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Ja»

Dienstag. 5. Juni 1919

169. Jahrgang

Erstes Matt

Annahme von Aareigen «. die Lagesnmmner bis -MN Nachmittag vorher ohncjfbc'-Ucrbuibii titei 1 Preis für 1 mm höhe für Wn eigen i>.34mmtireU< örtlich 15 L'i., auswärts 18 Pf., für Reklame an zeigen von 70 in.:. Breite 48 Pf. Bei Platz - vorsci>rii>20°/.Auffchlag. Hanvtfchri'tieiter: Ang. Goetz. Verantwortti.a für Politik: Ang. Goetz für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: V- Beck, fämtlid) in (Sieben

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

AwiMngsninddru« n. Verlag: vrühl'jche Unio.-Such-u. Steindruckerei ». Lauge. Schnstleitung. Seschästsjtell- u.örudmi: Schulstr. 7.

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ttt Sietzrner Anzeiger ftfdjeint täglich. außer ksnn- und Feiertags.

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postschecttonto: ^auffurt a. M. 11686

Engländer

im unbesetzten.Gebiete nicht um das Rl>einland bekümmert hab'. Jede Willensäußeruns des rftei-

wars man sich

Ausweisung beantwortet. . _

Jnzni'chnl haben auch ixe Foanzchen ixe Po st sperre über das von. ihnen besetzte Ge­biet verhängt: selbst mit dem amerüamscheil und britischen Gebiet wurde die Verbindung aufge-

nrschen BolkeS wurde brutal nieder geknüppelt. Die haben wir alle unter der unnatürlichem!

itNde^^, ei*wteLirf. die ^r^ Wieset

violetten Auf- nwmn Tnicken

lebe M- S LlNte gezogen blciem»' LchSch J flM ist. Tick v m Steindruck

vm 2.

und 25 9Äf. 24, Buchstabe L Buchstabe C über " sich häufig bei

r Reichsschulden-

i 2. Januar 1919 und 25 M. zu Buchstabe A über Suchstabe C über iern versehen, die ig ähneln. Tm einen das gleiche genauer Priismg mg echter Schein? uerbnief, Ivie für n und roten Auf­nahmen bei sänit­gut gdungen ist auch bei chm bei Einzelheiten sest- lschstucken ist vor icmeinen muß die bnet werden, und Sie ist mit den Ium Truck haben, hatten gedient.

nes am 2. Januar 12,50 M zu der Buchstabe D über sich aber.

-r Reichsschulden-

2 fanmr 1919 M. zu Der 5*abt v Mr Mr M Mer» xm aitber^IWü" Mg des Trocken- e Unterdrück m echten Scheine vb: t auf Tas Grün en Scheinen, to n in zwei mM- einem. Alle Jein- t und Schrrst imd [iifern der Ammer lit Fälschung Hl in Mischer 3W fehlt über dem

ReWschuldenver^ Wifrin * s2 als FÄichung NM

Ein weiter.'5- Der Vorschlag der deutschen Delegation würde glatten auch die beste Gesetz­gebung zunichte werden zu lassen, falls ein Fünftel der vertretenen Rexierungen Einwendungen maa)t Ganz besonders nwß hetvorgehoben werden, datz nach den Bestimmungen de Borichlages, den ln erichrct hat, leder ^-taat timme habe, und daß die r möglicherweise nur eine bc Gesamtheit der Ar-

unh die dürgkl' s.lkttises.

,örr31.«'

>ai.

vieUebergabe der Kriedenrbrdingung«!! an Ventsch-Gejttrrcich.

