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ftrf> am Mmckag im Lauptrnessennnt (Fest Halle) und besichtigten auf einem Rundgang die in der Festhalle untergebrachten Abteilungen und ver- febfeocnc Metzlxrufer. Der Leiter des Meßamtes, Direktor Mvdlinger, begrüfite die Vertreter der ausländischen Presse mit freundlichen Worten und machte auf die SchwierigVriton aufmerksam, unter denen die Durchführung des Mefe- unternehmens zu leiden hatte. Trotz aller Hindernisse, so betonte er, bedeutet die Meise eurer vollen Erfolg. Bei einem Frühstück, dos die anwesenden Damen und Herren der ausländischen Presse vereinigte, wie» der Leiter des Literarifdren Bureaus, O. E. Sutter, auf den festen Willen Deutschlands hin, mit besten Kräften am Wiederaufbau und internationalen Güterverkehr nrit^U' arbeiten und die Beziehungen zwischen Deutich- land und seinen Nachbarn möglichst eng zu knüpfen. Am Nachmittag besichtigten die Damen unt
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Zeitungsbetried und waren abends Gäste des Meß amtes im Schauspielhaus, wo zwei Werke von Bernhard Sbaw gegeben wurden.
Frankfurt a. M., 6. Okt. (STB.) Am Dienstag den 7. Oktober treffen die Vertreter der bundesstaatlichen Regierungen
spätestens am 7. Oktober, nachmittags h Uhr, in die einzelnen Haushaltungen auszu- tcageu. Die Ausfüllung der Listen ist Sache des Haushaltungsvorstandes: im Notfall hilft der Zähler. Am Nachmittag des 8. Oktober bat das Einsammeln zu erfolgen. Es ist dabei sofort zu prüfen die vollständige und ord- miwgsmäßige Ausfüllung der Liste, die Unterschrift des Haushaltungsvorstandes. In Zweifelsfallen dürste es sich empfehlen, einen Vergleich der in der Hauslmltungsliste aufgefübrten Personen zahl mit der Lebensmittel-Ausweiskarte ld. h. der dort aufgeführten Personenzahl) vorzunehmen.
Am 9. Oktober soll die Ablieferung der Kontrollisten mit den dazu gehörigen H aushalt ungS listen auf dem Stadthaus, Zimmer Nr.8, erfolgen und bis spätestens abends 6 Uhr beendet sein.
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und der kurzen Zeit, in der dre Ausstellung erstand, nicht völlig durchführen ließ. Und so auch hier wre in manchen anderen TTngm ein Shmterbunt, das die Ueberfidt erschwert und sckIvin- den muß, soll die Messe zur stüntngen Einrichvrng Herden.
Frankfurt a. M., 6. Okt (STB.) Eine große Anzahl holländischer, fchweizeri- scher und skandinavischer Journalisten ist gum Besuch der Messe in Frankfurt ein getroffen. Die Damen und Herren versammelten
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** Von der Landes-Universität. Der Wteilnngsvorsteher am Landwirtschaftlichen Institut, Privatdozent Dr. 2 erliyki, folgte dem Ruf als Direktor der landwirtschaftlichen Versuchsstation Pommritz und als Leiter des neu zu begründenden Forschungsinstituts für Landarbeit auf dem Rittergut Pommritz. Zu seinem Nachfolger ist Dr. Burk, Abteilungsvorsteher für Pflanzenbau an der Landwirtschaftskammer Danzig ernannt worden.
