Ausgabe 
4.7.1919
 
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der

Wetter

Datim

4.7.

8.1'.

BAD-NAUHEIM

LudwlcstraDe 13

Telephon 65

4881V

Frühstückskarte.

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wechselnd bewölkt nachts Nebel

4 7.12.1'.

5 st E 3 t, c-i Q- L, B -o M

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An den Vortrag schlossen sich vortrefslrche Probet, oberhessischer Kunst an, die Derr Pros. Dr. CH. Rau ch vorführte. Es waren größtcn- teils neue Aufnahmen, die das Kunstwissenschaft­liche Institut mit Hilfe der Hochschulgesellschaft in einer neuen Reihe von Vcrösfentliämngen den weitesten Kreisen zugänglich machen will.

Höchste Temperatur am

Niedrigste ,

Gießen, 3. Juli. Nachdem breitere Kreise Oeffeirtlichkeit bereits Kenntnis der folgenden

Hupfeld's Diele

Täglich abends: trslklass. musikal. Darbietungen.

Nachmittagstee ^tw*£1^ta0?8tb°i Konzert

Hupfelds Weinstuben

Tinge erhalten haben, ist es notwendig, den Sach­verhalt neutral festzustellen. Tie Anschläge der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten" am schwarzen Brett der Universität wur­den wiederholt beschmutzt und abgerissen. Auf mehr­fache Bescl«werde hin griff der Rektor ein und verksot ausdrücklich jedes unbefugte Entfernen der An­schläge. Trotzdem wurden sie immer wieder ab­gerissen. Ta die Utriversitatsbehörden diesen mt<* verantwortliclien Uebergrisfen einzelner Studenten machtlos gegewüberstel)en, brachten Mitglieder der V o l k s h o ch s ch u l k u r f e die Sack^ vor die Oeffenllichkeit, um so den rein geistigen Beßre- bungen derA. s. St." vor solch ungeistiser Be­kämpfung zu sächtzen.

nm. abds.

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3. 7. = 20.3°,

3.7.= 7.2*,

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Rtlig(on$g:meiitbe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 5. Juli: Vorabend 7.30 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.55 und 9.35 Uhr.

Israelitische Religionraefellschaft. Samstag den 5. Juli Sabbatfeier; Freitag abend 7.45; Sams­tag vormittag 8.00; Nachmittag 4.00; Sabbat­ausgang 9.35. Wochcngottesdienst: morgens 6.30, abends 7.30.

Meteorologische veobochtungen der Station Lietzen.

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S §£c

v 3nfl. Kn der Hand

«ichen statistischen Materials hat Oberbürger- h.istn: Gl Ls sing dem städ.ischcn Kollegium fei mederschmetterndes Bild von dem wrrt- «Hasrlichen Niedergang Wiesbadens fctcottt. Neben der Kriegszeit hat be-vnders die lefefrung durch die Franzosen der Stadt unheÜ-

Wunden geschlagen. Tie K.i.'gsjahre brarl-ten genübet den Feudenorif ern einen AuSsa'.l von 450 000 Kurgästen ober 53 Prozent, sechs fjoiiate Besatzung ergaben eine Minderung des IxaibenbefucfhS um 82 Prozent. Für die Miegs- bedeutet das einen Ausfall von 58 Mtll. fcctf bei einem im Kur- und Lotelbetrieb Wieo- icüens tiwcfii.rten Kapital von 200 Mill. Mark. Kc katasrr"pl)ale Lage dec Kurt-idusttie wird durch foj Verbot der Einreise aus dem unbesetzten L utschlmid verstltärft uird reißt die der Kur nahe- fetzndcii Gewerbe allgemach mit ins Verderben, geit 6 Monaten 'arbr et die Stadt in der Kur- »rwilhing mit 6 Prozent der Fivd'nsemnohm'.'n. ; r Verlust beträgt bi.'Ijcr 3310000 Ms. Wirl- ^ritliche Zusammenbrüche sind unvermeidlich. Tie fcabt hat alle Mittel angtivenixt, um die Ein­est aus dem unbei'etzten Tentsch'and zu ermög- liüm und sand habet die Unterstützung aller Be­uchen; ein greifbarer Erfolg war bisher nicht a erzielen.

