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werbslosenkormnisf ion vor, auch den unverheirateten Erwerbslosen einmalige Teuerungszulagen zum

Erwerb ausländischer Lebensmittel zu gewähren, deutsche Burschenschaft ausgenommen.

Der Antrag ttritb dem sozialen Ausschuß über-

aus­wurde

Streik der Hotel- u ange st eilten in Franks

Mkft bii§ nut 'jenen haben uw) Mihm Behaust ii>sn Hanauer B jliü Anmarsch de Ä Hanau Anla rmlafte. E rette mit bet t kgmten. Im gi einten. Ti« Lerh I xje in Ansmch I M Sitzung, bi I »die Abendstund Ktrag auf freien

ht. Battenberg (Kr. Biedenkopf), 5. Aug. Tie Kirschenernte, die nunmehr ihr Ente erreicht hat, brachte der Gemeinde Battenberg eine Einnahme von 105 000 Mark.

rm. Zwingenberg (a. B.), 5. Aug. Ter hiesige Großvbftmarrt wurde gestern nach mittag bei gutem Besuche eröffnet und findet nun­mehr täglich von drei Uhr mittags ab statt.

15. Jahr von 500 Mark bewilligt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Geh. Lcgatiousrat Neidhari t.

rm. Darmstadt, 5. Aug. Plötzlich und un­erwartet ist der bisherige Geheime Legationsrit im Staatsministerium Dr. Wilhelm Neid hart, der nach der Umwälzung als Ministerialrat in der Regierung tätig war, im Alter von 47 Jahren gestorben.

bt. Nieder-Mogan, 5. Aug^ Bei einer Schlägerei in der Vergangenen Nacht wurde einer der jungen Leute durch einen der Reichs­wehr an gehörigen Soldaten, der ebenfalls Von hier stammt, durch einen Stich in die linke Brust ge­fährlich verwundet. Einige am Tatort Darüber» kommende Touristen aus Darmstadt trifteten die erste Hilfe. Ter Täter wurde von der Gendarmerie sestgenommen und der Militärbehörde überliefert. Ter Verletzte ist inzwischen an Verblutung ge- ftorben.

n. Offenbach a. M., 2 Aug. In der gestri­gen Stadtverordnetenversammlung lag ein Dringlichkeitsantrag der Arbeits- unb Er­

beute auf Beschluß einer Massenversammlung der Streikenden für beendet erklärt. Es kam zwi­schen Arbeitnehmern und Gastwirten zu einer Einigung. Für das reisende Publikum bestehen also in bezug auf .Verpflegung und Unterkunft in Frankfurt keinerlei Schwierigkeiten mehr. Jede Streikgefahr ist durch die neuen Abmachungen gründlich beseitigt.

Aufteilung des Kreises Biedenkopf.

ha. Biedenkops, 5. Aug. Wie derHinter!. Anz. erfährt, ist bei einer Besprechung über Fra­gen der Verwaltun gsresv rm, welche am 28. d. Mts. im Beisein des Kommissars für die Vorbereitung der Verwaltungsreform, Staats­minister Tr. Drews in Kassel stattgefunden hat, auch die Zuteilung des nördlichen Teils des Kreises Biedenkopf (Amt Hatzfeld) zum Re­gierungsbezirk Kassel bzw. zu einer aus diesem Bezirke zu bildenden Provinz Hessen zur Erör­terung gestellt worden. Zugleich wurde vorge­schlagen, den südlichen in den Kreis Wetzlar tief hineinragenden Zipfel be£ Kreises mit dem Kreis« Wetzlar zusammcnzulegen, und ihn mit dem Regierungsbezirk Wiesbaden (Provinz Nassau) zu 'Vereinigen. Ter mittlere Teil des Kreises Bieden­kopf soll mit dem Dill kreis vereinigt toerbcit. Zu den Verhandlungen waren Vertreter des Kreises Biedenkopf nicht zugezogen. Nachdem die Mit­glieder des Kreistags sich früher dem Plan einer Zuweisung des ganzen Kreises Biedenkopf zum Regierungsbezirk Kassel gegenüber ablehnend ver­halten haben, hat der Oberpräsident, um die Stellungnahme der Kveiseingesessenen zu der vor­stehend angedeuteten Aufteilung des Kreises Bie­denkopf an die Regierungsbezirke Kassel und Wies­baden (Provinz Hessen-Nassau) kennen zu lernen, seinen Referenten, Regierungsrat Krause beauf­tragt, hierüber mit den Beteiligten an Ort und Stelle zu verhandeln. Zu diesem Zweck findet am Samstag den 9. d. Mts., vormittags 9 Uhr, eine Besprechung im Kreishause statt, zu de« bie. Mitz glieder des Lfteisausfchusses und andere scrLKmdigi Personen, die über die Ansichten der Bevölkerung in allen Teilen des Kreises Auskunft zu geben vermögen, eingeladen werden sollen.

