Deutscher Reich.
Tie gescheiterte mecklenburgische Verfassung
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in dem Rabattmarken verabfolgt werben. Da der Beklag: - vifen sichtlich mit dem Plakat den Zweck verfolgt, sein Geschäft, in d-.-m keine Rabattmarken verabfolgt werben, den anderen Gescheiten gegenübernistellen. so folgt daraus, t»a& er den Shmbcit den (* danken ausdrängen will: der Kaufmann, der Mbattmarkcn abglbl, verkauft ui teuer Diese Schlußfolgerungen lassen sich aber mit den nnrklichen Perbältnissen nickt in Einklang bringe. Des Klägers gutes Reckt ist es wohl, Reklame zu treiben und seine Kon kurrenten dadurch zu schädigen, doch darf er sich keiner unlauteren Mittet bedmen. DaS Verfahren des Klägers verstößt gegen das
Zeichenstcine in Gießen in Augenschein genommen hat, erklärt, die Zeichen seien zweifellos von Menschen hergestelltt die damit etwas haben sagen wollen: es sei die Möglichkeit nicht von der S?anb zu weisen, daß es sich um Runenschrift handelt. Man hat bisher niemals derartige auffallende Seidxm und Figuren auf Steinen bei den verschiedenen zutage geförderten Bestattungen auf dem Trieb beobachtet, trotzdem man 1909 ganze Wagen voll Bafaltfteine
Annandsgefuhl jedes recht und billig denkenden Memchen, deshalb mußte der Unterlasfungsklage ftattgegeben werben.
Gegen das Urteil hatte der Beklagte ebnet?rfolg wjm ' • ' ~ : II. Zivilsenat des höchsten Ge»
Landesuniversität. Am 28. Oktober d. IS. wurde der ordentliche Professor der Staatswissenschaften an der LandeSunioersilät Dr. August Skalweit zum Mstgued der Prüfungskommission für den höheren Finanzdienst un Nebenanit ernannt.
•• Schulwesen. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Hermann Roth aus Langsdorf die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Wcttsaasen.
" Notar. Der Großherzog hat den Rechtsanwalt Karl Kleinschmidt in Alsfeld zun» Notar mit dem Amtssitze in Groß-Gerau ernannt.
"Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher mit dein Amtssitze in Homberg Friedrich Fritz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Bensheim mit Wirkung vom Tage deS
Ausland.
Tie Schaumwein st euer in Oesterreich.
beten.
Tie Zündholzsteuer soll, wie die „Voss. Ztg." hört, sobald als möglich abg.eichaift werben. Dem Reichstag soll aber eine Vorlage betr. die Versteuerung der Zündholzersatz mittel zugehen.
Erschossene und mißhandelte Deutsche in der Fremdenlegion.
Nach der „Stettiner Abendpost" sollen drei, deut,che Fremdenlegionäre, Friedrich Paul und Alfons v. Zenel aus^resden und der Bayer Alfred Fossel erschossen worden sein. Stcjeien nach der Angabe dreier Stettiner, denen die Flucht aus der Fremdenlegion gelang, unter der Beschuldigung der Meuterei verurteilt worben, weil sie bei einer Weihnachtsfeier d t e „Wacht am Rhein" gesungen hätten, v. Zeisel sei vor ,einer in- richtung 12 Stunden in den heißen <5 anb gelegt worden. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" zweifeln die Richtigkeit der Meldung stark an.
