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3lu* Stadt and Tand.

Gießen. 6. Juni 1919t

Die Wemeindcstcuern für 1919.

Die Gemein besteuern merken wie in anbt'ren Siß)ten auch in Gießen einer erbcbltcftm Erhöh uirg emtertDorfen sein. Sie wurden zuletzt in Höhe von 150 Pro», der ftaallidien Einkommensteuer imv 26,4 Pf. für je 100 Mk. Vermögensweit erleben.

Die Mögabeu der gesamten Betrieb<'rechnung für 1919 bctraovn 5 658 019,90 Mk, die ®n- nahmen diigvaen mir 2 485 612 Mk (54 ergibt sich demnach ein 61 betrag von 3172390,90 Mk. der gebedt nxerbcit muß. \

Hierfür werben erstmals die Ausgl < lm - mittel des Tibl 66 in Form einer Rückerliebung von 250000 Mk. gegen 50 000 Mk. in 1918 heran- "^^er weitere Ausfall von 2 922 370,90 Mk. muß burch (5i l>cbung von Gemeindeumlagen gedeckt werden. r

Für den Ausschlag der Gemeindesteuer fern- wen feit 1913 die Bestimmungen deS Genirinde- tonlagengesetzes vom 8. ^uli 1911 zur Anwendimg. Nach Art. 55 dieses GfcfcttoS wird die Gemelndr- fienn vom Grundbesitze, Gewerbe betriebe und Ka­pitalvermögen nach einem einheitlichen und gleich- Mäßigen Satze für jedes volle Hundert Mark deS für die LVst.iiernng festgeftellten Wertes ausgeschla- mm. Dalvr ist das STtibit al vermögen rate mit seinem halben Werte anzusetzen. Die Gfcntetnbceinfomnum- neuer wird nach Maßgabe ber staatlichen Tin- fommenfteuer betröge erhoben, wie sie im Art. 18, fllds. 1, und Art. 48, Abs. 1 des Gesetzes die all­gemeine Einkommensteuer betreffend, vom 12. 8. 1899 angegeben ober nach den bei einer etwaigen Känbtrung an deren Stelle tretenden Sähen

i zu besteuernde Einkommen angesetzt sind «der bei bestellender Staatostcucrpflicht anzußtzen wären. Die Höhe der Steuerausschläge wird alljährlich auf Gnmd der hierfür von dem Finanzamt Gießen zu liefernden Unterlagen durch ldrc Stabilertretiing bestimmt und bedarf der Ge- jwbmitnmg des Ministeriums de« Innern. Für je II Pfennig her Steuer vom Grundbesitze, Gewerbe» $dreÄt und Kapitalvermögen sind mindestens 3.5 fcmb lwchstens 8 Pfermig auf die Mark staatliche Mndmi men steuer auszuschlagen (Art. 56).

, lieber die Aufbringung deS Steuer l»ebarfes hat Ifcie Stadt bei Aufstellung des städtischen Vor- Eschlages Beschluß zu stiften (Art 58).

Das genaue Ergebnis der Veranlagung für *1919 stund bei Aufstellung des Voranschlags noch »Nicht fest. Nach Mitteilung des Finanzamtes Konnte öfter mit folgendem Ergebnis gerechnet wer* t*m: 1. Staatliche Einkommensteuer 1 046 287 Mk. 2. Die für die Gemeindesteuerveranlmnrng fest- nestrllten Vermögenswerte (Grundbesitz, Gewerk betrieb, Kapitalvermögen zur Hälfte) 271 874 960 Mark.

Bet Beibehaltung brr bis Hermen Umlageziffern von 150 Proz. der staatlichen Einkommensteuer und 96,4 M. für je 100 Mark Ttermöaenssteuenoert wären zu brreinnabmen 3 287 180,59 Mk. Zur ^Deckung des Fehllrtrags ber Betricbsrechmmg sind »ober erforderlich 2 922370,90 Mk., also ein Mehr von 635 190,51 Mk.

r Um dieses einzubringen, sieht der Voranschlag fvor für 1919 zu erheben

192 Proz. der staatlichen Emkommensteuer y 008 871,04 Mk.,

33.6 Pf für ic 100 Mk. VermögenSstener- werte 913 499,86 Mk.,

so daß insgesamt m vereinnahmen sind 2922 370,90 Mk.

