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üi Marx, der durchaus Idealist war trotz seiner

: der Samen, dir

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und Sonn-

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acir bem vom Sei: iutefittn Hdbt die

Kliffe fast, wir sind die einzig wahren Menschen, t>crai wir uns auslcbm können, ist alles gut. t-iefc haben den Zeitgeist nicht verstanden. Da-

iten hinwies: Professor La q ueur, der dw ge- ----.ssungen des Redners angnff; Ul , der die Organisierung der Ar-

-kit als Kern der Rede des Abends bezeichnete.

fe. Zolrheim, 4. Juni. Dem Landwirt iebrttf) Will wurde in der Nacht ein Stuck

uti) ein Fahrochse gestohler

»ch mümn mehrere Personen an diesem Dieb- "hhl beteiligt gewesen fern. Der Oberschweizer t verhaftet worden.

an den Apparat and stellte die 23er» WMmg her. Er vermutete, daß sein Detektiv ihn ßikdn um einen Vorschuß angehen würde. Er teilte dann die Gelegenheit benutzen, dem Manne hti Mißtrauens box erteilten Auftrag zu ent- ßkhen.

Das Institut Prometheus meldete sich Als toriöal feinen Namen nannte, wurde er sofort

ter Ansatz während der Rapsblüte gut, aber seit terser Zeit fehlt jegliche Tracht.

Kreis Schortrn.

D. Aus dem Vogels be.rg, 4. Juni, igitt zeitgemäße Erscheinung sind die framster- Dagen, voll beladen mit Kartoffelsäcken unl> tea Hamsterern in größerer Zahl gefolgt, die ; ifc al lfonutäglich von den Ortschaften zur näcksstrn

hmmgm finden sich in der ividualismus und der St t die Kraft und Fähigkeit

ls Gesetz für die Welt bar, dieser sagt, der Ge- remschafts-ville muß ausschlaggebend sein. AuS an Individualismus kommt der Imperialismus nb dec Anarchismus, bei allen Vertretern des Individualismus falben sich ihre Gedanken. Eine

istativn begeben.

Kreis Friedberg.

bz. Bad-Nauheim, 5. Juni. In einer in letzten Nachte wurde in der Golfwirtfck>aft p.grbroch'u: es wurden für etwa 5000 Mark Lasche, Kleidungsstücke usw. gestohlen.

nt. Lindheim, 4. Juni. Auf dem hie-

Ül dem Direktor verbunden.

frier Direktor Zahn !"

Ifrier Armbrüster! Was gM's? Sre wollen Ml farechen^

kO, mein lieber frerr Baron, Sre werden

»Men! Wie haben ihn!"

iWen haben Sie?"

Emil Schnepfe ist zur Strecke gebracht!^

,I3as?" ®

Emil Schnepfe ist verhaftet!"

Jölöbfatrt!"

Aber erlauben Sie"

-Sie bahtH Emil Schnepfe aerhaftetk

Herrn tir £WC * in «irt ibr Zuitfi t W-. Mm«

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ffiS* . lototf .

t,M ^strnigeu J

Der Doppelgänger.

Btoman von CarlSchüler.

Fortsetzung Nr. 36.

.Gräßlich!" sagte Dorival.Sa! Jetzt muß Ünbach 'ran!"

11.

Ms Dorival in seine Wohnung zurückkehrte.

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Mimt frofgut wurde ein schwerer Zuchtbulle Mhl eb einFahrochse ^gestohlen. Allem Anschein

[Mt nmmiiTj Pvol. Kinkel stMvy Der ^ornyenoe canv. wu. rfVÄnl Seelbach den .fruchtbaren Abend.

**Die hiesigen Vrivat-Banken t halten ihre Kassen und sämtlichen Geschäfts-

torgt'HhriMm H räume am Samstag den 3um (Pftngst- stch Über ctrociy t Samstag) für jeglichen Verkehr geschlossen. lwneldMicht soutk i Landkreis Gießen. .

«Itai W atfolk tzz. frolrheim, 4. Juni. Dem Landwirt !) vrkvmliMchmizcksrl^,rich Will wurde in der Nacht em Stuck M,Uieh aus dem Stalle gestohlen.