uno Etwetkvrrper flnb bU Vrunvdaustetne der lebenden Substanz. Nach allen neueren Erfah­rungen geht es eben in dieser Substanz viel physi­kalischer und chemischer zu als man jemals ge­dacht hat. Lier gilt unseres Liebigs Wart, daß der Organismus bem Forscher zwar noch Un* begriffenes genug aber nichts Unbegreifliches dar- teilt. Man darf erwarten, daß die Physiologie und die physiologische Elpnnie Der Welt dereinst noch große Ucberraschungen bereiten werden.

Vieles deutet man daraus hin, daß die lebende Substanz aus dem Urmeere flammt, im Wasser leben noch heutzutage die niedersten Lebcioesen. Mit der fortschreitenden Entwicklung der, Erde ind teilweise die Geschöpfe dem Wasser entstiegen und im Lause unermeßlicher Zeiträume bis zu der jetzigen h^hen Eutwinlungsstuse gelangt.

Aber noch heute gemahnt uns an unsere Her- kunft die Pflanze, sie bezieht noch immer von der ursprünglich gemeinsamen Mutter, der Sonne, die Energie zum Ausbau lebender Substanz aus toter und schafft direkt für uns die Mittel unserer Existenz: die Lebensenergien sind Sonnenenergien. Tie Entstehung des Lebens auf der Erde mit Lilie des Sonnenlichtes muß aber in Abhängigkeit von der Erdentwicklung angesehen werden.

Nehmen wir diesen, noch große Möglichkeiten in sich bergenden Entwicklungsgedanken an, so werden wir hoffen dürfen, daß der kommenden Menschheit die Wege zu noch höherer Kulturstufe offen stehen, als wir sie haben erreichen können.

zum Bürgermeister gewählt.

rr. Schlitz, 2. Juli. Bei der Bürger­meisterwahl wurde Fritz Niepoth mit 731 Stimmen gegen 4 Stimmen, die zersplittert waren, als Bcrussbürgermeister unserer Stadt gewählt.

K Trais-Horloff, 2. Juli. Bei der gestrigen Bürgermeister wähl wurde unser leithenger Bürgeriwister Born mann mit lu7 Stimmen wiedergewähtt. 2 S'im men lauteten auf eines unserer Grmrtuderatsmitg'.ieder H. Rudlos, der aber nicht als Kandidat ausgestellt war. Trais- Horloff hat 256 Stimmberechtigte. Tie starke Wahlbelci igung war mithin eine Vertrauenskund­gebung für Bornmann.

rr. Uetzhausen, 3. Juli. Unser bisl)erigcr Bürgermeister Schäfer wurde am Sonntag ein» iimmig wiederg'wäi-lt.

Hochschrilnaehrlcbterr.

^Marburg, 2. Juli. An der hiesigen Universität wird vom 22. Sept, bis 20. Dez. ein zweites Zwischensemester ein­gelegt. Die Zulassungsbedingungen find etwa >ie gleichen wie bei dem ersten Zwischen- emester. Das Wintersemester beginnt am 5. Januar und endet am 31. März 1920. Prof. Dr. Mewes in Hamburg hat den an ihn ergangenen Ruf als Nachfolger des verstor­benen Anatomen Geheimrat Gasser nicht an­genommen.

