ücrfdizOflitF
biete be-' Weizen- und flhrtoffdfant ;uteö. Auch
Länder Land
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Der er fte Redner
längeren Rede die
mit einem Grgebni6 von 10—11 Millionen? Da febril «nbece Staaten ifeif tiger mnviKtffm. so Württemberg und Baden, die inöbeionberr nufa die LermSgenSfteuer ergreifen. Vrentzens Bor' läge ist auch iv.it kif tiger, berücksicknigt dxnfdlö die VermürenSste'ier und gebt in seinen Zuschlägen bi» beinahe 15 Prozent. i __________________________
Es wird an) wovl eine organis che A en -1 LeiftungSprüfungen bei int: entführen ftett ber derungderSteuergefetz gebu ngin Aus^' ftuherigen ovempnihmg. Wir tgunirn einen Teil
Futtermitteln. Zmveinmg größerer Rationen^ und Be T fang brr ‘äi(miiiei:(?r vnger tvr. U err Land wirtschaft mut> lei)atng*ähuier gemocht werden. Der Redner empfiehlt den Anbau von Sthrrrttrr- lingsblütlem wegen der ftirfftoifbeltigen Hülfen- mlcfate, und auch al» Bobendung. und bespricht
bkicksich.H Bedarfes grbetTt und zwar teilweise erst in noch recht entlegner Ferne.
Tie »Vermietung entfeint damit ge» retf’tfcrtr*: Wir halten aber dafür, daß a«ck dainu noch nicht Genüge yfdtebni ist und daß d«e Stadt sül> auch fernerhin nach Möglichkeiten urntthen inub, der WohmngSnot yt steuern.
Lebensmittel.
** Ausgabe von D ückingen Ab Donnerstag den 10. April bis einschl. Samstag den 12. Avril b. I. erhalten die Kunden verschiedener Geschäfte auf je eine in dem Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte '/« Pfund Sprotten oder Sprottbücklnge .»um Preise von 8.5 Pfennig für das ' « Pfund
Saatkartoffeln. Wer Soat'ortoffeln beziehen nhll, muß beim Stab riefen Lebensmittel- an.'. Zimmer Nr 12, eine Bescheinigung einholen und angeben, welche Flächen er mit Kartoffel» bestellen will Tie vom Lebensmittelamt au»»1 stellte Beichemigung ist bei den Vereinigten Getreide bändle rn. Friedrichstraße 8. abzugeben, bir nach Eintreffen von Sattkartoffeln nach Anwei- ung des Lebensmittelamve» die Berteilung vvr- ichmen.
m-s Gießen sprachen, beleuchtete in ferner Demokratisierung der
und wies darauf bin, daß kein eine eigentlich richtige demokratische
taffung habe, wie sie bir deutsche SoMiribrnwfoetie wünsche unb tote fr nach seiner Ansicht sein müsse. Ter äveile Redner mahnte zum Zusanunenschkust und kräftigen Mitwirken jedes Einzelnen, damit die Früchte der Revolution nicht Duocb eigenes Berschutden der Arbeiterschaft verloren gingen Beide Redner ernteten lebhaften Beifall. Hrwd der Versammlung war die Gründung einer Ortsgruppe Hungen, welcher eine größere Anzahl der Erschienenen bett rat. (ä
** Lrch, 8 April. Samstag den 5 b». Mts. wurde auf Bahnhof Lich ein Eisenba hnwa- gen mit Hafer erbrochen und Hafer bar» au» gestohlen. Am 6. April wurde rin Sack mit Hafer im Stellwerk, welche» von dem Bediensteten verschlossen war, wiedergefunden.
