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Starkenburg und Rheinhessen. Ein philharmonisches Orchester für ganz .Hessen.
rm. Darmstadt, 3. Oft. Em direktes Bedürfnis wird das durch Obermusikmeister Mick- let) gegründete Philharmonische Orchester für ganz Hessen sein. Durch den Weg- kcmn nunmehr in der Zeit vom 4. bis 11. Oktober mit guter musikalischer Kost versorgten, ist eine Lücke entstanden, die durch das philharmonisck>e Orchester durch bahnbrechende Arbeit auszufüllen in der Lage sein ttrirb. Es wäre zu wünschen, daN die Staatsregierung sich der guten Sache annehmen würde. *
rm. Darmstadt, 3. Oft. Die.Stadtverordneten genehmigten heute Verschiedene vem Bauverein für Arbeiterwohnungen, sowie dem Siedelungsausschach zur Bebauung vorgelegte Pläne. Eine Verorbnung betr. die Beschlagnahme von Dachräumen und sonstigen zu Wohnungen geeigneten Räumen wird nach lebhafter Aussprache genehmigt. Die erhöhten Straßenbahntarife werden genehmigt und die Abrechnung des städt. Wurstbetriebes wird gutgeheißen. Die Anträge des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten um Gewährung einer Stiftung von 20 000 Mk., Gewährung! von 1000 Mk. zur Errichtung einer Geschästs- und Fürsorgestelle des Bundes, sowie eines lau- ienden Beitrags werden abgelehnt. Auch der Antrag des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten auf finamielle Unterstützung findtt Ablehnung, da das Reich hier eintreten muß. Die Sammlung zu Gunsten der Kriegsbeschädigten der Stadt Darmstadt in Höhe von 230000 Mk. fallen nach einem besttiminten Plfane auf die nächsten 50 Jahre verteilt ausgegeben werden. Der Vorschlag findet Annahme. Für die Unterbringung der Landwirtsch. Winterschule im alten Theater sind 14000 Mk. ontwendig, die bewilligt werden. Die Zuschüsse zu beit Kosten der höheren Schulen mit etwa 180000 Mk. werden bewilligt. Der Vorschlag zur Bildung eines städt. Beamtenausschusses findet Annahme.
rm. Darmstadt, 1. Okt. Eine ganz wesentliche Preiserhöhung hat nunmehr zum zweiten Male die Heag für die Darmstädter elektrischen Straßenbahnlinien, sowie für die Vorortbahnen eintreten lassen. Alle Fahrpreisermäßigungen für Militär werden aufgehoben. Der Mindest- fahrpreis wird auf 20 Pf. für die kleinste Tarifstrecke festgesetzt. Der Mindestfahrvreis für die Borortstrecken beträgt 30 Pfg. Auch die Monats-, Schüler und Arbeiterkarten werden entsprechend erhöht.
= Bensheim a. B., 30. Sept. Der Ka- vuzinerorden nimmt nach hundertjähriger Unterbrechung am 6. Oktober roieber von seinem alten Kloster in Bensheim Besitz.
Hessen-Nassau.
Strahenbahnunfall.
--Frankfurts. M., 2. Okt. Auf der Breidenbachbrücke rollte ein Straßenbahnwagen, dessen Bremse versagte, zu Tal und stieß gegen ein Haus. Bei dem Anprall erlitt ein junges Mädchen eine schwere Gehirnerschütterung, und zahlreiche Fahrgäste leichtere Verletzungen. — Beim Absprung vom fahrenden Straßenbahnwagen trugen ein I5jähriger Schüler und eine 24jährige Ver- läuferin Beinbrüche davon.
Kohlenmangcl der Höchster Farbwerke.
Höchst a. M., 2. Okt. (Wolff.) Wegen Kohle n m a n g e l sind die hiesigen Farbwerke gezwungen, vom kommenden Vcontag ab einen großen Teil ihrer Betriebe bis auf weiteres stillzulegen. Mit denselben Schwierigkeiten haben auch die Chemischen Werke in Griesheim zu iämpfen, wo ebenfalls eine größere Betriebsein- schräntung Platzgreifen soll.
