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sttebunyen bet Bevölkerung geft^ont cnb berütTfidy* tig+ lüercot, tenselben F in.cn, welche das Selbst- bestimmungsrecht ter Völker in dem Maße mit Füßen treten, daß sie dte Bewohner de- Memel­gaues von der allen Heimat loslö en, ohne ihnen xrutf) nur zu verraten, welches Schicksal sie in Zu­kunft erwartet. .

Wir wissen, daß nicht nur unsere mistigen Mäkler, sondern weit bariUrr h naus o eit ste DolkSmassm, Bürger und Arbrija. Katholi.en und Protestanten, mit uns von tiefster Entrüstung er­füllt sind über iotdien unverantwortlichen F.etx l- mut. Glrichwohl verzichen wir, um den Fortgang her Arbeiten nicht zu stören, auf die Anwendung der uns zu G bo te stellenden parlarnentarnchen Mittel gegen einen Mimst r, von dem wir wissen, daß er trotz allem Dor-iefallenen noch rrnma von dem Vertrauen bet Melwh it der deutsch.n Volks* vertretung getragen wird. Wir erwart.n die Ab­rechnung mit diesem Mann und fernen Holfa-- helfern von den nächsten Mähen

Die Zeichnung ter Spar-Prämienanleihe.

Berlin, 6. Dez. (Wolff.) Nach Nachrichten die nicht allein von einzelnen Berliner Svar- und Leposftenkasscn, sondern auch aus verschi'denen Teilen des Reickrs Vorsingen, gestaltete sich die ZeichnungderSpar-Prämienanleihe m letzter Zeit bdvnb-as gut. Ets ist als eine er* freuliche Tatsache festz ustellen, daß sich das kleine Publikum und der Mittelstand in hervorragendem Maße an der Zeichnung beteiligt hab.n.

Llnstestelldenbew gu-g in Lübeck.

Lübeck, 8. Dez. (WTB) Ebe Riesen­versammlung der Angestellten be­schloß, auf den Forderungen einer 75 Prozenten Gcteltsaböhung, der Bnvlllwung einer Wtrt- schaftsbeilnlfe von 1000 bzw. 600 Mk für 23er- teiratclc bzw. Ledige und der Vakürzung der Arbeitswoche von 48 auf 45 Stimbcn $u besteben. Sollten die Arbeitgeber den enlspreck-enden neuen Tarifvertrag nickt genehmigen, so soll, schon am 13 Dezember allgemein in ten Streik getränt werden.

Deutsche Nationalversammlung.

123. Sitzung vorn Samstag, 6. Dez.

Am Ministertische: Bauer und Erz- Her g e r.

Präsident F ehrenbach eröffnet die Sitzung Inn 1 Uhr 20 Minuten.

Präsident Fehrenbach: Leute vor,25 Jah­ren hat der Reichstag rn diesem Lause seine erste Sitzung abgehalten. Eine reiche vaterländische Ar­beit ist 11 diesen Ja' ren geleistet toor.cn. Auch traurige Tage hat das Laus gesehen. Zwanzig Abgeordnete (der Präsident macht sie namhaft), die dem Reichstage schon damals angehört haben, sind noch heute Mitglieder des Dauses. Das Laus ist entschlossen, tatfräi'tige Arbeit beim Wieder­aufbau des uisammengebrochenen deutschen Dauses zu leisten. (Beifall.)

Die Ergänzmig deÄ Gesetzes über die Er­hebung der Zölle in Gold wird ohne Debatte in allen drei Lesungen angenommen.

Es folgt die Fortsetzung der ersten Beratung Über

das LandeSsteuergeskst in Verbindung mit der Reichseinkommen­steuer und der Kapitalertragssteuer.

