Ausgabe 
8.7.1919
 
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wmrit und den vcuwel mit WMW) und Frisch-1 Etnfüyrung Der unbesoldeten Beigeordneter^ wurst übernehmen wollen Tie Genehmigung zum Beig. Krenzien dankt den neugewahlUr

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Beginn der Sitzung 5.15 Uhr.

». Ärsiliafl und Diehl.

3. bei geringgenährten Pferden 50 bis 55 Mk. Tie Preise gelten ab Stall des Verkäufers. Akte im StTtijc anfallenden Schlacht Pferde dürfen nur an den Koinmunalverband Giessen verkauft 'roer*

und der handel mit Pi den Kommunolve-rbLnden gt-

nt abends

Ämoeseno sind die Berg. Kren zi en, Klingspor und Rosenberg, sowie mit Aus­nahme von Stadtv. Stimmer, Urstadt und Wenzel 39 Stadtverordnete.

Bei« Krcnzien eröffnet die Sitzung.

Zu Urfunodtxrfonctt iverden gewählt

Änftnir hon Schlachrpserden an Moses ^testier in Gießen, sowie Löb Glück in Allendorf a. d. Lda.

LreiS Friedberg.

Ein Mord bei Nieder-RoSbach.

«us Stadt und Land.

Gieße», de» 8. I»li 1919.

LEde»smittel.

* Rot« Möhren und Karotten aller ®rt dürfen mit Kraut nicht in den handel gebracht werben Soweit die Beförderung von der ErtzeugersieUe auf furze Entfernungen nnt Fahrwerk »der auf ander» Weise, jedoch nicht mit der Bahn, an btt Absatzstelle, insbesondere auf öffentliche dllärfte erfolgt, ist der Absatz mit Kvout bis auf weitere- zugelassen.

** Käse-Verteilung. Am Mittwoch und T«merslag, jxm 9. und 10. ds. Mts, gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur Ausgabe. Siehe Bekanntmachung.

hing bestimmte Pferde dürfen nur an Stern- mimalverbLnde nbgrgeben werden. Als Richt­preise für den Berkaus von Schlachtpferden werden für je 50 Kilogramm Lebendgewicht festgesetzt: I. bei gutgenähct'en Pferden 70 bis W W.,

. Friedberg, 7. Juli. Am 4. Juli wurde der Schrribgehilje Simon von Nieder-Nosbach, als er von Hornburg kam, von einem unbekannten Täter erschossen. Tie Leiche

dz. Siegen, 3. Juü. Seit drei Tagen ist Siegen, weil jede Zufuhr von Lvohlen ausblcibt, ohne Gas. DaS ist em Zustand, her in Öen schlimmsten Tagen des Krieges und der Verkehrs­stockungen nicht erngetreton rst.

♦♦ Wie aus Bonn berichtet wird, starb im Alter von 70 Jahren der betautte Schreibwaren­fabrikant, Kommerzienrat Stiebt. Soennecken. Er gründete ferne Firma im Jahre 1876 und hat sie aus kleinen Anfängen heraus so entwickelt, daß sie heute Weltruf genießt.

Beigeordneter Tr. Rosenberg, gleich-eitm für Kommerzienrat Klingspor sprechend, oanst für das'Vertrauen der Stadtverordnctenversamm- Lung und gelobt, bei allen Handlung« einrig das Interesse der Stadt vor Augen zu be, halten.

Die Lebensmittelversorgung.

Stadtv. Noll (Dem.) beantragt, den Punkt Lebeusmitteloersorguus an erste Stelle der Tages­ordnung -u setzen.

Stadtv. G ö r z (Ztr.) spricht für den Antvag Noll, Stadtv. Volz (Soz.) ebenfalls.

Beig. Krenzien erklärt, daß er, um die Debatte möglichst uneingeschränkt lassen zu können, einige dringend za erledigende Punkte vorher nahm. Er läßt darüber abstimmen, ob Punkt 16 der Tagesordnung als erster erledigt werden soll.

Die Abstimmung ist dafür, daß die Lebens« Mittelversorgung zunächst beraten wird.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, den 8. Juli 1919.

