Erstes Blatt
169. Jahrgang
Donnerstag, 5. Zum 1919
IwüllngrnmddniS «. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei K. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u. öruckerei: Schnlftr. 7,
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Wie das gleiche Blatt meldet, faßte die „Gesellschaft der Freunde" (Quäker) auf ihrer Jahresversammlung eine Entschließung, in der u. a. erklärt wird, die Deutschen hätten ihre Waffen unter gewissen klaren Bedin-
tt, daß im Gebiete des preußische!:, des hessi- mch des bayerischen Staates noch deutsclies - Silt, noch preußische, hessische und bayerische ^rden regieren; die Beamtenschaft muß sehen.
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In der „Nativnalliberalen Korrespon- dmz" erhebt der frühere hessische Finanz- mmster Dr. Becker, der bekanntlich aus der
■ B., bte unmUtckbar mit dem Oberbefehls- der französischen Besatzungstrnppen rn N^z btftxniMt haben, unbehelligt laufen
l .^T falben, daß diese Winke beachtet wer- ‘■Uten. Wurde doch unter den Persönlich-
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Va§ mutz im bedrohten Rheinlands geschehen?
Die Fraktionen der hessischen Volkskammer haben sich zusammengetan und einen wirksamen Protest veröffentlicht gegen die französischen Vergewaltigungen der deutschen Siechte und gegen das verräterische ^reiben einzelner deutscher Elenrente links des Meins. Auch im Gebiet des Freistaates Hessen muß es sich rühren, um die Gefahren, die unsere Rheinhessen bedrohen, rechtzeitig zu bekämp- skn. Mit allgemeinen Mahnungen zur Standhaftigkeit und Treue darf man unseren linksrheinischen Landsleuten nicht kommen; die
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»«llsländig einigen können, verhüll sich in deylgen mit der Hungersnot ausgezwungen
Lache abwartend, schüttelt aber doch diejenigen wird." seiner Mitglieder, die sich dem Tr. Dorten aktiv angeschlossen haben, öffentlich ab. Es gibt laut F. Z. einen Beschluß bekaimt, der im wesentlichen besagt:
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Hochverrat auch in de» Vftprovinzen?
Berlin, 4. Juni. (Wolff.) Wie wir erfahren, sollen in Westpreußen Bestrebungen im Gange sein, Ostpreußen und West- preußen bis zur Weichsel als eine selbständige Republik, vielleicht unter der Präsidentschaft des Bischofs von Ermlaud erstehen zu lassen. Die Staatsregierung wird, wie man wohl annehmen kann, diesen hochverräterischen Plänen genau so energisch entgegentreten, wie denen im Rheinland.
lunucn, „roenn man aua) rnsoesvnoere in irtttthtlttttfl Städten Mainz und Worms den lUWUHHHH Nunsch hat, die Gebiete des Rhein- d.z»., mlch«iüL4«- flaiied und der nördlichen Pfalz, zu g drs Aechvcre bto beide Städte starke wirtschaftliche Be- ung. rickungcm haben, auch politisch mit
. VeschluMng ö, Rheinhessen verbunden zu sehen." Itrgmim®* Dksr FsststeNllng berührt sich mit dem Gedankengang einer Zuschrift, die wir in der etlichen „Darmstädter Zeitung" finden, wo- Nch „dem Vernehmen nach" demnächst ein ufruf für einen hessisch^fränkischen Glied- taat veröffentlicht würde, an den sich auch Lie Pfalz anschließen könnte. Das ist eine ^Weiterung des Gedankens „Groß-Hessen", er, ja ebenfalls festere Brücken zum links- hcimschen Gebiete schlagen wollte. In eini- en Tagen, wenn wir die Antwort der En-
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Die Blockade.
Paris, 3. Juni. (Wolff.) Reuter. Es wird gemeldet, daß Schweden unD Dänemark sich rn ihrer Antwort auf die kürzliche Anfrage der Ententemächte geweigert haben, bei eine eventuellen Erneuerung der Blockade gegen Deutschland mitzuwirken.
Bolschewistische Zeichen in Amerika.
Amsterdam, 4. Juni. (Wolff.) Dere New Yorker Korrespondent der „Times^ berichtet über die B o m b e n a n s ch l ä g e in den BereinigtenStaaten, daß am 3. Juni morgens in neun verschiedenen Städten, Explosionen ftattfandcn. EL handelt fick) in
feiten, die in Mainz sich für die famose rheinische Republik erklärt haben sollen, sogar der Name eines höheren hessischen Negierungsbeamten genannt!
