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= Groß-Gerau, 1. Juli, dem Friedensschluß wird die Stadt
satzung von mindestens 1000 Mann behüte
eines 40 Mor<
Da der Schwiegervater und AmtsvorgängerIgrüßte erhält des retzlgen LolizeidicnerS bei Ausbruch des150 Frank Geldstrafe,
Auch ncri eine B t *
Trotz der Unzuträglichketten, die auf städtischen Frühobstmärkten in den letzten Tagen Ijervor« getreten sind, hat, wie wir zuverlässig hören, die Reichsstelle im Einvernehmen mit dem Reichs- ernährungsminifterium bis jetzt ihren Standpunkt nicht geändert: int Vertrauen darauf, daß es Selbstzucht des Handels gelingen wird, die Preisentwicklung schleunigst in gesunde Bahnen zu lenken.
Lebensmittel.
**DieAuslandskartoffeln. Vorn Lebensmittelamt wird, um umlaufenden Gerüchten entgegenzutreten, uns mitgeteilt, daß die vereinigten Getreidehändler bei der Beschaffung von holländischen Kartoffeln für ihre im Interesse der Volksernähcung entfaltete Tätigkeit keinerlei Vergütung beansprucht und erhalten haben. Die erwähnte Vergütung von 2 Mark für den Zentner erhielten die mit dem Verkauf beauftragten Kleinhändler.
**Marken-Ausgabe. Am Samstag, ). d. M., gelangen in den Brotmarkenbezirkcn Fleisch- unb Brotmarken nachstehend zur Ausgabe: A—K vormittags von 8—12 Uhr, L—L nachmittags von 2—6 Uhr.
mr. Höchst a. M., 2. Juli. Tas befand Schulbuch: „Erzählungen aus der deut' scheu Geschichte" ist von dem Marschall Uil Höchstfommandiercnden der alliierten Armeen W boten worden. Bis zum 7. Jnlr früh fänitli* Exemplare dieses Buches abzuliesern. Bei nM® es nach diesem Zeitpunkt noch angetroffen wird der wird zur Aburteuung einem fränkischen Ge- richte überwiesen.
mr. Höchst«. M., 2. Juli. Ter GfenernlR«
für die der Bau einer Kaserne und die Aick'.jlMijl^ bevvli^, eines 40 Morgen großen Exerzierplatzes v'v Mr gesehen ist. — Im naljen Crumstadt jex+rümmsv■r;,J
ten französische Soldaten tcrrgeachtet des bcft'3’ > »W tat bk C sten Widerspruchs der Ottsbewvl>ner das Llttegeo biefer1 ' denkmaU . 1 5? ft qa
eit 1914 _______ _____
Seum IV., Wilhelm Haas, Friedrich Götz und Gustav Bach U.; seit 1917: Hermann Böck.
als 4 Söhne. Vermißt sind Ber: Rudolf Rack, Karl
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unterm Arm. Da sagt die eine Schöne zu der andern: „Du, Josefine, guck enrol, der Frar- ™ «u zos hat X-Been!" Sofort dreht sich der Soldat ~ öer Ak
Fo vertragliche & "dveiidigkat, hiergr 'M „och Magert peroing^ m l>kDg a Wurden. In h, K Seminare hat eine Vorlage z
geerntet wurden. Bis dann der obere Grund geöffnet wurde, trat bann sehr häufig Regenwetter ein, und die Wiesenbesitzer mußten sich ort tagelang plagen, um ihr Heu in Sicherheit zu bringen. Jetzt haben alle Wiesen zusührende Wege, und die Heuernte wickelt sich in diesem Jahre daher, begün* ßigt noch durch das trockene Wetter, in etwa 10 Tagen »wilkommen ab. Als vergangene Woche der Regen einsetzte, waren auch die letzten Wiesen in der Hauptsache abgeerntet Man konnte sich in den letzten Tagen wieder an dem interessanten