***«d><li Arris Alsfkid. . .

uv. Ruppertenrod, 4. Juni. Wie dnn- virtschaftuv-digend die Verbesserung unserer Verke.hrsver- Äoffnungrn torhält n i sse gewesen und wie wemg fte bte tn^

p rkdete Galdino: , -

frerr Baron möchten btc Güte haben, Herrn irettor Zahn so bald als möglich anzurusen. ar Direktor Zahn hat den Herrn Baron schon -rimal angerufen, weil frerr Direktor Zahn dem toi Boron sehr dringend etwas zu sagen hat.

?t) -Schön!" sagte Dorival.

Ude A Er ging an den Apparat und stellte bte Ver-

tHiLOi6 q.' w-mta brr Er vermutete, daß sein Detektiv ihn

en, TVz beste?

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icige Postverbiudung erfüllte, das zeigt die Zahl r Reisenden, die jeden Tag beim frrn- und Her- v« ,, äfften das jetzige Poltauw benützen. Obglerch der

- g nanulm FwÄ v Sagen atftzehn Sitzplätze aufweist, müssen oft noch obrere Personen stehen. Tie Fahrt tn dem Post- mW bietet den Reisenden so große Annehmlvchkeit,

0VU btt TwM -------V~..-------

> .e -'vidge. Tir LMLfaß darüber nur eine Stimme der Anerkennung il-3«a6rnitq6oi:,grrfft. Dabei ist der Zeitgewinn der Wngen H Reichsm-ähmiWt in einer Stunde die 15 Mometer-^recke von li nüt ine Trento Mnchstein nach Mücke ganz erhebltch. , Dre Ber- bie Lmimn al^ M Shtbung mit der Bahn geschieht nun tmeder zwei- n, <mL als äenetN »al int Tage. Da bisher von hier aus der Pakets ml ist eint Freibai verkehr nur Dienstags und Freitags ging, so fei t geboten, die and)» im Interesse des Verkehrs mitgeterlt daß min der MW airitf jtbtiT Tag wieder Pakete befördert werden, j&t dsn Grünm dm« ter Einführung. des Postautos fragt man.sich, li^6rbüimmg wüä» tomn .haben nnr uns so lauM schonnnt entern S m-xi Mig unzulLnoili-chen Rumpekkasten behelfen nmssm t^m stuttrrir^/ hoben niÄt vor zchor Jahren ent solch firn 5- kvrweffliches Verkehrsmittel erhalten? ,

' up. AusdemOhmtal,4. Ium. 9hm ist

frimmel schon drei Tage lang bewölkt, und. regnet es nicht. Dazu herrscht eine ge- "V -ubmtn,»abntt winterliche Kälte freute morgen Mgte , "* L.i;* vnbeickas Thermometer 5 Grad Reaumur. Die Luft- au-? Wtung drehte nach Nordwesten, sprang dann ichi'der nach Norden. Alle Zeichen helfen nichts, nt s bleibt trocken. Trotz allem hat die Trockmheit

qmangel öliger das Wachstum gehemmt als die Kälte, ffflh voll! 15.1 üe sommerliche Wärme am Samstag r

"rJrttainrtid»- ng brachte sofort einen besseren W . .

Üederschlage. Für die Imker sind tne fromg- r «zsichten bei diesem Wetter schlecht. Wohl war

M ; tr Ansatz während der Rapsblüte gut, aber seit

i de» aaMvom a. Tracht.

nU11 (f;t? regen ist der Sozialismus mit dem Idealismus »kn tonrt,, N* Lrnxntirf, das zeigt seine Geschichte von Plato ^bkrsckvkb,. S fts Marx, txr durchaus Idealist war trotz seiner Sditrf f;, ( Begründung derMaterialistischen Geschichts- Kav ü7^,^,Le/faslung". Tenn er sagt die Dinge fallen sich telbst oernünftignitlmckeln, also sind fa selbst vklnbuch n r-rnünftig. Er stellte auch ein Ziel auf, r B. Schneider N btc Austrebung dec Klassengegensätze. Sem Satz, 1'^rispegäL te'!' die Tinge den Gang der Geschichte bestimmen, bte SdioHnprft ist der 'chwerste Vorirurf für die Zeit. Darum "N,K QnL T ? muß mün .Sozialist sein, daß nicht die Mensckxn Ü^torfhibJ sind. Marx ist Satyriker, wenn er sagt,

