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Vorschlag ein Nmderntz bereiten Ömtte Dec Vorschlag her alliierten unb assoziierten Regie­rungen 6itbet einen eklatanten Gegensatz zu dieser autokratischen Anschauungsweise, indem er nicht bloß bestimmt, das; in den Konferenzen nach Delegieren und nicht nach Negierungen gestimmt wird, sondern vorsieht, daß ein von zwei Dritteln aller Delegierter formulierter Vorschlag tn die Tagesordnung ausgenommen werden soll

Tie Vorbereitungen zu ber ersten Versammlung b«r internationalen; Drbeiterorganisa t i»on, bic .tm Oktober tagen soll, werden emsig betrieben. Es liegt am ber Hanb. bas; fern BesMuß besteht, einen Ar b-ritersougreß in Versailles zu versammeln. De-c Vorschlag der deutschen Telegatvon, auf ber Ta­gung zu verhanb.'lu Zwecks Veranstaltung eines solchen Kong esses, stel7t vielmehr ben Interessen bet Lohnarb.iter aller Länder entgegen, indem diese sämtlich die W ieber he r ste ll ung des Friedens ersehnen, wxlcher der Lage ein Ende machen soll, torfdie m vier Ja Irren deutscher Angriffe gesckmffen wurde Ta den alliierten und assoziierten Regerungen daran gelegen.ist, diesen sehnlichen Wunsch zu erfüllen, möchten fie den Ab- Eich des Friedens nicht verzögern, sondern be­schleunigen. Sie wünschen die Bestimmungen eines sozialen Programms zur Annahme zu bringen, die wohl ohne Zweifel schm verwirklicht wären, hätten nicht die deutschen Angriffe die Gedanken und Sorgen ber ganzen Welt dem Kampfe für die Freiheit zugewendet und die Völker gezwungen, bic Wahrung ihrer Unabhängigkeit jedem -ntberen Ideal voranzustellen. t r

Nachsatz: Tie Komnrissvon hält dafür, daß bic Fragen ganz besonderer Art, die sich auf dos Min­destmaß Ser bat Seeleuten zu gewährenden Vorteile beziehen ,in einer besonderen Session ber inter­nationalen Arbeiter Konferenz zu behandeln seien, die sich ausschließlich mit ben Seeleuten beschäf­tigen würbe.

Nachsatz 2: Tie Kvnnw'ffton Luchert ben Wunsch, es mMi'f fo bald als mög'ich zwisck-en ben beiden vertragsckließenden Parteien eine Vereinbarung zustande kommen, die darin gipfelt, daß die inter­nationale .Konferenz für Arbeitecg- set>oebung unter ben Auspezien des Völkerbundes Vollmacht erhalt unter gewissen Bedingungen einen Beschluß mit internationaler Gesetzeskraft zu fassen.

JurLckDeisung drr -<uttch«n Gegen- vorschläge?

-Paris, 2. Juni. (Wolff.) DasEcho de Pari^ versichert, baß die Antwort im Namen der Alliierten dem Grasen Brockdorf f-Rantz au durch Clemeneeau am Freitag überreicht wer­ben wird. Sie wirb, wie man sagt, eine begrün­dete Zurückweisung enthalten, nach bet Deutschland die Bedingungen der Entente vor dem 15. Juni anzunehmen hat.

Paris, 2. Juni. (HavaS.) DieChicago Tribüne" bestätigt, daß Wilson an Clemen- ceau und Lloyd George ein Telegramm geschickt habe, in dem erklärt wird, bie Hauptsache sei, daß die Bedingungen des Vertrages ttotz der deutschen Drohung aufrecht erhalten bleiben. Der Präsident ist dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund gegenwärtig unbedingt abgeneigt. Wilson werde sich weigern, den Deutschen in Ga­lizien eii« Volksabstimmung zm. erlauben.

Ine geheime Beratung in Paris.