und eigenartigen Bild erfreuen, das Lich alljährlich zur Zeit der Heuernte bietet: Wagen hinter Wagen fuhren, schwer mit Heu beladen, vom frühen Morgen bis zum späten Abend tn ununterbrochener Kette durch die Stadt, dabei die alten mrd sonst so stillen Straßen belebend. Ein Bild, das von neuem wieder beredtes Zeugnis aWegtc von der Fruchtbarkeit und dem Rttchsiim des oberen Wettertals, das auch noch eine Reihe der umliegenbert Orte, wie Langsdorf, Birklar, Dorf-Güll unb Eberstadt, teilweise mit Winterfutter versorgen muß. Mancher Bauer der Umgebung, der seit altersher auf ben\ Lickier Wiesgrunde ein bekannter Gast war, konnte in diesem Jahre jedoch nicht teil- haben cm dem Ertrag der Heuernte. Denn etwa 80 Morgen Wiesengelände des Fürsten und des Martenstifts, die sonst immer zur öffentlichen Versteigerung kamen, waren dieses Jahr von der Stadt gepachtet und in kleineren Parzttlen nur an hiesige» EinNwhner vergeben worden. Im allgemeinen war die diesjährige Heuernte nur eine Mittelernte mit durchschnittlich 10 bis 15 Zeichner Ertrag auf dem großen Morgen. In guten Lagen gab es jedoch auch Wiesen, die 20 Zentner abgeworfen haben. Der Qualität nach ist das geerntete Futter durchweg vorzüglich Neues Heu ist bereits für 30 bis 40 Mark pro Zentner verlauft worden.
Kreis Alsfeld.
** A l s f e l d, 1.‘ Juli. Der Unterricht cm der Gewerbeschule nahm am 2. November 1918 mit 20 Schülern seinen Anfang; die Handwerke>- zeichenschule zählte 38 Schüler, die in 2 Klassen unterrichtet wurden. Die infolge der Demobilmachung zurückgekehrten beiden Fachlehrer nahmen anfangs Januar ihre Lehrtätigkeit wieder auf. Im Berichtsjahr wurde wiederum ein Nähkursus ür Frauen uno Mädchen abgehalten, der im Sommer von 17 und im Wmter von 15 Teilnehmerinnen besucht war. Einem weiterhin ausgetretenen Bedürfnis wurde entsprochen durch Ver- anftaihmg eines Buchführungskurses mit Berück- ichttgung des Umsatzsteuergesetzes: die Teilnehmerzahl belief sich aus 22 Schüler und Schülerinnen.
Kreis Lauterbach.
# Schlitz, 4. Juli. Auf der Generalver- ammlimg der A kticngesell schäft Leih- unb Sparkasse für den Amtsgerichisbrzirk Schlitz wurde Fabrikant Fr. Zöller für die Zeit eines Jahres zum Driektor gewählt. Der landwirtschaftlichen Wrnterschule zu Lauterbach wurde ein einmaliger Beitrag von 300 Mk. bewilligt. Für den von einem Brandunglück schwer betroffenen Konrad Neinwald in Sandlofs wurden zum Aufbau einer neuen Hofreite 800 Mk. bewilligt.
Lanvkvets Gießen.
-m.. Hungen, 4. Juli. Infolge des teilweise noch bestehenden Streiks der Eisen balcher traf der um V27 Uhr planmäßig erwartete Zug von Gießen nad) Gelnhausen heule früh nicht ein, weshalb viele Reisende den Weg n-ad> der Bahn mnsonst gemackst hatten. Nach Gießen gina ein Zug um V»7 Uhr ab, jedoch konnte man nicht erfahren, ob Züge zurüwgehen, wie überhaupt keine sichere Auskunft zu erlangen ist. Auch gestern abend gingen die Züge in der Richtung Gießens Gelnhausen nicht wie sonst alle zurück und heute sollen bie Fahrten noch fraglülser fein.