Der zukünftige hessische Freistaat.
Die Darmstadter Zeitung verössent- licht folgende Zuschrift:
Der Versuch der Ausrufung einer rheini- 1 ch e n N e p u b l i k zeigt, wie groß die Gefahr des Verlustes von Nheinhessen für uns ist. Es wäre an der Zeit,, daß man sich klar macht, waschen etwalM Wegfall dieser Provinz mit ihrer Steuer- krast für das ehemalige Großherzogtum bedeutet, uno daß man alles tut, um das linksrheinische Gebiet bei dem Freistaat Hessen zu erhalten. Ob dieser seine alte Form beibehalten oder antiegenbe Teile in sich aufnehmen kann, muß die Zukunft zeigen. Dem Vernehmen, nach werden namhafte Persönlichkeiten aus Hessen, Kurhessen, Hessen-Nassau und Unterfranken sich in Kürze mit einem Aufruf andre Oeffentlichfeit menben, der zum Zusammeu- fassen der Bestrebungen, die nördlich des.Mains unter denr Stichwort „Großhessen" und in unserer Gegend unter bem Stichwort „Rhemfranken" gehen, und damit zum Werben für einen hessisch- f r änkischen Gliedstaat aussordert, an den sich auch die Pfalz anschließen kümrte. Voraus- setzung dafür ist die Willenserklärung der Bevölkerung, und .Kern dieser Staatenbildung würde das ehemalige Großherzogtum sein.
Die hessische Volkskammer über die
Geschehnisse.
D a r m st a d t, 4. Juni. (Wolff.) Im Ständehaus fand heute eine interfraktionelle Sitzung in Anwesenheit der Regierung statt, bei der folgende Entschließung ge-l faßt wurde: „Die heute zu Ftaftionssitzungen in Darmstadt versammelten Mitglieder der hessischen Volkskammer erheben entschieden Einspruch dagegen, daß ihr Präsident und vier weitere Mitglieder der Volkskammer um ihr Bekenntnis für die deutsche Einheit von den französischen Besatzungsgewalthabern in Rheinhessen in Haft genommen worden sind und damit an der Ausübung der ihnen als Abgeordneten übertragenen Bolksrechte gehindert werden. Die versammelten Mitglieder der hessischen Volkskammer erwarten, daß die französischen Gewalthaber das Recht der Deutschen zur Treue gegen das deutsche Volk wiederherstellen und die Verhafteten sofort freigegeben werden. Die Versuche kleiner Kreist, Rheinhessen vom Mutterlande los- zulöstn, weisen die gewählten Vertreter des hessischen Volkes als Hochverrat zurück. Sie sehen in der Ausrufung der Rheinischen Republik nur dst Absicht, das linke Rheinufer französisch zu machen. Die versammelten Abgeordneten erinnern feierlich an die Erklärung der rheinhessischen Volkskammer-Mitglieder in der öffentlichen Kammer- sitzung am 23. Mai. Einzig diese Erklärung und die unzweideutige Haltung der rheinhessischen Bevölkerung am 2. Juni betrachten wir als den alleinigen wahren Ausdruck ses Volkswillens in Rheinhessen: Die Lande links und rechts des Rheins sind deutsch und müssen deutsch bleiben; die Ausrufung einer rheinhessischen Republik ist Verrat an Deutschland, ist Verrat an dem Selbstbestimmnngsrecht der Völker. Alle, die im Kampf für Rheinhessens Freiheit und deutsches Volkstum stehen, sprechen wir Anerkennung, Treue und tatkräftigste Unterstützung aus. Wir erwarten, daß Llle in biefem Kampf wider alles Völkerrecht ihrer persönlichen Freiheit beraubten Landsleute schleunigst freigelassen werden."
Reue Ausweisungen.
— Mainz, 4. Juni. Heute haben die ftan- zösischen Militärbehörden 4 0 protestantische Lehrer ausgewiesen. Ms Grund wird ihre Teilnahme an .dem Schulstreik während des De- monstratwnssrrciks am MaMas angegeben. Sehr ausfällig ist, daß Lehrer, die Zentrums Mitglieder sind, sich, aber auch am Schulstreck beteiligten, nicht von der Ausweisung betroffen sind. Unter den Verschickten befindet sich aud,' der Landtags- abgeordnete Reiber. — Der Präsident der sthen Kammer, Adelung-, ist bisher nicht nach ko unvllier baren Geistchten zufiolge von einem französischen Kriegsgericht zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Weitere Proteste.
