Einzelbild herunterladen

i

Ver-

Mft. Tabei ist b

Schouzelt der Fische.

Die wöchentliche Schonzeit lSonntagsschonzeitl ür alle Fischgattungen. mir Ausnahme voll Lacht und Maifisch, wird in Lassen mit Wirkung Dom 10. Juni d. I. ab aufgehoben: dis zum Ende bet Jahres für bte Gewässer mit Frühjahrsschonzeit, bis zum 9. Oktober für den Neckar sowie lür dH Gewässer mit Winterfchonzcit und diejenigen buI doppelter jährlicher Schonzeit.

Aus -em Reiche.

Die Reich-sarben.

Berlin, 4. Juni. (W. B.) Der

k LinM 1 iM «gut

Land

* SM"" rii Bitt'M 01S dem Stal Sr

b Ta@ wieder \ i Wrang de e: .haben wir c iinzulLialchm debot nitit tot

«nüMtzen Fällen um AnschlLge aus Petfüften. bk mit bx UnLerbrüÄMg des .Bolschewismus tun hatten. Personen, denen die Anschläge Lallen, wurden nicht verletzt.

teerten. Namentlich bei den Bestrebungen Verkehr

Förderung der Schafzucht Sann die Luvine nr" von größrer Bedeutung sein. Auch ihr Düng wert spielt eine erhMiche Rolle, ba Lupiucn,i mit dem magersten Boden vorlieb _ nehmen, < Stickstoffsamncker den Vcten wesentlich verbesjei Tas Reick SernäbrungSministenum hat aus tn-i Ch-unScri bcflimmt daff die Lupinen aus der hui

die Reichssetreideordnung und die Reichsfvttr mirt-el verordn uns eingeführten Zwangs wir! schäft ausscheiden. Sie sind vom 15. Ä 1919 an von Jeter öffentlichen Bewirtschchw befreit. Auch tee bisher besthnben Höck«tpni und die Bestimmungen für tert SoatgutWii gelten für Lupinen von dem angegebenen Zo punkt an nicht mehr.

** Die-Arbeitsgemeinschaft st zialistischer Studenten" hielt gesw abend im großen Saal des Hotel ,,Einhorn" ii erste öffentliche Ver.rnstaltung ab, die äußerst^ besucht war. Nach kurzem Bor.rwrt des Borff» den Seelbach führte ter Redner des Abos Professor Dr. Kinkel, folgendes aus: 51

** Personalnachrichten der Eisen« bahndirektion Frankfurt. Eiftw bahnassistent Luk-Gießen wurde zua Bahnhofsvorsteher, die Oberschaffner K. Otter II., PH. LotzI., Schick, Euler, L Junker,Häuser, H.Matz,H. Schnei­der II., A. Seibert, I. Heinbuch IL, Schönhals, G- Faust, Schneider ll, MüllerII. zuGieffen.Crispens-Gt« dern, Spengel-Hungen, die Schaffner ft Bauer I., W. Hohmann, K. L o tz I., T Luh zu Greffen, G e i ff-Stockheim, Boß Schlitz und M a r d e r zu Oberroden zu Zug­führern ; ter Aushelfer Schmitt -Saasen und der Hilfsweichenfteller K. Sommer. Gießen zu Weichenstellern: der Hilfs Weichensteller Weitert -Friedberg und Aus« Hilfsweichensteller Bott-Homberg zu Bahn

W NacAe r M«: « ton

A?,nMeim

Weil Humayum erkannte, daß hier, wie teilte aui, in allen Dingen menschlichen Streites, mit davon mit, ~y »

Sgottttt nichts auszurichtell sei, beschloß ar. Dache deL GärttLrs aus mto kehrte am au-

bd. SubteTt t btf S&rHmr

Citi Geist der Versöhnung?