Paris, 1. Juni. (Wolfs.) Havas. Diplo­matische ßage. Am Samstag nachmittag fand im Ministerium deS Aeuheren eine geheime Sitzung statt. Die Delegierten der Möchte, dic an O e st e r- reich ben Krieg erklärt haben, ober die aus ber ehemaligen österreichisch ungarischen Monarck^e hcr- vorgcgangen ftnb, brachen ihre Bemerkungen zu -ben Friebensbebingungen vor. Bratianu äu- ßerteöebenten wegm der Bestimmungen, daß verschiedene politisch ober territoriale Minder­heiten in ben neuen Gebieten der größer gewor­benen Staaten in Mitteleuropa, in Dolen, Rumä­nien, in ber Tschckw-Sbowakei und Südslawien dem Schutz des Völkerbundes unterstellt werden sollen, indem diese Bestimmung die Souveränität ber betreffenden Staaten verletze. C l e m e n c e au bekämpfte diese Auslassung und Präsident Wil- s on legte bar, baß bie Gleichberechtigung ber Na­tionen vollkommen gewahrt sei. Paderewski und Kramarsch stimmten schließlich dem von ben südslawisckren Delegierten vorgeschlagenen Texte mit dem Vorbehalt einer eventuellen Bendernng des Textes zu.

Tie vier Staatsmänner prüften SamStag vor­mittag den deutschen Gegenvorschlag und überwiesen verschiedene Artikel an die zuständigen Ausschüsse zur Begutachtung. Tie Kommission für die Festsetzung der Bestimmungen ber Militär-Ver­waltung der rheinischen Gebiete hielt am Vormittag und am Albend Sitzungen ab. Tie Be­stimmungen werden sofort nach Unterzeichnung des Friedens in Kraft treten. Ter Sitzung wohnte u. a. Marschall Fach. General Wehgand. Loucheur, Gerier al. Wilson, General Tiaz und General Bliß bei.

Uns» dem Reiche.

Die Leiche der Frau Luxemburg.

Berlin, 2. Ium. «(Wolff.) Am Sonnabend rft stromabwärts an der Stelle, wo Rasa Luxemburgs Körper ins Wasser geworfen wurde, ein iveibächer Leichnam geborgen worden. Es bcffe'lyf die Walirscheinlichkeit, baß es sich um die ßctcfK ber Frau Tr. Luxemburg hantelt. Ta die tn Betracht tommenben Stellen erklärten, in­folge der feit Monaten betriebenen planmäßigen Hrtzr fei mi brr Möglichkeit von Ausläufen vor dem Schaulmuse .zu rechnen, wohin der Körper gebracht worben war, verfügte bas Oberkommando die Ueberfübrung der Leiche nach dem Garnison­lazarett Zossen. Alle weiteren Maßnahmen .unb Anordnungen hat der zuständige Richter in völliger Freiheit und Selbständigkeit zu treffen.

Aur Hessen.

Eivkommer, nnd Vermögenssteuer in Hessen 1917 und 1918.

Ein Vergleich biejer beiden Jahre (Vgl. Nr. 994 ber Mitteilungen btr Hessischen Zentralstelle für bie Landesstatistik)'rst dir starke Zunahme ber Steuersumme int Jahre 1918 erkennen. Bei ber Vermögenssteuer ist die Zunahme allerdings »mäßig. Sie beträgt nur 301 000 Mk. (5,6 Pro-.), womit der Ertrag dieser Steuerart im Jahre 1918 auf 5 711 000 Mk. gewachsen ist, während die Ein­kommensteuer um 10 576 000 Mk. (46,2 Pvvz.) auf 33 452 000 Mk. gewachsen ist. An dieser Steigerung sind sämtliche Städte mit Städtcordimng und sämt- Lchle Finanz bezirke, wenn auch sehr ungleichmäßig.

Ans Stabt tmb Land.

Gießen, 3. Juni 1919.

Zum Post- und Telegraphenverkehr in Gießen.

Don interessierter Seite wurden uns verschie­dene Klagen über ben Postz« und Telegvaphcnver- krhr am Hauptpostamt Gießen vvrgelegt die wir bent ^<legraphenmnt zur Nachprüfung iwermittelt haben.

