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Stabte. Erhard (Dem.) betont, daß das Le-
toSffentlicht werden müssen.
Stabte. Mann (Soz.) teilt im Auftrage von
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Stadtv. Krausmüller (D. B.) faßt noch mnal zusammen, daß das System mangelhaft war, »ährend man dem Lebensmittelamt keine direkten brtoürfe Wacken kann. Sachverständige hätten hin- hiezoqen werden müssen. Die Einkäufe hätten auf «Moendige Waren beschränkt werden müssen. Im tagen schließt er sich den Ausführungen von aadtv. Kling über das Nvtbrot und von Stadtv. ferner über soziales Entgegenkommen an.
Stadtv. Vetters (Soz.) beantragt, daß «adtamtmanu Dr. Seid sich äußert, bevor die De- tote weitergeht.
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umgehen. Ans dem Lande ist Herats vom Reiche zugewiesenes Fett zur Ausgabe gelangt, daß hier noch ausKvgeben wird. Auch dadurch sind^msinuige Gerüchte entstanden.
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^ter Sitzung nützt Kaufmannschaft und Schieberin auf gleiche Stufe stellen wollte Zum Beweis
^bedauert, ba& «s tl* «W möglich um, sZ xnemiltflnmt tu vertret» gW des Ttadtv
mt dem Sdjitbertin protestieren. Aus die 5» «emtgunq und der Ach, «rt tUa; bi-Stifitigm, EZweidrEmao^ e. Äleuüauileute wallen bii Er der Swpbät all, Wben, kam das Mr*« i werden. Auch die Prch. o wie das Mensmittklaat endiy, als sich Angebot in ige halten, ßobüd da; ab, ch der trete handel ro tfi
Stadtv. Kling (2).^R.) spricht dem Lebens- rdtdamt den Dank dafür aus, daß es die Bevölke- r.!ig mit Lebens- und Genußmitteln versorgt hat. t , hat aber zu teuer gekauft und hätte außer öerrn Cif na, der kein gelernter Kaufmann ist, auch an* b'tr Sachverständige hinzuziehen müssen. Der
Untersuchungsamt tut alles, was es vermag, um diese Zustände zu beseittgen. Die Herren von diesem Amt sind fast ausschließlich mit Untersuchungen von Milchproben beschäftigt. Es ist aber auch außerordentlich schwierig, den Täter festzustellen. Der Bauer bringt seine Milch aus dem Stall zur Orts- sammelstelle, wo sie mit der vieler anderer Erzeuger in eine große Kanne kommt. Dort wird sie von der Firma Grieb durch Fuhrwerk abgeholt, worauf die Milch von Den verschiedenen Sarnmel- stellen in große gemeinsame Behälter geschüttet wird. Auf diesem Wege gibt es sehr viele Möglich- keiten, wo Verwässerungen vorgenommen werden können. .Sogar der Fuhrmann kann dies tun, ohne so leicht eine Entdeckung befürchten zu müssen.
Die Fischerei untersteht ausnahmsweise nicht dem Lebensmittelamt, so daß dies dafür auch nicht verantwortlich ist.
Was die Butterversorgung anlangt, so werden wir von der Landes-Milch- und Fettstclle beliefert. Fn letzter Zeit haperte es aber vielfach an der regelmäßigen Belieferung und wir erhielten meist Margarine. Die Milcheinlieferung bet Grieb ist so geringfügig, daß die Butterherstellung kaum in Frage kommt. Jetzt ist es allerdings etwas besser geworden. Die verbleibende Buttermenge kommt ausnahmslos in Gießen zur Verteilung. In erster
•für, daß aber auch der Kleinhandel nicht immer •llfci, verwies er auf das Verhalten der Gießener vickermeister bei den Militärlieferungcn Stadtv. •öki ist nicht befragt worden über die Menge •^nzukausendcn^Kass«s^^lang^^ationierto
Mittwoch ben 9. Juli, '°chwittaas 2 Hbr, oer- fcijere ich zwangsweise hei1 Barzahlung an pt und Stelle
’uferne Drehbänke und ' StirneQbojrmaftbmcn.