Amsterdams. Juni. (WTB.) DeeDai­ly Mail" meldet aus Paris vom 3. Juni: Es ist zwerfellos ein Geist der Bersöh- uuug zu konstatieren. Wilson steht mit ter ganzen amerikanischen -Abordnmig bedingungslos ans tem Standpunkt, daß der Vertrag rebtfrie rt werden m u ff. Man glaubt nicht, daß Lloyd George, ter weih, daff sich im Majesto- Hotel ein energischer Einfluß zur Verbesserung des Bertreges geltend macht, irgendwie von ter Ansicht seiner britischen Kollegen abweichen will. Im Ministerrat am Sonntag mit diese Strömung noch stärker zutage. Ter Vertrag machte, seit die Möglichkeit bestand, ihn im vollen Umfange zu studieren, auf die Alliierten ebenso ivie auf den Feind Eürdruck, und ter Wunsch, den Deutschen ein Dokument vorzulegen, das gerecht und durch­führbar ist, was beim heutigen Vertrag nicht ter Fall ist, nimmt ständig zu. Man mutz natürlich ter Haltung ter Franzosen Rechimng tragen. Ihre Stimmung gegenüber dem Vertrage, ist anders als die der Amerikaner. Es ist deutlich, daß die Verwüstung ihrer Läuter ihnen in ter Seele ioeb tut, und daß sie wegen ter Benmrklichung chrrr finanziellen Bedingungen, ter BeeinträcteigunÄ ihrer Produktionskraft und ter Derminterung! ihrer Bevölkerung mit Besorgnis in die Zukunft blicken Aber derartige Gefühle können die Tat­sache nicht ,Dertuifcten, daff ei. auch für Frank­reich von größter Bedeutung ist, einen Frieden zu schließen, ter durchführbar ist. Wesentli chr Abänderungen würden im Interesse Frank­reichs selbst gelegen sein. Man kann erwarten, daß derartige Erwägungen bet den diese Woche abzuchalbenten Besprechungen eine große Rol<e spielen werten. Ter Korrespondent terDaily News" glaubt, daß in den, Fragen des Saar- teckeus, ter iSchatenoergütung, Häfen und Wasser- inege und möglicherweise auch ter territorialen! Bestimmungen im Osten Europas Aenterungen von mehr als formeller Bedeutung zu erwarten

fe-i iit ÄJ0 möd M W Im Mr |& de ISt Ntor t

ML

Line siamesische Erzählung.

Bon Hermann Stehr.

Dor alten Zeiten lebte in Siam der mäch­tige Wnig Humayum, der über das Land Batharctth herrschte. Er war genügsam und sah sein ganzes Glück darin, daß sein Volk in Zufriedenheit seine Tage verbrack)te, und haßte nichts so sehr, als es durch Abgaben und FrvllLie-nste unnötig zu bedrücken. Unter denen, Vie ihm in oer Regierung des Landes mit Rat und Tat zur Seite standen, befanden sich einige Männer noch ans der Zeit seines Vaters, der dem Volke hohe Steuern aufcr- leqt, und es in jeder Werse bedrückt hatte. Dadurch war der Reichtum der Krone ge- wachfon, die Schatzkammern vermochten kaum mehr das GtoÜD und die Edelsteine zu fassen, die sich angehäuft hatten, und auch die Räte des Königs konnten in Pracht, Ueppigkrit und Schwelgerei leben. Humayum aber, als er wou der Beerdigung seines Vaters zurückge­kehrt war, zog sein edel steinbesetztes Meid aus, vertauschte es mit einem Gewände, das nicht schöner war als das eines Bauern, hob die schwelgerischen Gastereien.des Hofes auf und erleichterte die Steuerlast, die das Volk bedrückte uito aussog. So kam es, daß in den ersten Jahren der Regierung dieses weisen und gerechten Königs der Reichtum seiner Schatzkammern abnahm, und seine Räte sahen mit Schrecken schon den Tag herannahen, an dem auch sie gezwungen waren, dein üppigen Leben zu entsagen, das sie in Heimlichkeit noch immer führten. Deswegen lagen sie ihm Tag und Nacht in den Ohren, seines Vaters strenges Regiment wieder ernzusuhren und

DM- pir dl«

s&ftfiÄ

KlpÄ <5 das P.