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städtischen Beamten wird eine Teuerungszulage von 2000 Mark und für jedes Kind bis

Vie Ureiriagrwahlen.

Die Deutsche Volkspartei hat für die Kreck tagswahlen folgende Kandidaten aufgestellt: 1. Landgerichtsrat Schudt, Gießen, 2. Bürgel- meister Ranft, Grünberg- 3 Kreisstraßenmeist-r Herrmann, Lich, 4. Stadtverordneter Winn, Gießen, 5. Bankdirektor Griesbauer, Gießer, 6. Kaufmann Röhr, Gießen, 7. Apotheker Welcker, Alledorf a. d. 15ba., 8. Oekonomrerat Hoffmann, Hofgüll, 9. Bäckermeister Löber, Gießen, 10. Dreher Wenzel, Gießen, 11. Fran Else Rahlmeier, geb. Sager, Gießen, 12. Tr. Krausmüller, Greßen.

Hochschrrlnachrichten.

Die Deutsche Burschenschaft und die neuer

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nicht voll und ganz durch den erweiterten Synodal- Qusschuß ausgeübt werden solle. Es mutz eine geregelte Teilung der einzelnen Fragen ftattfinben.

Nach weiteren Bemerkungen, in denen Synodal Bachfeld (Offenbach) u. a. feststellt, daß man von einer Beunruhigung in Psarrerkreisen nicht viel bemerkt habe, wird die Weiterberatung des §2 an den Ausschuß znrückoerwftsen.

Zu 8 3 beantragte Pfarrer I a u d e - Planig die Mitgliederzahl von 5 auf 6 zu erhöben; auch sollen statt 2 jetzt 3 geistliche Mitglieder ge­wählt werden.

Synodal Wahl- Schlitz tritt für ben Antrag des Ausschusses ein.

Oberkonftstorialrat B ernbeck unterstützt ebenfalls den Ausschußantrag.

Synodal D. Diehl-Friedberg empfiehlt die Annahme des Antrages Jaude, da zur Teilnahme an den Geschäften es erwünscht erfd^eint, daß das geistliche Element entsprechend stark vertreten sei.

Synodal Freiherr von Hehl stellt fest, daß durck) die jetzige Fassung des Gesetzes das Ober­konsistorium in eine gewisse Abhängigkeit von der Synode geraten sei, obwohl von einer Wahl nicht die Rede sein könne. Die jetzigen Zeiten werden sich so rasch nicht ändern, deshalb sei es gut, wenn das geistliche Element nicht so schwach vertreten sei. Das werde durch den Antrag Wahl-Römheld er­reicht.

Synodal Wagner spricht gegen den Antrag Aoude, ivorauf Pfarrer Jaude nochmals für seinen Antrag eintritt.

Synodal Jacob wünscht, daß man drei Geist­liche aus der Synode den drei weltlichen Mitglie­dern gegenüberstellt.

Oberkonsistorialrat Berndeck hält den An­trag Wagner für annehmbar.

