Ausgabe 
8.10.1919
 
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Die

der

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auf weiteres geschlossen.

bis

stonjcrtbouO ein

besetzten Gebiet ringrführt imb rm freien um Verlauf ausgeboten inerten, verfallen

aus dem

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Aus dem besetzten Gebiet.

Die Ludwigshafener Vorfälle.

Mannheim, 7. Okt. (Wolff.)

kommen und in freundschaftlichem Austausch Gedanken gemeinsam an allen den Aufgaben beiten, an denen sie beteiligt sind.

a.-uiiv' i »ui;i <xikiu uusyciwiui ilx. vu .uuii i ui ^iuiivu,t n ---

rücksichtslos der Beschlagnahmmtg. Insolgräes'en IGruß an die Heimat" aufaesilhrt. Gantz dimre müssen auch aus den Schaufenstern der Geschäfte >m bewegten Donrn für diese Ehrung. Von dnn

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Herren der

der ar-

in die Heimat zurück.

z. Grebenhain, 5. Okt. Astern ist der zweite t^fangnre der bi'figcn Gemeinde, welcher m englischer Gefangmschaft pewesm war, Heinrich Gang, Sohn des jetzigen BrigHrrtrnetm Gantz, 'nrürkgekehrt. ES wurde ihm gestern abend vom h«jig:n Musikverein, nxldKr jetzt die Stärke einer Hvlc ilbonsmusik, 28 Mann, erreicht hat, unter Leitung feines d.rühmk.n Tirigentm, tfnul Weitzel, ein Ständchen gebracht. Als -ustes Stück narbe

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besitzcr und sbrantenträger Karl Dietz von hier aus englischer Gefangenschaft zurück, in dic er an 22. September vorigm Jahres geraten war. Lehrer brausch empfing mit fernen Schulkindern den Heim- kehrenden mrt Ehorgesang mtt> bot fv den Dill' tom mengrutz der ganzen t^emeirrdc bar Hoffentlich kehn auch der andere Krie^gefang-enc Lotz bald

Kreis Friedberg.

Kampf mit Einbrechern.

--Ober-Rvsbach, 7. Okt. In der Nähe

Arrs Liessen.

Landesansschuk der Deutschen DoltSpartei.

TBE. T a r m st a d t, 6. Okt. Am Samstag fand in Frankfurt a. M. eine Sitzung des Landes- auSschusseS der Deutschen Bottspartri statt, die aus allen teilen Hessens besucht war. SUm. Rechts anwall Dingeldev eröffnete und leitete die Sitzung. Erster und wichtigster Punkt der Tages­ordnung war die Durchberatung des Entwurfes 3U einem Parteiprogramm für das Reich. Der vorliegende Entwurf wurde eingehend nach allen Richtungen besprochen. An dieser ledbasten Aus­sprache nahmen die Vertreter aller Stände und Berufe teil. Die Grundgedanken des Programms ianben allseitige Zustimmung, nur wenige Ab- änderungsverträgc wurden beschlossen und sollen dem Parteitage in Leipzig vorgelegt werden. 3um Parteitag, der in Leipzig vom 17. bis 20. Oktober stattfinder, wurden sodann 16 Damen und Herren als Vertreter gewählt Außer diesen werden die Abgeordneten der Volkskammer und die Mitglieder des Zentralvorstandes der Partei des Reiche? an den Verhandlungen tcilnchmen. lieber bi** nächsten Reichstagswablen und die politische Lage im Lande berichtet>' AI>g Dingeldcy.