te &

** Die auf die Bewirtschaftuns de ,

Lupinen gesetzten Hoffnungen fabt ültntfj« W sich nicht erfüllt. Nach dem vom Steiff® t\K Soitoertaöw sundheitsamt erstatteten .Gutachten bleibt bte 6id t Heroen, m«K bittening irnb Emgiftung ter Lupinen, bte v« das icW P- jeder Art Bettvendung der g,nannten FrüchtebM a.ht:ehn Litzl menschlichen Ernährung» unbedingt notwendig tfrtt Pmonm ffr eine sckwierige und bisher von ter Teck>ntt mrj i» bidrt beneiif nicht ganz einwandfrei gelöste Frage. Tie Lupim ^bmiber mir m müssen deshalb vorlärcsig al S N a h r nn g s mit ' :n k tel ausf>cheiden. Tas Reichseratährunqi Minehtctetimbi Ministerium kann jedenfalls mist tee VerantwÄ Wem nach tung dafür übernehmen, daß die Lupinen als ND ti-j mit brr Ba mittel in irgendeiner Form, auch als Kaffee-Erfal idn folgt. T<r d verbraucht werten. Damit ist eine, Freilasstq ans der Zwangswirtschaft geboten, die auch bdf halb sehr erwünscht ist, weil ter Anbau cuis al- gemeinen landwirtschaftlichen Grünten bringet leber Förderung bedarf. Die Erbitterung und (?nk giftung ter Lupinen ist soweit technisch mögli< baff sie zu einem ausgezeichneten Futtermittel

Der König fragte nach der Ursache bi« Veränderung, so, als wüßte er es nichl, q der Greis gab unerschrocken svlgende Er« rung ab:Wenn die Summe o-er zu znh!q den Steuern zu sehr erhöht rmro, dann 'm die Eigentümer o-er Gärten, Pflanzungen tj Felder auf uno lassen alles verfallen. I wird sich also im Steuereinkvmmen ein 1 bruch zeigen. Wenn dagegen die Taxen tg rige bleiben, so sind die Leute eifrig Garten und Felder zu bebauen uno in cM Stand zu halten. So wird amh die Stciffi summe wachsen und größer fein als vorbei

So die siamesische .Erzählung aus $ Zeit vor etwa 2lX)0 Jahren.

Aber unser Volk ist noch heute nichtig Erkenntnis dieser Tatsache gekommen. Ich nachdem es durch die Revolution vom M vember 1918 sein eigener König geworterZ anscheinend erst recht nicht. Denn es weiß in seinen Arbeitern, daß Löhne unb Stm> auch Steuern sind, die sie auf ihre eiger.e n rigkeit legen, und daß durch eine jedes vettim tige Maß übersteigende HinauffchraubuM« Loiarbezüge, durch sinnlose Streiks das 2«® ebenso sicher in Ruin, seine Industrie in fall und alle in Verarmung und Elends führt werden müssen, wie durch bte J* brecherische Besteuerung eines unumsthrärk« Herrschers. Der Unterschied besteht nur dcrH daß jetzt das Volk der Arbeiter in einem W chen Beginnen selbst der Tyrann ist, der D* Land aussaugt unb es verelendet. Unb mit den Granatäpfeln Siams in der nngll lichen Zeit, wird es bald mit seinem lM gehen. Nicht lange, und sein ganzer tel, straff bis zum Rande, wird nicht gen, was früher wenige Mark vermocht ten, nämlich seine Notdurft zu stillen. -Sg in dem Maße, wie der Lohn steigt, entwJJ sich das GeH. Das Ausland wird unser jj? und der Arbeiter der Lohnftlave der Fre»»^

ßss K ichA'rstk

* krf "inige btf.

Li-ben^ Merliche unb l >mq muß Smus

Dijon unb af Ptaft, rru hinwics: dro rtliien Aufiastt .örMann-d & Kern der- fiub. meb. 3/ I Kinkel W t7t'lbalb dm/fm ' -Diehles' M ihre Kassen ost am Samst

fassungsausschuß der Nationalver­sammlung nabm in der Abstimmung über die Reichssarb e n die Regierungsvorlage, die als Farben schwarz-rot-gold vor- sieht, mit 15 Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten mit Ausnahme von Koch (Cassel) gegen 11 Stimmen der Deutschnatio­nalen, der Deutschen Volkspartei, des Zen­trums und des Abg. Koch (Cassel) an.