Bei dieser ErhShrmg der C9rmeinbeumlage um 43 Proz. sei erwähnt, daß die Stadt Mainz eine Erhöhung von 10Ö Proz. in Vorschlag bringen mußte, so daß dort die Umlage^90 Proz. beträgt, beträgt.

Von der Straßenbahn.

Die Beschlüsse der letzten Stadtverordneten­versammlung werden nunmehr durch amtliche Be- fairntmndnutg in Kraft gesetzt.

Der Fahrpreis der Straßenbahn beträgt vom 15. b. M. ab 15 Pf.

Ferner wird vom 8. ^uia, also Pfingstsonntag, ab die Linienfüh ruli g der Straßenbahn ge­ändert.

Die rote Linie verkehrt:

Bahnhof Bahnhofstraße Marktplatz Äub* wigsplatz Schützenhaus.

Die grüne Linie verkehrt: Bahnhof SelterSweg Marktplatz-Marburger

Strebe Neuer Friedhof.

Nächtliche Ruhestörung.

Wo man siirglt, da laß dich rnhia nieder, Döse Menschen haben keine Lieder.

So sagt wohl ein sehe verbreitetes Wort. Aber auf Gießen bann es unmöglich gemünzt sein, beim an einsich ruhig Niederiafien" des LlbcndS ist Vicht mehr zu bcuficn, unb daß eS ante Meufkeit find, die ihre armen Neben- menscken mit näckülichen GesangSübimgen um den ZSchlaf bringen, kann man auch nicht gerade be­haupten. In unserer Zeit fdieint das Wort R ü ck- sich t n abme außer )lürs gesetzt zu sein. Wo die ton ihrer eigenen Sangrsschönheik berauschten Sänger" undSängerinnen" lange mich edilub der Polizeistunde, ja läS in die ersten Morgen- fhmben hinein, sich ihre ausiielassene Laune ver­schaffen, ist nicht recht erklärlich Es sind fast im- jncr größere Trupps, die mit lautem Grötzken die Mnwvlmer der Lni»er Straf*', Kaiser-Mtee, sJ)<v(rfr- ftraße intbber Anlagen um ilwe Nachtruhe bringen.

Die meisten Ruhestörer kommen von der ßic- VigShölxe »md vom Philowphenwald der. Besondere Entrüstung erregte es, daß in bet Mittwochnacht die Teilnehmer des Tanzvergnügens auf ber Lic- digShöhe, bas von ben Verwundeten d«S Meservelazarrtls II veranstaltet war, jeden bisher gebotenen Lärm überboten.

Unseres Wissens )inrb von Pvlizeiwachtmer­stem, SlyuMeuten und MairnsMften der Sicher- steilsmache immer noch uäävckich die Rimde ge­mocht. Unseres Wissen- lvstedt auch noch ein Pa agvopb zu Rtelft. wonach nElich.' Ruhestörer mit einer angemessenen Buße bedacht irerben fön- ncu. Es hat aber noch fem Anwohner der be­lästigten Straßen nxthrgenommen, d» dem Sing­sang mit obvigfcitUrijer Autorität Eirrholt geboten würde

Tie näckrtlichen 9htfrftönmgeit_ nehmen das (jMKtr Maß an Samstagen unb Somit«gen an. Wer ihnen als.Anwahiwr der genannten straften ausgesetzt ist. baitt mit (Junten an die kommenden HeicrtagsuMKe. r

Singe, mein O^cfcrng gegeben: aber auch nur ha mtb zu einer Zeit, da er anbett nicht stört.

Lebensmittel.