--Aus dem Nassauer Lande, 4. Juni. Tie Landbevölkerung hält in Treue am Reiche fest, die Versuche der Hochverräter bei der Ausrufung der Republik an einzelnen Orten, die Bauern mitzureißen, blieben erfolglos. 9iur einige Französ- [tnge sympathisieren offen mit den Feinden. Die 2000 Arbeiter der Nieder Eisenbahn Werkstätten protestierten heute in flammender Kundgebung gegen die beabsichtigte Lostrenming der Rheinlande von Teutsckchrnd und traten in einen 24stündigen Sympatlsiestreik. — In Hvfheim a. T. stellte die Bevölferimg die Arbeit ein und demonstrierte vor dem Pfarrhaus gegen den katholischen Dekan B u e s, der mit den Franzosen enge Beziehungen pflegt. — Dst 4000 Mann stnvke Arbeiterschaft der Ehemisck)Qi Fabrik GrstsheiM- Elektron demonstrierte gegen die Putschversuche in machtvoller Kundgebung und nahmen die Arbeit erst wieder auf, als die Franzoson mit Entziehung der Lebensmittel drohten.
Die Zentrumspartei.
Die Zentrumsparter in Mainz und die in Wiesbaden nehmen zu dem Torten schon Putsch eine auffallend verschiedene Haltung ein. TaS Mainzer Zantrum .hat sich offcachar noch nicht
Vie Lriedemverhanvimgen.
Amsterdam, 4. Juni. (Wolff.) „Daily Herold" veröffentlicht den Auszug eines Brst- fes, den hervorragende politische Persönlichleiten an Wilson und Lloyd George sandten. Sie fordern darin alle alliierten Staatsmänner rn Paris dringend auf, die deutsche Bitte um Abänderung des Vertrages unparteiisch und sympathisch zu erwägen und dieser Bitte, wenn irgend möglich, entgegenzukommeu. Der Brief fährt fort: „Wir sind der Ansicht, daß ein Frieden, oer willig von der deutschen Regierung als der Vertretung des deutschen Volkes unterzeichnet wird, von unenblid) größerem Werte rstz als ein Frieden, der ihnen durch Drohnn-
Provinz Rheinhessen stammt, Forderungen, die auch in Hessen wohl beachtet werden sollten. Er meint u. a., in Rheinhessen hätten die Loslösungsbestrebungen auch in den letz- ieii Monaten keine stärkere Verbreitung Le- iiinden, „wenn man auch insbesondere in
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? bic ftindlichm Besatzimgsbehörden ein Hürfes Zufassen deutscher Behörden nicht übet» werden, darf vor den notwendigen '^ Maßnahmen nicht zurückschrecken lassen;
A n o r d n u n g allein wird and) nicht bleiben, ganz abgesehen davon, daß
„Wenn der eine oder andere Anhänger der Zcntrumspartei an der Aktion beteiligt ist, i.) wird das vom Vorstand der Zentrümspo.rtkt entschieden mißbilligt. Diese Herren, die feine führende Stellung in der Parte^/Hoben, handeln auf eigene Verantwortung: sie sind keineswegs zu ihrem Vorgel?en legitimiert. Die entscheidenden) Instanzen werden sich mit der Angelegenheit befassen."
Im Gegensatz hierzu hat die Leitung der WiesbadenerZentrumspartei nach an- failglichem Schwanken jetzt offen für die Rheinische Republik Stellung genommen. Sie . erklärt folgendes:
„Die Zentrumspartei steht der A u s r n f u n g der Rheimsch-n Republik fern und ist durch dieselbe überrascht worden. Die übergroße Mehrzahl der Zentrumswähstr wird grundsätzlich die Gründung einer Rheinischen oder Westdeutschen Republik begrüßen, sie hat aber als gesetzmäßigen Weg die Volksabstimmung der öetresfendcm Gebiete gefordert.
Die Zentrumswähler im besetzten Gebiet, die nicht bloß die Frage der KrstgLeutschädi.Tung an- geht, sondern die vor allem durch die territorialen Regulierungen und 15jährige Besetzimg betroffen sind ftutb die in Gefahr sind, ihr Vaterland zu verlieren oder bemjetben entfremdet zu werden, müssen in Sachen der Rheinischen Republik für sich das Recht in Anspruch nehmen, von der Lünsafsung des Zentrums im unbesetztenGebietavzu- weichen, daß die Frage der Gründung einer Rheinischen Republik bis nach Friedensschluß zu verschstben sei.