Entschädigungen für das besepte Gebiet.

nicht ^gelassen haben. Durch Verhandlungen ist erreicht worden, daß die englischen und amerikaai- fchen MilitärbefehlShaber jetzt, die ^-^lung der Vergütungen gestatten, so daß na^P^Whluß des Feststellungsverabrens der Auszahlung nichts im Wege steht. Tie Franzosen dagegen haben ihren Standpunkt noch nicht au t gegeben. Deshalb sind von der wegen Ausführung des Rbeinlonoabkcmmens nach Versailles entsandten deutschen Kommission eingehend Verhandlungen geführt worden, die das Ergebnis gehabt haben, daß die Alliierten ein im Benehmen mit dem Reichrkommissar zu erlassendes Reglement in Aus- ncht gestellt gaben, um die Frage für bas ganze Gebiet einheitlich zu regeln. Inzwischen hat ba RcichSmnmier der Finanze-i den Landesregierung qm reichlich- Mittel zur Zahlung oon Vor- Schüssen zur Verfügung gestellt. So sind für das linkL»rheinische preußische Gebier feit Mär; 1919 zusammen 310 Millionen, für Dessen im Mai 5 Millionen, für die bayerische Pialz im Sep­tember 10 Millionen bezahlt worden. Sache der Oie mein den wird eS sein, üegrünbete Anträge an ihre Landesregierung zu stellen, damit diese dann

8ran?furter Linfubrmeffe.

Frankfu rt a. M., 7. Okt. (Wolff.) Zum Besuch der tUZeiie rrafen beute die Vertreter der bundesstaatlichen Regierungen in Frankfurt a. M. ein. Als Vertreter der preußischen Regierung waren erschienen Ministerpräsident Hirsch, Landwirt- schaftsminister Braun, Evenbahnnrinistint O e s e r, Hmtbelsminister Fischbeck unb der Prä­sident der preußischen Landesoersammlung Lei­ner t, als Vertreter der badischen, Regierung Staatspräsident Geiß und die Minister Hum­mel und W i e denr. a n n, als Vertreter der hessi­schen Regierung Ministerpr-rident Ulrich. Im Lause des Vormittaas ummialymen die preu.ßftck)en Minister eine Rundfahrt durch die Stadt, toäbrenb die übrigen Herren einen Rundgang durch die Messe antraten. Um 11 Uhr vormittags vereinigten sich die Erschienenen zu einem Frühstück im Wein­restaurant der Messe, bei dem Stadtrat Dr. Lmtd- mann die Gäste mit l>erzlichen Worten begrüßte. Ministerpräsident Hirsch dankte für die Willkom­mensmorte.

Frankfurt a. M., 7. Okt (Wolsf.) Im Weinrestaurant aus dem Messegelände fand sich gestern abend eine stattliche Zahl von Messcheschik- fmi und 9kfud)em aus Dänemark ein, denen sich auch einige Tarnen und Herren aus Nor­wegen angeschlossen hatten. Wiwesend war neben mehreren Herren der Messeleitung der dänische Konsul Herr Wolfs. In einer außerordentlich warmherzigen Ansprache brachte der Vorsitzende des Messc-AnSschusses, Herr Stadtrat Tr. Land, tzn a n n, die Freude der Messelcitung darüber zum Ausdruck, datz so viele Gäste aus dem Norden nach Frankfurt gekommen sind, um die internationale Messe lernten zu lernen und das Ihre zum Wie­deraufbau des Güterverkehrs zwischen Deutschland und seinen Nachbarn beizutragen Von den bäm- chen Gästen sprach der Vertreter des dänischen Jn- mstrierats, Ingenieur Lange. In einer kurzen Ansprache begrüßte «Stabtrat Landmann auch die norwegischen Gäste. Das Mitglied des Meßaus­schusses Baurat Küster machte interessante Ausfüh­rungen über die Bedeutung der Valutafrage für die Industrie und den Export der Erzeugnisse, bte sie -erstellt. Im weiteren Verlauf des außerordent­lich anregenden Abends ergriffen noch mehrere 'Her­ren der dänischere und norwegischen Reisegesellschaft das Wort und aus allen Reden klang der freudig bekundete, aufrichtige Wunsch, Deittschland und dic nordischen Länder möchten einander immer näher