* Zucker-AuSgabe. Der Mucker für ^inn fajcn von Saukiiag, 7. Jmu, ob in

u*ntpTtntg genommen werden. M otthuch auf bie Zuckermarke Nr. 6 (Juni 1919) 750 g Zucker.

* Städtische Gemüsestelle. Zum Verkauf kommen: Blumenkoyl, Gelbcriwen, Roterüben, Gurken, Spargel, Spinat, Salat, einacmachte Bohnen unb Dürrgemüse. Ferner noch Dörrobst unb Zitronen.

** Freibank. SamStag« 7. Juni, wer­den von 14 Uhr die Nummern 2901 bis 3000 beliefert.

*

** Amtliche Personalnach rich­ten. Der Kreisamtmann bei dem Kreisamt Worms, Regicrungsrat Paul Emmerling, wurde zum vortragenden Rat im Landes- ernährungsamt mit dem AmtstitelObcrre- gvcrungsrat" ernannt. E rledigt sind eine Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Bensheim, eine Lehrerstclle an ber katholischen Schule zu Bensheim, eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Z w ingen- be r g , Kreis Bensheim, unb die Stelle eines Stcucraufsehers bei dem Hauptstcueiamt Of­fenbach.. Berichtigung. In den Per- önalnachrrchtrn der gestrigen Nummer muß es richtig heißen: Cisenbahnassistcnt Luh (nicht Luk).

** Einreisepässe für das be- setzteGebiet. Das amerikanische Oberkom­mando läßt durch das ObcrprLsidium her Rheinprovinz mittellen, baß die Ausstellung von Einreisepässen von den beglaubigenden Bürgermeistern oder Ortsvorstäuden im neu traten und unbesetzten Gebiet in steigendem Maße ohne die nötige Sorgfalt erfolge, z. B. seien ausgewiesene verdächtige Personen wie­der eingcreist. Es wird gebeten, durch De- katmtmachund diesem Mangel an amtlicher Zuverlässigkeit mit dem Hinweis zu steuern, daß, wenn eine erkennbare höhere Sorgfalt nicht eintritt, die E i n r e i s c b e ft i m m u n- gcn verschärft werden müßten, was nicht tm Interesse der reisenden Bevölkerung liegen würoc.

**DerUebertritt über die De - m a r k a t i o n s l i n i e nach den von beit Po­len besetzten Gebieten der Provinz Posen ist bis auf weiteres für jeden Personenverkehr gesperrt.

** Pakete an deutsche Gefan­gene in englischer Gewalt auf belgischem und französischem Boden werden fortan un­mittelbar über Cöln an ihre Bestimmung geleitet, wenn sie keine Bücher ent­halten. Pakete mit Büchern sowie alle an­deren Arten von Postsendungen für diese Ge­fangenen nehmen nach wie vor den zeit­raubenden Umweg über Holland unb Eng- taub. Um sich die schnelle Beförderung ber keine Bück)er enthaltenben Pakete an deutsche Gefangene in englischer Hand auf delgiscktem unb französischem Boden zu sichern, haben die Absender auf ben Paketen unb den Paket-- karten zu vennerken:Enthält keine Bücher und keine schriftlichen Mitteilungen"

** Aufhebung der Fr a chtstück- gutsperre. Die Amrahme von Fraä)tstück- aut ist tuxjn Minister ber öffentlichen Ar­beiten allgemein frei gegeben worden. Be­stehen bleiben selbstversiä.üblich örtliche An- nahmespcrren für Stückgüter. Die Annahme von Eilstückaütern ist dagegen bis auf wei­teres nach den Bestimnnrngcn der Freiliste in chrer setzigen Fassung unb den Anord­nungen vom 15. September 1917 unter­worfen. Die Eisenbahndirektioneu sind wie bisher ernrächtigt, die Annahme je nach der Absörderunasmöglichkeit nötigenfalls ourch vorzeitigen Lukenschluß ober Annahmesperren nach Tagen ober Richtungen einzuschränken, wem: Schwierigkeiten burch Anlieferung großer Mengen Stückgüter entstehen.