Die gestrige Generaldebatte über die Lebens­mittelversorgung brachte wenig neue Ergebnisse. Angriffspunkte boten eigentlich nur der Einkauf von Kaffee und Schokolade und das Fehlen sach­verständiger Berater bei diesen Käufen. Außerdem wurde von verschiedenen Rednern bemängelt, daß es einigen Beamten des Lebensmittelamtes an sozialem Verständnis bei der Abfertigung der Be­völkerung fehle. Auf die verschiedenen Ausstel­lungen W gab Stadtamtmann Dr. Seid, der Leiter des Lebensmittelamtes, nochmals eine län­gere Darlegung der Verhältnisse, die wir im Jntevefse der Auskläruna ausführlich wiedergeben. Es wird darin die Ursache manche Beschwerde und Mißstimmung auf gedeckt, es wird aber auch em Anblick in die Schwierigkeiten der Organi­sation gewährt. Die bestehenden Mängel tozrben durch die Anträge und die Tätigkeit der neuen LebenSmitteldetnitation behoben werden.

Die eigentliche Tagesordnung wies als Haupt­punkt den Ankauf der Römersthen Schlacken­ft e i n f a b r i k auf. Der Ankauf wurde unter etwas veränderten Bedingungen genehmigt.

Zu Beginn der Sitzung wurden die neuen unbesoldeten Beigeordneten Kommer­zienrat Klingspor und Iustizrat Rosen­berg für ihr Amt verpflichtet.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das AmtsverkündigungSblattNr.53 vom 7. Juli enthält: Ferien des PvovinrialauS- schusfes. Verordnung über Werdsteisch und Eriottwurst. Born 22. Mai 1919. Ausführung des ReichsvtthseuchengesetzeS; hier: AuSschtag der Beiträge auf die Biehvesitzer vom Ri. 1918. Waffenb^itz. Tnruuifter richt ©icafemftNTrt NonneitvothRötlmes". Mahlen zum Kreis­tag. Reichvreisebrotmarken. Tie Einsen­dung der Hand- und Tagebuchsauszüge. Feld- bertinigung Bergheim; hier: Drainageu. Feld- bereimgung Öber-Bessrngeu.

Pferdefleisch und Ersatzwurst.

Ter Ankauf von Pferden pur Schlach- tung, der Betrleb des MerdeschlächitcvMwerbeÄ

RoSbach führt. Ein in der Nähe des Tatorts arbeitendes Mädchen hörte gegen/jö Uhr nach­mittags zwei rasch hintereinander abgegebene Schüsse, bte untoeil vom Tatorte fielen. Die Kugel lammt vermutlich aus einer Bvowningpi olc. Alle Personen, die sachdienliche Angaben zur Ermitte­lung des Täters machen können, werden im Inter­esse der Allgemeinheit dringend' gebeten, ihre Wahr- uehmungen der Aürgermeffierei, oder der Gendar­merie, dem Anilsaench ^nebberg oder der Staals- antvaltschast Gießen unverzüglich mitzulerlen.

^ndkveis Gießen.

** Annerod, 7. Juli. Die Gemeinde­kirschen auf der Platte wurden vergangenenj Freitag versteigert. Auswärtige durften nicht mit» bieten. Wer nun auf billige Kirschen hoffte, sah 'ich gründlich getäuscht. Die Preise waren der 3eit ngepaßt Aus manchen Bäumen stellte sich das s Zs und auf mmdestens 3 Mk. So tatete ein erw- zelner Baum die 'Heini gfeit von sage und schreibe 1025 Mk T« Gesamteumahme betrug 6726 Mk.

Geilshausen, 6. Juli. Die hiesige Moi- Serri tarnte heute keine M rl cb von den Nachbar­orten ans ähren lassen, da infolge des Eisen­bahn ft re iks keine Transporttarnen zurück- kamen, um die Milch nach den zu versorgenden

Beig. Krenzien dankt den nengovähtts Beigeordneten, daß sie das verantwortliche Anu angenommen haben und heißt sie mit bem bery licyen Wunsche willkommen, daß ihrer Arbeit reuher Erfolg beschicken sein möge. Et nimmt die neuen Beigeordneten in Eid und P'licht und bittet sie ,geloben zu wollen, daß sie ihr Amt treu und gewissen halt Derma t-n, das^ Dienst­geheimnis wahren und sich immer das Jnteresie der Stadt vor Augen halten wollen.

f c (b, häufig von Zwischenrufen un1i-rLn.»chen, er- vnberte <ml die Ausiührmrmm des «orvodners. Bor dem)ttrtzwort Nehfelds fmxidi noch Stabtorrarbmilrr W ei ß für den Rächsbwnd

