ntfah'en nad) I er mit dem Charakter eures Aenb^i-Bato- und -.'kskorn -an j * Letri.d.r-'pektors als Botnanddes ’-8riryb5am?4 1
eten
2,00 „
Kalbfleisch
ereignete sich im Lager Mvn-
3. Bataillon unseres Inf.-RegtS. 116 tätig war.
3uli dS.
Der
nötigenfalls eidlich erhärten. .
d. g. u.: Wrllr Hrntz.
"Geheimer Bau rat Ernst Zimmermann, Vorstand des Eisen bahn-Betrie.'üamts 2, ist am 30. September b. IS. in den wohlverdient 'N Ruhestand getreten. Gehrimvat Zimm rmanu blickt auf sehr lange, arbeitsreiche Tienstznt zurück. Air junger Offizier beim Tragoner-?)iegiment Nr. 23 in Tarmstadr machte er den Feldzug von 1870/71 gegen Frankreich mit und trat später nach dem Be- such ber technischen Hochschule in Darmstadt in d.n Eisenbahndienst über. In diesem Ti nste verroal-
treaux bei Bordeaux. Zugegen waren 4 Tarnen, zu welchen der Leutnant erst noch eine Bemerkung madttc, ehe er die Schüsse ataab. Eine Tarne, dic W: oft zu dem Offizier inS Lager kam, rief sogar „Bravo!"
Mein Kamerad hieß Müller und war aus her Pfalz. Nähere Personalien kann ich leider nkht angl-den.
Tct Leutnant wurde nicht bestraft. Ich, bin bereit diese meine 9£u6fagm nötigen- falls «Miet' zu erhärten.
v. » u.: Hemricks Mertz.
Samstag nockmittag 4 Uhr eröffnet und ist am Sonntag und Montag von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends geöffnet. Das Nähere ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich
♦» 3 m Lia lsprel Haus tritt heute zum lebten mal Lotte Neumann in Derzens^vser auf. Ab morgen bis inkl. Montag wird ,,-ivr Maskenball , Sck auipiel in 4 Akten, nach der brummen Lper trx- Verdi gegeben Außerdem. XtiS ööl?en zum Nachtasyl, ein russisches Lebensbild in 4 Akten.
Landkreis Gießen.
Stenographie.
" Lollar, 3 Ott. Bei dem Wettschreiben des Hessi'ch-Naisauischm Main-RbttngaM) Verband Oku-etSberger SteuograDlxn rourb. it leigende Mitglieder der StenogravhenBereinigung mit Preisen ausg^ zeichne i: 130 Silben. C*vri Seht 1. Preis: 100 5t ben, Liefet Zipp und Rest Bicrau 1. Preise; 80 Silben, Karl Teufeing, Ench Es pich.
1917 arbeitete die Kompagnie aus oetL in Etaples, als em Zug mit schwer per _ Franzosen einfuhr. Emer der Verwundeten oet- langte von dem deutschen Unteramzter Wilhelm Gäbel ober Cööbler- vom 3riJ ^9}-
Mütze, was Göbel verweigerte. Al- sich Godel entfernen wollte, fiel aus dem ^.ransportzug ein Schuh. Göbel wurde ins Gc n t ck ge 11 o N c n, kam ins Lazarett und starb nach 3 ^agen.
Ich habe den Bortoli mit eigenen Augen beobacht t und laim die Wahrheit meiner Aussagen
" Einschränkung der Milchver- sorqung. Infolge ungenügender Belieferung der Stadt Giehen mit Milch kann heute auf die auf V» Liter laichenden Milchmarken nut V< Liter Milch aus gegeben werden.
*♦ Kartofselbezugsscheine. Die am Mittwoch den 1. d. M. in den Bezirken nicht abgeholten KattoffclbezugSschrinc können am Samstag den 4. d. M., Dorrn, von 8—12 Uhr in den Brotmarkenbezirken in Empfang genommen werden. Die am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dieser Woche abgegebenen Antragsformulare sind fertiggestellt. Dic Bezugsscheine können ebenfalls am obengenannten Tage abgeholt werden Bei Abholung der Bezugsscheine ist die Lebensmittel-- ausweiskarte vorzuzeigen.