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Frankfurt a. M., 2. Oft. (Wolff.) Die Eisenbahnbirektion gibt amtlich bekannt, baß die Güterabfertigung Frankfurt-Hauptbahnhof wegen Ueberfüllung des Güterbodens am 3. und 4. Oktober feine Frachtgutstücke annimmt.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Gegen den Hilfspolizisten Adolf B i ck e l m a n n, der vor kurzem in der Kronprinzenstraße einen älteren Mann ohne jede Ursache zu Boden schlug, so daß er nach wenigen Augenblicken verstarb, wurde von der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Körperverletzung mit tätlichem Ausgang eingeleitet. Der Hilfsschuhmann wird sich vor dem Schwurgericht zu verantworten haben.
— Frankfurt a. M., 2. Oft. Amtlichen Mitteilungen zufolge beträgt der Wert der seit
I Friedensschluß vom besetzten Gebiet allein über j Frankfurt nach Deutschland eingeführten fertigen Tex tilwaren zwei Millionen Mark. Diese Waren, mit denen die großen Städte und Handels- häuser vollgestopft sind und die unerschwinglich hoch im Preise stehen, werden gegenwärtig von den gleichen Schiebern, die die Waren einst eingeführt, nach dem Auslände abgestoßen. Infolge unserer tief- stehenden Valuta abermals mit erheblichem Gewinn.
tr. .Fr an kfur t a. M., 1. Okt. Der heutige Arbeitspferdemai i auf dem Gelände an der landwirtschaftlichen - le war außerordentlich stark beschickt. Es standen rund 1000 Tiere zum Verkauf. Befonders waren Pferde mittleren und schweren Schlages angetrieben. Auch aufgefütterte Militärpferde waren vielfach zum Verkauf an geboten. Die Preise waren im Verhältnis zum Angebot recht hoch. Gute und mittlere Pferde waren nicht unter 5000—7000 Mk. käuflich. Beste Ware stieg sogar bis 10 000 Mk. Russenpserde galten 3000—3500 Mk. Der Markt wurde nicht vollkommen geräumt, da die Landkundschaft nicht sehr zahlreich vertreten war. Fn Schlachtpserden kein Angebot.
tr. Frankfurt <- M., 1. Okt. Derer st e Meßtag brach c der Einfuhrmesse schon einen recht starken Besuch. Viele Plätze sind noch nicht eingerichtet, so daß die Käufer, um erst ein vollständiges Bild zu gewinnen, noch nicht abschlossen. Der Verkehr auf dem Meßgelände war zeitweise so stark, daß einzelne Meßhäuser stundenweise gesperrt werden mußten.
wandern nnd Reisen.
Q Aus dem Vogelsberg, 2. Oft. In Rieder-Moos wurde auf Anregung von Prof. Dr. Röschen (Laubach), dem vewrenstvvllen Förderer der V. H. C.-Bestrebungen ein Z weig- verein „M o o s e r Grund" des Vogelsberger Höhenklubs" gegründet, wozu zahlreiche Gäste der Zweigvereine aus Gießen, Schotten, Laubach, Gedern und Lauterbach erschienen waren. Professor Röschen hielt bei der Gelegenheit einen mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag über Zweck und Ziele des V. H. C. und über die Geschichte des Mooser Grundes. Der neue Zweigverein umfaßt die Gemeinden, die zum früheren Nieder-Mooser Gericht gehörten, über dessen Geschichte Professor Röschen interessante Mitteilungen geben tonnte. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Bors. Veterinärarzt Lang, 2. Vors. Pfarrer Naumann, Schriftf. Lehrer Pauli, Rechner Gemeinderechner Heitzenröder (N.-Moos), Beisitzer Beigeordneter Schüttel (N.-Moos), Gastwirt Lind (Ober-Moos), Apotheker Weinmann (Freiensteinau) und Förster Eichenauer (Gunzenau).
O Friedberg, 2. Oft. Der Daunuskütb „Wetterau" hat für die nächste Zeit noch einige Jugendwanderungen geplant, die unter sachkundiger Führung untere Jugerch mit der Pilz- kenntnis vertraut machen sollen.
Turnen.