Kir^e und Schule.

rm. Darmstadt, 3. Juli. Die Großherzog­liche Lofkirchc im alten Residenzschloß hat als solche zu bestehen ausgehört-. Zum letztenmal öff­neten sich am letzten Sonntag ihre Pforten zu einem Abschiedsgottesdienst, zu dem sich eine zahl- reidie Gemeinde, in deren Mitte die Großherzvg- liche Familie mit den jungen Prinzen, eingefunden hatte. Die Kirche wird nunmehr von der evangeli­schen Stadtgemeinde übernommen und derSchloß- gemeinde" als Gotteshaus überwiesen. Mit dem Abschiedsgottesdienst war die Einweihungsseier für einen vom Gro ßherzog gestifteten Ge­denkstein für die im Kriege Gefallenen verbunden. Die Stiftung, in Stein gehauen, ist neben dem Altar angebracht und trägt die In­schrift :Unseren Helden sei ewiger Dank. Ennish Ludwig "

Darmstadt, 3. Juli. Laut Verordnungs­blatt für die evangelische Landeskirche ist durch Vertrag mit dem Fürsten Isenburg und Büdingen und bem evangel. Kirchenvorstrmd das isenburg- birsteinsche Patronat über die eoang. Kirche zu Offenbach aufgehoben und das Prüfen- tatio ns recht für die erste und zweite Pmrr- stelle erloschen. Eben« bat Freiherr von Clofen- QHtnterobe auf das Patronat und Präsentations- reckft für die evang. Kirche zu Höchst a. d. Nidder verzichtet.

Offenbach a. M., 3. Juli. Mit Einver- ständnis der hiesigen Stadtverordnetenversamm­lung und der Offenbacher Kreiöfchulkommission wurden in diesen Tagen vierzig S ch u l st e l - len der städtischen Volksschulen mit hiesigen Schulverwaltcrn und Sckiulverwalterinnen defini­tiv besetzt. Außerdem wird ein Auslandslehrer ton der Stadt übernommen und vier Stellen werden zur demnächstigen Besetzung für auswärtige Lehrer ausgeschrieben.

Aunst und Wissenschaft.

Musik und Theater in Frankfurt.

In den letzten Junitagen hat die diesjährige, lang ausgedehnteWintertlonzertsaison einen krönenden Abschluß gesunden. Vor einem großen Kreis von Musik-Liebl^abern und -Freunden spielte an fünf auseinander folgenden Abenden das be­rühmte Ross-Quartett aus Wien sämtliche Stteichguartette von Beethoven in geradezu voll­endeter Weife und wurde auch für seine meister­haften Sunftkifhmgen förmlich enthusiastisch ge­feiert.

Im Theater ist es, da Oper und Schauspielhaus Ferien haben, stiller geworden. Das ,,Neue Thea­ter", das nrteber einen ergötzlichen Sommerzyklus verspricht, hat ein einaktiges, durchaus vorrevolu­tionäres Lustspiel von Hermann Sudermann Tie ferne Prinzessin" »um erstenmal aufgeführt. Mit dem von Rostano entlehnten Titel ist bereits das Wesentlichste über das recht unterhaltende, keine höheren literarischen Ansprüche ftdlenbe Stück gesagt. Es gehört jener fernen Zeit an, da einfallslustige Kandidaten der Philologie inferner" Troubadour VerehrungFerne" Prin­zessinnen tieben mochten, sich e?och ängstlich davor wahrten, dieses ferne Ideal persönlich kennen zu lernen. Natürlich kommt aber diese Begegnung vor lunsern Augen doch zustande und gibt dem Autor Gelegenheit, eine Szene von guter Theaterwirkung aus die Bühne zu stellen. Unter Herrn Hell­mers Regie ward das Lustspiel besonders von £>errn Wallburg und Frl. Schwär z treff­lich gespielt und batte einen freundlichen Publr- kmnserfolg. tt

Hermann Ostheim gewählt.

