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ntnSR earS dem SchLrfzvmnrr, bt bmt bte Dar te schliefen, eine größere Gclbfunnne geraubt. Die Spitzbuben muffen mit allen Oertlichveiten vertraut gewesen fein und in der Gemeinde Helfershelfer gehabt haben.
Starkenburg und Rheinhessen.
** Offenbach, 7. April. 'D ie Stadt hat bis jetzt 1 800 000 Mark für die- Arbeitslosen ausge- ?eben. Pom Reich intb »Staat werden oatron 500000 Mark vergütet, bi? Stabt hat also innerhalb 5 Monaten ba ue 300030 Mark ausge^.ben. — Zur Behebung der Wohnui!g?iwt durch Errichtung einer g'mcrimützigen Lau und Woh- nungsgesellsdwit wurde folgender Antrag des Bau- ausichufsts und des Rech.s und IinanzcujSchusses von der SladlverordnelenversaMmluiig angenommen: „Ter in dem Vertragsentwurf Dorgdcl)cne Plan zur Behebung der Wohnuitgsnot wird gebilligt. Tie Aufwendung von rund 756 030 Mark aus städtischen Mitteln wird bewilligt, und der Oberbürgermeister wird ersucht, die Bewilligung von rund 1512 000 Mark beim Reich und von rund 756 000 Mark beim Hess.schen Staat zu beantragen."
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 8. April. Tie Angestellten und Arbci er der Adlerwerke traten in den Ausstand, da die Verwaltung den Abschluß eines Tarifvertrages ablehnle. Angestellte und Arbeiter befinden sich an ihren Arbeitsstätten, üben aber passiven Widerstand aus. — Im nahen Griesheim veranstalteten die streikenden Angestellten einen Temonftrationszug nach der Wohnung eines Bureauvorstehers und entfernten hier einige Maschinenschreiberinnen, die freiwillig arbeiteten. — Ta wegen der Stillegung der kauf- lnännischen Abteilungen keine Lohnverrechnungeni flattfinben können, must am Freitag die Lohnauszahlung an die Arbeiter unterbleiben. Es ist deshalb zu erwarten, baß auch diese in den Ausstand treten.
X Hanau, 8. April. Der Kreisausschuß des Landkreises Hanau hat beschlossen, die Elektrizitätsversorgung des Landkreises Hanau im
Anschluß an die staatlichen Mainkraftwerke in kürzester Zpit in dir Wege ihu leiten und die erforderlichen Vorarbeiten in Angriff zu nehmen. Zu dem Zweck ist bei der KreiSvertval- tung unter der Benennung Kreis Elektrizüäts-Amt Hanau Mainstaustufen mit vorläufigem S.tz in der Rückertstraße 61 eine fachmännifche Arbeits- und Beratungsstelle eingerichtet worden, welcher diese Aufgabe zufallen wird.
Vermißtes.
* Persönliches von Lenin und Trotzki. „Bolchw: e i-P.nträts ' zeick e' ein Mitarbeiter der Times, ber bic gegenwärtigen Beherrscher Rußlands augenscheinlich aus intimer Bekanntschaft kennt, und zwar sind Lenin und Trotzki die beiden ersten Objekte seiner Schii'de- rungskunst. Wir erfahren dabei manche bisher unbekannten persönlick-ew Züge von diesen beides' Männern, die eine so große Rolle in der Weltgeschichte von beule spielen. Lenins Aeußcres zeigt nichts von seiner geistigen Bedeutung. ,.Klein oon Figur, ziemlich plump, mit kurzem bi fett Hals, breiten Schultern, rundem, rovem Gesicht, einer stöhnt Stirn, G.atzkops, ausqeslülpfer Rase, brinm- rtidK*m Schmer bart und für cm strnpp g-n Backet- bart — so sieht er auf den ersten Blick mehr wie ein Provinzkaufmann aus, als wie ein Führer der Massen. Und doch lebt bei näherem Zusehen etwas tu diesen stahlharten grauen Augen, das einen sechalt, etwas rn diesem fvrs'chmd'en, batb verächtlichen und halb lächelnden B.ick, das von geistiger lieber (egen heil und einem unmä- sstgen Selbstbewusttsein spricht. . . Niemand, der jeinals bei einem Bolschewistenkongrest zugegen war, kann daran zweifeln, daß er die eigentlich treibende Kraft der bolschewistischen Bew.gung ist. In den zahllosen poliiiichm Krisen, durch die die Bolschewisten während ihrer Herrschaft über Rußland hindurchgegangen sind, war es Lenins Geist, der immer und immer wieder beit fast unvermeidlichen Zusammenbruch abwendete und die Partei wieder aufrichtete, die zeitweise fdwn Kops und Herz verloren Ijatte. In der Tebatte ist er ein