Berlin, 2. Jmu. Tie Zeremonie der Ver­trags Überreichung an bte 2cuticl^efterreichec faudi am Montag mittag statt. Nachdem alle Tele- gierten die T-eutsch-Oestcrreicher b empfangen hatten, nahm (Sicmenccau bac- kSori u einer kurzen Ansprache. Er gab eine Ilebersicht über den Inhalt des Vertrages, der folgende Artikel umfaßt: Vorwort, Völkerbund, Grenzen, politische Klauseln über den südslawischen und tschecho-slo­wakischen Staat, Minderheitsschutz, bi: Interessen der Teutsch-Oefterrciäxr außerl)alh von Europa, maritime und Luftkriegsbestimmungen, Fragen der Kriegsgefangenen und der Kriegergräber, wirt­schaftliche Bestimm un gm, Luftverkehrsbestimmun­gen, Bestimmungen über Häfen, Schiffahrtsstraßen und Eisenbahnen, Arbeiterfragen und ein Artikel Verschiedenes. Tie Bestimmungen über die Regu­lierung der Bezi^ngen zu Italien, die Finanz^ fragen, die Entschädigungsfragen und die Militär­fragen werden später überreicht werden., Clemen- cxxru teilte ferner mit, daß den Oester reichern 15 Tage Zeit gelassen wüedm, ivr: Einwände auf die bereits überreichten Vertragsbedmgungenf schriftliche vorzubringen. Darauf werde die En­tente eine .Antwort erteilen und die Frist be­stimmen, binnen der die Oesterreicher zu unter­zeichnen oder -abzulelMen Haven. . ..

Darauf erhob sich Ste-atsÄinzler Tr. Renner

Hlenzfestsetzung des Wiener Kongresses geseufzt? Sie lat auch Main?, darunter gelitten, daß es en das ihm fernstehende Reffen, für das <8 immer mir ein Ausbeutungsobjekt war, verscha­rrt wurde, ohne daß man die Bevölkerung um istren Willen befragte. Wie hat Main; darunter prlitten. daß der mit uns verbündete Rheingau k'mstlich durch Preußen abgeschnitten wurde! Die hat die Pfalz darunter gelitten, daß F-f ihr natürliclscs Hinterland verloren hatte! Wir brauchen unseren Lesern nicht zu sagen, welche Vorteile der Wegfall der Grenz pfähle für Dainz hat. Jeder Mensch, der sein Vaterland liebt, wird die Ausrufung der Republik als eine Gr!öiung empfinden. Es lebe die Rheinische Re- HMik"

Dieser dumme Schwindel wird nur kurze deine haben! Zuerst schasst man die Schran­ken zwischen dem rechten und linken Rhein- user, und dann scheint m$n noch höhnen za wollen, unsere Regierungen hatten sich tiidyt um die Nöte des Landes bekümmert! Die hessische Regierung hat inzwischen eine Kundgebung erlassen, in welcher sie sich gegen die am 1. Juni in Mainz erklärte Rheinische Republik wendet. Sie erklärt diese Prokla­mierung als Hochverrat, sie wird keine er Maßnahmen dieser Republik aner- femten, indem sie aus die Warnung Jft Reichsregierung vom 23. Mai verweist. ,«lch die Reichsregierung hat auf ein meistes Telegramm des Verräters Dr. Dor-

der umZusammenwirken" bat, nur mit Aner Veröffentlichung geantwortet, daß nüber

Mitglieder der sogenannten Regie-ung der Mgwürdigen Rheinischen Republik das Verfahren wegen Hochverrates eröffnet würde.

Dreitägiger Proteststreik der Bevölkerung.

.. M a i n z, 3. Juni. Gegen die am Sonntag « den von den Franzosen besetzten Teilen des Wem- unb Maingebietes ausgerufcueRheinisch- M'isclfie Republik" hat sich die gesamte Bevölkerung ein Btann erhoben und als Antwort auf diese -tcachenschaften den dreitägigen General- yiy e i T proklamiert. Die Aufrufe für die Repu- Ä", die in den schreiendsten Farben Sonntag in kaufen bei.. von Exemplaren an allen Ecken und vvnden klebten, wurden von der Menge, obwohl die öonzei fdjarf dagegen einschritt, im Hand u m -

Vereitelter Putsch in Speyer.