** Amtliche Personalnack, richten. Durch Entschließung des Landesamtes für das Bil- dungswefeil wurde der Lehramtsreferendar Otto Kayser zu Bensheim zum Lchramtsassessor er­nannt. Ernannt wurde am 1. Oktober 1919 der Amtsgerichtssekretär bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Friedrich Daniel Escher zum AmtS-- gerichtssekrettir bei dem Amtsgericht Reinheim. Am 4. Oktober wurde der Vorsitzende des Vor­standes der Landesversicherungsanstalt Hessen, Ge­heimrat Tr. August Tietz zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate ,geleisteten Dienste omn 16. November an in den Ruhrstand versetzt. In den Ruhestand ver­setzt wurde am 29. September bet Lehrer an ber Volksschule zu Hainstadt, Kreis Erbach, Friedrich Siefert auf sein Nachsuchen unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Ok­tober 1919 ab.

Pfalzzentrale meldet: Die französische Presse kommentiert in absprechender Weise die von Herrn t>. LerSner der französischen Regie­rung überreichte Note über die Ludwigs­hafener Vorgänge. ,Le Journal" vom 4. Oktober schreibt z. B.: Man erinnere sich, öaß am 30. August Deutsche unter sich in Ludwigshafen eine derartige wilde Schlä­gerei im Postamt veranlaßten, daß die Trup­pen zum Eingreifen gezwumsen waren. Zwei Deutsche wurden bei dieser Schlägerei getötet, einer verwundet.

Eine solche Darstellung der Ludwigshafe- fltcr Vorgänge zu einer Zeit, in der der Sach­perhalt durch die Protokolle von mehr als 50 vereidigten Zeugen klar vorliegen! Nur um des Auslands willen sei der wahre Sachver­halt noch einmal in dieser Sache klargestellt: In der Nacht vom 28. zum 29. August stießen französische Kriminalisten, begleitet von fran­zösischem Militär mit Gewalt in das Post­amtsgebäude von Ludwigshafen und richteten unter ben wehrlosen Beamten ein Blutbad an. Son irgendeiner Schlägerei oder einem Auf­sauf vor oder in dem Postgebäude kann gar keine Rede sein und hat keiner der 50 beeidig­ten Zeugen etwas gesehen oder gehört.

... Haltestelle kam eSl während einer Jagd von Polizeibeamten auf Diebe, die.

Aus dem Reichsmrkchrsmmistermm.

Berlin, 7. Okt. (WTB.) Der Reichs- derkehrsminister betraute den württembergl- schen Staatsrat und Präsidenten der würt- tembergijchen Generaloirektion der Eisenbah­nen, S t i ß l e r , mit der Wahrnehmung der Geschäfte cites Unter st aal ssekretärs im Reichsverkehrsminifterium und beauf­tragte ihn gleichzeitig bis zur gesetzlichen Auf­hebung des Reichs-Eisenbahn amles und des Reichsamtes für die Verwaltung der Reichs- eifenbahnen mit der Wahrnehmung der Ge­schäfte des Präsidenten des Reichseisenbahn- amles und mit seiner Vertretung als Chef des Reichsamtes für die Verwaltung der Reichseisenbahnen.

Konflikt zwischen Kommunisten und Unabhängigen in Berlin.

Berlin, 8. Oft. In der gestrigen Vollver- fammlung der Groß-Berliner Arbeiterräte kam es. »veil ciitc Umgestaltung ber Gewerkschaften zu einer revolutionären Kampforganisation für voll­kommen ausgeschlossen erklärt nmrde, zu einem ernsten Konflikt zwischen den Kom­munisten und den unabhängigen So­zi a l d e ni o k r a t e n. Ein großer Teil der erste­ren verließ die Versammlung nachdem vorher er­klärt worden war daß ein Zusammenarbeiten der kommimistischen Fraktion mit den Unabhängigen nicht mehr möglich erscheine.