4 Cbprr^' M tech die Tinge die Menschen treiben. Ter Kern verroden zu Z^ Sozialdemokratie ist idealistisch, da sie den tL? ^mminti5mu5 und Pazifismus vertritt, da sie

oommet Sotlmenscken schaffen und nicht die Arbcitsbnlung kstern; her M in körperliche und geistige Arbeit will. Die Er- 'unedberg .MM muß sozialistisch reformiert werden. Echter 'dombera Loziolismus widerspricht allen Vorrirteilen von

" Migion und Rasse. An der sehr leblmften Tis-

\v... ..... ---rger,

Turck x hsjion beteiligte sich RecktSmrwalt fr o m be . - vom dcr aus praktische sozialistische Arbeit der ,Stu-

bwfrn binwies: Professor Laaueur, der 3uR.Ru ban jeder kelretar Mann, d

T X stud.^med.^Ju n'g. 'Nach Schlußwort o^n

- Kinkel schloß her Vorsitzende cand. Phil.

iidinrniiKTj T r- < ____ erre

zuvor eine Prüfung. Um so mehc erstaunte ta^, aV ich am Sonntag in mein TÄrhllokal, UniDeriitätdN Bibliothek, kam, um meiner Wahlpflicht zu gv- nugen, .und nur allein meinen Wahlzettcl ab* geben konnte, während meine werteren Familien«? glieder nicht auf der Liste ftmtben und abgetvifial werden mußten Für sie wurde eine Bescheiniguns der Bürgermeisterei verlangt, daß sie wal-lberechtigv wären. Für solche Umstande ist ein Sonntag abcs nicht die passende Zeit.

Diese Beschwerde recht sich der Tatsache an, daß eine große Zahl der Studenten nicht einge­tragen war. Es ist nicht ausgeschtossen, daß durch loldie Ungenauigterten bei Aufstellung der Liste» die Wahl stark deeinträckstigt wurde.

Die lk»mmuna!wah!en.

hl. Cölbe,4. Juni. Ter Bürgermeister Pe­ter zu Cölbe ist nach erfolgter Wiederwahl, für eine weitere Amtsdauer von 8 Jahren bestätigt worden.

dz. Dieburg, 5. Jmä. Bei den Gemernde- ratswahlen erhielten das Zentrum 11, die Mehr- heitsfozialisten 3, die Demokraten 2, die Deutsche Volkspartei und tue IhtaMxfotgigcn je 1 Sitz.

hl. Nieder-Ramstadt, 4. Juni. Bei der Gemeinderatswahl am Sonntag erhielten die Sozialdemokraten und die vereinigten bürgerlichen Parteien je 6 Sitze. Bon den Stimmberechtigten haben 75 Prozent ihr Wahlrecht ausgeübt.

lebens! Dir wollen den Begleich hier nicht weiter ziehen, da ja mrr das Regersche Werk zur Diskussion steht: wir haben in chm eine völlig ausgereisto Arbeit, wie sie Kennzeichen des letzten Roger ist, W erblicken, ein Werk, das die Literatur um eine wertvolle Gabe bereichert hat. Der fror er wird wohl am meisten von der melodischen Gewalt des Baritonsolvs gepackt, in dessen kühnen Jntervallett eine ganz eminente Ausdruckskraft steckt; der mit Roger Vertrautere wird nicht minder auch vom Eingangschor und dem erhebenden Abschluß gefes­selt werden. Das Ganze ist ein ergreifendes Bild einer um das Höchste ringenden, mißverstandenen Künstlerseele, gleichsam einer Selbstbiographie in Tönen, und nnrb so zum Abbild von.Regers eige­nem Leben und Schaffen, das erst im -Tode seinen versöhnlichen Abschluß fand. Der Akademische Chor darf sich diese Aufführung als besondere Tat und als bleibendes Verdienst für die deutsche Kunst an­rechnen.