beziehen. ,
•• Kun st gewerbliche Ausstellung. Tie rxivma Julius Bach, der selbst wesentlich größere Städte als (Sieben kaum ein ähnlich ausgedehntes Unternehmen dieser Art entgeaei> setzen können, hat im Lauie des Verb»es ihre Raume wesentlich nmqeftaltct und erweitert, um mehr Platz für daS moderne Kunst- geiverbe zur Vernlgung zu haben. Mit der Eröffnung deS Umbaues ist nun eine Ausstellung neuzeitlicher Zierstäcke v-rvilnden, die ungewöhnlich reichhaltig ist und vor allem in der Porzellan- abteiliing sehr schone und wertvolle Stücke enthalt. Zn iiberiiau- licher und wirkungsvoller Einordnung stnden stch hier Prachtrverie aus der Königl. Porzellaufabrik in Kopenhagen, für die die Firma die alleinige Vertretung am Platze hat, sowie auS der Konigl. Poizellanmanukaktur in Meißen. Auch schöne Marmor- und Bronzeplastiken fehlen nicht, ganz abgesehen von den vielen jUoten, die in seltener Rlannigfaltigkeit vertreten sind, -ter v chim der ^tusstelliina. die einen guten llebevblict über daS moderne Kunst- geiverbe gibt, ist jedermann gestattet. m
" Unbestellbare Postsendunge n. Bei der Ober- Postdirektion in Darmstadt haben, wie iinS niitgeteilt wird, im sichre 191*2 28 704 Postsendungen aus Orten des Großberzogtunis dessen (und zwar 67OS Briefe. 21476 Postkarten und 620 Drucksachen) vernichtet werden müssen, weil ihre Zustellung weder an den Empfänger, noch an den Absender möglich war. ±ie 5nhl der unbestellbaren Postsendungen hat gegen daS Vorjahr erhellnt zugenommen. Dies ist insbesondere auf die uiwollnandige Auf. schnst der Sendungen und die ungenügende Bezeichmmg der Jb« scnder zurückzuführeii. Wie viel Unannehmlichkeiten mögen in-olge der Unanbriiiglichkelt der Sendungen den Empfängern und den Absendern erwachsen fein, und wie viel ungerechte Vorwur'e find wohl gegen die Postverwaltimg und ihre Beamten erhoben worden .
I Es wird daher den Briefschieiberii und namentlich den b in'iefcrcvn von Ansichtspostkarten von neuem empfohlen, in oder a u f d en
I Sendungen stets Name und Wohnung des **Absenders hand- I schriftlich oder durch Abdruck eine« Stempels anzugeben, damit I ihnen, falls der Empfänger nicht ermittelt wird, die eenbungen zurückgegeben werden können
Landkreis Gießen.
= Wi eseck, 30. Okt. Die auf Donnerstag, den 30. ds. Mts., anberaumte Gemeinderatssitzung findet erst am Freitag statt. Es kommen noch folgende Punkte zur Tagesordnitng: Konzessionsgesuch deS Heinrich Ziegler und Genehmigung der Sandgrube m der Heide.
-i- Lick, 29. Okt Der hiesige Bolksbildungsverein wird am nächsten Sonntag seine Wintertätigkeit eröffnen linb zwar zunächst wieder mit kinematographischen Vorsührunaen Es kommen selbstverständlich nur gute und belehrende Films zur
gefunden, sorgfältig gereinigt und nach etwaigen Zeichen an ihnen gesucht hat. Auf der .Hauptversammlung be* Wciamt- Vereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine die im September 1909 in Worms Uattgefunden hat wurde über die Au-gradung unter Vorlage einzelner Zeichen,teine berichtet, doch konnte eine sichere Klärung dmer merkwürdigen Zeichen auch dort nicht berbeigefilbrt werden. Dr Kra mer hat nun kürzlich auf dem Trieb ein weitere» Grad zutage gefördert, und dabei bie gl eich e nZ eichenste ine vorgefunden. Tie Figuren decken sich vollkommen mit den 1908 aufgefundenen, und es ist dadurch mit Sicherheit ,e,t gestellt daß es sich um Gebilde von Menschenhand herruhrcnd handelt. Auch dieses Grab mit feiner keltischen ^rodcnmauei als Grabaufbau und seinen Beigaben gehört der r.a-^ene- Zeit, etwa 200 vor Ehr, und zwar der gallischen Periode an, die hier so selten beobachtet worden istt W.