** Aus dem ©tabttbeaterburzau. Tte Ausgabe der Ah.mnements beginnt am Drn- ncrstag, 9. Oktober, normittagd 10 Uhr tut der Theaterkasse — Di.' ErSssnungsborstLUung boc „Egm^u t", die mit der Borichavenschen Musik gegeben wird, gilt aI5 1. Vorstellung im Saito» tagabonnement. Tie Regie führt Divektor Strin- goetter und eine ganze Anzahl der u:uen Kräfte hat G-legeuhrit, sich einzuführen. Drift Ggmont* Aufführung wird auch am Sonntag in derselben Besetzung wiederh)lt. — Zur Feier d:s 6 0. Geburtstages Alfred Bocks bringen wir am Vorabend, den 13. Oktober, das vieraktige Schauspiel „Ter Gymnasialdirektor" (verfaßt mit Eugen Zabel) zur Darstellung. Das Stück ist in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt Dresden, München, Prag und vielen anderen Städten mit starkem Erfolg aufgeführt werden und wird sicherlich hier in der Vaterstadt des Dichters besonderem Interesse begegnen.
** M il ch. Infolge ungenügender Belieferung der Stadt Gießen mit Milch können Tienstag den 7. o. Mts., Donnerstag bat 9. d. Mts., Samstag den 11. d. Mts. die auf Vs Liter lautenden Milch-- farten nur mit V< Liter Milch beliefert werdrn.
** Pferdeaufnahme. Tie Pserdebefitzer in Gvßen werden hiermit aufgef»rb:Tt, ihre Pferde am kommen den Mittwoch, den 8. Oktober 1919, auf dem Stadt. Lebensmittelamt, 3inrmer Nr. 12, anzn melden.
** Der Evang. Arbeiterverein eröffnete seine Winteriätigkeit am Sonntag mit
X. DadOrb. 6. Oft. In dem Walddistrikte Haurain der Oberförstovei Fiorsbach kam es zwischen einem Wilderer, dem Arbeiter Fischer aus Kempfenbrunn, mib dem Forster Bunst aus Lohrhaupten zu einem Zusamme n sto ß. Der Wil derer bat angeblich zuerst auf den Förster angefegt und ist dann von diesem erschossen worden. (Sn Teil der Bewohnerschaft der umliegenden Dörfer geriet in starke Erregung gegen die Forftbchörde Zur Beruhigung der Einwohnerschaft und zr Sicherheit der Forstbehörde wurche ein G e n da r * metie - und Militärkommando nach den Ortschaften Kempfenbrunn, Flörsbach und Lohrhaupten verlegt, wodurch die Ruhe bald wieder hergestellt rturbe.
= Frankfurt a. M., 6 Okt. Durch Beamte der Reichseinfuhrstelle wurden auf dem Güterbahnhof acht Eisenbahnwaggvns mit Schmalz und Speck, die auf SÄeich- handelswegen aus dem besetzten Gebiet ein geführt werden sollten, befrftfagnabmt und den Eigentümern enteignet Die Fettwaren werden der allgemrinrrr Bewirtschaftung im unbesetzten Gebiet zugeführt.
— Siegen, 6. Okt. Born Frankfurter Schnellzug wurde ein 28jähriger Streckenarbeiter überfahren und getötet
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Soalbau der Feschalle, auf ihrem breit au^fahenbei Rung staut sich bie Menge und fdjybt sich im Sdmrdrirtnnlx) an den Ständen twrtei. Und dieser Andrang, öl'gleich vorschriftsmäßig mir Eintritt erlangen darf, wer sich als Aussteller oder Muser ausweifen darf. Unter hundert Menschen
aber ein Hauptziel der Frankfurter Einfuhrmesse. Man sieht sich nach den Ständen der Ausländer um, die den unglücklich gewählten Namen (Sn- suhrmesse rechtfertigen sollen und wundert sich, nur eine Verhältnis mäßig kleine Abteilung zu sehen, obwohl man ursprünglich damit gerechnet haben soll, jeweils den Stand eines einherniiscben Produzenten und eines Ausländers irebenemonber -eigen zu können. Was aber von Ausländern sich einen Stand eröffnet hat, bringt neben Rohstoffen mut» btrtrertige Fertigsabritatc, mit denen wir, zumal von Frankreich her, überfehtoemmt werden sollen. Ter ernsthafte ausländische Verkäufer bietet Stan - barttrarr, deren Marke Weltruf besitzt und beirrt Preis feftliegt. Ei' sieht nicht ein, warum er z. B. einen Barren Kupfer aus stellen soll. Sein Geschäft kommt auch so in Gang.