tattner Starte ff etu zu 15 Mk. ab, während et (c Schleichhandel $u 10 Mk. zu hoben war. Der j^Mmünalverband nmßte ferne Kartoffeln aus Jä>oeuBcn beziehen, während die Srhteichhanbels- ,xxe vvn Oberhessen stammte. Das sind unmög- ■ che Zustände. Es muß unbedingt beim Reichs- ^cheramt vorgegangen werden. Die Städte stehen nie geschorene Schafte da. Dm Schäfer sind die ijwfltiten, nicht unsere, sondern solche, wie die Lutz in Bonn, die an den Kartosseln, die । e der Stadt lieferte, mindestens 16 Mk. pro lutiier verdient hat.
Stadtv. Görz (Ztr.) verlangt, daß das Le- 1,-r.smiltelamt außer den rationierten Waren nur < lche beschafft, die zur Ernährung notwendig sind, scht aber Genußmittetz wie Kaffee und Schobr- .de. Die sogenamtte Schokolade war ein Nähr- pjttel, das im Frieden höchstens 20—30 Pf. ge- |?fet hätte. Bei unsexer Valuta ließe sich auch ein » reis von 1 Mk. rechtfertigen. Wir unterstützen also Ul, Ausland in außerordentlicher Weise und ver- l Fechtern unsere Valuta. Schokolade und Kaffee '»t im Geschmack und lehr
»ergeben tvorden, ohne daß dir selbständigen Bäcker tefär herangezogen wurden.
Stddto. Fourier (U. S. P.): Die Organi- sülion des Lcbensnrittelamtes war von vornherein tnfehll, da die früheren Stadtverordneten nichts itocres getan haben, als dem Oberbürgermeister einen unbegrenzten Kredit zu bewilligen. Ein Fehlt war, daß im Lebensmittclamt nur Beamte tätig waren. Es fehlte ein Verwaltungsbeamter, der mit tra Rechnungswesen Der traut war. Das Mißtrauen in der Stadt gegen das Lebensmittelamt ist daher fein groß geworden, auch die Btchandlung der Ein- Ir-hter ist nicht der neuen Zeit entsprechend. Es gM dort Bcamto, die kein soziales Verständnis kben. Eine weitere Krittk kommt von den Inter-» dienten aus den Groß- und Kleinhändlern. Die kletzgermeister haben teilweise ebenso wie die Stadt bipnali eingekauft, das sie zu 16 Mk. abgegeben hoben. Kaff« und Schokolade sollten nicht in dcr- artigen Mengen gekauft werden, aber Dinge, die imbtomgi zum Lebensunterhalt erforderlich
Hwßhantel könnte keine billigeren Waren einfüh- M, weck er die Waren nicht einsühren darf. Kom- nume und Lebensmittelaurt haben aber das Inter- re daran, daß die Einfuhrbeschränkungen fallenj 1<t Einzelkaufmann hat Beziehungen und Kredite w Ausland. Deshalb müssen gesetzliche Bestim- fiamgen, die dem entgegenstehen, fallen. Auf dem tden^HÜtcIamt herrscht ein zu großer Bureaus k'Msmus, auf den einzelne Stellen, zumal bei der Zuteilung des Mehles an die Bäeckr. Es wird ein liitmcg über die Vereinigten Getreidehändler ge- tuch, die 25 Pf. als Lagergeld erhalten. Das totftaubdbro t aus Roggen und Gerstcnmchl vadzum doppelten Pveis wie das gewöhnliche Brot vckauft. Das Backen der Brote ist dem Kvnsuvcrein
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Ter freie Handel würde die Preise noch wahnsinniger in die Lwhe treiben. In der ZEG. und den Kriegsgesellschaften sitzen nur Fachleute, d. b. Interessenten. Wir müssen anerkennen, daß die Lebensmittelversorgung in Gieße» besser geklappt hat, als in »oberen Städten. Gegen die Einkäufe an sich war nichts euiyzroenben, nur gegen die Quantität. Tas Lebensmrttelamt muß preisregulierend wirken. ES sind heute noch Geschäfte in Gießen vorhanden, die Schmalz zu 18 Mark verkaufen.
