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Im Anschluss an die Prämiierung finden Berichterstattung über die Tierschau, Auszahlung der zuerkannten preise und Mitgliederversammlung des Kreisrinderzuchtverei^3 Giessen für Vogelsberger statt.
Die Landwirte werden zum Besuche der Veranstaltung freundlichst eingeladen.
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Das Institut ist eine der ältesten und erfolgreichsten höheren Privatlehranstalten Mitteldeutschlands. Im Zeitraum von 40 Jahren haben 522 Schüler des Instituts bei zahlreichen Prüfungskommissionen Deutschlands ihre Examina mit Erfolg gemacht, die meisten durch einmalige Prüfung. Von denen, die die Prüfung wiederholen mußten, haben innerhalb 4 Jahrzehnten nur fünf ihr Ziel auch dann nicht erreicht. Das Institut bietet also eine fast vollkommene Sicherheit für das Bestehen seiner Schüler, wenn diese der Führung zum Examen beharrlich folgen.
Nachhiilleiinterricht wird, wie stets seit vierzig Jahren, an Schüler anderer Lehranstalten nicht erteilt. Die Erfolge des Instituts sind darum niemals fragliche, meist gar nicht nachweisbare Teilerfolge, sondern volle Erfolge des Instituts allein, die. wie auch in diesem Frühjahr wieder, das Institut bei seinen eigenen Schülern erzielte. Nur wer diesen Punkt richtig versteht, wird wissen, wie er die Schülerzahl und die Erfolge mancher Privatschulen einschätzen muß.
Staatlich beaufsichtigt sind im allgemeinen Sinne alle Privatanstalten Hessens, d. h. sie können bei gewissen Verhältnissen und Vorkommnissen gemaßregelt oder geschlossen werden. Mit diesem allgemeinen Verhältnis kann die Reklame irn besonderen keine Parade machen. Wollte man einer Privatschule, die großer Freiheit und Selbstbestimmung bedarf, oder die gar ein buntes Gemengsel von Unterrichtszielen aufstellt, staatlich beaufsichtigen, so wäre das für die Schulbehörde ein kompliziertes pädagogisches Kunststück. Privatanstalten dieser Art kennen keine staatliche Aufsicht, ähnlich der unserer Staatsschulen. Eine so gemeinte Beaufsichtigung wäre ein Phantasiestück der Reklamensucht, die auf den Satz vertraut: Mundus vult decipi, ergo decipiatur!
Das Institut hält die Disziplin unter allen Umständen aufrecht und schreitet nötigenfalls zur Entlassung. Dabei hat es aber stets den Grundsatz gewahrt, daß Entlassungen aus dem Institut den Eltern keine finanziellen Nachteile von Belang bringen dürfen. Eine junge Privatschule dahier hat in dieser Hinsicht eine Bestimmung ganz abweichender Art. Da heißt es im Prospekt vom 1. März 1913, § 12, wörtlich: „Im Falle der Entlassung haben auswärtige Schüler Gießen innerhalb 24 Stunden zu verlassen, widrigenfalls sich ihre gesetzlichen Vertreter einer Konventionalstrafe von 500 Mik. unterwerfen.“ Soll die „staatliche Aufsicht“ auch solche Ungeheuerlichkeiten verantworten? Man darf von unserer Schulbehörde erwarten, daß sie mit dem Ausdruck „staatliche Aufsicht“ keinen Gebrauch zuläßt, der im Publikum zu Mißdeutungen und schädlichen Folgen führen kann. [2996
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