•• t Handwerkskammer zu Tarmftaöt har einen Leitfaden zur Vorbereitung aus die Meisterprüfung im Handwerk herauSgegeben, der im 35. Tausend erscheinen wird. Er soll dem Handwerker dazu dienen, sich die für die Meister- Prüfung notwendigen Kenntnisse der einfachen^Vuchfuhning, der Hauptbestimniungen deS Wechselrechts und Scheckverkehrs, der Gewerbe-, ArbeiterversicherungS- und GenoNenschaitS- Gesetzgedung rc. auf die leichteste Art anzueignen. Durch daS Znkrasttreten deS kleinen Befähigungsnachweises, wonach un allgemeinen nur noch Derjenige Lehrlinge anleiten darf, der die Meisterprüfung bestanden hat, ist diese Prüfung nun von besonderer Wichtigkeit geworden. Dem trägt and) der Leitfaden Rechnung. Er ist auf den neuesten Stand der Hand- iverkergesetzgebung gebracht und enthalt alle in Betracht ko,umenden Reichsgesetze der letzten Zeit (insbesondere die Gewerbenooellen von 1907 und 1908), außerdem ,st er cr- weitert durch Aufnahme eines Kapitels über Kreditgenosien- schaften und Scheckverkehr. Der Leitfaden ist für 1 Mark (ohne Postgeld) durch die Handwerkskammer Darmstadt zu
Tas österreichische Abgeordnetenhaus nahm die Regierungsvorlage betreffend die Perbrauchsabgabe für Schaumweine in zweiter Lesung an. Die Steuersätze betragen für Traubenschaumwein in t/ mu||kl> „
einer Neinen Flasche 40 Heller, in der ganzen Flasche (850 cem) bcnn 11)ic c§ cirf) gestern abend zeigte, schreckten sie 80 Heller, in größeren Flaschen sur lebe weiteren -30 ccm S e l b st 1 a r i l a tu r zurück.
20 Heller. Sodann folgte die Beratung über die Regierungsvorlage 0
betreffend die Erhöhung der Branntweinsteuer. ,»ii !iMmi.iW|iiii» ii ■Wlilil Illi IHlMmn
Dienstantritts feines Dienstnachfolgers.
♦* Gießener S t a d 11 h e a t e r: Ter Königs- l e u t n a n t. Als erste Volksvorstellung dieses Winters wurde gestern abend unter Herrn Tworkowskis nichtiger Leitung vor gut besuchtem Hause Gutzkows Ko- nigsleutnant ausgeführt, der schon in der vergangenen Spielzeit so viel Anklang gefunden hatte. Ten aus Sentimentalität und kTerbheit seltsam ^gemischten Grafen Thorane, der im Waffenlärm die Schmerzen seiner getäuschten -ieoe zu vergessen sucht, spielte Herr Rotteck mit bestechender Gewandtheit und Abrundung. Boll sicheren Feingefühle traf er den richtigen Ton für diesen milden Kriegshelden und nur bei der Erzählung seiner Enttäuschungen beeiittrachtigte er seine Leistung mitunter durch zu leises Sprechen. Eine liebe und gütige Frau Goethe schuf Fr. Frenzel, die sicher in ihrer Haltung und sicher in ihrer Weltanschauung war; ganz die muntere, kluge Frau Aja, die uns in ihren Briesen so entzückend frisch entgegentritt. Herr Goll den schnüffelnden Professor Mittler mit feinem, vedachtsamem Humor, nicht aufdringlich nach Wirkung suchend, aber doch in jeder Bewegung von liebenswürdiger Komik. Etwas zu unterwürfig war der gute Seekatz des §errn Grosser-Braun, zu derb Frau N a t h u si us als sein eifersüchtiges Ehegespons. Voll derber, naturwüchsiger Kraft gab sich Frl. Stettner als Gretel, die vollblütige Frankfurterin. In den Rollen, die sie schon im vorigen Zähre sehr gut vertraten, bewährten sich Frl. Dagny als junger Goethe, Herr Grosser als Sergeantmajor und Herr Volck, der uns mit Ablauf dieser Spielzeit leider verläßt, um an das Baseler Stadttheater iiberzugehen, als Rat Goethe. Die Frankfurter Maler, die so unkünstlerisch da- I stehen, müssen dennoch recht humorvolle Leute gewesen fein, denn wie es sich gestern abend zeigte, schreckten sie nicht vor
Vorstellung. . t,