Tas Telegvapbonamt gibt dazu nachstehende Aufklärungen, bic dazu beitragen werden, manche Mißstimmung zu beheben.

Ter Verkehr am Schalter für Tele­gramme und Gespräche ist zeitweise außewitentlich rege; das Postomt hat deshalb Maßnahmen zu dessen Bewältigung insofern getwffen, als zwei besondere Hilfskräfte an besonderem Sel«lder allein hierzu in jüngster Zeit neu eingestellt worden sind, bereit Ausbildungnicht rfair heute aus morgen mök^ich war. Daß nicht sämtliche Schalter Tele­gramme aimehmen und Gefprärlisanm.lbunaen vev- mitteln können, liegt daran, baß räumlicher Be- ftfnanhingen wegen bic dafür erforderlichen tech­nischen Änrichtungen nicht getroffen werden kön­nen. Wenn nun zeitweise Andrang am Selo gtam mfkalter herrscht, so dürfte die Zahl der Ab- zusectigenden mit 50 weit übertrieben sein : weiter­hin bleiben Gespräche anmeldende Personen, deren vorläuftge Abfertigung erfolgt ist allen Ausfvr- derungen zum Trotz in unmittelbarer Nähe des Schalters stehen, anstatt zur Seite zu treten, wo­durch der Eindruck erweckt wird, daß btt Ab­fertigung des Publikums ftode.

Am Balmhose ist ein Fernsprechauto- m a t ausgestellt. Tie Aufstellung eines Feinsprech­antomaten im Schallervvrraum bes Postamts in der Bahnhofstraße iiftt wegen Raummangels nicht möglich. Wir bezweifeln allerdings, ob sich bei einigem guten Willen nicht doch eine Löstmg zur Aufstellung eines Fernsprechautvmaten im Haupt­postamt finden ließe. Er muß ja nicht unbedingt rin SchaÜervarraum mügestM (rin. 88*.)

beteiligt. Am geringsten war. so lesen wir in der | muß un Stadchause weiterhin lebendig blci- ^Darmst. Ztg", bie Zunahme in Darmstadt I, ben; das Amt wird bei den wachsenden, wich

tigen Aufgaben der Kommunalpolitik erhöhte Anforderungen stellen. Von den früheren

Die Zusammensetzung nach Berufen.

neuen Stadd-

Bankdirektor, Bauunternehmer, Bautechniker.

Redakteur, Kaufmann, Geschäftsführer, Buchhalter, Gewerkschastsbeamtr, Krankenkassenangestellter,

Nach Berufen geordnet sind im verordnetcnyarlamente bei treten:

3 Oberlehrer.

3 Lehrer,

3 Universitätsprofessoreu,

3 höhere Justizbeamte,

1 1

1 1

1

2

1 2

1

9 Gewerbetreibende,

1 Zugführer und 1 Reserve-Lokomotivführer,

1 Bahnschlosser,

1 Werkmeister,

1 Dreher,

5 Frauen.

Stadtverordneten werben nur fünf ihres Amtes weiter walten: Urftabt, Sommer, Winn, Ebel, Vetters. Sie werben etwas Tradition im Stadtparlament bewahren. Treue, uneigennützige und mtbestochene Ar­beit bei freimütiger Meinungsäußerung soll die Parole sein. Endloser Eräfsnungsrede- schlachten nach der Art der Rätekongresse be­darf es nicht. . .

- VVL ouiuifinv ui JC'uuiiiiuui *, Beerfelden, Hungen nnd Lauterbach, wogegen die rhrinhessischen Bezirke, offenbar infolge ber gestie­genen Wcinprcisc, ben größten Zuwachs auftrxesen.

Das neue StaNDerorönden-KoIkgiiim.

Gießen, 3. Juni 1919.