Beig. Kren tzien weist darauf hin, daß noch fünf Wortmeldungen vvrliegen und bittet sich kurz zu fassen.
Stadtv. Moos darf (Soz.) betont nochmals, daß es dem Lebensmittel-amt an sozialem Verständnis mangele. Es hätte das SckMolz und das Büchsensleisch für ärmere Leute in Kredit geben müssen, damit auch sie die Waren batten kaufen können. Wir haben nicht genügend Brot zu essen und doch stecken die Konditoreien bis oben» hin voll Torten. Teckweise werden selbst Torten nach Wetzlar geliefert.
Stadtv. Otter (U.S.P.) verlangt ebenfalls einen anständigen Ton auf dem Lebensmittelamt der Bevölkerung gegenüber. Tie Verteilung aus Kartoffeltusahkarten wurde ungerecht gehandhabt.
Stadtv. Ebel (Dem.) beantragt Schluß der Debatte in Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit (7 Uhr).
Es entsteht eine Meinungsverschiedenheit über die Führung der Geschäftsordnung, die ziemlich erregt verlauft, hierauf wird SLadürmttnanu Dr. Seid das Wort erteilt.
D« Antwort des Lebensmittelamles.
Stadtanttmann Dr. Seib: Jchmußi nochmals grundsätzlich seststeLlen, daß die Handlungsweise des Lebensmittelantt es durchaus im Einklang mit den bestehenden formellen Bestimmungen stand. Tie Ankäufe sind mit Genehmigung des Oberbürgermeisters geschehen, der die terforderlichen Kve- bite bewilligte, lieber die Zweckmäßigkeit >es Einkaufes läßt sich ftrritcn. Es muß aber darauf bin- gewiesen werden, daß sich auch die Großhändler mit dieser Frage beschäftigten, die darüber durchaus nicht einer Meinung waren und von einem Einkauf absahen. Hätten die Großhändler ein* gekauft, bann wäre für bie Stadt keine Veranlassung dazu vorhanden gewesen. Ter Ankauf geschah einzig und allein im Interesse der Verbraucher. Seinerzeit wurden bie betreffenben Waren von feinem Hänbler billiger abgegeben, als sie bie Stabt einkaufte unb später wieder abgab. Auch jetzt noch wird Schmalz für 17 Mk., Speck für 20 Mk. und Seife zu 7 Mk. bas Pfund verkauft. Wenn bie Stabt bie Ware zu einem billigeren- Preise beschaffen faiut, so ist es ihre Pflicht, dies zu tun. Tem Kartoffel- unb Schmalzeinkauf wirb wohl jeder ohne Zweifel zustimmen müssen. Was Schokolade unb Kaffee anlangt, so ist c3 zu einem gewissen Grade richtig, daß diese nidit unbedingt rwtwendig waren. Aber der Kleinhändler hat diese Waren auch vertrieben und zwar z. B. dieselbe Tafel, die die Stadt zu 3,90 Mk. abgab, zu 7—8 Mk. Ferner wurde rohw Kaffee w 24 Mk. das Pfund verkauft, wahrend die Stadt für den gebrannten nur 17 Mk. nahm. Nach Kaffee ufw. bestand aber wirklich ein Bedürfnis, nicht nur in besseren Kreisen, sondern auch bei der Arbeiterbevölkernna. Auch ich persönlich bin der Aufsasiung, daß die Menge zu groß war. Der Händler gab seine Ware aber nur waggonweise ab, wobei sich Gießen mit der Stadt Siegen! in die Menge teilte. Bei der Kartosfei Versorgung ist die Stadt nicht übers Ohr gehauen worden. Wenn dies doch der Fall fein sollte, so wäre es die größte Blamage für den Handel, der ja vor dem Ankauf befragt wurde. In allen diesen Artikeln gibt es eine bestimmte Preislage, in der die Ware gehandelt wird. Fri^>- berg und vor allem Frankfurt haben diese Kartoffeln waggonweise zu gleichen Preisen wie Gießen gekauft. Die Frage, ob das Lebensmtttelamt weiterhinWareeinkaufen soll, ist wohl dadurch erledigt, daß die Mehrzahl der Redner dem einstimmigen Beschluß der Lebensmckteldepu- tation zugestimmt hat, baß bie Stadt Ware ein* kaufen kann, um pveisregulierenb zu wirken.