Hierauf wird der Antrag Jaude aus Wahl von 6 Mitgliedern mit 28 Stimmen angenommen, da aber zu einer Verfassungsänderung 2/s der An­wesenden dafür stimmen müßten, gilt der Antrag als abgelehnt. Dann wird der Ausschußantrag an­genommen. Der Antrag Wagner wird ab- gefehnt und ein Antrag Diehl angenommen, wo­nach von den 7 Ausschußmitgliedern drei Geistliche fein müssen, einstimmig angenommen. Dann findet der ganze § 3 Annahme.

Die Synode wird hierauf auf Mittwoch, früh 9 Uhr, vertagt.

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Aus Stadt «nd Land.

Gießen, den 6. Aug. 1919.

Lebensmittel.

** Reis gelangt von Donnerstag dem 7. bis Dienstag den 12. d. in den Klein-- handelsgeschästen auf den Bezugsabschnitt Nr. 13 zur Verteilung. Auf jeden Bezugsab­schnitt entfällt V» Pfund zum Preise von 1 Mk.

**DieLebensmittelkarten, die am 1. und 2. d. M. zur Ausgabe gelangten, sind bis spätestens 9. August einer Verkaufs­stelle zur Eintragung ihrer Firma und Ab­trennung der Kontrollabschnitte vorzulegen.

** Bei der städtischen Obst- und Gemüsestelle (Marktlauben) treffen heute größere Mengen Karotten, Oberkohlrabi, Bohnen, Weißkraut Und Zwiebel ein, welche zu den billigsten Tagespreisen abgegeben werden.

lidjen StellenKriegsgefangeivenheimkehr" zu ver­weisen. Tie Kvmmunalverbändc können diesen Stellen Waren zur Verfügung stellen, die sie zur Erfüllung ihrer Fürsorgeverbiiidlichkeiten nach 01 lAbs. 2 der Neuen Richtlinien in Anjpruch nehmen, während dieKriegsgefangenenheimsehr" die Mittel hierfür zur Verfügung stellen kann. Falls die Zuweisung von Waren aus den Reidjskleider- lägern für den gedachten Zweck nicht ausreichen, wird den Kvmmunaloerbändcn empfohlen, größere Zuweisungen bei den Reichskleiderlüaern oder, so­weit diese nickst zu liefern in der Lage sind, bei der Reichsbekleidungsstelle .Abteilung J zu bean­tragen.

** F ah r r ad m a rd e c. Am 4. August wurde hier aus einem Hausgang in der Fried­richstraße ein RennradRödelheimer Tor­pedo-Marke A. Fabr.-Nr. 20 2518", und am 5. August aus dem Hausflur eines hiesigen Hotels ebenfalls ein Fahrrad, Marke Presto", entwendet. Beide Räder sind noch neu. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei ent­gegen.

** Die Anbauer von Oelsaat- früchten wollen sich zwecks Erlangung von Oelschlagscheinen Freitag, 8. August, auf Zimmer Nr. 6 des Städtischen Lebensmittelamtes melden.

** Die neuen Selbstversorger­liften für 1919/20 sind nach dem vorjährigen Muster aufzustellen. Es wird hierbei bemerkt, daß nur solche Personen als Selbstversorger aner­kannt und in die Lifte ausgenommen werden, die mit ihrem felbftgecrnteten Brotgetreide und Gerste bis mindestens 15. November 1919 für sich und ihre Familienangehörigen auskommen. Interessen­ten werden sersuckst, sich bis spätestens 9. d. M. auf dem Lebensnnttelamt, Zimmer 4, zwecks Ein- tragung in die Selbstversorgerliste zu melden.