Das Ergebms liegt vor uns, und wir sollten nmi die erkorenen Zweiundvierzig, die in vier ungleichen Sektionen in Den Stadthaussaal einmarschieren, mit Hüte- schwenken und lautem Beifall begrüßen. Aber es herrscht keine rechte Befriedigung in der Bürgerschaft. Wenn die Wahl auch keine großen Neberraschungen gebracht hat und der bürgerliche Einigungsgedanke gegenüber der Sozialdemokratie sich eines gewissen Erfolges erfreut nur drei Abgeordnete fehlen der Vereinigten Liste" zur Zweidrittelmehrheit so betrachtet man diese Wahl in weiten Kreisen dennoch als mißglückt. Nicht, daß man sagen könnte, es seien nicht lauter wür­dige und ehrenwerte Männer erwählt wor­den, aber die Mischung und Zusammensetzung hält den prüfenden Blick nickst aus. Es liegt aus ber Hand, daß wir vor bent 1. Juni den Stimmzettel der bürgerlichen Parteien nicht kritisieren und zerpflücken ronnten, denn er war nicht mehr zu ändern und mußte aus den von uns mehrfach angeführten Grün­den gewählt werden. Heute möchten, wir je­doch hem Ausdruck geben, was die meisten Wähler vor dem Vorschlag der politischen Parteivorstände gefühlt uno gedacht haben: er ließ vom berufsständischen .Gesichtspunkt aus viel, ja beinahe alles, zu wünschen übrig und schien zum Teil die -Stadtverordneten- Mandate wie Geschenke und Anerkennungen für treue Parteidienste verteilen zu wollen. Es wurde weithin übel vermerkt, daß die Vorsitzenden der beteiligten Vereine so dienstbereit und zielbewußt tn bie vorderste Front traten, auch in ben Fallen, wo wei­tere berechtigte Interessen nicht in Frage standen. Unmaßgebliche Rücksichten wurden über die städtisck-en Erfordernisse und Inter­essen gestellt. Zuerst hätte man doch wohl fragen müssen: welche Sachkunde muß in oem städt. Kollegium vorwieaend vertreten sein, an welche Ausgaben gilt es heranzu­treten, und welches ftnb danach die geeigneten Männer? Dann wäre es nicht passiert, daß man die wichtigen Gebiete der Technik, des Handels und Wandels, der Finanz, ber Zahl nach so wenig berücksichtigte! Gewiß, ein Stadtverorbneter soll für seine vielseiti­gen Aufgaben gerüstet sem, und darf nicht nur einseitigen Interessen dienen wollen. Da­rum aber hatte man auf praktische Män­ner, bie mit bem Wirtschafts- und Geschäfts­leben rege Fühlung unterhalten, zuerst zu sehen. Es war ein offenkundiger Mangel der vereinigten bürgerlichen Liste, daß sie so un­verhältnismäßig viel Lehrern und Beamten den Vortritt ließ. An ber Spitze marschieren brei Oberlehrer, zwei höhere Justiz beamte, abermals em Lehrer, ein üniversitätspro- fessor. Das finb die sieben ersten Kandidaten. Unter den 25 Gewählten derselben Liste be­finden sich: drei Universitätsprofessoren, drei Oberlehrer, brei Lehrer, drei höhere Gürichts- beamte, ein Bankdtrektor, ein Bauunterneh-

Was die Verteilung ber Steuersummen in den ein­zelnen Provinzen anlangt, so hatte Starkenburg un Jahre 1917 hinsichtlich der Bermögensstvuer «noch den Vorrang, hat diesen jedoch im folgenden Jahre an Rheinhessen abgeben müssen, das die Pro­vinz Starkenburg um 53'0 000 Mk. überflügelt hat. wogegen hinsichtlich der Vermögenssteuer auch im Jahre 1918 Starkenburg noch obenan steht. Auch bringt Darmstatt nach nric vor unter den großen Städten die höchste Vermögenssteuer auf, worauf Mainz, Offenbach, Worms und Gießen folgen. An­ders steht es bei ber Einkommensteuer. Hier steht Mainz mit 4 751 OVO Mk. im Jahre 1918 an ber Spitze worauf Offenbach mit 4 197 020 Mk.,Darm­stadt mit 3 172 OuO Mk imb in weitem Abstand Worms und Gießen folgen.

Aufstellung ber Vermögensverzeichnisse.