Schwarz-Weiß-Lichtfpiele 5Sel- terStoeg M) dringe» ab heute bis ?rmtan 11. Juli, den vierten rmb letzten Teil des RiefenftlMiyerkes K a t u". Dies« Teil übertrifft bei weitem die s> öderen Teile, und ist für sich abgeschlchsen, Als S)eiProgramm ist die tzumovesL ,^Bxxntc als

fatwn brr ^irrgsvrschchn q ter und vor allem über ihre T^rbrrungni. Herr Ganler von, Rrichsband der Kriegs beicht digtrn ergänzte die Ari Sf ö lMingeni der HmiMredner, stellte nene «sefichtS«pniiAe (ruf und bedauerte die Zerfplitterang in der KriegS- bef(#biflfeniyrgonii<dion, «dem rr and Einh-it-av-rdand agierte. Gefchäftsivi

Y Butzbach, 6. Juli. Ein großer Tvauer- zug, wie er hier nach nicht oft gesehen wurde, be­wegte sich beute nachmittag durch unsere Stursten. Es galt den durch Pferdeschlag verletzten Stadt­verordneten Willy Müller, meldier feinen Ver­letzungen erlegen ist, zu lfftabe zu tragen.

cP Butzbach, 7. Juli. Die Butzbach- Li cher Eisenbahn nahm heule den Betrieb auf den einzelnen Strecken wieder auf.

Hessen-Nassau.

mr. Frank furta. M., 6. Juli. Der frühere Ehcfredakteur des (Ämeral-Anzeigers, Max von Flotow, der das Blatt von kleinen Anfängen zu seiner jetzigen Blüte geführt hat, ist Plötzlich an einem Nervenleiden gestorben.

X Fron Hausen, 7. Juli. Beim Spielen mit viueni Techin erschoß hier ein 12jähriger Junge ein 7jähriges Kind.

X Fu l da, 5. Juli. Für die gemeinsame Aus- führung der Arbeiten zur Elektrizitätsversorgung toetben sich die Kreise Fulda, Schlüchtern und Hünfeld zu einem Zweckverbande zusammen schließen. Tie Elektrizität werden die Kreise auS dem als Ueberlandzentrale gedachten staatlichen Mainkraftwerke beziehen. Tie Streife Hanau und Gelnhausen, die gleichfalls ihre elektrische Arbeit aus dieser Quelle beziehen werden, gehen gleichfalls bei der Herstellung der Arbeiten zusammen vor.

Aus brat besetzten Rhringebiet.

«= Mainz, 6. Juli. Die An leihe der Stadt Mainz, die. erst vor drei Tagen auf­gelegt wurde, hat jetzt schon eine derartige Uebex- zeichnung aufznwrisen, daß sie SamStag als ge­schlossen erklärt werden muhte.

Ludwigshafen, 7. Juli. Die französische Behörde hat gestern den Kurs der Reichs­mark für das Gebiet der 8. Armee (Rhein- Psalz) von 48 aus 40 Eentimes herabgesetzt. Die französische Militärbehörde veröffentlicht heute in den pfälzischen Tageszeitungen eine Bekannt­machung, in der sie jeden Empfang und äußere lnundgebung bei der bevorstehenden Rückkehr der Kriegsgefangenen untersagt. Die Rückkehr der Ge- fangenen, so heißt eS wörtlich, müsse den diskreten Eharakter bewahren, wie er von einer besiegten Armee in einem vom Sieger besetzten Lande zu beobachten sei.

arfffym Wir machen gerne an dieser Stelle auf 'ne BestvebuMgen der Leitung der t^sveTboschule aufmvrfsam und weisen barmst hin, daß Anmel­dungen schon jetzt angenommen iverden.

** Der freie befsische Landesver­band Kriegsbeschädigter »»b Kriegs- Hin1erblieb"'ner, der bem Einheitsverband» d'w Kriegsbeschädigten Teutschl»nb? angeschlosstni ist, veranstaltete am Somttag nachmittag im Cas6 Leib eine össentliche Be rfnm m l n n g. Ter Vorsitzende bc<. hessischen Lundesoerbandes, Lehrer Fünf Bieben, fi?,i.lbcrle daS Elend und me Ävt la« der Krieg^eschädigten und sprach wn der 1dia>runi Entttiufchou», die daS deutsche Volk Hin en KftogSdeschiibigten und Witwe» und Wösten be- reitet habe: nur bnrch SelUWste, ixredt Zu- saM»en schlich aller KrieqSbeschäbiBen, tonnten ihre bazrbtieften Forderungen durchqstetzt torrbeu. Ter Geschäfttzflchnk-r d-s EinheilSverbaildes, R c b - selb, der an Stelle b« verlgtederte» Vt-rbands- vovßtzendeN Gteiagrüfaer trfd)ic*en war, ve-Äveiiete sich in tatgrrrn Au^ührimgen über die Otgimi-