**DieWirtschaftlichcVereinigung der Privatange stellten hatte die hiesigen Privatangestellten gestern abend im Caf6 Ammd zu einer öffentlichen Kundgebung einberufen. Nach­dem der Vorsitzende der Vereinigung, Herr W e i - big, kurz den ergebnislosen Verlaus der Ver­handlungen über den Tarifvertrag vor der Handelskammer schilderte, nahm der Hauptrrimer, Herr Vogel ans Frankfurt a. M_, das Wort. Er beklagte vor allem das mangelnde Solidaritäts­gefühl und die Interesselosigkeit unter der hie­sigen Angestelltenschaft. Er schilderte dann oen Verlauf der Angestelltenbdwegung in Frankfurt am Main und anderen Städten, wo es gelungen sei, für die Angestellten verhältnismäßig gün­stige Tarifverträge durchzusetzen. Was in diesen, z. T. ganz kleinen Städtchen, erreicht fei, müsse sich auch ut Gießen durchsetzen lassen. Er verbürgte sich dafür, innerhalb einer kurzen Zett einen Tarif­vertrag, ja einen für die Angestellten günstigeren als der von der Wirtschaftlichen Bereinigung der Handelskammer borgekgten, durchzusetzen. Vor­aussetzung sei allerdings unbedingtes Zu- sammenstehen der Angestelltenschaft, die cmch vor dem schärfsten wirtschaftlichen Kampf- Mittel, dem Streik, nicht zurückschrecken dürfe. Zunächst müsse aber versucht werden, die Forde­rungen auf gütlichem Wege durdjzusetzen. Der Red­ner empfahl zunächst Anrufung des Schlichtungs- ausschusses. Sollte hier nichts zu erreichen fein, dann Müsse sich an den Demobilmachungskommissar gewandt werden, der die Beteiligten bann einfach z-uM Abschluß eines Tarifvertrages auffordern werde. Zum Schluffe unterzog Herr Vogel den von der Wirtschaftlichen Vereinigung ausgearbeiteten. Tarifvertrag, der den Verhandlungen an der Han­delskammer zugrunde lag, einer scharfen Kritik und Machte Vor besserungsvor schlüge, tvobei er in der Hauptsache den in Frankfurt a. M. abgeschlossenen Tarifvertrag als Unterlage benutzte. Herr De- Mu t h forderte ein kraftvolles Solidaritätsbewußt­sein und stellte die Organisation der Zivil­angestellten bei der Mttttärverwaltung als mustergülttg hin. Herr Hillgärtner bedauert die Gründung der Wirtschaftlichen Vereinigung. Er glaubt, daß die Angestellten nur im Anschluß an das Gewerkschaftskartell etwas erreichen können. Stadtverordneter Eichert weift die Angriffe des Vorredners gegen die Wirtschaftliche Vereinigung zurück. Er bezweifelt, daß die Arbeiterschaft sich im gegebenen Falle mit den Angestellten solidarisch erklären werde. Die Herren Demuth, Lutze und Steinheimer, letzterer Vorsitzender der Ortsgruppe der Zivttangestellten, der die Verhält­nisse der bei den milttärischen Dienststellen be­schäftigten Zivilangestellten schildert, betonen noch­mals die Notwendigkett eines engen Zusammen­gehens mit den Arbeitern. Herr Vogel schlägt vor, .den Tarifvertrag der wirtschaftlichen Ver- emimmg zurückznziehen und bei den neuen Ver­handlungen vor dem Schlichtungsausschuß den Frankfurter, für die Angestellten wesentlich gün- fttgeren Vertrag, zugrunde zu legen. Diesem Vorschlag wird von der Ver­sammlung zu gestimmt. Wetter betont er, daß die Angestellten auf ihre eigene Kraft vertrauen und ihre Forderungen allein, ohne die Hilfe der Arbeiterschaft in Anspruch zu nehmen, durchdrücken möchten. Die ziemlich rege Aussprache fand ihren Niederschlag in folgender, einstimmig angenomme­nen Entschließung:Die auf Veranlassung der Wirtschaftlichen Vereinigung am 5. August im Caf6 Amend zahlreich versammelten Angestellten von Handel und Industrie bedauern lebhaft, daß ihre Forderungen von ben kaufmännischen Arbeit­gebern nicht angenommen, ja, daß sie sich sogar zu keinen Verhandlungen bereit erklärt haben. Die Angestellten beauftragen die Wirtschaftliche Vereinigung, ben heute neu. beschlossenen Tarif­vertragsentwurf (Frankfurter Vertrag) sofort dem Schlichtungsausschuß zu übergeben, um auf Grund dieses gemeinsam für alle Angestellten in In­dustrie, Groß- und Kleinhandel neue Verhand­lungen in die Wege zu leiten. Ausdrücklich wird betont, daß die Angestellten unbedingt daraus bestehen, daß diese Folgerungen in der richtigen! Weise von der Wirtschaftlichen Vereinigung ver­treten werden." Bis auf einige deplazierte An­griffe des Herrn Weidig gegen den Gießener An­zeiger verlies die gut besuchte Versammlung ruhig.