Militärische Vorsichtsmaßnahmen in Leipzig.

Berlin, 6. Okt. TerBerliner Lakalan- seiger" meldet aus Leipzig, daß dort mili­tärische Vorsichtsmaßnahmen getroffen Ivorden seien, di« mit Putschversuchen, welche den Militär- l-rfrörben zur Kenntnis gekommen sind, in Zu­sammenhang stehen.

l'lus die Ansragc des Abgeordneten Dr. Becker, Neffen (Ttftti. Vpt.l über die Verzögerung der Be ateidjung von RcquisitionSiorberungen, von Enl fmäbiftunncu für Einguartierungen usw. ließ die RetchSregtervng in der Nationalversammlung durch den Gvbeimrat Förster iolgmbt Erklärung ab aeben: Di« Klagen von Gemeinden auS dem be­setzen Gebiet über Nichtzahlung oder Verzögerun- yn oo« 3nHungen für Kriegsleistungen sind hauptsächlich dann begrüntet, daß die Besetzungs- Mächte bisher di« Durchführung des Gesetzes vom 2. März 1919 über die Vergütung von Leistungen Illi* St.' ».'tu.s! >n Ck.'.ira ... AU .1 ,

Aur Stadt rind Land.

Gießen, den 8. Okt. 1919.

Zur Kartoffelernte.

Nach den Bestimmungen der Reichskartofsel- stelle für die Kartoffelnersorgung im Wirtschafts­jahr 1919/20 lAbs. HI) werden die Kommunalver­bände bzw. Kar löffele rzeuger ermächtigt, den von aufwärts zur Hilfeleisvmg bei der Kartoffelernte zugezogenen Arbeitern bis zu 2 Pfund Kartoffeln für leben von ihnen gerodeten Zentner Kartoffeln abzugeben. Als Höchstgrenze der hiernach zu ge­währenden Kartoffelmenge sind 5 Ztr. für jeden Kartoffclgräber und jeden feiner HaushallungS- angehörenden festgesetzt. ES dürfte daher nunmehr die Aufgabe aller beteiligten Stellen fein, in geeignet erscheinender Weise auf diese Bestimmung gen hinzuweisen, um so die Bereitstellung von Arbeitskräften für die Kartoffelernte zu erleichtern.

Aus dem Reiche.

Die Tchwerverwnntzeten-TranSporte aus Frankreich.

Berlin, 7. Okt. (Wolff.) Die Reichs» Zentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit, daß laut Nachricht aus Bern, die Schwerverwundeten - Transporte aus Frankreich, die in den Tagen zwischen dem 1. und 14. Oktober in Konstanz enucenen sollten, um eine neueWocheverschobeu sind.

nach brat fünften Bilde ftattfinbet; bei den üb­rigen Verwandlungen, die ja z. T. auch durch die Bcethovensche Musik ausgesüllt sind, bleibt ba Zu- dxruerraum verdunkelt.

* Gegen die Mäu schlage. Ieda, bei einmal mit ber Bekämpfung der Nagerhtage zu tmi hatte, weiß, wie schwer es ist, diese Tiere mit Giften beizukommra. Der durch Ratten und Mäuse an unfern Nahrungsmitteln verursachte Schaben beläuft sich jährlich auf eine Milliarde. Außer­dem find sie Seuchenverschlevva. Terra Bertilgnug gehört darum mit zur nationalen Pflicht- Die staatliche und wirtschaftliche Institute au^elübrt haben, ist dies mit einem Rauen- und Mäuw- Peft-Bazillus zu erreichen. Geucralvertrctcr H. Haas. Lonystraße 2, bringt unter dem Namen Terror" ein wiffenschaftttch hocküiebradeS Prä­parat in den Handel. Bei diesen sind die tüt Nager tätlichen Bazillen auf einem besonderen Ncbrboten gezüchtet und mit einer Witterung verseilen, so baß die mitTerror" behattacn Brocken von den Tieren gern genommen werben. Hiernach verfallen Ratten und 9Jldu'C in kurzer .Zeit einer tötlicheu Krankheft, durch bie sie gänz­lich ausgerottet werden, während bas Mittel rür Menschen, Haustier imb Wilb vollständig unfchäd- lich ist. . . .