** Zucker- und Nährmittel karten müssen heute noch bei den Ktemhanbttsgescdäften ciiigetragen toerben, wenn sie nicht verfallen füllen.
** Saatgut. Das im Monat August d. I. auf dem Stöbt. Lebensmittelamt bestellte Saatgut kann nunmehr in der Zeit vom 4. bis 11. ftober am Lager Margarethenhütte der Firma Bereinigte Getreidehändler in Empfang genommen werden.
Freiwillig erscheint der aus franz. Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Bizefeldwebcl d. R. Heinrich, Mertz, R.^J.-R. 261, Jnf.-Pi.-Komp., geb. 22 Mai 1895 zu Asbach, i. Thür., Beruf Mechaniker. Entlassen nach Frankfurt a. Oder, Thornerstt. 124 a, Bezirksüvmmando Frankfurt a Oder. Er gibt an: Am 28. August 1917 geriet ich- bei Langemark in englische (tiefangenfdjaft. Am 3. Januar 1918 kam ich' in eine franz. Arbeits- kompagnie, wo bei schlechter Ernährung und schwerer Arbeit die Bel-andlung sehr schlecht war, weshalb ich« anfangs September 1918 einen Fluchtversuch, unternahm Nach einem zurückgelcgten Marsch» von etwa 15 Km. wurde ich zusammen mit einem Kameraden wieder feftgmommen und ins Lager zurückgebracht. Ter LagervomMandant, ein Leutnant, ich, glaube er hieß Iassoy, fragte uns, narum wir entflohen wären. Wir antworteten, die Behandlung sei so schlacht und wir Hätten Heimweh. Tarauf zog er seine Pistole und schoß zuerst meinen Ka meraden nieder, welcher inS Herz getroffen, sofort tot war. Dann schoss er mich durch die Brust und verletzte mich an der Leber, so daß ich- s'chwervernmndet bis 18.
Beispiele von verbrechen an unseren Gefanqrnen.
Gießen, 3. Oft. 1319.
Wir haben bereits im vorigen Monat Protokolle des Gießener Durchgangslagers veröffentlicht, die erschreckende Beispiele vol- ' kerrechtswidriger Behandlung unserer Gc- fangenen in Feindesland wiedergebeu. Wir sind heute in der Lage, weitere Aussagen bekannt zu geben, die von zurückgekehrten Gefangenen freiwillig gemacht worden jind.
Am 1. Oktober 1918 wurde ich bei iommt — . Py- von Soldaten des franz. Inf.-Regis Nr. 17 geyangmgenomiuen. Man entriß mir und meinen am-Taben die Uhren und behandelte uns mit Fußtritten Auf dem Marsche nai.ti hinten n urde mancher mit ftolbcnftöfecn äuget rieben Ein Soldat rife mir die Achselstücke vom Mantel ohne ifben Grund.
Tie ersten Tag? nach der Gefangenschaft mufete jebrr ohne Unterschied nachts unter freiem Himmel Aubniurn ohne Zelt, trotzdem genug vorhanden n-au-n, wovon ich mich durch eigenen Augenschein ub.'rAciiqcn konnte Die Verpflegung, bestehendm einem kleinen Stückchen Brat, etwas Büchsenflench nnb Wasser, zu wenig für einen nrfienben Menschen. Ich aber mufete dabei, schon vorher bis auf5 äußerste mitgenommen, am 3. Oktober einen Marsch non Somme Py-Tourbe bis St. Hrlaire (Cham- Dagnc' von mittags bis abends 9 Uhr machen. Ano-kommen, war ich erschöpft, daß ich wicht mehr stehen konnte Als ich mich hmsetzen wollte, .wurde eS mir verboten.
Vorher war mir meine Brieftasche mit dem gesamten Inhalt von einem Tvlmetscher (anscheinend Clsätier) bei der Tivision abgenvmmeu.