Das zur Ausgabe kommende Notstandsbrot wird je zur Hälfte aus Gersten- und Roggenmehl hergestellt. Reines Gerstenmehl haben wir allerdings nicht, aber reichlich Graupen aus Hec- resbeständeu nsw. Um mm diese Graupen, an denen die Bevölkerung kein Interesse hat, der Allgemeinheit nutzbar zu machen, haben wir sie schon seit vorigem Jahr zu Mehl vermahlen lassen. Dieses Graupcnmehl dient zur Herstellung des Notstandsbrotes. Da wir nur Graupen verarbeiten können, ist dieses Gerstenmehl wesentlich teurer als Roggenmehl. Der Zentner kostet 80 Mk. gegen 20 Mtz beim Roggenmehl. Das Notstandsbrot muß daher auch entsprechend teurer sein. Roggenmehl kann die Stadt für diesen Zweck nicht bekommen. Aus Gerstenmehl allein kann man kein Brot backen, man muß es mit Roggenmehl vermischen. Aus der allgemeinen Versorgung muß daher ständig Roggenmehl entnommen weroen. Zum Ausgleick> muß wieder Gerftenmehl in die allgemeine Versorgung übergehen. Das Notstandsbrot wird so berechnet, als ob es ausschließlich aus Gcrstemnehl hergestellt wäre. Daraus ergibt sich ein Preis von 2 Mk. An diesem Notstandsbrot wird weder von der Stadt noch von der Konsumbäckerei etwas verdient. Wenn nun bemängelt worden ist, daß zugi Backen des Notstandsbrotes ausschließlich die Konsumbäckerei herangezogen wird, so läßt sich dies beim Notstandsbrot nickt so einfach ändern. Wegen des Preisunterschiedes muß dieses Brot einheitlich gebacken werden. Es besteht zu leicht die Gefahr, daß das Brot in
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Ültlvttsorgung.
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fitb. Des Ankaufes vvn Kaffee und Schokolade roen j. ö. yu-wwv» — t -qai braucht man über das Lebensmittelamt kein Stellt (*wbct bühttG w s chnbengericht abzuhalten. Die Frage ist, wie die i® Lebensmitteldeputation von jetzt ab mit berrt
ben Bäckereien vertauscht wird. Aus diese» Grunde wird eS auch in einer besonderen Form, viereckig und mit einem besonderen Zeichen versehen, gebacken. Wollte man anderen Bäckereien das Not- standsbrvt überweisen, so müßten sie an bem betreffenben Tage nur btefe Brotart backen. Dies ist insofern schwierig, ba das Backen des gewöhnlichen Brotes an bestimmte Zeiten gebunden ist und nicht im voraus gebacken werden kann. Es ist ferner zu beachten, daß das Notstandsbrot erst seit den letzten Togen in größeren Mengen gebacken wird. Es ist schwierig, die Bäckereien abwechselnd mit dem Backen des Notstandsbrotes zu betrauen, da manche kleine Bäckerei nicht imstande wäre, die benötigte Menge herzustÄlen. Dem Obermeister der Bäckerinnuug habe ich jedock Prüfung der Angelegenheit zugesagt. Wenn die Bäcker glauben, daß das Backen des Notstandsbrotes zu dem gleichen Preise, wie es der Konsumverein macht, in ihrem Interesse liegt, so mögen sie sich an die Lebcnsmitteldcputation wenden.