KrriS Friedberg
1l Rodhei m v. b H, 8. April. In ben lewen T<wrn wurden hier eine gtur Reihe von Einbrüchen verübt und Lebensmittel, Geld, Brh unb brr», gestohlen. Einem Arbeiter wurde
in der Viehzucht muß Sriihnupiudjt die Losung fein. Man mub nicht au5läoitni(tr Zucht iere ein- führen, sondern eine einheimische Ra ie züchten. Wir müssen die in Skcmbrnarien schon eingenldrten
dann die ÖTfptgr deutscher Zückst, r aus dem
nehme gebracht — gegen 1907 nicht einmal eine so hohe wie gegen 1906 —, allein es ist doch be» Tonnt, daß da» Jahr 1906 ein solches des allgemeinen wirtschaftlichen Niedergangs gewesen ist, wie sich dir) auch in anderen Ern- nahmeergebnissen von 1908/9 in Steuern und Holzgeloern gezeigt hat. Tas Jahr 1914 kann aber als Kriegsjahr gar nicht -um Vergleich herangezoqrn rocroen. Wer die Ergebnisse der Eifenbahngemrinfchaft unbefangen betrachtet, muß zu dem Urteil einer glänzenden finanziellen Ent' Wicklung kommen, bu- fast durchweg eine ansteigende gewesen ist. Dal uns doch dieser „nicht günstige" Verttag ermöglicht, jährlich die Bi ufert zu ><tt len, eine Tagung auch anderer als berEtsen-- bahnschulden vorzunehmen, dann aber jährlich der aHg«*nmn<m Staatsverwaltung zwei Millionen zu- zufnhren und noch eine Sparkasse mit einem Bestand von 8,6 Millionen vor dem Kruge (Stand Ende 1913) zu bilden
Aber auch der günstigste Vertrag hätte den Stürmen des Krieges, insbesondere aber der Re- volutivn. nicht standgehalten; davon zeugt die Entwicklung der vreuni ck>-n Eisenbahnverbalkntne. Diese haben — auch für uns — zu einem rapiden Niedcrsturz geführt. Für Preußen weist das Jahr 1918 rin Defizit von 1590 Millionen auf yegen einen veranschlagten Ueberschuß von 276 Millionen -nach Abzug der Zinsen und Tilgungsbc tröge). Lrod der am 1 April 1919 ringefülirten Tarif- Erhöhung, die 1436 Millionen bringen soll, wird in Preußen ein Fehlbetrag für 1919 vor- Offenen van 1590 Millionen oder gar jetzt nach ben Angaben des preus-,ischen Fi'anzministers Sü- dekum von 1776 Millionen. Diesem äußerst be- erüblichn, Bi'de müssen auch die hrisi'chen Eifen- balmeraebnisse folgen: für 1 9 1 8 haben wir aus den (5tfenbahnen keine Einnahme zu erwirken, müssen die Zinsen bestreiten, die Tilgung fällt ja aus und haben aus anderen Einnahmen den Betrag von 2 Millionen Mark, der sonst aus Eifen- bolm der allgemeinen Staatsverwaltung zugeflossen tväre, zu ersetzen. Für 1919 sind bie Folgen aus dieser Sachlage bereits im Hauptvoransckiag gezogen: der imrsprünglich mit 14,3 Millionen tu den Etat eingesetzte Anteil an den Eisenbrhn- erträgnissen ist letzt ganz in Wegfall gekommen, dagegen ist bie Verpflichtung bestellen geblieben, bie Zinsen und Lasten mit 14»/, Millionen zu zahlen.
Ein überaus trauriges, fast verzweistungs- vollcs Bild nicht allein für 1919, sondern auch die folgenden Jahre! Jedenfalls must sich Hessen aber mit gröst em Nachdruck dagegen wehren, dast eS zu dem BetriebSbesizit der preußisch-hessischen Bahnen herangezogen wird. Die Höhe des Defizits soll 1'/, Milliarden betragen, an dem Dessen mit 20 Millionen teil nehmen soll. Auf dem Boden des Vertrags van 1896 stehend, ergibt sich weder aus dem Wortlaut, noch aus dem Sinn deS mastgebenden Artikels 7 eine solche Verpflichtung. (Redner führt dies an Hand der Dertrags- Mhmmungen eingehend aus.s Hessen hat keinen Eiuflust auf Lohngestaltung. WaS soll man dazu sagen, dast jebem Eisenbahnarbeiter über 27 Jahre ein MindefÜohn von täglich 14 Mk. gezahlt werde? Tiefe Bezüge übertreten die der Beamten und Angestellten um rin Beträchtliches. — Dessen hat aber auch keinerlei Einwirkung auf die Tarife, die übrigens auch früher als mit dem 1. April 1919 hätten erhöbt werben können und müssen.