In Bitrh-Le-Francois, wo ich vom 5.—16. Oktober im liager mich befand, waren die Zustände menschenunwürdig 300 Offiziere lagen in zwei total verlausten Baracken, die Verpflegung war cinioeimafecn hinreichend. 4000 oder mehr Mann» ickaften waren in nichtigen Zelten auf schlammigem Bodm iufammengepfeuiit und litten ungeheuer unter Kälte, Nässe und Hunger. AIS Kost wurde ihnen gereicht ein kleines Stückchen Brot (etwa 200 Gramm), Wasser und sogenannte Suppe, warmes Wasser, in dem einige RciSkörnck.en schwammen. Aus den Anttag der Offiziere, (Veld zur Kost der Mannschaft, zwecks Verbesserung, zuzusteuern, ging der Lagerkommandant nicht ein. Tie Folge war, daß alles erkrankte, hauptsächlich an Tarrn-’ to tünchen schwerster Art. Täglich wurden 40 schwerste Ruhrkranke ins Lazarett geschlickt, die axv b:ren mußten bleiben. Die Leute waren so aus-, gemergelt, daß sie sich kaum auf den Beinen halten konnten. An Medikamenten fehlte es säst völlig, tagelang war trotz dauernder Anforderung saft nichts vorhanden. Tie Latrinen bcfanbeit sich in einem unglaublichen Zustande, die Tesinfcktion war mangelhaft. Ob böser Wille txrrlag ober Mangel an Ordnung und Orgamsationssahigkeit, will ich nickt entscheiden.
gez. Rieke, Oberarzt J.-R. 393.
Kreis Schotten.
z Aus dem oberen Vogelsberg, 1. Okt. Seit einiger Zeit war das Hamster- Handwerk ziemlich iurücfgegangen, aber in der letzten Zeit ist es wieder ziemlich in «cknvung gekommen. Butter ist wieder ein Haupthandels- artifel geworden. Es sind gewöhnlich die früheren Butter Händler, welche das lohnende Berscrndgeschäft betreiben. Es Coinmen auch Händler aus Weschalen und der Rheinpraoinz hierher, uw Butter anzukaufrii. Eine vorschriftsmüßuv Lieferung an die Molkereien ftndet kaum mehr statt, trotz hoher Milchpreise. Unter solchen Verhältnissen leibet bie Allgemeinheit auferorbentlid).
Kreis Friedberg.
4 Bad-Nauheim, 2. Okt. Ein allgemeiner Kriegsgefangenentag wird am Samstag vom Deutschen Hilfswerk mit Unterstützung der Mir- und Badeverwalttmg in Gestalt eines großen GescNschafts- und Künstlerabends veranstaltet. Erste Kräfte des Frankfurter Opern- und Schauspielhauses wirken mit, außerdem Damen und Herrn der hiesigen Gesellschaft.
= Bad-Nauheim, 30. Sept. Mit dem heutigen Tage tritt Oberstabsarzt Tr. S chra de, vor dem Kriege Chefarzt des hiesigen Militär- knrhauses und frittier Leiter des biriigm Reiervo-t lazaretts, in den Richestand. Er wird nach Heidel- berg übersiedeln. In allen Bevölkermtgskreisen wird das Scheiden des von ebter MensckLichkeit beseelten, liebensnürdig^n ManneS lebhabt bM dauert, denn während ferner Amtsführung war er stets tnrrrfönmgen von menschtichem Wvhlkpollen gegen feine Pslegebefobtenm und txm herzlick/stev Leutseligkeit im Verkehr mit der Bürgerschaft. Sein bescheidenes Wesen drängte sich nicht an die Oefsentlichteit. Wo Tr. Schwade aber mUarbeittie, da tat er eS mit einem irnvergkick lichen Pflichtgefühl. Für die Freiwillige SanitätS- (olo nne, bereit ärztlicher Leiter er feit 1911 fair, und für die hiesige l’Ibteilimg der Deut s cheni W o to n i a l g c I e 11 f d? a f t, die sich unter feinem Vorsitz in der kurzen Zeit ihres Bestehens zu einet der stärksten Ortsgruppen entfaltete, ist fein SBeg- gang daher ent besonders schwerer