** Tie Zentrale für Heimatdicnst reronstaltet am Sonntag ben 11. Oktober in b:t Ncueu Aula der Universität einen Lichtbild'rvEr­tragErfahrungen als Pflanzer in T e u l s ch - O st a s r i k a". Ter Vortragende, Herr Pftanrungsdirektor R. Konndinya stütz! sich am ein 23 Jahre lang.- Tätigkeit als Pflanzer tr Ineicn und Afrika und schildert in Wort und Bild die mit allen Mitteln der Technik und Or- gfliüiattm großzügig arbeitende BezitTingung des Urira'.des, die Geschichte einer Ri'senplantage von ihren Anfängen Lis zur Erttagssähigkeit.

** Von dem Verein ber Teiltfmen demokratischen Partei wird uns geichrte- ben: Der Verein wird am 14. d. Mts., abends 8 Uhr, int großen Saale des Hotel Einhorn zum Aubenken an seinen Heimgegangenen Führer Fneb- ruf) Naumann eine Gedächtnisfeier ver­anstalten. Die Gedächtnisrede wird Univerntäts- Professor Bousset halten. Frau Pros. 6 o r « n elfer wird einige GesangSvortrage und Ober­regisseur Volk vom Staottheater auSgewähltc' Stucke aus den Werken Naumanns zum Vortrag bringen. Einladungen zu der Veranstaltung, zu der alle Eintvohner unserer ^tabt eingeladen wer­ben, werden noch ergehen.

Landkreis Gießen.

** Annerod, 7. Okt. In den letzten Tagen waren es 25 Jahre, baß Bürgermeister Horn bie Geschicke unserer Gemeinbe leitet. Ms Anerken­nung für seine Uneigennützigkeit, Pflichttreue und sich stets gleickchlcibettbe Freunblichkeit wurde ihm vom Beigcorbneten in Gegenwart des Gemetnde- rcttS ein moderner Ruhesessel mit einer entsprechen­den Ansprache überreicht.

Kreis Lauterbach.

z Grebenhain, 7. Okt. Mit dem heu­tigen Tage scheidtt KreiSgeometer Lichten fels nach IZjähriger Amtstätigkeit aus, um seine neue Stelle in Grünberg zn überivehmen. Wir ver­lieren in ihm einen tüchtigen, ehrenwerten und leckrschaffeTien Beamten, ber sich allmthalben großer Wertschätzung erfreute uxb sehr bttiebt war. Herr Lichtenfels war auch jahrelang Vorstand des

Frankfurter Künstler und hiesigen Gesellschaft münriittcn. Trotz der dohen Eintrittspreise, die sich zwüchen 4 und 25 Mark bewegten, mar der Abend frfjr gut besucht.

Bergheim, 6..Okt Freudig begrüßt von ben Seinen und der Gemeinde, kehrteöreiuimvi

in Bad-Naüheim einen Einbruch verübt hatten, zu einem regelrechten Kampf mit Feuerwaffen. Hier­bei mürbe der 22jährige Bergmann Rudolf Kie­fer Tmrd) einen Scyuß in die Lunge lebensgefähr­lich verletzt. Zwei Begleiter des Kiefer murbert verhaftet, in ihreni Besitz farti) mhn erhebliche Mengen von Diebesgut.