Schwierigkeiten bietet es vielfach, bafe der ausländische Käufer als Gegickeistung einen .Kredit für irgend eine Ware, hre Lebensmittel, bietet, mit dem der einheimische Jtchustrielle nicht? an- fangen kann, da er nicht weist, ob ihm ein .Wom» muTtofbcrbanb ober eine sonstig? Versorgungsstelle den Kredit Übernimmt. Deshalb wird bereits vielfach die Einrichtung eines internationalen Waren- riearinghoufes angrfhebt.
Wenn die Fvanfturter Ein fuhr messe allein dazu bebilflkh sein köirntr, hätte sie sich ein au ^rorbent» liches Verdienst erworben. Ihr nicht zu unter» schätzender Wert liegt aber auch darin, dah sie eine Ueberfitfit deutschen Prvduktvnsgeistr? und deutscher Leistungsmöglichfeft gibt und dies genche am Rand? des deutschen Gebietes, das unter Hinweis auf Deutschlands Ruin bedenklichen wirtschaftllchen Verlockungen durch Frankreich ausgesetzt ist. zz.
flfidbr tOAäciR atowc^kar -neftaicke, Warfen.1
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Lanbetzverfammlung fieinert, Ministerpräsident Hirsch, der Minister des Innern Heine, der Minister der öffentlichen Arbeiten Defer, Sv r.an jmünffcr Südekum, Landwirtschaft^' Minister Braun, der Minister für Handel unt Gewerbe Fischbe ck , llntorstaatsfekretär Gräf und mehrere Referenten. Aus Baden werden erscheinen Stoatsvräsdent Geist, der Minister des Innern R c m nr e 1 c, Unterrichtsminister u tu - m e l und Staatsrat Köhler. Die Herren der Regierungen werden die Festhalle und alle Meß- gebäube besichtigen.
Tie HaushaltunzsllÜen Jinb vom Zähler mit laufender Viummer zu verfepen und in.die Ion- rroll-Liste einzutragen. Tie .ftontroll-Liste ist ord- nungsmästig vom Zähler abzuschft "en und zu unterzeichnen. _ ,
Formulare find im Not erhält
lich: Polizeiamt iDachstube), Weidertgnsse ö, Stadthaus iZimmer Nr. 8 , Gartenstraste 2, Oktroi- Erhebeifelle, Selterswcg 74. Uebrigblrifcenbe Formulare sind ba[bigft zur Abgabe an anbei: Zähler an einer dieser Stellen abjugrben. In allen Zweifelsfragen kann bem Zähler im Stadt- Hause, Zimmer Nr. 8, Auskunft und Rat erteilt roeroen; auch auf die Anweisung für den Zähler auf Seite 1 der Kontroll-Liste wird verwiesen.
^rieghgefangcnen-Hcinttchr.