(?) Lich, 28. Okt. Heute wurde die sterbliche Hülle des beliebten und hochgeschätzten Prinzen Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich, eines Onkels des regle- renden Fürsten Karl und der Großherzogin Eleonore, ui feierlicher Weise beigesetzt. Der Verstorbene, der Kgl. preußischer Rittmeister a. D. war, hat als junger Offizier im Garde du Korps den Feldzug 1870/71 mitgemacht und das Eiserne Kreuz erworben. Dadurch wohnten viele hohe Offiziere der Beerdigung bei. Die Feier beaann kurz nach 3 llhr mit einer Andacht in der Stiftskirche, wo die Leiche, begleitet von Fürst Karl und den Söhnen des Berstorbenen, gestern abend feierlich im Chor aufgebahrt worden war. Fürstliche Förster hielten die Ehrenwache. Zur heutigen Feier in der Kirche hatten sich die hohen Leidtragenden, darunter der Großyerzog und die Großherzogin von Hessen, viele hohe Offiziere, Abordnungen des Gießener und Marburger Offizierskorps, hohe staatliche Beamte und eine zahlreiche Gemeinde eingefimden. Stiftsdechant Kl i n - gelhöffer hielt die Trauerrede, wozu der Verstorbene die Richtlinien selbst angegeben, indem er, seinem schlichten lunb einfachen Sinn entsprechend, gewünscht hatte, daß sie I kein rührender Nekrolog sein, sondern nur religiöse Gc- ! danken zum Ausdruck bringen solle. Gesänac des >rirchen- gesangvereins und der Trauergemeinde erhöhten noch die l ernste und feierliche (Stimmung dieser erhebenden fird)- I lichen Andacht. Nach der Aussegnung durch den amtieren- den Geistlichen setzte sich bann von der Kirche auS der ftatt-
I liche Trauerzug nach der Begräbnisstätte in Bewegung. Dem von vier Pferden gezogenen und von einer Abordnung des Kriegervereins und von Forstbediensteten begleiteten ! Leichenwagen, der reichen Kranz- und Blumenflor trug, Ischritten die Gießener Regimentskapelle, die sämtlichen Vereine der Stadt mit ihren Fahnen, die fürstlichen Pächter, I Beamten imt> Wiener, die fungierenden Geistlichen und Ober- I sörster Kuntze-Hohensolms mit dem Ordenskissen voraus. I Hinter dem Wagen folgten dann die nächsten Verwandten und Angehörigen des Verstorbenen, zunächst seine beiden Söhne und der Großherzog Ernst Ludwig, bann Fürst Karl und die zahlreich erfdnenenen übrigen Verwandten, fast alle in Uniform. Es folgten dann die Offiziersabordnungen, die höheren ftaattidien Beamten (darunter Provinzialdirek- tor Dr. Usinger-Gießen), der Gemeinderat, die Bürger- und Beamtenschaft von Lich. Am fürstlichen Friedhöfe trug die Abordnung deS Kriegervereins den Sarg zur Gruft, wo Sttftspfarrer Freitag die Leiche e i n f eg n c t c. Der Gesangverein „Cacilia" fang am Grabe das „Auferstehn" und die Militärkapelle spielte Trauerweisen. Nach drei
Ein Ergänzungsentwurf zum Dreijahrgesetz in
D-r franiöfw Wunsch I Adrehbuch derZtadt und des Ureises Gießen 1414.
auSschusseS des Senats einen Ergänzungsentwurr zum Treiiahr- Einwohnerschaft der Stadt wird hiermit darauf auf»
gesetz ausgearbeitct, den er dem Bureau des Senats nach' I merffarn gemacht, daß während der nächsten Tage die Haus-
Wiederzusammentritt vor egen wird Der Entwurf betriM be- . Verteilung kommen. Um ein möglichst vollständiges sonders die Er atztommmionen, die Verwaltungl ^ großen R ^HLerloses Adressenmaterial zu erhalten, werden na- sE-ssmerschulm. bte TOdUarSenfionen und d,° Zangen NN d,e Adr „n b-e orbnung3J
KoloniÄtruppen. mäßige Vorlegung der Hausliste an jeden selbständigen Haus-
Die Besserung ^ Befinden des Königs beroobner zu sorgen. Es ist besonders wesentlich, daß die
ist soweit fortgeschritten daß die Aerzte ilnn gestatten, für kür- Hauslisten von jedem einzelnen Bewohner selbst ausgefüllt
zere Seit an den Festlichkeiten der Leibgarde teilzunehmen. Der werden. Nur auf diese Weise laßt sich em genaues Adressen-