Abg. Düringer (Dt.-N): Des Reichs* nnanzministers Worte und Taten stehen in schreiendstem Widerspruch. Er predigt Sparsam­keit, dabei herrscht Vergeudung der Arbeitskräfte und Gehälter. Die Reichssteuerschraube ist kein Fördere der Reichsfreudigkeit. Die Steuerpläne des Finanzministers haben unsere Valuta nicht gehoben. Das Ausland hält sie für den Ruin un­seres Wirtschaftslebens. Die Bekanntgabe seiner vertraulichen Erk ürung aus der 10. Kommission hat niemanden überzeugt. Gegen die Illoyalität unterer Gegner werden neue Pavian: Protest nichts nützen. Jnnervolitisch kriegen die neuen Steuerpläne eine Zentralisation. Alles wird ab­hängig von dem Reichsfinanzminister. Die Ent­wicklung einer kapitalkräftigen Industrie wird un­möglich gemacht. DaS ReicliSnotopser wirkt beim mittleren Vermögen wie eine weitere Einkommen­steuer. DaS Kinderprivileg züchtet das Einkinder­system. Sparsamkeit und Arbeitsamkeit wird gc- strast Wir sprechen dem Minister nicht unser Vertrauen au4.

Reichs inanzminister Erzberger: Um Ihr Vertrauen (nach rechts) habe ich garnicht gebeten Das Reich muß baiür sorgen, daß die Sridtner der Anleil'en ihre Zinsen bekommen, die Witwen Und Kriegsbeschädigten ihre Renten. Die Wöl­bungen müssen erhöht werden. Die große Reform der Gehälter ist am Werke. Die sozialen Renten werden und müssen ausgebessert werden. DaS alles wird das Wirtscha'tslcten stärken und be­ruhigen. ebenso die Eisenbahnzentralisation. Also- treiben Sie nur parteipolitische Agitation. (Sehr rich'ig bei der Mehrheit ) Die Summe von 21 Milliarden muß unter allen Umständen geschaffen werden. Die Finanzpolitik ist nur ein Teil, frei­lich ein erbebtidier unserer Wirtschaftspolitik, denn sie muß etwa 30 Proz. unseres Volksvermögens ersoffen. Die Steuersätze, die wir fordern, sind meines Eracktens das Höchstmaß dessen, was wir unserer Wirtschaft zumuten können. Das Kinder­privileg wird in Hukunst ganz ander- wirken al- bisher Die direkten Steuern müssen erst bis zur letzten Möglichkeit ai|dgebaut werden bann erst können wir an bte indirekten Steuern heran- ge eit. Durch das Gutachten wur e sesteestellt, daß die Entente nach den Bestimmungen des Friedensvertrages kein Anrecht hat auf irgend eine neue deutsche Steuer, nicht bloß auf daS ReicksSrwtopler. Nach unserer Auffassung würde es em Gewaltstveich der Entente sein, wenn sie Land an unsere Steuern legen wollte. Wollten wir daraus Rücksicht nehmen, bann dürsten wir überhaupt keine Steuern erheben. Ich würde es für gut halten, die Steuervorlagen an eine Kom- Mission zu oenveien Tie Vorarh i en für die Veranlagung müssen bald einsetzen. Die BorauS- ktnmgcn für die Veranlagung, a'so die Begriffe Was ist Gtnfommcn?" unvWas ist Vermögen'?" könnten bald und besonders sestgelegt werden, noch vor Weilmachten. Die Ausgestaltung deS Tarifs hätte bann Zeit bis nach Weihnachten. Mein Optimismus ist begründet, beim unser Wirtschafts­leben ist im Aufstieg begriffen, die Arbätsireudig- keit nimmt zu Der Glaube an unser deutsches Volk kann durch nichts aus meinem Derzen ge­rissen werden. (Beifall bei der Mehrheit.)

SEbg Becker - Dessen (T. Bp): Auch wir find dafür, die drei Sieuergesctze nicht auseinander zu reißen, fontem einer xvmmifs an zu übergeben Ta- SBegfteucnt des Be iyeS Inden wir nie mit- grmadrt, eiatjoroeitig gl-mbt niemand mehr an die SRöglub&ii einer toeitge'rnten Schonung der LLn- irr uni) Gemeinden. Ob die Entente nach Dera