Das zweite Chorwerk, ein geistliches Lied von Paul Flemming für gemischten Chor mit Orgel­begleitung von Johannes Brahms zeigte zwar eine sehr kunstvolle musikalische Struktur und ent­hält da, wo der Komponist die satztechnische Fessel aufgiebt, ein sehr schwungpoll ab klingendes Amen, stand aber in seiner Wirkung erheblich hinter den arrderen Gesängen zurück. Was ihm vor allem fehlt, ist das Zwingende der musikalisck^en Diktion, die melodisckie lleberzeugungskraft. Es ist mehr religiös anempfundene als erfundene Musik. Auch diese hat ihren Wert, zumal, wenn ihr eine musikalische so hochwertige Form zuteil wird, doch steht uns die andere höher. Ausarbeitung und Vortrag ließen eine besondere Mühewaltung erkennen und waren in jeder Weise musterhaft.

Was wir bei Brahms vermißten, kam bei Bach aufs beste zur Geltung. Ueberall sehen wir dennrusikalischen Wundermann", wie er in naiv- frommem Kinderglauben, seines Gottes und frei- landes gewiß, auswärts blickt und wie sich so die entsprechende Musik von selbst ergibt. So erzielte die Kantate >,O Jesu Christ, meines Lebens Licht" eine mäckstige Wirkung, bei der auch die fast symphonisch z» nennende Orchesterbeglettung einen nachhaltigen Anteil hatte. Derselben Grundstimmung entsprossen zeigte sich die Solo­kantate3d) will den Kreuz stab tragen", frier tritt neben den beiden sehr tief angelegten, im Wesen allerdings grundverschiedenen Arien vor allem die schlagende Charakteristik der Rezitation in Helles Licht, frier mittet uns Bach, wie über­haupt in dieser Kantate, wieder recht modern an durch die Art, wie er das Orchester tonmalerisch verwendet: nirgends ein bloßer Effekt, sondern überall tief, eindringliche Wirkungen, hervor­gebracht durch einen gesunden, verhaltenen Realis­mus, der sich andeutungswerse genügt, statt sich übersttömend auszugeben. Ter mildversöhnende Abschluß im Choral ist von einzigartiger Wirkung. Ter gigantische Doppelchor aus der Kantate Nun ist das frei! und die Kraft" stand mit Recht am Schlüsse und zeigte ein schönes, einheitliches Klangbild, wenn auch zuzugeben ist, daß bei den ungünstigen akustischen Verhältniften der Stadt­kirche der Eindruck nickK allerorts gleichmäßig sein konnte.

Ter Solist des Abends, frerr C .Rehfuß, besitzt eine gutgebildete sympathische Stimme und fang die Solopartie imEinsiedler" mit warmem Empfinden und einem speziell für Reger ange- messenLN, stilgerechten Ausdruck. Bon den drei folgenden Gesängen von Bach sachgemäß von Herrn Gör lach begleitet waren die beiden ersten zu akadcmisch-erakt im Vortrag und hätten ein etwas lebhafteres Zeitmaß erfordert. Ter Löwenanteil am Erstolg war dem Sänger in der Solokantate zugefallen, wo er nicht nur die schwie­rigen Arien mit guter Stimmbildung und Atem­technik, sondern auch die ausdrucksvollen Rczitative überzeugungstreu nahezubringen wußte.

Eiu volles Lob ist dem Orchester zu er­teilen, das, pon Damen und frerren der Gesell­schaft unterstützt, bei Reger die schwierige Auf­gabe geschickt bewältigte und den Bachschen Kan­taten ein sicheres und schwungvolles Fundament lieh, frerr Professor Trautmann hatte die Aus- sühcung sehr sorgsälttg vorbereitet und leitete vom unterstützenden Flügel aus den gesamten Ton­körper mit gewohnter Sicherheit und Energie. Ihm sei für seine große Mühewaltung hier der öffent­liche Dank ausgesprochen. Dr. G. R.

Vermachtes.