** Mit dem Bezirkswettschreiben des Bezirks Gießen Gabelsbergerscher Stenographen am 27. Juli war and) einSchön- u nd Richtig- s chreiben verbunden. Tie Preisträger sind: 1. Preise: Heinrich Ganß, August Hirsch, Georg Scholl (Gesellsch. Gießen), Walter Schmidt (Gym- naftum Gießen), Georg Fritzfch (Verein Gießen). 2. Preise: Elise Eckert (Damen-Verein Gießen), Gretel Breittvieser, .Karl Heß, Tilly Hofmann (Gesellsch. Gießen), Heinrich Müller, Wilbelm Schulze, Kurt Welter (Verein Gießen), Karl Hirtes (Bad-Nauheims Alfred Meyer (Friedberg). 3 .Preise: Else Euler, Marie Schnier (Damen- Verein Gießen), Minna Hammel, Wilhelm Hauß,

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** Größere Transporte von Kriegsgefangenen werden von morgen ab täglich erwartet. Es wäre dringend zu wünschen, daß in den in Betracht kommew- den Straßen (Bahnhofstraße, Süd-Anlage, Gartenstraße usw.) durch reichen Flaggen­schmuck auch äußerlich die Freude der Bevöl­kerung an der langersehnten Heimkehr unserer bisher in Feindeshand schmachtenden Brüder zum Ausdruck kommt.

* Baupolizeiliche Erleichterun­gen für Mittelhäuser. Um die Schaffung von Klei nw-ohnun gen in Kleinhäusern, d. h. in Häusern für eine höchstens zwei Familien, beten Erbauung zur Beseitigung der Wohnungsnot am erstrebenswertesten ist und vor allen Dingen unterstützt werden soll, zu vetbttligen, sind für Hessen als einen der ersten der Bmchesstaaten baupolizeiliche Erleichterungen schon wahrend des Krieges im Jahre 1917 vom Mmisteriurn des Innern durch ein Amtsblatt an die Baupolizei­behörden des Landes ermöglicht worden. Ta es jedoch in den Städten rridjt überall möglich ist, den Bedarf an Wohnungen nur durch Kleinyaus- bauten zu befriedigen, müssen dort auch mehr- aefchvssige Häuser gebaut werden und auch deren Errichtung muß bei der außevordentlichm Er­höhung der Baukosten bis M einem gewissen Grade durch Erleichterungen begünstigt werden. In Pvm- ßen find nun durch den Stcuttskommissar für das Wohnungswesen neuerdings für sogen.Mittel- Whtfer", d. f. dreigeschossige Wohnhäuser, die Klein- und Mittelwohnungen enthalten, und zwar nicht mehr als 6 Wohnungen im ganzen, eine Reihe von baupolizeilichen Erleichterungen zugelassen worden, die geeignet sind, eine wesentliche Er­sparung an Baukosten herbeizuführen. Durch ein Amtsblatt des Ministeriums des Innern vom 10. Juni 1919 sind diese Erleichterungen auch für Hessen übernommen worden. Die Baupolizeibehör­den find angewiesen, darauf hinzuwirken, daß bei Ausführungen die Erleichterungen auch durchge­führt werden. Nähere Auskunft können die Ban- pvlizeibehörben der Städte und die Kreisbauinspek- tooeit erteilen.