o. Geiß-Nidda, 2. Juli. Bei der heu­tigen Bürgermeister wähl wurde der bis­herige Bürgermeister Adolf Lind mit 271 Stim­men einstimmig wie der gewählt. Es stimmten 75 °/o der Wahlberechtigten ab. Bürgermeister Lind steht nun seinem Amt 22 Jahre vor. Tie Gemeinve bat ihm durch feine WicderwM das beste Zeug­nis und den schönsten Tank für feine Amts­führung ausgestellt. Bei der vor .einigen Wochen abge Hutt men Gemeinderat-iwa hl .stimm len im ganzen nur 30 Wähler und Wählerinnen ab. Es war nur ein Wahloorfchlag vorhanden. Ge­wählt nnrrben 9 Bauern und 3 Arbeiter. Es ist Aussicht vorhanden, daß nächsten Sonntag unser bisheriger verdienter Beigeordneter Ludwig Lind ebenfalls einstimmig wiedergewählt wird.

f. Gonterskirchen, 30. Juni. Zn der gestrigen Bür germei st erwähl waren zwei Kandidaten ausgestellt: Unser bidberiger Bürger­meister Lind und der Landwirt Otto Graf. Gra erhielt 66 Stimmen, Lind 195, also etwa dreimal soviel wie sein Gegenkandidat. Es ist das dritte- mal, daß er zum Bürgermeister gewählt wird. Im ganzen haben von 340 stimmberechtigten Personen 251 von ihrem Wahlrettz Gebrauch gemacht, also 71 Proz., gegenüber 37 Proz. bei der Gemeinde­ratswahl. In 14 Tagen soll die Beigeordneten­wahl stattfinden. Unser bisheriger Beigeordneter Lind will sich wegen seines Gesundheitszustandes nicht wieder aufstellen lassen. Sonstige Kandidaten sind bis jetzt noch nicht bekannt.

no. Nieder-Ohmen, 2. Juli. Wie schon gemeldet, setzte gestern gelegentlich der Sei* geordnetenwahl äußerst rege Agitation em. Es wurden von etwa 720 Wahl berechtig , en 654 i Stimmen abgegeben. Ter Kandidat der Bürger- I

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fammlang vmn 30. Juni 1919 im Anschluß <m die Eingabe des SchutzvereinSderLebens- m ittel Händler zu Gießen ablegte, Dann unseres Erachtens, mcht als genügende Antwort aus die einzeln an geführten Beanstandungen geltem

Bor allem ist zu bemängeln, daß sich der Referent zunächst in längeren Ausftilwutigen über die Kartoffelbelieferung der Stadt befaßte, obwohl diese .Belieferung von Seiten des ^ämtzvereins. der Lebensmittelhändler nicht bemrstandet tonr.

Im Gegensatz dazu, mußte Herr Dr. Seid zugeben, daß er bei den Einkäufen der bcanftan* denen Waren, sich nur bei Pern Geschäftsfühcrr des hiesigen Konsumvereins mformierte, obwolst ihm l>etonnt fein mußte, daß der Sehend- mittelausschuß n»d> beftand, wenn auch die neue Lebensmitteldeputation noch nicht gewählt war. (Anmerk. d. Red.: Mit der Anftösung des- alten Stadtverordnetenvollcgiums beftuno auch der Lebensmittelausschuß als svlckter nicht mehr.) Außerdem ist Gießen in der glücklichen Lage, über eine genügende Auswahl von beniährten lind reellen Käifee- und Kolonialwaren-Gwß- und Kleinhänd­ler zu verfügen. Ein Gutachten von dieser 'Seite mußte auf alle Fälle, bei einem Einkauf eines Millionen-Objektes eingeholt und in AnbettackZl der Fachleute berikfftätigt werden.

Selbst wenn das Lebensmittelamt, trotz ab- ebnenden Standpunktes der Gutachter, sich zu dem Einkaus entsckftoß, wäre es unbedingt geboten ge­nesen, einen Fachmann bem Vertreter des Lebensmittelamtes beizuordnen.