Als eine bleibende Erinnerung an die Stadt Giestcn betrachten die aus srinoltcher Gefangenschaft heimkehrenden Krieger dic für sie vom Anp- fangsausschust für hnmkehrende Kriegs- und Zivil- geiangene veranstalteten Unterha^tungs- abenbe. Dieses brache wiederum ein Heimkeh- rer, mit aus dem Herzen kommenden Dankeswvrten zum Scblust der gestrigen Veranstaltung auf der Liebigs höhe, zum Ausdruck. Deshalb^ gebührt den Mitwirkenden, die sich dem Ansschast für den guten Zweck bereitwilligst zur Venügung stellen, ganz besonderer Dank, wenn sie, wie es gestern der Fall war, für in Aussicht genommene, bann aber in letzter Stunde abgesagte Tarbietungen, entspringen. Frau Mendels soo n-B a r t ho l ö h erfreute die Zuhörer durch einige Rezftationen^die sie durch das Gedicht: „Tie alle Uhr" von Stboltz einleitete; vom Gesangverein Bürgergescll schäft san- lgen Damen und Herren einige fröhliche, frische Lieder und die Kapelle des Durchgangslc^ers unter Leitung ihres Dirigenten Schmitz füllte die Zwischenpausen durch flotte Musikstücke aus. Tie Ansprache hielt wiederum (M)eurerat Professor G v sevius, der fernere Ausführungen den Begriff Kamerad schäft zu Grunde gelegt hatte. Kame- vadschaft haben die Kriegsteilnehmer in der Not des Krieges inü) in der Gefangenschaft geübt, Kameradschaft sollen wir alle überall und bei jeber Gelegenheit zum Ausdruck bringen, um dadurch unser darniederlfegendes Vaterland wieder zur Höhe zu führen. An dieses Thema knüpfte auch Dr. Göhring, Vorsitzerrder des Volksbundes zum Schutze der deutschen Kriegs, und Zivilgefangenen, an, als der deutschen Kriege und Zivil gefangenen, an, als ScNnßwort den Kameraden eine glückliche Reise in die Heimat wünschte. Für den Liebesqabenbicrtft hatten sich auch dieses Mal einige Damen der Stadt und des Bolksbundes, Schwestern des Roten Kreuzes Und des Durchgangslagers eingefunden, deren anregenbe Unterhaltung den ' Heimkehrern viel Freude bereitete.
Energie mit Rat und Tat zur Selle sieben. Der Vorschende berichtet über das 83. Geschäftsjahr und konnte feststellen, dast der gesamte Geioerbesörde- rungsdienst der Zenttalstelle für die Gewerbe und des Lan>^sgewerbenercins sich trotz der färoeren imrtfchaftlrchen Lage wieder aufwärts bewege, lieber dic Krfefswirtfchaft der Zentralstelle wurde der Re-
gierung eine ausiübrlid* Den t f d> r i t t überreicht. Die 'Mgl .ederzadl in ,l2ö Onsgewerbe- oereinen ist auf 9600 angewadjfen. Auch der lach- liche Zusaurweltschtuß der verfchiebenen Beruis- gruppen zu Arbeitgeberverbänben macht Forl- icbrittc. 1400 Lehrlinge unterzogen jüb der Gesellenprüfung. Fünf gröbere Merstrrkurfe nnrrbet abgcfalten. lieber Olein:rbcnmfeum und Gewerbe- biblwlhek sprach Tireftvr Fr. Haupt, über die Tätigkeit der Ebern. fßrühm.>5fratwn Prof. Dr. Sonne. Die von dem Ausschuß des Lander- gewerbeverems vorgesclilageree Satzungsänderung und Erkwlmng des Mikgliederbestrages auf 6 Mk. fand Zustrmmung. Der Borsitzt-nde berichtete dann über dic Organisation des grrocrMtdxn Unterrickus- wefens, wonach der <2onniagsze,djeranuemrtx auf Wochentags, nach dem in ettva 25 Gerne,nden vorhandenen Bor bilde verlegt nrnbert soll, und dir größeren Geroerbe- und Fackrschulen die Aufsicht über ine in ihrem Bezirke vorhandenen Handwerker- ,'chulen zu übernehmen batten. Das gewerbliche Un* terrrdpsivefen soll nach wie vor beri tätigen Mini- sterialbehörde urtterstelll blciben, <Dt nrefrfrr sowohl Handel, Gewerbe und Industrie, wir aurfi