Berlin, 31. Mai. (Wolff.) Nach einer Be­kanntmachung des ReichSfinanzmi7N.s>ers flamt die Frist für die Aufstellung der Beim ö gensver­zeichn issc allgemein bis zum 30. Juni 1919 verlängert werden. Steuerpflichtige mit einem Ver­mögen von wen i ger als 1 0000 Mark fallen ntr Aufstellung und späteren Einreichung eines Vermögensvcrzerckmisses nicht angehalten werden. Bei Wertpapieren (einschließlich Schuldbuchfarde- rungen) wird auf die Einsetzung ber Kurs- und Sten edierte imb der Gesamtwerte bemütet Bei verschieden großen Stücken der Zeichen Wertpapiere genügt in ber Spalte Stückzahl die Eintragung diyerie Stücke" und in ber Spalte Nennwert ist unter allen Umständen nicht ber. Nennwert bet einzelnen Stücke, sondern bpr gesamte Nominal­betrag ber betreffenden Wertpapiere anzugeben.

a. Stumpertenrod, 31. Mai. Auch in unserer Gemeinde finden eifrig Vorbereitungen für die kommende Ge m e inbe r a t swa hl statt. Die Wahlberechtigten würben nach der Größe ihres Gutes in 3 Gruppen geteilt: 1. Gruvve: 40 bis 100 Morgen. 2. Gruppe: 15 bis 40 Morgen, 3. Gruppe: unter 15 Morgen. Jede Gruppe schlug nun aus ihrer Mitte 4 Glieder für den gemeinsamen Wahlvorschlag vor.

Die Entwickel«»- Ser politische» Der- hültnisse in Gießen.

Wahlbeteiligung

44,8%

60%

80%

Bürgerliche Parteien

6 012

9 494

11194

Mehrheitssozialisten

1787

5 038

5797

Unabhängige

1868

407

956

Angestellte

630

Die Zahlung

in den

Wahlbezirke«.

Abstimmungsbezirk |

Gesamtzahl der ab­gegebenen Stimmen

ungültige Stimmen

Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen für den Wahlvorschlag

Unab- _ hängige

Sozial- demokrat. ~ Partei

Bereinigte bürgerliche List« -

Privat» _ angestellte **

1

507

4

162

109

212

20

2

720

4

158

156

353

49

3

545

134

145

219

47

4

532

2

99

113

277

41

5

569

2

160

128

232

47

6

588

1

77

124

346

40

7

563

1

145

79

307

31

8

645

2

81

128

400

34

9

629

3

97

100

378

51

10

707

89

67

512

39

11

422

2

37

47

306

30

12

720

1

55

79

556

29

13

533

76

72

359

26

14

238

73

60

81

24

15

288

1

52

50

172

13

16

513

38

65

361

49

17

163

50

18

91

4

18

387

1

103

65

195

23

19

588

3

91

109

365

20

20

463

87

73

290

13

10320

27

1864

1787

6012

630

mer, ein Bautechniker, drei Geweberbetvei- bende, ein Kaufmann, ein Reserve-Loko­motivführer, ein Bahnschlosser, ein Dreher und drei Frauen (zwei Offrziersfrauen und die Witwe eines Unwersitätsprofessors). Auch daß es zur Bildung einer besonderen Liste der Privatangestellten kam, ist der fehlerhaf­ten Arbeit ber politischen Ausschüsse zuzu­schreiben.

Breite Schichten des Bürgertums waren verstimmt unb blieben ber Wahl fern. Bei größerer Wahlbeteiligung hätten der Sozial­demokratie gegenüber größere Erfolge er­reicht werden können.

Wir wollen nicht wünschen, daß die Ar­beit der Gewählten in den ihnen vorbehal­tenen drei Jahren weitere peinliche Lehren für künftige Neuwahlen erteilt Hoffen wir, daß das Niveau sich hebt und der Schaffens­eifer des Stadtparlaments zunimmt. Es war kein Fehler, daß das Kollegiumverjüngt" wurde, obgleich wir manchenAlten" nicht ohne herzliche Worte ber Anerkennung und des Dankes riehen lassen möchten. Der Geist treuer Pflichterlülluna nach bestem Wilke»

daß die Grube Georg der Buderus'schen Eisenwerk«

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nötigen Erzen zu versorgen.