Es wird in der Stadt davon gesprocken, daß Gießen ein größeres Schmalzangcbot zu 6 bis 7Mk. pro Pfund abgelehnt, und daß die Stadt Offenbach dieses Schmalz übernommen habe. Ich bestreite dies ganz entschieden. Offenbach hat ebenso wie Gießen 11 bis 12 Mk. bezahlt.
Ich verurteile es aufs schärfste, lvenn von einzelnen auf dem Lebensmtttelamt beschäftigten Personen dem Publikum gegenüber nicht das nötige Entgegenkommen gezeigt wird. Diele Beschwerden finb mir übermittelt worden. Ich habe immer den betreffenden Herrn sofort zur Rede gestellt. Ick möchte aber zu bedenken geben, daß wir unsere Beamten nicht selbst ausgewäptt haben. Bei der Demobilmachung mußten die Damen, über die ja auch vielfache Klagen Vorlagen, entlassen und uns völlig unbekannte Kriegsteilnehmer eingestellt toerben. Bei einem Manne, der jahrelang im Felde gestanden hat, ist es aber auch verständlich, wenn er sich etwas sckvver in die richtigen Umgangsformen hineinlebt unb wenn seine Nerven manchmal durchgehen. Wir werben alles tun, um diese Mißstände in beseitigen. Aber auch das Verhalten des Publikums ist nicht immer ermvandfvei. Dieser Tage suclstc ein Marm seiner Forderung durch Ziehen dos Revolvers Nachdruck zu verleihen. Einzelne Beamten sind von morgens 8 Uhr bis mittags förmlich belagert von schunpfenden und schreienden Menschen, so daß es kein Wunder i|L nxntn diesem Beamten die Geduld mal reißt; auch mir würde das passieren.
Zu ben Anregungen über Jnventurauf- nähme und Buchführung des Lebetsmittcl- ambes möckste ich bemerken, daß das Lcl^nÄnittel- amt nickt in der Lage ist, auch nur einen Pfennig selbständig auszugcben. Seher Betrag bedarf der Anweisung durch die Bürgermeisterei, so daß also jede Ausgabe durch bie Stadtverwaltung kontrolliert wird. Sclbstoersländlich können 'arir unsere Bücher abschlleßen. Damit wird aber kein Beweis geliefert, daß sie richtig geführt sind. Schon mährenb des Krieges tauchte bie Frage auf, dem Lebensmittelamt eine selbständige Kasse zu geben. Man sah aber hiervon ab, um eine möglichst scharfe Kontrolle durch die Bürgermeisterei zu erreichen. Eine kauftnänniscke Abrechnung kann nur durch Vermittlung der Stadlkasse erfolgen, die die Einnahme- und Ausgabebelege gesammett hat, bi sie über den gesamten Kriegskredit Rechenschaft ablegen muß.
Was die Fl ei s choersor g un g anlangt, so glaube ich, daß sw hier ziemlich gut geregelt ist. Unerlaubte Fleischabgaben können fteüich immer noch ootßjmmen. Das kann aber nicht durch das Lebensmittelamt oerhiudert werden. Das Vieh des Viehhandclsoerbandcs wird auf Anordnung der Stadt gefchlachtet. Während des Schlachtens hat außer dem Sckilachthos kein Mensch über das Fleisch zu verfügen. Nach der Zahl der abgegebenen Mar^n wird nun das Fleisch ausgerechnet und erst bann an die Metzger verteilt, der nun über bas Fleisch verfügen tarnt. Ter Metzger bekommt einen bestimmten Prozentsatz für Hackverlust, Eintrockncn usw. angerechnet. Tie Reichsfleischstelle hat dieses Mehr auf 8 Proz. festgesetzt. Wir geben aber nur 3 Proz. mehr. Dafür lassen wir den Metzgern das sogenannte Geraupe, die Eingeweide usw., die sie zu Wurst verarbeiten. Vor einigen Monaten hatten wir versucht, dieses Geraupe in Anrechnung zu bringen. Tas Ergebnis war aber geradezu kläglich. Wurst kann nur gegen Marken abgegeben werden; dies ist Reichsoorschrift.