Verlust. Beide Vereine bekundeten dem Scheidenden ihre Verehrung deshalb auch durch lieberrcüfnmg von kunstvollen Geschenken gelegentlich der AbschicbS- feiern, die am Samstag imb rimte abend selw zahlreich bciuicht waren. In der roanitätsko- I o n nrichtete ftvlvrmenMrer Herr und Ober» babemrifttr und Stadtverordneter ftijiel befagte Worte an den S<fteideiiden, der an feinen Tanr den Wunsch anfckLoß, daß der Kvloiine, die während der Kriegsjahre betätigte vaterländische Omerwü- ligkit und der echt kameradslcftlichc Geilt allzeit erlxrlten bleiben möchten. In der Abteilung der Teutscken Kalo n ia 1 ge sc kl s cha st feierte der 2 DorsitzCTidc, Oberamtsrichter Tr. Fuhr, die Verdienste Tr Schrade's, dessen grüßte Ehrung wobt die fei, wenn trotz alter Enttäuschungen, die unS der Frieden gebrachL, die ?lbtcilung unentwegt lveiterarbeilen roürbc an dem vom ersten Änfipcn- den bcgoimenen Werke. Oberstabsarzt Tr. Schrade danttc mit der Mahnung, ben folon ia len Gedanken im deutscken Lokke wachzuhaltcn. xr. Sckaade ist auch in Gießen, >vo er vvn 1899 bis 1903 als Stabs- und BataillonSarzt beim.
l_l Lang-Göns, 2. Okt. Aus englischer Ge- sangensckaft kehrten zurück Otto Sdnribermeifier4 Weil, und Otto Zörb, Svim des Landwirts Kd. Zörb. Ten Heimkehrenden wurde vom Gesangverein em Ständchen gebracht
Kreis Büdingen.
Ortenberg, 1. Okt. Der vielbesuchte Ortenberger Kalte Markt wird in diesem Jahre vom 27. bis 30. Oktober abgehalten.
Kreis Lauterbach.
Kriegsyefangenen-Hrimkehr.
Q Lauterbach, 2. Cft. Ueberaü in un- siereni Kreise hatte man sich zeitig für einen würdigen Einpsang unserer Heimkehter gerüstet. Dic Dalmhösc und viele Törier tragen allem halben festlichen Schmuck, allenkhalben HN rin groferügiges HllfSwetk dafür Sorge getragen, daß den bedürftigen Hetmkehrenden auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht geholfen werden fatm. Dic Opfcrwilligkeit unserer Bevölkerung zeigt sich ganz besonders, wo die ersten der so selmlichst ErwraNeten cingetroften sind. Täglich kann jetzt die Ankunft eines oder mehrerer Heimkehrer int Kreise gemeldet werden. Ueberall werden sie von den Landsleuten begeistert empfangen. So trafen dieser Tage aus englischer Gefangenschaft wieder ein: in Hutzdorf Richard Steinbach, Sohn des dortigen Lehrers: in Hartershausen Christian Kreuzer: in Fraurombach Karl Sauerwein; in Ilbeshausen Otto Usrn- qer, in Grebenhain Hermann Grob: in Blitzenrvd Hans Hornivtus, Hans Reith: in Latiterbach Ioh. Duscbera, Dantri Strauß: in Gunzcnaii Heinrich Jost. *x« Ober- Moos Karl Jäger: in Crainfeld H. Möller; in Wa11enrob Heinrich Dörr Aus amerikanischer Gefangenschaft kehrten heim: in Queck Karl Fink: in Rimbach H. Techer. Aus rumänischer Gefangenschaft traf hi 6 r a i n f e l b Leop Stein ein, während aus belgischer Gefangen schatt Iohs. Zinn in Maar uiriicffdyrte Sriber Inffm unsere Brüder in französischer Gefangenschaft noch immer auf sich warten. Es traf bis icyl nur Iohs. Räuber aus Crainfeld rin, der bet ben Franzosen Scktveres zu erdulden hatte. Er befatth sich in einem Transportzug, aus ben während der Fahrt noch geschossen wurde. Die Berichte der aus englischer und amerikanischer Gelangen- schäft Hcimchckehrten über die erfahrene Behandlung lauten durchweg günstig.