Frieden-vertrag ein Recht hat, bte Land auf das Richs Stopfer zu legen, ist gleichgültig. Sie h-u Li: Macht dazu, und wir müjen «urchen, daß sie tiefe Macht benutzt. Es empfehlt scch, das Rvt- opfer yuriküufcctlen ober ijm eine andere Form zu geben. Tie Lasten ter Unterbul ung der En- tentetruppen werden roch st igen. Wenn die Be» amtenbeloloung5rcform v:S zum 1. April nicht fertig wirs, jo muß den Beamten jedenfalls mit T-u^rungszmchlägen geb lfen torben. Tas ke am.entert muß e.ngeschrä.kt roc..en. The Be amtenschast wird ixlin tert und zwar von oben. Dir Arbeüsfreudigkeit der Beamtenschaft wird ge­nommen, wenn liefe sieht, daß ihnen die beiten Stellen wc-^genommen werden durch Parteileute, <te Nichtfachleure sind. Gegen eine Erhöhung ter üvhl.n steuer hrben wir Bedenken. Unmöglich ist dire Aufnxmdssteuer, denn diese lauft auf eine Rationierung der ganzen Lebens lvl.rmg hinaus. 1 i Kapiürgsertrags steuer ist e-en o eine Unmög- lixbt-it.

Abg. Wurm (Unabh.): Die RdLsdnkom- mensteuer geht tief h.runter, daß sie roirft rote ine indirekte Steuer, weil sie bte^ wirtschaftlich Schwachen mehr belastet al5 die Starken. Tie Methode, die Steuern durch fflebemarten seitens aer Arbeitgeber einzutreiben, erfaßt die Feilte- ÄDlDeten haarscharf, bleibt aber hilislos gegenüber lern Kaufmann und dem Laichwirt. Tic 6m- 'chrLnkung des Steuerrechtes bT Länder und der Gemeinden leteen wir ab. W nn die Denkschris. aat, unsere Wirtschaft müsse sich am "ba Kapitals- bif amg auf bau.it, jo beweist das, daß die Regie­rung, in brr Sr»iaUenv traten sitzen, nach wie oo eine kapitalisti che Regierung ist. Der GeLankd der Kapitalsteuer ist richtig, aber sie müßte nach oben mehr gestaffelt rocrtx.it und zwar ovogressio. Alle Steuergesetze werden nur das Elenb vermehren helfen. Nur die scharfe Abage an die kapitalisti- che Produktion kann uns retten.

Abg Tr. Leim (Bei keiner Frafion): Die Steueroorlagen entölen ci:tc BerfasrnngSände- nmg. Ihre Zentralisatvonsbe strebmrgen finb un- crträglich. Länder und Gemeinden werden zu Kost- gängern des Reiches gemacht. Der Rcichsfinanz* Minister kann den Gemeinden unter UmgclÄmg der Länderoersassungen zum Bewuß s in bringen, daß Zmtrali.sicrung Trumpf ist. Mit dieser raschen Zentralisierung nützen sie dem Reichsgedanken nicht. Der Einkommensteuertarif geht v.el zu tief b.Tuntcr. Tie Steuerfreudrgieit müßte gdplen werden durch eine gerechte Erfasjung aller Steuer- pflichtigen und durch Führung des Beweises, daß ite svhen Steuern auch ihren Zweck erfüllen durch Förderung der Produktion und die Verbesserung der Ernährung. Statt dessen fato teren sic die Lanlwirtfchaft. (Lärmender 2Bieripryd) bei der Mehrheit.) lieber lern Nvtvpfer des Be itzes brau- chen wir das Nvtvpsa der Arbeit! (Beifall.) Tas Ausland l-at ein Interesse daran, tefe unsere Va­luta sinkt. Der Stand unserer Valuta ist der Grad­messer des Kredits, den unsere Regierung im Aus­land gcni.ßt.

Die drei Steuergesetze werden an die 10. Kom­mission verwiesen.

Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. Kundgebung gegen die Zurückhaltung der Gefangenen. Schluß gegen 63/< Uhr.

Aus Sta&t und Land.

Gießen, den 8. Dezember 1919.

Gültige Lebensmittelmarken

rür die Zeit vom 8.14. Dezember 1919.

y rot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 83 Pfg.» Weizenbrot- mehl Kilogramm 1 Mk.

Butter: Marke 50 80 Gramm Margarme zu 90 Pfg.

Fleisch: Wochenabfchnitt 50. Metzger für Fremde: N. Güutlier, Walltorftraße.

Zucker für Dezember noch nicht eingetroffen.

Nährmittel für Dezember noch nicht ein­getroffen.

Nährmittel und Zucker für Zuge­zogen e: Emil Dörr, Großer Steinweg 14, Emilie Banse, Frankfurter Str. 70, D- Roßbach, Plockstrasse 2. August Wallense S, Marktplatz 17, Robert Wietschel. Krosdorfer Str. 10.