Die demokratische Partei und der Friede,

Berlin, 4. Juni. (Wolffs Die Frak­tion der Deutschen Demokratischen P a r t e L der Nationalversammlung faßte auf Antrag der Abgg. .Haußmann, Waldstein und Schiffer einstimmig folgende Entschließung: 3n vollständiger Uebereinstimmung mit dem Reicksministerium und den Mitgliedem ter Fraktion im Kabinett erklärt die Deutsche demokratische Fraktion der Nationalversamm­lung ihre Z u ft i m m u n g z>u dem deut­schen Friedensvorschlag trotz seiner bis an die äußerste Grenze gehenden Be­lastung und bei/aert einmütig aus dem Stand- vunkt,' daß der mit den Lebensbedingungen deutschen Volkes unvereinbare und völlig un­erfüllbare Friedensvorschlag der Eirtenie un­annehmbar ist unb bleibt."

Toller verhaftet.

München, 4. Juni. Ter Student Ernst Toller, in tesfen Händen während ter Münche­ner Räterepublik eine Zeitlang die Leitung ter Regierung und .vorübergehend die Führung der Roten Armee lag, ist in ten frühen Morgenstun­den in M ünch< n verhaftet Worten. D)llcr -hatte sich in ter Wohnung des Schriftstellers imb .Kunstmalers Reichel in ter Werneckstraffe 1, einem Gartenmttyesen, das unter tem Namen Schwabinger Schüffl" tekannt ist, verborgen ge­halten. Gestern erfuhr die Polizei seinen Aufent­halt und umstellte in der Nacht das Haus. Set ter Durchsuchung bet Wohnung entdeckte man in entern Schlafzimmer einen Wandschrank, ter durch ein großes Bild verdeckt war. Man öffnete die Tüt gerwoliiam und fand Toller, nur mit einem Hemd bekleidet, int Schrank versteckt. Er hatte sich die Haare rot gefärbt. Doller erklärte, er werte seine Aussagen nur vor dem Untersuchungs- rickwr machen und fordere, tem Bokksserickit, nickt tem Standgericht, übergeben zu werten, da dieses rin Klaffengericht fei. Mit Toller wurden Reiche! und teffen Ehefrau, die die spanische Staatsange­hörigkeit besitzt, verhaftet. (Frkf. Ztg.)

Gefechte an der polnischen Grenze.

Posen, 4. Juni. (Wolff.) Havas. Amt­lich. Auf der Nordfront schlugen wir einen Nachtangriff zwischen Schobielinski- Wieszki und Paterk zurück. Attf der Südfronr schlugen wir zahlreiche Erkundungsan­gri ffe im Bezirk Rawitsch-Ostrow zurück.

Bom früheren Kaiser.

Amsterdam, 3. Juni. (Wolff.) Laut Nieuws van den Dag" suchte tett Vertreter derTribüne" um eine Unterhaltung mit

Lebensmittel.

** M arke n-Ausg abe. Am Freitag den 6. d. M. gelangen in den Brotmarkew- bezirken Fleisch- unb Brotmarken zur Aus­gabe.

♦♦ Freibank. Freitag, 6. Juni, werden von 14 Uhr die Nrn. 27012900 beliefert.

Endlich Regen.

Nachdem in ben letzten Tagen so oft un­sere Hoffnung auf Regen zu Wasser geworden, ohne daß die ausgedörrten Felder unb Wiesen einen Nutzen davon gehabt hätten, hat nun end lick) ein langsamer und durchdringender Landregen eingesetzt. Mitten in der Nacht, etwa gegen 2 Uhr, ging das erste Rauschen nieder. Bis heute morgen hatten wir 4,9 mm Niederschlag zu verzeichnen. Schon in der Stabt ist bie Wirkung mit ungeübtem Auge an jedem Baum unb Strauch zu merken. Das Grün ist wieder frisch geworden und die Pflanzen, die blaß und angemeltt dahin­trauerten, haben sich freudig ausgerichtet. In den Morgenstunden setzte das langsame Nie­seln auf kurze Zeit aus. .Ein Aufhören wäre noch zu früh gewesen. Aber jetzt sind die durch­sichtigen Regenfäden wieder von den Wolken zur Erde gespannt. Es rieselt und rieselt.