Wenn nun weiterhin Herr Dr. Seib ansülnt, daß die hiesigen Klcinhandelsgesckiäfte zur ba»1 maligen Zeit, Schmalz zu 18 bis 20 Mk., Kaffee' zu 20 bis 30 Mk. das Pfund und Schokolade zu 5 bis 6 Mk. die Tafel vervansten, so muß hinzu­gefügt werden, daß auch der Konsumverein SckMalz zu 18 Mk. [häterbbi zu 17 Mk. das Pfund eben­falls verkaufte. Bei all den Artikeln Tarnen aber' nur ganz geringe Mengen in Betracht, roeld^e einzelne, zirka 10 Prozent der hiesigen Lebens-' mittclbänblcr, Mr Befriedigung ilyrer Abnehmer einkauften. Kern Kvlonial>varenl)ändler hätte aber die entbchilickien LuxusartikelKaffee und SchoVo-. lade" auf Grund ferner Kundenliste in solchen.' Mengen, pro Kopf y*Vt Pfund Kaffee und 12 Tafel Schotzlüade, cingeDauft!

Tamit entfällt auch die Unterstellung, als hätten die Einsender der Eingabe das öffentlich^ Interesse zu Gunsten eigenen Vorteils, aus den Augen verloren. Um fb eigenartiger berührt diese Anklage, als gerade von Seiten des Lebensmittel­amtes wir erinnern nu r an die letzte ungleich­mäßige Belieferung mit Gemüsekonserven in Büch­sen offenbar gegen das JMeresie der 9UIgemeine heft verstoßen worden ist. Gerade die Klein­händler vertreten durchaus jenes Interesse unfr rjünfdien absolut feine Aushebung der Zwmrgs- nirtschaft für rationierte Lebensmittel, so lange nicht genügendes Angebot vorhanden ist.

Mit dem Herrn Stadtv. Winn ist nur zu wünschen, daß der Kleinhändler mehr berücksick,-^ tigt wird, auch ist es zu begrüßen, daß Herr Stadtv. Sckrnmhl gegen die Ansckauung energisch Front mad>te, daß die hiesigen Groß- und Klein- Ijanbler mit dem Schiebertum in einemAtem^ z u g e genannt werden.

Wrr hoffen, daß obige Zeilen dazu beitragen, in der nächsten Stadtverordnetensitzung die ein­zeln angeführten Punkte unserer Eingabe zu wür­digen; denn in ganz Deutschland, selbst in den luchsten Regierungskreisen ist man sich vollständig einig darüber, daß nur der freie Handel die Preise der Lebensmittel auf ein erträgliche^ Maß zurückfL'hrt und das Schiebertum vollständig befeitigt.

Der Schutzverein der LebenSmittelhLndler in Gießen.

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($8.8) J Nachricht, daß die frn>J 9 Mfchen tfranljint a w °gMBernicht»U hatten, ntfta für bat Drtutifl LV In neuMeu 3^1 « «ufrair^iäi-tej J !^horten der in faJ k gemifmhafx und #3 atz. Von toenipi unuerma ngen crin muitiri^r leftelüzn Behaupümgen M : a. M., 2. Juli. Bei J ade heute ein Markts» uspferdevnanstaltet,i Ichickl war. Zum crltnrJ anifchePserdezumU > gesamte Material nxir j aus festem BM so dahl und VerkMs's Vorüber;u 1 >eitspferde zahlte man Ml !t wurde geräumt.

2. Juli Heute wurde a iligung der oberhessW althistorische Maichutcl abgehalten. Wiihmo n Irschenmärkten in btnjd je begehrten Früchte rill tt Kirschen, das Pfund s nehmen, luaH anfangs K te bit Warttwlwi xr 6 es mancherlei Sach« en PeftLnMvdrn 'm ,2. IM. Der in dm 2V icnbad) verhaftete MIW igestanden, der Mortl . Gottberg ausStlit^

Gictzcner yochschrilgesellschast.