Zucker für Kranke: D. Roßbach, Plock- straße 2.

Nährmittel für Kranke. Dch. Tebus. Friedrichstraße 5.

Mehl für Kranke: Kilogramm 1.28 M. K. Borger, Wetzsteingasse 15.

Nährmittel u. Zucker für Fremde: E. G. Kleinhenn, Bahirhosstraße 59.

Seife: Marke für Dezember 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seisenpulver, das Pfd. 90 Pf.

* Mehl-SonderauSgabe. Ti jcnigen Personen, welche nicht im Besitze von 31/, Ztr. Kartoffeln sind, erhalten ab 1. November b. Js. pro Tag 20 Gramm Mchlzulagc. Als 1. Rate wer­den 3 Pfund Weizenbrotmehl pro Kops ansge- gcben. Personen, welche Anspruch aui diese 20 Gramm Mehl pro Tag haben, erhalten die ent­sprechenden Marken am Mittwoch, 10. Dez., in den Brotmarkenbezirken. Das Mehl ist nur Bäckern gegen Abgabe der Marke mit dem Aus­druck 1. Mehlsonderzuwcisung zum Preise von 52 Pf. das Pfund biS cinfchlwßlrch 24. Dezember d. IS. erhältlich.

* Speck-Verteilu ng. Ab Dienstag den 9 d MtS. gelangt in den Metzger geschälten der Stadt Gießen amerikanischer Speck zur Verteilung. Die Ausgabe erfolgt gegen Abgabe des KontroNabschnittes zur Fläschmarke der 50. Woche. Auf jeden Kontrollabschnitt entfallen 500 Gramm zum Preise von 4,70 Mk. Die Abholung d<S Specks hat unbedingt bis zum 11. Dezember 1919 zu geschehen.

** Die Kar toffelmar ken N bis Z, 49 Woche, werden b lief.-rt bei: Krick, $ , Riegel- pfab, Konsumverein, sämtliche Fi i:fen, Löd'ack. E.. West-Anlage, Rumpf, F., Zozelsgasse TrechSler, D-, Steinstraße.

Veranstaltungen.

Montag: Stadttheater, 7 Uhr. Willis Frau Sol lo: L nben'jurg, Bortra 'Sobe d des De t- stten OfsitzierSbundcs Hotel Ginlrrn. 81/« Uhr, of cntlidx Verfamnllung deS sozia bemo'.lo i dxn DablvereinS. Lichtspielhaus,Der länger" und Das ennat Rätsel" Lichtfnel«, Se tcrstoeg. ,.AuS 1000 Meter Höhe^' undRauke auf Freiers- füfeen".

. «

* Amtliche Perfonalnachrichten. Am 23. AusNlst d. IS wurde bet st »all <b cemOftr Baumeister Fritz Grandpierre Lis G r'bi t zum Reg erun S xrumäilcr <rna nl Urb-et a* gen wurde am 1. Dez. lern Lehrrr Wilhelm Schaffnit zu Groß-Gumpen eine LehrersLlle

an der Volksschule zu Iugenhein^ KveiS Bens- Häm. jUe ertragen wurde am 3 Dez. derwScknrl- amtsar.wärter W la. Hartmann aus G l e ß e n d.e Le.rer elle an dec Lo.AchLe zu Dannenrod, Lrers 2lLdidO.

"Letzte FristsürdenEntlafiungS- anzug. Ter Anspruch aus den Enllas un; Savz-.g muß rechtzcr ig an gemeldet wer. en, w.nn er nrch. verfallen io.L Für bte inio!ge der Abrüstung Errt- lafsenen und der Anspruchsberechtigten Kriegs- bcichäd.gten, die vor tem 9 November 1918 ent- taffen rooroen sind, läuft diese Frist bis zum 28. Dezemaer 1919, für alle späd r Ent af euen 3 Monate nach dem erfolgten Aussch Len. Wenn bis tenn ter Anspruch nicht angemeldet ist unt kein entschuldbarer Grurd oorl egt, io verfällt der Anspruch. Du-fe ®r.r b ätze i d nicht von allen D enststetten äugeda trn warten. Das Adni l»- lungsamt des frü.-cren Preuß schen Kriegsmu.ige. rcums hat deShala die Llbtoickclungs-Jnler'^anrurdn aus dreie Frist hingewrelen.