Starkenburg und Nbeinheffen.

rm. Darmstadt, 7. Okt. An giftiger Gasen gestorben ist heute ein aus Arheilgerj stammender Arbetter, der in der Chemischen Fabrik <von Merck beschäftigt war. In dem Betrieb platzte plötzlich ein Rohr. Der Mann wurde der­art innerlich verletzt, daß er bald nach ferner Auf­nahme in dqF (Hbf Krankenhaus starb.

rm. Darmstadt, 7. Okt. Bei einem Feld­frevel getötet wurde der Arbeiter Jakob aus' Bürstadt. Er war am Freitag mit einem Genossen nach ber Bergstraße geeilt und hatte in Gronau bei Bensheim sich eine Partie Trauben auf un­rechtmäßige Weife angeeignet. Beide wurden aber erwischt und durch einen Forstküter und den Landwirt Kvans ans Gkonau versvlgt. Die Ber folgten gaben hierbei zwei Schüsse auf ihre Ver­folger ab und eS gelang ihnen zunächst, zu rat - fiommeit. Aus Umwegen wurden sie eingebolt und gestellt. Hierbei nahm der sehr erregte Kraus hatte, ben Revolver aus ber Tasche imb schlug im Zorn herüber, daß Jakob auf ihn geschossen ihm unter heftigen Vorwürfen die Waffe auf die Brust. Hierbei entlud sich ber Revolver unb ging Jakob durch bie Brust, so daß er an ber Ver­wundung nunmehr gestorben ist-

X. König i. Odenw, 7. Okt. Eine 285 Pfund Rindfleisch umtoftrabe Sendung, die mm hier stammte und nach Frankfurt a. M. be­stimmt mar, ist in Hemau txm der ^lizei be­schlagnahmt narben.

Offenbach, 6. Okt. AIS aussudtsreicher Bewerber um die hiesige Oberdurger- m eist er stelle ist fetzt noch Bürgermeister- bert aus Mainz bin zu gekommen. Oübcrt war acht Jahre in Mainz unb früher im Reichsver- ftcherungsamt zu Berlin auf sozialem Gebiet her­vorragend tätig.

Srfftn^affau.

Wider den Schleichhandel.

--- Fr an kfu r t a. M., 7. vft. Zur Untc r bindungd^s S chl eichhande l s ist hier von der preußischen Regierung eine Zweigvenraltung her Reichseinfuhr st ekle ernarrichkct, bte durch eigene Seamrr unb solche des Llndesvolizev, amte# fortan die schärfste Auffic^ über di: nrau- fübrraben Waren ausübt. Alle LebenSmitrct, Die noch der öffentlichen Bewirtschaftung unterliegen.

.** Telegrammbestellung. Mit Rücksicht auf die mangelhafte Straßen unb Grundstücksbeleuchtung werden im laufenden Wtnterhalbiahre in der Zeit von 9 Uhr abends bis 7 Uhr früh Telegramme und durch Eilboten zu bestellende Postsendungen im all­gemeinen nicht zugestellt werden.

** Aus dem Stabttheaterbureau. In der leymontauffübnmg, bte zur Eröffnung ge­geben wird, spielt die Tüetrolle Herr Hans Ei- s o l t, der «US erster Held für hier mnoflichtet wor­den t)L verr Eisolt war Irfcfr» Jahr am Stadt- tdeater m Barmen engagiert und ist früher schon wiederholt aiüäßlich bet Reüdof-<>iastsviele in ersten Partien hier aubr?trctfn. Bon weiteren neuen ten seren erwähnt die Herren Noeden Braun Weber Leuttiener unb Frau Bermtte. Bon wüHe­ren Mitgliedern wirken u a. mit die Tarnen Terrr und MarckS, sonne die Herten Goll, Tekft), Volck, - -7-'-.-° I Feigel. Heres und Srodi Hs sei auch an dies.t Stelle

für die femblidKii Heere im besetzten Reichsgebiet' erwähnt, daß nur <ine größere Panse, unb zwar

fr. Frankfurt a. M., 6. Ott. Mit bem Spruch de» Schlichtungsausschnsses b.-schäftigtra sich sowohl die Frankfurter Arbettgebet wie An­ge st elltenoerbände. Tie Arbeitgeberver­bände erklärten bat Schiedsspruch an zur kennen^ wähtrab sich in einer großen Versammlung der Angestelltenjchast auf bem Römer berg Un?urrieben- heit mit dem Spruch geltenb machte. Schließlich einigte man sich aber doch unb beschloß ben Spruch des Schlichtungsausschusses ebenfalls an- zuerkennen unb nicht in ben streik $u treten.