* Die Verluste der französische» Luststreitkräfte. Tie amtliche Statistik der Verluste der ftanzösischen Luftstrcitkräste, die soeben erschienen ist, beziffert die Zahl der bei Kriegs-! Handlungen getöteten franzöfa'chen Flieger auf 1945, die Zahl der Vermißten, deren Tod mit Sicherheit anzuuehmen ist, auf 1461 und die Z«U der Verwinrdeten auf 2922. Sehr groß ist die Ziffer der französischen Flieger, die nicht an der Front, sondern beim Dienst im Innern des Landes» durch Unglücksfälle getötet worden sind; fte beläuft sich auf 1927. Im ganzen betrugen die Verluste der französischen Luststreitkräfte in der Zeit öont 4. August 1914 bis zum 11. November 1918 7757 Mann, das sind 61 Prozent deS Effektiv« Bestandes.

* Nur den frumvr nicht verlieren. Ein Eimr-ohner von Meuselwitz, dem zwei früherer und ein fr ahn gestohlen worden sind, veröffentlicht, folgende 2lnzeige: Zwei Hülm« und ein frahm, die habe ich verloren; wer weiß, in welchem Topf sie schon schmoren. Mich macht das ja nicht arm, rch tonn das schon verschmerzen; doch solchem frühnerdieb, dem wünsche ich von frerzen: Ein großer frahnenschwanz wüchs ihm hinten 'raus» das Maulwerk schrumpfte ein, es würd' ein Scham» bei d'raus, und alle fünf Mikuiten müßt Kikeriki er schrein! Ich glaube, der ließe bald das! frühlierstrhlen sein.

* Angler-Latein. Von einem amerika-- nischen Münchhausen erzählt dieDeutsche Forst» seitung^', daß sein Lieblingsstück eilte ungewöhn-> lidie Fischgeschichte war. die sich in einem Badeort abspieltc.Das Merkwürdigste, was ich beim Fischen erlebte," erzählte er,ereignete sich an dem Tage, el)c ich nach franse fuhr. Ich glaube, »Ijne Uebertreifnmg sagen zu können, daß mir damals der größte Fisch des Weltmeeres enfc ging." Dann beschrieb er ausführlich und bromo-! tisch, wie er ein paar Stunden lang vergeblich daran gearbeitet Ijabe, einen ungeheuren Fisch ins Boot zu ziehen, der sich an der Angel gefangen hatte.Schließlich riß die Sckmur, und ich rief rücklings ins Boot, so erschöpft, daß ich feinen Laut mehr von mir geben konnte."Das muß wohl ein Walfisch gewesen sein," meinte einer der Zuhörer. Aber bem widersprach der Amerikaner auf das entschiedenste und erAärte schließlich alÄ Grund trrumphi^end:Das ist schon des»)alb un­möglich, weil ich ja einen Walfisch als Köder an der Angel hatte!"

Eichener Lonzertverein.

Gießen, den 5. Juni.

Das gestrige Chorkonzert des Madenn- schen Gesangvereins unter Mitwirkung des Barito- Nisten frerm C. Rehsuß aus Frankfurt, des frerrit Otto Görlach (Orgel- und dec Gießener Militärkapelle erzielte als Älbschluß der diesjährige» Winterkonzerte einen sehr stimmungsvollen und nachhaltigen Eindruck. An der Spitze stand Max RegersEinsiedler" für Bariton und gemidtten Chor, ein Werk, dem man durchaus zu Reckst hier mit großer Spannung entgegemah. Wer etwa, mit Arnold Mendelssohns finnig-schönerVertonllng des Eichendorffschen Textes in Form eines Sttophenliedes im Kopfe, bem komplizierten Rege» scheu Tongebäude gegenüberstand, dem erging es wohl, wie wenn jemand ein kleines Vergißmeinnicht hegen einen Feldblumenftrauß hält: ungeheuer die Verschiedenheit in der Auffassung und in der Wahl der Mittel, und die Wirkung, die dem fröret bleibt, diestlbe tiefster Ergriffenheit und mächtigen Er-

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur SttlllwerordnelenwLhl.

Die Wahllisten zur Nationalversammlung tmb zum Hessischen Landtag waren für meine Familie völlig in Ordnung, so daß ich bei diesen Dahlen mit 5 wahlberechtigten Familien gliedern anstands­los wählen konnte. Ich nahm daher an, daß die Liften zur Stadtverordnetenwahl nicht weniger sorgfältig ausgestellt seien und unterließ deshalb

vücherttsch.

Auf Goethes Pfaden in Weimar. 20 Federzeichnungen aus Alt-Weimar von Ellen Tornguist. Mtt einer Zuführung von Professor Dr. Friedrich Lienhard. Ausstattung und Titel­zeichnung von F. fr. Ehmcke. Furcho-Verlag. Ber­lin 1919. In Steifdeckc! 4 Mk.

Baden mit Brückenkopf Kehl und neutraler Zone. Rapensteins Volksausgabe nm SpeLialLarten des Deutschen Reiches. Preis 3 Mk, Verlag Ludwig Ravensteür, Frarckfurt a. M., Wie­landstrabe 31.

Das literarische Echo. Verlag vost Egon Fleischel & Co., Berlin W9. 2. Maiheft.

Gesundes Geschlechtsleben vor der Ehe". Prof. Dr. wed. Ribbinas Buch fttzj fange Männer. 88.92. Tausend. Kart. 2 Mk., geb. 2,80 Mk., undEhe und Gesch lechts-' leben". Gin Buch für Braut- und Eheleute. 78. bis 82. Tausend. Kart. 2,20 Mk., geb. 3 Mk. Strecker & Schröder, Stuttgart

Der frerr Bürgermeister. Roman vowJohann Ferch. (Verlag von Dr. Rabinowitz^ Leimig.) - .

frillgers Handbuch der deut" scheu Nationalversammlung 1919 ist in gewissem Sinne die Fortsetzung des frühen von dennstlben Verlage herausgegebenen, weitvei» breiteten Handbuches Kürschners Reichstag. In dem nsuen Handbuch finden wir, nach Wahlkreise!» grorbnet, knickst nur die Porträts der sämtlichen Volksvertreter, sondern auch ihre von ihnen salbstz verfaßten Lebensbeschreibung>en. Außerdem cnthälL das Buch noch ein reiches statistisches Materials (Verlag J>on fr. Hillger, Berlin W 9.)

(DterTtitbuTfl und Rheinhessen.

ch. Aus Rheinhessen, 2. Juni. Die Reben stehen gut, da fte gleichmäßig in ihrer Entwicklung fortichreiten Eotmat. Das Weinge, schäft ist fortgesetzt ziemlich lebhaft. Erlöst wur­den für 12 Stück 1918er tn Alsheim je 7500 fDlL 10 Stück in Mettenheim je 7500 Mk., 14 Stück in Nieder-Saul'l)eim je 6500 Mt., 8 Stück tn Jugenheim je 6600 Mk., 6 Stück in Stadecken je 7000 Mk., 20 Stück in Osthofen je 7000 Mk., 7 Stück in Wörrstadt je 6800 Mk., 8 Stück in Bechtheim je 7800 Mk 10 Stück in Nierstein je 8500 Mt., 7 Stück in Oppenheim je 8500 Mk.

Hessea-Nassau.