unwiderstehlicher Dialektitz-r, der seine Gegner mit seinem stets gleichmäßigen und heiteren Temperament aus her Jassu g bringt. Pol ti ker mit lang-1 jähriger Grfa'.yruiig roü.tei verblüfft werden durch die manchmal ger> d.zu nxibniinnigen Fragen, die unwissend^' Teleaierte aus den Bolsckx'wiUenkon- gressen stellen. Lenin ist stets geistesgegenwärtig. Er ist seiner so sicher wie ein Schulmeister vor einer Klasse kleiner Jungen. Ein delegierter tut eine unmgliche Frage über das Recht der Selbstbestimmung, und rot in Blitz kommt Lenins Antwort: ,,Ein Narr ... in in einer Minute mehr fragen, als zehn Weist in einem Tige antworten können." Und, wie Schuljungen bei einem Zauberkunststück, k.atsch: die Versainmluug in die Hände itnb g inst vor Berg iljen." Es läßt sich fein größerer Gegensatz denken als der, der zwischen Letnn und Trotzki besteht. „Während Lenin nichts Aunälliges an sich bat, ist Trotzki mit seiner langen, wrspri ee tden Nase, seinen feurigen fehlt erjen Augen, fei: ec livhen, von Mes en schwarz- lock.iger Haare ü.er ch i elten Stirn, s i .em Spi .>- bart und seinen bitten, grausamen., üortreten' cn. Lippen die Verkörperung eines Revolutionärs, wie er im Buck-e steht." Lenin ist in seinen Theorien stets fünfenuent gewesen, stets der ingrimmigste Feind des Kapitalismus und der Verfechter des radikalsten Marxismus. Trotzki bat viele 25a nd- lungen durchgemacht und ist von sein'n jetzigen Amtsgenossen bart befelidet worden. „Nach der großen Zersplitterung der russischen sezialdenro- ta i.dicn Partei saß Trotzki bei een Ate. fdxroiftm. Ta er nicht wußte, welche Partei die Oberland behalten wurde, gründete er eine eigene kleine Partei, die sog. „Trotzkisten", die zwischen den Menschewisten und Bolsckicwistrn den Mittelckurs hielten. Tiefer Opportunismus nmrde von Lenin streng verurteilt, und während des Krieges beschuldigte er Trotzli sogar des Clxmvinismus. So schrieb er im Juli 1915 in feinem „Sozialdemokraten": „Trotzki ist zivar im Prinzip gegen die Sozial-Ehauvinisten, aber in der Praxis geht er mit ihnen zusammen." Und einige Mona e später: „Trotzli bat aus dem Kriege nichts gelernt. Er bleibt ein Trotzkist. Wie er fr über mit den sozia-
listrschen Kompvomißkern ^ifemanenirrbnlete, sieht er heule auf Seiten der sozialistischen Pa- nieten." Nunmehr hat sich Trotzki gmiz der 1x4*- schcwistischen Sach- ergeben, aber man Eartit nicht sagen, daß er dieselbe strenge politisch Wrltaii schuung wie Lenüi bat. 35ährend Lenm fifi tcinperarnentlos ist, ist Trotzki ganz Feuer und Leidenschst: er hat etwas vom Kunltler und berausch'. sich an theatralischen Heldengesten. Als Redner ist er ein machtvoller Demagoge, der feine Worte mit wilder Leidenschaft her vorzischt. Abe> er kann sein Temperament angesichts seiner starken Opposition vertieren und läßt sich zum Mißbrauch seiner Gewalt hinreißen. tlllan erzählt sich viele häßliche Tinge aus feinem -Privatleben und seinen geschäftlichen Machnschften. Wenn diese Geschichten auch umvahr sein mögen, so zeigen sie doch jedenfalls, was man ihm im Gegensatz zu Lenin ,mitraut. Stets sehr sorgsLtig gekleidet und mit gepflegten Nägeln, ist er der eleganteste aller bolschewistischen Kommissare. Eitel und Schincickv leien leicht zugänglich, zeigt er sich gern in der Oefsentlichk.it. Tie Art, wie Kerenski vor der Roten Armee erschien, nachahmend, trägt er eine Phantasieuniform von Khaki, und sogar ferne Freunde spötteln über feine napolecmischen Allüren."
IHetcoro!oaifd)e Beobachtungen der Station Sichen.