** Ein Pfund Kartoffeln 70 P sennig! Diesen Wucherpreis forderte, tote die Offenbaä-er Zeitung" berichtet, von einem Of­fenbacher iwtlewenden Käufer die Ehefriru des Ge­mein berats Karl August AhlbrandinBoben- Hansen (Obeichesien). flr»zeige ist erfolgt. Solcher Wuäier gehört, wie wir brm Offenbacher Blatt beipflichten, an den öffentlichen Schand- pfaÄ! Da können die Engel vom Himmel steigen, um bie Verständigung zwischen Stadl und Land, zwischen Bauer und Städter zu predigen, ber Wucherteufel macht alle ihre Bemühungen mit einem Schlage zusclimrden.

** Zu einer Kunbgebung gegen bie LoSlösungSbestrebungen im Rheinland fanden sich gestern abend in der Universität jwbtrdir etubenten aus dem besetzten Gebiet ent. Herr eand. mtb. Lauter eröffnete die Ver­sa nnnlung unter dem Hinweis^ baß man ben Ge­bäuden an bie Bildung eines lmW» teinifchen Frei­staates entfineben zurückw^isen rniisse. Geheimrat Prof. Tr. Sommer führte bmnt näher aus: 2)ie jüngsten Stcigniffc feien für viele überraf.benb gctommeit, obwohl s5?vn sängst eine Entwicklung zu diesen Sonderbestreb'.mgen zu erkennen gewesen KL Anstitiesiettb an die Revolution Irabc man zuerst lnabsichtitzt. vier große beittfdx* Republiken zu ftaffen. Dieser Gedanke habe sich battn zu der tvörberung einer rheinis<l»-westfälisck»en Repu- Nit verbichtet. Schon damals, Emde Dezember, habe der Redner sich» in einem AuffatzeGroß- Sx'fen" gegen die gwlante Ri»ein>ivestfättfche Repii- blik gtlinrrmt. Jevt köiuie und müße man ö frcnt.lt Destrrbmrgen, Ivie die zur Schaffung eines Groß- Hessens, erörtern, deren Entwickelung flch auf legale Wesse vvllziebe, und man dürfe aber nicht zur Methode der pvlitifchen Putsclfe trnnnren. In bni Bestrebunaen zur BildungGiDs^HcssenS" mtb Süd-HessenS" sei rn ben letzten Tagen eine ent­scheidende Wendung emgetreten, da mm eine Eini­gung eingekeitet sei. Ter Redner ivieS Tnrrouf auf die Gefahr hin, bie die Schaffung einer links- rhünischen Republik für die deutsche Volkseinheit und daS Wirffchtfftskeben dtlrch Zollgrenzen am Rhein bedeuten würde. Dir dürften uns jchenfalls bieOTtrohiemng einer solchen Repilblik von fran­zösischen Gnaden sticht gcfiiUcit ta fen. One tebbiiftc Aussprache bcscl»loß die Kundgebung.

Bo. Kaninchenzüchterversammlung Eine überaus stark besuchte Versammlung der Kaninchenzüchter beschäftigte sich gestern abend mit

vtt Kkmttonsfvrderung der Stadt für bie dem Ber-I tion stiftete den ötemertrag eines Wohltätigke^ ein ungeteilten Wiesen. Naich den Mitteilungen des konzerts von 1000 Mk. So brachten die OpserUü!

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verkauften diese Ware für 3500 M Gastwirt, der das Leder an einen

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len. Von ben Dieben, welche vorn Nachbach.'j? eindrangen, hat man noch keine Spur.

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ki küiseS sollen Ä spätesten- reiten iverden, Zuckerverb

ic in ben l I die Sudhwr m -ii»gegebeten. rt) Qlramm Zucke M werden. !

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daß das Jammergeschrei weithin zu hören mit, Die fürchterlich zu gerichteten Jünglinge wurde» von rbren Eltern am anderen Tage per $?oga nach Montabaur gebracht und dort mit i fingerdick aufgelaufenui blutigen Striemen Kommandanten vorg^steltt, der k.wsschüitelnb den Vorfall ein Protokoll aufnahm.