Rod he im a. d. B., 28. Sept. Heute hiett der Turnverein Ruücheim a. d. B. sein diesjähriges Abturnen im Saale des Gastwirts Bender. Dauerndes Regenwetter macht; volkstümliches Turnen im Freren leider unmöglich An dem Turnen beteiligten sich 28 aktive Turner. Der Aufmarsch war £hxrmm wie 'die exakten Freiübungen. Das.Lewertete Geräteturnen der drei Riegen bewies, daß der Verein die kurze Zeit vom Kriegsende bis heute tüchtig auSgenutzt hat. Tie U;bun- gen am Reck, Barren und Pferd wurden stramm und gewandt ausgeführt. Besondere Anerkmnung verdienen die beiden Turnwarte Keller und Leicht. Ihrem Eifer und Können ist es in Gemeinschaft mit der Rührigkeit des Vorsitzenden Adolf Hassel- bact und den Vorstandsmitgliedern zu danken, daß der Turnverein aus scheinbarem Niedergang erstarkt und emporsteigt. Ter Bruderverein „Männerturnverein Rodheim a. d. B." war als Gast erschienen. Tie vollendeten Leistungen der Gäste fielen besonders durch sichere Ruhe und Gewandtheit auf. Tie anschließende! Feier wurde durch eine kurze Festansprache und Verlesung der erreichten Punktzahlen eröffnet und verlief in voller Harmonie bei Tanz und Gesang. Wie man hört, sollen auch Volksschülerabteilungen innerhalb der Turnvereine entstehen.
vermischtes.
= Der Hund' als Banknoten- s'chmuggler. Ein Grenzjäger an der deutschschweizerischen Grenze beobachtete wiederholt, daß auf Arten Pfiff ein Hund die Grenze durch einen Wald passierte. Er köderte das Tier mit einem großen Stück Wurst und führte es bann gefangen in bie Wachstube. Hier entdeckte man an dem Halsband ein Körbchen, das bankmäßig verpackt 200 000 Mark in Tausendmarkscheinen barg. Die Geldsumme sollte, wie bie vorhergegangenen Sendungen, in die Schweiz geschmuggelt werden.
Arrnst und Wissenschaft.
** Der Verband der bildenden Künstler in Hessen hielt am 27. September nachmittags in dem Festsaal der Baugewerkschule in Darmstadt seine ordentliche Mitgliederversammlung ab, die trotz der Verkchrsschwierigfeiten auch von auswärttgen Mitgliedern stark besucht war. Der Verband umfaßt zur Zeit 170 Mitglieder, darunter 70 aus Darmstadt. Ter Versammlung ging ein Lichtbildervortrag von Geheimrat Walbe über „Dörfer und Kolonien" voraus. Eine gemeinsame Besichtigung der Ausstellung auf der Mathildenhöhe sowie der Darmstädter Sezession und der Ausstellung von Ludwig Enders im Gewerbemuseum hatte bereits am Vormtttag stattgefunden. In der geschlosserten Versammlung erstattete der Vorsitzende, Geheimrat Pützer, Bericht über die bisherige Tätigkeit des Verbandes und betonte, daß der vorläufige Vorstand unbeirrt von Sonderströmungen die Geschäfte im Sinne der bei der Gründungsversammlung geäußerten Wünsche geführt hat. Leitend war stets der Gedanke, daß der Verband die gesamte werktättge Künstler) chast Hessens umfassen soll, ohne irgendwelchen Unterschied künstlerischer Richtungen. Der Verband darf kein Jnteressenbund einzelner Mitglieder ober einzelner Gruppen fein, sondern muß ein zu objektiver Arbeit bereiter Zusammenschluß bleiben mit ideellen, allgemeinen Zielen, um bie bildende Kunst in "vifen zu stützen und zu fördern und ihr zu der Bedeutung im öffentlichen Leben ebenso wie im iitdividuellen Dasein zu verhelfen, die ihr als einem allgemeinen Kulturgut von höchster Bedeutung zukommt. Von den beiden eignen Ausstellungen, die in beetem Jahre