die Handwerker ihre AufsidNsbehörde haben. Es wird die Bildung eines hessi'chen Gewerbeschnllehrerverban ■ des angeregt. Eine interessante Aussprache entstand über den Bericht des Svndrkus der Handwerks- fanrmrr Schüttler, betr. den fachlichen Zusammenschluß des Handwerks und die Gründung von Ar- beitgrberwrbänben im Landesgewerbeoerrin, sowie einer A r bei t sge m ei n s ch a st mit der Handwerkskammer, zu einem Reichsverband des Handwerks. Are der Aussprache beteiligten sich Eisenhart (Bensheim», Schindel (Alsfeld), Haury (Darmstadt), Schmuck (Worms', Heß lFriedberg), Hohn (Nidda), der Vorsitzende und der Referent. Es soll cm Ausschuß bestimmt werden, der bfe geeigneten Schritte unternimmt Es kommt hierbei zur Sprache, daß gerade bei dem Wiederaufbau des besetzten Gebietes der direkten Beteiligung des Handwerks durch die Jüdustriellere- Berernigungen schwerster Nachtell zugefüat wird, lieber die Schäftung gesetzlicher Sckmtzmatznahmere. für fetbfeärtbigc Handwerksmeister bei Vergebung und Ausfübrung brm Bauarbeiten erstattet Rühl (Laubach'' Bericht. Ueber einen Antrag des Arbeitgeberverbandes Büdingen-Nidda.Schotten soll eine strengere 'Regelung des Geiverbevatentwesens zur Verhütung des unlauteren Wettbewerbes von Fn- dustriearbeitern in Staats- ■ ter (He nrrm bebet neben außerhalb des Achtstundeni4g? - durch Vergebung von Staats- und Gemein bearbeiten nur an or- gamsiertc Handwerksmeister aregeftrebt werden.
Hessen-Nassau.
Landrat Schmid' ins Ministerinm berufen
X. Hanau, 7. Okt. Landrat S ck m t d in Hanau ist nach Berlin berufen worden. Er wird auf Wunsch des Ministers Heine für dte nächsten Monate das allgemeine Referat des Ministeriums des Innern übernehmen und demnächst nach Berlin stberstedeln. Landral Schmid ist kurz vor Ausbruch der Revolution von Berlin nach Hanau verfetzt worden. Ei war vorher als Referent tätig
sieht man aber nur einen, dem man ernste Kauf- absichten zutrauen möchte. Die stereotype Frage der Aussteller: „Hat der Herr vielleicht Interesse für . . . ." berfrrflt an uninteressierten Ohren und an vielen Ständen hort man die Klage, daß man sich „geuzt" fühle, man sei zu einer Beriauss-, nicht zu einer Schaumesse gekommen. Derartige Klagen find mit Vorbehalt aufzunehmen. Teirn in bestimmten Artifeln werden fabelhafte Umsätze erzielt. Besonders in feinsten Offenbacher Leder- artiMn und turrftg.1 verbiieben Gegenständen, zumal der Mundvener Aussteller vm Goetbeluus, die neben elfenhmbigem Kitsch wie Dmamenrif aus Schmel- teriingsftügrin? — em Hauptzuguriikel für Süd- timeritaner — vor allen Tingm herrliche Batik- arbeitvn aufweisen, die nach einem neuen Verfahren licht- und waschecht auch auf Leinttand cnts- gedehnt werden können.
Nach ermüdendem Durchwandern der Häuser und Stände bleibt als stärkster Eindruck staunende Hvcbachrimg vvr der deutschen Iretnestric, die trat) aller lvirtschaftlichen Nöte, trotz der Aushungerung an Robstvfteu form Auslände eine derartige Samt» fülle zu bitten Vermag. Der neutrale Ausländer, der vor Deutschlands wirtschaftlicher Kruft trotz unseres Zusammenbruchs eint höhere Meinung behalten- hat, als mancher Volktzgenv'se, gibt seiner 5»d»achtung offenat Ausdruck, allerdings nicku ohne die Einschränkung, dah wir uns mehr aus Artikel fegen sollten, bn denen wir unter den tattigml Umftinbcrt wirklich noch lriftungssäbig sind Was hilft es ihm, wenn ihm bei schönen Schaustücken g.fegt nirb: lieferbar in zwei bis drei Jahren."