Unsere „beneidenswert guten" Finanzen, für deren (Gestaltung sicherlich daS ganze Land dem früheren Finanzminister Dr. Becker wärmsten Dank treib, haben aber auch eine säst katastrophal zu nennende Zerrüttung in den beiden Sparkassen des hessischen Staates anflerichfet: In dem Resten fonds I und dem Ausgleichs- und TUgungSstvck. Der letztere Stock mit einem Bestand von 2,5 Millionen Ende 1917, der aufgefüllt werden soll mit den durch den ftrieg veranlassten Ausgaben mit 4,6 Millionen, zusammen also ettoa 7 Millionen, sollte das Eisenbahndefizit von 15,6 Millionen decken ES fehlen also hier, nackvem dieser Stock aufgezchrt ist, evoa 8,5 Millionen. Der Reststock I mit einem Bestand Ettdc 1917 von 12 208 300 Mk., gefüllt auch hier mit bem Ersatz der Kriegsaueg den von rilic 5 M it ionen, also mit einem Bestand von fast 18 Millionen, schmilzt zusammen durch das Defizit an Eisen- bahneinnalstnen (8*/, Million), für die einmttige Teuerungszulage an die Beamten in Höhe von 8 Millionen aus etwa V/a Milliorven. Ende 1918 haben wir sonach im Ausgleich- und Tilgungsfonds von den 7 Millionen nichts mehr, von bem Restefonc»S I mit saft 18 Millionen nur noch IVd Millionen. Auch dieses Ergebnis ist nur dadurch erreicht, daß die als'Ausgaben des Sbriegeö den beiden Stücken entnommenen Beträge von insgesamt 10 400 000 Mk den Stöcken zugercch net nrerben: es mutzten also für 11400 000 Mk Anleibemittel verwendet werden, um die Stöcke auf den richtigen Stand zu bringen.
DaS sind die überaus betrüblichen finanziellen Verhältnisse des Landes, wie sie sich ergeben. DaS aber ist fieber, dast den Bundesstaaten erbeb- üühe seitherige Sdaurquellen >entzogen werden. Man spricht von (der Vermögenssteuer, die dem ksteick» Zufällen soll — bei uns im wer hm jährlich 5,8 Millionen — jetzt auch von Einkommensteuer, von Stempel für Verträge oder doch Grundstückserwerbungen, dann auch von Ucbergang der Eisenbahnen an das Reich Tie Deutsche Volkspartai stellt sich mit voller Ueberzeugung auf den Boden der Reick,Srisenbahn, verlangt aber mit allem Nach druck, dast bei einem foldten Ucbergang dem hesfi- sichen Staat volle Entsck>ädigung wird.
Welche Mahnahmen bat nun die Negierung ergriffen. um gegen eine solche finanzielle Jfrita- prvphe für 1918 und 1919 gewappnet ru (ein, ihr Fi (vgrgnen? Ich habe das Gefühl, al.» ob die frühere hessische Sparsamkeit, unter deren Herr- fcfeft mir zu glänzender finanzieller Entwicklung aekommm find, nicht in dem irithericvm Ihniang Serbe halten werde. Von Zurückhaltung mit Ausgaben auf dem Gebiet der Stellenverreckmung, der SuSdednnna des Beamtenkörpers ist nicht die Rede, davon zeugt ja auch die gayn früher fast dreifach besetzte Ministechank. Allerdings wird mit Sparsamkeit allein die Notlage der Finanzen nicht bekämpft. An Pvsrtiven l’eifhmflen ist daS von der Regierung biö jetzt Borgeschla vne kärglich zu nennen. Das bedeutet dann bei solchem Zusammen, bnich von 1918 und bei der bevorstehenden iTata- jlroutK von 1919 ein Steuerzuschlag auf die Ein. kommen in den Grenzen von 5000 Mk. aufwärts
Amtliche Person alnachrichten. Entlassen wurde am 31 März der austerordentliche Professor bei der philosophischen Fakultät V i e st en Tr Mar Rauther auf fein Rachsucht» mit Wirkung Dom 16. April 1919 aus dem Staatsdienst — Ernannt wurden am 3. April 1919 bei bilisdiener bei dem Amtsgericht Darmstadt II Heinrich Zubrod zum Lanzleidiener an der Staatsanwaltschaft in <S i c 6 e n mit Wirkung vom Dienstantritt fernes Nachfolgers, der Reitknecht Georg Mauer in Darmstadt zum £)ü -köteuet bei dem Amis^richt Darmstadt II mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.