Datum
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Grad der $• wvl- hung in Zehntel der sichtbaren Hi rmrlsfläch«
Wetter
8.4. nm.
14.9
7.2
57
10 1
tags bedeckt
8. 4. abds.
9.8
8.6
95
10
9.4. vm.
7.1
6.2
81
10 4
nachts Regen
Niederschlag
0 mm.
Höchste Temperatur am 8. 4.: 15.3"
9 4.: 9.8,.
Niedrigste
H
8. 4.: 5.4";
9.4.: 7 0°.
Behördliche Anzeigen.!
All üSt Atbciict-, $nnttn= nni) Solbatenräte i>n Ptttiuz Tbcthtfstii.
Der Unterzeichnete beruft hiermit auf
Dieuotag den 22. April (3. Ostcrseiertag) vormittags 10 Uhr nach Gietzen,
Gcwert»chaft»hauS (Schanzenstr. 18) eine Kollsttenzii.Al'belter-LNkrll- iinb öolälatenratc Dbechchm ein mit der
Tagesordnung:
1. Berichterstattung vom 2. Räiekongreß in Berlin iBolkSral Grauitch-Lauierbacht.
2. Maima^men zur Bekämpfung des gewerbS- mäßigen Schleichhandels und der Geheim« fchlachkungcn.
3. PerschiedeneS.
Alle One. in denen Arbeiter-, Bauern- und . oldatenräte beiteben, werden aufoeforbert, 1 bis 2 Telegierie zu entfeuden. Die Stoflen hat der Rat deü beircifcnbeit OrieS zu tragen.
Es wird erfuchl, in allen Orten, wo dies noch nicht gefcheben. Arbeiter- undBaueruräle zu wählen, vzw. bereits aufgelöste Skate wieder in Tätigkeit °U ^amtliche Delegierte müssen mit Legitimation versehen sein.
Der 'Arbeiter-u. Soldntenrat Giessen.
______________Jobs. Diehl.__________45061)
Bekanntmachung
Von der Landes-Obststellc für Hessen werden Zitroiien und Orangen äuge boten. Geschäfte, die cheabsichtigen, solche zu beziehen, wollen ihren Bedarf bis spätestens Freitag den 11. dö. Mts. dem Städtischen Lebensmittelamt, iZimmer Nr. 12, mitteilen.
Gießen, den 8. April 1919. 44936
Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).
Bckauntmachnng,
Ter vom Gcrneinderat durchbeva.'ene Voranschlag der Gemeinde Beuern für 1919 liegt von Freitag den 11. ds. Mts-, ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht von Jnlereffenten offen. Während dieser Zeit Tonnen daselbst Vesrylverden schriftlich oder -u Pr»- tokoll vorgebracht iverden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die AusmärVer beizutragen haben.
Beuern, den 8. April 1919.
Bürgermeisterei BOrern.
Walther. 4472
Bekanutmachttng.
Unter Bezurfnahme auf die Bekanntmackmug \ der Provinzialdireltion Oberhesse-n vom 1. April 1919 wird nunmehr die Wahl von 2 Mitgliedern und 2 stellvertretenden Mitgliedern des Vorstandes des Obcrhcsfischen Viehhandelsverbandes aus der Zahl der in der Provinz Dbereifen ansässigen Viehhändler hiermit angeorbnet.
1. Ta für jeden zu Wählenden 3 Viehhäurdler zu wählen sind, so sind also im ganzen 12 Viehhändler zu wählen.
2. Wählbar sind nur solche Viehhändler, die in der Provinz Oberhessen ansässig und im Besitz der Auswcislarte des Oberhesfrichgn Viehhandels-! verbandeS sind. Die Vertrauensleute des Ober- hessischen Viehhandelsverbmrdcs sind nicht wählbar.
3. Zur Wahl berechtigt sind alle in der Provinz Oberhessen ansässigen Viehhättdlcr, die im Besitz einer Ausweiskarte des Oberl-essischen Vieh- lwndelsverbandes sind. Inhaber von Nebenkarten sind nicht wahlberechtigt.
4. Tie Wahl erfolgt schriftlich durch Einsem- dung von Stimmzetteln in einem verschlossenen Briefumschläge an die Geschäftsstelle des Oberhessischen Biehhandelsverbandes. Der Briefumschlag muß die Aufschrift „betreffend Wahl" tragen. Der Name des Absenders und wenn möglich die Nummer seiner Ausweiskatte sind entroeber auf dem Stimmzettel oder auf dem Briefumschlag zu vermerken.