Mannheim, 2. Juni. Tr. Haaß und feine Gesinnungsgenossen wollten gestern, vormct- tag um 10 Uhr in Speyer die Rheinische Re­publik ausrnstn. Tie empörte Menge stürzte fid) auf die Landesverräter, Haas; soll geschossen habeil land ttmrbe darauf derartig zugerichtet, daß ei in schwer verletztem Zustande vom Platze getragen werden mußte. Aehnlich erging es fernen -tsprest- cfestllen. Ter Putsch ist in Speyer vollkommen mißlungen. In der Stadt l^rrscht aehobenc Stim ­mung über den Mistersolg der Landesverräter. Man glaubte, den Putsch dadurch besonders gut vorzubereitcn, daß man den Regierungspräsit^n- ten von Winterstein, der durch sein mannhaftes Auftreten dm Franzoseil gegenüber bekannt ist, am Abend vorher über den Rhein nach Mann-

ober zweifellos ein festes Band gemeinsamen Denkens und Schassens und großer Erinne- nmg geschlungen ist! Nein, gerade der harte Krieg hat urrs ja noch fester zusammenge- schmiedet! Mit einer hocherfreuliüi-en Ent­schiedenheit wehren unsere Brüder und l»chwestern links des Rheines die amna sten- len Versuche der französischen Gewalthaber ab, die Flagge und die Gesinnung zu wech­seln, ben ^Siegern" und Schmähern des bcutfdjcn VolkesSympathien" entgegenzu­bringen. Wir loerden über bte. Vorgänge in teil linksrheinischen Städten nicht vollständig imterrichtet, nach allem aber, was heute an Nachrichten vorliegt, hat die Verräterei ein- Mer Landfremden und unsauberer Sub- je!te in der Entrüstung des Rheinvolkes erlitten. Ob-

und OTtfiuorteie in fraiizöckscher Sprache. Er Jagte ungefähr Folomdes: . Tie junge deutsch-öster- rcidnid^c Republik habe sich von allen Derrsckxr- gelüsten und von allen reofibnären Uebcrliefe- rungen des .alten Kaiserreiches frei gemacht und sie ist -ebenso 'ivie die andern^, neu entffanbeuen Staaten! psur ^ba§ unglücklick)e Opfer des, alten Regimes. Tie deutsch-üsierreichisdje Repub ik habe niemals einen Krieg erklärt und habe niemals einen Krieg -geführt und auch niemals den Weft- mächten gegenüber in dem Zustande eines Krieges gelebt. Trotzdem befinden sich die Deut',ch-Oester- reicher hier in Paris in einer rechtlich nicht be­gründeten Lage. Teutsch-Oesterreich sei sich be- wustt, das; sein Schicksal in ben Händen der Alli ierten liege. Aber es hoffe, daß ihm das freie Sclbftbestimmungsrecht nicht abgesprockieii nvrix und daß man es nicht zur Veriwckstung verur­teilen werde. Renner schloß: Wir wijen, da«, Sie diL Sieger sind. Wir sind entschloven, mit festem Willen Ihre Bedingungen zu prüfen und Ratschläge entgegenzunehmen.

Durch den Vertrag wird Oesterreich ein Staat von ungefähr 6 Mlllionen Einwohnern auf einer Obersläclre von 125 bis 150000 Ouadratkilomc- tern Boden. Oesterreich erkennt die vollständige Unabhängigkeit von Ungarn, der Tsckwcho-Slowa- fei und des serbisch-ckroatisch-slowenisclien Stan tes sowie jener Gegenden an, die früher jit der österreichiscki-ungarisckien Monarchie gehört haben und eine Bevölkerung , von rund 50 Millionen Seelen aui einer Obn'fläche von 668000 Quadratkilometern umsasfen. Weiteckin ernennt Oesterreich den alliierten und asfozir:rtm Mchtwi das Rocht zu, öfterrcidnfdK Uniertmen, die sich der Verlotzung der .stticegs Gebräuche und Krieg.Sgesetze schuldig gemacht ha den, vor einem Gerichtshof zu stellen, uno -,-intml bezüglich der wirtschaftlich-n Bestimmungen l-nd der Frech-titcm der Turchfuhr dielelben Be frhnmimgen an. 'bi? h dieser Hinsicht im deuten Vertrag festgclegt sind. Tie m i 111 d r i) ch e H

(?ii! sralizösischcr Gewalthaber in Wiesbaden.