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ersoffen ist, weil die Arbeiter infolge von Lohv ftreitigheiten den notwendigsten Betrieb nicht auf­recht erhielten.

Von der beteiligten Arbeiterschaft wurde hier­auf nur behauptet, die Firma Buderus habe sich geweigert in Lohnverhandlungen einzutreten. (Es wurde auch behauptet, die auf der Grube lagernd« 9000 t Eisensteine genügten, um den (BrubenbettieS auch bei erheblichen Lohnerhöhungen rentabel bleit» zu lasten.

Auf unser Befragen teilen uns He Dudernsfchki Eisenwerke folgendes mit:

Die seinerzeit in Ihrem Blatte gemachten An- gaben beruhen auf Richtigkeit. Daß es unzutteffeni ist, daß wir uns geweigert haben, mit den Arbeitern der Grube Georg zu verhandeln, geht schon batans

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Tie 95er so gerungen im telegraptzi« V sÄen Verkehr machen sich mehr oder weniger im ganzen Reichsgebiet geltend, sind aber m Westen am grüßten, weil hier infolge' ber feint-1 lichen Besetzung eine große Anzahl ran wichtÜM Leitungen dem Betriebe entzogen morden ist. 5a. bei ist ber Telegrammverkehr infolge ber mangel» hasten Eisenbcch.iverbinbimgcn gegen den Friedens-- I verkehr auf bas 34fache gestiegen. Tic vorbei. denen Leitungen sind überlastet; mit bem Bau 3 neuer Leitungen kann bei bem herrschenden Man, t gel an Rohstoffen nur ganz allmähliw t?orgeg<mgai | werden.

Obwohl eine erhebliche Vermehrung de< 1 Personals g?gei.über dem Friedensstonde ein» J getreten ist, herrscht doch ein empfindlicher Man. I gel an technisch gutausgebildetenBe- amtenkrasten, ber butd) Einstellung amt Hilfskräften nicht gehoben werben kann. Tie Heran, ziehung weiterer geübter Kräfte von anßerhvlli scheitert an dem herrschenden Wohnungsmangel in Gießen. Eine größere Zahl von hierher verjetztai Telegraphenbeamten hat Gießen wieder verlosten müssen, weil sie hier Beine Wohnung gesunde, haben.

Versendungen pvn Tekegrammen mit der Post bfeiben auf Ausnohmefälle be­schränkt, lassen sich aber bei ben heutigen Verhält, nisten nicht immer vermeiden. Tie Auflicfner von Telegrammen schon bei der Aufgabe aus dir

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Beförderung beteiligten Verkehrsanstalten nicht übersehen lassen. Tie einzige wirftame Abhitie könnte nur dadurch geschaffen werden, daß die Ablass» ny von Telcgvammen in unwichtigen An. gelegen Helten unterlassen wirb. Tie Telegvapheiv Verwaltung ist aber nstht in her fiagez in die« Hinsicht einen Zwang auszuübe», wer! die Be>

Anbeuten, Jin gefant WZltkM, 1 Siiinyr ,3

hervor, daß wir die Woche nach Ostern als Ter- Handlungstermin festgelegt hatten Die Belegschafi Hot jedoch vorsätzlich die Grube ersaufen lasten unt damit selbst eigenmächtig den Bettieb geschlossen.