** heiterer schwäbischer Abend. Was Alfred Auerbach vom Frankfur'er Schau- pirlhaus uns gestern abend im Saale de- votels „Einhorn" bot, war echte, schlichte VvttSkttnst. deimatkunft aus dem Schvabenlande Man spottet gern über ben Schivabon. und der Schtvabe spottet auch gern über sich stlbst: bod; wie fern steht das Wesen dieses Humors der W.tzelei: es ist beseelter Snimor. In g-sch^ckter Reihenfol»? hmfi c der Vortragende znuachit Stücke zu yben. die ntnere Wärme aus.trahlten. Dans^akob lebte wreder vor uns auf in den präckrttgcn (beschickten, in denen der Pfarrer feine Sckuvarzw.il originale intb nicht zuletzt auch sich felbft chrrak er fivrtc. Dir „Schwaben unruh", die Ludw.g Fincth m betn Sehmn mach der Delk emb dem überwältstienden V>eim- neb zu sch loem weist, müstte den üörer packen, fotdK Geschichten ivirken gerade in unserer Zeit befreiend, denn sie sind so gefimb und iminberuod unproblematisch. Casar Flaischlen kam mit feinem ergreifenden „Weihnächte und „Zwrierler Gwissa" zu Won. Der zweite Teil des Abend.' braKe gute alte Volksmärchen in neuem Gnvand^ und teditPobeftreidK. Schlietzlich fehlte es nicht an Ei enbahitgeschichten, lenen köi.ltchrn Eituationö- bildern, die wcr selbst immer wieder bei den Schwaben erleben können. Die Gestaltungskraft und bjc Beherrschung der Sprache, mit der uns Auerbach die Schütze seines Schwubeickandes vermittelte, dürsten schauerlich über boten locrben: und er hatte rin dankbares Publiküm gefunden
** Sicherung von Wobnungen für versetzte Beamte Beamten mit Familie ist eS bei der heutigen Wotnrungsnot bei einer Versetzung oft kaum möglich, in dem neuen Standorte eine passeirde Wohnung zu finden. Besonders übet ist es, wenn eine geeignete und preiswerte Beamtenwohnung ledigluh deshalb in andere tzLnde übergebt, weil der Stellennachsvlger von ber Mictgelegenheit nicht früh genug tirinthtis erhält, um die Wohnuna für scch zu sichern Um dies zu verhindern, hat Der prenst. ?ftnan;rninister besondere Anordnungen getroffen Vor allem must von dem Beamten, dessen Versetzung beoorftebt, erwartet werden, dast Mietvertrag nicht
früher als nach bem Bürgerlichen G.ietzbuch ifL kündigt und roonn»i!'(t) seinem Amtsnach olrier oder der Verwaltung Gelegenheit bietet, in ben Mietvertrag einjutreten. In bringende'« Fällen können Wohnungen für zu stehende Beamte Zunächst für staatltche Rechnung gemietet werden, wenn dies zu einem angemessenen Preise möglich ist und nicht eine Bindung auf unverhältnismäßig lange Zeit verlangt wird
Landkreis (Skben.
** Grosten-Bufeck, 8 April. Auf Brr- anlaffung des BezirksverbanöeS ("iesten sprach Sekretär Kirch n e i - (Mieten im hielt xn Crt*- gewerbcverein über die Bedeutung der Kranken-- und Invalidenversicherung für O^rocrbetretbenbe. Er behandelte zunächst die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Dersicherungs- berechtigung unv Weiter Versicherung, um sich bann eingehend mit oen Le i- ft unger. der Kranken-, Invaliden- und fcinterbltebcnenDerhchcrung zu beschäftigen. Kum Schlust zeigte er an vand von praktischen Beispielen, dast die freiwillige Versicherung für xxntbitvrfer und deren Am?ehörige austerordenttich ividKig und vorvrilhaft i t. Rach der an den Vortrag anschliet>nden cingebenben Aussprache gab der Redner noch einige Erläuterungen über den bargeldlosen Verkehr.