--Wiesbaden, 2. Jmri. Wie am Sonntag, o wurde auch heute früh die Stadt abermals mit Auftuseii, bi> die Verkündigiimg der Republik tru­gen, überschwemmt. So rasch wie sie erfdienen, o rasch riß sie die empörte Bevölkerung tvicbcr ab. Die Pla'.'ate muf^c auf französischen Befehl die Rheinische Vollreitung" (Zentrum) IjcrfteHcn. Tie Wiesbadener Polizei verhielt sich grigen das mannhafte Auftreten der Bürgeesch:ft zuru! stellend und sympathisiert- mit ihr durch passive Resistenz. Ti- republikanische. Bewegvmg findet in dem fran­zösischen Oberst Pinvt die denkbar Tiüftigitf Un­terstützung. Tiefer Oberst ließ gestern den neugr» bildeten Nassauischen Ausschuß g?ge-a die Rhcimsch' Republik vor sich fmbem. Ter Ausschuß l?alte ihm in einer Eingabe dar gelegt, t- die gesamte Be­völkerung gcfddofien gegen sede Co-rderbündalei sei und daß die Träger der republikmnischcn Be- rocgmtg Leute seien, die mit der Bevölkerung nicht die geringste Fühlmig hätten. Tie Forderung des Ausschusses, durch Bolksabstimmn.^ und Ver- sammlungetl ' die Stimmung de s Landes zu ertauben, wurde in der Unterredung von dem Olwrsten dahin beantaxirter, daß es mm zu spät «dazu sei. Als sich der Amtsgerichtsrat von Stein beschwerte, daß mi' der Bewegung Hochverrat gegen Teutschlaiw betrieben würde, antivvrtele Pinot, daß er den Städten, die die R.'pnbli? nicht 'anertnurten, jedtved- Lebensmiltel- zu fuhr sperren würde. Tie Frage des wackbrrn Ämtsgerichtsrats:I st d a s f r a n z ö s r s ch e Zi­vi l r s a l i o u ?" wurde mit dem Befchl ferneü

Lachbaltig Schiffbruch

Mhl die Franzosen und

im gegenteiligem Sinn ihren Druck und Zwang ausüben, bewährt sich der deutsche Sinn der Bewohner, die, von unrühmlichen flusnahmen abgesehen, auch Verfolgung und Verhaftung auf sich zu nehmen gewillt sind, hitnn es gilt, einen dicken Strich zwischen i Frankreich und Deutschland zu ziehen, und zwar einen Strich, der nicht durch deutsche jAheinlayde geht!

Die Mainzer Zeitungen wurden von den französischen Behörden gezwungen, einen Auf­ruf zu veröffentlichen, in dem folgende Sätze sicy finden: ' , _x.

Tic Rheinische Republik ist ansg ruten. Die 92ut der Stunde 'bat dazu getrieben. Berlin tat unter ber neuen Regierung genau so wenig Lerstöndnis gezeigt wie unter b-r alten, ja, es bat das Rh.'iickand in seiner schwersten Stunde völlig vergehen. Mutzte doch in den letzten Tagen bieFrankfurter Zcitimg" zu geben, daß man sich

Die südliche Grenze gegen Italien.

A m st e r d a m, 2. Juni. (Wolff.) Reuter meldet ergänzend zum Friedensvertraa mit Oesterreich aus Paris, daß die südliche Grenze Oesterreichs gegen Italien an der Wasser­scheide zwischen Inn und Drau im Norden und den lombardischen Flüssen int Süden läuft, dann über den Brenner-Paß geht und das Tal von Sexten zu Italien schlägt. Tie Grenze Oesterreichs gegenüber dem serbisch- kroatisch-slowenischen Staate wird von den hauptsächlichsten Alliierten und Assoziierten später festgelegt werden.

Eine neue Note Elemenceaur über die ArbeiLergesetzgebung.