** Amtliche Personalnachrrchten. Am 1. Juli wurden der Bahnhofsvorsteher Jo Hs. Birkenstock zu Arheila-n, der Lokomotiv- 'tchver Nikolaus Saus zu Biaiuz, die Ladcmnster Philivv 5) a m m e r zu MoivH und Joharml's Lukas zu Bingerbrück, der JSeichetisteller 1. Kl. cteorg Hüthw 'hl zu Monsheim, sämtlich in der H-stisf-'-Preußischen Ei'enbah-'geweinschast, auf rhr NaÄuch^n in den Ruhestand versetzt

Der Zugverkehr ist durch Bei- fegitng des EisenLahne?sttreiks auch in Frank­furt seit Montag früh wieder normal. Schon am Sonntag abend und nachts sind einzelne von Frankfurt abgelassen worden. Zwischen Alsfeld und Gießen wird och Samstag ein neuer Personenzug eingescho- chen Der bisherige Güterzug 7529 verkehrt regelmäßig, auch Sonntags, als Personenzug nut beschleunigtem Fahrplan. Gießen ab 2.35 Ähr nachmittags, Alsfeld an 4.27 Uhr. Der Prrfwnalzug Bvtzbach (ab 11.22 Uhr abends) Gietzen (an 12.02 Uhr) befördert niub Nichteisenbahver, aber nur Personen, die im Besitz von Arbeiter- und Zeitkarten sind.

♦♦ Einreise In das besetzte Ge­biet. Das Zibikrommissariat in Frankfurt a. M. teilt mit: Alle in den Blättern erschiene­nen Nachrichten über Berkehrserleich- terungeu im besetzten (Gebiet infolge des Friedensschlusses entsprechen bis heute nicht den Tatsachen. Bis auf weiteres sind die alten Bestimmungen weiter in Kraft. Das Inkraft­treten neuer Bestimmungen wird durch Ab- schnitlskommandeure und Zivilkommissariatc sofort bekannt gegeben. Vorherige Anfragen mw zwecklos. Vor allem entspricht auch eine Mainzer Meldung, daß die Quarantäne zur Einreise in das von den Franzosen besetzte Gebiet aufgehoben fei, nicht den Tatsachen, vielmehr dient nach Mitteilung des Armee­oberkommandos in Mainz das Griesheimer Lager vom 6. d. M. ab wieder als Quaran- täuelager,Lmd zwar unter Aufrechterhal­tung der bisher geltenden Bestim­me nqeu. Die Dauer der Quarantäne be­trägt ftcr die Personen, die nach Elsaft-Loth- riugen und in das Saargebiet einreisen wollen, 15 Tage, für alte übrigen 3 Tage.

** D ieb s g u t. Wem gehören ein größe­rer Posten rot- und weißkarierter Säckchetl, welche beschlagnahmt wurden und jedenfalls vou einem Diebstahl her rühren? Eigentümer wollen sich auf dem Poli-eiautt, Krrmtnal-- teilung, melden.

* Diebstahl. In der Nacht vom 7. auf 8. l. M. wurde in einer Billa der Wil- helmstrafte eingebrochen unh folgende Gegen­stände entwendet: 2 Pcrserleppiche, 3 Marok- kanerteppiche, 1 gestickte Decke, 1 itaL Decke und verschiedene Gold- und Silbersachen. Die Gegenstände wurden in zwei weißen Körben sortgeschafft. Sachdienliches nimmt die Krimi- natiolitei entgegen

** Gewerbes chu le. Die Kunst lockt und immer neue Kräfte drängen sich zur künstlerischen Lmstbohn ober suchen wenigstens tu der Beschäf­tigung mit der .Kunst oder dem Ltunsthwünverk den gecheinrnisvolten Reiz, de» die Kunst auSübt, zu ergründen. Biele versuchen, aus eigenen Wegen bfta 8M zu erreichen, doch würden tnd Zeit und viel Kraft mrvergeudet bleiben, wenn Überall Ge- tfgmb'tt vorhanden wäre, die nötigen Bortemtt- ntite zu erwerben und die erforderlichen Abteilun­gen zu erhalten. In diesem Sinne will bie e - werbeschule Gießen wirken, indem sie zu­nächst im Herbst 1919 einen kunstgewerb- l i chen Borfursu s «nrühibet, der fpüteehin in beruflich a et reimten Kunftgewerbe klassen weiterge>- sührt werden soll. Auch ist ein Lehrgang zur Aus-

Städten verbringen ui tarnen.