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*fit di--'? w stjsistenzveürm 1 Orten mrd

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für 40 000 Mk. veräußerte, Tann nahmen sjj 9 zwei Leberhändler des Schrebergeschäfts an unk verkauften das Leder für 68 000 Mk. weiter. Ich hat die Polizei dem Geschäft ein Ende bervita unb bie Diebe, Hehler, Schieber und Oberschiete

verhaftet.

= Ufingen, Ü. Juni. Wegen ungenfl. genbet Viehablieferung erhalten bi Kreisinsafsen in dieser Woche kein Fleisch. Nm ir BersvrgunaZbrzirk Anspach kommt rin Pfingsftn ten zur Verteilung, ba dieser Bezirk ein Slü Großvieh ablieferte. Tas Lanbratsamt teilt mit daß auch in Zukunft nur der Bezirk Fleisch et* hält, der Meh abgibt.

Aus dem befetzten Rhcingcbtet.

--»Hambachbri Diez, 6. Junü Eine Wagen- Itimng von 3400 Paar Schuhen, bie ins iuv besetzte Gebiet verschoben werden sollte, wurde bin beschlagnahmt und sodann im Orte / an bie B» völkerung verkauft. Der Preis war recht nicdch = Schwanheim a. M., 5. Juni. Bin lnächtlick-en Passieren der Ortsstraße wurde da 24jährige Gastivirt Leonhard Katz mann tu einer ftanzösischen Patrouille durch einen Schuf in die ßungc lebensgefährlich verletzt.

ht. Vom Westerwalb, 6. Juni. Ai Himnielsahrtstaye wurden drei junge Leute, tmi sie einen amerikanischen Offizier nicht geg ' hatten, auf Befehl des Niedererbacher Ortsko Mandanten dermaßen unmenschlich verprügel

O Dorf-Güll, 5. Stott Am 1. Ium st die hiesige Gemeinberatstoahk statt. ' nur ein Wahlvorschlag vorhanden war, würbe Wahl von ber Bevölkerung als eine n aufgcfaht. Von beit 250 Wahlberechtigten nur.3 chre Stimmen ab. Dabei war noch ei ungültig. Es hätte also leicht öorfbmmen wim baß die Wahl ergebnislos verlaufen wäre, wegen dieser 3 mußte die Wahlkrmrmissron morgens 9 bis abends 8 bzw. 9 Uhr bei schönen Sonntagswetter tm Wahllokal sitzen.

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»N'i" i- ii J,UO *'919« y^ilung ü:

7enö,f)enen Must ff? meIber Ukn, ten

ein .Gesamtergebnis von 7326,63 Mk., wori, 4097 Mk. auf die Haus- und Strvßeniommluin 1256 Mk. auf bie Offtzierssammluna unb Vn Rest auf die übrigen genannten Stellen M Vereine eMfatten. Ein erheblicher Teil der famtfummc wird durch die borttge OrtSgrM' des VolMundes dem Durchgangslager i- Gießen zugesührt werden, ein Teil wird ba,L verwandt werden, den Bad-Nauhcimer Krikä und Zivilgefangenen zu helfen und ihnen bei L Rückkehr aus Feindesland einen würbigrn Emp­fang zu bereiten.

ra. Friedberg, 5. Juni. Der Reincrttr ber letzten der 12 Kriegsanbachten des Mufi! Vereins in Höhe von 200 Mk. wurde der Äriegi. gefangcnenfürsorge überwiesen.

bz. Butzbach, 5. Juni. Ihre silberne Hoth zeit feierten gestern Kaufmann Isidor Ärämci und Frau.