Paris, 1. Juni. (Wolfs.) Havas. Im Na­men der alliierten und assoziierten Regierunget; antwortete Clemeuceau folgendermaßen aus die deutsche Ergänzungsnote des Grafen Brock- dorsf-Rantzau bezüglich der internationalen ^lrbeitergesetzgebnng:

1. Die deutsche Delegation stellt das Prinzip auf, daß für die oeutsche Negierung der endgül­tige Beschluß in seiner ArbeitergesetzgeLnug den Lohnarbeitern zukomme. Die alliierten und assoziierten Negierungen, die mit den demokrati­schen Einrichtungen eine sehr lange Erfahrung hinter sich haben, betrachten es als ihre Pflicht, an der Ausarbeitung der Gesetzgebung mitzu­arbeiten, sind jevoch der Ansicht, daß die Gesetze von den Vertretern der ganzen 23 o lks ge­rn ein scha f t angenommen werden müssen.

2. Die alliierten und assoziierten Regierungen weisen auf einen Grundirrtum in der deut­schen Note vom 22. Mai hin, nämlich, daß die Llnsichten und Interessen der Regierung im Widerspruch mit denen der Arbeiter slehcu müßten. Einige wahrhaft demokratische Regierun­gen stellen gegenwärtig berufene Vertreter der Ar­beiterschaft in ihren Schutz, und dieser angebhdx Widerstand ist wahrscheinlich nur bei den Regierun­gen zu finden, welche nur dem Namen nach demo­kratisch sind.

dem linken Kheinnser.

Nttch einen Angriff auf unser vaterländi­sches Empfinden bedeuten die verräteriscken Versuche, die deutschen Lande links des flheinstroms zu einer selbständigen Republik ai machen, sie loszutrennen von dem Zu- ftmmrenhang und Schicksal des Reiches in älter Stunde, wo die Entscheidung über die Zukunft des deutschen Volkes ausgesprochen »erden soll und der Feind, besonders Frank­reich, alles daransetzt, diese Gründungspläne feinen Zerstückelungsabsichten dienstbar zu nctchen? Sollte es gelingen, unsere hessische Heimat zu zerreißen, Zwretracht zu säen zwi­schen den Bevölkerungen rechts und links des Fheins, die zwar manche Verschiedenheiten in der Stcnnmesart haben mögen, um die

3. Die alliierten und assoziierten Regrernw- gen haben in Ihrem Brief keine praktischen An­gaben gesunden aber die Art, wie die angeführten Prinzipien in jedem Falle und in einer bestimm­ten Form Ausdruck ftnben könnten im Friedens­vertrag. Unsere internationale Arbei­te r-Organi sali on, die aus Vertretern der Arbeiter besteht, ist imstande, jeden von dem einen oder andern Mitglied der Organisation eingereich- ten Vorschlag praktisch zu verhandeln. Es ist übri­gens ungenau, wenn man sagt, man habe den berechtigten Forderungen, die durch den Inter­nationalen Gewerkschaftskongreß eingereicht wur­den, nicht Rechnung getragen. Tatsächlich wur­den die durch die Beschüsse dieses Kongresses, sowie durch alle andern Versammlungen ähn­licher Art aufgeworfenen Fragen besprocl-en und eingehend geprüft und dann bei der Einleitung zu Sektion 13, d. h. in den allgemeinen Prm zipien, untergebracht, welche den Völkerbund und die Organisation ber Arbeit auf den Weg der sozialen Gerechtigkeft führen müssen. Es liegt auf der Hand, daß es gar nicht nötig ist, aus wei teren Kongressen diese Beschlüsse zu wiederholen wodurch eine nutzlose Verwirrung geichanen und Verspätung verursacht würde, wenn dem Jnlmlt etwas hinzugesügt oder weggenommen wurde. Ich werde hinzusügen, daß dem Plane der internal io* nalen Arbeiterorganisation möglichst große Ver­breitung durch die Presse gegeben wird, und daß die verantwortlick)en Führer der Arbeiterorgam- sationen leicht imstande sein werden, ihre Vor­schläge zu formulieren.

4. Die alliierten und assoziierten Regieren gen einigen sich nun dahin, die Ideen anzmieh men, in Bälde die Vertreter DenNch- ! a n d s in die internationale Arbeiterorgamicrtion. auszunehmen. Sie werden von der Koiiserenz ver­langen daß sie ben Deutscl)en nach Schluß der Konferenz alle Rechte und Privilegien der andern Mitglieder bezüglich dieser Organisation juer^ kennen.