GLich, 2. Juli. Bei der diesiährigen Heuernte in unseren ausgedehnten Gründen im WettertÄ machte sich zum erstenmal die segensreiche Wirkung der Fel d bereinigu n g geltend. Früher mußte der sich in einer Länge von 2 Stunden von Kolnhrusen bis Ober-Bessingen er* streckende weit unb breit bekannte Sidjcr ,,Wies- örund" immer in drei Abteilungen nacheinander „aufgefan" werden, da es den meisten Wiesen an zuführenden Wegen fehlte. Leute, die ihren Wiesenbesitz ausschließlich auf dem oberen Grund hüten, mußten dann müßig zusehen, wie bei fdfönem Wetter der untere und mittlere Grund ab-
unterstützung .hätten. Bei solch „glänzenden Aussichten" märe allerdings die „fürchterliche Jagd" des Wormser nach den obersten Stellen burdxuiä erklärlich. Für Hessen wäre das aber eine höchst bedenkliche Situation, beim dann mürben die „obersten Stellen" nur noch von reichen Leuten oder von leichtferttgen Mensclxn angenommen werden können und angenommen wecken. Tiefe Er- Uvgungen sind es bereu auch, die die hessische Regierung zu ihrer Vorlage veranlaßten unb zwar erst nachdem wegen des Mangels jeber Sicherheit mr die Zukunft der Persomm eine Gefahr der Sprengung der Regierung in die S-rfdjcinung trat. Dabei ist noch festzuhalien, daß saft alle Gliedstaaten, auch die kleinen, wie Sachsen-Weimar, in biefer Richtung bereits beschlossen haben. Uebrigens wtrd nach der Vorlage „der lebenslanglick-e Genuß ber.50 Prozent des Minisüngehalts^^ nur so lange aus gezahlt, als bet Glückliche nicht infolge anbei* weiter Anstellung ober Verwendung im Staats- bienft ober sonstiger Tätigkeit ein ständiges Ein- fiommere bezieht, das eiusclstieglich des Ruhegelfalts d<^ Tiensteinkommen übersteigt, das er als Mitglied des Gesamtministeriums bezog.
Und nun seien noch einige Bemerkungen über bxe Gehalte der hessischen Minister gemacht. Der Beamte der Wormser Zeitung rechnet recht flott neben den 15000 Mk. Jahreseinkommen noch die Nebeneinnahmen als Abgeordneter der Volkskam- imer unb als Mitglied ber Nationalversammlung mindestens nochmals 18 000 Mk. heraus unb meint 'weisheitsvollt: „Der Minister posten ist also ein Mter Posten auch ohne Ruhegehalt!" Ja, wenn ferne Unterstellung jutreffenb wäre, so würde das stimmen, allein sie ist eben nicht zutreffend. Un- sere l/esi,schen Minister haben als Abgeordnete der Volkskammer keinen Pfennig Nebeneinnahme, und vre drei Minister, die Mitglieder der Nationalversammlung sind, brauchen, wenn sie in Weimar oder Bersin fein müssen, mehr als die Aufwandsgelber drnbrmgen und wenn sie nickt dort sein müssen! oder können, fo wird ihnen für jede Stzung, in der ftt fehlen, ein Abzug von 30 Mk. gemacht."
Wtr sind der Meinung, es fei trotzdem ungerechtfertigt, einem Minister, der vielleicht nur einige Wochen im Amte ist, Ruhegehalt zu gewähren. Von „Neid" kann da keine Rebe fern. Man könnte vielleicht bestimmen, baß Minister, die eine bestimmte Zahl von Jahren am Amte sind, gesetzlich festgelegte Ruhegehälter beziehen. Wenn man bagegen einroenbet, daß auch bei solcher Regelung Streberei unb Kleberer sich bemerkbar machen.würden, so sind die daraus erwachsenden Gefahren doch -weit geringer. Denn eine größere Spanne der Amtstätigkeit schafft doch allerlei Gelegen- yerten zu prüfen und zu urteilen; einen uiv- seergneten und unbefähigten Minister wird sich das Volk nicht lange gefallen lassen. Die- lenigen, die bei aller persönlichen Eignung durch den Gang und Weckisel der Politik schon nach kurzer Frist zum Ausscheiden genötigt sind, müssen dieses „Risiko" in Kauf nehmen und sich anders zu Helsen wissen.
Kreis Schotten.
e Schotten, 1. Juli. Das altbekannte Hotel mr „Post" imrrbe heute von dem neuen Besitzer, Metzgermeister Friedrich Schlörb, wieder eröffnet. — Am 20. Juli feiert der hiesige Turn- unb Gesangverein fein 60jahriges Stiftungsfest.