Linie werden die Kranken berücksichrigl. SBoni ivül eine Sendung Auslands butter erhallen, so könne» wir diese nicht sofort restlos zur Verteilung bring*tu Die Bevölkerung wäre dann mit ihrer, für > bis 6 Wochen bestimmten Menge meist schr schnell zir Ende. Deshalb verdient die wöcheutsiche Verteilung> den Vorzug, wenn bie Butter manchmal auch einige: Wochen bei der Stadt lagert. Mttunter ist aber1 chvn die angelieferte Bnller nicht ganz timvantM tcl (Es handelt sich dabei um dänische Butter-, )ie ja einen sehr weiten Weg bis zum Verbrauchecl zuruckzulegen Pat. Sie geht erst nach Darmstadt unb* wirb uns von dort zugeteilt.
Es ist die Frage aufgeworfen worden, was miti den beschlagnahmten Waren gcjckiebt. D» ist zunächst sestzustellen, daß das Lebensmittclamp überhaupt nichts beschlagnahmt. Dies ist Sackc beS. Kommunal Verbandes, des Polizeiamles, der Licker- hcitswachc usw. Was tms von diesen Stellen überwiesen wird, kommt selbstverständlich der allge* meinen Versorgung restlos zugute. Wenn cs siÄ Mitunter auch um größere Mengen handelt, so iie sie bei der Zahl der L«sorgungsbereci>tigtcn so gering. daß sie der einzelne an seirwr Ration gar nicht merken kamr. Cs liegen aber genaue Abrechnung« über diese beschlagnahmte Ware vor.
Es ist bemängelt worden, daß das Lebensmittelamt nicht bekannt mache, daß für fehlende Kartoffel Ersatz gegeben werde. Menn wir dies täten, so mürbe das Lebensmittcl- antt schon längst gestürmt worden sein. Unsere Kartosfelvcrsorgung lies übrigens schon am 15j Juni ab. Von vechtswegeu Mitten wir also nacht dem 15. Juni gar keine Bertglichtung zur Kar- tofselvcrsorgung. Reichs- und Landeskartoffelstclle müßten für die nötigen Licserimgen sorgen. Witt haben aber trotzdem mit allen Mitteln oerfudit, Kartoffeln heranzubeko mm en und kleinere Bestände' zur Verteilung gebracht. Wir haben auch für eine ?iotstands«fferve an Nährmitteln gesorgt. Fesl- stcllen muß ich, daß wir bis zum 15. Juni jedermann vorschriftsmäßig mit Kartoffeln versorgten. Man muß sich auch vor Augen halten, daß sich unter den Leuten, die jetzt keine Kwrtofseln mehr haben, .viele Vesinden, die vorschristsmösffg ein* gedeckt, .aber schon vorzeitig mit ihren Vorräten zu Ende waren. Sie sind also selbst schuld, wen« sie jetzt ohne Kartosseln sind.
Es ist angeregt ioorben, die Preise sur Bemittelte und Dllnderbemittelte a b z u st u s e n. Ties> ist aber nicht Sache des Lebensmittelamtes, sondern der Stadtverordnetenversammlung, bie bajüc die nötigen Mittel zur Verfügung stellen müßte.»
r.) fhrirfjf„ 'itahtern unsere Valui
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Stadtv. Noll (Dem) beantragt zur Lebens- mitteldeputation den Gvoßhändler Sauer xrnti Kleinhändler Schmidt zu coopticren.