* D ie chtliche Beleuchtung deS Durchgangslagers erregt unter den Ein­wohnern von Gießen, die nach 11 Uhr abends durch völlig lichtloie Straßen tappen müßen, hef­tigen Unwillen. Die Kommandantur des Lagers macht aber geltend, daß sie die Beleuchtung des Hagcrd n chr einschränken kann, nxnl iil) bet ter UuÜbersichtlichleit der Baracken die Tirbställt noch mehr Hausen würden. Es stehen dem Lager nur wenig Bewachungsmannschaften zur Verfüg- utid und der Verlust durch Diebstähle an den tert auigtL-äuften Bele dun S .üücn würde die Lrch- erspacung nicht aufwiegen.

** Die Gewerbe-Ins pektionDarm stadt, Lauvtvertälwigsste.le von Betriebsstoff für Verkehrsjwecke, macht die hrssischeii bezugs­berechtigten Krafrfahrzeugle itzer darauf aufme.t fam, daß dem Frästaat Lessen geringe Mengen von Benzin zugeteilt wurden. F.ä'.ateanträ-e, i'orvät fie für den Monat Deze nter noch nicht tiii# gerächt wurden, sind umgehend ter Latwtvertei- lungsstclle zuzu enden. Son>ert dnn ersten Arrtrag.' nicht sckwn früher dne d hördlich beglaubigte Ab­schrift der Zul.rssungsb sch.-inirung des letr. Kraft- falhrzeugs teilag, ist eine solche dem Anträge tei« zufügen Es liegt im eigensten Fm-'rese des An­tragstellers und tinrr deschl unizten Freigabe, wenn die Vorschriften genau dngelwltm werden, da sonst Rückfragen utid damit Verzögerungen entstehen.

**Der kupfcrneSonntag, der erste der drei Geschäfts Sonntage vor Weihnachten, war vom Weller durchaus nicht begünstigt. Regen und Schnee wech'el en den ganzen Tag über ab. Der erwar:e:e Ge'chäftsverkehr konnte daher nicht recht in Fluß kommen.

Tas Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold betnigt für die Zeit vorn 7. bis 13. Tczember 830 o. H.

** Bon der P o st. Nach Ungarn sind wieder geschlossene Briefe zugelassen.

AuS dem Stadttheater-Burcau. Unter den Sternen 1. Gröhe auf dem Gebiete brr Ehorcograrch e glänzt der Name der Gcschwiner W i e j e n t h al' mit an erster Stelle. Es dürfte deshalb allgerne u begrüßt werben, daß die be­rühmten Künstlerinnen kommenden Freitag ein einmalige- Gas.spiel venrnsta ten. NL.e es wi-.d noch bekannt gegeben. Es ist rat am, sich zeitig Plätze zu sichern, da nach aller Voraussicht sehr starker Anbrenig zu erwarten ist.

** Liebig-Museum. Den ersten Voctrag in der Rdhe der biographischen Themata eröifnete am Sonntag Herr Univ.-Pros. Dr. Gotschlich über Robert Koch. Der Vortragende verstand eS in meisterhafter Weise, die Entwicklung und Be- beutung des genialen Hygienikers Koch barzustellen und die Hörer für seine Ausführungen in hervor- ragendem Maße zu begnstern. Den Dank brachte »um Schluß der Schriftführer Herr F. F. Werner im Namen deS Vorstandes zum Ausdruck Um die Förderung bet Ehemie und exakten Nattmvissen- fÄaften zu heben, hat ein Mttglied der Gcfell- sckaft Liebig-Museum dne sehr wertvolle Stiftung gemacht. Die berühmte Liebig'Biographie F Vol- bards soll als Preis jeweils demienigen Schüler der Oberprima tiner realistischen Anstalt zu erkannt werden, der nach dem Ermessen deS Direktors daS meiste Interesse an den e aften Naturwissenschaften und Mathernattk hat. Für dieses Jahr sind Tür lTsses Geschenk, die brti Renlgnmnasien Gießen, Tarmstadk unb Mainz ht Aussicht genommen.