O O ber lais, 30. Juni. Aus unserer Gemeinde starben folgende 24 Krieger den Soldaten- tod: Richard Böck, Karl König, Karl Schädel, Gustav Nies, Rudolf Böck, Rudolf Nies, Adolf Kirchhof, Karl Kirchhof, Friedrich Fritz, Gustav Schneider, Otto Bach, Adolf Rack, Wilhelm Hirtz, Lehrer Heinrich Görg, Albert Bach, Otto Hahmel, Gustav Seum II., Karl Senin II., Hermann Eich, Friedrich Häbmel, Ludwig Noll, Adolf Nies, Gust Böck IV. und Heinrich Nies. Das größte Opfer mußten bte Emst Nies Eheleute bringen. Sie verloren nicht •—— *’ 1 - *
Art- Stadt nnd Land.
Gießen, ben 4. Juli 1919.
Die alte Klinik.
Wie mr erfahren, ist die Stadt Gießen vor kurzem mit ihrer Klage gegen ben Reichsmili- tärflskus auf Räumung der Asien Klinik vom hiesigen Landgericht abgewiesen worden.
Die Stadt hatte das Gebäude zu Kriegsbeginn dem Reichsmilitärfiskus bis 6 Monate nach Friedensschluß als Lazarett zur Verfügung gestellt. Sie beantragte Räumung, .weil das Gebäude durch die Benutzung als Lazarett schwer gelitten hat und die Stadt der Räume bedarf, um sie teils als Verwaltungs- räume der Bürgermeisterei, teils als Kleinwohnungen einzurichten.
Das Gericht stand bei Abweisung der Klage ohne weitere Beweiserhebung auf dem Standpunkt, daß die Inanspruchnahme der Klinik pach dem Kriegsleistungsgesetz beute noch möglich ist, da der in § 32 des Gesetzes bestimmte Zeitpunkt noch nicht bekannt- gegeben sei. Weiterhin ist das Gericht der Ansicht, daß das Kriegsende noch nicht ein- ve treten fei und daß die Umstände, bte nach zöejöuptung der Klage sich als vertrags- widriger Gebrauch des Leihgegenstandes dar- lan-n,oCb-ie c?^öeitiye Herausgabe gemäß $ Ä.o Ziffer 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches «nicht rechtferttgen.
Die Stadt Gießen wird jedenfalls gegen das Urteil Berufung einlegen. ' 0 9
Höchstpreise für Gemüse, keine Höchstpreise für Frühobst.
Berliner Hamburger und andere großstädtische Blatter berichten feit einiger Zett über Höchstpreise die örtlich ober bezirksweise von den amtlichen Stellen für einzelne Gemüsearten festgesetzt sind Nicht selten werden diese Höchstprcisiestietzungen so auSgelegt, als habe sich die Reichssleile für Gemüse und Obst naclsträalich zu einer Aendernng ihres noch im Frühjahre ben Höchstpreisfestsetzungen argen über ablehnenden Standpunktes veranlaßt ge- jehen. Bisweilen Wick sogar angebeutet, die Höchst«
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iMielcu. _ I KikhcM ho: I Sie ordentliche A ■Aflft sand Monta Er, im Meu ba Erorsihende des tineroulb, begrü von den großer Wien ba dm Aus V ßellverttetende EsorDr.Be °g Et. siaaur spra-t Ejinalrat Professor IllmveMaus Ihochschlllgeselhchaft E<u5 bet Umöafü
Oie Gießener Hochs Ivib den Krieg gelangenden Envmai EAl der Mitglis W keil des Lermögc El Son ihnen ist M kommerzienrats Ehcken, die für m Mchast bestimmt i Keg für diese Profe Enn 1.Oktober sei | Ar Gesellschaft iji A,IIichungen her Rmchsi berichten tvc b? M Vorträgen, i | erfreuen hatte.