Hz. Ober-Mörlen, 6. Juni. In ber Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden te einem hiesigen Landwirt Schinken, Speck, <y. räucherte Wurftwaren, Schmalztöpfe ufto. grstH

750 i M tem 30 --, gwfmnarft 6 ihre Mus dem MmtsoerlfluNgungsblott Ijyf > 3i * DaS AmtsverkündigungSblol n Pr"rl' "" Nr. 40 vom 5. Juni enthält: Prämientaris die Beisicherungsgenossenschaft der Privatsahr und Reittierbesitzer. Gültig für die Zeit 1. Juli 1919 bis zum 31. Dezember 192? Wiederanschafftnm von abhanden gtfomm Militärgut. Verordnung über ben Artikel beS PolireistrafgeseheS SolbabPuren für löse und tuberkulöse Kinder. Urlaub der Lehs und Ferien. Erwerbslosenfürsorge. fiiaui* töningrn 1919. Gemeindewahlen: hier: Wahl« der Bürgermeister und Beigeordneten in den £41* gemeinden des Kreises. Fahrterlaubnissckei»

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auch ben Kurgästen die Gelegenheit geboten war, Geldspenden für die gute Sache zu geben. Major Raitd, der Dorsipende ber biefigen Ortsaruppe des Osfi-ierSbundes, entfaltete in Offizierskrrisen sowie bei den mllitärischen Behörden eine reiche Sammeltätigkeit. Der Turnverein 1860 und der Männerturnverein benutzten am Opferteae fbatt- findenbc Bereinsveranstaltimgen, um ansehnliche Betröge für imfere Gefangenen zu sammeln. Außerdem stellten sich die hiesigen Banken in den Dienst des SaounelwerL. unb die Kurdirrk-

Fürdie Wtederbcschaffung ovn«>: ha nde n gekv m menem D^il »t ä rgut wrto- Belohnungen in Prozenten deS burch AbschäMH festzustellenden Wertes deS wiedererlangten C11» ausgesetzt. Solche Belohnungen sollen erhoiv" Tie Finder 'von verlorenem ^'trc-Jgut; Perfols die in ihrem Gewahrsam befindliches Seers^

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ra. Bad-Nauheim, 5. Juni. ___

SamStag und Sonntag veranstalteten Opfer - tage für unsere Qkfangenen haben ein Ergebnis gezeitigt, das wohl eümg dastehen dürfte. Von der Ortsgruppe des Dolksdundes zum Schutze bet brutschen Kriegs- uns Zivilgefangenen batten bie Borstandsmitglievei Lehrer D. Wagner, Lehrer Oswalb unb HanbelSkammcrmitglied Darimann Stolt bie umfangreichen Vorarbeiten bazu in die Hanb genommen. Schüler unb Schülerinnen der Realschule und der Volksschule haben für Die Haus- unb Straßensammlung in den 22 Be­zirken ber Stabt die Sammeltätigkeit übernommen. Die Kurverwaltung gab in entgegenkommender Weise die Konzerte auf der Terrasse und in den Trinkknrantagen für die Sammlung frei, so daß

ein pcetrtlten Wiesen. Naich den Mitteilungen des Vorstandes batte der Oberbürgermeister der land- und forsUvirtschastlichen Kommisfion die Wünsche der Kanincheiizüchtei' toeitcMOaebcn und ein Ent­gegenkommen aufs wärmste befürwortet Die Kvm-- Imlssion verstand sich jedoch mir zur Bereitstellung der Wiesen Und alaiwte den fast ausschließlich den (geringeren Ständen angehürenden Züchtern ben* ieiben Preis anvechnen zu sollen, bat btc benach- barten Wiesen bet ben Versteigerungen erzielen würben. Nun sind hier Wiesen zu 50 bis 100 Mk.