* Sau ter, 7. ^li. Vergangene Nacht wurde einem hiesigen Landwirt ein Rind aus dem Stalle g e ft o h l e n. SpgziergLnger, die eS be» ofccuf.tden, machten den Landwirt ausmerksun. wurde fofort ine Verfolgung ausgenommen. Tas Rind konnte in einem Lornacker, freilich schon geschlack.tet, gefunden werden. Den Tätern, die enttarnen, ist man auf der Spur.

* Wieseck, 7. Juli. Hvinr. Krawutfchke, dem voriges Jahr et» Fluchtversuch mißglückt war, ist nun dank seiner französischen Spaachtemttr'sse aus französischer Gefangenschaft arte und glücklich heimgetel>rt.

Stadtv. Noll (Dem.) bedauert, daß es chm in der letzten Sitzung mcht möglich war, feiatf Ansichten über das Lebensmittelamt zu vertrete« und gegen die Ausführungen des Stadtv Tieuer, der den legitimen Handel mit bem SchieberM« in einen Topf warf, zu protestieren. Auf die Eu» nab? der Grosihand-ssvereinigung und der Klein« lauftent (ittyfriti, erf ärt er, <t \ bi' Bef itigung des AtebenS.n ttela.ntes nicht Zwe i der Emaab. er Weber Grossisten noch ft (einrau; (tute m ollen bus. Solange wir noch unter der Knappheit aller lLebensrnittel zu leiden haben, taut bas Lebens« mittelamt nicht entbehrt werden Auch die Preis­prüfungsstelle ist ebenso wie das Lebensmrtteiamt solange unbedingt notwendig, als sich Angebot und Nachsrage nicht (ne Wage halten. Dobald das aber anders wird, muß auch der freie Handel ro evt zu seinem Rechte kommen, nicht allein im Jnterche des Handels, sondern auch im Jntereste der Be­kämpfung des Sckfteichhanbels. Denn es tft gar keine Frage, baß der Schleichhandel durch ine Zwangswirtschaft gefördert wirb. /Sehr ,richtig.) Die wahre Beranlaffung der beiben (rinnabeü i liegt in ber Verärgerung und Mißstimmung n den Kreisen ber Kaufmannschaft. Weiter ist zu be­dauern, daß sich bas Lebensmtttelamt bei Aus­künften in saft allen Fällen nur des Leiters bei Konsumvereins bebient hat (Stadtv. Diener: Stimmt nicht!) Es ist nicht recht, baß man bie Groß- unb Klemhänbler, bie größten Steuer­zahler, so ganz beiseite schiebt. Wenn sich oa$ Lebensmittelamt mehr des ftxuifmannitanbti ta dient hätte, wäre mancher Verlust und Schotest erspart worden. Diese Mißstände sind ja au« nicht weiter verwunderlich, denn an der .Stete des LebenSmittclanites stehen Männer, die ver aller Tüchtigkeit doch leine Fachleute sind Beim Rute marsch des Heeres wurden z. B dieselben Woreai von den Grossisten im Kreise Gießen billiger vete kauft als in der Stabt vom Lebensmiitelarnt. stew ursacht wurde dieser Preisunterschied zum Tast dadurch, daß bie Großhändler bie Kisten my besonders berechneten, während das Lebensmttv. amt 3 Mk. m Ansatz brachte. Wenn. behauM» wurde, bah die KlcurkaufleuLe das AllgemewA interesse nutzt wahren, so muß ich bem fiM energisch widersprechen; selbstverständlich wollel auch bie Klemhänbler anftänbig leben. Vlan mn auch nicht übersehen, daß die Kleinkauftertte ma vielen Schwierigkeiten kämpfen, ba sie bte Ml Lebensmittelamt gelieterten Waren, bie mituriM von schlechter Qualität sind, an bte Kundschßn zu bringen haben. Da ist bann immer ber Klette hänbler ber Prügelknabe, ber das Publikum i beutet. Von Herrn Dr. Seib hätte ich es \vM nschen, wenn er bie gemachten Fehler etngejcfrl unb für Abhilfe gesorgt hätte. Beim Ankauf Ml Schokolade und des Kaffees hat sich das Lebei> mittelamt auch strafbar gemacht, weil es bie w stehenden Gesetze übertrat. Zn begrüßen stt es, teil die Lebensmttteldeputation nicht nur mit (»I raten, sondern auch mit zu bestimmen hat. M stelle weiter den Antrag, daß diese Teputaiio^ durch zwei Sachverständige, die dem Stoumilw waren handel angehoren, verstärkt wird.