I Die hochschulgesell MdieLandesunivers Mütteln erheblich - M Weslossen den Si Mili-Hen und Vhiloso! M^ächen, landwirtsch K-^aftiichen Jnfti laiM. Um bem gi [*SH abjuhelstn, ha I^Mng der Semi n. Seit der ß im Jahre 18i war, ho
| W)ei [ wMxtjre Mi F wt bckm ttae S r*®x P unb WlosoMche Tahiti kre, bte bis jetzt j FW waren. EZ F Universität start
Gebiet Deutschlands nreedcr gestattet wurde, ffr das besetzte Gebiet nicht zugelassen roerben kann. Dier bleibt es bei ber Rationierung.
mr. Mainz, 2. Juli. Im Zvllhafen sind die ersten belgischen Schiffe seit Stticß8*: beginn cingelaufen, die neben Wein große Meng^> Mehl brachten.
mr. Sindlingen, 2. Juli. In Smd'i fingen war am vergangenen Damstug das Pfuul Fleisch ohne Marken für eine Mark w kaufen. Sinolingen ist ein Hauptetappenort beii franLöfischen Besatzung und die Vorräte müsse.', bei der warmen Witterung möglichst schnell a»< gesetzt werden, daher der ungeheuer billige Pre S
mr. $8 ie5 haben , 3. Jul». Ein Fcuerwebr- mann, der einen französischen Offizier tt ich
' "t für bas Staatsoerbrcch«
<ri&eüte bewährte Parteigesimrung, eine ganz grutie sverbunkelung ber Tatsachen ist, bereit jeber ber <n die höheren Stellen berufenen Leute brachte nne für unser Land höchst wettvolle Fülle von Dcnntreissen unb Fähigkeiten mit, bie jedem Volksgenossen unb auch dem Wormser Zeilenhelben zugute kommen, ja schon zugute gekommen sinb. Oder glaubt ber Schreiber ber Wormserin „un- rähige Leute" hätten unser Staatsschisf so geleitet, wie es bisher währenb ber gefährlichsten Seit, der Revolution, geleitet wurde! ? Wer im Freistaat Hessen zu ben „obersten Stellen" hinauf- kommt, muß zu jenen gehören, bie ben Stellen entsprechend befähigt sind. Taß derartige Leute keine Neigung haben, ihre bisher innegehabten sicheren Stellungen aufzugeben, um der zweifelhaften Zukunft eines pensionslosen Ministers ober Landesamts-Präsibenten teilhaftig zu toerben, liegt äuf ber Hand, und dürste eigentlich auch der Wormser anonyme „Beamte" begreifen, ja er mußte das sogar ganz besonders verstehen. Für den Freistaat Hessen besteht aber gerade dann die Gefahr, daß er denen, die einen Ministerstuhl einnehmen, aumut-et, bas zu tun, ohne die geringste Sick>erhcit für ihre Zukunft zu gewähren, jo daß diese „Glücklichen", wenn sie den Ministerstuhl aufgeben würden und fein Vermögen hätten, die Anwartschaft aut — nun auf das Armenhaus ober die Armen-
Krieges 1870 seine Stelle an trat, befindet ft/ sich nunmehr nahezu 50Jahre im Besitz cec- selben Familie.
A Aus der SBe11erau, 1. Juli. Jnfol^ «roßen Trockenheit tritt das Ungezieser mai« Ijenbaft auf. Außer dem Gemüse ivvrben jetzt bii Obstbäume befallen. Insbesondere tritt bie Blee, kaus in verheerender Weife auf. Auch bie Ll:^ laus, bie in diesen Wochen ihre Paarungszeit hu. Gnufo jetzt unbedingt vernichtet werden, da cq Schübling jetzt am besten kenntlich unb infolge dz trodenen Wetters vermehrungsfähig ist. Unbebhiy ettorderlich ist jetzt für bie Obstbäume eine stach Wasserzufuhr, am besten in Form von flüssig« kDungstoffen. Ein burchgreisender Regen läßt leite immer noch auf sich warten.