Die orbentlid* Hauptversammlung der Ge- dx'fdjaft fand Montag, 30. Juni, nachmittags UI)r, im großen Hörsaal der Universität statt. )tr Vorsitzende des Vorstandes, Herr Justizrat Irünewald, begrüßte die Versammlung und piach von den großen Ausgaben, die den Uni- chitäten bei dem Ausbau Deutschlands zufallen, fre stellvertretende Vorsitzende, Herr Geheimerat ziafessor Dr. Bebaghel, erstattete den Jahres- criibt. Hierauf sprach der Rektor, Herr Geh. Sriiijütalrat Professor Dr. Strahl den Dank tr Universität aus für wertvolle Förderung, die « Hochschulgesellschaft in der kurzen Zeit ihres zestehais der Universftät schon hat zuterl werden

Die Gießener Hochschulgesellschaft hat sich ttotz c durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse einer «friedigenden Entwicklung zu erfreuen gehabt. Bi' Zahl der Mitglieder ist auf 445 gestiegen, ftit Teil des Vermögens ist in Stiftungen fest- idegt. Von ihnen ist die Stiftung des Herrn tzh Kommerzienrats S. Heichelheim her- »iiohebm, die für eine Professur für Handels- »issenschaft beftimmt ist; es ist bereits eine Be- aiur.g für diese Proseffur erfolgt; der Berufene oirb am 1. Oktober sein Amt antreten.

Die Gesellschaft ist mit mehreren Veröf- ientlichungen hervorgetrelen, über die wir »eimrächft berichten werden, außerdem mit einer lieche von Vorträgen, die sich eines guten Besuchs |n erfreuen hatte.

Die Hochfchulgesellschaft hat Gelegenheit ge- iait, die Landesuniversität durch Bewilligung von Geldmitteln erl)eblich zu unterstützen. Geldmittel Irnb zugeflossen den Seminaren der theologischen, mristischen und philosophischen Fakultät, dem phy- Mvgischen, landwirtschaftlichen, botanischen, kunst- vissmichastsichen Institut und bet medizinischen Muttät. Um dem größten Notstand der Uni» teßtät abzuhelfen, hat sich die Gesellschaft die ^rebenmg der Seminare besonders angelegen Dn lassen. Seit der Errichtung des Vorlesungs- > 'üudes im Jahre 1879, das für kleine Verhalt­est berechnet war, hat sich in dem Lchrbettieb |r meisten Fächer der philosophischen Fakultät |n wesentlicher Umschwung vollzogen. Die Se- kiirare haben eine Bedeutung erlangt, die noch toi 30 Jahren unbekannt war; heute zählt die t>h losovl)sick>e Fakultät nicht weniger als 11 Semi- ja-e, die bis jetzt im Vorlesungsgebäude unter­bracht waren. Es haben sich, zumal der Besuch te Universität stark zugenommen hat, räumlich jani unerträgliche Verhältnisse heraus gebildet. Die Notwendigkeit, hier gründlichen Wandel zu schaffen, burbe noch gesteigert durch die Forderungen, öie beuerdings in bezug auf das Auslarrdsstudium er» loben wurden. In richtiger Erkenntnis der Nöt­ige der Seminare hat die Regierung im Sommer 19LS eine Vorlage zugesagt, die den Ständen « Herbst zugelien und den Erwerb zweier lauter in der Nähe des Vorlesungsgebäudes |r Seminarzwecke zum Gegenstand haben sollte. Im eine rafritere Abhftse zu ermöglichen, hat die lochtä'ulgescklschast ein gegriffen und das Haus mdwigstraße 19 zunächst für sich selbst erworben. Eie Raume des Hauses, soweit sie von Mietern klaffen waren, sind unter der Leitung von Archi- M Hans Meyer für ihre neuen Zwecke berge* Bditet worden. Im Mai ist das Haus in den «sitz des Staates übergegangen.

Im Anschluß an die Hauptversammlung sand jtn $ o r t r a g von Herrn Professor Dr. K. B ü r - Itr statt, dar sich eines außerordentlich starken Kriuchs zu erfreuen hatte. Der Vortragende mach über

korstellungen von der Entstehung des Lebens auf der Erde.