Liönig übernimmt am 3. November die Regierung wieder. material ermitteln. Da aber em zuverlässiges Adreßbuch für - j----------- --- " -------- jeden einzelnen Bewohner der Stadt zweckdienlich ist, wird
Reet Urt& Flotte. sich gewiß jedermann gerne der kleinen Mühe des eigenhändi-
a , m a n p Sanders der gen Eintrages unterziehen. Die ausgefüllten Hauslisten wer-! an der Spitze der neuen Reform-Mission deutscher Ossi- den nach einigen Tagen durch die Revier-Schutzleute von der ziere nachher Türkei stellt, gilt, so schreibt der „Berliner Lo-s gleichen Stelle abgehoit, an die sie auvgehandigt wurden, kalanzeigcr", als einer unserer besähigsten Generale. Als alte j Generalstäbler ist er nicht nur ein vorzüglicher energncher Trup-
S'ifi, Ä ÄÄÄ X«U^nÄml6M -Stab ttbeaU r Da di- lebte Schül-rvorstellung int Alter von 38 Jahren und ist zurzeit Kommandeur der 22. Ti- von „Hermannsschlacht völlig ausverkauft war, sodaß Viele Vision in Kassel. keinen Platz mehr erhalten konnten, so ist für ^-amstag, den
—------------------------------------------*------ 8. November nachmittags 3'/- Uhr eine Wiederholung des
2Ilts Stadt und Land. Stückes als Schülervorstellung angesetzt worden. — Es sei
Gießen, 30. Oktober 1913. nochmals darauf hingewiesen, daß am (Sonntag abenb eine I Aufführung von „P u p v ch e n bei kleinen Preisen statt- Das Rabattwesen. findet, und nicht von „Majolika" wie im Wochenspielplan
In den schweren wirtschaftlichen Kämpfen, denen der Kaufmann ^ngekündigt.
heute ausgesetzt ist, geschieht es leicht, daß über das eigene oder .. m Leib — Kolosseum finden am
JTÄ nähten'®an,Sta3 und Sonntag wieder einige «aritiM
wesen herausbeschworen morden ist, war die Ursache des folgenden, Vorstellungen statt. Wie man unS mitteilt, werden nur er|t- mit seinen Ereignissen und Folgen lehrreichen Rechtsstreits: I klassiae Künstler auftreten.
Der Kaufmann Katzenstein, Jnl>iber eines Garderoben- ** Rätselhafte Zeichen. Im Jahre 1908 hat
gcschäfts in Augsburg, war früher Mitglied des Gerne altf ^cm Gebiete der Altertumsforschung besonders für
Ue"nb “Sm *1 "Ämto 1911 ift "wegen Ftnttig- unsere Gegend mit Ersolg seit lange» Jahren tätige Direktor feiten mit anderen Mitgliedern des Vereins aus dem Verein aus-1 unseres Museums Dr. K r a m e r auf dem Hinteren Teil des geschieden Er hat darauf in seinem Gescklästslokal große Plakate I Trieb zwei -Lkelettgraber ausgegraben, die aus der La- aufgchängt, auf denen die Sätze standen: „Kein Geschäft kann Töne-Zeit gallischer Periode herruhrten. Außer emem b Proz verschenken. Rabattmarken müssen immer mit bezahlt >88 Zentimeter langen, 5 Zentimeter breiten Schwert werden. Der wirklich kluge Kunde kauft nur dort, Eisenscheide waren es bei diesen Grabfunden wo keine Rabattmarken aus gegeben werd en." Wc- besonder- eine Anzahl Bafaltfteine, die mit eigenartigen Zei gen dieser Behauptungen bat der Rabattiparverein ftlr Augsburg 1,^ versehen sind, die damals das lebhafte Interesse der wis und llmgcgcnb gegen K. Klage auf UntcTlafiniig erhoben und btefc I r incr*inc»f;r(.pn jUelt in Anspruch nahmen. Der Geologe Pro -1 RS.! S ~
sei, seinen Kunden mitzuteilen, weshalb er keine Rabattmarken I terfudjung die Ansicht, daß die: Zeichen: in dem harten .Na mehr ausgebe. terial von Menfcheiihand hergeftellt find. Jrn Gegensatz hier-
Landgericht und Oberlandesgericht Augsburg haben dcnl ^u war Oberförster B ehl e m -Ö aig er, der sich ebenfalls Bcllagteu verurteilt, das Aushängen der erwähnten Plakate mit ber Forschung befaßt, der Meinung, es handle sich nicht zu unterlassen. Das Landgericht hat alle drei Sätze des Plakats Zeichen die durch Menschen hervorgerufen sind, sondern beanstandet, das Obcrlandesgericht, daö zwar auch das Aushängen c»ii|Pn 'nhrr Risse die von einer Pflugschar herrühren, des Plakats im ganzen beanstandet, hat jedoch nur in dem letzten um ckiitten oder .nifti, ote