Mit aller Entschiedenheit legt die Zentrumspartei, für die nur eine Rheinische Republik als Bundesstaat innerhalb des Deutschen Reiches in Frage kommt, Verwahrung gegen den Vorwurf des Landesverrates ein und läßt sich eine solche Beschimpfung am wenigsten von den Parteien gefallen, die durch ihre Haltung in belferen Tagen "Deutschlands das Rheinland in die mißliche Zwangslage versetzt haben. Wemt dst Gründung einer Rheinischen Republik umstrittene Gebiete rettet und bezüglich der Verwaltung im besetzten Gebiet größere Selbständigkeit erwirkt, wie von zuständiger (Seite versichert wird, so ist die Gründung eine vaterländische Tat."
Dr. Dorten.
Berlin, 4. Jnni. (Wolff.) Dienstag nachmittag fand N.n Abgeordnetenhausr abermals eine Aussprache der Abgeordneten der besetzten Gebiete statt über die durch die letzten Vorgänge geschaffene Lage. Don den dabei «gemachten Mitteiluitgen, waren Dicjenigct von besonderem Interesse, die sich mit der Person ves Dr. Dorten beschäftigten. Aus ihnen ging hervor, daß Dr. Dorten sich schon im Februar um die Verfolgung der Bestrebungen bemühte, die jetzt mit der Ausrusitttg der rhesicischen Republik zutage getreten sind. Bezeichnend ist, daß er sich damals in Mainz als Vertreter des Kölner Oberbürgermeisters Adenauer vorstellte, um sich einzufüh- ren. Auf feine Anfrage in Köln, teilte Oberbürger- fmeifter 2ldenauer mit, daß er Dr. Dorten überhaupt nicht kenne. Dasselbe Spiel trieb Dr. Torten in Wiesbaden dem dortigen Oberbürgermeister Gegenüber. Er wurde aber ebenfalls durchschaut, und damals, im Februar schon, wurde ftstgestellt, daß Dr. Dorten sich im Besitze eines von dec besetzenden Macht ausgestellten Passes befand, der ihm freie Ein-- und Ausreise ins besetzte Gebiet, sowie jede Bewegungsmöglichkeit innerhalb desselben zusicherte: ein solcher Paß konnte nur Agenten ausgestellt werden. Damit dürfte die Persönlichkeit Dr. Dortens genügend gefennzeichnet sein.
Berlin, 4. Juni. (Wolff.) Der des Hvch^- verrates an geklagte Staatsanwalt Dorten konnte bisher noch nicht aufgefunden werden.
gunßen niedergelegt, man müsse daher den Deutschen gegenüber ehrlich sein gegebenes Wort halten. Kein Frieden tönne dauernd sein, wenn er sich nicht auf den guten Willen gründe. Wenn die Leidenschaften des Krieges im Frieden weiter dau^ erten, so lernte die Welt durch den Krieg nichts. Große Gebiete Zentraleuropas befinden 7ich in den furchtbaren Klauen der Hungersnot, welche mitleidslos die Hilflosen und Unschuldigen bedrücke und die Zukunft ganzer Nationen zu verkrüppeln drohe. Können toy, fährt die Entschließung jori, eine Politik mit diesen fürchterlichen Folgen fortsetzen? Wenn Deutschland zögert, die Friedensbedingungen zu unterzeichnen, würden- wir ihm dann die Bedingungen dadurch aufzwingen, daß wir das deutsche Volk verhungern lassen?
Deutsch-Oesierreich und die Friede«»- bedingungen.