-m. jungen, 8. April. Gestern adend fand im Saale des ,.Darmstadter LwfeS" eine fowal- demvkratische Beriammlmtg statt, in der Rechtsanwalt A r o n und itonfumbirehor Diener
Aus Sta>t und Land.
Gießen, 9. April 1919.
Maßnahmen gegen die Wohnungsnot.
Wie groß die Wohnungsnot in Gießen geworden ist, bas bewies der Antrag des MietS- rinigungSamtes in der letzten Stadtverordnetenversammlung. Tie Beschlagnahme von Privatwohnräumen und die Zwangsvermietung sind so erhebliche Eingriffe in das Privatleben, dast man zu ihnen mir greisen kann, wenn jede andere Möglichkeit versagt. Der tatsächliche Bedarf an Wohnungen wird vom Micteinigungsamt auf 300 Stück geschützt lieber die Wohnungsnot besteht demnach kein Zweifel.
Die Frage ist nur, was von ber Stadtverwaltung geschehen ist, um ihr zu steuern, bevor man zu dem äustersten Mittel, der Zwmtgsver- mietung, griff. Von einigen Masznahmen wurde in ber letzten Stadtverordnetenversammlung ber Schleier gelüstet. Wir stellen nMp'tehend kurz bie verschiedenen Abhilfeversuche zusammen und behalten uns vor, auf bie einzelnen größeren- Projekte eingehender zurückzukommen.
Bekannt ist ber Neubau in ber Mühist r a st e, Hessen Erstellung bis jetzt schon ben Kostenvoranschlag um 80 000 Mk überschreitet. Es werben bort zwei dreistöckige Häuser erstellt von insgesamt 20 Zweizimmerwohnungen, zwölf Dreizimmerwohnungen, eine Einttmmerii obuung und rin Laden. Die Kosten waren mit 250 000 Mk. veranschlagt Der Bauplatz stand mit 80 000 Mk. zu Buch. Die Neubauten sollen bis zum November fertiggt[teilt fein.
Als nächste Aushilfe kommen die Land- fturmba roden in Betracht, von denen man sich 40 bis 50 Wohnungen verspricht Tic Garnisonverwaltung ist bereit, sie zur Verfügung zu stellen, sobald sie selbst ihrer nicht mehr bedarf. Vorläufig werden zwei Baracken frei, in denen je 6 Wohnungen von zwei Zimmern mit Küche hergerichtet werben.
An bie Kasernen hat man ebenfalls gedacht. Aus ihnen Wohnhäuser |u machm, ist nicht so ohne weiteres möglich, wie ma'cher denken maa. ES trifft sich gut, dast die Stadt eine eigene Kaierne an der Kaiser-Allee besitzt, die dem Fiskus vermietet ist. Der einjährige Mictsvertrag läuft am 31. März 1920 ab. Aus Ersuchen bet Stadtverwaltung ist bas Kriegsministerium jedoch einverstanden, die Ka-eare freiiugcben, sobald es die Garnisonverhülttlisse gestatten. Die Verhandlungen darüber, roaitn dies fein wird, sind noch im Gange. Wieviel Wohnungen dadairch geschaffen werden föimen, steht noch nicht fest.
Früher werden wohl bie vier Wohnungen frei werben, bie bas B e zirks ko m m a n do in der Landgraf-Philipp Straße für sich in Anspruch nimmt Auch hier sind die Verhanblungetz mit bem Generalkommando im Flust
Weitere Mig ichUriien stehen bet Statt kaum noch offen. Weitere ftädtifche Hauser, die leerstanden, sich, soweit nicht bauftlllig bereits wieder zu Wohnungen k^-rgerichtet. Leerstehende Fabrikgebäude wird man euch sofort in No.'wvhnuugen verwandeln. Die Entta- stung. die dadurch getrosten werden kann, ist aber nur seht gering
Größere Bedeutung hoben dagegen zwei nicht- stüdti che Projek e, bie wir heute nur kurz streifen.