Rohmaterialien zu ixranlnfltn. Ter Stand nrr Elektronmetall zum Beispiel ist bau em b von Interessenten besucht, die über Berwen.-u" und BcrarbettungsMöglichkeiten sich ^au5iprel)en und die Formproben b.'sichttgen. Aus S ch .t e o e n Tomen 50 Herren an, benen weitere 8^ w\gtn werden Tic Gäste wurden durch Herrn qorrat Dr. Landmann, Vorsitzender dri M.^aus-' schusses, begrüßt. Herr Lanornann ror5 aut die gemeinsamen Interessen Teutt'chlands und Schwedens hin uno betonte, oafe die Schweden mtt diesem ersten Besuch würdig das Lteoesiverk fort» setzen, bas sie im Kriege De.Mchl.ano cnmeien hoben Ein Rirtidganq vutch die Mcsmietenicrte bie schwedischen (väftc sichtlich
Frankfurt a. TL, 2 Ott. Aolff) Der Reichs kommt uac für Aus- und Eiu-uhrbennl.ircrng in Beritn ist durch Demi 3teg;enmg5rat Tr. <3 e h b o t b bei b?r internationalen Etnruhrme, e oertreten. Hm Tr Seyöolh ist au^rdem Bevollmächtigter der Autzenhandelsltelle tür Textilwirtschaft und her Autzenhandelsstellc sur Aapirn Außerdem sind vertreten ine AußenhandelssleUm für Chemie und für LederwiNschaft, der Nych^- ausschufe für Ledcrwirifclmtt, der RcichSausichuß für pflanzliche und tierische Dele und »jette, bte Aufecnhandelsnebenstclle für Aenuusen- und Was- feninbuftrie, sowie die Zentralitelle der Ausmhr- bewilligungeii für Eisen- und «tahler)mgnlite, Dic genannten Stellen erledigen Die einschlägigen Anträge selbständig, soweit eS sich um bic durch Aussteller auf der internationalen crinsuhrmctte abgZct Infsenen Ein- oder Ausfuhrgefchifte handelt. Sämtliche Stellen sind rn unmittelbarer Nahe der Festhalle untergebracht.
Arbeitsplan im Obst, und Gartenbau. Monat Oktober.
Tanger in ben Garten bringen. Zwischen Zier- fernudjer und Beerensträuchern, Stauden, Zwergbäumen usw. bas Land graben unb düngen. Offenes (vemüscland und Blumenrabatten tief graben unb in rohen Schollen liegen lassen über Winter. Endivien werben in Blumentöpfe gc- pflanzt imb in ben Keller getragen. Petersilie und Schnittlauch für den Wtnterbedarf in Töpfe. Schalotten unb Rhabarber Pflanzen. Obstbäume düngrn. Alte Stämme abkrahen, Kalkanstrich. Raupenlcim- gürtcl zum Fangen ber Frostnachtschmetterlingc nnlegwt. Raumgruben auswersen. Obstbäume pftanzen. Winterobst wird sorgsam fleVili'Kft und in die Obslkamnter getragen. Zartere ft übel pflanzen kommen in das Winterquartier. Dahlien, Gladiolen, Eannaknotten werden nach dem ersten Froste ausgehoben und über Winter trocken imb frostfrri aufbewahrt. Ziersträucher und Bäume iverden gepflanzt. Gartenrasen wird kurz gcfdjrnitten, damit er taocllos durch den Winter kommt.
Die neuen Fleifchpreife für Gießen.