geplant war.. . konnte nur bie juryfreie Ausstellung im Kunftoerein stottfinden. Eine zwecke Ausstellung sollte einen lleberblitf über bie Entwicklung und die Leistungen des Expressionismus geben, scheiterte aber nach mühevoller Vorbereitung an den Verhältnissen unserer Zeit. Auch die Dersendung der juryfreien Ausstellung als Wanderausstellung nach anderen hessijchen Städten mußte unterbleiben. Die Wahleit zur endgültigen Bildung von Vorstand und Ausschuß, bei denen auch ben abwesenden Mitgliedern Gelegenheit zur Abstimmung gegeben war, führten zu folgendem Ergebnis: 1 Vorsitzender: Ge^imrat Pützer; Vorstand: Dr. Feigel, Altheim, Frl. Stegmayer, Tr. Haupt, Küchler; Beisitzer: Musel-Mainz, Köddmg- Gießen; Kunstausschuß: Architekten: Geheimrat Walbe, Krug, Baural Sander-Offenbach, Musel- Mainz; Kunstgewerb!« Enders-, Koch-Offenbach, Wende, Gengnagel; Maler: Huth-Bensl-eim, Frl. Best-Mainz, Prof. Hölscher, Altheim: Bildhauer: Prvf. Jobst, Prof. (Sauer, Huber-Offenbach; Kunsthistoriker: Dr. Back, Dr. Neeb-Mainz, Dr. Feigel.
Büchertisch.
des Auslandes zu erwerben, das wir vor *lkn Tin gen brauchten, um unsere Wirtsckioft durch Roh- stolfbclieferungen uitd Valutaderbesscrungen wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Es ivird und Vertrauen werden, wenn wir uns selbst vertrauten. Tie Messe sei schließlich ein Beweis unseres unum stößlichen Willens zur Selbstbehauptung allen feindlichen Gewalten.gegenüber. Wir verlangten unser Recht unter den Kulturnattonen und dies müsse uns werden.
Ter Präsident antwortete darauf: Ihr warmherziger Appell des Vertrauens und Opti^ mismus, den Sie beim Betreten der Frankfurter Messe an mich richteten, findet bei mir freudigen Wietnrhall. Wir müssen es als unsere vornehmste Ausgabe betrachten, bie Kräfte des dmischen Wirtschaftslebens ryeber mit allen Mitteln zu bücben und zu fördern. Tas Vertrauen und Zusammenarbeiten aller schaffenden Kreis: unseres Dolk^, Bürger wie Arbeiter, sind, wie Sie h?rvorheben, Faktoren, die uns die Gesundung unseres Wirtschaftslebens verbürgen. In gemeinsame: Arbeit wirb es auch gelingen, dve Fäden wiedw anzu- knüpfen, die uns mit dem Ausland verknüpfen., Frankfurt hat auf diesem Wege mit der Eröffnung der Einfuhrmesse einen mutigen Schritt getan. Möge ihm reicher Erfolg beschieden sein?
Goldzahlung der Reuhsbank.
Bern, 2. Okt. (WTB.) Schweizerische Blätter melden, daß in London 2 0 Millionen Reichsmark in Gold von der Reichsbank für die Entschuldung Deuts chlands ein- gezahlt worden sind.
Der Berliner Metallarbeiterstreik.
B e r l i n , 3. Oft. Zum Metallarbeiterstreik stellen die Blätter fest, daß sich bnite die 15er Kommission entscheiden müsse, ob sie d'n Vir- schlag des Reickisarbeitsministers auf Einsetzung eines neuen Schlichtungsausschusses an- nehnre ober nickt. Es habe den Anschein, daß bi: Streikleitung auf das Angebot eingehen w'rbe, umsomehr als sie meint, daß die Vermittlungsaktion des Rcichsarbecksministers den Untern'.h- meni unbequem gekommen sei.
Kartoffelbeschlagnahmc im Stadtbezirk Trier.
Trier, 2. Oft. (WTB.) Tie Stadtverwaltung versuchte heute im Hochwald Rein - feld unter Zuhilfenahme von Gendarmerie und Polizisten des Bezirks Kartoffeln zu bet schlagnahmen. Dabei kam es zu Tätlichkecken^ her denen ein Dauer erschossen wurde.
Ein weiterer Beschluß der französischen Kammer.