Tie Perri ig.en Baugenossenschaf en beebfübrigen, auf städtischem Gelände an der Licher Sttaste gegenüler der Pravinzialstechenanst ilt eine Kleinwv hn ungs kolan 1 e -u errichten. In 42 Häuferbauten fo'len bort 62 Dahuung-n er- stehen. An diesem Pla:re fall sich die Srad Güßen mitbeteirigen Tie Berl-andlungen ftiö auch hier nach nicht völlig abgeRb'.oiien. Ta bit Pächtern des Dortigen Bodens jctvxb berei s gekündigt worden ist. tonn mit der Benvirkttchunq de- Planes bestimmt gerechnet werden.
Außerdem soll eine Daldkolonie an der sogenannten Tanne, der Weggabelung nach Rö!h- gen und Annerod, erstehen. Tte Stadtverordneten- sitzung hat bereits in geheimer Sitzung die Abgabe der erforderlichen .30000 Quadratmeter Baden an Die private BaugeftUichaft beschlossen. Die Freigabe deS Geländes aus bem Waldverbande ist ebenfalls beim Ministerium beantragt. Geplant find 2 3—2 5 Wohnhäuser.
Rechnen wir alles zufanrmen, Jo ergeben sich folgende Ausrichten: Neubauten Müdlnroße 32 Wohnungen, Landsturm barocken 45 Wartungen, B z«rkStommando 4 SBobnurgm, WobmmgSkolo- nie 62 5Bohmr:gcr., 99a'btoUxitc 23 Wohnungen, zuwmmen 166 Wohnungen.
Rechnet man h^rzu die nach nicht feststehende Vodnui'flsza«, dce in der ftibt Kaß-rnr frei wirv und einige Möglichtotten. bie sich aus Fabrikräumen ufro ergeben, fo kommt man nicht Über eine Gesamrzabl von 200 Wahimnger: innen«
Dadurch würden erst yaa Trii*d des auyn-
unterri' Gefrnnstöedans und Lekbedaris lekbst bauen, wenn wir Da tu bie Bobenfläche benutzen, b:? nnr iritber für den E. vor.zuckerbau verwendet haben Der R'Oner nwr.ret ficv gegen die Autt. .- lung der Gemriinv'.irxu u. tritt für d e Vermehrunz derselben ein, weil sie nur im Vorteil ernrger weniger, aber nicht in d n-derAllgem. in?xi g.legen iit Tie Weiden und eben'v di? Präinci nmgen Irenen gerade im Interesse brr ttrinen <’■' u-m. Auch in ber Schweinezuch ist' Lrri nn ', det deut chen Züchter antucr^aiien. Durch Die Ferkelböckstprcue wird die Einfuhr von Zucktferkeln aus Hmmover gefährdet. Der Rrimtr spricht sich für die Erhöhung des Fohlengeldes aus.
T<e Einfrilwung der Zwanqsnnrtfckuit wäre ein Unsinn, schon aus Gründen teT Fruchtfolge Tie Durchführung der Feldbcrri rigung ist unt>e- b- :gt no.wendiz, ohne die die Dränage, künstliche BccvÜsserung nicht möglich ift Ter Redner Ix- fünvortet eine Verschärfung bet Bedingungen für btt Felbbcreinigung (l/p der GruiDbefitzer und ' 5 be-? Grunbbentzes' und nicht wie t4c foMalbemo- trartidn1 Frak iun burch ihren Antrag eine Heni- mung der Feldberrini ping. T« Buchführung ist in ber Landwirtschaft notwendig Ebenso otr- laugt der Redner für die Landtzvir-e so gut wie ür das Handwerk den BesähigungSnackiw^ is und n>ar auch den Besuch einet landwirtschaftlichen Äinterschu'.e.