Himmelfahrt hat die üblichen Landpar­tien mit dem üblichen Regen verschont. Es scheint so, als ob dafür die Pfingsttage verreg­nen wollten. Dem Städter wäre das wenig an­genehm, aber dem Landwirt wird das Re­genwetter nicht lange genug dauern Tonnen, damit der Regen auch wirklich tief in den Boden eindringt.

Ernteflächenerhebuns und Lchrerfchast.

Das Hessische Landesamt für das Bilvungs- wefen, Wteilrmg für Schulangelegenhriten, gibt bekannt:

Es mehren sich bte Fälle, in denen Lehrer er­klären, sich an den obengenannten Erhebungen nicht beteiligen zu wollen. Als Grund wird an­gegeben, datz von vielen Landwirten ben Lehrern bei ben nötigen Aufnahmen und Fragen unfreunS- lich entgegengetreten worben fei unb oaß auch noch später Unzuträglichkeiten baraus erwachsen seien. Wir können diese Einwände, nicht für unbegrüntet erachten, sind ater andererseits der Ansicht, daß diese überaus umfangreichen und schwierigen Er- bebungen ohne Mithilfe ter Lehrer in ben Lano- gemeinben nicht richtig burchgeführt werden kön­nen. Ta wir einen Zwang zur Ueternahme dieser Arbeiten nicht ausführen können, glauben wir uns an die bewährte Opferwilligkeit der Lehrerschaft auch jetzt wieder wenden zu Dürfen imb versictern alle Helfer unserer beson­deren Anerkennung.

sein werten. _ ,

Amsterdam, '4. Ium. (2^B.) Wke der Daily Heralb" meldet, fanb am 30. Mar m ter Effex-Hall in London eine Protestver­sammlung gegen bie absurden und frevelhaften Friebensbedtngungen mit Deutschland statt. Es wurde mc Ent­schließung angenommen, in ter gegen die Frte- tenstedingirngen protestiert irmrb, die eine Ber- letzrmg ter Waffen still slnnbZteteagursgen, eine Ber- frctiKdtigung ter Grmrbsätze, von baten die brv ri'chen Staatsrnwrner bet ter Fortsetzung des Krieges geleitet wurden, und eine Vernichtung tes Völkerbundes beteubeten. Noal Bukwn legte tn einer Rete bar, daß ter Frietensverttag nicht mir von ben Paziftsten verurteilt werde. Unter feinen energischen Gegnern befänden sich Männer, bte früher ben Krieg kräftig unterstützten, wie Lmd Hugh 'Cecil unb Carvis. Ter Frietenster- trag betetrte eine Verletzung ter Ehre und werte den Ruf ^Englands vernichten. Ein Partamenrs- mitgtieb wies bat Trugschluß nach, in tem dte- «nigen befangen wären, welche erklären, was 'würde ein ftegrriches Deutschland uns str Be« bhtgimgcn auferlegt haben, intern er sagte, Deutsch­land sei wegen seines Scharfsinnes tn Grichafts- angelegenhritcn bekannt unb würde niemals einen in wirtschaftlicher Hinsicht ^ungesunden Frie­densvertrag festgesetzt haben. Philipp ölt owben^ mit nngeteurem Beifall begrüßt, führte Raten tes Präsidenten Wilson an. worin bieier für tee Notwenbinkcit der Wieterauferstthung Tetttschlands rintritt. Jerome K. Serien erklärte, England sei negestrunkm Man müsse warten, bts es hntter nüchtrrn sei. Tiefer Friede zur Ermordung tes Fri-dens dm ter Rat der Bier mit tem Teufel als Präsidenten festgesetzt hat, werte ter schmut­zigste Fetzen P apier sein, der bte Geschuhte ter Welt besudelte.

Rotterdam, 4. Jnni. (Wolff.'» Laut Nieuwe Rvtterdamfchen Courant" meldet Ex- cksange Telegraph Company aus Paris: Man Dune ?etzt schon rorausftrgen, daß die Entente die teidfden Forderungen nicht bewilligen werde. Ton frindlicken Bevollmächtigten werte ein Ter­min von drei bis vier Tagen zur Entsche-Dung bar»

Atts SUh unS LnnS

Gießen, 6. Juni 1919.