5. Die Frist zur Ausübung der Wahl läuft bis zum 25. April 1919 einschließlich. Stimmzettel, die am 26. April oder später eingehen, sind ungültig.
Gießen, den 8. April 1919. 45086
Gberheffifcher viehhanvelrverband.
Der Vorsitzende:
Pros. Rosenberg.
Ittgtbiing m khaHttllilMrbciits.
Montag den 14. ds. Mts., nachm. 3 Uhr, sollen für die Gemeinde I n he iden auf dem Rathaus vergeben tverden:
190 cbm Basaltbruchsleine,
62 cbm Uebergrü dungSmateriol
190 cbm Steinaussatz,
620 qm Chaussieruugsarbeiten.
Tie Verdmaungsun ter lagen liegen auf der Bürgermeisterei In heiden offen, wohin die dln- gebote in Prozen.en des Voranschlags verschlvssen und mit entsprechender Aufschrift versehen postz- frei einsufeoben sind.
Zuschlags frist drei Wochen.
IG i e ß e n, den 5. April 1919. 44576
Hess. Kulturinspeüion Gießen.
H. Steinbach, Baurat.
W* aller Irl SJÄKSS wert 41e Brfthl'sebe Üelv.-Drro^erei, 8. Lange, Gleflei
Jittsgabe von Bückingen.
Ab Donnerstag den 10. April bis einschl. Samstag den 12. April d s. I s. erhalten die Kunden nachstehender Geschäfte aus je eine in dem Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte Vi Pfund Sprotten ober Svrottbückinge junt Preise von 85 Pfennig für das Vi Pfund.
Klingelmever, ftarf, Ludwigsttaße, Konsum-Verein, Schanzenstraße, Kopp, Friedrich, Visnmrckstraße, Kurz, I. W.. N^ustasl, •" Laichinger, Gnsiav, Wilhelmstraße, außerdem die noch nicht belieferten 51unden der Firma C. G. Kleinhenn.
Gießen, den 8. April 1919. 44926
Ter Oberbürgermeister lLebensmittelamt).
Hslzsccslcigcniüg i!tr Stabt Gichn.
Montag den 14. April 1919, vormittags 9*/2 Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Forstwarts Arft-Hochlvart (Abt. 83, 91, 92, 95, 97, 128) versteigert:
11 Rm. Buchenscheit (meist Anbruch),
13 Rm. lÄchcnscheit iTürrholz),
1,2 Rm. Lindenrundscheit,
3 Rm. Eichenknüppel (Dürrholz), 12,5 Rm. Fichtenttrüppel (Dürrholz), 60 Buchenwellen,
3040 Eicktenwellen,
5,8 Rm. Erchenstvck.
3 u f a m m e n l u n f t am Forsthaus Hochwart.
Gießen, den 8. April 1919. 44916
Ter Oierbü gnmeister. I. B. Emmel ius.
Bckautttmachung.
Die Auswciskarte des Diehhänvlers MofcS Bauer in Leihgestern ist wegen Schleichhandels nut Dich eingezogen. Wir warnen daher, an ihn künftig Nutz- und Zuchtvieh oder Schlachtvieh zu verkaufe». Zuwiderhandlungen sind strafbar nach § 7 der Bekanntmachung des Ministeriums des Innern betreffend Regelung der Beschaffung, des Absatzes und der Preise von lebendem Vieh vom 24. Ian. 1916 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark.
Gießen, den 8. April 1919.
GdcrheWcher Viehhandeisverband.
Der Vorsitzende:
Prof. Rosenberg. 4509B
Bekanntmachung.
Am Samstag bcn 12. April ds. Js., nachmittags 41/2 Uhr, wird in der Wohnung des Ge- biveindevorstehers zu Höckelheim die Fischereiberechtigung in den öffentlichen Geivässern der Gemarkung Hock)clheim öffentlich 1 an den Meistbietenden auf 6 Jahre verpach et. 44676
Großrechtenbach, bcn 5. April 1919.
1 Tas Bürgermeisteramt.
Versteinerung.
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Durch Beschluß der Generalversammlung vom 18. Februar 1919 ist der Spar- und Vorschußverein Leihgestern, eingetragene Genoffenschaft mit unbcschr. Haftpflicht, in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt worden.
Etwaiger Widerspruch der Gläubiger gegen diesen Beschluß der Umwandlung ist bei dem Vorstand anzumelden.
Leihgestern, den 8. April 1919. ""
Spar- und Dorschußverein Leihgestern, eingetr. Genoffenschast m. u. Haftpflicht.
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