Als der Redner sich um s/<2 Uhr einem neuen Kapitel zuivendel (bem Berg- und Hüttenwesens rä-.imt bie Presse ihre P.ätz.-. Es muß drmgend gefordert werden, daß sich oie Redner kürzer fassen, nachdem man der Presse bereits N-rchmi'.vags- iV.ir.gen zumu e c. Ur fcre Bernerümg so l durck>aus ferne Spitze gegen den Abg. Brauet enthalten, d.ssen sach.icktz Ausführunyen wir durckzaus ancr- tennen, der aber den Eindruck seiiier Ausfüh- rungen gerade durch ihre übermäßige Länge be- einträch'igtc.
Nächste Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
sicht gefldTt werden. Ich weiß sehr wobl. daß dreie i nicks in der 3rit feit bet Revolution -zur Lotten- I bung kommen tarnt. Wird sie aber auch uci vCl i Nottvenorqfeit sozialer Umgestaltung in ihrer finan- zttllen Wirkung ergiebig sein, so ergiebi]. daß nicht altem die Schulden der Jahre von 1918 an gedeckt, i fonbern auch noch bevorstehende Aufgaben erfüllt uno damit Ausgaben bezahlt werben können? Es rnrrb ja auch ein? Aenberung der Gehalts ätze für die Beamten in Aussicht genommen. Glaubt man i denn, daß hier rine Ersparnis eintreten kann?
Aber ins Ungemefient fönneu auch die steuern nicht erhöht werden. Es muß doch auch ^darauf Bedacht genommen loeroen, daß von dem Steuer- abler nickst allein Steuern für Reich und Bundes- taat, sondern auch sicherlich in ganz besonderer - Höhe auch von den Gemeinden verlangt werben Cöerabe diese in Verbindung mit ben Kvrnmu- nalverbanoen haben enorme Verpflichtuiigen, insbesondere für Kriegsunierftützungen, ülemomnen. Qb das Reich hier in der Vage jci, ben auf es ent- allenben Anteil an diesen Schuldigkriten zu be- gleickren, ist fraglich. .
Der Redner wendet sich gegen die AuSrührun- aen des Abg. Schmitt, der es an der nötigen Bekenntnis der Zugehörigkeit zu dem Großlerzogtum hat fehlen laifen. Tann greift er das Zentrum im Reiche und Preußen, im Gegensatz zu dem <;en- thum in Hessen, wegen seiner zweideutigen Hal- Lung in ber Frage der rheinischen Nepu»lik (m.
Aber auch Großhessen nach ben Plänen einiger Gießener Propa zanbisten ift für uns unannehmbar. Weder mtt Kassel noch mit Frankfurt wünschen wir in einem Staate vereinigt zu werden: mit Frankfurt gar nicht, dessen politischer Einttuß zur Zett sckwn !für Hessen unerwünscht groß ist.
Der Redner wendet sich bann den lorrtidjait« licken Fragen zu. Ein unglückseliger Beschluß der Nationalversammlung ift es gewejen, der die Sozialisierung der Betriebe gutgeheißen hat. Einmütig hat sick dem bie Deutsche Volkspartei toiber» etzt: es ift eine falsche Behauptung, baß in Weimar and) Mitglieber ber Deutschen VolkSpartei für die Sozialisierung gestimmt hät'en. Nicht durch die Masse, sondern durch das Wirken des Ernzelnen, der individuellen Persönlichkeit haben wir vor dem Kriege bie Erfolge in Handel und Industrie, in Landwirtschaft und Gewerbe gezeitigt, um bie uns btt Wstt beneidet hak. «Widerfpruch bei den Soz. Beifall rech:sri Es tritt eine Pause ein.
Es trui eine Pause ein.
Nach der Partie tünuigt Vizepräsident Tr. Schmitt für morgen nachmittag eine NackP- mittagssitzlmg an.