Stadtv. Sommer iDem.) spricht dafür» ori daS Lebensmittelamt nicht ohne Unterstützung ote Sachverständigen Entscheidungen treffen tarn bei Schokolade über ein Objekt von 21>liN bei Kaffee von 216 000, bei Kartoffeln »o' 770000 Mk. Das Lebensmittelamt ist ein kalte männischer Groschetrieb ohne Käusmann: vite kann aber auS einem Stabtamtmann retiK» | Lebensmittelhänbler machen. Er schlägt baher »r, daß ständig zwei Sachverständige bem LetestS« mittelamt beigegeben werben. Der Weg, lebeSM ben Lebensmittelausschuß zu befragen, tft zu "W stänolich. Stabtv. Sommer geht bann nochmal». auf Oie Beschaffung ausländischer ftartofMn «n. Die Kartoffeln im Werte von 770 000 Mk^ M im besetzten Gebiet gekauft uno über bie Greith gebracht worben. Die Kartoffeln können nur drrt Sc^ebung lsereingebracht worben lein. Ttc dreht lieb aber nicht darum, ob wir ftartsndn jj ober ohne Schiebung erhalten, sondern daß w« überhaupt welche bekommen. ES gibt hier (J zwei Möglichkeiten: entweder gibt man bcn -VW frei ober man verbietet ihn Eine A'.,sscl)alti.0H des freien Handels wird aber nur einen caw außerordentllchen Schleichl)andel mit urmei)eurr % steigerten Preisen im Gefolge haben. xsonJtfa^, wegen müßte die Bonner Firma, von der o» Stadt die Kartoffeln bezog, dem StaatsaniE i übergeben werden. Die allgemeine fokale ist aber so, daß wir ohne diele Gtbtcßfr ni» auskommen können, denn Kartoffeln|[ini R allen Umständen beschafft werben. Er steht ao bem Standpunkt, daß alles, was aud utm setzten Gebiet kommt, dem freien Handel ÜWJ lassen werden soll. Das Lebensmittelamt wil l freien Handel einkaufen. Zwischen Lebensmitttel amt unb freiem Hanbel besteht fein Wiversprüh Es ist Aufgabe bes LebenSinittclamles, herbeiznschafjen unb bie Preise zu regulieren. diesem Gesichtspunkt ging auch Tr. Selb aus.

, testiert muß aber dagegen iverden, daß er 1»,jl ungeheure fDlengen von Schokolade uno 5ior»| i ein gekauft bat. Es kommt aber nicht barau) oj die öanblnngcn bes Lel-enSmittclamtes / n sicren. Man muß auch bie Gesetze irnb allgemen '

t Vorschriften des Staates in Betracht Liegen. - grünen Tisch aus weroea die tollsten Sachen

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Der Brand auf dem B<ü)nhof Bebra.

Kassel, 7. Jluli. Der Anschlag auf den Güterbahnhof in Bebra ist von jun­gen Eisenbahnarbeitern unternom­men worden. In dem Stück- und EilAÜter- chuppen wurde an vier verschiedenen Stellen Feuer angelegt, das, begünstigt durch heftige Winde, so schnell um sich griff, daß eine Halle mit Expreßgut und Lebensmitteln für Süd- und Mitteldeutschland in wenigen Minuten niederbrannte. Es wurden insgesamt 156 Eisenbahnwagen von den flammen ergriffen und grüfttenteils bis auf die Eisengerippe ver­nichtet. Zugleich fanden Plünderungen tatt, die durch ihre organisiert durchgesührle Art die Vermutung nahe legten, daß es sich um einen wohl vorbereiteten Spartakisten- pulsch handelt. Der Brand ist größtenteils ge- öscht, der Schaden aber noch unübersehbar. Die Ruhe konnte aufrecht erhalten werden. Der Eilgüter- und Güterzugverkehr erleidet vor­übergehend einige Störungen, doch wird ber Schnellzug- und Personenverkehr durch den Brand nicht erheblich beeinflußt.