«1 Schluß ( te 3p. <

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'toto Morgen und Jahr (zweimalige Ernte) aus Prioathanb vielfach verpachtet. Nach Angaben der Kommission wurden aber pro Morgen bei ein­maliger Aberntung bis zu eintausend Mark geboten! Deshalb forderten sie denn auch für rund 9Vs Morgen zehntausend Mark Sicl)erl)eit, einen Preis, für ben man vor noch nicht zu langer Zeit einen Morgen kaufen konnte. Dem Obmann des Vereins gelang eS schließlich boch mit Befür­wortung bes Oberbürgermeisters eine Ermäßigung des Betrages auf 5000 Mk. durchzusetzen. Alle Redner sanden auch diesen Preis um ein vielfach zu teuer. Ein Antrag fand einstimmige Einnahme nochmals mit dem Oberbürgermeister zu verhandeln unb eine freihändige Pacht zu angemessenem Preife ni verlangen. Eine Entschließung, weläic gegen den Vorschlag der land- und forstwirtschaftlichen Korn- mission schärfsten Protest einlegt und der Hoffnung Ausdruck gibt, daß das neue Stadtparlament bes­sere Futteiverforgungsmöglichkeiten für die Kanin­chenzucht schaffen möchte, fand einstirnrnigeAimcihme.

** Vortrag Hellmuth von Mücke. Vielfachen Wünschen N«l>nung tragend hat es sich die Deutsch nationaleVolkspar- t e i angelegen sein lassen, Herrn Kapitän- lcutnant Hellmuth von Mücke für einen zweiten Bortrag zu gewinnen. Herr von Mücke wird am Donnerstag den 12. Juni im ,Hotel Einhorn" sprechen überDie Kreuzfahrten der Emden" unb Meine Kriegserlebnisse in ber Mari n e". Allen, bie wegen Platzmangels dem ersten im März gehaltenen Woctrage nicht beiwohnen konnten, ist nunmehr Gele­genheit gegeben, bie markante Persönlichkeit bes tapferen, ruhmgekrönten Seehelbcns ken­nen zu lernen. Auch bie übrigen zahlreichen Freunde bes Herrn von Mücke werden bie AMöglichkeit, sich <nt ber Frische unb Lcbenbig- feit seines Vortrages wieder erfreuen zu kön­nen, freudig begrüßen. Näheres wird im Anzeigenteil bekannt gegeben werden.

** Tas Lichtspielhaus veranstaltetc gestern abend einen Ehrenabend seines KU'- ixilmeistere Heinrich Wigger mit einem gt^ biegvnen musikalische Programm, ber zu einem vollen Ei folge wurde. Herr Wigger zeigte sich gestern als Musiker von afytem Schrot und Korn, der vorn Fiügel aus sein auf 16 Mann verstärktes Orchester zu wirklich, beachtenswerten' Leistungen mitzuveißen wußte. So brachte er bie Rienzi- Ouvertüre klangschön und dmmatisch zur Wieder­gabe. Lebhaften Beifall fanden auch die Lisztschen Prcludes. TaS crugeschobene Lustspiel ,Lch möchte kern fein" wurde von einschMeichelnden Walzerilängeri unterstützt. Ein Teil bes Publi­kums fand Leiber Vergnügen daran, empfänglichere Mitmenschen dirvch riicffirhtSloseS Geplauder und vorzeitiges Aufbrochai ben Acusil'gknuß SU ver­leiden. Der Trauermarsch au§ WagnersGötter­dämmerung" brachte Kapellmeister Wigger noch­mals 100 hlverdien ten Beißall.

Landkreis Gießen.

art. Gründe rg, 6. Juni. Zwet ältere Leute auS Weitershain befanden sich gestern mit einem Fuhrwerk auf der Fahrt nach Grünberg, als das Pferd scheute unb durchging. Frau und fDteitn wurden hrrausgeschleudert. Die Frau wurde überiachven und an beiden Deinen unb wahrscheinlich innerlich schwer verletzt, während ber Mann mit Verwundungen am Mpf davon- fnm. Arbeiter griffen das Pferd auf unb brachten bie Verletzten nach Grünberg, wo sic notdürftig verbunden wurden. Tie Frau imirdc tn die Klr- nif nach Gießen gebracht.

O 2i & 6. Jmii. Der Schweine- und K r ä rn e r m a r k t, der vor dem Kriege ftch immer eines starken BesuckS erfreuen Ibnnte, soll am dritten Pftngsttage wieder abgehalten werden.

Kreis Büdingen.