5 Wenn nun die auf dem Berner Kvngiwtz vom Febmiar. 1919 Vollmachten Wünsche du 8ie!e d -r Arbeiter darstellen inti) anr Refor­men Hinweisen, die sie für die Zukunft anstreben, so verftigt die Wtfereitä von vonrhec.'M über du Mittel diejenigen unter diesen Forderung, n zu verwirilicken, welche unverzüglich birotty das Gesetz sanktioniert werden müssen. Tie Drgimt ation der Arbeit wird außerdem bereit Fordcmng>.n erntög- Vväjtn aus der Grtrndlacpe der Kvalftiioit, die von ietzt ab als Tuber ioogCetiari) erstr.mt ist, schritt- meise der Lerwirklichimg nLlferzuüommen. Tie tii>n tun- Friedensl'onferenz eingesetzte Arbeitslomnnssivn lmt alle in Ihrem Brief ermähnten Fragen ge­prüft und ist zu dem Schluß gekommen, sie seien Sache der hitcntatÜHiatcn Arbeitewr^misatvn', earin inb.-g>eifft i das in'arnationule Ges-Tticch ft>r »en Schutz der Marri«, ein Gesetchuti. das ms' besondere mit Beihilfe bei Berermmn t bet See­leute aüdguxrrbcttct werde i ini ü. Btilicgcnd ftnden> Sie eine Kopie ihrer Beftbstisse.

hoben. .....----- . .

überwacht, die Reuendm mufien sich den penv lick sten UiilerfiLdjuugcn unterziehen.

Pinot hat den Behörden mitgeteilt, daß er ben Dr. Dorten als Präsidenten der ^Republik an> erkenne. Daraufhin hat der Regierungspräsident v. Meister seinen Abschied genommen. Das ist nun wirklich eine Art von Fahnenflucht von diesem Be­amten. (Er hätte unbedingt in der schwierigen Lage aushalten, den Unterdrückern Widerstand und Trotz bieten müssen Lein schlechtes Beispiel hat bewirbt, daß der Streik in Wiesbaden schnell zu Ende ging. Pinot ließ die Behörden antreteu und erklärte ihnen, sie würden alle abgeschobcn, roenu die Arbeit nicht ;» » van

wieder ausgenommen werde. Diesem Druck unter- barung 0or*itot. xa^fdbe gilt von

, _ , , «drehen abgerissen. Mehrere anges-chene Bür-

Vie verräterischen Versuche auf|^

dem Polizcilentnant Enders, einem M^anzös- liugi. Der Streik setzte heute früh spontan ein. Wie suns Augenzeugen berid>ten, schlossen alle städtijchcu Betriebe, die Fabriken, die Gerickfte. In gcivattigcn Mengen dcnwnstrieren die Bürger, ihnen voran die Arbeiterschaft, auf den Straßen gegen die Re- »publik. Die Verhaftung des hessischen Kammer-- präsidenten und Führers der Mainzer Sozialdemo­kraten Adelung heute mittag hat den WiderstcuW der Massen nur noch gesteigert. Die franzö­sische Behörde droht mit den schärf­sten Gegenmaßnahmen: Rückgängchmacks- 'nng aller Milderungen, Sperrung der Lebens­mittelzufuhr, Aushebung der Pässe, Einsthrung der Militärzüge statt der Personc^lzüge, Ver>chtckung der Äsenhahner nach Nordsrankreich usw. Der provisorische" (SfteT der rlMnisä-en Republik, ben el)emalige Berliner Staatsanwalt Dr. Dorten, richtete von Wiesbaden, der vorläufigen Haupt­stadt der Republik, eine Drahtung an den britischen Oberbefehlshaber in Köln, in der er die in Wies­baden am Sonntag vollzogene Gründung der stLcpu- blik mitteilt und um Anerkennung des neuen Staatswesens bittet. In einem zweiten Tele­gramm schivindclt Dr. Dorten den Ixitneben Kommandeur also an:In Biainz alles rufttg, oie Mehrheit der Bevölkerung dafür". Die 8>wöltecung