X Hanau, 4. Juni. In der Sitzung des Kreistags für den Landkreis Hanau wurde mit­geteilt, daß sich am 30. v. Mts. unter Beteiligung zahlreicher Vertreter von Stadt- intb Landkreisen der Provinz Hefsen-Nassau eine Kraftverkehrs-Ge­sellschaft m. b. fr. Hessen-Nassau gebildet hat. Das Stammkapital beträgt 900 000 Mk. und wird ge­bildet durch die Einlagen der Gesellschafter, die mindestens je 10000 Mk. betragen müssen. Ein­lagen zum Stammkapital haben bisher u. a. ge­leistet der Landkreis Hanau 25000 Mk., die Stadt Hanau 20000 Mk., der Kreis Fulda 20 000 Mk., der Kreis Gelnhausen 15000 Mk. Mit den an­deren Kreisen und Städten der Proviw; Hessen- Nassau sind Verhandlungen über die 'Beteiligung! durch Zeichnung von Stammeinlagen im Gange. Der Kreistag des Landkreises Hanau hat ein­stimmig die Errichtmrg eines Kreiswohl­fahrtsamtes beschlossen. Aufgabe dieses Kreis- Wohlfahrtsamtes ist es, durch Zusammenfassung aller verfügbaren Kpäfte und Mfttel unter gleich­seitiger Anlehnung an bereits bestehende Wohl­fahrtseinrichtungen die innerhalb des Kreises zu Tage tretenden Not- und Mißstände auf wirtschaft­lichem, sozialem, hygienischem und sittlickMw Gebiete nach Möglichkeit zu beheben l^w. zu lindern. Das Amt soll den Unterbau für die gesamten.Arbeiten auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege darstellen sund den Mittelpunkt für die Finanzierung der cin- zelnen Wohlfahrtsunternehmnngen bilden. Fer­ner hat der Kreistag beschlossen, zum Ausbau der elekttischen Ueberlandzentrale eine Anleihe von 2 Millionen Mark aufzunehmen. Die Arbeiten zur Ausführung der elektrischen Ueberlandzenttale will der Kreis in eigener Regie aus führen lassen. Man hofft, einen Teil des Landkreises Hanau be­reits im Winter mit Elektrizität, die vorläufig aus Ken Werken Friedberg und Offenbach ab­gegeben werden soll, versorgen zu können.

hl. Hünfeld, 4. Juni. Ein westfälischer Hamsterer wurde hier abgefangen, der mehrere Zentner Mehl und Fleisch, 978 Eier und 186 Pfund Butter mit sich führte.

Aus d>?m besetzten Rheingebiet.

Bad-Ems, 4. Juni. Seit einigen Tagen ist die Grußpflicht gegenüber den französischen Offizieren aufgehoben.

= Nied a. M., 4. Juni. Vor turzem wurde der hier anfäffige Invalide Map Schneider von einem ftauLosischen Greuzposlen erschviseu. Tie Untersuchung ergab, daß Scksnecher größere Men­gen Schowlade nach Frvnffurt schamrggeln wollte.

.^Jawohl ich! Wir! Das Institut Pro­metheus!" i Ä

.Tonnerwetter!" sckirie Dorwal entgnftert.

Nicht Ehr, frerr Baron? Da wundern sre sich? Ich habe ihn einstwellen in meine Arres^ zelle eingetodit. Was ioll mit chm gesche^n? Wollen Sie ihn erst sprechen, oder soll er gleich nach dem Mexanderplatz abtrausportiert werden ? Nun, Herr Boron, habe ich die mit gestellte Auf­gabe nicht glänzend gelöst?"

Dorival war wie betäubt von dieser Nachricht. War es denn möglich, daß dieser Emil Schnepfe, der die Polizeibelwrden aller Kulturländer an der Nase herumführte, diesem dummen Trveftvr der nur Vorschüsse verlangen konnte, ms Garn gegangen war? t __

Er fühlte ftch nicht unfkmbe, dem Trrekttw Mm das >Lob zu erteilen, auf das dieser Mmm Anspruch zu I>aben glaubte.

,Jst der Verhaftete denn imrftab der Emss Schnepfe?" fragte er zweifelnd. ,^>aben Sre suh nicht aeirrt?" __, .__,

»Aus^schlossen! Diesmal haben wir den ech­ten, wirllichen Schnepft gefaßt!" klang es durch den Fernsprecher zurück ,

..Dehalten sie rhn dort. Ich bvmme gleich.

Dorival legte den fröret auf den Apparat. Verzweifelt sank er in fernen schrerbsessÄ. Auch ^as noch? .

Nun hatte der Esel mm einem Tetettro unglücklichen Schnepfe erwischt und twltte chn der Polizei ausliefern! Tas mußte unter allen Umständen verhftchert 'werden. T« Folgen

gar nicht auSjui^itm. W-nn man d«I-n Scknevi- «erurteitte. axil man ixn SwfrftoM dn.L-bmew

würbe er bad Opfer -meS JuMrrrtums. DQi

ein Mensch aufklären konnte und ausklären mußte, er, Tvrioal von Armbrüster .