* Eine äffen tl. Angestel l te n-Ber- sammlung findet M tttvoch den 10. Dezember, abends 8>/< Uhr. im Gewerkschaf'Shaus statt Auf der Tagesordnung steht die Bekanntgabe des Schiedsspruchs deS Schlichttmgsaussch.nfes über den Tarifvertrag für kaufmännische und technische Angestellte.

** Der 93 o rtraa: ,T!ettow-Vorbeck unbber KricginOstafrrka" von Walter von Ruckteschelll ist im schönsten Sinne des Wortes pvvulär. Schl cdt unb warm schi beit er bie me:schlich.-n Erleb if edner Kriegs ahm, die treuen Scknvarzen unb das tomtberhave Gönnen* land, an dem sein Herz noch heute hängt. Al'en Kreisen, auch unserer Jugend, 'ei der Besuch deS Vortrages airgelegentlich empfohlen.

** DaS Orchester deS Deutschen Jugendbundes Gießen, unter ßnhmg deS exmi Richard Mulch, jp5 am Sams ag den 6. Dezember für seine Mitglreder in der Aula des Gymnasiums sän erstes Konzert, daS sehr stark besucht war. Tie Musskfolae war allgemein verständlich gewählt, neben klassischen Stücken kam auch italieniiche und romantische Musik zum Vor­trag. Dem Orchesterleiter gelang eS, den Einzug der Gäste auf der Bartburg von R Wagner zur Glanznummer deS Konzerts zu machen Durch sicheres Zusammenspiel zeichneten sich besonders aus: Alice Ackermann, Maria Soetbeer, D Schön- hals. R Kussmann, W. Fischer, H. Großmann, Welter und Noll Die Solovorträge des Harm Richard Mulch ernteten sehr reichen Beifall. Für Dilettanten verlies bad Konzert vorzüglich.

** Konzert be- Frl M. Körner. Am vergangenen Samstag oeranPn tetr Frl. M Kör­ner in bem Saale ihrer Schule dn 2. Konzert. Es wurden u. a. von den Schülerinnen Werke von Beethoven. Mendelssohn, Edopm und Schu­mann zu Gedör gebracht die in ihrer Schwierig­keit den einzelnen Sturen deS Entwicklungsganges angcvaßt waren. Gute Tonbildung und Sttrnm- rübnmg, ebenso her ausdrucksvolle Bortrag der einzänen Tonstücke verdienen besondere Erwäh­nung Die ganze Veranstaltung legte ZeugniS davon ab. mit welch musikpädagogischem Ver- ständniS in dieser Schule gcarbritet wird. Vor­träge von Gesanglehrerin Frau Müller-Bangerk unb Herrn Muftklehrer Schäll er gewäh den in ihrem künstlerischen Vortrag besonderen Genuß.

** Ter Medicat'0'Abend im frotef (hn- Horn zeigte einen aufrichtigenGedantenlefer", Da

gleich in frina Einführung erklärte, daß das Gedankenlesen teure Kunst fn unb baß wn liebet- innlicbtdt oder einem6. Sinn" datei teine Rede sän könnte. An einige schnell and leicht gelöste Erp.rimcrrte schloß er di« e AufklL.-una, welche sv einfach, Dciulid) unb leicht verstLndllch war. daß niemand von den Anwesenden ui einemGedaukew- leier" mehr rinPl.iär«men" sehen wirb. Tas übrige bunte Programm war gut und abwechse- lungerdd) und >org:e für gute Unterbal:ujm. Me« (.xcaho ist ein UntDer'alTünHlct, welcher ab Sänger, Luimorist, Komiker, Blitzdichwr und dtattonaltänz« mit seiner Partnerin gutes leistet.

Eine Bereinigung von ebemal. 3ioilgeiangenen unb Au-landsdeut- Ichen wurde am 25 Nov. h a in Gießen gt- grünb-ct. AIS vorläufiger Ausschuß wurden y» wählt: Frau Dr Saarne, 'owe tne Herren Breuer und Attig, sämtlich in Güßen. Es ist in Erwä­gung -.zogen, s ch der Laiche-gruppe Hes en vom Bund oer AuslandSbeutschen auzu.chl e^n Da bt Forderungen t-er geschäd g*en Au-land-beutfchen und Znllgean c: en nunme-T sprnch <i geworden sind, kann allen in Mit cijenid» t gtjo e en Do­men und Herren nicht teingend -enug empfohlen werben, da Vere nigung beijutreten.