Wien, 4. Juni. (Wolff.) Unter dem Eindruck der harten Friedensbebrngemgen der Entente trat der Hauptausschu ß- unter dem Vorsitz des Präsidenten zu einer Beratung zusammen Slaatssekrelär Bauer erstattete einen eingehenden Bericht, aus dem sich ergibt, daß bei einem Festhalten der Enteme an den gestellten Bedingungen eine Lebensmöglichkeit für die deutsch-österreichische Republik nicht gegeben erscheint. Ter Bericht Bauers fand bei den Vertretern aller Partei« einmütige Zustimmung. Es wurde davon Kenntnis genommen, daß sich Präsident Seitz, Vizepräsident Fink und Staatssekretär Bauer heut« abend nach Feldkirch begeben, um Mit dem Staats« kanzler Renner, der dort in den nächsten Stunden ein tri fff, in unmittelbare Fühlung zu treten. Tie drei Beamten werden am Freitag nach Wie» zurückkehren, um dann fojbrt dem zusammentretew- den Hauvtausschuß z>u berichten. Wie die Blätter melden, war der Eindruck, den die Friedensbe^ dingungen auf die in Wien anwesenden Abgeordneten malten, niedecfchmetternd. In parlamentarischen Kreisen wird erklärt, daß die Friedens-- bebingangen die schlimmsten Befürchtungen über-> treffen. Sie werden in der gegenwärtigen Fassung als unannehmbar und der Friede als ein Henkers- friede bezeichnet. Man glaubt, daß die deutsch- österreichische Delegation dasselbe Verfahren au- toenben werde wie die deutsche, und daß in der deutsch-österreichischen Antwortnote in Form von Gegenvorschlägen und Gegenäußerungen den En- tentemächten das Ursannehmbare dieser Friedens- bebhtgungen bewiesen wird.
tiuuuyme von Lnze»-e» s. die Tagesnammer bi»4 zum Rachmiuag vorder ohnejedeVerbiiidlichkevI preis für l mm höhe füt Anzeigen v.34mm streiv örtlich 15 Pf., auswärtt 18 Pf., für Reklame^ anzeigen von 70 mm Brette 48 Pf. Bei Platz- oor!chrif>20''/,Achfchlag. Hauptjchrutleiter: Aug Goetz. Berantwortllch für Politik: Aug. Goetz für den übrigenTell: Dr. Reinhols Zenz; für den Anzeigenieü: H. Beck; fämtlrch in Gießen
inte auf den deutschen Friedensvorschlag oben, werden wir deutlicher erkennen, ob ir Großhessen oder einen hessisch-fränkischen liedstaat die Stunde schlägt. Französische nieressen sollen uns in solche Pläne jeden- llls nicht hineinspielen.
I Finanzminister Becker legt aber mit WM dar, daß sozialistische Experimente, wie ?in siewissen Anträgen zu einem hessischen jflßlUll*1’* ■ mdgesetz hervorgetreten sind, nicht danach , io größter Auswi™ ■ «Wan sind, die rheinhessische Landwirt- haft mit Begeisterung für unseren Freistaat erfüllen. Dr. Becker schreibt weiter:
Beamten sich in vielen Fällen mit voller ’ 1 I9 durchsetzen lassen. Mmi sollte denn
, r. $ äber auch nochmals prüfen, ob nicht auch das ganze Unternehmen vor lan- Ä rt- alb?®r5bcLcjt.€t haben, nvch für ihre und fortte Arbeit zur Verantwor- 000 ?/n werden könnten; dem bescheidenen
?T5 un? Erhand wird es gewiß nicht einleuchten,
.'^uurdre letzten Handlanger ftlßt, diejenigen ” 1 W" • F 3. B., bte unmittelbar nut dem Oberbeßekls-
Putschversuche haben erfreulicherweise gezeigt, daß in ihnen dieser Geist des Fefthaltcns an deutscher Art und der Abweisung -velscher Einmischungen lebendig ist. Ungeheuer vtel kommt es dabei aber auf ein 7 qm sicheres und mannhaftes Auftreten der 250L- deutschen Behörden und Beamten an. Dazu 2901.1» mlß auch unsere Darmstädter Regierung scharf auf dem Posten sein, um die erforderliche Fühlung, zu unterhalten und Organe, die das nötige Rückgrat nicht haben, sofort abzuberufen.
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n LÜea rreauxr»' mdlung der Bevölkerung peinlich vermeiden und _ . < ' Wünschen und Bedürfnissen in ganz anderer Spexiar , k|e nachgeyen muß als seither, ist selbstverftänd- .geschickte Auswahl der Beamten, gleicht auch die Scha ffung besonderer 'm a t s k o m m i s s a r t a t e für die besetzten Ge- «e, m deren Haird alle Faden zusammenlaufen MM, würden diese Aufgaben erleichtern; vor Kn aber muß von der Regierung verlangt wer- sie fest zugreift inti> die Landesverräter ^ni-leoEM feß behandelt, was sie in Wirllichkeit
<Haftbefehle _ gegen alle diejenisen, ,die
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