** Versorgung der zurückkehren­den Kriegs-undZivilgefangenen mit Kleidungs- und Wäschestücken. Durch Verfügung des Kriegsininifteriums erhält zwar jeder heimtehvende Kriegsgefangene in den Durch­gangslägern einen Entlasfungsanzug, bestehend aus: bürgerlicher Mutze, bürgerlicher Jacke und Weste, bürgerlicher Hose, bürgerlichem Mantel, 1 Paar Stieseln oder Schnürschuhen, 1 Paar Strümpfen ober Fußlappen, 1 Hemd, 1 Unter­hose, 1 Halsband auf Wunsch. Da diese Gegen­stände jedoch für den laufenden Bedarf nidjt aus­reichen, auch bie sofortige Lieferung nicht in vollem Umfange sichergcstellt ist, müssen bie bürgerlichen Behörden unbedingt helfend eingreisen. Soweit die beimgefebrten Gefangenen den vollen Preis für die Waren zahlen können, sind ihnen Berech­tigungsscheine nach den Neuen Richtlinien unb Lieferungsbedingungen für den Bezug ovn Kom­munalwaren vom 19. Juli 1919 cmszufcrtigcn, damit sie sich die Gegenstände von den mit Kom­munalware belieferten Kleinhändlern kaufen kön­nen. Soweit bie Waren unentgeltlich ober unter Derkawspreis abgegeben werden sollen, wirb den Kommunalverbänden empfohlen, sie an t>ic örl-

RrichSfarben.

Eisenach, 5. Aug. Ter Burschentag hat zu den neuen Reichsfarben Sckxwarz-Rot-GvV, den Farben der alten deutschen Burschenschaft mb vieler heute bestehenden Burscherrschaften, mit fr" gender Erklärung Stellung genommen:Tie No- tionalversammlung hat die Farben Schwarz--Rlr° Gold, die seit mehr als hundert Jahren die Far­ben der deutschen Burschenschaft gewesen sind, als Farben des TeutsckiLn Reiches gewühlt. Die Bur- fdenfdjaft sieht mit tiefer Trauer, daß schwarz-weiß-rote Banner des 1871 w gründeten Deutschen Reiches damtt niedergehvl tfl, das Banner, unter dem Reich und Volk ju hohem Ansehen in der ganzen Welt gelangt uw unter dem Tausende von Mitgliedern der Bui° schenschast in dm Kampf und in ben Tob für bt Ehre und Freiheit des Vaterlandes gegangen faü. Tic alten Burschenschaftsfarben waren das Symb»! der deutschen Einheitsbewegung. Für sie hatten die alten Bursckienschaster Not und Berfvlgurtz auf sich genommen. Die Farben wurden bei da Neidsgründung von dem nationalen Sd^mr? Weiß-Rvt abgelöst. Wenn jetzt in der ^rational- versankmlnng mit schwacher Mehrheit die Farben Sd:narz-Rot-Gvld zu den neuen Reichsfarben er­klärt worden sind, so können diese nid.it als natu* nalcs Einheitssyrnbol im Sinne der alten Mw schenschiaft angesehen werden. Tie dmts-che Bus. scheu schäft ist mit triefen Volksgenossen der Mei­nung, daß ein FldggettweeUel unnötig wu und heklagenswert ist."

Zu Beginn der heutigen Verhandlungen wur­den die de u t sch-ö fterreichiischen BursM", schäften unter begeisterten Redm pnd unter A> singung des Burscheuschafterliebes feierl^chst m die