Solche Auskünfte ftbretfrn ab, genau fb wie der infolge des Tieftwrede'- unserer Valuta durchweg geferbertc Auftchlag txm 50 ProzcM bei Verläufen ans Ausland. Wer heute rxm Deutschland Ware wünscht, toill neberdri Valuta gewinnt machen und will nicht einfehen, daß er mit beitragen soll, den Staad der deittschen Mark zu bessern. Tie Aufbesserung der Stiirta durch Warenaustausch und Kreditgewmrnmg im Ausland ist
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einem Äammermufifafcenbim Markussaal Tic Herren des Quartetts, die sich bereits im vorigen Winter dem Verein in liebenswürdiger Weise zur VerftiMng gestellt hatten, boten audi diesmal wieder Werke unserer Klassiker Handu, Mozart und Beethoven. Auch am Sonntag fanden sie rvifi-tr eine dankbare und brifallSfecudige Zu- börerfebeft Von den eüuclnen Serien sagten bt- 'onder- zu' Vetlhooen (D-Dur ov. 18 Nr. 3 und rar allem das 5um Schluß gespielte unvergängliche Kai'erauartett reu Haydn, währen? bei Mozarts A-Dur-Quartett (zu Anfang des Abends gel'viclf anscheinend noch nicht der rechte Kontakt zwischen Aus'ührendew und Zuhörern geschaften roar. Dem Verein ist es jevensalls auch am Sonntag abend wieder gelungen, gute Kunst zu vermitteln und damit toirtiam weiter mllzvarbeiten an der Vertiefung unseres Volkslebens und der Veredlung des Boltsempfindeus. Mögen dannr immer weitere Streife lernen. Freute zu linden an Den Werken echter Kunst, nwfe,.? uns die demschen Meister in so reicher Zahl ge'Hknkl haben.
** In den Schwarz-Weiß-Lichtspielen kommt ab beute bis Donnerstag den 9. Oktober der Künstler-Roman „Venus Ariadne" in 5 Akten und ein modernes Lustspiel „Die Postanweisung in 3 Akte re zur Aufführung
Kreis Büdingen.
N i d d a, 6. Okt. Auch hier tritt die Volks- hochick.ule reuremehr ins Leben. Zur Behandlung tommere fry.genbe Lehrgegereständ.'. 1. Gesundheitspflege, bcfxmixlt von Dr. Fritz Koch Licht, Luft, Wasser, Nahrung, Kleidung, Wsb- nung, Boden, Kmder nirb Lchule, Lebenslauf, Krarekhriten und Krankheftspf lege-: 2. Stens- graphie, behandelt vzn Lehrer Küfer (Syst'm Gabe!sderger); 3. Bürgerliches Rechn-n, febanbeit von Lehrer Bopp, ($ur Behandlung bm» men: Gesellschafts-, Pro-en:- und Zinsrechnung: 4. B u ck f u hr 11 ng, behandelt von Herrn Sun- bctle; 5. Obstbau, behandelt von Herrn Met- t^rvich-Budingen: ft. Säuglings- und Kleinkruderpflege, b.-banbeltvonSchw ster Käthe K^nöll-Büdingen.
— Stockheim, 6. 5?ft Auf dem hiesigen Bahnhof gerieten Sieger I ätti>rr Schleichhändler, berwji große Mengen Mehl beschlagnahmt waren, mit der ßV-nbormerie in Streitigkeiten. Es kam zu Tätlichkeiten, die mit der Verhaftung der Schleichhändler endeten.
Kreis Friedberg.
2$. Bad-Rauheim, 6. Oll. Emer der bekanntesten und belebtesten Badeärzte, Sanitätsrat Dr. Beste, der am Samstag mitten in seiner Berufstätigkeit plötzlich au Herzschlag verstorben ist, wurde heute zur letzten Rahe geleitet. Zu Kriegs- beginn hatte sich der Verstorbene freiwillig in den Dienst des Vaterlandes gestellt uiti> leitete dann als Stabsarzt d. Res. das Reserve-Lazarett Butzbach von Ende August 1914 bis zu seiner am 30. September d. Js. erfolgten Auflösung. Sanitätsrat Beste überlebte sein Wirken im Dienste des Vaterlandes also nur um wenige Tage.