Tie höheren lebenden Wesen, welche heutzu- P8e die Erde bevölkern., sind als das vorläufige Btoglieb einer.Entwicklungsreihe aufzufassen, die W ganz einfache Lebewesen zurückgeht. Für die Mstenschast hat die Beantwortung der Frage nach MA Ursprung dieser einfachsten Lebewesen einen falberen Reiz.

[ Nach einem Ueberblick über den Ausbau der Wnderbaren lebenden Substanz, über ihre Physik Mischen imb chemischen Eigmschastcn, die inneren M> äußeren Lebensbedingungen und die wesent- Men Lebensersck>cinungen ging der Vortragende M! die Thwrien ein, welche sich der Wissenschaft Mcr die Entstehung des Lebens auf der Erde ge* Rfat hat und zwar auf die Schö.vfungstheorie,

Theorie der Weltorganismen, die Preyersche Mvtte und die Urzeugungstheorie in Verbindung der Pflüg-rschen Cyantheorie und der Allen- WM Stickstvffthevrie.

1 Tann naiym der Vortragende Stellung zu die- W Theorien und kam zu dem Resultat, daß die Wang des Problems auf bet Erde selbst gesucht Mden muß. wofür eine Reihe merkwürdiger Be- ^«chtungen und auch neuere chemische Erfahrun- sprechen. Nach ewigen, ehernen, großen Ge- ist eben auch die Entstchung und Entwick- Mg lebender Substmiz vor sich gegangen. Zwar Wes bis jetzt noch nicht gelungen, die Probe aufs Wempel zu machen und lebende Substanz synthe- barzustellen, bei dem heutigen Stande der Mfrnschäft hätte aber auch nur der krasseste Zu- W wr Synthese dieser Substmrz führen können; [.«'Titenbe Erfolge auf dem Wege zu diesem Ziel M find aber schon erreicht. So ist es ßntil eVird)cr, dem (Hfcmifer der Berliner Universität, sangen, einen Stoff darzustellen, der alteEigen- witen eines einfachen Eüveißtörpers aufweist.

Die llommunalwahlen.

** Allendorf a. d. Lahn, 2. Juli. Am Sonntag den 6. Juli ftndet die Wahl eines 93ei/ georoneten statt. Als Kirndidat ist Ludwig Binz II. aufgestellt.

K Bermutshain, 2. JuU. Bei der Bur- germei st erwähl wurde der bisherige Bürger­meister Jost wiedergewählt. .

-s- BerSrod, 2. Juli. Zur Ge mernde- ratswahl lag nur ein Wahlvokschlay vor. Wiedergewählt sind Christian Schwalb, Plnl. Hof­mann I., Karl Gerhard, Heinrich Kutickier IIL, Wilh. Hammel, Phil. Döring, Johs. Böcher II., neugewählt wurden Ludwig Hainbach, Heinrich Schmitt, Wilh. Herzberger, Georg Botz, Wfth. Mugvld. Die gestrige B ürger meister- wähl verlies ebenso glatt, da nur ein Bewerber, der bisherige Beigeordnete Becker, ausgestellt war, ber mit 154 Stimmen gewählt wurde. Von 243 Stimmberechtigten wählten 160. Ter mm- mehrige Attbürgermcister Reuschling hatte auf eine Wiederwahl wegen feiner 76 Jahre verzichtet.