wiesm. Anträge auf Erridstung eines städtischen Wirtsdmftsamts, eines ftatisttschen Amts und etix Eingabe des Beamtenvcreins, mit dxr Besoldungs^ regelung eine Erhöhung der KHrderzlckage und di< Gewährung einer einmaligen Zulage zu verbinden^ werden dem Rechtsausschuß überwiesen. Der neue Tarifvertrag der städtischen Arbeiter, der eine Mehrausgabe von 1082 607 Mk. mit sich bringt, und zunächst bis 1. April 1920 Gültigkeit hat, wird einstimmig angenommen, ebenso bie 9teufeft- setzung der Löhne der Notftandsarbctter, wonack z. B. der Wochmlohn für die 1921jährigen Ar­beiter auf 75 Mark festgesetzt wird. Die Satzuw [gen für den neuerrichteten Beamtenausschuß wer- ben nach bem Entwurf des Vereins städtischer Sp­ornten mit den Aenderungm des Rechtsausschusßs angenommen. Die Neuregelung der Dienst- uni? Einkommenverhältnisse der Offenbacher Hebammen, wonach diese ruhegehaltsberechttgt werden, Unr? ohne Aussprache gutgeheißen.

Hessen-Nassau.

Der Streik der Gasthmisangeftellten beendet.

Frankfurt a. M., 5. Aug. (Wolff.) Der Kel l n er strei k wurde beute mittag auf Be­schluß einer starkbesuchten Versammlung der Gast- Hausangestellten für beendet erklärt. Die Ar­beitgeber haben zugesagt, bis zum 1. September efinen Taris unter Fortfall der Trinkgelder und Gewährung einer Teuerungszulage von 20 Prvz. mit den Angestellten abzufchließen.

Frankfurt a. M., 5. Aug. (Wolff.) Ter

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Gießen, den Ter Oberbürgi

Georg Wahl (Gesellsch. Gießeil), Fmny Hofbauer, Emst Kanluer, Marie Kausinann, Blondine Scklander (Bad-Nauheim), Ernst Hirsd^ (Fried­berg), Karl Deußing, Karl Hartmann (Lollar).

Landkreis Meßen.

** Grohen-Buscck, 4. Aug. Ter 1907 gegründete hiesige Ortsziegenzuchtoerein bot gestern ein ansdmuliches Bild von der Höhe seines Zuchtmateriafe. In dem schön geschmücktm Zicgenpark wurden dm Preisrichtern 23 Ziegen und 11 Bock- und Mutterlämmer zur Bewertung vorgeführt. Während dem Richten konzertierte die Musikkapelle. Es erhielten: einen Ehren­preis Philipp Scheld: je einen ersten Preis: Hch. Harbach VIII., Otto Weiß, Ehr. Volk, Hch. Wagner III.; je einen zweiten Preis: WUh. Pfeiffer IX., Hch. Meier I., Hch. Pfeiffer XIV., Hch. Volpert, L. Nioolai, Ehr. Krämer, Hch. Wagner XVIII.; i e einen drit­ten Preis: Hch. Volpert, Phil. Temper, Lub- Nfig Hofmann, Elise Berganer, Hch. Krämer, Joh. Geisel, Ehr. Wagenbach II., Will). Pfeiffer VII.; je eine Anerkennung: Joh. Geisel, Hch. Pfeiffer XIV., Ludwig Scheid V., Karl Höch­stem II., Wwe. Joh. Geisel, Hch. Harny, Wilh. Tort III., Fr. Herber, Karl Hochstein II., Wwe. Hch. Horny, Wilh. Pfeiffer IX., Wilh. Mittler III. Für Sammlungen erhielten Wilh. Pfeif­fer- XIV. einen 1. Preis, Hch. Volpert einen 2. Preis, Joh. Geisel eilten 3. Preis und c Otto Weiß sowie W. Pfeiffer IX. ie eine Anerkennung. Im ganzen kamen 215 Mk. Prämien zur Ver­teilung. An Preisen rrurben gestiftet: Bon der Gemeinde Großen-Buseck 20 Mk., von dem Orts- ziegeiHnchtocrein Großen-Buseck 30 Mk., von Bür- germetster Schmidt-Trohe 15 Mk., von Ungenannt 20 Mk., von Ungenannt 10 Mk. und von dem Kreisziegenzuchtveoein Gießen 120 Mk. Tie Ver­anstaltung, zu der sich eine große Anzahl Zu­schauer auch aus den Na<Ä>arortsvereinm eingefundm hatte, fand allgemeinen Anklang. Ter in Aussicht genommene Vortrag konnte leider durch Verhinderung des Redners nicht stattsinden.

d. Lollar, 5. Aug. Diebe suchten oer- gangene Nacht einen Acker mit Frühkartoffeln des Landwirtes Gustav Lehr heim. Dabei verlor einer der Beteiligten einen Krankmschein, der wohl zur Ermittlung der Täter führen dürste.