Der Voranschlag der Stadt Gießen

für 1919.

wr fden wir »och näher eütgeben werden, ffeht in Eirnrabm- unb Ausgabe 7 9 <8135,59 Mk. vor g gen 1918 ei» Me^r von 3 2 657J,62 Mk. Hier­von an allen auf die Betriebsrechnung 5 658 12,90 OMk. gegen 4 231 985,67 Mk. in 1918 unb auf die Vermögensrechnung 2 320122,69 Mt. gegen 489 575,30 Mt. in 1918.

Von ten stabt. Nebenkassen sieht ter Voranschlag tes Stadterweiterungs­fonds für das Rechnungsjahr 1919 in Einnahme und Ausgabe 66 880,40 Mk. vor gegen 73 167,25 Mark in 1918; ter Voranschlag ter städtischen Armenkasse für 1919 238000 Mk. gegen 174 000 Mk. in 1918; der Voranschlag des städt. Elektrizitätswerkes für 1919 1 840 636 Mark gegen 1061 200 Mk. in 1918; ter städt. Straßenbahn für 1919 385 102 Mk. gegen 239 325 Mk. in 1918, tes städt. Gaswerkesfür 1919 1360000 Mk. gegen 936 000 Mk. im Vor­jahre, des städt. Wasserwerkes für 1919 400 200 Mk. gegen 310 700 Mk. im Vorjahre, der höheren unb erweiterten Mädchenschule für 1919 179 743 Mk. gegen 135 275 Mk. im Vorjahre.

trüber Tropfen in das Gefäß des Königs, und von dem Berge von Früchten füllte es sich kaum bis Kur Hälfte. Dazu I^atte der Saft einen bitteren, zusammenriehenden Geschmack. Der König trank dennoch einen Schluck uito iuch jedem seiner Mte ein Weniges mit. ruhte sich bie Nacht unter Dem

beren Tage unter großen Beschwerden wie­der in sein Schtvß zurück.

Die Räte mufften nicht, was der König mit dieser Wanderung sagen wollte uno wagten doch iauch .nicht, danach zu fragen. Humayum aber hüllte sich in Schweigen, ent­ließ sie, in der Resioenz angekommen, einen jeden in fein Amt uno ließ oie Milde feiner niedrigen Steuern im Reiche Batharath wei­ter sortbestehen.

Nach zehn Jahren feiner Regierung aber war fein Land ein einziger üppiger Frucht­garten, die Wege glatt wie die Diebe in des Körrigs Palast, die Dörfer aus dem Schutt auferftanten, die Städte hoben sich glänzend aus den Trümmern, das Volk fang, uno bie Schatzkammern tes Hofes vermochten bie Menge des Goldes uno der Ebel steine nicht zu.fassen, bie von überall herbeifliffsen, sovaß neue Bauten, Gewölbe an Gewölbe errichtet werden mußten. Da nahm Humayum seine Räte wiederum zusamTnen wie vor zehn Fal)- rert und toanoertc Desselben Weges mit ihnen durch den Wüstektgürtel in den Granatgarten des Greises, ben er oarnals besucht hatte.

Dort setzte er sich mit seinem Gefolge nieder uno bat wieoecum um einen Labetrunk für sich und oie Männer. S>er Greis stellte vor jeden seiner Gäste eine Schale und ent­fernte sich bann, um oie Früchte zu holen. Aber nun trug er in einem winzigen Körb­chen nur wenige Früchte heran, baß sich alle über ben Geiz oeS Alten entsetzten mit Aus­nahme Humayums, der dasaß unb alles mit einem glücklichen Lächeln verfolgte.