-m. Aus ber Wetterau, 3. Juli. Ueba der ganzen Wetterau ging gestern abend und ioah. rend ber Nacht ein erquickender und auch xiemlidj durchgreifender Regen nieder. Damit sind ch Aussichten, für die Futtergewächse bedeutend bessq geworden und es ist nun auch aut eine gute Kn- toffel- und Fruchternte zu hoffen.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Aus Rheinhessen, 30. Juni. Du Reben sind in ihrer Entwicklung bis jetzt gw vorangekommtzn unb auch bie Arbeiten in de, Weinbergen wurden flott gefördert. Die Blüte Hai allenthalben schnell und gut eingesetzt und bürrtt auch einen glatten Verlauf nehmen. Gegen das 2p drum wurde das Sck,wefeln allenthalben durchs führt, ebenso das Spritzen Legen die Peronospoiü. In geschäftlicher Hinsicht ist es etwas ruhiger go worden, Pie Preise aber sind hoch geblieben. Tai Stück 1918er kostete 7000—9000 Mk. unb mehr.
Hessen-Nassau.
Frankfurt a. M., 2. Juli. (W. B.) Dir auch uns übermittelte Nachricht, baß die ftanzösi- scheu Truppen bei dem Rückmarsch am Tage ba FriedensunterZeichnung zwischen Frankfurt a. M. und Mainz in einem wahren „Verni ch tnngs. taumet" wie bie Vandalen gehaust hätten, öer« anlaßte bas Zivilkommissariat für den preußische, Teil des Abschnittes LV b:r neutralen Zone einer Besichtigung des Aufmarschgeländes svM zur Vernehmung zahlreicher Augenzeugen des Bor- und Rückmarsches und der Behörden ber in Fragil kommenden Otte. Tie gewissenhafte unb ijettour Besichligung ergab, daß, von wenigen unbermeib1 sichere Beglciierschernungen rein militärischer Natm abgesehen, an ben aufgestttltLN Behauptungen keiM wahres Wort ist.
= Frankfurt a. M., 2. Juli. Bei schs lebhaften Verkehr wurde heute ein Markt f üq Ar beits-und Luxuspferdeveranstalttt,te: von 800 Pferden beschickt war. Zum erfterniinn waren auch amerikanische Pferde zumSSepj kauf ausgeboten. Das gesamte Material war guj gepflegt unb stammte aus festem Besitz, so daß dir! Zeit des wilden An- unb Verkaufs vorüber zu sei» scheint. Für beste Arbettspferbe zahlte man bis m 7000 Mk. Der Markt wurde geräumt.
[] Marburg, 2. Juli. Heute wurde hm j unter großer Beteiligung der oberhessischen Landjugend der althistorische Marbucgek Kirschenmarkt abgehalten. Während bei! den beiden letzten Kirschenmärkten in den letz-1 ten Kriegsjahren die begehrten Früchte völlig fehlten, gab es heute Kirschen, das Pfund zu 2,50 Mk. Mehr zu nehmen, was anfangs absichtigt war, hatte die Marktpolizei ber. boten. Auch sonst gab es mancherlei Sachen^ die man lange in den Verkaufsständen utr^ mißte.
f] Laasphe, 2. Juli. Der in dem Döch | chen Lützel bei Hilchenbach verhaftete Wildem Ernst Rön hat eingestanden, der Mördekj der Lehrerin Frl. v. Gottberg aus Stift Keppel zu sein.
Aus dem besetzten Rheingebiet.
v. Aus dem besetzten Gebiet, 30.Juni. Aus Neustadt wird folgcndrt Vorfall erzählt: In der Hauptstraße stolziere« zwei junge Mädchen. Vor ihnen her geht ein französischer Soldat mit einem Laib Brv!
Kreis FriedÄerg.
t 0,?V5kberg, 2. Juli. Tie Firma Trapp unb Münch hat wie ui den Vorjahren den Hin- terbliebeneu ber im Kriege Gesa!lenere 1000 Matt unb ben Kriegsbeschädigten 500 Mk. gestiftet.