Stög. Brauer (Hess. Bvlksp.): Wenn wir und auf den Boden des Gewordenen ftcflcn, so dürfen Sie uns nicht auch einen Wecknel der W»l anschauu: g, eiiie Gcfmimngslumperri, zuniu teil. Wir werden der Rgierung fcr^ie Sckpoicrig> feiten bereiten, schon ioril .Sic sich bemulst,, Ordnung aufrecht zu erchcckten, und wir eine Ordmi tgs- vartei waren und sind. Es liegt uns jede Hin» mositüt gegen die jetzige Regierung fern und wir nwllen uns bei der Kritik größter Sachlichkeit be» st K^as Budget hat aflgemcrne Zustimmung aller Parteien gefunden mit AuSnttlmw der Vermehrung der Regierungsstellen. Die Mehrkosten von 60000 Mari faßen dabei für uns nickt [o ins Gew-cht, als gründsützliche Erwägrulgetr. Wir nehmen aber an, daß es sich um einen llelx-rgangs- zu st and handelt. Ich freue mich der ötmblimg des Hessischen Finanzminrsders. Früher wollte er bie Einkommen- und VermcgenSneuer dem Reich zn- wersen, letzt hat er erklärt, daß die Einfermmen- steuer den Buirdesstaa.en Vorbehalten bleiben soll! Ter Redner mackst eitrige kurze 'Bemeriirigcn über Steuer fragen und geht bann über zu einer Erörterung ber Lage der deutscheu Landwirt schäft.
In der Eaprivizeit fofite die beirtfdie Land nirtschaft tonCurriereu mit der auölänbif-l)en mit ihren billigen Arbeitslöhnen, ihren Maschinen. Damals mrrben zelmtauiend Hekar aufgefvrstet, bie wir heute alS Kartoffel- unb Getreidelanb sehr nötig hätten; damals blieb viel Grund und Boden ungenutzt lirg.it oder wurde nur extensiv betritt- schaffet. Tie Vanriorilfdrifl wurde dermals völlig überschuldet. Ttt Schulden trägt sie heute ab. Damals ging viel Bauernland in bie Hände d.-s Stea tes unb der Standesherren illrer Der Redner begrüßt die Ernemnmg seines Parteifreundes Tr. Weber zum Laicheswrstmeister. Bei t'mt (logt das SicdttnrgSwesen in guten Händen. (Abg. Ulrich: Tann hat die Stegicantg also doch einmal ettna? gut gemacht.» Für die Ernährung der Städte kommt die lcmdwirtschastlick)e fil irftrbtzrg aber in Betracht. Ter Redner verliest faitim;<fx' An- galxtn über die Größe.äxrhöl ni fff tvornus hervar- gc'bt, daß Hessen mrr ein Zehittel Der großen Güter auf weist als der Reichsdurchschnttt, während dir he sischr- Prvduklion ben Durchjchütt des Reichrs übertrifft.
An der Hand weiteren statistischen Materials weift der Redner nach, daß die deittsche Landlrirt- ^ift unter normalen Verhältnissen das deuksebr lk mit Getreide unb Kartoffeln ernähren kann Tie Erträge w.isen aber feit den letzten Jahren einen steigenden Rückgang auf. TaS liegt an der ungenügenden Tüngung, wie der Redner zahlnc- mäßig nachwrift. Ter Äcker bekam 1917 nur ein Zehntel der für ihn so notiöcnbigen Stickftvsf- menge. Heute rächt sich die schwere Versündigung derjenigen Städte, dtt feine Rieselfelder rinrich trten, wodurch die Tungftoffe der Lanririrtschaft verlorengel^n, während sic bie Flüsse verseuchen Tie Ernteaussichten sind trübe, da eS an Dünger fehlt Wir könnten aber helfen, wenn rechtzeitig Arbeitskräfte und Kohlen für die Tüngerfabrife tion an Stelle der billigen KriegSgesangenenarbei- treten.An Stelle der büligeitStrug^r,anficntvarbcit sind jetzt bie um 100 Prozent erhöhten Löhne der deutschen Arbeiter getreten Die Rente der Land- ivirtfdiaft ift durchmrs nicht so groß, wtt cs iic- mackst wird. Die Einnahmen rühre.: dock von bem großen Fleiß unb ber großen BedürttiSlofigfeft unserer Landwirte her. Henfe ift ber Preis ber Butter ein Drittel so hoch als ber für bie schlechten Schmieröle, so baß ber Landwirt billiger führe, wenn er seine Wagen mit Butter fcbmrrtc. Für dtt Uebergangfcjeit schlägt der Redner Beiohnmig für die fleißigen (Gewährung von Düngemitteln unb