Nach Mitteilungen, die der Eisenbahn- direktion Kassel zugegangen sind, haben junge, erst seit kurzem eingestellte Arbeiter das Feuer angelegt. B e r n i cy t e t sind namentlich Nah­rungsmittel, die aus Hamburg heran- gerollt waren, so amerikanischer Speck, Oel, dänische und holländische Butter, Mebl, Fleisch, Konserven. Zucker u. a., die infolge des Frankfurter Streiks seit mehreren Tagen in Bebra in langen Zugreihen zusammenge- ftellt waren und nach Beendigung des Aus­standes weiterbefördert werden sollten. Von der Eisenbahndirektion sind mehrere höhere Beamte zur Untersuchima der Ursache des Brandes und zur Ermittlung der Täter nach Bebra abgereist. (Franks. Ztg.)

wird zurückgezogen.

Ter Prov^nrralausschub hält wäh­rend der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Ferien. Während der Ferien können nur be­sonders schleimige Sachen zur Verhandlung kom­men. Aus den Lauf der gesetzlichen Fristen sind bist Ferren ohne Einfluß.

Waffenbesitz. In einer Mil)e von Fällen wurde testgestellt, daß sich' noch immer ablie­ferungspflichtige Waffen unb Munition in Privat- besitz befinden. Das Kreisamt Gießen verweist deshalb erneut auf die Veroedmmgen über Waffen­besitz uxb fordert letztmalig zur nachträglichen Ab­gabe an bie Ortsvollzeibeyörden auf. Wir werden nunmehr Revisionen vornehmen lassen und strenge Bestrafung der Schuldigen herbeiiühren.

Die StraßensperreNonnenroth Röthges" ist wieder aufgehoben worden.

Reichsreisebrotmarken. Die Um- laufszeit und die Unttauschsrist der bisherigen Reichsreijebrotmarken ist bis zum 27. Juli 1919 verlängert worden. Tie Ausgabestellen, die nach dem 27, Juli 1919 noch im Besitze alter Marken sind, haben diese liüS lLngstenS 3. August dem Kreis­amt einzusenderi, damit ihnen die infolge Bezugs dieser Marken angerechneten Mehckmemgen wieder Sutgeschrieben werden können.Tie Gilltigkeitsdauar er unperforierten Rrichsreisebrotmarkeu ist auf Verfügung der Reichsgetreidestelle als unbe­schränkt zu betrachten,

Spovt.

Bei der Frankfurter Regatta am Sonntag beteiligte» sich an zwei Rennen auch Gie­ßener 85er eine. Im Studenten--Bier er konnte bie Gießener Ruber-Gesellschnst (H. Kalbfleisch, Gnft. Koch, Paul Otto, Wald. Goncke, St. L. Bernhardt) als erste durchs Ziel gehen; im ersten Einer bie Gießener Ruber-Geselftchast (Karl Jöbt) als dritter.

den. Tie Anmeldung hat bei der zuftänbigen Bürgermeiftcvei zu erfolgen, toelctze sofort tele­phonisch an dn Kommunalverband ro iteriugeben Hal. Ter Anmeldung ist, falls kein Unglücksfall vorliegt, die Beschei'rigung eines Tierarztes bei- zufügen, aus welcher lMrvorgeht, daß daS Tier nicht mehr zur Arbeit verwendet werben kann Ttt Abgabe von Pferdefleisch unb Pscrbeflelsckifrisch- wurst bars nur gegen Fleifchkarteu erfolgen. Pst rdefchl ächten, die den Ankauf von Sckstacht- pstrben in den Landgemetnden des KreiseS Gießeil im Auftrag W Kommunalverband-S Gießen über­nehmen wollen, haben ihre Gesuche bis zum 15 Juli b. IS. schriftlich hierher einzurrichen. Ebenso gewerbliche Betriebe der LandgemeiTchen de-, ftrciteö, die für d> n Komminmlverbaud bi; i Sckilachtung ber Pferde, die HerfMung von Frisch' | bie