** Friebberg, 2. Juli, Der Unterriebt an der Gewerbeschule, der am 4 November 1918 begonnen hatte, mußte mit Rücksicht auf bie auswärtigen Schüler wegen ber burch ben Rücktransport der Truppen verursachten unzulänglichen Balmverbmbungen vom 20. November 1918 bU 6. Februar 1919 wieder geschlossen werden. Der Wiedereinttttt ber aus dem Felde zurückgekehtten beiden Gewerbelehrer machte eine Nsiaufftellung des Stundenplanes erforderlich, wobei zugleich Rücksicht auf die Gasersparnis unb bie rwch immer unpünktlich verkehrenden Bahnzüge genommen wer- den. mußte. Wegen ber einige Wochen bauernden Unterbrechung des Unterrichts wurde das Winterhalbjahr bis zum 15. April 1919 verlängert. Durch die erfolgte Neuaufnahme von Schülern, die ihren Schulbesuch wegen Einberufung zum Heeresdienst unterbrechen mußten, ist bie Besuchsziffer bei ber Tagesschule aut 44 gestiegen. Die Handwerker- zeichen>äMle wurde von 72 Sck>ülern befugt, die auch um Unterricht der gewerblichen Fottbildungs» chule teilgenommen haben.
. **Garnbach,3. Juli. Der hiesige Polizei- und Ortsdiener Jakob Gustav Petry feiert heute sein 25jähriges Dienstjubiläum.
** Gewe rbliche Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohld, Koks und Briketts monatlich müssen laut Bekanntmachung des Reichskommissars für die Kohlenverteilung vom 4. April 1919 (Reichsanz. Nr. 81) die üblichen Meldungen in der Zeit vom 1. bis 5. Juli erneut erstatten. Aenderungen in den Bestimmungen über die Meldepflicht find gegenüber dem Vormonat nicht eingetreten. Die Meldekarten sind bei den bekannten Stellen (Orts- oder Bezirkskohlen-, Kciegswirt- chafts-, Kriegsamtsstelle, bzw. der an ihre Stelle getretenen Zivilverwaltungen) zum Preise von 35 Pf. für ein Meldekartenheft mit 4 Karten (40 Pf. mit 5 Karten) nebst Wortlaut )er Bekanntmachung sowie von 10 Pf. für eine Einzelkarte erhältlich.
** Freilichtbühne. Zum Besten er* b 11nbeter Krieger fand auf Veranlassung von Tr. Bernbeck im Hvkl Einhorn am Mittwoch ein Wohltätigkeitsabend statt, bessere Verlauf ben Beweis erbrachte, daß bie „Waldbühne" unter der künstlerischen unb bewährten Leitung von Frau Mendelssohn - Bartholdy noch immer rege ist. — Ein kleines Orchester unter der verständnisvollere Leitung des Stud. Trautmann hatte sich zusammengesunben unb umrahmte ben Abend mit sauber heoausgearbeiteleii kleineren Werken von Gluck und Händel. — Auf ber Bühne — bie, fo gut es eben ging —einen Wald vorstellte, wurde ein Singspiel von P. Meinhold von einigen Damen der Gesellschaft mit Anmut unb Frische auf geführt. Den brnstellettschen Höhepunkt das Abends erreichten unstreitig bie von Fräulein Brandenburg einftubierten Tanze. Der rausck-ende Beifall der zahlreich erschienenen Gäste, die ben großen Saal fluten, .verlangte öfters Wiederholung. — In Frau Müller-Bangert lernten wir ehre bedeutende Gesangskünstlerin kennen, die Lieder von Wagner, Gtteg, Hildach, Sieger unb Abt darbvt. Die gut geschulte, umfangreiche Stimme klmig bis hinauf zu den höchsten Lagen ebenso volltönend wie abgerundet unb schmiegsam. — lieber ben Ertrag des Abenbs unb die zur Verfügung gestellten Liebesgaben wird eine besondere Notiz berichten.
** Der Nationale Studentenbund hält Sonntag, abends 8 Uhr, iin Einhorn seinen ersten Vorttagsabend ab, für den D. Tra ub, Vtttglied der Mtionalversammsiing gewvrmen ist Der Eintritt ist für Mitglieder ber Hochschule und Sttibenten frei. Für bie Bürgerschaft sind Karten rm Vorverkauf in der Buchhandlung Aug. Frees, Seltersweg, zu haben.