Mit Rücksicht auf bie Erhöhung ber Schlacht- vichpreise werden die Fleischprcise wie folgt fest-
1. Rindfleifch das Pfund 3,10 Mk.
Kalbfleisch „ „ 2,30 „
Hammelfleisch „ „ 2,92 „
Fleischwurst „ „ 2,60 „J
Blut- u. Leberwurst „ „ 1,80 „
2. Vom 6. Ott. 1919 ab betragen die Preise für: Rindfleisch das Pfund 3,00 Mk.
noch Gi 1 t. berufen. Hier erhielr er al» xJürbi- Tür eine' Bero mfte den Titel eines 6i?eubal,it- Tirefroi-- ir-roß roaren die Verdienste, bie er sich in der Perrontung dieses Berricbsamtes erworben hat Wrilbiickcnb .rar er, als a auf die Herstellung eines 3. BalmstrigeS <rir Bahnhoi G.es;:n er engte bei en ungeheuren Srrt man m Kriegs- -riten erkannte. 1913 erhielt Zirnm.-rmann das Berrictsamt 2 Gießen zur Verwaltung. Im Mai 1918 ivurbc er zum Geheimen Baurat ernannt. Etenfo groß wie cäc Verdienste, die sich Zimmer- mmtn um die Allgemeinheit gemocht hat, find rie Verdienste, die er sich gegen ferne Untergebenen erworben hat Niemals vertrat er einen bureau- fratiiden Skandpuntt. Gegen Versehtungen un- nmfiid tig ftfeng, war er sonst stets höchst heben*- roütbig und hilfsberrit. Wer gefehlt hatte und dm F<-hier wieder gut machte, galt bei ihm bprt nüber als guter, tüchtiger mti> tcfalsfrei^: Mann, ^icier Eigensd-aft verbantte er feine außerordent-
für bte Prämiierung in sieben Grupvcn ringetrilt ^Ansichtskarten aus dem In- und Ausland. Ge- leacnheits- und Zriiegskarten, Amateurphotos imb ...----..... ------- -
Porträts, Bölkcrtvpen unb Trachten, Gemischte eine beliebte urtt> hockyeKbätztc Persönlichkeit ge- ftarten und Briefmarken-. Tie Ausstellung ivirb liefen.
Berlin Pankow, Derui: Zeichner^ Ei Ber m Panko. , Eaillarb.r. 10, B -ickskom-au?o Berlin» Schöneberg. . . ....
Irr gibt an: Ich gehörte in Tranen »er Ge angenschott ber 24. P. G. ftomv an, welche in c nem Barackenlager bei Etavles .*^2- 1917 nrheitete die ftonipagnie aus bedß^ rynhos
A«» Stadt ttnö Land.
Gießen, ben 3. Okt. 1919.
Hindenburgs Geburtstagsfeier.
Hindenburg, dessen Name, wie der Redner des Mends treffend bemerkte, kein mtmite Heller Bilderstürmer aus bern Herzen feines Boltes auslöschen könne, galt die schlichte tyeier un Saale des Hotels Einhorn, zu ber die Deutsch- nationale Volkspartei geitem abend alle Nationalgesinnten unserer Stadt cingelabcn hatte. Tie reich mit Grün geschmückte Buhne zeigte das tön Lorbeer um kränzte Bild des greisen Felb« marschalls. Oberpostsekretär Kohlhaaic leitete ben Abend ein mit herzlichen Worten des Gedenkens für Deutschlands größten Feldhcrm, deftenj Verdienste unser Vaterland auch in feinen schwärzesten Tagen nicht vergessen werde.
Pfarrer Julius Werner, Frankfurt, der über deutsches Heldentum sprach, führte uns zunächst m die Augusttage des ersten Kriegsiahres zurück, als die Kosakcnhorden des Zaren Ost Preußens Fluren zerstampften und wie bann ein Aufatmen durch bie deutschen Lande ging, als der Telegraph die Kunde von Tannenberg brachte, einem Siege, ber sich ebenbürtig dem Cannae Hannibals, dem Beuthen des großen Friedrichs, dem Sedan Moltkes anreihen lasse. Pfarrer Werner zeichnete bann in großen Zügen den weiteren Verlaus des Krieges unter besonderer Würdigung der Verdienste Hindenburgs an deutschen Groß- toten, bis zu unserem Zusammenbruch» auf, versuchte, die Ursachen unseres jetzigen Elends aufzudecken unb schloß mit der Zuversicht, daß das deutsche Volk sid) wieder auf sich selbst unb die »unversiegbaren Quellen seiner Kraft besinnen unb aus dem außenpolitischen Fegefeuer unserer Zeit verjüngt unb neu gestärkt hervorgehen möge. Die mit lebhaftem Bestall auf genommene Rede war umrahmt von vaterländischen Gedichten, durch Frml Mcndclssohn-Bartholb y^zum Vortrag gebracht unb einigen von Frl. Iba Stamm- l c r wiedergegebenen Liebem, begleitet von Pianist Hahn, die ebenfalls Zusttmmung fanden. Die in allen ihren Teilen wohlgelungene und eindrucksvoll verlaufene Feier klang aus in dem Siebe „Deutschland, Deutschland über alles" imb einem begeisterten, dreimaligem Hoch auf Hindenburg.