Frankfurt a. R/ 7. Okt. Wegen Kohlenmangels wurde heute die Straßen­beleuchtung mit Gas eingestellt. Die Gasabgabe an Private ist auf sieben Stunden des Tages beschränkt.

Frankfurt a. M, 7. Okt. Die Rei'chs- einsuhrstcllc ließ am Montag 28WaggonSGe- ftierfleisch, die unter Zollverschluß am Haupt- bahnbof standen unb der Reichsfleischstelle gehören, beschlagnahmen.

X. Hanau, 7. Oft. Nachdem es ber Polizei erst kürzlich gelungen war, vier Kisten Marga­rine zu beschlagnahmen, sind ihr heute alchh weitere Kisten Margarine in bie Hönde ge» allen.

lj Marburg, 6. Oft. Eine hiesige Ew> wohnerin gab einem Manne für Lebensmittel, die er angeblich herbeischafsen tonne, als Vorausbe­zahlung 150 MI. Sie uxrrtet bis jetzt vergeblich auf die Rückkehr des Mannes unb die schönen Sachen, die er all: mitbringen wollte.

n Neu-Isenburg, 6. Oft. Mit Rücksicht aus das U,nsichgreifen der 9tu b r und zur Ver­hütung der 2ßcitert>erbreitung bief*r gefährlichen Seuche hat ba» KreiSarnt Offenbart, aiigeorpnet, daß alle Veranstaltungen, die eine Änsamml.mg größerer Menschenmengen mit sich bringm, wi- bic "?lbl)altung van Märkten, Ztirchweihe, Tb.nler- varstellungen, Konzert:, Tanzbelusligimgm, öffttü-- licke Versommlungeri, sonne Gottesdienste verboten sind. S ck ulen unb Lichtspieltheater sind

Kric-dllefanqcnen-Heimkchr.

* Annerod, 7. Oft. Bon ben 9 Gemeinde- gliedern, die in seindlicher Kriegsgefangen­schaft waren, fmb bis jetzt nur 3 in dic Heimat .iurürfgefcfjrt: Ludwig Wchruin und Karl Schäfer im Sommer 1918 aus Rußland unb vor einigen WochtM Heinrich Schmitt, der wegen Krankheit von den Englänbern entlassen worben ist. Mit großer Sehnsucht wird auch die Rückkehr der übri­gen 6 erwartet, von denen der Wehrmann Heinrich Bachmami schon seit Septcinber 1915 das harte LoS der Gefangenschaft trögt. Am letzten Sonntag wurde hier als BeArüszung unb Unterstützung ber Heimkehrer eine Spende gesammelt.

--B ad-Nauheim, 5. Oft. Zugunsten un­serer ftrie ad gefangenen fand gestern hier bie dritte größere Wohltötigkeitsveranstaltung statt, ohne die vielen Qenteren Veransmltungen, die im Lause des Sommers für ben guten Zweck schon abgehalten Norden sind. Ter gestrige Kriegsgefange­nen tag bedeutet für das deutsche HilsSwerk für unsere striez- und Zivil gefangenen wieder einen vollen Erfolg. Ein Reinertrag von mehreren tau­fen b Mark tonn der ZeMrale in Berlin imb ber hiesigen Ortsgruppe des VslkSbundes zum Schutze der deutschen Kriegs- und ZwÄgefan.renen zuge­führt werden. Im Laufe des Tages würben durch Schulkinder Blumen Derlauft, abends fand im

bie Schinken. Dürfte und Schmalzkubel in futter 3eit verschwunden sein, Ivenn ftc nicht beGKag- nibrnt irerben sotten. Ten Geschösisleutra ,oi^ noch rät: geimifc Zeü zum Abbau der un ^dxeufr handel erworbenen Daren «wadrL Älle Darra, bie der Beschlagnahme verfallen, werden bet Reiche emrutrft ile jugeführt, die sic zur Deiwrvencilungi an 5xe Kommunen im unbelebten Teulschland neiterfeitet.