Paris, 2. Okt. (WTB.) Tie Kammer nahm die Vorlage betr. die Ratifikation des m i • litärrschen Abkommens zwischen Frankreich, England und Amerika mit 501 StjZllnen endgiltig an.
— RundumSankt Annen. Neue Pick- balge-Gesckichten. Von Wilhelm Scharrelmann. 274 Seiten. Gebunden 7 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
Höchste Temperatur am 2.10. —15.5", 3. 10. —11.1°. Niedrigste „ , 2.10.11.0», 3. 10. = 8.9°.
Niederschlag: 0.9 mm
Wettervoraussage
für Samstag:
Wolkig, tvocken, vorwiegend nördliche Winde, nackts etwas kälter.
Letzte Nactirichten.
Lbert in Frankfurt.
Frankfurt, 3. Oft. (WTB.) Reichspräsident Ebert ist heute vormittag zur Besichtigung der internationalen Einsuhr- messe hier eingetroffen. Er begab sich direkt vom Bahnhof nach der Meßhalle, 'wo er vom Stadtrat Tr. Landmann mit einer Anspracl-e begrüßt wurde. Tie Ernsuhrrnesse sei ein Beweis des Vertrauens zunächst zum» Reich. Ter Entschluß zu ihrer Ausführung fei in den Tagen des Friedms- scklusses entstanden, in einer Stimmung des tiefsten Pessimismus. In jenen Tagen den Opttmis- mus zu bewahren und auf die Zuftmst des Meiches zu vertrauen, sei fast vermessen gewesen. Tie Einfuhrmesse sei ferner der Beweis be3 Vertrauens in bie wirtschaftliche Selbstbesinnung der arbeckm- den Stände. Weiter diene fie dazu, das Vertrauen
Die Pläne d'AnnMzios.
Versailles, 2. Okt. (WTB.) Tie Chicago Tribüne meldet aus Fiume: Tie südsla- w r s cke R e g ie r u n g hat beschlosien, die Jahres- klassen 1880 bis 1896 zu mobilisieren. Nach der gleichen Zeitung soll d'Ann u n zi o die Absicht haben, eine Republik Venedig aaszu- rufen, wenn die italienische Regi.'rung fortfahre, ihn zu desavouieren. Nach dem gleichen Statt? unterstützen die italienischen Kolonien in Nord^ amerito und Brasilien d'Annunzio, erstere sollen zü fernen Gunsten 500 000 Dollars, letztere 100 000 Dollars gesandt haben.
Vom Feldzug Denikins.
Berlin, 3. Oft. Laut „Berl. Lok.-Anz/' aus Kopenhagen, hat narb Kiewer Meldungen bk Truppe Denikins 40 000 Leichen g e -> funden. An der Spitze der Terroristen stand eine Lüdin. Sie wurde von den Russen gen fangen und sofort erschossen. General Denekin hat einen Befehl erlassen, wonach in der Ukraine die russische Sprache als einzige Sprach? nrieber eingeführt wird. Die Zeitungen sind einer strengen Zensur unterworfen und haben ihr Erscheinen eingestellt.
Die französische Kammer.
Paris, 2. Okt. (WTB.) Havas. Die Regierung will einen Gesetzentwurf ausarbeiten, durch den das Saturn für den Ablauf der Amtsdauer der Kammer auf den 1. Dezember festgesetzt und auf den 9. November die Neuwahlen an- gesetzt werden, die allen übrigen Wahlen vvran- gehm.
Ein Mnstlerstreik in Paris.
Paris, 2. Oktober. (WTB.) Havas. Tie Artisten und das andere Perslonal bei C>omsdie Francaise hielten unter dem Vorsitz Feraudhs eine Versammlung ab. Sie beauftragten das ®Irrem, ein Projekt für die Orgrni- sation des gesamten Personals der Eomsdve Fran- raffe auszuarbeiten. T« Op4ra Eomigue htt, da ite durch den Streik in Mitleidenschaft gezogen worden war, ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. In einer Versammlung der Streikenden wurde mitgeteitt, daß die Artisten der Opsra und des Odöon bie Arbeit ebenfalls einstellen werden^
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