liche Beliebtheit.
"Lehreri. R. Fr. Kalbfleisck'l. Am 28 September ftorb im 80. Lebensjahre der Senior der riesigen Lehrersckiaft, Lehrer t. tyncbniti Kolbfirisctz. Geboren am 10. Januar 1840 zu Äru- terbad, i. £>., erhielt er seine Ausbildung zum Leh- bcrbcnif auf dem Seminar zu Friedberg, an dem, et zu Ostern 1858 die SckUutzvrüftrng beitand. Bon ?lpril desselben Jahres ab toirftc er bann 18 Jahre auf dem L«toe. Am 1. Juli 1877 trat et in den Sckmldienst "»er Stadt Gießen und fair riet cm der Stete n fd en Mädtzraschnile 32 Jahre, also reichlich ein Menichen-allcr, tätig, bis er am 1. Oktober 1909 in ben )LuheKand tnai. Während seiner mehr als ftmszigjährigen Tätigteit als Lehrer unb Crneher liai der Verstorbene all die Wandlungen im -<Ui!- weien Hessens müerlebt, die deren neuzeitliche Ausgestaltung, in erster Linie bunt das Volkssch»ilgcietz von 1874 stn Gestftge hatte. Legenstrich wat fern Wirken für ganze Generationen unserer tociblid.cn! Ctmrvhnetschaft, imb allgemeine Verehrung und Tanfbatfeü toarb ihm daher in teicheni Maße zuteil. Lingete Zeit hatte ihm ixte hiesige Lehret- sdast das Ehrenamt eines 1. Vorsitzenden an Lehre rverem übertragen. Ehrende Worte des Gedenkens nnbmctcn ihm bei seinem Begräbnis am 1. ds. Mts. mit entsprechenden >rianzspenden Leh- rrr Müller im Namen ber Stodp-Mäddery'chule und Lehret Fischet für ben Gießener Lehretvetein.
** Falsche Fünf zig mark,schein«. Gestern wurde am bieiigen Bahnhof em Pole f'stge- nommen, der einen falschen Fünfzigmarkschein aus- zugeben versuchte. Et verlangte zron Brötchen, rtöfür er den Schein in Zahlung gab. Ta er aufeer dtesem noch eme Menge Kleingeld hatte, so ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß er zu denjenigen Personen gehört, die sich genxrbSmäfeig mit der Verausgabung von falschen Banknoten befassen.
♦* Schu hbiebsta h l. In bet Nacht zum 2. d. Mts. wurde in einem hiesigen Schuhgeschäft durch Einbruch eine größere Anzari schwarze, gelbe und braune Herren-, Tarnen- und ftindrt- fticfcl im Wette von mehrer m Tausend Mark gc- stoUen.