Zu der G e w i n n b e r e ch n u n g ist kurz ;> .......

sagen, daß auf Grube Georg rund 9000 Tonnen (Elfen, »icbb.: 7,30, stem lagern. Rechnet man das hochprozentige Erz p

**VerbotdesAgiohandelsmiti deutschen Banknoten und Dar­lehenskassenscheinen. Durch boi Reichsgesetz vorn 1. März 1919 über Verboi des Agiohandels mit Deutschen Banknoten uni Darlehenskassenscheinen wird derjenige, der d unternimmt, deutsche Darlehenskassenscheirt. bie über 20 Mark unb barüber lauten, oda deutsche Banknoten zu einem ihren Nennwerl übersteigenden Preise zu erwerben, zu to äußern und sonstige Geschäfte zu vermittel» ober wer dazu aufforbert ober sich erbietet, mit schweren Strafen belegt. Auch könnet bie Banknoten unb Darlehenskassenscheme, auf bie sich bie strafbare Hanolung bezieht, i« Urteil für bem Reich verfallen erklärt werden. Zur Durchführung dieses Gesetzes hat die Reichsfinanzverwaltung in Aussicht genonv men, denjenigen Personen, die den Noten'i handel aufdecken und die Beschlagnahme tw Geldzeichen veranlassen, eine Gesamtbeloh- imng bis zur Höhe von 10 Prozent der im Urteil für dem Reiche verfallen erklärten M träge zu gewähren.

Landkreis Gieße».

-m. Hungen, 2. Juni. Infolge ber auch b unserem Städtchen herrschenden Wohnungs' not ift die Kauflust in Häusern in letzter Zt»; sehr rege; das Wohnhaus des im Kriege aesallm" Otto Gerhard ging zum Preise von 5000 Mk a" bie Witwe Fritz über, das Wohnhaus von Christin Kohll-eyer für 7000 Mk. in ben Besitz des Pächters Kammer. Sattler Herrn. Köhler erW< bas Wohnhaus von Zimmermeister Karl MillleiZ (früher Uhrmacher Gondner) zum Preise toi 21000 Mk Das Wohnhaus mit Scheime dtij früheren Schlossermeisters Wilh. BiMder ginn w| 12000 Mk in ben Besitz des Bahnbediens« L. Eifer über. Vor einiger Zeit wurde das Wokr Hans des TachdeckcrmcisterS Gg. Fatum und da Wohnbaus deS Renlners Moser von auswärbgca Käufern erworben. Rechtsanwalt Schönhals crMP® das Wohnhaus der früheren Möbelschreinerei Oiv | Kohl Heyer. Trotz der hohen Materialkolten siP auch einige Neubauten in Angriff genommen,

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gemeinden keine Trichinen,mterfuchimg eingesühck hak^n, die auch nur in wenigen Städten in Hessen, darunter Gießen, ständig gehandhabt wird.

Das Ersaufe» der Grube Georg. ... ,

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Wir haben kürzlich in unserem Blatte mitgeteiH UMcre An

voraussichtliche Verzögerung hmzuwe>j«n, i,t mnft nicht möglich, weil sich bei ber Annahme der Tek. r .r.UILtul grammc tne Verkehrsverhältnisse bei den an der 1IL« s.-r

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Nutzung des Telegraphen jebermcatn gewShrleisiet ist. Ter Absender eines Telegramms wuchtige» Inhalts bann die bevorzugte Beförderung daduvch erreichen, daß er das Tefegramm als dringend, gegen Zahlung ber dreifachen Gebühr, austiesrtt

Amerikanischer Speck.

r Am Mittwoch den 4. d. Mts. gelangt in den Metzgergeschästen, in denen bie Abgabe der Fleischmarken ber 23. Woche erfolgt ist, aus jebt Karte 150 Gramm amerikanischen ^peck zur Ber» teilung. Der Preis für das Pfund beträgt 6.50 Ml !Wie Herr Schlachthosdirektor Dr. Modde mit» 'teilt, ist der in ber Stabt Gießen zur Verteilung (ßdmtgenbe Speck aus Trichinen untersucht, nicht aber der Speck, ber in den Lanbge mein den verteilt m allen eh, wird. Das ist damit begründet, daß bte Land» iwiSehanf«

bringen: etwa Mark 21.50 pro Tonne für Löhn«, tm.: 4,00.

Abftchr und Materialien und weitere Mark 6.- für : nachm: Holz und allgemeine Unkosten. Von einem Gewini kann alfo keine Rede sein. Wir haben die Grub« lediglich weiterbetrieben, um unsere Hochöfen mit bei