# Blofeld, 29. Juni. Zum Beigeord­neten wurde der Landwirt Georg Wilhelm N o h l mit 97 Stimmen gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Sämtliche Wahlen in hiesiger Gemeinde wurden einstimmig geführt und ver­liefen ohne jegliche Störungen und Streitigkeiten.

z. Crainfeld, 30. Juni. Bei der hiesigen Gemeinderatswahl wurden Hemrich Müller VI., Landwirt, Heinrich Fritz II., Land­wirt, Heinrich Fritz IIL, Landwirt, Karl Baum- vach, Landwirt, Heinrich Flach II., Schreiner- meister, Johannes Räuber IIL, Schmiedemeister, Friedrich Schmelz, Wagnermeister, Wilhelm Hof­mann, Gastwirt. Johannes Meinhardt, Gastwirt, Heinrich Occhler. Bäcker, Heinrich Möller, Schrei­ner, Andr. Neuner, Sckmeidermeister, gewählt. Gegen die Wahl war Beschwerde am Kreisamt Lauterbach eingelegt worden. Dec Beschwerdeführer ist aber Ende der vorigen Woche vomKreisausschuß lostenfällig abgewiesen worden, die Wahl somit für gültig erklärt. Bei der gestrigen Bürger­meisterwahl erhielt der bisl)erktze Bürger­meister Heinrich G a n ß II. 226 Stimmen. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt.

** Dorf-Gill, 1. Juli. Am 6. Juli findet hier die Beigeordnetenwahl statt. Die, Agitation geht, wie es hier immer der Fall ist, ziemlich geheim vonslatten. Wie verlautet, sind drei Kan­didaten in Aussicht aenommen, darunter auch ein weiblicher, Georg Knopper, Jakob Sames und Frau Köhres. _

L. Eckartsborn, 3. Juli. Als neuer Bür­germeister unserer Gemeinde wurde Landwirt Bechtold der schon früher einmal das Amt ver­sehen hatte, gewählt. Der bisherige Bürgermeister Krempel hatte auf eine Wiederwahl verzichtet.

h. Echzell, 2. Juli. Bel der geftrigtn Deigeordnetenwahl erhielt der bisherige Beigeordnete Phil. Stoll II. die meisten Stim­men. Ein im letzten Augenblick noch aufgestellter Kandidat der Linken brachte es knapp über 100. Herr Stoll erfreut sich hier allgemeiner Wert­schätzung. Seine Wiederwahl wird allgemein bt- grüßt. Tie Bei g eo r dnete n wa hl gestern in Gettenau verlies sehr ruhig. Es wurde

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter triefet Rubri! stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Sebensmittelversorgung.

Obwohl wir in Anbetracht der nächsten Mon­tag in der Stadtverordneten-Versammlung bevor' stehenden Generaldebatte über bte StebenSmiltel- Versorgung Gießens eine Reihe von ,,Eingesandts zurückgennesen haben, geben wir nachstehende Zu­schrift des Schutzverbandes der Menihätndler wieder.

Ter R-chenschaftsberichK den Herr Stadtamt. buböi Dr. Seid in der Atadtocroitwetev^«»

lichem Landwrrr Vrter «arle IL, erhtelt davon 353, der Kandidat ber Sozialdemokraten, der Land­wirt Ernst Kratz I., 297 Stimmen. 4 Stimmen loaren ungültig. Carle wird also der Nachfolger eines Vaters, des bisherigen SBeigeoebneten Äonr. Carle, der hohen Alters wegen auf eine Wieher­ns hl verzichtet hatte. Peter Carle wurde vor kurzem gelegentlich der Generalversammlung der Spar- und Tarlelmskasse auch zum Rechner ge» wählt, da fein Vater, der bisherige Rechner, das Rechneraml niebergelcgt hatte.

rr. Nieder-Stoll, 2. Juli. Besgeordnetec konrad Quanz wurde mit allen abgegebenen Stimmen zum Bürgermeister gewählt.

wa. Odenhausen, 3. Juli. Der bisherige lellvertretende Bürgermeister Kaufmann Nachtigall wurde mit 140 Stimmen ein- timmig als Bürgermeister gewählt. Nächsten Sonntag ftndet die Beigeordnetenwahl statt.

§ Sichenhausen, 2. Juli. Bei ber Bär­ger m e i st e r w a h l wurde der älteste Sohn des Altbürgermeisters, Wfthelm Fischer, einstimmig

=s Eine künstlerische Sehenswürdigkeit ------

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