** ZirkuS Bernardo-Lorch Auf da Durchreise nach Frankfurt gastiert auf mn 2 Tage Zirkus Bernardo-Lorch in Gießen im 5a al bau Eaiö Leib Das Unternehmen bringt für Gießen einen Svielp'.an rein »irzenischer Kunst, anen reichhaltigen Marftall cbla Raiscpferde, tosskühner Reiter und Reiterinnen, Luit- und Parterr-Akro* baten. Dompteur JllenebS 6-Dild-Dressur'Löwen'- gruppe, 5 da besten Clowns und Au'.ptste Der Billettverkaus im Zigarvenaeschäft Peter-, Markt* platz 15, hat begonnen Eintrittskarten fihtnen schon heute zur Erösfnung-vorstellnng am Mitt­woch gelbft waden. Siehe Anzägentril unseres Blattes

** Keine blauen bonntagStannuS- p ä H c. Ta Kommandant da Rberirarma in Mainz hat die Bitte deS Abschnitt-lommaudv- ß' da neutralen Zone um WetterauSgabe ter blaum Sonntag-päfte zum Besuche de- Taunus abschlägig beschieden.

Landkreis Gießen.

** Bettenhausen, 6 D». Nächste» Dienstag den 9 d MtS sind 50 Jahre verflossen, daß uiti'a Milbürga Wilh. Pauly I. al» Felb> geschworena vapil.chet wurde. Be ter vor etwa 15 Jahren erfolgten Zusammenlegung ^oer Oruntk stücke gehörte a da Kommission an unb bat in uneigennützigster ®rie feine Pflicht erfüllt Sät 44 Iachren ist er Thsglieb des tidigen OitSgerichts. Während des Kriege-, im Jahre 1915 konnte a das Fest ba Goldenen Hochzeit s iem. Hea Pauly, da am Dienstag den 50. Gedenktag in förpa* licha unb geistiger Frische beg ch: er vollendet in einigen Wochen Lin 8J. Lel> nsjahr, vmtor itocf) am Ende de- Kriege- feinen ältejten Eotei, ba vom ersten Tage de- Kriege- an als Dfiukrt im Westen stand.

B. Burkhard-, 4. De» Einen Lickt* bildervortrag üba Land unb Leute in n« merun hielt da Basier Misionar Keller auf Mannbim. Für bie Schulrugmd fanden bin und in KiulldoS be andere Bearn stol tun gen statt, bei denen ba Millionär zahlreiche Gebräuchsg^gen* fAitte der Schwarzen, auch Götzenbilds, wnügrtt. Xie ZulZörer folgten mit großem Jmerrise tm Ausführungen üba bte frühere dennche Loionte,

x Wieseck, 6. Dez. Unfac Volkshoch­schule darf mit ihrer nun beendeten asten Woche zufrieden sein. Die Einschreibungen in die Hörer- listen haben bald die Zahl 100 erreicht. ES ist p hoffen, daß mancher, der bei da asten Stunde da bereits begonnenen Kurse üba Baufragen, Mutter- und Säuglingsfürsorge und Hämatkunde noch fehlte, bei deren Fortsetzung am 15., 17 und 19. d. M. sich diirriot. Da Borstaird beschloß badtS bie Anschasfung eines Lichtbilder- apparats, da auch da Schule und Ällgemein- hät in Einzeloorträgen zugute käme. Zur Be- ftreitung da nicht geringen Besckiaifung-kvsten a- hofsen und abittet die Volkshochschule bte Unter­stützung auswärtiger unb hiesiger Freunde. Im Laufe deS Semester- soll auch ein Stück in

Was kostet^)

die Deutsche 2par»Prämienanleihe

II 500 Mark bar

| 50V Marl Kriegsanleihe Was bringt? die Deutsche Spar-Prämienanleihe I Jedes Jahr 5000 Gewinne gleich 50000000 Mark.

Jedes Jahr 25 000 Donus-Gewftme von 1000 Mark bis 4000 Mark.

Jedes Jahr 50 Mark Sparzinsen für ein Stück von 1000 Märst.

Schluß der Zeichnung 10. Dezember mittags 1 Uhr Eirrzahllirtgstermin1.-8.Jarr. 1. Ziehung: März1K2v.

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