4 Dad-Naubeim, ft. Oll. Die Bad- Nauheimer Kirmes, das früher so beliebte Saisonschlußfest, zeigte nach ftiähriger Unterbrechung gestern und hatte wieder ganz das altgewohnte Bild der FrtedenSjahre. Bedutgt durch das herrliche Herbstwetter am Sonntag war der Besuch von außerhalb außerordcmlich stark. Die Terrasse zeigte nochmals ein buntes Bild und ein reges geben, wie es an manchevi Hochsommer sonn- tag nickt hätte besser sein können. Besonders lebhaft war das verkehrsreiche Treiben am Marktplatz in der Altstadt. Tausende von Kindern und Erwachsenen bevölkerten den Juxplatz. Auch in den Tanzlokalitäten herrschte überall rechtes Kir- mettreiben. Alles in allem zeigte unsere Kirmes, daß an Geld noch kein Mangel herrscht.
** Friedberg, 5. Oft. xie „Neue Tageszeitung'' erläßt einen Aufruf zu einer Ehrm- fHftung für Otto Hir schel, dessen Familie sich in schwieriger Lage befinden s)ll.
** Nieder-Weise l, 6. Okt. Matthaus Mandler und dessen Ehefrau Marie, geb. Sup- pes, feiern heute das feite ne Fest der goldenen Hochzeit.
Starkenburg und Rheinhessen. Landesgewerbevercin.
rm. Darmstadt, 5. Oft. Die heute kn den Raumen des Geiverbemuseums unter dem Vorsitz des Geh. Regieruirgsrat Noack fdattgehabte Hauptversannrelung des Landesgewerbevereins erfreute sich aus allen Landesteilen eines guten Besuches. Von der Regierung war Ministerialrat Dr. Wagner erschienen. Er warnt vor unberechtigten Angriffen gegen die Handwerker' Zenttalgenosfenschaft und vor pvlllischen Eigen- brodeleien. Die Regierung werde dann mit aller
grantfurter Linfiihrmeffe.
Gießen, 6. Oft. 1919.
Das erste Bild, das man von der Frankfurter Einfuhrmesse und auch von der Stadt erhält, die sie veranstaltet, ist das eines bunten Trubels, gesteigert durch ausgiebigen Reklametamtam, der in mau dien Einzelheiten weder geschickt, noch geschmackvoll ist. Durch die Straßen ziehen nach Kripzign Vorbild endlose Reihen von Plakatträ- gern hintereinander her, teils mit einfachere Rcf- tomeidjilbem, teils m Flaschen, Kisten und dbai* Icuerlidjen Behältnissen steckend, die Träger vielfach zu Ebinefen, Indianern, Indem herausstas- fiert, ganz gleich, ob die angepriefene Ware mit diesen VRkerstämmen in irgendwelcher Beziehung steht oder nicht. Größtes Auffehen erregt eine expressiLmistisch angemallr Elesantereotrappe, bet zwei ionst unsichtbave Trüget Giefantetbefnc leihen müffen.
Verwirrend ist auch der erste Eindruck des Meßgeländes, auf bem 3000 Aussteller unterge* brndit smd und Uoar außer in der rigattiiden Fest- Halle und ihren Käotondautrn, in den nächstlregenden Schulen, beten lichte Räume und Gänge sich zu Ausstcllnugszwecken besonders geeignet erwfefen. Man 1xit versucht, m den einzelnere Gebäuden
Aus Stadt «nd Land.
Gießen, den 7. Okt. 1919.
Volkszählung am 8. Oktober 1919.