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-^BadHomburgv. d. H , 6 Oft. In der vergangenen Rächt drangen Einbrcnftn im nahen Oberstedten, nachdem sie den Ho^bun) e^cl lagen bauen, in die Wohnung des Viebhändlers Dtthelm Völl ein unb raubten aus dem Kaffemcdrank für 70 000 Mk. batcS Geld. Die Täter enttarnen unerkannt.

Frankfurt a. M, 6. Okt. Die nächtliche UnsicheHÜeit in der Stadt h.rt jetzt derart überbanagenommen, daß das Polizeiprä'tdium zu besonderen Gegenmaßre- geln gegriffen hat. Unter Führung von uni-, formierten Polizeiwachtmeistern durch liehen nunmehr starke Patrouillen von Neichswehr- liuoven die Straßen. Diese Streifen haben den Auftrag, alle ihnen begegnenden verdäch­tigen Personen und Transporte anzuhalteu und gegebenenfalls fesrzunehrnen.

Frankfurt a. M., 7. Oft. Tie Eisen- bahudire ktion tritt amtlich mit, daß die bcücbcnbe Sverre für ben Zulauf von Eil- stückgut nach Frankfurt a M.^Hauott>tt)::pos Ort und UeberAina sonne nach Frankfurt a. M - Ost, -2üb uns -West dahin gemildert wird, daß außer Lebensmitteln und Ptcßgnr nunmehr an genommen werben dürfen: Arznrävorra, lebende Pflanzen, Bücher unb Zeitscknifira, Saat­gut und Sämereien, frische Läute, llmzugsgnt unb leere Emballage, bte zur Verpackung von Lebensmuteln Oient. Im Versauo oet Frankftir- ter OrtSbahnhöfc gehen bie gleichen ibeld/cän- kungrn.

fr. Frankfurt a. M., 6. Oft. Seit bem 1. Januar 1919 hat sich bie Zahl ber in Frankfurt üorfrmbencn Wo hnungen nur um 31 vermehrt.

hiefigen Turnverräts.

O Lauterbach, 6. Oft. Tie hiesige Turng e meint) c veranstaltete gestern einen Theaterabend, dessen Birinrctrag ben beim- kehrenden Laukrrbacher Gesang men zugute kommm soll. .Auch in Schlitz sand glriclMitig eine ähn- licke Wohltätigkeitsveronsdaltung des KlubsFroh­sinn" statt, ber schon wiederholt sich in den Timst guten Sache gestellt Hirt.

Grotzchüringen.

A l te n b u r g, 7. Ott. DemBerl. Lokalanz." wirb gemflbet, oaß in ber heute zusammmgetre- teiten Lanbesoe.sammlllng bie Sozialdemvlratcn trotz ihrer absoluten Mehrheit an ber Ausschuß Beratung über e;nc von ihnen belämpfte Vorlage, bie den Zusammenschluß von sechst h ü- ringischcn Staaten außer Koburg und Mei­ningen erstrebt, zustimmen, weil die Bollssttm- rnmtg beullul? für den Anschluß an Preußen und ______________

gegen oi< Schaffung eines Thüru:gifck)cn Klein-l Mittel "vom Reichsminister der Finanzen sraateS ist. Die Landesbeamten fordern in einer Eingabe an die Landesversammliuig Mlehnung der Vorlage ober Dolksabstimmung. l