Vorsichtig nahm der Greis Den ersten Apsel aus dem Behälter, uüo als er ihn auszudrücken begann, füllte fein klarer Saft den ganzen Becher bis zum Rarwe. So ging es bei jedem der Räte, und als bie Durstigen davon tranken, waren sie über die Süße unb den blmnenhcfften. Duft beä Saftes erstaunt.

sie burch Erfahrung von ihrem Irrsinn zu überzeugen, versammelte bie .unzufriedenen Räte um sich unb trat mit ihnen eine Reise in das Land an. Alle gingen zu Fuß unb trugen ben Eßvorrat im Ranzen auf dem Rücken mit sich

Es war im zweiten Jahre der Regierung Hmnayums, und bas iganze Land tag noch in der Armut darnieder, in die es die harten Steuern des alten Königs gestürzt hatten. Ueberall trafen sie verfallene Dörfer, fast verödete StLdte, und wenn die ausgehun­gerten, zerlumpten Menschen den König und leine Rate erblickten, flohen sie angsw-oll in die Wälder, ohne auf Humayums gütigen Zu­ruf zu hören. Am dritten Tage der Wande­rung mußten der König und fein Gefolge einen wasserlosen Wüstenstreifen durchschrei­ten und gelangten gegen Abend ermattet unb halbtot vor Durst in dem Granatbauiu- garten eines Mannes an, der am jenseitigen Rande der Wüste lag. Der herbeigerufene Gärtner, ein weißhaariger, unerschrockener Greis, sollte ihnen Wasser bringen. Aber er bedauerte, ihrem iWirrische nicht entsprechen zu können, und bot ihnen zur Labung von seinen Granatäpfeln an, stellte eine Schale erst vor ben König, bann eine vor jeden der Würdenträger auf ben Tisch und schleppte bann einen großen Korb heran, ter bis über den Rand mit den Früchten seines Gartens gefüllt war. Darauf begann er Frucht um Frucht in die Schale Humayums au-szu- drücken. Allein von jeder fiel nur ein kleiner

Kaiser Wilhelm in Amerongen nach, wurde jedoch nicht vorgelassen. Graf Den- tink teilte mit, daß der starke Andrang von Amerikanern den Kaiser außerordentlich ner­vös mache. ______

TVmomütr pidjtnng drehte n ptfbfr nach Noch F bleibt trocken. 5 rmafT das Ack. fit sommerliche A F. pachte sofort f edmchläae. Für rf*n bei öirfci F, uchtz während F önt fehlt je, I e w Kre dem F Mtgemosje -Sri bela Wtt in EJ'wntdgM txn rn b^geän

Der eMgerLumt werte«, ov sie die öeöutgunyet annehmen wollten ober nicht. DaS Rvchi Eng­lands, die deut scheu Kolonien zu behalten, njerte wahrstlZemliÄ nochmals zur Spraye kom­men infoly des BvriMages Lloyd Georges, daß Oberschlesien Deut (bla b zurückgcgeten wer­den müsse, um feine ,aret>chaftllche Loge zu er­leichtern. Tie ameritatiicten SachoerMrdigen hätten bei Wilson baixtuf gedrungen, daß Polen OberWesierr behalten solle, daß die Deutsckien aber das Mandat für Oftafrifa bekommen soll­ten, um ihnen die Erfüllung der wirtschaftlichen Bedingungen zu ermöglichen.

I Der Bo, ®°man von fe.Nt

Wärtern ernannt

* Biehkataster. Durch Bekairnsimuh beS LantesemährungSanttes vom 18. März 19 ist für jede Gemeinte die Einrichtung eines Viehkatasters angeordnet Worten. Es zugleich bestimmt Worten, baff jeder Viebtesi verpflichtet ist, Beründerungen in fernem Vrah staute, soweit es sich um Pferde, Rrnd.vu Schwciue unb Schafe handelt, namentlich 1 Zugang durch Geburt. Kauf nsw.. und jeden gang. Verkauf, Hausschlachtung, Verenden n unverzüglich dem mit ter Führung des Vi katasters Beauftragen auf vor geschnobenem druck anzumelden und snl) über etwaige ginge auszuweisen., Tie Anmeldepflicht sollte Schweinen unter einem halben Jahre entfall Diese Bestimmung ist durch Bekanntmachung 3. Ium dahin abyäntert Worten, do ff jtar Schw ein e n unter acht Wochen bie An Meldepflicht wegfällt.