** Merkenfritz, 7. Juni. Ein mit zwei Pferden bespannter Wagen, auf dem ftck» zwei Kinder befanden, ging hier durch. Gütern mutigen Manne gelang es jedoch, die Pferde zum Stehen zu bringen und schweres Unglück yu verhüten.

Kreis Lauterbach.

O Schlitz, 4. Juni. Einer der ältesten Ein­wohner unserer Stadt, Spenglermeister Friedrich (Mbftem, ein geborener Orten berget, wurde unter großer Beteiligimg Leidtragender zur letzten Ruhe geleitet. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der sich um das Gcmeimoohl givße Verdienste erworben hat. lieber 35 Jahre war er Mitglied brr Kiritenvertretung und lauge Zett ein arbeits­kräftiges Mitglied deS Ortsgcwerbevereins. Er zählte auch zu den wenigen noch lebenden Mit­begründern des Turnvereins.

Q Blitzenrob, 5. Juni. Der Bursche, ber am Himmelfahrttage von einem Forsttoart an- geschossen wurde, ist tm Lauterbacher irimtfcn- bairfe seinen Verletzungen erlegen.

Krr!S Frikdbk'rg.

Die Naubcimer Opferkage.

Mltags 8^, Ul Ifidtrob, batba®, fcStod ,deu '14 p?nb, In ben 0 iMgchnisen:

Uhr bcgiMi im, Vöbelnrod, ted) ben 18. W nbmCrten: Vtm ufm. LiMitzr ing tu bringen chr uinyfirith b bunÜl'ton onsubr

FürbieWa ubsfigeorbi

Einsendung der )ri:eisabdeckcreiverzcichnisse Ü den Monat Mai 1919. Zuckcrverbrauchskff» lung. Räude. Schluß der offenen Derkarli stellen an Wochentagen. Feldbereinigung £rv Göns: hier: das topographische GüterverzeiMi.' Feldberrinimmg Rabertshausen. Feldbereri gung Wieseck^hicr: das Bebauungsgebiet. Vereinigung Mainzlar.

ablicfern, sofern ,fte nicht gegen eine gestW Ablieferungsfrist verstoßen haben oder versi^ Personen, die durch Anzeigen oder Mitteilungk zur Wiedcrerfassung von abhanden gekommw^ Heeresgut beitragen; ferner mit der Bewawr« unb Wiedcrerfasstmg 'von Heeresgut dienstlich * auftragten Personen, fofern sie infolge einer w foitixrcn Tätigkeit ausschlaggebend zum ErHlö getragen haben. Ueber die Zahlung einer w lohnung entscheidet die zuständige Behörde

Als Belohnung werden berechnet bei cir» Wert des erfaßten Hceresgules bis 1000 bis 10 d H., von 1000 bis 10000 Mk. S7 D.t von 10 000 bis 100000 Mk 35 v. ft., Jf. 100000 biS 500 000 Mk. 23 v ft., von 50000 bis 1000 000 Mk. 12 v. ö., von 1000M und mehr Vi1 v. H. Tie Biwechnüng der -TJ Icbnungcn erfolgt nach dem Prozenffatz bcritnififfl Stufe, zu rocldier der geschätzte (Mamtwn bitrd? etne einheitliche Handlung nxtbcrerhiff«« Heeresgutes gehört. Sind mehrere 5?]

ber Wicderheraiischaffung bctriligt, so sind dn r j ergebenden Betrüge nach Maßgabe bes Etnza>» fl Krteilen. Soweit dienstlich Deauftragtc Iterl»!» I in Betracht kommen, wird das chrren y f

dz. Dillenburg, 4. Juni. Das Ga-vni kann dank der Zufuhr von zwei Doppel-Waggon: >.' Kohlen feinen Betrieb zunächst weiter auf. rechterhalten.

=f Frankfurt a. M., 6. Juni. Wer jw ^endliche Schbojserlehrlinge, ixte aus einer SM fabrik für 45 000 Mk. Leder gestohlen battn,