Kreis Schotten.

**Freienseen, 6. Aug. Am 1. August fand hier eine gutbesuchte Versammlung von Land­wirten statt, in der eine Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ge- gründet wurde. Zum Direktor wurde Konrad Fcr- rinand I m m e 11, zum Rechner Karl Otto Chri- ttan Jmmelt gewählt. Tie Genossmschast hat ich der Landwirtschastlichen Zmtralgenvssenschast in Tarmstadt angcschkossm.

f. Gonterskirchen, 3. Aug. Vielseitigen Wünschm zufolge fand heute nad)mittag in der Gastwirtschaft von August Graf I. eine B ür g er» Versammlung statt, zu der die große Mehr­zahl der männlichen Ortseinwohner erschienm war. Zweck der Versammlung war, den Antrag zu stellen auf Kauf verschiedener, dem Grafen zu Solms- Laubach gehörigen Wiesengründe und Waldpar- zellen, darunter ein Stück Wald, vollständig in unserer Gemarkung liegend, das die Vegetation sehr beeinträchtigt und sich, umgerodet, sehr gut zu Acker-, teilweise auch zu Wiesenland eignen würde. Ferner wird beabsichttgt, auch von dem Grasen zu Srlms-Rödelheim eine Anzahl Wiesen- parzellen, nad) Eiuartshausen zu gelegen, zu kaufen, womtt sich die Gräfliche Verwaltung bereits einverstanden erklärt hat. Tre meisten Landwirte unseres Ortes wünschen ihren Landbesitz zu ver­mehren, desgleid)en sind viele Arbeiter unserer Gemeiitt>e bestrebt, sich in der Landwirtschaft, die sie bisher nur als Nebenbeschäftigung trieben, selb­ständig zu machen. Gerade jetzt wäre günstige Gelegenhett, diesem Landhunger abzuhelfen, und es wäre auch im Interesse der Volksernährung sehr zu begrüßen, wenn, der Plan auch wirklich zur Ausführung käme. Durch Umherreichen einer Liste wurde festgestellt, daß Liebhaber für ca. 350400 Morgen in unserer Gemeinde vorhanden sind.

** U l r i ch ft e i n( 2. Aug. Daß auch unsere Auto Po ft, die zuweilen bis zu 40 Personen an den Bahnhof Mücke befördert, mandymal den starken Verkehrsansprüchen mcht genügt, zeigte der vorgestrige Tag. Tas Auto war zum Ersticken voll; eine ganze Anzahl Personen waren sogar auf das Verdeck geklettert. Wegen der starken Heber» lastung konnte die Fahrt nicht begonnen werden. Die Polizei mußte einschreiten und einen Tett der Passagiere gewaltjam ans dem Auto entfernen. Erst bann konnte es sich in Bewegung setzen.

Krels Friedberg.

Q. Bab-Nauheim,5. Aug. In bet gestri­gen Stabtverordnetenversammlung wurde front Vorsitzenden mitgeteilt, daß das Gas­werk nur noch für eine Woche Kohlen be­sitzt und die Gefahr besteht, daß es nach Ablauf dieser Frist flillgefegt werden muß. Vom 1. No­vember ab werben feine weiblichen Angestellte mehr im Stabthaus beschäftigt sein. Für ein am näch­sten Sonntag stattfindendes Jugendfest werden 100 Mk. Zuschuß bewilligt. Die Versammlung beschließt, daß die Milchausgabestellen aufgelöst werden unb die Milch den BÄvvhnem ins Haus gebracht wirb. Es wird eine Kommission zur Beschaffung fron Notstandsarbeiten gebildet. Den