Kalter Angstschweiß trat ihm auf die Stirn.

Lächerlich, daß in der Welt immer alles an* ders kommt, wie man denkt. Ta hatte er nun selbst diesen Direktor Zahn dem Schnapse auf die Spur gesetzt. Und nun mußte er froh sein, wenn er dem Detektiv den Mann, der auf feine Anordnung sestgenommen war, wieder loskaufen bnntc!

Er steckte sein Scheckbuch ein und machte ftch auf den Weg zu bem TeteüivinstitutPro­metheus". .,

Ter Hauswart des Gebäudes,^ nt dem Heb derPrometheus" befand, hatte aus den Gängril und Treppen bereits die Gasflammen angesrecki.

Tvrival flieg die breite Stein treppe hinaus, die zu den Geschäftsräumen des Tirektvrs Zahn führte. Auf dem ersten Treppenabsatz blieb er er­staunt sieben. Denn er sah etwas -sonderbares.

Tas TrepbeNl)aus empfing tagsüber sein Licht durch große Fenster, die nach dem Hof yrnaus- führten. Tiefe -Fenster bestanden aus einem gro­ßen Mittelstück, um das ringsum em fchmmer Streifen bunt zusammengesetzter, kleiner Glas- sckviben lief. Ein Tell dieses Fen stertran«^ bil­dete für sich ein kleines Fenstrr, das zur -üsMng des Treppenhauses stets offen stand. Um> mm sah Tvrival, une sich von außen, durch dr«s uetne Fenster, ein Männerarm streckte und «ne franb nach dem Griff des großen Fensters tastete. Zetzt hatte die Hand diesen Griff gefallen. Sre drehte iim, und das grob? Fenster öffnete sich Ein mitge kleidet er Herr stieg von außen auf das Fen­sterbrett und schwang sich le)cht und elasfach auf den Treppenabsatz. Tarnt schloß, er drs Fenster, klopfte sich vom Mantel lcul^re Lpuren van Kalk, rück« sich den SÄenhut zurecht, drückte em Wo-

nafel in das rechte Auge und führte mit keinem Spazierftock einen Jagdhieb durch die Luft tote ein Mensch, der sich in ausgezeichneter Launü befindet. . .

Nun wollte er die Treppe hrnabstmgen, da sah er sich Torival von Armbrüster gegenüber.

Er schrak einen Augenblick zusammen, uni> auch Dorival war unwillkürlich einen Schritt zu- ruckgetrcten. Ter frerr, von tadelloser Haltung, der ihm gegenüber stand, war fern leibhaftiges Ebenbild Emil Schnepfe.

Emil Schnepfe faßte sich zuerst.

Er lüstete den Seidenhut und fragte höflich) Gestatten Sie, Herr von Armbrüster?"

Er deutete die Treppe hinab.

Und Dorival griff ebenfalls an den Seiden* Hut und sagte:Bitte!"

Er gab CmÜ Schnepfe den Weg frei.

Er hörte noch, wie der andere ein Ha!blaute4 Danke" sagte, dann war, wie eine Spukgestalt, frerr Emil Schnepfe verschwunden

Torival raßde sich an den .Kops

War denn to etwas möglich? Er hatte schon genug Beweise von der geradezu urcheirn » lichen Aehnlichkeit erhalten,, die zwischen ihm und diesem Sck)nepse bestand, aber trofobem, als er ihm jtt»t Auge um Auge gegenüber gestanden hatte, da war er von dieser Aehntichkcit geradezu er­schüttert. Freilich, .jetzt konnte er alle die Ver­wechselungen verstehen, denen er zum Opfer ge­fallen war. Ein merkimlrdiges «^eftihl beschlich ihn. Es war doch ein sonderbares Ding, su wissen, daß in der Welt ein Mensch berumläuft, der einem so ähnlich ist, daß man glaubt, in einen öHM zu blicken, inatn man ihrn gegenilberfleht!

Aber das -var jetzt gleichgülttL (Fvrssrtzmcg tvlflQ