Satze einen Verstoß gegen die guten Sitten und somit gegen die die Sina0^ beim Readern bcdSobend über öie in öer ttröe gesetzlichen Bcstimmuugen erblickt. Hierzu fuhrt das Oberlandes gelegenen Steine hmweg gegangen fit. Professor G i s e v i ii. genchi in seinen Entscheidungsgründen naher aus, daß hat auf einem Versuchsfelde mit verschiedenen .IsTlugknaT'cn die Behauptungen „Kein (Md)ift kann .'» Proz. verschenken — I sorgfältige und eingehende Versuche angestellt, um solche oder Rabattmarken müssen mit bezahlt werden" nicht-) Sittenwidriges ähnliche Zeichen auf irn Boden liegenden Basaltftücken hervor- an sich haben, denn jeder reelle Kaufmann müsse den Rabatt in prüfen mit dem Ergebnis, daß die Schrammen, welche da- Rechnung fiel en. d-» ««»anchg- Publikum kch<n° kub dürübn U.^» aus'dem «estein entftanben waren, mit den in der »auch gar nickt im unnnrnt bciuwen. Wesentlich anders aber ei I ,,,,s hen
«, wenn der -Mlaok dann den Schlick »ielt: „Ein Hugei Kund.- B Nattung aufgefundenen, abgefchl^fenen Zeichen auf den kaust daher mir öort, wo keine Rabattmarken abgegeben werden." steinen ofsinbar nicht vergleichbar sich erwiesen.Dagegen war Dadurch stellt der Beklagte die Behaupinng auf, das; der Kunde es leicht, nut einer dem gefundenen La ^öne-Schwerl nachunklug oder töricht oder dumm ist, der in einem Geschäft kaust, gebildeten eisernen Sckwertspitze solche Zeichen im Gestein
‘ " herzustellen. Professor Bartholom ae- Heidelberg, der die
Dem mecklenburgischen Landtag wurde ein grobherzoglicher Heicksger, cht emqckegt.. Ter . Erlab übergeben, m dem die Entgegennahme der Antwort des nchtshoi- hat die Reviswn zuruckgenne Landtags, der Dersassungsvorlage die Zustimmung zu vertagen, vom Grobherzog abgelehnt wird. Seit mehr als iüni Fahren sei es das eifrigste Bemühen des Landesherrn, unter Zurückstellung der landesherrlichen Interessen, die gegensätzlichen Anschauungen zwischen Ritter- uno Landschaft auszuglerchcn, um bie als notwendig erkannte Derfassungsrciorm durckzusetzen. ^as sei nicht gelungen. Auf dem Wege weiterer Verhandlungen eine andere Stellungsnahme der Stände zu erreichen, erscheine aus- geschlossen. Trotzdem wolle der Großherzog an dem seinerzeit gelabten Entschluß, aus eigener Entschließung die Verfassung in Kraft zu setzen, nicht festhalten.. Bei erneuter Prüfung sei er zu der Erkenntnis gelangt, baß Die augenblicklichen Verhältnisse des Landes diesen äußersten Schritt noch nicht als gebieterische und unabweisbare Notwendigkeit recktsertigen, der in seinen Folgen so uaubenehbar iei und. wie der Grobherzog sich überzeugt habe, die Möglichkeit nicht ausschließe, daß letzten Endes, was er nicht wünsche, cne gefetz- gebenben Faktoren des Reiches darüber bestimmen konnten, welche Versassung Mecklenburg erhalten könne. Zuletzt wird uc Ueberzeugung ausgesprochen, daß der Landesherr in der Uever- zeugung von der Notwendigkeit der Veriwsung nicklv schwankend geworden sei und das gesteckte Ziel weiter verfolge. Dann wurde ein Strelitzer Erlab verleicn, welcher nach längerer Aussprache auf Veranlassung des Landrats Grnfcn von Schwerin-Mildenitz zum Protokoll gegeben wurde. Nach Verlesung der beiden Landtagsabschiede wurde der Landtag geschloftcn.
Der „Mecklenburgischen Zeitung" zufolge hat, das.^ronherzogll Staatsmini st erium den Großhcrzog inwlge der Beichluste der Stände zur Verfassungsvorlage um seine Entlassung ge-