♦* Münchener Kasperl-Theater. Tas war gestern ein .Festtag für Hunderte von Kindern, bic sich im „Einhorn" versammel t hatten, um sich den Vorgängen auf der kleinen Bühne gefangen zu geben, die auf der Bühn^-' d.»s Saales aitigeftf/lagcn war. Eine dankbavere unb teil 'nahmsvollere Zuhörerschaft kann sich fein Theitcr wünschen. Bald atcmverhalfeites Lauschen, bald ruhelojes Gezappel, und dann ein eifrig-'S Mitwirken, tocnn etwa der Kasperl fragte: „Wat vi l- lcicht jemand'hier?" — „Ja!" „©oz wer war denn wohl riet?" „Ter Teufel?" Tas grausige Sfe- schehnis, roic der Wolf Rotkäppchen auf der Bühne verschlingt wirkt eindrucksvoller wie die höchste dra- matitele Spannung aus einen -Gi^vtidrenen. Der Wolf war allciHings auch ein so fibelhasteS Tier, als sei cs just dem Märchenbildctbuche mtsprocheil und seine Sprachweise liefe krinm Zweifel darüber aufkommen, fato er für rin bösartiger Gefell' fei. Tie wirttich glänzende Sprorhleistung d'S Wolfes würbe von dem bekannten Mitglied d-S Frankfurter Schauspie!Hauses, Ben Spanier, aus- iiefübrt, der audx bie meisten anderen Sprechrollen mrifterlid) burchführte. Alles der kleinm Bühne ist mit Gesdnnack und Geschick dem Begriffs- unb Auffassungsvermögen des Kindes angepafet: Sa bic charakteristischen Puppenköpfe, bon Frau Btei- binner und die Tekvtationien, bte aus dem Atelier des Frankfurter Opcmhaufes hervorgnig.'n. Es ist hoch mauerfcnnen, daß die künAerischc Leiterin ber Kaspett-Bühne, Fran Liefe! Siemvn, trr Kinderbühne in dieser burchausgeschmackvollm Weise wied.n zum Leben v'tholse>i bot. Tie strah- lmden Gesichter ber Klein m und Kleinsten nxrren ber beste Dewris dafür.
** Der Orchester verein vercrnstaltetc ge
stern abend in ber Turnhalle am Ostoaldsg.irden i rittet fernem Verdi.mstvol len Leiter Wstnprnb Gernhardt ein WohltätigteitSkonzert zum Besten ber zurückkehrenben Gießener ftriegsgri an geilen. Das geschmackvoll gewählte Programm bracht? gleich zu Anfang mit ber Ouvertüre zur Kantate „Tic vier Menschenalter", von Lackmer, ben De- wris, ipre unter verständiger Leitung imb straffer Fül/ning die ungleicheu Kräfte Vvn Tilettanten zu kimstterisch emroanbfrrier Wirkung zusammengefaßt werden können. Ebenso nnrttlngSvxll wurden Thema und Variationen aus dem A-Dur*£luartett von Beethoven durch das Streichorchester wiedergeg ben unb später Men- belskohns Ouvertüre „Tie Heimkehr ,auS b*r Fremde". Als Solistin wirkte, wie bei einem früheren Konzerte dcS Orchestervereins Fran Scbottc-Freh mit, deren modulattonsfähigen Sopran rott schon damals hervor heben konnten. Diesmal brachte sie Lieder von Schiibert, Schumann, Hugo Wolf und als Besdrluß bic Kvlotatut- Arie der Philine aus der Over Mignon von. Thomas, womit sie weitete Proben einet vielseitigen stimmlichen Befähigung gab. Herr Fritz Leib wirkte als Klatinettensolite in einem Koro zettino von Webet. Ter gute Besuch erbrachte dem Moniert neben reichen Beifall auch einen guten siiianziellcm Erfvbg.
** Der Hessenbnnd ber internationalen Korte spoitdenz- unb Taufd) Vereinigung „@lobu8" voran- stokiet vom 4. bis 6. Oktober 1919 in ben Raunten des Restaurants „PostteNct" eine internationale AnsichtskartenauSstcllung. Es gekan- gen mehr als 30000 Karten aus aller Welt ;ut Ausstellamg. Jn etwa 50 90bat unb einigen Waitdtafrin sind bic Karten untetgebracht vnb
Freiwillig. erscheint ber aus französischer
KriegSgeiangenschast zuruckgekehrte Gefreite Willi i tete er zuerst die T?!'grar'Ieiiiitfa'ftijii in Mainz Hintz, Füj.-Rgt. sJir. 86, 2. Komp., geb. 18. 6. 961 al5 Tclegrapheninspektor Im Iaimar 1902 irnrbc


