Tounuc überall außerordent.iche Erfolge, wie au» uns vorliegenden P estt>spvechmigen herrorg<ht. Der Nome xt Schwestern ©iejcntbal tebeuiet ja ein Pi>o- lvarnm an und für sich und alle Kunstfreunde wil- en, welch anmutige und entzückende Darbietungen i:,rtr am Freitag warten.
*♦ Oberhessis cher Kun stverein. Die zum Teil erneute Ausstellung ist morgen Mittwoch von 11—1 und am Nachmittag von 3—5 Uhr geöffnet. Donnerstag und Freitag» von 11—1 Uhr.