** Die Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten veranstaltet Samstag den 5. Juli, 8V< Uhr, im großen Saale des Hotels Einhorn einen öffentlichen Vortrag, ,in dem Dr. Alfons Paquet, einer der »esten Kenner Rußlands, über: Das revo- utionäve Rußland" sprechen wird.
** Der Wartburg-Verein Gießen oeransdaltete gestern abend im Johannis-Saal einen musikalischen Abend zum Besten ber Jugeredsüttorgc des Vereins. Ter Saal, bis auf den letzten Platz besetzt, war schon einige Tage vorher ausverkauft, ein Zttchen, daß die musi- kaliichen TarlnLttmgen des Vereins sich ber Schätzung weitester Krttse erfreuen. Auch für 'gestern abend war wieder ein sehr schönes Programm zufammengestetsi. Ter Wattburg-Verein schont es ich zur Aufgabe $u machen, in seinen musikalischen Abenden alte Volkslieder zu bringen, ivas besonders zu begrüßen ist Ten Spielern wurde reicher Beifall gefpenbet. Sie mußten sich am Schlipp zu einer Zugabe entschließen.
v ** Z V!us B lurn enfeld gibt infolge des Esienbahnerstretks bts einschließlich Sonntag rveitere Vorstellungen in Gießen. Näheres im Anzeigenteil.
**JrnLichtspielhaus Bahnhofstraße wird heute zum letztenmal „Die Ehre für den Vater" gegeben. Ab morgen bis Montag gelangt „Ausgestoßen aus der Gesellschaft" oder „Der gelbe Paß", ein Schauspiel in 4 Akten rur Aufführung. Ferner: „Papas Junge"! Lustspiel tn 3 Akten.
** Wetter. Wolkig bis heiter, Gewitterneigung. Teperatur mag geändert, wechselnde Winde<
Preisfestsetzungen feien jetzt ohne Zurren bet Reichs-1 stelle ober gar entgegen beten Absicht erfolgt. Beides ist falsch: Zunächst beruhen die örtlich unb bezirksweise getroffenen Preisfestsetzungen ausschließlich auf Anocknunyen ber Reichssklle. Diese hatte ferner nur — wie auch ber Oesfent- lichkeit wiederholt mitgeteilt worben ist — für solche Gemüsearten, Die ben Gegenstand von Lie- ferungsverträgeu zwischen Gemeinben unb Anbauern bilden können, unb zwar für Erbsen, Bohnen, Kohlrabi, Zwiebeln, Kohl unb Möhren Höchstpreise beschlossen. Denn ohne solche wäre der Abschluß unb bie Erfüllung von Lieserungsverträgen der wichtigsten Grundlage beraubt. Für andere Gemüse- arten, als für Diejenigen, über die Lieferungs- Verträge abgeschlossen werden können, sind Höchstpreise weder festgesetzt, noch in Aussicht genommen.
Das Frühobst hat die Reichsstelle, bem feit dem Vorjahre nahezu allgemein geäußerten drin- genben Wunsch nach Wiebereinsetzung des freien Handels in seine alten Machtbefugnisse nachgebend, in diesem Jahre von allere einschränkendere Bestimmungen fteigelasfen.
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ber iÖ. Armee rnackst bekannt, daß der freie Vr- kauf von Futtermitteln, der Lin unbesetztni
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Brot den Mädchen, die ganz verblüfft ba» 19ImS über waren, wie prächtig der Franzose das - Säume be§ ff: psälzer Deutsch übersetzt hat. lchn mären" fK
ch. Rüdesheim, 1. Juli. Ein mit flau- : öans Mevrr zösischen Offizieren besetztes Auto fuhr durch M .toorben ' A
seren Ott, wobei eine Frau dem Auto in ben We? lief, so daß sie fast überfahren wurde. Der FülM des Fahrzeugs gab diesem eine schnelle WeredE zur Seite, wodurch es aber umstürzte und is Stücke ging. Einer ber Ofsiziere erlitt erheb!ch Verletzungen. Tie Leute aus dem Dorfe eil» zu Hilfe.