Stadtv. Krausmüller (D.Vp.) ist der A»v- sicht, daß durch Heranziehung dauernder Mitglieder, der Ausschuß wieder zu schwerfällig würbe. Es sollen Sachverständige von Fall zu Fall heran* gezogen werben. — Stadtv. Naumann und H ö l)n schließen sich dem an. Stadtv. Noll sicht bies ein. '
Beig. Krenzien verliest folgende Einträge:
Anträge der Lebensmitteldeputation.
Anträge der Lebensmitteldeputation, bie einstimmig beschlossen hat:
1 1. Der Einkauf von Lckensmitteln "ourck die Stabt wirb für ersorberlich erachtet, um eineit Einfluß auf bie Preisgestaltung zu gewinnen.
2. Die Lebensmitteldeputation soll unter Hinzuziehung von Sachverständigen ermächtigt werden, Beträge in jeder Höhe auf Kriegskredit anzuweisen.
3 Das Lebensmittelamt toll ermächtigt sein, Einzelankaufe bis zum Betrage von 1000 Mk. sclbsiändig vorzunehmen. Heber diesen Betrag hinausgchende Ankäufe bedürfen der vorherigen Zustimmung der Lebensmittelbeimtcttion.
Stadtverorbneter Noll (Dem.) beantragt:
Die Lebensmitteldeputation ist durch Hinzuziehung von zwei Sachverständigen aus dem Handel zu verstärken.
Stadtv. Vetters (Soz.): Es ist unmöglich, daß das Lebensmittelamt mit Hemmschuhen so arbeiten kann. Es muß in der Lage sein, einen! Abschluß zu machen, der ihm im nächsten 9higen^ blick entgehen kann. Ter Betrag, über ben er frei verfügen darf, muß zum mindesten erhöht tonten.
Stadtv. Sommer (Tem.) schließt sich dem an. Tas Amt muß aktimisfvhig bleiben. Die Lebensmitteldeputation soll für dauernd zivei Mitglieder deputieren, bie über eine höhere (summa verfügen können.
Stadtv. Kling (D.N.) schließt sich dem an, falls Fachleute bestimmt werden.
Stadtv. Fourier (U.S.P.); Die Deputation muß erst praktisch arbeiten und kann sich dann! zu besonderen 9tegelungen entschließen.
Stadtv. Ebel (Dem.) beantragt, daß bem Lebensmittelamt Herr Krumm und die stadtv. Noll und Tiener zur fofertigen Entscheidung über Einkäufe beigegeben werden .
Stadtv. Weiß (U.S.P.) beantragt, daß die weiblichen Hilfskräfte aus dem Lebensmtttelamt entfernt unb dafür Kriegsbeschädigte eüigefct* ir erden. t _ ..
Stadtv. Otter (U.LP.) verlangt, daß die Namen der Geschäftsleute bekannt gegeben werden, netten, die Schokolade zu Wucherpreisen vertäust haben.
Es wird Schluß her Debatte Ixxuitmgt und angenommen.
Stadtv. Höhn (Tem.) bedauert, daß er durch der Tebatte verhindert ist, als früheres Mttglieb des Lebensmittclamtes %u sprechen.
Stadtv. Ebel (Tem.) faßt als Ergebnis der Aussprache zusammen, daß das LebenSmitteftunt bis auf geringe entschuldbare Fehler sich glänzend bewährt hat und daß man ihm. weüethm. Vertrauen eMgegenbrrngen kann.
Die Anträge der LebenSrnttteltevutatton werden angenommen.
(Schluß folgt)
Fällen mir des Leiters!■ nt hat (Siebtu. Dior t nicht recht, daß man V. hier, die grötittn rtt«' ite schiebt. Wem sich M c des Lansmcmiistaiffes b mäer Leckch uni) Atta >e MWändr sind » ■ «lick, denn an da vm Männer, d«ba-r -iiichteuie lind. Benn Ku!- \M 1. 8. dieselben Lee
Zur Milchverforgung ist zu sagen, daß fthr bedauerliche Zustände eingerissen sind; jetzt wttd mehr denn je gepanscht. Das chemische
’^glge W? von
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