t Gebiet wurde Die «eröinoung aunw ~_. ;<

einschließlich der Tvnanftotte müssen den Alsmi ten audgetiefert k^erbeu. 21 narnCTilIta) aiirgc < führte Kriegskreuzer werden en-wasfnet und aI-> Handelsschiffe ein geratet. Alle tm beftud^

lickten Kriegsschiffe an:rben geschleift. ,

(Schleifung) darf lediglich zu mdnstnellen Zwecken eisvlgen. Mle Waffen, Dduniti^l und anders Kriegsmaterial mutz den Alllterten awsgeliefert wm-den. Alle Luftschiff aftr tsb edtn g n n gen entsprechen denen, die Den t>ch and auf erreg i

fteim absckwb. (Frkf. Ztg.)

M a u n h e i in, 2. Juni. Nach einer ge­waltigen Kundgebung der L udw ig sha fe­it erÄrbeiterschaft gegen die Ausrufung der unabhängigen Republik Pfalz wurde heute itachntittag der Generalstreik erklärt. * mr. (Soblens, 2. Juni. In Verbindung der Frage einer Grünoung der rheinischen Republik »tinrde dije rZensur verschärft, so daß eine Reihe von Zeitungen wegen geringfügiger Vergehen Von der Besatzungsbehörde verboten wurde. Auch "'''v/ -----m"?Z'"rCoblenzet Volkszeituttg" die größte Zeitung in

ift bereit, ftch jebem Versuche chrer (Soblenj darf zwei Tage nicht erscheinen,

unter eine Republik m|t allen Fasern zu »Wadersetzen, j

Mainz, 2. Juni. Seit 8 Uhr vormittags fährt in Mainz keine Trambahn mehr. Äiv stchen 8 und lJ Uhr haben die Arl»eiter ihre Fa­briken, die ?lngestellten ihre Geschabte verlassen, und alles steht still. Nur eine Airzahl Heiner Läden war HUlite vormittag noch geöffnet, doch werden auch diese voraussichtlich Von Mittag an aeschloften bwr- jben. Auch die Angestellten der öffcntlrchenl Betriebe nehmen cm dem Abwehrstreik gegen den Putschversuch teil; selbst die des ElektriZttäts- und Wasserwerkes. In den Eisenbaftnwerkstälten Mürbe die Arbeit niederste legt, die Züge verkehren vorerst noch. Mo französische Posten waren, ver­nichten diese die ^Arbeiter mit Waffengeloalt am Verlassen der Betriebe zu hindern, aber sie konn­ten sie nicht zum Arbeiten und schließlich auch nacht zum Dableiben zwingen. Jrn Proviantamt bei» Meisweise warteten die £aite untätig, bis sie zur Mittogsp-mse entlassen mürben. In ben öaf<rv betrieben konnten sie sich schneller helfen, indem ste überall über die Mauern kletterten. Die Schulen haben den Unterricht und »oie mir hören haben auch die Gerichte ihre Tätigkeit eingestellt. Auf den Straßen, die sonst von französischem Militär hrini» (mein, sieht man heute fast gar keine »Soldaten. Sie stehen »uoM alle in den Kasernen alarmbereit. Tie sränzöflsck-e Militärbehörde ließ beute nack>- mittag einen Anschlag in der Stadt befestigen, durckt den die Bevölkerung gewarnt wird: man l)abe er- falyrcn, gegen die Urheber der Proklamation der Rheinisckicn Republik seien feindselige Machenschaf­ten im Gange. Diese Männer ständen jedoch^ unter de»n Sckmtze der Vesatzniigsbehörden. Die franzö­sischen Offiziere machen nirgends ein Hehl daraus, daß sie den Putsch als ihr Werk ansehen

g t it tJUHzixuji n -vuitvii, vx.v ' entsche ^.e egatio

worden sind Tie Bestimmung ü^rftre Krtcgs j m der Konierenz ciw e n t s ch ä d i g u n g bleibt der , spateren Vermut stimmen der Reg - mg. fwinnin Nnrlttckmlten. Tasselbe gilt pvtt den fülm:-I lehr geringe ..iuu -.rln.l i. beliebige

Mll-n'BcdinM-ng«,.beiterldwt wrtwten würde» und I°d°r