Für jede Haushaltung ist eine Haus- haltungsliste — gemeinschaflliche Hauswirtschaft -rluche- — vorgesehen. Zur Haushaltung zählen und sind in die Liste auszu- nehmen: 1. Zimmetmieter ohne eigene Haus ärischo t (tothe , Schlaigänger und Besuch, 2. Militär Personen auf Urlaub, 3. Militärp:rsanen, die PrivalwolMuug außerhalb militärischer Gebäude haben.
Jede einzeln lebende Person mit eigener Wohnung und Haushaltung ist in besondere Haushaltungsliste aufzunehmen Gasthäuser, Herbergen, Kran- kenausiatteii lÄlimfen, Schwesternhäuicr, Lazarette), Kasernen erhallen für die Gäste und I n s a s j e n besondere Haushaltungsllsten. Alle Zivil- und Mftilär-Patienten in den Krcmken- ßni'taiifi’. sind zu zahlen. Wohnwagen zählen als Haust^Krung. Die am 7./L. Oktober nachts 12 Uhr iin Gescngcnenlager anwesenden zurückgekehrten Kricgsg.'än<-,enen werden summarisck gezählt, alle im Lager wohnenden Personen sind in die Hauslialturegslisten aufzunehmen. An das Gami- sonlommemdo, die Reservelazarette I und II und die Kommandantur des Durchgangslagers ist das Ersuchen gerichtet worden, die in Frage kommenden Stellen anzuweifen, dem Zähler die Arbeit möglichst zu erleichtern und für rechtzritige Ausfüllung der Hmishaltungslisten besorgt zu sein.
Eruzutracfen in die Haushaltungsliste istjede Person, die in der Nacht vom 7. auf den ft. Oktober in der Haushaltung übernachtet hat (Inländer, Ausländer, Zivll- und Militärpcrsonen), und jroat unter I der Liste.
Unter II der Haushaltungslistc sind die vorübergehend abwesenden Personen auszu- ftchren. Vorübergehend abtoefeno hat nur die Person zu gellen, die auf kurze Zeit aus dem Haushalte abwesend ist, aber in Gießen versorgungsberechtigt (Anrecht auf den Bezug von Lebensmittelkarten) bleibt. Als vorübergehend abwesend gelten z. B. ein Dienstmädchen einer Herrschaft in Gießen, daS hier in einem Krankenhaus (Klinik) untergebracht ist, rin Kind oder wer soust, der auf kurze Zeit bei Verwandten ausivärts, hier abec weiter oer- ■forgunnsbereditiqt bleibt. Ein Sohn aus auswärtiger Uniueriiiät, Lehre ufw., eine Tochter im Pensionat usw. gelten nicht als vorübergehend abwesend imb habere keine Aufnahme in die H a us halt un gs listen zu finden. Wer in keiner Wohnung in der fraglichen Nacht über» nackter hat iBalm und Postbeamte, Arbeiter auf Nachtschicht, Reisende), wird in die Äste der Haushaltung eingetragen.
Die nach Mitternacht Geborenen und die vor Mitternacht Gestorbenen sind nicht mitzu- zählere.
Ausfüllung der Haushalturegslisteu.
Auf die Ausfüllung der Spalten 1—6, die für jede Person auszufüllen sind, ist die größte Sorgfalt zu verwenden. Die Spalte 7 ist nur für vorübergehend A n wesende unter I, für vorübergehend Abwefende unter II aus- zusülleu.
In Spalte 8 ist für die hier wohne red en amd vorübergehend abwesenden Zivilpersonen als Gemeinde der Brotverforgung „Gießen" emzutragen. Für die vorübergehend anwesendere Personen ist die jeweilige Brotversorgimgsgemeftide cüuutragen.
Personen, die am ft. Oktober 1919 bem Heere oder der Marine <mgehören, haben in Spalte 9 nur ihre militärische Stellung anzugeben. Für Kriegsgefangene (in Wohnung und Arbeit hier nod) befindliche Russen, Ukrainer usw.) ist in Spalte 10 deren Staatsangehöriakell auszufüllen.


